abberline schrieb:Der Staat hat die Pflicht zu informieren. Von mir aus. Allerdings sollte jeder selbst entscheiden können, von wem er sich "informieren" lassen möchte[...]
Hat der Staat nicht vielmehr die Pflicht, Informationen zur Verfügung zu stellen? Jedem die Möglichkeit zu bieten, sich neutral informieren zu können? Es sollte eben kein Staatsfunk sein, deswegen seinerzeit auch die Entscheidung, die Rundfunkanstalten als ÖR und nicht als Staatsunternehmen zu gründen. Das mag sich nach Haarspalterei anhören, werden solche Anstalten eben doch durch den Staat gegründet. Rechtlich gesehen sind es aber eigenständige, nicht vom Staat abhängige Unternehmen. Und es kann ja jeder für sich entscheiden, ob und wie er sich im ÖRR informiert.
abberline schrieb:[...] und warum dann Wetten Dass oder langweiligen Tatort mit Depri Sozialdrama Touch oder Traumschiff oder Soko Hintertupfingen finanzieren (es gab mal eine Soko 5113 mit Diether Krebs und Werner Kreindl - das war gut, hätte gereicht - irgendwann bekam jedes Nest seine Soko) uswusw? [...]
Ein weiterer Grund für AöR ist, das diese nicht Gewinnorientiert arbeiten sollen. Dazu zählt mMn auch die "Jagd nach Einschaltquoten". Ich habe nie verstanden, warum der ÖRR meint sich bei den Einschaltquoten in Konkurrenz zu den Privaten sehen zu müssen? Denn genau das machen sie mit den ganzen "Spielshows", xten "Notruf xyz", etc. Dafür hat man aber in den Kerngebieten, wie zb. Bildung (Erinnert sich noch das es in den 80ern mal "Schul-TV" in den 3. gab?) massiv zurückgefahren. Es gibt x Polit-Talks, die zwar verschiedene Themen abhandeln, die Gäste gleichen sich doch sehr.
("Kaputte Schallplatte")* Schleifen, neu aufsetzen das Ganze.
ApexOne schrieb:Genau hier liegt das Problem, wieder GG5.1:Jeder hat das Recht......... sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.
Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_5.html
Jein. Informationen zu (tages)politischen Themen sind bei den ÖRR mWn grundsätzlich frei zugänglich. Bei den "privaten" Medien sind viele Informationen hinter Paywall. Nun könnte man argumentieren, das der Rundfunkbeitrag ebenfalls eine Paywall darstellt. Man könnte dagegene aber argumentieren, das die Finanzierung durch alle Bürger/Haushalten allen, also auch denen die vom Beitrag befreit sind den Zugang zur Informationen sichern. Sprich das Ganze auf dem Prinzip der Solidarität basiert/basieren soll.
ApexOne schrieb:Wenn ein Haushalt die knapp 19€ Zwangsbeitrag leistet, wird das Haushalt eventuell finanziell gehindert andere Dienste zu abonnieren...das ist grob gesagt eine normale Tageszeitung pro Monat an Werktagen.
Scheinbar wird es so nicht gesehen. Ansonsten, da bin ich mir sicher, hätte es bereits Klagen und Urteile mit entsprechendem Inhalt gegeben/gibt es diese schon?
ApexOne schrieb:Das ist ein erweitertes Grundsicherungsprogramm für talentfreie Schauspieler, glaub ma, die willst nicht in der freien Wirtschaft haben :troll:
Oh, da tummelt sich auch außerhalb der Schauspielerriege so einiges, das den Begriff "Talentfrei" mehr als nur erfüllt!
* Dazu habe ich mehr als 1x hier geschrieben, bei Bedarf mit der threadbezogenen SuFu meine alten Beiträge durchforsten