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Israel - wohin führt der Weg?

56.594 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Krieg, Kinder, Israel ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Israel - wohin führt der Weg?

um 20:51
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Die Mehrheit der Palästinnser mit Flüchtlingsstatus lebt nicht in Flüchtlingslagern
Sagte ich auch nicht.
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Der Flüchtlingsstaus für Palästinenser gilt unabhängig davon, wo sie leben
Hab nix anderes behauptet.
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Das ist einmalig.
Einmalig ist nur, dass der Flüchtlingsstatus bleibt bei Einbürgerung. DAS ist ein wesentlicher Unterschied zwischen UNHCR und UNRWA, nicht die Tatsache das Nachkommen ebenfalls Flüchtlinge sind. Darum ging es aber, genau das hatte ich geschrieben.
Zitat von bredulinobredulino schrieb:@sacredheart hat Recht.
Nope. Soll ich dir die Paragrafen vom UNHCR raussuchen?
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Wie die Doku auch aufzeigt, wurden und wird von der Mehrheit der Palästinenser die Ablegung des Flüchtlingsstatus mit dem Recht auf Rückkehr abgelehnt und als Verrat an der Sache empfunden.
Nicht nur das, auch die Länder in die sie hätten fliehen können lehnten (und lehnen) es aus genau diesem Grund ab.
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Israel machte das Angebot, einen Teil der Flüchtlinge zurückzuholen und den Rest finanziell zu kompensieren
Es gab keine Einigung, das UNCCP (was dafür zuständig war und nix erreichte, das UNRWA explizit nicht) wurde aufgelöst.
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Die Flüchtlingswerke der 1940er und 1950er waren afür wenige Jahre konzipiert und sollten helfen, dass die Flüchtlingen wieder auf die Beine kommen und sich unter den neuen Verhältnissen zurechtfinden
Nö. Es waren zwei Teile UNRWA und UNCCP. Von Anfang an sollte eine politische Lösung gefunden werden, was komplett scheiterte. Es gab nie einen Plan das die Flüchtlinge sich „arrangieren“ sollten. Es gab und gibt überhaupt keinen Plan. Und deswegen passierte genau das:
Zitat von bredulinobredulino schrieb:ein bis in alle Ewigkeit auch für Nachkommen geltendes Recht auf Rückkehr [wurde] perpetuier[t].
Ja, das war von der UN so nie gewollt. Aber alle Konfliktparteien haben sich damit arrangiert und profitiert. Die Palästinenser, die Araber, die Israelis.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Hier wird es Dir erklärt:
Der Artikel ist den Strom nicht wert den man beim Aufrufen verbraucht. Es gibt keinen Plan wie man das UNRWA ersetzen könnte. Von niemandem und es will auch keiner auf den es ankommt. Darum würde auch kein einziges Problem gelöst, wenn man es auflösen würde. Ich kann mir persönlich absolut bessere Lösungen vorstellen und es gibt genug am UNRWA zu kritisieren. Aber es ist am Ende nur ein Symptom eines seit 80 Jahren nicht gelösten Konflikts.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Die Vererbung des Flüchtlingsstatus auf ewig ist ein erheblicher Teil des Problems
Nochmal: das wird ident vom UNHCR so gehandhabt, daran ist NIX Besonderes. Der Unterschied liegt darin das der Flüchtlingsstatus erhalten bleibt, selbst wenn die Palästinenser eine andere Staatsbürgerschaft erlangen. Und DAS hat historische Gründe an denen sich bis heute nix geändert hat.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Natürlich bekommen die Vertrieben aus Ostpreussen nicht ihre Landgüter zurück.
Falls es dir entgangen ist: der zweite Weltkrieg ist vorbei, der Konflikt beendet.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Spätestens jetzt, nachdem UNRWA Bedienstete am Massaker vom.07.10.2023 beteiligt waren, sollte man das UNRWA auflösen.
Und damit Israel in die Pflicht nehmen für die Palästinenser in Gaza und Westjordanland zu sorgen? Das hältst du ernsthaft für ne gute Idee? Oder wer soll das übernehmen?
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Das verrückte ist, dass man das überhaupt diskutieren muss.
Ne das Verrückte sind endlose Wiederholungen von offensichtlichen Lügen gepaart mit Vorschlägen die in irgendeiner anderen Welt spielen, aber nicht der Realität.


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Israel - wohin führt der Weg?

um 20:59
Zitat von paxitopaxito schrieb:Nochmal: das wird ident vom UNHCR so gehandhabt, daran ist NIX Besonderes. Der Unterschied liegt darin das der Flüchtlingsstatus erhalten bleibt, selbst wenn die Palästinenser eine andere Staatsbürgerschaft erlangen. Und DAS hat historische Gründe an denen sich bis heute nix geändert hat.
@paxito

Nein, das gilt exklusiv für sogenannte palästinensische Flüchtlinge, wie es Dir Artikel auch erklärt.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Und damit Israel in die Pflicht nehmen für die Palästinenser in Gaza und Westjordanland zu sorgen?
Ich mache mal einen völlig verrückten Vorschlag: Warum sorgen die nicht für sich selbst, so wie alle Anderen auch?

Wer Geld und Manpower für Raketen, Terroramschläge und zahllose Kilometer Angrffstunnel hat, hat auch Geld und.Manpower für alles Andere.


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Israel - wohin führt der Weg?

um 21:13
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Nein, das gilt exklusiv für sogenannte palästinensische Flüchtlinge, wie es Dir Artikel auch erklärt.
*seufz* okay, hier: Spoiler
181. Seit der Menschenrechtsdeklaration, nach der die Familie der
natürliche und fundamentale Baustein der Gesellschaft ist und als solcher ein
Anrecht auf Schutz durch die Gesellschaft und den Staat hat, enthalten die
meisten internationalen Vertragswerke, die die Menschenrechte zum
Gegenstand haben, ähnliche Bestimmungen zum Schutze der Einheit der
Familie.
182. In der Schlussakte der Konferenz, die zur Annahme des Abkommens
von 1951 führte, heißt es:
„Empfiehlt den Regierungen, die notwendigen Maßnahmen zum Schutze
der Familie des Flüchtlings durchzuführen, besonders im Hinblick darauf
1) sicherzustellen, dass die Einheit der Familie des Flüchtlings
aufrechterhalten bleibt, besonders in Fällen, in denen der
Familienvorstand die für die Annahme in einem bestimmten Land
erforderlichen Voraussetzungen erfüllt,
2) den Schutz von Flüchtlingen, die noch minderjährig sind,
insbesondere Kindern ohne Begleitung Erwachsener, unter besonderer
Beachtung von Vormundschaft und Adoption, sicherzustellen.“26
183. Der Grundsatz der Familieneinheit wurde nicht Bestandteil der
Definition des Begriffs „Flüchtling“ im Abkommen von 1951. Die oben
erwähnte Empfehlung in der Schlussakte der Konferenz wird jedoch in den
meisten Staaten befolgt, auch wenn sie keine Mitglieder des Abkommens
von 1951 oder des Protokolls von 1967 sind.
184. Wenn ein Familienvorstand die in der Definition genannten Kriterien
erfüllt, wird seinen Angehörigen normalerweise die Rechtsstellung als
Flüchtling nach dem Grundsatz der Einheit der Familie gewährt. Selbst-
verständlich sollte einem Angehörigen die formale Rechtsstellung als
Flüchtling nicht zuerkannt werden, wenn diese mit seinem persönlichen
Rechtsstatus unvereinbar wäre; der Angehörige einer Flüchtlingsfamilie kann
unter Umständen nämlich die Staatsangehörigkeit des Landes besitzen, in
dem er Asyl gefunden hat, oder auch die eines anderen Landes und den
Schutz dieses Landes genießen. Unter solchen Umständen gäbe es keine
Notwendigkeit, ihm den Flüchtlingsstatus zu gewähren.
185. Bei der Frage, welche Familienmitglieder in den Genuss des
Grundsatzes der Einheit der Familie kommen sollen, ist die Mindest-
forderung die, dass der Ehegatte und die minderjährigen Kinder davon erfasst
werden. In der Praxis werden normalerweise auch andere Personen
berücksichtigt, wenn sie im selben Haushalt leben, z.B. die alten Eltern eines
Flüchtlings. Wenn andererseits der Familienvorstand kein Flüchtling ist,
kann nichts einen seiner Angehörigen daran hindern, selbst die Anerkennung
als Flüchtling zu ersuchen, wenn er gemäß dem Abkommen von 1951 oder
dem Protokoll von 1967 eigene Gründe für dieses Begehren hat. Der
Grundsatz der Einheit der Familie ist immer zugunsten der Angehörigen, nie
zu ihrem Nachteil, auszulegen.
186. Der Grundsatz der Einheit der Familie gilt nicht nur, wenn alle
Familienmitglieder zur selben Zeit Flüchtlinge wurden, er gilt auch, wenn die
Einheit der Familie vorübergehend durch die Flucht einer oder mehrerer ihrer
Mitglieder aufgehoben war.
187. Wird die Einheit der Familie eines Flüchtlings durch Scheidung,
Trennung oder Tod zerstört, so behalten Angehörige, die ihre Flüchtlings-
eigenschaft aufgrund des Prinzips der Familieneinheit erhalten haben, den
Flüchtlingsstatus bei, es sei denn, dass in ihrem Falle eine Beendigungs-
klausel Anwendung findet; oder, wenn diese Angehörigen keine anderen
Gründe vorbringen können, um ihre Flüchtlingseigenschaft beizubehalten,
außer Gründe rein persönlicher Art; oder, wenn sie selbst nicht mehr ihren
Flüchtlingsstatus beibehalten wollen.
Quelle: https://www.unhcr.org/de/sites/de/files/legacy-pdf/UNHCR-Handbuch.pdf

Wenn ein Flüchtling irgendwo auf der Welt ein Kind bekommt, ist das Kind ein Flüchtling. Bekommt dieses Kind ein Kind, ist das auch wieder ein Flüchtling. Basis ist hier die Familieneinheit. Erst wenn die Gründe warum jemand Flüchtling ist enden, ist er kein Flüchtling mehr. Etwa wenn der Konflikt beigelegt wird oder wenn der Flüchtling in einem Land Aufnahme findet (beim UNHCR, bei UNRWA nicht, was ich dir nun schon viermal schrieb.)
Die Grundlagen dafür stehen im Spoiler. Frag den Juristen oder die KI deiner Wahl, sie werden es dir bestätigen. Die Palästinenser sind nicht mal die einzigen die durch Staatenlosigkeit und einen endlosen ungelösten Konflikt über Generationen Flüchtlinge bleiben. Die Rohingya oder Sahauris wären andere Beispiele. Für die interessiert sich nur keiner.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Warum sorgen die nicht für sich selbst, so wie alle Anderen auch?
Es ist eine Bevölkerung auf von Israel besetztem Gebiet. Israel ist dann automatisch in der Pflicht. Klar könnten die für sich selbst sorgen, nennt sich Zweistaatenlösung. Dann wären sie selbst in der Pflicht. Will nur weder Israel, noch die Palästinenser. Du bleibst weiter im Gummibärchen-Wiewunderland und fabulierst an der Realität vorbei. Sag doch mal klar wie das gehen soll, wer betreibt wie die Schulen und Krankenhäuser, wer bezahlt dafür, wie soll das organisiert werden von wem?


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Israel - wohin führt der Weg?

um 21:16
Zitat von paxitopaxito schrieb:Falls es dir entgangen ist: der zweite Weltkrieg ist vorbei, der Konflikt beendet.
Und die 40er Jahre sind im Nahem Osten irgendwie nicht vorbei?

Wenn man das Geld, das man für Raketen auf Israel verwendet hat,.für 100e km Angriffstunnel verschwendet hatte, für Terrorangriffe verwendet hatte, das in den Angriffstunneln gelagerte Bargeld für die Bevölkerung verwendet hätte, würden Menschen in Gaza dennoch hungern?

Natürlich nicht.

Also sollen Israel und die UNRWA Zahler das ausgleichen, was die Palästinenser selbst zweckentfremden? Warum denn?


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Israel - wohin führt der Weg?

um 21:24
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Und die 40er Jahre sind im Nahem Osten irgendwie nicht vorbei?
Es gibt bis heute keine Lösung, der Konflikt hat sich nie gelöst und alle Versuche, gab ja genug, sind gescheitert. Sonst wären die Palästinenser auch nach UNRWA Statuten schon längst keine Flüchtlinge mehr.
Das Problem ist der ungelöste Konflikt, nicht die Regeln der UNRWA.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Wenn man das Geld, das man für Raketen auf Israel verwendet hat,.für 100e km Angriffstunnel verschwendet hatte, für Terrorangriffe verwendet hatte, das in den Angriffstunneln gelagerte Bargeld für die Bevölkerung verwendet hätte, würden Menschen in Gaza dennoch hungern?
Das ist nicht der Punkt. Die Frage ist nicht ob die Palästinenser es könnten, natürlich könnten sie das. Die Verantwortlichkeit liegt bei Israel, abgeschoben ans UNRWA. Und die Palästinenser wären mit dem Klammerbeutel gepudert diese Aufgaben auf eigene Kosten selbst zu übernehmen, ohne das sie gleichzeitig staatliche Souveränität bekommen.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Also sollen Israel und die UNRWA Zahler das ausgleichen, was die Palästinenser selbst zweckentfremden? Warum denn?
Weil Israel unrechtmäßig das Gebiet besetzt hält. Nochmal: volle Souveränität für Gaza + Westjordanland, kann Israel jederzeit einseitig beschließen. Dann sind sie raus, dann ist UNRWA raus und der Flüchtlingsstatus passe. Wird aber nicht passieren.
Und so arrangieren sich alle mit dem Geld der UNRWA. Israel weil es die Verantwortung los ist, die Palästinenser weil sie weiter vom eigenen Staat träumen dürfen, die Geldgeber weil sie sich ein reines Gewissen kaufen können.
Du suchst nen Schuldigen? Dann sind es alle oder keiner.


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