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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

20.883 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.10.2026 um 08:42
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Eigentum wegnehmen.
Da gibt es wohl Unterschiede in der Definition. Das sollte man wissen. Also bezüglich der Rechtmäßigkeit von erworbenen Eigentum. Wenn dieses auf der Ausbeutung der Arbeitnehmer beruht, ist es ja nur so, das man der Gesellschaft ihren Anteil zurückgibt. Das ist eine allgemeine Aussage basierend auf der Marxschen Theorie. Ich hatte das ja für mich schonmal skizziert, ab wann ich dem zustimmen. Also bitte nicht auf die Idee kommen, eine Diskussion mit mir darüber zu starten.

Nur, um mal die pragnanteste Schwäche deiner Formulierung herauszunehmen. Da sind wir halt wieder bei der Grundsätzlichen Diskussion. Somit ist dein Beitrag leider wenig hilfreich in der Diskussion


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.10.2026 um 14:44
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wenn man es genau nimmt, die Steuern die Du vorschlägst/unterstützt sind Eingriffe der Gesellschaft im privaten Eigentum zu keinem genauen Gegenwert, auch nicht zum Marktwert (weniger!), begründet mit einer mutmaßlichen Notlage - genau das ist Vergesellschaftung.
Auch der Einsatz von Steuern ist ein unerwünschtes Verhalten zu begrenzen/unterbinden: Vermögen aufbauen.
Natürlich sind Steuern ein staatlicher Eingriff, aber sie mit Vergesellschaftung gleichzusetzen, ist daneben (Apfel/Birnen). Ein Steuersystem in einer sozialen Marktwirtschaft basiert auf einem demokratischen Gesellschaftsvertrag: wir alle nutzen eine gemeinsame Infrastruktur (Straßen, Schulen, Sicherheit, Gesundheitswesen) und zahlen dafür solidarisch Steuern je nach Leistungsfähigkeit. Das Ziel ist doch nicht Enteignung, sondern der Erhalt der sozialen Stabilität.

Wenn allerdings Vermögen und Erbschaften extrem ungleich verteilt sind (und Studien zeigen doch, dass sich Leistung oft nicht mehr im Vermögen widerspiegelt ), schrumpft Freiheit für die Mehrheit der Menschen rapide. Echte Freiheit bedeutet für mich nicht nur das Recht Weniger, unbegrenzt anzuhäufen, sondern auch die Freiheit der Vielen, überhaupt die Chance auf ein eigenständiges Leben und Eigentum zu haben. Eine Erbschafts- oder Vermögenssteuer für Höchstvermögen nimmt niemandem die Existenzgrundlage, sondern verhindert, dass unsere Gesellschaft vollkommen auseinanderdriftet.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.10.2026 um 14:55
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Baukindergeld gab es , KfW Darlehen.
Baukindergeld ist doch seit 2023 ausgelaufen, oder etwa nicht? Und Kredite (auch KfW) setzen voraus, dass man bereits über Eigenkapital verfügt, um überhaupt bauen oder kaufen zu können. Sie helfen denjenigen, die schon Geld mitbringen. Wer aber aus einer Familie kommt, die nichts zu geben bzw. vererben hat, steht dann weiterhin mit leeren Händen da, weil die Banken schon bei der Grundsicherheit abwinken.

Ein Grunderbe setzt doch genau da an. Es gibt allen jungen Leuten, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern, ein gleiches Startkapital, das sie für Bildung, Selbstständigkeit oder eben als Eigenkapitalbasis nutzen können. Das zerstört nicht den Ehrgeiz, sondern fördert ihn, durch eine reale Möglichkeit. Ein reelles Stück weniger Ungleichheit.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.10.2026 um 15:15
Zitat von TransistorTransistor schrieb:Nur, um mal die pragnanteste Schwäche deiner Formulierung herauszunehmen. Da sind wir halt wieder bei der Grundsätzlichen Diskussion. Somit ist dein Beitrag leider wenig hilfreich in der Diskussion
Steht Dir selbstredend frei das so zu sehen. Kann mich allerdings nicht daran erinnern, Dich überhaupt angeschrieben zu haben.

So oder so, Vergesellschaftung ist mMn. keine Option, um Ungleichheit zu minimieren. Ich halte steuerliche Instrumente für effektiver (Erbschaftssteuerreform, Wiedereinführung der Vermögenssteuer, progressive Einkommenssteuer).


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.10.2026 um 15:43
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Natürlich sind Steuern ein staatlicher Eingriff, aber sie mit Vergesellschaftung gleichzusetzen, ist daneben (Apfel/Birnen). Ein Steuersystem in einer sozialen Marktwirtschaft basiert auf einem demokratischen Gesellschaftsvertrag: wir alle nutzen eine gemeinsame Infrastruktur (Straßen, Schulen, Sicherheit, Gesundheitswesen) und zahlen dafür solidarisch Steuern je nach Leistungsfähigkeit. Das Ziel ist doch nicht Enteignung, sondern der Erhalt der sozialen Stabilität.
Natürlich habe ich von der Vermögenssteuer und Erbschaftssteuer gesprochen - die greifen direkt ins Eigentum und Du wolltest dass daraus an Bürgern verteilt wird..."Grunderbe"...aber jetzt kommst Du mit Infrastruktur, Strassenbau zB - da kann eine Maut helfen zB.
Und zum xten im Gesundheitssystem: ein Selbständiger zahlt für den geichen Scheiß dass 11fache von einem der Steuergeld alimentiert wird...ist das nicht genug?

Ja, ich werfe Dir das auch vor: auf berechtigte Einwände werden die Auszahlungsziele einfach geändert.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wenn allerdings Vermögen und Erbschaften extrem ungleich verteilt sind
So wie Qualifikationen, Arbeitspensum, Qualität der gelieferten Arbeit...das stört Dich aber nicht oder? Wenn Manager und Selbständige 80h+ arbeiten dann heisst es selbst schuld, das Geld ist aber sehr willkommen, schon ausgegeben vorm Einzug.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Echte Freiheit bedeutet für mich nicht nur das Recht Weniger, unbegrenzt anzuhäufen, sondern auch die Freiheit der Vielen, überhaupt die Chance auf ein eigenständiges Leben und Eigentum zu haben.
Genau das ist Kommunismus, der Wohlstand aller wird grundsätzlich über das Eigentumsrecht von Einzelnen gesetzt (der im Kapitalismus grundsätzlich geschützt ist) [und komm jetzt nicht mit Enteignungen für Strassen, da wird mit Marktwert entschädigt, im Kommunismus gibts die Kugel wenn man meckert]
Kannst Du dazu noch ausführen warum es in DE angeblich keine Chance auf ein eigenständiges Leben und Eigentum gibt?
Schule & Studium kostenlos, Dach, Essen, Heizung, Bafög, Gesundheit, Gewerbeschein in München 40€?
Oder Du meinst eigenständig mit Eigentum auf der Couch, ja die Chance gibt es nicht.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Eine Erbschafts- oder Vermögenssteuer für Höchstvermögen nimmt niemandem die Existenzgrundlage, sondern verhindert, dass unsere Gesellschaft vollkommen auseinanderdriftet.
Behauptung ohne irgend eine Basis - wenn Betriebsvermögen für die Steuerstundung eingesetzt wird, werden Leute entlassen.
Und dann das Märchen dass 84Mio Leute ausflippen wegen 260 Milliardäre und 5000 Centurions. Lachhaft.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ein Grunderbe setzt doch genau da an. Es gibt allen jungen Leuten, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern, ein gleiches Startkapital, das sie für Bildung, Selbstständigkeit oder eben als Eigenkapitalbasis nutzen können.
Ok. Warum nimmst dann die Eltern des Kindes in der Pflicht, sondern andere Bürger?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.10.2026 um 17:00
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Genau das ist Kommunismus, der Wohlstand aller wird grundsätzlich über das Eigentumsrecht von Einzelnen gesetzt (der im Kapitalismus grundsätzlich geschützt ist) [und komm jetzt nicht mit Enteignungen für Strassen, da wird mit Marktwert entschädigt, im Kommunismus gibts die Kugel wenn man meckert]
Was schwatzt Du Dir schon wieder zusammen? Ich hab' unmißverständlich gesagt, dass Enteignungen/Vergesellschaftung nicht mein Thema sind. Eine Vermögens- oder Erbschaftssteuer hat nix mit Kommunismus zu tun, sondern ist in vielen kapitalistischen Demokratien normal. Sie enteignet niemanden, sondern besteuert ÜBER-Reichtum ab einer sehr hohen Freigrenze.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Kannst Du dazu noch ausführen warum es in DE angeblich keine Chance auf ein eigenständiges Leben und Eigentum gibt?
Schule & Studium kostenlos, Dach, Essen, Heizung, Bafög, Gesundheit, Gewerbeschein in München 40€?
Oder Du meinst eigenständig mit Eigentum auf der Couch, ja die Chance gibt es nicht.
Chancengleichheit ist doch aktuell eine pure Illusion, weil die Ausgangssituation extrem unterschiedlich ist. Ein Kind aus einem reichen Elternhaus erbt bspw. Immobilien, ein Netzwerk, finanzielle Sicherheit. Dagegen geht ein Kind aus einer Arbeiter- oder Bürgergeld-Familie oft mit Schulden oder eben null Vermögen in's Leben.

Warum andere Bürger/Steuerzahler statt der Eltern? Weil es eine gesamtgesellschaftliche Investition ist. Genauso wie wir alle Schulen für alle Kinder finanzieren (auch für die, deren Eltern keine Privatschule zahlen können), investiert ein Grunderbe in die nächste Generation. Es würde dafür sorgen, dass Innovation und Unternehmretum und Vermögensaufbau nicht vom Kontostand der Eltern abhängen, sondern vom Talent.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Behauptung ohne irgend eine Basis - wenn Betriebsvermögen für die Steuerstundung eingesetzt wird, werden Leute entlassen.
Und dann das Märchen dass 84Mio Leute ausflippen wegen 260 Milliardäre und 5000 Centurions. Lachhaft.
Ja, ja, lach' nur, Alm-Öhi.

Niemand will funktionierende, mittelständische Unternehmen kaputtmachen. Für Betriebsvermögen gibt es in entsprechende Konzepten (wie bei einer Vermögens- oder Erbschaftssteuerreform) bereits Stundungsmodelle oder Verschonungsregeln, damit eben keine Jobs gefährdet werden. Es geht um Privatvermögen im Giganten-Bereich (-> davon bist Du meilenweit entfernt!), das oft nur auf Konten liegt oder passiv verwaltet wird, statt in die Realwirtschaft zu fließen.
Und weshalb es sehr wohl alle angeht/angehen sollte: extreme Ungleichheit konzentriert Macht in den Händen weniger. Wenn wenige Menschen den gesamten Markt und große Teile von Immobilien und Medien kontrollieren, erodiert die Demokratie, weil Geld politische Macht kaufen kann. Das betrifft sehr wohl alle 84 Millionen. Hab ich mindestens schon 50 x geschrieben, lies doch auch mal was anderes als Dein eigenes Getexte.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.10.2026 um 17:14
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Was schwatzt Du Dir schon wieder zusammen? Ich hab' unmißverständlich gesagt, dass Enteignungen/Vergesellschaftung nicht mein Thema sind. Eine Vermögens- oder Erbschaftssteuer hat nix mit Kommunismus zu tun, sondern ist in vielen kapitalistischen Demokratien normal. Sie enteignet niemanden, sondern besteuert ÜBER-Reichtum ab einer sehr hohen Freigrenze.
Du "erwähnst" es nicht explizit, so wiet richtig - aber die Aktionen "Das Wohl mehrerer über den Rechten Weniger und zwar ohne Not" ist Kommunismus.
Die Freigrenze spielt das keine Rolle, es geht um den Mechanismus.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Warum andere Bürger/Steuerzahler statt der Eltern? Weil es eine gesamtgesellschaftliche Investition ist. Genauso wie wir alle Schulen für alle Kinder finanzieren (auch für die, deren Eltern keine Privatschule zahlen können), investiert ein Grunderbe in die nächste Generation. Es würde dafür sorgen, dass Innovation und Unternehmretum und Vermögensaufbau nicht vom Kontostand der Eltern abhängen, sondern vom Talent.
Ok, wenn Du das so siehst - will ich aber auch eine Garantie haben dass die Leute sich dran halten, sonst ist es nur eine saftige Grundsicherungserhöhung.
Welche Strafen schweben Dir vor?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ja, ja, lach' nur, Alm-Öhi.
Du, ich lache den ganzen Tag, sogar bei Allmy.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:ür Betriebsvermögen gibt es in entsprechende Konzepten (wie bei einer Vermögens- oder Erbschaftssteuerreform) bereits Stundungsmodelle oder Verschonungsregeln, damit eben keine Jobs gefährdet werden.
Kapital was für Steuern raus geht, geht raus - ob in einem Jahr oder 7, es ist raus...das steht dem Betrieb nicht zur Verfügung. Nada.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Und weshalb es sehr wohl alle angeht/angehen sollte: extreme Ungleichheit konzentriert Macht in den Händen weniger.
Witzig, echt. Wir haben quasi monatlich eine Steuererhöhung, Zulage, BBG die die Besserverdienenden+ abzocken, aber die haben die Macht.
Falls es Dir nicht klar ist wie es die Milliardäre trifft, wenn die BBG erhöht wird, wird der Gewinn geschmälert.
Dann wären doch diese Milliardäre an der Macht ziemlich blöd, was meinst? Die schmälern ihr Ergebniss.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wenn wenige Menschen den gesamten Markt und große Teile von Immobilien und Medien kontrollieren, erodiert die Demokratie, weil Geld politische Macht kaufen kann.
Ich weiss nicht ob Gleichheit mit Zwang die Demokratie stärkt. Bis jetzt hat das bei Menschen nicht funktioniert, aber ich weiß, auch wenn man es jetzt besser machen will, will man es nicht wahrhaben.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.10.2026 um 17:22
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Dich überhaupt angeschrieben zu haben.
Ich bin mir gerade nicht sicher, ist das ein öffentliches Forum oder nicht?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.10.2026 um 17:35
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ok, also im Kommunismus muss schon jeder arbeiten wenn er essen will. Da ist der Kapitalismus um Welten besser!
Und wieder nur Blödsinn. Warum hörst Du dann nicht auf, Andere auszubeuten? Warum hören nicht einfach Alle auf zu arbeiten, ist doch nach Deinen Kopfvorstellungen im Kapitalismus gar nicht nötig.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:"Das Wohl mehrerer über den Rechten Weniger und zwar ohne Not"
Und wieder saugst Du Dir irgendwelchen Gedankenunsinn aus den Fingern. Schon wieder vergessen? Aufmerksamkeitsdefizit?

"Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen"

Schon wieder vergessen, oder nur dummquatsch-Trollerei?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Regelrecht erschreckend finde ich die Vorstellung von Vergesellschaftung privaten Eigentums.
Dieses Märchen wird auch wegen der immer wieder von der herrschenden Klasse beauftragten Auftragsschreiber, die das behaupten, so schnell wohl nicht verschwinden.
Der Durchschnittspreis der Lohnarbeit ist das Minimum des Arbeitslohnes, d.h. die Summe der Lebensmittel, die notwendig sind, um den Arbeiter als Arbeiter am Leben zu erhalten. Was also der Lohnarbeiter durch seine Tätigkeit sich aneignet, reicht bloß dazu hin, um sein nacktes Leben wieder zu erzeugen. Wir wollen diese persönliche Aneignung der Arbeitsprodukte zur Wiedererzeugung des unmittelbaren Lebens keineswegs abschaffen, eine Aneignung, die keinen Reinertrag übrigläßt, der Macht über fremde Arbeit geben könnte. Wir wollen nur den elenden Charakter dieser Aneignung aufheben, worin der Arbeiter nur lebt, um das Kapital zu vermehren, nur so weit lebt, wie es das Interesse der herrschenden Klasse erheischt. In der bürgerlichen Gesellschaft ist die lebendige Arbeit nur ein Mittel, die aufgehäufte Arbeit zu vermehren. In der kommunistischen Gesellschaft ist die aufgehäufte Arbeit nur ein Mittel, um den Lebensprozeß der Arbeiter zu erweitern, zu bereichern, zu befördern.

In der bürgerlichen Gesellschaft herrscht also die Vergangenheit über die Gegenwart, in der kommunistischen die Gegenwart über die Vergangenheit. In der bürgerlichen Gesellschaft ist das Kapital selbständig und persönlich, während das tätige Individuum unselbständig und unpersönlich ist.

Und die Aufhebung dieses Verhältnisses nennt die Bourgeoisie Aufhebung der Persönlichkeit und Freiheit! Und mit Recht. Es handelt sich allerdings um die Aufhebung der Bourgeois-Persönlichkeit, -Selbständigkeit und -Freiheit.

Unter Freiheit versteht man innerhalb der jetzigen bürgerlichen Produktionsverhältnisse den freien Handel, den freien Kauf und Verkauf.

Fällt aber der Schacher, so fällt auch der freie Schacher. Die Redensarten vom freien Schacher, wie alle übrigen Freiheitsbravaden unserer Bourgeoisie [48], haben überhaupt nur einen Sinn gegenüber dem gebundenen Schacher, gegenüber dem geknechteten Bürger des Mittelalters, nicht aber gegenüber der kommunistischen Aufhebung des Schachers, der bürgerlichen Produktionsverhältnisse und der Bourgeoisie selbst.

Ihr entsetzt euch darüber, daß wir das Privateigentum aufheben wollen. Aber in eurer bestehenden Gesellschaft ist das Privateigentum für neun Zehntel ihrer Mitglieder aufgehoben, es existiert gerade dadurch, daß es für neun Zehntel nicht existiert. Ihr werft uns also vor, daß wir ein Eigentum aufheben wollen, welches die Eigentumslosigkeit der ungeheuren Mehrzahl der Gesellschaft als notwendige Bedingung voraussetzt.

Ihr werft uns mit einem Worte vor, daß wir euer Eigentum aufheben wollen. Allerdings, das wollen wir.

Von dem Augenblick an, wo die Arbeit nicht mehr in Kapital, Geld, Grundrente, kurz, in eine monopolisierbare gesellschaftliche Macht verwandelt werden kann, d.h. von dem Augenblick, wo das persönliche Eigentum nicht mehr in bürgerliches umschlagen kann, von dem Augenblick an erklärt ihr, die Person sei aufgehoben.

Ihr gesteht also, daß ihr unter der Person niemanden anders versteht als den Bourgeois, den bürgerlichen Eigentümer. Und diese Person soll allerdings aufgehoben werden.

Der Kommunismus nimmt keinem die Macht, sich gesellschaftliche Produkte anzueignen, er nimmt nur die Macht, sich durch diese Aneignung fremde Arbeit zu unterjochen.
Quelle: https://www.marxists.org/deutsch/archiv/marx-engels/1848/manifest/2-prolkomm.htm


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.10.2026 um 17:43
@fritzchen037
Vorab: Du hältst mit deinen Bemerkungen einfach den Rand, vor allem weil Du der Diskussion nicht folgst.
Beispiel:
Zitat von fritzchen037fritzchen037 schrieb:Und wieder saugst Du Dir irgendwelchen Gedankenunsinn aus den Fingern. Schon wieder vergessen? Aufmerksamkeitsdefizit?
Ich hatte das
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Genau das ist Kommunismus, der Wohlstand aller wird grundsätzlich über das Eigentumsrecht von Einzelnen gesetzt
auf das geschrieben:
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Echte Freiheit bedeutet für mich nicht nur das Recht Weniger, unbegrenzt anzuhäufen, sondern auch die Freiheit der Vielen, überhaupt die Chance auf ein eigenständiges Leben und Eigentum zu haben.


Unterstellungen die Du nicht beweisen kannst unterlässt Du auch:
Zitat von fritzchen037fritzchen037 schrieb:Warum hörst Du dann nicht auf, Andere auszubeuten?

Zitat von fritzchen037fritzchen037 schrieb:"Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen"

Schon wieder vergessen, oder nur dummquatsch-Trollerei?
Doch ich hatte verstanden: dein Supersystem schreibt Zwangsarbeit vor wenn ich das Bedürfnis habe nicht zu arbeiten, finde ich dämlich.
Zitat von fritzchen037fritzchen037 schrieb:Dieses Märchen wird auch wegen der immer wieder von der herrschenden Klasse beauftragten Auftragsschreiber, die das behaupten, so schnell wohl nicht verschwinden.
Herrschende Klasse, Eliten, Propaganda, solide würde ich sagen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.10.2026 um 17:45
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Das Wohl mehrerer über den Rechten Weniger und zwar ohne Not
Staatliche Umverteilung und Regulierung sind Teile einer funktionierenden sozialen Marktwirtschaft.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Welche Strafen schweben Dir vor?
10 auf die Fußsohlen ... oder was willste jetzt hören?

Ich finde "Zweckbindung" beim Grunderbe eine gute Lösung, da brauchst dann auch keine Strafen.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Kapital was für Steuern raus geht, geht raus - ob in einem Jahr oder 7, es ist raus...das steht dem Betrieb nicht zur Verfügung. Nada.
Das isso. Deshalb werden die Freigrenzen so hoch angesetzt sind, dass normale Betriebe gar nicht erst betroffen sind, und dass es für Großvermögen Sonderregelungen gibt. Es geht um die Giganten.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wir haben quasi monatlich eine Steuererhöhung, Zulage, BBG die die Besserverdienenden+ abzocken, aber die haben die Macht.
Falls es Dir nicht klar ist wie es die Milliardäre trifft, wenn die BBG erhöht wird, wird der Gewinn geschmälert.
Dann wären doch diese Milliardäre an der Macht ziemlich blöd, was meinst? Die schmälern ihr Ergebniss.
Jo, auch Leistungsträger spüren die staatlichen Belastungen.
Mir geht es um die strukturelle und institutionelle Macht von Milliardären und Mega-Konzernen (-> Medienkontrolle, Lobbyismus, Wahlkampffinanzierung oder die schiere Drohung Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern, wenn Gesetze nicht passen). Das ist eine andere, gefährliche - weil demokratiegefährdenden- Dimension von Macht.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.10.2026 um 17:46
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ich hatte das
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Genau das ist Kommunismus, der Wohlstand aller wird grundsätzlich über das Eigentumsrecht von Einzelnen gesetzt
auf das geschrieben:
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Echte Freiheit bedeutet für mich nicht nur das Recht Weniger, unbegrenzt anzuhäufen, sondern auch die Freiheit der Vielen, überhaupt die Chance auf ein eigenständiges Leben und Eigentum zu haben.
Und wenn Du das schreibst, ist das so? Das hat immer noch nix mit Kommunismus zu tun, auch wenn Du das nach Ellenlangen Diskussionen nicht begreifst.

Du bist der, der auf alles was ihm nicht passt "Das ist Kommunismus" draufpappst. Ist es aber nicht!


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.10.2026 um 17:53
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Das isso. Deshalb werden die Freigrenzen so hoch angesetzt sind, dass normale Betriebe gar nicht erst betroffen sind, und dass es für Großvermögen Sonderregelungen gibt. Es geht um die Giganten.
Ich versuche Folgendes zu vermitteln: beim Kapitalabfluss in Form von verlorenen Erbschaftssteuern ist die Unternehmensgröße nicht entscheidend, sondern in diesem Zusammenhang "Umsatz pro Mitarbeiter" [Abahatschi's Wirtschaftslexikon -> Revenue per employee (RPE)]
Wenn RPE gering ist, bleibt nach der Zahlung der Erbschaftsteuer und Abzug der Personalkosten vielleicht nichts mehr übrig.
#RPE müsste bei der Reform berücksichtigt werden.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Jo, auch Leistungsträger spüren die staatlichen Belastungen.
Nicht auch, sondern am meisten.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:10 auf die Fußsohlen ... oder was willste jetzt hören?
Das: Grunderbe ist zurück zu zahlen wenn es nicht dem Zweck entsprechend genutzt worden ist.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.10.2026 um 18:00
@fritzchen037
Ihr entsetzt euch darüber, daß wir das Privateigentum aufheben wollen. Aber in eurer bestehenden Gesellschaft ist das Privateigentum für neun Zehntel ihrer Mitglieder aufgehoben, es existiert gerade dadurch, daß es für neun Zehntel nicht existiert. Ihr werft uns also vor, daß wir ein Eigentum aufheben wollen, welches die Eigentumslosigkeit der ungeheuren Mehrzahl der Gesellschaft als notwendige Bedingung voraussetzt.

Ihr werft uns mit einem Worte vor, daß wir euer Eigentum aufheben wollen. Allerdings, das wollen wir.
Quelle: https://www.marxists.org/deutsch/archiv/marx-engels/1848/manifest/2-prolkomm.htm

Ich konnte auf der verlinkten Seite nicht erkennen, von wann dieser Text von Marx ist. Überlege gerade ... damals hatten 9/10 kein Vermögen oder Eigentum. Während des Kapitalismus hat fast die Hälfte der deutschen Bevölkerung inzwischen Wohneigentum aufgebaut. Vllt. könnten es ja mit der Grundsteuer noch mehr werden 🤔


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.10.2026 um 18:01
Zitat von fritzchen037fritzchen037 schrieb:Und wenn Du das schreibst, ist das so?
Ja.
Kommunismus zeichnet sich durch Gemeineigentum aus, dem Individuum bleiben quasi persönliche Gebrauchsgegenstände.

Wenn hier mit Fantasta Steuern Beträge aus Einzeleigentum in Gemeineigentum übertragen werden, weil eben das "Einzeleigentum zu groß ist" hat man Kommunismus.
Zitat von fritzchen037fritzchen037 schrieb:Das hat immer noch nix mit Kommunismus zu tun
Und wenn Du das schreibst, ist das so?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.10.2026 um 18:05
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Vllt. könnten es ja mit der Grundsteuer noch mehr werden 🤔
Bestimmt, je höher, umso mehr. Ist wie bei der Einkommenssteuer, je höher, umso mehr Leute arbeiten und umso mehr Investoren kommen in s Land.

Übrigens ich halte die Bezeichnung "Grundsteuer" für falsch...sie wird auch auf Immobilien erhoben...und so richtig eine Steuer ist das nicht: das ist der Gemeindebeitrag, sprich Beteiligung an den Gemeinde Ausgaben und Dienste...deswegen müssen es auch Mieter zahlen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.10.2026 um 18:08
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Übrigens ich halte die Bezeichnung "Grundsteuer"
Jessas ... Du regst Dich so über alle Steuern auf. Ich meinte doch das Grunderbe und nicht die Grundsteuer. Sry.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.10.2026 um 18:09
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Du regst Dich so über alle Steuern auf.
Ja, in DE hunderte von Gründen somit. Bald kommen Neue dazu, Zucker und Plastik...inklusive 1000-1100 voll engagierte Staatsbeamte.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.10.2026 um 18:20
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ich versuche Folgendes zu vermitteln: beim Kapitalabfluss in Form von verlorenen Erbschaftssteuern ist die Unternehmensgröße nicht entscheidend, sondern in diesem Zusammenhang "Umsatz pro Mitarbeiter" [Abahatschi's Wirtschaftslexikon -> Revenue per employee (RPE)]
Wenn RPE gering ist, bleibt nach der Zahlung der Erbschaftsteuer und Abzug der Personalkosten vielleicht nichts mehr übrig.
#RPE müsste bei der Reform berücksichtigt werden.
Für Firmen mit geringen Margen oder knappen Kassen gibt es im Steuerrecht bereits Stundungsregeln. Es wird also nicht blind auf den reinen Umsatz besteuert.

Das eigentliche Schlupfloch, das man schließen sollte, betrifft ohnehin nicht den mittelständischen Betrieb mit ggf. dünner Marge, sondern die gigantischen Vermögenskonzentrationen, die Dank Holding-Modellen 👿 und Verschonungsregeln 👿 oft gar keinen Cent Erbschaftsteuer zahlen, halt der extremen Ungleichvererbung ganz oben.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Bald kommen Neue dazu, Zucker und Plastik...inklusive 1000-1100 voll engagierte Staatsbeamte.
ja, da hast scho Recht. Aber das mit Plastik finde ich ok. Man kann auch andere, umweltfreundlichere Verpackungsmaterialien verwenden :Y: Der Mensch verändert sein Verhalten zumeist leider nur durch Schmerzen oder Geld bezahlen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.10.2026 um 18:21
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wenn hier mit Fantasta Steuern Beträge aus Einzeleigentum in Gemeineigentum übertragen werden, weil eben das "Einzeleigentum zu groß ist" hat man Kommunismus.
Zitat von fritzchen037fritzchen037 schrieb:Das hat immer noch nix mit Kommunismus zu tun
Und wenn Du das schreibst, ist das so?
Ja, weil Kommunismus bedeutet "Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen"

Wo ist das von Dir oben Behauptete darin enthalten? Dein Einzeleigentum kannst gerne behalten, wenn Du glücklich bist. Und wenn es nicht dazu führt dass Du Dir dadurch fremde Arbeit aneignen kannst.

Wo siehst Du letzteres in Deinem Beitrag?


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