juvenilea schrieb:Ja da gibt es gerade eine Tendenz, aber... es ist nur eine Minderheit die das so will,
Was will nur eine Minderheit? Ich frage, weil so verkürzt kann man jetzt aus zwei Perspektiven deuten.
abberline schrieb:versteh nicht mal ansatzweise, was dagegen spricht, wenn man ausländische Kriminelle, besonders Gewalttäter, im hohen Bogen rauswirft.
Aus meiner Perspektive ist das Ganze pure Ideologie mit humanitären Deckmantel, denn man nimmt uzunächst Menschen auf, weil.... "kein Mensch ist illegal", schöner Satz, moralisch tadellos, da gehe ich auch mit.
Was jedoch auffällig selten erwähnt wird ist, dass wir exakt diejenigen herein holen die es physisch bis zur deutschen Grenze geschafft haben. Der weitaus größere Teil, der in Lagern verrottet, im Mittelmeer ersäuft oder in Folterkellern hängt, bleibt also für dieses Narrativ unsichtbar.
Wir lösen kein systemisches Fluchtproblem, sondern betreiben eine sehr teure Einzelfall-Humanität und versuchen damit Fachkräftemangel, Demographie Löcher zu stopfen. Das ist der erste Teil, damit man es den Menschen erklärbar macht.
Da aber jeder Mensch unterschiedlich ist übernehmen die volle Fürsorgepflicht gleichzeitig auch für hochtraumatisierte, möglicherweise schwer psychisch belastete Menschen, und zwar genau in dem Moment, in dem wir weder ausreichend Therapieplätze, noch bezahlbaren Wohnraum, noch realistische Integrationswege in nennenswerter Geschwindigkeit zur Verfügung stellen können.
Passiert dann etwas wie eben kürzlich in Hamburg oder die Jahre davor im ÖPNV oder auf Weihnachtsmärkten kommt schnell der Reflex, dass hier der Staat versagt hat, die Integration ist gescheitert, die Politik trägt die Schuld, CDU und AfD sowieso.
Und genau deswegen müsse eben nun peinlich genau auf Rechtsstaatlichkeit, Verhältnismäßigkeit, Anhörungsrechte, Instanzenzüge und europäische Menschenrechtsstandards gepocht werden, selbst wenn die betroffene Person mehrfach durch Gewaltdelikte auffällig geworden ist. Es geht denke ich vermutlich gar nicht mal so um die Sicherheit oder die Menschen an sich, sondern ums peitschen gegen den politischen Gegner gepaart eben mit der o.g. moralischen Grundeinstellung.