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Israel - wohin führt der Weg?

56.652 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Krieg, Kinder, Israel ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Israel - wohin führt der Weg?

27.06.2026 um 16:13
Kernpunkte der Bewertung der YouTuberin:
Kritik am optischen Eindruck der Protagonisten: Sander argumentiert, dass die im ZDF-Bericht gezeigten Personen (darunter die Betreiberin einer Suppenküche sowie interviewte Frauen) optisch „wohlernährt“ und „kräftig“ wirken [03:06], [04:02]. Sie sieht darin einen extremen Widerspruch zu deren Aussagen, wonach im Gazastreifen eine akute Hungersnot herrsche und die Menschen vom Hungertod bedroht seien [03:13], [04:10].

Vorwurf der Inszenierung von Bildmaterial: Die im Fernsehen gezeigten, drängelnden Menschenmengen bei der Essensausgabe bezeichnet sie als inszeniertes „Spektakel für die Kamera“ [05:26]. Sie verweist darauf, dass im Hintergrund oft leere Flächen zu sehen seien und die Situation für die Aufnahmen künstlich dramatisiert werde [05:04].

Gegenüberstellung mit Social-Media-Inhalten: Als Gegenbeweis zieht sie private Social-Media-Videos aus Gaza heran, die angeblich volle Märkte, gut besuchte Cafés, Restaurants und sogar luxuriöse Feiern zeigen [06:53]. Laut ihren Angaben standen den Menschen im Gazastreifen im Schnitt rechnerisch rund 3.000 Kalorien pro Tag zur Verfügung, weshalb der Begriff einer „Hungerkatastrophe“ ein reiner Mythos sei [09:15].

Dämonisierung Israels und Rolle der Hamas: Der eigentliche Zweck solcher Berichte sei in ihren Augen nicht humanitärer Natur, sondern diene der Dämonisierung Israels, um dem Land fälschlicherweise Genozid und das gezielte Aushungern von Zivilisten vorzuwerfen [07:34], [08:01]. Sie betont, dass Israel täglich hunderte LKWs mit Hilfsgütern durchlasse [09:00]. Die exorbitanten Preise auf den Märkten führt sie nicht auf Israel, sondern auf die Hamas und kriminelle Banden zurück, die Hilfsgüter auf dem Schwarzmarkt verkaufen, um den Terror zu finanzieren [10:05], [10:17]. Zudem kritisiert sie den Mangel an westlichen Kontrollmechanismen für Spendengelder [11:12].

Einordnung des Inhalts:
Das Video liefert eine stark polarisierende Medienkritik und vertritt eine dezidiert pro-israelische Sichtweise in der Debatte um die humanitäre Lage im Gazastreifen [00:45].

Methodik: Die Argumentation stützt sich maßgeblich auf visuelle Eindrücke („Augen im Kopf haben“, „Logik benutzen“) [04:02], [06:16] und den Abgleich mit ausgewählten Social-Media-Ausschnitten [06:53]. Dabei wird eine optische Beurteilung von Einzelpersonen als Maßstab genommen, um Berichte über eine flächendeckende oder drohende humanitäre Krise als Ganzes infrage zu stellen [03:13].

Rhetorik: Die Sprache ist an vielen Stellen suggestiv und konfrontativ (z. B. Vorwurf der „schamlosen Lüge“ in die Kamera oder dass das ZDF die Zuschauer „für dumm verkaufen“ wolle) [03:50], [06:22].

Zusammenfassend bietet das Video eine medienkritische Gegendarstellung zum öffentlich-rechtlichen Narrativ, spiegelt jedoch eine hochgradig subjektive und im Kontext des Nahostkonflikts stark politisierte Einzelmeinung wider.

Manipuliert das ZDF erneut? Der Mythos vom Hunger in Gaza
Sarah Maria Sander · 89.344 Aufrufe
Quelle: Gemini

Bin mittlerweile echt zu faul um inhaltlich auch nur ein paar Minuten für deinen Schwachsinn zu verschwenden. Ich soll Berichte von sämtlichen NGOs und der UN ignorieren aber einer Frau glauben, die in einem Youtubevideo anhand von Videoschnipseln der Meinung ist, in Gaza gäbe es keinen Hunger


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Israel - wohin führt der Weg?

27.06.2026 um 16:16
https://www.ipcinfo.org/ipc-country-analysis/details-map/en/c/1159820/?iso3=PSE

Hier auch nochmal der IPC Bericht - dieser ist weltweit eine objektive Bemessungsgrunlage für Hungersnöte.


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Israel - wohin führt der Weg?

27.06.2026 um 16:24
Die Meinung von Sarah Maria Sander ist rhetorisch geschickt aufgebaut, aber aus wissenschaftlicher und journalistischer Sicht sehr lückenhaft und unzureichend belegt. Sie nutzt vor allem visuelle Eindrücke, anekdotische Evidenz (Einzelbeispiele) und hochgradig selektive Daten, während sie den breiten Konsens internationaler Expertenorganisationen ignoriert.

Hier ist eine sachliche Analyse, wo ihre Argumente handwerklich schwach oder gar nicht belegt sind:

1. Der „Augenschein“-Fehlschluss (Optische Beurteilung)
Sander argumentiert maßgeblich damit, dass die gezeigten Frauen „wohlernährt“ oder „kräftig“ aussehen und deshalb nicht hungern können. Das ist medizinisch und logisch falsch:

Mangelernährung sieht man nicht sofort: Akuter Nährstoffmangel (Fehlen von Proteinen, Vitaminen, sauberem Wasser) führt bei Erwachsenen nicht in wenigen Wochen zu extremer Abmagerung wie bei einer chronischen Hungersnot in Ostafrika. Man kann Übergewicht oder Normalgewicht haben und dennoch unter schwerer Mangelernährung (Malnutrition) leiden, wenn man sich monatlich nur von billigen Kohlenhydraten (z.B. reinem Mehl) ernährt.

Chronische Krankheiten: Schwellungen (Ödeme) durch Proteinmangel oder hormonelle Störungen (z. B. Schilddrüsenerkrankungen) können Menschen „fülliger“ wirken lassen, obwohl sie physisch am Ende sind.

2. Die „3.000 Kalorien“-Zahl
Sie behauptet, es stünden rechnerisch 3.000 Kalorien pro Person und Tag zur Verfügung.

Das Problem der Verteilung: Selbst wenn theoretisch genug Kalorien die Grenze passieren, bedeutet das in einem Kriegsgebiet nicht, dass sie bei den Menschen ankommen.

Logistik und Schwarzmarkt: Wie sie selbst im Video richtig erwähnt, blockieren die Hamas, kriminelle Banden und die Sicherheitslage die Verteilung. Wenn Hilfsgüter geplündert oder zu Wucherpreisen auf dem Schwarzmarkt verkauft werden, nützt der theoretische Durchschnittswert dem hungernden Kind in einem Zelt absolut gar nichts. Zu sagen „Es gibt keinen Hunger, weil rein rechnerisch genug Essen da ist“, ignoriert die Realität der Verteilung komplett.

3. Selektive Social-Media-Videos (Cherry-Picking)
Als „Beweis“ führt sie private Social-Media-Clips an, die volle Märkte oder Hochzeiten zeigen.

Kein Gesamtbild: Gaza ist/war ein dicht besiedeltes Gebiet mit über 2 Millionen Menschen. Es gab dort immer extreme Klassenunterschiede. Dass es wohlhabende Familien, Profiteure des Schwarzmarkts oder unzerstörte Ecken gibt, in denen kurzzeitig Märkte stattfinden, widerlegt nicht das Elend in den völlig zerstörten Flüchtlingslagern.

Propaganda von zwei Seiten: Genauso wie das ZDF vorwurfsvoll framen kann, posten Influencer in Gaza gezielt positive Videos, um Normalität vorzutäuschen oder Klicks zu generieren. Einzelne TikTok-Videos als statistischen Beweis gegen die Berichte von UN-Organisationen einzusetzen, ist journalistisch unsauber.

4. Widerspruch zu internationalen Berichten
Ihre These von der „Hunger-Verschwörungstheorie“ steht im krassen Widerspruch zu den Berichten nahezu aller unabhängigen internationalen Organisationen vor Ort, die Zugriff auf reale medizinische Daten (wie Kindersterblichkeit, Krankenhauseinweisungen wegen Unterernährung) haben. Dazu gehören:

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Das World Food Programme (WFP) der UN

Der IPC-Report (Integrated Food Security Phase Classification – der weltweite Standard zur Messung von Hungersnöten), der über Monate hinweg katastrophale Werte für Gaza ermittelte.

Fazit
Die Meinung im Video ist schlecht belegt. Sie basiert auf der Annahme: „Ich sehe im Fernsehen eine kräftige Frau und auf Instagram einen vollen Markt, also lügen das ZDF und die UN.“

Sie spricht zwar reale Probleme an – wie die korrupte Rolle der Hamas bei der Verteilung und die Tatsache, dass im Krieg Bilder dramatisiert werden –, nutzt diese Punkte aber für eine pauschale Gegenerzählung, die den tatsächlichen, von Experten dokumentierten humanitären Notstand methodisch nicht widerlegen kann.
Quelle: gemini


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Israel - wohin führt der Weg?

27.06.2026 um 16:27
@Ataraxie89

Wird in deinen Quellen erwähnt, die Lebensmittel regelmäßig bis zu 90% geplündert werden, oder so getan, als ob keine Plünderungen stattfinden finden würden, Hamas nicht existieren bzw. nicht haftbar wäre? Hamas sind offenbar internationalem Recht nicht verpflichtet.

Wird erwähnt, dass es nicht unbedingt knappe Mengen, sondern zu hohe Preise sind?

Wird erwähnt, dass Hamas Zwangsabgaben von den Menschen erpresst?


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Israel - wohin führt der Weg?

27.06.2026 um 16:30
Wird in deiner Quelle erwähnt dass Schafe von IDF Soldaten und Siedlern getötet, geklaut oder vertrieben werden? Wird erwähnt, dass Brunnen zerstört werden und es Arabern quasi untersagt wird, neue Brunnen zu bauen.

Du hast eine unfassbar billige Art zu diskutieren. Ich habe dich mehrmals in einem ähnlichen Kontext gebeten zu erklären wieso Israel nicht einfach Essenslieferungen in den Streifen lässt und einfach mal guckt was passiert.

Lustigerweise hat Israel das einmal gemacht, als die Hungersnot Stufe 5 erreicht hatte. Israel hat dann die Lieferungen erhöht und die Stufe ging sofort spürbar auf Stufe 4 runter - eigenartig, lt. dir bringt das ja nichts, da die Hamas dann mehr plündert.


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Israel - wohin führt der Weg?

29.06.2026 um 19:18
Laut der Israelischen NGO Btselem tötet das israelische Militär in beispiellosen Maße Kinder im Westjordanland.
B'Tselem: Tötungen palästinensischer Kinder im Westjordanland "beispiellos"
Quelle: https://www.n-tv.de/politik/B-Tselem-Toetungen-palaestinensischer-Kinder-im-Westjordanland-beispiellos-id31026457.html
Seit 2022 werden im Westjordanland so viele Minderjährige durch israelische Sicherheitskräfte getötet wie lange nicht. Eine israelische Menschenrechtsorganisation sieht ein Vorgehen mit System, ohne Konsequenzen - und stellt auch einen Zusammenhang mit dem 7. Oktober 2023 her.
Quelle: So
"Die weit verbreitete und beispiellose Tötung palästinensischer Kinder und Jugendlicher im Westjordanland ist das Ergebnis einer grundsätzlichen Politik Israels, die es erlaubt, Palästinenser zu töten, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden", sagte Yuli Novak, Geschäftsführer von B'Tselem, dem "Guardian".
Quelle: So


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Israel - wohin führt der Weg?

30.06.2026 um 09:50
Zitat von ribsterribster schrieb:Laut der Israelischen NGO Btselem tötet das israelische Militär in beispiellosen Maße Kinder im Westjordanland.
Gestern war im Fernsehen ein Video eines kleinen Mädchens zu sehen, das frohgemut auf einer Schaukel sitzt. Jetzt ist es tot, offenbar von israrelischen Soldaten erschossen.
Der Kommentar des israelischen Militärs blieb vage, rückte das Geschehen in den Bereich einer Militäroperation - Vorgehen gegen Feinde. Die näheren Umstände bleiben wie so oft im Dunkeln. Aufgeheizte Stimmung und dann ein Durchdrehen eines isralelischen Soldaten der einfach "blind" draufgehalten hat? Das Szenario "Der hat gesehen wen er vor sich hatte und hat trotzdem geschossen" ist so schlimm dass ich es mir nicht vorstellen kann.
Die Sache hat mich sehr traurig gemacht. So etwas darf nicht passieren. Niemals, an keinem Ort und unter keinen Umständen


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Israel - wohin führt der Weg?

30.06.2026 um 17:51
Zitat von Lupo54Lupo54 schrieb:Der Kommentar des israelischen Militärs blieb vage, rückte das Geschehen in den Bereich einer Militäroperation - Vorgehen gegen Feinde
Passt zu sowas:
Unter Anwendung eines alten Gesetzes aus der britischen Mandatszeit werden Häuser, von denen aus Angriffe auf Israelis erfolgten, zerstört. Es genügt aber auch, dass ein Angreifer oder Attentäter dort wohnte. Da arabische Familien groß sind und mehrere Generationen zusammen in einem Haus wohnen, sind dadurch oft viele Personen betroffen. Israel rechtfertigt dies moralisch mit dem Vergleich, dass auch bei einer Haftstrafe eines Familienerhalters Unschuldige leiden, weil sie dann kein Familieneinkommen mehr hätten.
Quelle: Wikipedia: Häuserzerstörung im israelisch-palästinensischen Konflikt


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Israel - wohin führt der Weg?

04.07.2026 um 22:59
Zitat von Ataraxie89Ataraxie89 schrieb am 27.06.2026:Lustigerweise hat Israel das einmal gemacht, als die Hungersnot Stufe 5 erreicht hatte. Israel hat dann die Lieferungen erhöht und die Stufe ging sofort spürbar auf Stufe 4 runter - eigenartig, lt. dir bringt das ja nichts, da die Hamas dann mehr plündert.
Hamas ist nicht dumm und wird sich davor hüten, ihren Anteil an der Misere im Dunkeln zu belassen. Als Israel das gemacht hat, wurde die Waffenruhe verkündet- was so konnte auch Lebensmittel in bisher umkämpfte Gebiete gebracht werden.


Ich habe möchte Dir was zum Nachdenken geben:

2019, Jemen:
Nichtsdestotrotz setzte das World Food Programme (WFP) im Juni 2019 alle Nahrungsmittelhilfen für 850.000 Menschen in der Region Sanaa aus, nachdem Verhandlungen mit den Huthi über Maßnahmen zum Schutz vor Hilfsgüterdiebstahl gescheitert waren. Das WFP schätzte, dass in Huthi-Gebieten monatlich mindestens 17,5 Millionen Dollar (zehn Prozent) der Nahrungsmittelhilfe zur Finanzierung des Konflikts umgeleitet worden waren.

Der damalige Direktor des WFP, David Beasley, erklärte dazu: »Zu diesem Zeitpunkt kann man klar sagen, dass das humanitäre System militärische und politische Operationen finanziert. Wir sind unabhängig, neutral, unparteiisch, und wenn wir das nicht garantieren können, sollten wir nicht hier sein.«

Im Gazastreifen wird der Betrag, den die Hamas durch die Umleitung von UN-Hilfe generierte, auf Hunderte Millionen Dollar geschätzt, möglicherweise bis zu einer Milliarde Dollar...

Beasley fuhr fort: »Das ist eine der, wenn nicht die schwerste Entscheidung, die ich je in meinem Leben treffen musste. Der Jemen ist heute die schlimmste humanitäre Katastrophe der Erde, und sie wird durch die Umleitung von Nahrungsmittelhilfe verschärft.«

Das WFP nahm die Hilfsverteilung schließlich im August wieder auf, nachdem es Zusagen der Huthi erhalten hatte. Doch bald darauf, im März 2020, kündigte USAID an, alle Hilfsleistungen in den von den Huthi kontrollierten Gebieten im nördlichen Jemen einzustellen, da die Rebellen keinen »ausreichenden Fortschritt bei der Beendigung unzulässiger Eingriffe« in die Hilfseinsätze gezeigt hätten.

Dies zwang das WFP dazu, seine Nahrungsmittelrationen für die betroffenen Gebiete zu halbieren, was die ohnehin katastrophalen humanitären Bedingungen weiter verschärfte. Hilfsorganisationen warnten, die Kürzungen der US-Hilfe könnten den Zugang zu Notfallgesundheitsdiensten für mehr als fünf Millionen Menschen versperren – gerade zu einem Zeitpunkt, als Befürchtung vor einer Ausbreitung der COVID-Pandemie am Höhepunkt standen –, und könnten Millionen weiteren den Zugang zu Nahrung verwehren.

Ein US-Vertreter erklärte: »Alle sind darüber aufgebracht. Es widerspricht zutiefst den Gefühlen der Menschen. […] Auch wenn die Lage sehr ernst ist und wir lebensrettende Hilfe auf keinen Fall unterbrechen wollen, muss der Druck weiterhin aufrechterhalten werden, bis [die Huthi] sich fügen.«
Äthiopien:
Im Jahr 2022 waren 29,7 Millionen Menschen, darunter 15,8 Millionen Kinder, auf dringende humanitäre Hilfe angewiesen. Über 4,7 Millionen Kinder unter fünf Jahren waren mangelernährt, 1,2 Millionen davon schwer mangelernährt. Das UNO-Kinderhilfswerk (UNICEF) schätzte die Zahl der Kinder unter fünf, die eine Behandlung aufgrund schwerer akuter Mangelernährung benötigten, auf 800.000.

Doch im Mai 2023 setzten USAID und das WFP die Nahrungsmittelhilfe für die Region Tigray aus, nachdem Teile der Hilfsgüter umgeleitet und auf lokalen Märkten verkauft worden waren. Neunzig Prozent der sechs Millionen Einwohner Tigrays waren auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Anfang Juni wurde die Aussetzung auf ganz Äthiopien ausgeweitet, nachdem USAID erklärt hatte, weit verbreitete Diebstähle von Nahrungsmittelhilfe entdeckt zu haben, einschließlich Umleitungen an äthiopische Militäreinheiten im Rahmen eines koordinierten Plans von Bundes- und Regionalbehörden.

US-Vertreter rechtfertigten die Aussetzung unter anderem damit, dass Äthiopien einen der größten Umleitungsskandale von Nahrungsmittelhilfe darstellte, die je dokumentiert wurden. Eine Untersuchung schätzte, dass mehr als 7.000 Tonnen Weizen gestohlen worden waren. Der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Bet vermutete im vergangenen Jahr, die Hamas habe rund sechzig Prozent der Hilfe für eigene Zwecke umgeleitet. Doch selbst bei einer Umleitungsrate von nur einem Prozent ergäbe sich angesichts der zwei Millionen Tonnen an Hilfsgütern, die seit Beginn des Kriegs in den Gazastreifen geliefert wurden, ein Ausmaß an Diebstahl, das Äthiopien um ein Vielfaches übertreffen würde.

WFP-Direktorin McCain erklärte damals: »Das WFP hat null Toleranz gegenüber Diebstahl oder Umleitungen, die verhindern, dass lebenswichtige Nahrung die Hungernden erreicht«, und fügte später hinzu: »Wir tun jetzt alles, was wir können, um sicherzustellen, dass das nie wieder passiert.« Doch die Details kommen einem nur allzu bekannt vor.

Eine Reuters-Untersuchung im vergangenen Jahr enthüllte, dass das WFP bereits im Jahr 2021 vor den Diebstählen in Äthiopien gewarnt worden war, sich jedoch entschied, wegzusehen. In mehreren Fällen stand das World Food Programme selbst unter Verdacht, direkt an Umleitungen beteiligt gewesen zu sein, als WFP-Vertreter einige Lastwagenkonvois anwiesen, Lieferungen in Gebieten abzuladen, in denen es gar keine Hilfsempfänger gab.
Quelle:

https://www.mena-watch.com/israel-uno-hungerkrise-gazastreifen-teil-3/


Im Fall Gaza-Streifen (obige Quelle):
Zum Vergleich: Im Gazastreifen lag derselbe Wert im Juli laut UN bei neun Prozent, in Gaza-Stadt bei etwas über fünfzehn Prozent, wo er einen von zwei Indikatoren darstellte, die vom IPC verwendet wurden, um eine »Hungersnot mit hinreichenden Belegen« für das Gouvernement auszurufen. Als Israel die Hilfsgüterblockade verhängte, lag die akute Mangelernährung in der Küstenenklave bei 2,5 Prozent (4,1 Prozent in Gaza-Stadt), und es entschied, die Maßnahme aufzuheben, als die Mangelernährung auf 4,9 Prozent (5,8 Prozent in Gaza-Stadt) angestiegen war.
USAID und WFP hingegen setzten das Embargo in Äthiopien weitere drei Monate fort und nahmen die Nahrungsmittelhilfe erst wieder auf, nachdem eine umfassende Überarbeitung des Verteilungsmodells, einschließlich Implementierung digitaler Registrierungs- und Identifikationsverfahren für Hilfsempfänger, umgesetzt wurde.
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Die Parallelen zwischen dem Gazastreifen und dem Jemen beziehungsweise Äthiopien sind zu offensichtlich, um ignoriert werden zu können.

Erstens: Wo bösartige Akteure humanitäre Hilfe missbrauchen, bleiben den Entscheidungsträgern nur schlechte Optionen.
Zweitens: Die Einstellung von Nahrungsmittelhilfe selbst in den schlimmsten Notlagen kann unter Umständen gerechtfertigt sein – sei es, um nicht durch Korruption die Gewalt weiter zu befeuern, oder um einem Mindestmaß an Compliance zu forcieren.
Drittens: Jeder versteht, wer letztlich für die negativen Folgen extrem schwieriger Entscheidungen verantwortlich ist: der Verursacher für diese Entscheidung; und niemand versteht das besser als die Hilfsorganisationen selbst – nur nicht im Gazastreifen.



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Israel - wohin führt der Weg?

04.07.2026 um 23:17
@Ataraxie89

Oh, da habe ich mich vertan:
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Hamas ist nicht dumm und wird sich davor hüten, ihren Anteil an der Misere im Dunkeln zu belasse
Natürlich sollte es heißen: Hamas ist nicht dumm und wird sich davor hüten, ihren Anteil in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit kommen zu lassen, und alles dafür tun, diesen Anteil möglichst im Dunkeln zu halten.


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Israel - wohin führt der Weg?

05.07.2026 um 07:55
Hab dir ja schon vorgeschlagen es dabei zu belassen. Du blendest konkrete Fallbeispiele aus exakt diesem Konflikt aus, wo Hilfslieferungen nun doch bei den Menschen ankamen mit simplen Worten wie " ... ja die Hamas ist ja nicht blöd". Ohne dafür irgendwelche Belege zu liefern. Nimmst die wohl Pro-Israelischste Quelle die es gibt mit Mena-Watch die in Ihrem Artikel einfach Dinge als Fakt annimmt "60% Plünderungen durch die Hamas" und wirst mir zwischendurch vor, ich würde Geld von der Hamas bekommen und erwartest jetzt, dass ich inhaltlich darauf eingehe.

Ich habe akzeptiert und das gehört nunmal auch dazu, dass du deine Inhalte nur von israelischer Seite beziehen möchtest und eben dem Märchen glaubst, dass die ganze Welt mit allen NGOs und der UN gegen Israel sind (btw. bisher nicht eine einzige Sanktion gegen Israel) - und dabei sollten wir es auch belassen.

Ich sehe hier keinerlei Grundlage für einen Diskurs. Ich mache es mir in diesem Fall einfach:
Der verlinkte Artikel ist der dritte Teil einer Analyse des Nahost-Thinktanks Mena-Watch zum Thema Hilfslieferungen im Gazastreifen. Der Text befasst sich im Kern mit dem strategischen Dilemma der humanitären Hilfe in Konfliktgebieten: dem Umstand, dass Hilfsgüter oft von bewaffneten Akteuren zweckentfremdet werden, wodurch die Zivilbevölkerung versorgt, aber gleichzeitig die jeweilige Kriegspartei gestärkt wird.

Der Autor Raffael Singer argumentiert, dass internationale Organisationen und Geberländer bei der Zweckentfremdung von Hilfsgütern im Gazastreifen durch die Hamas mit zweierlei Maß messen, und zieht dazu zwei historische Fallstudien heran:

1. Fallstudie: Jemen (2019–2020)
Kontext: Während der dortigen humanitären Krise litten Millionen Menschen unter akuter Unterernährung.

Reaktion der UN/USA: Das Welternährungsprogramm (WFP) setzte 2019 die Nahrungsmittelhilfe für 850.000 Menschen in der Region Sanaa aus, weil Verhandlungen mit den Huthi-Rebellen über Schutzmaßnahmen gegen Diebstahl scheiterten. Das WFP schätzte damals, dass rund 10 Prozent der Hilfen (ca. 17,5 Mio. Dollar monatlich) zur Konfliktfinanzierung umgeleitet wurden. Im Jahr 2020 stellte auch die US-Entwicklungshilfebehörde USAID Hilfen im Nordjemen ein, um den Druck auf die Huthi aufrechtzuerhalten. Die UN-Führung betonte damals, das humanitäre System dürfe keine militärischen Operationen finanzieren.

2. Fallstudie: Äthiopien (2023)
Kontext: Nach dem Bürgerkrieg in Tigray und einer schweren Dürre waren fast 30 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen.

Reaktion der UN/USA: Im Mai und Juni 2023 setzten USAID und das WFP die Nahrungsmittelhilfe zunächst für Tigray und dann für ganz Äthiopien aus, nachdem massive Diebstähle und Umleitungen von Hilfsgütern (unter anderem an das äthiopische Militär) aufgedeckt wurden. Es handelte sich um rund 7.000 Tonnen gestohlenen Weizen. Die Organisationen begründeten den Stopp mit einer "Null-Toleranz-Politik" gegenüber Korruption und Zweckentfremdung.

Der Vergleich zum Gazastreifen
Der Artikel setzt diese Beispiele in Kontrast zur Situation in Gaza:

Laut Schätzungen des israelischen Geheimdienstes Schin Bet habe die Hamas in der Vergangenheit rund 60 Prozent der Hilfsgüter für eigene Zwecke abgezweigt. Der finanzielle Gegenwert dieser Umleitungen wird auf Hunderte Millionen bis zu einer Milliarde Dollar geschätzt.

Der Autor kritisiert, dass die UNO und internationale Akteure im Fall von Gaza im Gegensatz zu Jemen oder Äthiopien keine Hilfsstopps verhängen oder nennenswerten Druck ausüben, um die Verteilung durch die Hamas zu unterbinden. Stattdessen würden Initiativen wie die unabhängige Gaza Humanitarian Foundation (GHF) blockiert und eine Rückkehr zum alten System gefordert, bei dem die Verteilung faktisch unter der Kontrolle der Hamas stehe.

Zusammenfassend wirft der Artikel den UN-Organisationen vor, ihre eigenen Prinzipien der Neutralität und Schadensvermeidung im Gazastreifen nicht konsequent anzuwenden, wodurch die Hamas durch die internationale Hilfe strategisch stabilisiert werde.

Falls du dich für die ersten beiden Teile der Reihe oder bestimmte Aspekte der genannten Hilfsorganisationen interessierst, lass es mich gerne wissen.
Quelle: gemini

Du musst auf deiner bubble ausbrechen wenn du ernsthaft daran interessiert bist in diesem Konflik objektiv zu sein.


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Israel - wohin führt der Weg?

05.07.2026 um 07:56
Mena-Watch versteht sich selbst als pro-israelischer Thinktank. Der Artikel verfolgt das klare politische Ziel, die internationale Kritik an Israels Blockade- und Kriegsführungspolitik im Gazastreifen zu entkräften, indem er der UNO Doppelmoral vorwirft.

Hier sind die zentralen Punkte, an denen der Artikel kritisch hinterfragt werden muss:

1. Problematische Datenbasis und Quellen
Der Autor stellt konkrete Zahlen für Jemen (10 % Umleitung) und Äthiopien (7.000 Tonnen Diebstahl) den mutmaßlichen Zahlen aus Gaza gegenüber.

Die Quelle für Gaza: Der Artikel nennt eine Schätzung des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schin Bet, wonach die Hamas bis zu 60 % der Hilfsgüter umgeleitet habe.

Kritik: Die Behauptung einer Kriegspartei (in diesem Fall des israelischen Geheimdienstes) wird hier als objektiver Fakt behandelt, um das Ausmaß in Gaza als "um ein Vielfaches größer" darzustellen. Unabhängige Überprüfungen durch internationale Organisationen oder Drittstaaten (wie den USA) bestätigten zwar punktuelle Diebstähle und Plünderungen durch die Hamas und kriminelle Banden, wiesen die Zahl von 60 % systematisch abgezweigter Hilfe jedoch wiederholt als politisch motiviert oder drastisch übertrieben zurück.

2. Falsches Äquivalenz-Dilemma (Äpfel-mit-Birnen-Vergleich)
Der Kern der Argumentation basiert auf dem Vergleich von Gaza mit dem Jemen und Äthiopien. Dieser Vergleich hinkt in entscheidenden geopolitischen Punkten:

Wer kontrolliert den Zugang? Im Jemen und in Äthiopien blockierten die Rebellen (Huthi) oder die Zentralregierung den Zugang für UN-Mitarbeiter oder stahlen die Güter nach dem Import. Im Gazastreifen kontrolliert Israel als Besatzungsmacht (bzw. Kriegspartei) nahezu jeden einzelnen Zugangspunkt, die Registrierung, das Scannen und die Menge der zugelassenen Güter von außen.

Geografische Totalblockade: Jemen und Äthiopien sind riesige Flächenstaaten. Wenn die Hilfe in einer Region ausgesetzt wurde, verhungerte nicht automatisch die gesamte Bevölkerung des Landes, und es gab alternative Versorgungswege. Der Gazastreifen ist ein extrem dicht besiedeltes, abgeriegeltes Gebiet. Ein vollständiger, von der UNO initiierter Hilfsstopp im Gazastreifen würde unweigerlich und in kürzester Zeit zum kollektiven Hungertod Zehntausender Zivilisten führen.

3. Völkerrechtliche Pflichten werden ausgeblendet
Der Artikel argumentiert, dass die UN den Hilfsbetrieb einstellen müsste, um die Hamas nicht zu stärken. Dabei ignoriert der Text die rechtliche Dimension:

Nach den Genfer Konventionen hat die Besatzungsmacht (bzw. die den Raum kontrollierende Militärmacht – hier Israel) die völkerrechtliche Pflicht, für die Versorgung der Zivilbevölkerung mit Lebensmitteln und medizinischen Gütern zu sorgen.

Weil Israel diese Pflicht im Gazastreifen strukturell an die UNO (insb. UNRWA) ausgelagert hat, kann die UNO nicht einfach die Hilfe "aussetzen", um Druck aufzubauen. Ein UN-Hilfsstopp würde die völkerrechtliche Verantwortung komplett auf Israel zurückwerfen – ein Szenario, das die israelische Regierung aus logistischen und politischen Gründen ebenfalls vermeiden will.

4. Das Dilemma der "Gaza Humanitarian Foundation" (GHF)
Der Artikel wirft der UNO vor, eine neue, unabhängige Organisation (die Gaza Humanitarian Foundation) zu "dämonisieren" und stattdessen den Status quo mit der Hamas zu fordern.

Kritik: Der Text verschweigt, warum internationale Akteure solchen Ad-hoc-Alternativen misstrauisch gegenüberstehen. In der Realität scheiterten Versuche, lokale Clans oder neu gegründete, von Israel ausgewählte Komitees für die Verteilung einzusetzen, da diese ohne den Schutz etablierter Organisationen entweder von der Hamas als "Kollaborateure" bedroht oder von kriminellen Banden überfallen wurden. Die Infrastruktur der UN (Lagerhäuser, Logistiker, jahrzehntelange Erfahrung vor Ort) lässt sich in einer akuten Kriegszone nicht ad hoc durch eine neue Stiftung ersetzen.

Fazit
Der Artikel analysiert das reale und extrem schwierige Dilemma, dass humanitäre Hilfe in Diktaturen und Kriegszonen fast immer auch den Machthabern nützt.

Seine Kritik an der UNO ist jedoch einseitig und manipulativ, weil er die völlige Abriegelung Gazas ignoriert, unbestätigte Geheimdienstzahlen als absolute Wahrheit verkauft und unterschlägt, dass ein Hilfsstopp im Gazastreifen – anders als in Äthiopien – eine unmittelbare humanitäre Katastrophe historischen Ausmaßes auslösen würde, für die Israel rechtlich haftbar gemacht werden könnte.
Quelle: gemini


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Israel - wohin führt der Weg?

05.07.2026 um 08:00
https://www.dw.com/de/faktencheck-was-wir-%C3%BCber-israels-bezahlte-propaganda-werbekampagne-wissen/a-73891470

Vielleicht regt dich das ja ein wenig zum Denken an - habe aber meine Zweifel.

Die Strategie scheint bei Menschen wie dir auf jedenfall aufzugehen.


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Israel - wohin führt der Weg?

05.07.2026 um 08:42
Deine Quellen werden teilweise sogar von Juden und Israelis kritisiert:
Rezeption
In einem Vierteljahresbericht 2017 bezeichnet der WDR Mena-Watch als „islamkritische Internetseite“.[43] Laut Barbara Toth (Falter) hat sich Mena-Watch dem Beobachten der deutschen „Israelkritik“ verschrieben[44] und kritisiert meistens Artikel, die Israels Politik hinterfragen.[45] Der ehemalige Chefredakteur von Die Presse, Rainer Nowak, bezeichnet Mena-Watch als „israelfreundlichen Blog“.[46] Im Kurier wird die Bezeichnung „jüdischer Blog“ verwendet.[47]

Laut der Journalistin Eva Schweitzer liest sich Mena-Watch so, als hätte das israelische Außenministerium den Publizisten Henryk M. Broder engagiert, der dabei vom Zionisten Wladimir Zeev Jabotinsky redigiert werde. Zudem sei der Herausgeber von Mena-Watch, Thomas Eppinger, zugleich Autor des Blogs Die Achse des Guten und der Wochenzeitung Jungle World. Weiters ergänzt sie: „Dass auch Matthias Küntzel, Benjamin Weinthal und der elegische Iranwarner Thomas von der Osten-Sacken für Mena-Watch schreiben, versteht sich von selbst.“[48]

Die Wiener Wochenzeitung Falter urteilte: „Bei Mena-Watch handelt es sich weniger um ein wissenschaftliches Forum als um eine aktivistische Plattform, die die Interessen des israelischen Staates verteidigt.“[49] Laut Eric Frey (Nu) unterstellt Mena-Watch einem Großteil der westlichen Medien und Journalisten eine antiisraelische oder sogar antisemitische Haltung.[50]

Hanno Loewy, Direktor des Jüdischen Museums Hohenems, bezeichnet Mena-Watch 2022 als „toxische Plattform“, die „islamfeindliche Propaganda at its best“ verbreite. Zusätzlich bezeichnete Loewy Mena-Watch als „ein Ort antideutscher Propaganda“, die „in Wirklichkeit deutsch-nationalistische Propaganda geworden“ sei.[51] Dieser Kritik schloss sich die Schriftstellerin Eva Menasse an. Sie habe Mena-Watch zunächst für „ein urdeutsches, also antideutsches Nest der Wahnsinnigen gehalten“ und habe erst vor Kurzem erfahren, dass Mena-Watch aus Wien komme und sie den Finanzier Erwin Javor persönlich kenne.[51] Außerdem kritisierte sie einen „maßlosen Anti-Antisemitismus, einen Jagdtrieb des ‚unsäglichen Mena-Watch‘, der sich auch gegen jüdische Intellektuelle“ richte.[49] Gegen diese Kritik wehrte sich der Gründer Erwin Javor.[52][49]

Der Journalist Matthias Dusini (Falter) schrieb: „In der Mena-Watch-Logik gelten auch jene, die von einer Apartheidpolitik, also der diskriminierenden Behandlung der Palästinenser sprechen, als Antisemiten.“[49]

Im Februar 2024 kritisierte die Journalistin Sonja Zekri (Süddeutsche Zeitung) vor dem Hintergrund des Israel-Gaza-Krieges, dass Mena-Watch sich „Nahost-Thinktank“ nenne, diese neutrale Bezeichnung aber kaum zu seinen „propagandistischen Artikeln“ über die muslimische „Kolonisierung“ des „angestammten Heimatlandes der Juden“ passe.[13] Ebenso verwies Zekri auf den Mena-Watch Autor Amit Barak, der Mitbegründer der rechtsextremen israelischen NGO Im Tirtzu ist, die 2023 die deutsche Wissenschaftlerin Muriel Asseburg in Tel Aviv angriff.[13]

2024 schrieben Walaa Alqaisiya und Nicola Perugini in der Fachzeitschrift Middle East Critique, dass es sich bei Mena-Watch um eine „zionistische Gruppe“ handle, die Wissenschaftler, die Israels Landnahme kritisieren, attackiere und cancele.[53]
Quelle: wikipedia

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Israel - wohin führt der Weg?

05.07.2026 um 22:00
@Ataraxie89
Hohe moralische Ansprüche wie wir die hier in abnehmender Form noch kennen, passen im Moment einfach nicht in das Gebiet in und rund um Israel wegen den Jahrzehnten der Auseinandersetzungen. Moralisch bezogen auf den Umgang mit dem Feind der einen vernichten möchte.
Wahrscheinlich wäre eine Zweistaatenlösung kein Problem gewesen, wenn die Israelis sich nicht von ihnen begründeter Weise bedroht fühlten.
Meine Sicht ist glaube ich objektiv, habe im Moment auch weder Palästinenser noch Juden im persönlichen Umfeld.
Vielleicht bedeutet das auch, dass ich dazu garkeine Meinung haben kann oder sollte. Bin mir nicht sicher. Glaube hab garkeine.
Die israelische Regierung wird wahrscheinlich das Westjordanland, Gaza, ein Teil vom Libanon usw. wie schon beschrieben einnehmen, einfach nur der Sicherheit ihres eigenen Staates wegen.
Vielleicht haben sie in Israel zwangsläufig gelernt, dass die immer härter als ihre Feinde sein müssen um zu gewinnen.
Innerhalb Israel gibt es vielleicht einige Gruppen von Israelis die das harte Vorgehen der Regierung verurteilen. Weis ich nicht. Ich könnte mir aber denken, dass ihnen -den moralischen Kriegsgegner in Israel- nicht ganz bewusst ist, dass die Freiheit für ihre öffentliche Moral nur durch das harte und konsequente Vorgehen der Regierung, Geheimdienste und Militär gewährleistet wird.
Um das Wort nochmal zu benutzen:
Objektiv - glaube ich nicht, dass es eine andere Vorgehensweise gibt um den Staat Israel zu sichern.
Wahrscheinlich ist es auch recht naheliegend das ein großer Teil von Menschen mit jüdischem Hintergrund zionistische Gedanken als den einzig richtigen Weg ansehen, sich die Umsetzung vielleicht friedlicher wünschten wie ursprünglich glaube gedacht, die Möglichkeiten dazu aber wie gesagt von Todfeinden rund um Israel stark eingeschränkt werden.


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Israel - wohin führt der Weg?

05.07.2026 um 22:22
Zitat von Ataraxie89Ataraxie89 schrieb am 27.06.2026:https://www.ipcinfo.org/ipc-country-analysis/details-map/en/c/1159820/?iso3=PSE
d
Hier auch nochmal der IPC Bericht - dieser ist weltweit eine objektive Bemessungsgrundlage für Hungersnöte.
Der Leiter des IPC, Andrew J. Seal, ist nicht neutral. Er fiel schon vor dem 7. Oktober 2023 mit israelfeindlichen Statements auf.
https://jewishchronicle.timesofisrael.com/author-of-disputed-gaza-famine-report-has-lengthy-history-of-anti-israel-statements

Am 28. Oktober 2023 begann die Invasion Gazas durch das IDF.
Wikipedia: Timeline of the Gaza war (28 October 2023 – 23 November 2023)

Schon damals verwendete Seal den Hashtag Gaza_Genocide. Er hat natürlich keine confirmation bias.
GazagenocidehashtagearlyOriginal anzeigen (0,5 MB)
Als die Integrated Food Security Phase Classification (IPC), eine mit den Vereinten Nationen verbundene Organisation für Ernährungssicherheit, im August feststellte, dass in Teilen des Gazastreifens tatsächlich eine Hungersnot herrsche, sagten die Verfasser des Berichts, die schiere Zerstörung im Gazastreifen lasse eine genaue Erfassung der Todesfälle aufgrund von Hunger nicht zu. Deswegen würden sie stattdessen ein anderes als das übliche Schlüsselkriterium für Hungersnöte heranziehen, das in der Regel mit Todesfällen aufgrund von Unterernährung einhergeht, und das sie zur Extrapolation nutzen würden, um das Vorliegen einer Hungersnot zu bestimmen.

Dieses den Oberarmumfang (MUAC) heranziehende Schlüsselkriterium scheint laut kürzlich veröffentlichten Daten des Global Nutrition Center, das von der Kinderhilfsorganisation der Vereinten Nationen UNICEF betrieben wird, allerdings nie in einer Weise erfüllt worden zu sein, welche die IPC-Schlüsse berechtigt. Die Messung des Oberarmumfangs dient als einfache und allgemein anerkannte Methode zur Beurteilung von Unterernährung. Nach den IPC-Standards gilt eine Hungersnot als gegeben, wenn fünfzehn Prozent der solcherart untersuchten Kinder Anzeichen von Unterernährung aufweisen.
Nicht nach Alter gewichtet
In der IPC-Warnung vom August, in der festgestellt wurde, dass bereits eine Hungersnot herrschte, hieß es basierend auf einer zweiwöchigen Datenerhebung von Mitte bis Ende Juli, die Unterernährung von Kindern habe rapide zugenommen. Neuere Informationen, die am 17. September vom State of Palestine Nutrition Cluster der Palästinensischen Autonomiebehörde veröffentlicht wurden, zeigen nun aber, dass die nach Alter gewichteten MUAC-Daten nach IPC-Standard – im Gegensatz zu den ungewichteten Daten, wie sie im Hungersnotbericht verwendet worden waren – die eigenen Kriterien des IPC für eine Hungersnot nicht erfüllten.
...
Der Unterschied zwischen gewichteten und ungewichteten Daten kann erheblich sein, da die Messung des Oberarmumfangs kleinere bzw. jüngere Kinder von Natur aus mit einer viel höheren Wahrscheinlichkeit als unterernährt einstuft. »Die Verwendung von ungewichteten Durchschnittswerten ohne Altersanpassung bläht die Ergebnisse auf«, erklärte Zlochin und verwies auf die Daten der UNRWA, aus denen hervorgeht, dass die Differenz zwischen dem ungewichteten Durchschnitt und der altersbereinigten Schätzung im Juli 3,4 Prozent betrug. Ein gewichteter Durchschnitt hätte den Wert unter die für die Ausrufung einer Hungersnot notwendige Schwelle gebracht.

»Genau aus diesem Grund ist die Gewichtung nach Alter gemäß der IPC-Methodik obligatorisch und wurde in allen bisherigen Ergebnissen des Nutrition Cluster und des IPC angewendet«, schrieb Zlochin. Der Hungersnotbericht des IPC vom August führte jedoch nur wenige Beispiele für die Gewichtung nach Alter an. »Infolgedessen sind die Schätzungen der Unterernährungsrate stark nach oben verzerrt«, resümiert Zlochin.
Die am 17. September veröffentlichten Daten des Global Nutrition Cluster zeigen, dass die altersgewichtete, auf der Messung des Oberarmumfangs basierende, durchschnittliche Unterernährungsrate im Gebiet von Gaza-Stadt in der zweiten Julihälfte bei etwa 14,8 Prozent lag, bevor sie im August deutlich zurückging und wieder das Niveau vom Juni erreichte. Dieser Wert liegt unter jenen fünfzehn Prozent, die erforderlich sind, um die Kriterien für eine Hungersnot zu erfüllen, und deutlich unter dem ungewichteten Durchschnitt von 16,2 Prozent.

Den Daten der Palästinensischen Autonomiebehörde zufolge lag die MUAC-Rate zu keinem Zeitpunkt über fünfzehn Prozent, bevor sie im August deutlich zurückging und wieder das Niveau von 10,5 bis elf Prozent erreichte, also jenes vom Juni.
https://www.mena-watch.com/unicef-daten-in-gaza-gab-es-keine-hungersnot/


Der Artikel zeigt auch, wie andere NGOs solche <fragwürdigen Behauptungen blind übernehmen:
Ein Vertreter des Welternährungsprogramms (WFP) der Vereinten Nationen erklärte im August gegenüber Jewish News Syndicate, dass seine Behörde sich tatsächlich auf die MUAC-Rate im IPC-Bericht stützte, um auf eine anhaltende Hungersnot zu schließen.

Der Direktor des WFP-Dienstes für Ernährungssicherheit und Ernährungsanalyse Jean-Martin Bauer meinte damals, dass trotz fehlender Beweise für Todesfälle aufgrund von Unterernährung in einem für Hungersnöte typischen Ausmaß die Realität der Hungersnot in Gaza-Stadt und Umgebung auf soliden Beweisen beruhe, wobei er sich auf die Verwendung des MUAC durch den IPC berief: »Die Prävalenz von Unterernährung bei Kindern hat sich zwischen Mai und Juli verdreifacht. Wenn man einen solchen exponentiellen Anstieg hat, bedeutet das auch einen exponentiellen Anstieg des Sterberisikos.«

Auf die Frage, wie die Vereinten Nationen und der IPC von Sterberisiken zu der Feststellung gelangten, dass tatsächlich eine Hungersnot herrschte, antwortete Bauer: »Der Indikator, den wir für die Ernährung verwenden, ist der Oberarmumfang, und es ist ganz klar, dass es einen engen Zusammenhang zwischen dem Oberarmumfang und der Sterblichkeit gibt. Das ist unbestreitbar. Es wurde von Fachkollegen überprüft. Deshalb sind wir zuversichtlich, dass dies ein guter Indikator für die Probleme in Gaza ist.«
https://www.mena-watch.com/gaza-hilfe-erneute-fake-news-hoher-un-vertreter/
Zitat von Ataraxie89Ataraxie89 schrieb:Quelle: wikipedia

Sollte dich zum Denken anregen
In den Artikeln, die ich verwende, werden aber Aussagen und Dokumenten mit Ursprung außerhalb von Mena widergegeben. Es wird ja nichts eigenes fabriziert, sondern einfach Aussagen und Dokumente z.B. von UNO, WFP usw. zitiert oder zusammengefasst und notfalls gegenübergestellt.
Die Aussagen Tom Fletchers über 10000 LKWs die das böse Israel nicht reinlässt, oder die 14000 Babys, die angeblich innerhalb 48 Stunden verhungern würden, sind im öffentlichen Raum. Auch die Richtigstellung der BBC:
Denn, wie die BBC in einer Richtigstellung zu der zuerst von ihr verbreiteten Behauptung Fletchers schrieb, ist in dem IPC-Bericht davon die Rede, »dass zwischen April 2025 und März 2026 14.100 schwere Fälle von akuter Unterernährung bei Kindern im Alter von sechs bis 59 Monaten erwartet werden können«, sollten Hilfslieferungen über einen so langen Zeitraum ausbleiben.
Du müsstest beweisen, dass der IPC-Bericht ein Mossad-Fake ist, die BBC von Juden israelischen Agenten unterwandert ist und Fletcher von Mena gefälschte Zitate in den Mund gelegt wurden. Und dass in Jemen und Äthiopien die Dinge ganz anders abliefen, müsstest du beweisen. Und und und...
Und nun wird Fletcher erneut für eine antiisraelische Stellungnahme kritisiert, deren Inhalt er schlicht erfunden hat. So wies der israelische Koordinator für Regierungsaktivitäten in den Gebieten (COGAT) die »verleumderische Lüge« des führenden OCHA-Funktionärs zurück, dass 10.000 Lkw mit Hilfsgütern an der Grenze zum Gazastreifen festhingen.

»Es warten keine 10.000 Lastwagen darauf, in den Gazastreifen zu fahren. Es handelt sich um Hunderte Lastwagen mit Hilfsgütern, welche die UNO in den letzten Tagen nicht von der im Gazastreifen liegenden Seite der Grenze abgeholt hat, obwohl wir ihr zahlreiche Routen genannt haben, auf denen sie die Hilfsgüter sicher verteilen kann«, hieß es in der Erklärung. »Die UNO nützt eine humanitäre Notlage aus und verursacht eine noch schlimmere – eine, die Ihren [der UNO, Anm. Mena-Watch] ›humanitären Grundsätzen‹ nicht dient.«
Quelle:

https://www.mena-watch.com/gaza-hilfe-erneute-fake-news-hoher-un-vertreter/
Die Warnung, die Tom Fletcher, führender Mitarbeiter des Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (OCHA) der Vereinten Nationen, ausstieß, hätte dramatischer kaum sein können: »14.000 Babys werden im Gazastreifen in den kommenden 48 Stunden sterben, wenn sie unsere Hilfe nicht erreicht« (ORF, Ö1-Abendjournal, 20. Mai 2025), so seine Worte, die von etlichen Medien verbreitet wurden.

Das einzige Problem dabei: Das von Fletcher gezeichnete Bild unmittelbar bevorstehenden Massensterbens palästinensischer Babys entbehrt jeder Grundlage.
Quelle:

https://www.mena-watch.com/tote-babys-fake-news-un/
Oder hältst du diese öffentlich zugänglichen Aussagen nicht für Fake, willst sie aber nicht wahrhaben, weil sie von Juden zitiert, analysiert und verglichen werden? Sind sie dann für dich irgendwie... kontaminiert? Infiziert?

In Gaza stehen Meere von Hilfsgüterpaketen, die die nicht abgeholt werden, weil die NGOs es nicht können oder wollen, und dieselben NGOs besitzen die Frechheit, Israel des Aushungern zu bezichtigen.

Die UNO erwähnt in ihren Berichten kaum die Taktik menschlicher Schutzschilde, noch will sie angeblich Kenntnis vom massiven Tunnelbau in Gaza gehabt haben.

https://www.mena-watch.com/uno-gaza-kein-hinweis-hamas-tunnelbau/

Sollte dir zu denken geben.

Ist die Dame Jüdin?
untortureOriginal anzeigen (0,7 MB)
Quelle:
https://forward.com/news/833771/united-nations-rapporteur-torture-october-7/



726564776 1426300859531799 5730924471316
Quelle:
https://unwatch.org/wp-content/uploads/From-Watchdogs-to-Ideologues.pdf


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Israel - wohin führt der Weg?

05.07.2026 um 22:55
Zitat von SiegelschildSiegelschild schrieb:Hohe moralische Ansprüche wie wir die hier in abnehmender Form noch kennen, passen im Moment einfach nicht in das Gebiet in und rund um Israel wegen den Jahrzehnten der Auseinandersetzungen. Moralisch bezogen auf den Umgang mit dem Feind der einen vernichten möchte.
Wahrscheinlich wäre eine Zweistaatenlösung kein Problem gewesen, wenn die Israelis sich nicht von ihnen begründeter Weise bedroht fühlten.
Meine Sicht ist glaube ich objektiv, habe im Moment auch weder Palästinenser noch Juden im persönlichen Umfeld.
Vielleicht bedeutet das auch, dass ich dazu garkeine Meinung haben kann oder sollte. Bin mir nicht sicher. Glaube hab garkeine.
Die israelische Regierung wird wahrscheinlich das Westjordanland, Gaza, ein Teil vom Libanon usw. wie schon beschrieben einnehmen, einfach nur der Sicherheit ihres eigenen Staates wegen.
Vielleicht haben sie in Israel zwangsläufig gelernt, dass die immer härter als ihre Feinde sein müssen um zu gewinnen.
Innerhalb Israel gibt es vielleicht einige Gruppen von Israelis die das harte Vorgehen der Regierung verurteilen. Weis ich nicht. Ich könnte mir aber denken, dass ihnen -den moralischen Kriegsgegner in Israel- nicht ganz bewusst ist, dass die Freiheit für ihre öffentliche Moral nur durch das harte und konsequente Vorgehen der Regierung, Geheimdienste und Militär gewährleistet wird.
Um das Wort nochmal zu benutzen:
Objektiv - glaube ich nicht, dass es eine andere Vorgehensweise gibt um den Staat Israel zu sichern.
Wahrscheinlich ist es auch recht naheliegend das ein großer Teil von Menschen mit jüdischem Hintergrund zionistische Gedanken als den einzig richtigen Weg ansehen, sich die Umsetzung vielleicht friedlicher wünschten wie ursprünglich glaube gedacht, die Möglichkeiten dazu aber wie gesagt von Todfeinden rund um Israel stark eingeschränkt werden.
Das sehe ich ähnlich. Wenn die Araber doch nur dem UN-Teilungsplan damals zugestimmt hätten und vom Ziel Israel zu vernichten abgerückt wären... Es wurde hier im Thread auch mal gefragt, warum Israel den Palästinensern nach dem Sechstagekrieg nicht einfach einen eigenen Staat gegeben habe... was für eine naive und weltfremde Frage, einem weiteren Versuch Israel zu vernichten mit einem eigenen Staat zu belohnen.
Zitat von Ataraxie89Ataraxie89 schrieb:Du musst auf deiner bubble ausbrechen wenn du ernsthaft daran interessiert bist in diesem Konflik objektiv zu sein.
Meine Bubble ist aber größer als deine. Meine Quellen sind NGOs, Einheimische, Autonomiebehörde... deswegen muss ich nicht so wie du einen Eiertanz wie den Plünderungen aufführen.
Laut Schätzungen des israelischen Geheimdienstes Schin Bet habe die Hamas in der Vergangenheit rund 60 Prozent der Hilfsgüter für eigene Zwecke abgezweigt. Der finanzielle Gegenwert dieser Umleitungen wird auf Hunderte Millionen bis zu einer Milliarde Dollar geschätzt.
Lustig- es gab doch diese Angabe von NGOs, dass 88% der LKWs geplündert wurden.
Kritik: Der Text verschweigt, warum internationale Akteure solchen Ad-hoc-Alternativen misstrauisch gegenüberstehen. In der Realität scheiterten Versuche, lokale Clans oder neu gegründete, von Israel ausgewählte Komitees für die Verteilung einzusetzen, da diese ohne den Schutz etablierter Organisationen entweder von der Hamas als "Kollaborateure" bedroht oder von kriminellen Banden überfallen wurden.
Aha, also doch Plünderungen und Drohungen durch Hamas und kriminelle Banden.


Wer kontrolliert den Zugang? Im Jemen und in Äthiopien blockierten die Rebellen (Huthi) oder die Zentralregierung den Zugang für UN-Mitarbeiter oder stahlen die Güter nach dem Import. Im Gazastreifen kontrolliert Israel als Besatzungsmacht (bzw. Kriegspartei) nahezu jeden einzelnen Zugangspunkt, die Registrierung, das Scannen und die Menge der zugelassenen Güter von außen.

Geografische Totalblockade: Jemen und Äthiopien sind riesige Flächenstaaten. Wenn die Hilfe in einer Region ausgesetzt wurde, verhungerte nicht automatisch die gesamte Bevölkerung des Landes, und es gab alternative Versorgungswege. Der Gazastreifen ist ein extrem dicht besiedeltes, abgeriegeltes Gebiet. Ein vollständiger, von der UNO initiierter Hilfsstopp im Gazastreifen würde unweigerlich und in kürzester Zeit zum kollektiven Hungertod Zehntausender Zivilisten führen.
Es gab in Gaza nur lange Blockaden, wenn zuvor so viel reingelassen wurde, dass jede Person für Monate versorgt sein müsste. Im Übrigen ist trotz der israelischen Blockaden nicht die gesamte Bevölkerung verhungert, sondern nur ein verschwindend der geringer Bruchteil. Und dass angesichts von Plünderungen und offener Gaststäten, Lebensmitteln und geheimen Lagern für geplünderte Babynahrung, die einen Überschuss an Nahrung beweisen, der aber nicht verteilt wird. Dass Nahrung in Gaza im Überfluss vorhanden ist, sich die Paletten an den Grenzübergängen auf der Gaza-Seite stauen und Lebensmittel z.T. verrotten, weil sie von NGOs nicht abgeholt werden, bedeutet nicht, dass Israel zu wenig reinlässt.
Deine KI-Einwände ändern nichts am Wesentlichen: Liefereinschränkungen und -stops sind erlaubt, wenn sicher ist, dass die Hilfsgüter von Kriegsparteien gestohlen werden.
Wenn also Hilfe in einer Region Äthiopiens oder Jemens ausgesetzt wurde, verhungerte nicht das ganze Land.
Wenn Israel den Import von Hilfsgütern blockiert, verhungerte nicht ganz Gaza.

Aber wenn der Jud' das tut, ist es was gaaaanz anderes. No Jews, no news.


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06.07.2026 um 13:21
Zitat von SiegelschildSiegelschild schrieb:Hohe moralische Ansprüche wie wir die hier in abnehmender Form noch kennen, passen im Moment einfach nicht in das Gebiet in und rund um Israel wegen den Jahrzehnten der Auseinandersetzungen. Moralisch bezogen auf den Umgang mit dem Feind der einen vernichten möchte.
Nun, ich glaube dir durchaus dass du in diesem Konflikt eine objektive Position einnimmst/einnehmen möchtest - und glaub mir, ich habe diesen Anspruch an mich selbst genauso. Ich selbst war schon mehrere male in Tel Aviv, habe sogar sehr gute Freunde dort und zu Palästina an sich keine persönlichen Verbindungen - demnach glaube ich zumindest, hier nicht voreingenommen zu sein.
Zitat von SiegelschildSiegelschild schrieb:Wahrscheinlich wäre eine Zweistaatenlösung kein Problem gewesen, wenn die Israelis sich nicht von ihnen begründeter Weise bedroht fühlten.
Noaja, leider nicht. Bemühungen wurden aus unterschiedlichsten Gründen von beiden Seiten immer wieder sabotiert. Es gab mit Ehud Olmert ja um 2008 herum sehr konkrete Bemühungen in diese Richtung. Diese wurden dann aber - aus meiner Sicht - sabotiert und am Ende musste Olmert wegen Korruption ins Gefängnis - Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Wegen Korruption ist auch Netanjahu angeklagt - irgendwie drückt er sich immer wieder vor einem Prozess - wie auch vor dem, des Strafgerichtshofs.
Zitat von SiegelschildSiegelschild schrieb:Die israelische Regierung wird wahrscheinlich das Westjordanland, Gaza, ein Teil vom Libanon usw. wie schon beschrieben einnehmen, einfach nur der Sicherheit ihres eigenen Staates wegen.
Das ist so die vorherschende Meinung - schaut man sich Rhetorik der Minister an, hege ich daran große Zweifel. Ganz offen wir das über den Wunsch von Groß-Israel gesprochen und teils auch in Gebieten wo es kaum Aggressionen gibt gesiedelt - völkerrechtswidrig, mehrmals gerügt - leider kaum nennenswert sanktioniert.

Dieser Konflikt ist sehr komplex, es gibt auch nicht richtig Schuldig/Unschuldig wie beispielsweise im Russland/Ukrainekonflikt. Dennoch gibt es eben völkerrechtliche Vorgaben wie man auch im Konfliktfall allen voran zum Schutz der Zivilbevölkerung miteinander umzugehen hat - im Kern der Kritik geht es ja meist darum.

Abgesehen von radikalen Standpunkten ist sich glaube ich jeder von uns einig darüber dass Israel zu bestehen hat und es Israel zu schützen gilt. Die Diskussionen entstehen zumeist über die Mittel und auch der Perspektive nach langfristigen und Nachhaltigen Lösungen. Beides ist kritisierbar aus meiner Sicht.

Nichts anderes mache ich mit meinen Beiträgen.


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Israel - wohin führt der Weg?

06.07.2026 um 13:54
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Der Leiter des IPC, Andrew J. Seal, ist nicht neutral. Er fiel schon vor dem 7. Oktober 2023 mit israelfeindlichen Statements auf.
Er ist nicht der Leiter, er ist ein externer Berater und Analyst - sprich: Du lügst schon wieder, bzw. deine Quelle verfälscht wieder Dinge um gewisse Dinge so zu framen, dass es ins Weltbild passt. Aber das scheinst du nicht verstehen zu wollen. Die Daten beim IPC durchlaufen unterschiedliche Gremien und werden von Experten von aller Welt kritisch hinterfragt und ausgewertet - eine einzelne Person zu nehmen und daraus zu schließen dass der Bericht also verfälscht ist oder aber das gesamte IPC Anti-Israelisch ist, ist kindisch.

Lustig wird es dann, wenn du mir vorwirfst, Quellen abzulehnen da diese voreingenommen sind, mir aber nun mit etwas ähnlichem kommst.
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Schon damals verwendete Seal den Hashtag Gaza_Genocide. Er hat natürlich keine confirmation bias.
Der Konflikt und damit auch der Vorwurf des Genozids besteht doch schon länger - noch lange vor dem 07.10 oder nicht? Stichwort Siedlungen, Vertreibung, Unterdrückung ...
Zitat von bredulinobredulino schrieb:https://www.mena-watch.com/unicef-daten-in-gaza-gab-es-keine-hungersnot/
Nehmen wir mal die beiden zitierten Experten:
Mark Zlochin: Er wird im Text als „Experte für künstliche Intelligenz“ eingeführt. Hier muss man sich fragen: Ist ein KI-Experte oder Datenanalyst, der den Konflikt auf Social Media verfolgt, automatisch ein anerkannter Experte für Epidemiologie, Mangelernährung und humanitäre Nothilfe? Seine mathematische Kritik an der Gewichtung mag legitim sein, aber er ist kein klassischer Feldforscher oder Ernährungswissenschaftler.
Quelle: Gemini

Also ist unser Bruder Mark, KI Experte, oder doch Social Media Experte - zufällig kennt er sich auch noch mit Ernährungswissenschaftlichen Themen aus. Stark. Klar also, wenn Mark so etwas "Analysiert" hat - dann hat der gesamte IPC Bericht keinerlei Relevanz. Er ist ja nur von Experten in diesem Bereich verfasst und ausgewertet.
Salo Aizenberg: Er wird als Vorstandsmitglid von HonestReporting genannt – einer Organisation, deren explizites Ziel es ist, eine pro-israelische Medienberichterstattung zu fördern. Auch hier liegt ein klarer politischer Fokus vor, was bei der Bewertung seiner Schlussfolgerungen berücksichtigt werden muss.
Quelle: Gemini

Hier ist es ähnlich. Du fällst dem klassischen Framing zum Opfer. Glaubst blind einem Meinungsbeitrag eines radikal, Pro-Israelischem Mediums welches allein im Beitrag mehrmals mit komplett reisserischer Rhetorik auffällt: Schwindel, Schmierranten - und legst es mir als Quelle hin.

Sorry, ich muss dabei bleiben dass ich NGOs, der UN, teils sogar Israelischen NGOs und deren Meinung stärker gewichte, als der Mena-Watch, deren Ansichten laut Experten und teils auch jüdischen Journalisten als zu extrem abgelehnt werden - das meine ich mit: Verlasse deine Bubble wenn du wirklich den Anspruch hast, dir hier eine Meinung bilden zu dürfen.
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Du müsstest beweisen, dass der IPC-Bericht ein Mossad-Fake ist, die BBC von Juden israelischen Agenten unterwandert ist und Fletcher von Mena gefälschte Zitate in den Mund gelegt wurden. Und dass in Jemen und Äthiopien die Dinge ganz anders abliefen, müsstest du beweisen. Und und und...
Wieso muss ich das beweisen? Es ist doch von ettlichen Gremien, Expertenkomitees, NGOs der UN, dem Strafgerichtshof nachgewiesen dass man bewusst, durch bürokratische Hürden etc. die Nahrungszufuhr erschwert und unmöglich macht. Was ist mit den Brunnen die man zerstört, die Infrastruktur die man sabotiert und den Siedlungen, die man immer weiter ausbaut und genehmigt - Schafe die man tötet, Felder die man verbrennt.

Du hingegen legst mir ein ellenlangen Beitrag vor, der im Kern immer wieder das selbe Muster hat: Israelische Experten haben herausgefunden, dass - Israelische Geheimdienstinformationen legen nahe dass ... usw. Das ist nicht verwunderlich dass du in diesem Zusammenhang immer zu dem selben Ergebnis kommst.

Die Daten sind meist die selben nur komischerweise kommen deine Experten immer wieder zu anderen Schlüssel als der Rest der Welt. Hinter jedem Beitrag den du hier teilst steckt entweder eine israelische Quelle, oder ein Thinktank welcher durch Israel finanziert ist. Wenn man jetzt noch die nachgewiesene Medienmanipulation nimmt, die ich dir Seitens Israel aufgezeigt habe so muss man feststellen dass du ein Opfer bist, ein Opfer von Netanjahuu-Wood.
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Oder hältst du diese öffentlich zugänglichen Aussagen nicht für Fake, willst sie aber nicht wahrhaben, weil sie von Juden zitiert, analysiert und verglichen werden? Sind sie dann für dich irgendwie... kontaminiert? Infiziert?
Nein, ich halte sie lediglich für stark geframet. Das zeigt auch die Rhetorik in den Beiträgen die du postest. Aus einem externen Experten wir der Leiter, aus einem Socialmediapost, wird Hamasunterstützung usw. Du bist leicht manipulierbar.
Zitat von bredulinobredulino schrieb:In Gaza stehen Meere von Hilfsgüterpaketen, die die nicht abgeholt werden, weil die NGOs es nicht können oder wollen, und dieselben NGOs besitzen die Frechheit, Israel des Aushungern zu bezichtigen.
Quelle? Israel? Fangen wir doch mal damit an. Belege mir anhang einer objektiven Quelle dass die LKW dort nicht abgeholt werden.
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Die UNO erwähnt in ihren Berichten kaum die Taktik menschlicher Schutzschilde, noch will sie angeblich Kenntnis vom massiven Tunnelbau in Gaza gehabt haben.
Die Aussage fiel kurz nach Eskalation des Konfliktes - Die UNRWA hatte die Zentrale evakuiert als die ersten Luftschläge Israels erfolgten. Daher gab die UN an, nichts von den Tunneln zu wissen die sich in unmittelbarer Nähe der UNRWA befanden. Steht das in dem MENA Beitrag? Auch die Bilder, die du gerne postest um zu "belegen" dass die UNRWA Hand in Hand mit der Hamas arbeiten würde, da Raketenabschussrampen vor dem Gebäude stehen entstanden nach Evakuierung des Gebäudes - wird aber gerne unterschlagen.
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Ist die Dame Jüdin?
Nein, nichts von dem was da steht wird abgestritten - zumindest von mir nicht.

Gleiche Dame:

https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-05/menschenrechte-israel-palaestina-un-bericht-folter-tote-gefaengnisse

Ist die Dame Antisemitin? :P


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Israel - wohin führt der Weg?

12.07.2026 um 16:32
Zitat von SiegelschildSiegelschild schrieb am 21.06.2026:Ich schätze jedoch, dass möglichst weit auseinander liegende Landesgrenzen die Sicherheit Israels erhöhen würden.
Allerdings sind „Sicherheitsgründe“ kein Argument, das ausschließlich Israel für sich beanspruchen kann. Jeder Staat könnte sich darauf berufen, um militärische Maßnahmen zu rechtfertigen, Kriege zu führen oder Grenzen zu verschieben. Gerade deshalb reicht der Verweis auf Sicherheit allein nicht aus, um solche Handlungen zu legitimieren. Sonst würde das Prinzip letztlich für alle Staaten gleichermaßen gelten. Siehe Russlands Angriff auf die Ukraine.

Streng genommen kann man auch sagen das aus Sicherheitsgründen die Hamas und Hisbollah entstand, jedoch nicht ausschließlich bei Sicherheit geblieben sind sondern sehen in der Existenz Israels ihre eigene Existenz bedroht, wenn auch auf unterschiedliche Weise und mit unterschiedlichen Begründungen.
Zitat von SiegelschildSiegelschild schrieb am 21.06.2026:mit überwiegend deutschen Familienhintergrund ist es vielleicht besser sich da ganz raus zu halten. Außerdem sind wir abhängig von der USA.
Also nehmen wir Verbrechen gegen Menschen in kauf weil wir uns für die Taten unserer Vorfahren schuldig fühlen müssen?
Kann sein das wir von der USA abhängig sind, aber wir sind auch gleichzeitig enge Partner!
Zitat von tarentaren schrieb am 21.06.2026:Sorry aber mit so einer Denkweise legitimierst du historische Verbrechen. Frieden schließen liegt immer an zwei Parteien und Israel tut seinen Teil daran das es keinen Frieden gibt, dies liegt nicht allein an den Palästinensern. Das die beiden Parteien nicht in der Lage sind Frieden zu schließen ist keine Legitimation von Verbrechen.
Ich möchte nichts legitimieren aber genau das war meine Absicht, auf diesen Umstand, diesen Schluss wollte ich bewusst hinweisen, denn genau das ist es doch was leider oft von vielen pro-Israelis hier im Forum implizit folgend müsste. Wenn Israel möchte dann könnten wir schon längst Frieden haben.


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