@Desperadoo @sacredheartWeil ihr 2 die einzigen wart, die sich vor einiger Zeit für die Geschichte interessierten, inklusive weiterführenden Literatur (besonders empfehlenswert, das neue Buch von Jan Gerber dazu:
Fluchtpunkt Entebbe) hoffe ich, es ist ok, wenn ich auch euch 2 kurz atte.
Es geht noch einmal darum
Wikipedia: Operation Entebbeund die Frage, was hat die versuchte Flugzeug-Entführung mit Deutschland und der deutschen Linke zu tun?
Peter Neumann spricht (auch) darüber im Podcast mit Paul Ronzheimer, vom 30.09.2026.
Ein Flug auf dem Weg nach Tel Aviv gerät außer Kontrolle: Der Co-Pilot soll den Kapitän im Cockpit mit einem Messer angegriffen haben. Die Maschine setzt zunächst den allgemeinen Notfallcode 7700 ab, wenig später folgt 7500 – das internationale Signal für eine Flugzeugentführung.
Dann greifen Passagiere und Besatzungsmitglieder ein. Sie schaffen es offenbar, ins Cockpit zu gelangen und den Angreifer zu überwältigen. Zwei weitere Piloten an Bord helfen anschließend dabei, die Maschine sicher zu landen.

Unglaublich! Verhinderten Fluggäste ein zweites 9/11? Mit Peter Neumann
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Und zwar ab MInute 40:00
Als Israels Premierminister Netanjahu die Fluggäste empfing, die den Copiloten überwältigt hatte, war das für ihn auch eine persönliche Geschichte. 1976 starb sein Bruder, als einziger Soldat, bei der erfolgreichen Befreiung von ca. 100 israelischen Geiseln in Entebbe nach einer Flugzeugentführung.
Beteiligt an der Entführung waren linksextreme deutsche Terroristen der "Revolutionären Zellen", die ihre Geiseln in Juden und Nicht-Juden aufteilten und nur die Juden entführten – und das als selbsternannte Antifaschisten. Beteiligt daran waren natürlich auch palästinensische Terroristen, und zwar von der „Volksfront zur Befreiung Palästinas“, kurz PFLP. Ja, die gleiche PFLP, deren Vertreter Ibrahim Ibrahim mit der Linkspartei den Wahlsieg in Berlin gefeiert hatte.
Peter Neumann sagt dann dazu, ab Minute 42:45:
"Was diese Entführung in Entebbe auch aus deutscher Sicht so relevant und auch perfide macht, ist, dass diese zwei Leute von den revolutionären Zellen an Bord der Maschine dafür zuständig waren, zwischen jüdischen und nichtjüdischen Passagieren zu sortieren. Und dass 30 Jahre nach Ende des Dritten Reiches Deutsche wieder Juden und Nicht-Juden voneinander sortieren, und dass diese zwei Deutschen noch dazu behaupten, Kommunisten zu sein, also Linke, die eigentlich den Faschismus bekämpfen wollten – das war etwas, was vielen Israelis nicht in den Kopf wollte und was eigentlich bis heute nicht ein großes Rätsel ist [weiß nicht und nicht ganz klar, ob Neumann da meint, Rätsel oder nicht], aber zumindest ist das etwas, worüber man nachdenken sollte. Darüber sollten auch viele Leute auf der extremen Linken nachdenken, die sich selbst für Antifaschisten halten und die sehr intensiv auch einen israelbezogenen Antisemitismus praktizieren. Denn das ist genau die Perspektive, das ist genau die gleiche Logik, nach der das, was 1976 passiert ist, damals passierte".
Im Ganzen ein sehr interessanter Podcast über die mit sehr viel Glück glücklich ausgegangene Flugzeugentführung und ja, es lohnt sich immer noch, darüber nachzudenken.