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Polizeigewalt in Deutschland

6.823 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Willkür, Bürgerpflicht, Machtmissbrauch ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Polizeigewalt in Deutschland

21.09.2019 um 12:33
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:Ich verstehe auch nicht ganz warum jedes Würstchen der wahrscheinlich sonst nichts zu sagen hat, den Polizisten Juraunterricht geben muss.
Wer gibt Juraunterricht? Du musst dich nicht belehrt fühlen. Sehe es doch einfach als Meinungsvielfalt, oder anderen Blickwinkel ... Keine Ahnung von welchen Verhältnissen du auch immer träumen magst, in diesem Land gibt es eine lange Tradition von "zivilen Ungehorsam". Das gehört dazu. Siehe DDR ... u.s.w.
Ebenso gehört es sich für einen modernen Rechtsstaat, dass ziviler Ungehorsam eben nicht durch willkürliche, staatlich verordnete Gewaltorgien wie z.b. im Fall der Gezi-Park-Proteste beantwortet wird. Hier ist für mich ein angemessener Umgang das Maß der Dinge. Mich wundert es nicht, dass es gerade innerhalb der Polizei immer wieder zu Straftaten kommt. (Rechte Frankfurter Polizisten bedrohten Seda Başay-Yıldız - kein Einzelgänger) Gerade da das Gewaltmonopol im Staat selbst liegt, ist es unerlässlich, negative Dynamiken innerhalb einer Exekutivbehörde rechtzeitig publik zu machen und für Transparenz zu sorgen. Nur so kann diese Asymmetrie kompensiert werden.
Wer einmal selbst erlebt hat, wie ausgeliefert man sich fühlt, wenn man zu Unrecht Gewalt erfährt, redet sich nicht mehr so einfach. Alleine, dass man besten nicht mehr aus dem Haus geht, nur um alles richtig zu machen, ist auch keine Lösung.


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Polizeigewalt in Deutschland

21.09.2019 um 12:52
Zitat von CalligraphieCalligraphie schrieb:Aber es scheint eine spezielle deutsche Eigenschaft zu sein , gegen law and Order zu bashen .
Gefühlt tun das hauptsächlich Leute, die über sehr viel Tagesfreizeit verfügen.
Und die ja auch sonst kein gutes Haar lassen an dem Staat, in dem es ihnen doch eigentlich recht gutgeht.
Zitat von CalligraphieCalligraphie schrieb:Anstatt sich auch mal zu bedanken , dass man eben nicht in einem Polizeistaat lebt .



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Polizeigewalt in Deutschland

21.09.2019 um 13:03
Zitat von muscariamuscaria schrieb:Gefühlt tun das hauptsächlich Leute, die über sehr viel Tagesfreizeit verfügen.
Und die ja auch sonst kein gutes Haar lassen an dem Staat, in dem es ihnen doch eigentlich recht gutgeht.
Interessante Meinung. Ist aber hier Off-Topic!


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Polizeigewalt in Deutschland

21.09.2019 um 13:16
Ich bin absoluter gegenteiliger Meinung und das kann man sehr einfach überall nachvollziehen und nachlesen.
Wann immer ein Polizist oder mehrere Polizisten unverhältnismäßig Gewalt anwenden oder gar einen Opfer systematisch quälen, kommen die ganzen relativierungsversuche gewisser Gruppierungen. Dies fängt mit billigen Whatabotism an und endet mit der Täter-Opfer umkehr.
Um mal die sprache von besorgten Bürgern zu benutzen, kein Mensch mit gesunden Menschenverstand glaubt daran, dass 97-99% der Anzeigen gegen Polizei falsch sein sollen.


Österreich
Misshandlungsvorwürfe gegen Polizisten landen fast nie vor Gericht
In einer Studie wurden rund 1.500 Fälle von Anschuldigungen wegen Misshandlung durch die Exekutive untersucht. In nur sieben Fällen kam es zu einer Anklage
https://www.derstandard.at/story/2000091549976/misshandlungsvorwuerfe-gegen-polizisten-landen-fast-nie-vor-gericht

Deutschland
Warum kaum ein Polizist wegen Gewalt im Dienst verurteilt wird

Nur drei Prozent aller Strafverfahren gegen die Polizei kommen am Ende vor Gericht. Ein Forscher der Uni Bochum will nun aufklären, welche Gründe das hat.
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_83816478/polizeigewalt-warum-kaum-ein-beamter-im-dienst-verurteilt-wird.html


Jetzt können sich die gewissen Gruppen weiter darin bestärken, dass es keine Gewaltprobleme bei der Polizei gibt und dies überhaupt nichts mit der Neigung des Berufs an sich zu tun, wo einige diesen Beruf auswählen, weil sie Sadismus, Gewalt und macht ausüben wollen und man die Ausbildung dieser Berufsgruppe grundlegend überdenken sollte und auch die Bezahlung und nur die allerbesten und psychisch gesundesten auswählen sollte.


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Polizeigewalt in Deutschland

21.09.2019 um 13:37
Zitat von muscariamuscaria schrieb:Gefühlt tun das hauptsächlich Leute, die über sehr viel Tagesfreizeit verfügen.
Und die ja auch sonst kein gutes Haar lassen an dem Staat, in dem es ihnen doch eigentlich recht gutgeht.
ach so und mit viel Freizeit und einem Leben in einem Staat, in dem es einem recht gut geht, da sollte man dann eben einfach den Mund halten. Auf so etwas kommen gefühlt die, die gerne anderen unterstellen, zu schmarotzen und "nichts" beizutragen und demzufolge auch bitte keine Meinung zu irgendwas haben bzw. kundtun sollten.


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Polizeigewalt in Deutschland

21.09.2019 um 13:41
Zitat von Sungmin_SunbaeSungmin_Sunbae schrieb:gar einen Opfer systematisch quälen
So etwas hat hier glaub ich noch keiner relativiert.
Zitat von Sungmin_SunbaeSungmin_Sunbae schrieb:kein Mensch mit gesunden Menschenverstand glaubt daran, dass 97-99% der Anzeigen gegen Polizei falsch sein sollen.
Aha deine gefühlte Wahrheit ist also aussagekräftiger als Statistiken ?


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Polizeigewalt in Deutschland

21.09.2019 um 16:19
Zitat von BruderchorgeBruderchorge schrieb:So etwas hat hier glaub ich noch keiner relativiert.
Doch, schon sehr oft schon.
Zitat von BruderchorgeBruderchorge schrieb:Aha deine gefühlte Wahrheit ist also aussagekräftiger als Statistiken ?
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Darunter waren statistiken, die es untermauert.
Zitier mich nicht, wenn du nicht die Mindestanforderungen eines diskussionspartners erfüllst.


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Polizeigewalt in Deutschland

21.09.2019 um 16:33
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ach so und mit viel Freizeit und einem Leben in einem Staat, in dem es einem recht gut geht, da sollte man dann eben einfach den Mund halten. Auf so etwas kommen gefühlt die, die gerne anderen unterstellen, zu schmarotzen und "nichts" beizutragen und demzufolge auch bitte keine Meinung zu irgendwas haben bzw. kundtun sollten.
Viel weniger Wochenfreizeit als ich, kann -muscaria- gar nicht haben. Und trotzdem hab ich was zu meckern ... o_O


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Polizeigewalt in Deutschland

21.09.2019 um 16:35
Gefühlt tun das hauptsächlich Leute, die über sehr viel Tagesfreizeit verfügen.
Und die ja auch sonst kein gutes Haar lassen an dem Staat, in dem es ihnen doch eigentlich recht gutgeht.
Sind hier Reichsbürger und AfDler gemeint?


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Polizeigewalt in Deutschland

21.09.2019 um 16:48
Zitat von Sungmin_SunbaeSungmin_Sunbae schrieb:wenn du nicht die Mindestanforderungen eines diskussionspartners erfüllst.
Die Beleidigung kannst du dir schenken.

In einem deiner Links wird der "Forscher" erwähnt, dessen Studie hier schon seitenweise thematisiert wurde, mach dir wenigstens die Mühe das zu lesen und zu begreifen, bevor du hier wie ein bornierter Gutsherr auftrittst.

Das Problem hier ist ja häufig nicht die echte Polizeigewalt, sondern die Einschätzung von anderen Situationen, in denen Gewaltanwendung durch Polizei rechtmäßig war. Wenn dann Laien wie du versuchen Dinge zu beurteilen, von denen sie nur wenig bis keine Ahnung haben, kann natürlich nichts fundiertes dabei herauskommen.


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Polizeigewalt in Deutschland

21.09.2019 um 16:54
Zitat von BruderchorgeBruderchorge schrieb:In einem deiner Links wird der "Forscher" erwähnt, dessen Studie hier schon seitenweise thematisiert wurde, mach dir wenigstens die Mühe das zu lesen und zu begreifen, bevor du hier wie ein bornierter Gutsherr auftrittst.
Aufmerksam geworden, frage ich, was gegen Wikipedia: Tobias Singelnstein vorliegt,
dass Du ihn in Gänsefüßchen erwähnst?
@Bruderchorge ?


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Polizeigewalt in Deutschland

21.09.2019 um 16:56
@eckhart

Ich weiß nicht was gegen ihn vorliegt, die "" habe ich verwendet, da es in diesem Fall einige Kritik an den Modalitäten seiner Studie gibt.

Das ist nicht bösartig gemeint und tut mir leid, falls es so rüber kommt.


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Polizeigewalt in Deutschland

21.09.2019 um 16:58
Zitat von BruderchorgeBruderchorge schrieb:Ich weiß nicht was gegen ihn vorliegt, die "" habe ich verwendet, da es in diesem Fall einige Kritik an den Modalitäten seiner Studie gibt.

Das ist nicht bösartig gemeint und tut mir leid, falls es so rüber kommt.
Achso das ist die rechte Art der Weise.
Das verstehe ich natürlich. Entschuldigung für das Missverständnis.
Das weiß ich natürlich!


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Polizeigewalt in Deutschland

21.09.2019 um 17:10
Zitat von BruderchorgeBruderchorge schrieb:Ich weiß nicht was gegen ihn vorliegt, die "" habe ich verwendet, da es in diesem Fall einige Kritik an den Modalitäten seiner Studie gibt.
An der Studie ist an sich nichts auszusetzen, sie entspricht dem Stand der Wissenschaft bei Dunkelfeldstudien, und man muss fairerweise klarstellen, dass Singlen nicht nur nie behauptet hat, dass sie repräsentativ wäre, sondern im Methodenteil über Seiten explizit erklärt, dass sie das nicht ist und die Beschränkungen, der sie unterliegt, klar herausstellt.

Kritik müsste man, wie leider so oft, an der medialen Aufbereitung der Studie üben, die genau das weitgehend unter den Tisch fallen lässt. Das ist aber ein allgemeines Problem bei der Berichterstattung über wissenschaftliche Veröffentlichungen.


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21.09.2019 um 17:12
Das die Studie ausbaufähig ist, steht da ja mehrmals. Letztlich stellt nur ein repräsentativer Mittelwert ein stabileres Fundament dar. Dennoch lässt sich resümieren, dass es zum einen wenige Studien über die Opfer von Polizeigewalt gibt, zum anderen lassen die bisherigen Ergebnisse der Studie schon darauf schließen, in welche Richtung es geht. Und das ist eher keine Überraschung.


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Polizeigewalt in Deutschland

23.09.2019 um 08:16
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ich denke, es ist die erste Studie diesbezüglich überhaupt.
Sie ist aber kaum belastbar. Es ist eine Umfrage - mehr nicht.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ABER andere Studien, die eine ähnliche oder vergleichbare Methodik aufweisen, werden auch nicht einfach nur abgetan, sondern sind dann "repräsentativ"
Es hängt vom Thema ab, ob jemand in einer Studie eher lügt oder ein Ereignis falsch wahr nimmt.
Studien, wen man morgen wählen würde sind etwas anderes als das hier.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Man sollte also nicht von vorne herein sämtliche Ergebnisse oder Schlussfolgerungen abtun
Man muss sie aber als das benennen, was sie sind. Weil sonst die Maßnahmen sich an falschen Voraussetzungen orientieren.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:vor allem mit ihnen als Hilfsmittel mögliche Strategien zu entwickeln, wie Gewalt durch Polizisten vermieden werden kann.
Das ist immer das Ziel in einem Rechtsstaat.
Aber es ist nun mal Fakt, dass Menschen Gewalt ausüben - auch wenn sie es nicht sollten. Null Prozent bekommt man nicht hin. Nie.
Die frage ist nun, wie viel Prozent sind es wirklich und was sind die Ursachen.
Das Ziel ist, so wenig wie möglich, mit Mitteln, die angemessen und wirksam sind.


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Polizeigewalt in Deutschland

23.09.2019 um 08:24
Zitat von Sungmin_SunbaeSungmin_Sunbae schrieb:Nur drei Prozent aller Strafverfahren gegen die Polizei kommen am Ende vor Gericht. Ein Forscher der Uni Bochum will nun aufklären, welche Gründe das hat.
Die Antwort ist relativ leicht:
Es ist eine Mischung aus verschiedenen Gründen. Erstens, weil es eine Vielzahl an falschen Anzeigen gibt und zweitens, weil die Beweislage auch bei berechtigten Anzeigen sehr schwierig ist. Nachdem man beides abzieht, bleiben nicht mehr viele Fälle übrig.
Es gilt eben auch für den Polizisten "in dubio pro reo".

Wobei ich zugebe, dass bei einer Verhandlung vor Gericht der Aussage des Polizisten in aller regel mehr Glaubhaftigkeit zugebilligt wird. Das ist natürlich ein Einfallstor für Missbrauch.

Es ist immer problematisch, wenn Menschen mit stark unterschiedlichen Interessen in einer konfliktgeneigten und grundsätzlich gewaltfördernden Situation aufeinander treffen.
Meist sehen sich dann beide Seiten im Recht und entsprechend fällt die Beurteilung des Verhaltens des Gegenüber aus.


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Polizeigewalt in Deutschland

23.09.2019 um 10:06
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb am 18.09.2019:Vor sechs Jahren erschien eine Studie zu Gewalt gegen Polizisten aus Nordrhein-Westfalen. Die Wissenschaftler arbeiteten mit ähnlichen Methoden wie Singelnstein: Sie befragten Polizisten anonym mit einem Online-Fragebogen. Ein Ergebnis: Gut 18 Prozent der Teilnehmer sagten, sie hätten keine Anzeige erstattet - etwa, weil sie davon ausgingen, das Verfahren wäre ohnehin eingestellt worden.

"Hier werden wesentlich mehr Belastungen erfasst als im landesweiten Lagebild", kommentierte der damalige NRW-Innenminister Ralf Jäger. "Der Arbeitsalltag von Polizisten ist sogar noch gefährlicher und stressiger als die nackten Zahlen es vermuten lassen."
Die Gewerkschaften applaudierten. Singelnstein-Kritiker Rettinghaus von der DPolG nannte die Ergebnisse damals alarmierend, der damalige GdP-Vorsitzende Arnold Plickert sagte, es dürfe kein "weiter so" geben. Niemand nahm Methodenkritik vor. Man glaubte den Beamten, dass sie wirklich Gewalt erlebt haben.

Im Falle der Singelnstein-Studie ist das anders. Man glaubt den Leuten erst mal nicht.
Beitrag von Tussinelda (Seite 187)
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Sie ist aber kaum belastbar. Es ist eine Umfrage - mehr nicht.
ah ja, aber wenn man Polizisten befragt, anonym, dann ist das einfach glaubwürdig und muss keinesfalls der gleichen Kritik standhalten, wie die Studie von Singelnstein. Ich verstehe.....


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Polizeigewalt in Deutschland

23.09.2019 um 10:52
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ah ja, aber wenn man Polizisten befragt, anonym, dann ist das einfach glaubwürdig
Das ist genau das selbe. Warum so polemisch?
"Man" glaubt in beiden Fällen den Ergebnissen nicht ohne weiteres. Es gibt natürlich Dunkelziffern, weil Fälle der Gewalt nicht angezeigt werden. Wie groß die nun genau sind, kann man nur schätzen.


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Polizeigewalt in Deutschland

23.09.2019 um 10:57
@kleinundgrün
ich habe es doch aufgezeigt, die, die diese Studie ganz besonders kritisieren, die haben die andere Studie eben nicht kritisiert. Darum ging es mir.


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