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Das bedingungslose Grundeinkommen

Das bedingungslose Grundeinkommen

01.06.2016 um 12:36
@Fedaykin
Fedaykin schrieb:Gut die Motivation zur Arbeit bliebe...
Kann man pauschal auch nicht sagen. Wenn ich sie im Moment hätte, dürfte ich jetzt gar nicht hier schreiben. Aber Spaß beiseite... 1000 € langen kaum zum Überleben für einen Singlehaushalt, das stimmt. Aber schon bei so mancher 4 köpfigen Familie (Eltern+2 Kinder) die gesamt3000€ - 4000€ BGE hat, und im Eigenheim mietfrei wohnt, würde man sich schnell überlegen, ob dann noch ein Elternteil arbeiten soll.

Auch wenn z.B. insgesamt nur 10% aller bisherig Beschäftigten die Arbeit niederlegen, fehlen diese Arbeitsleistungen auf dem Markt, da kann man finanziell gegenrechnen wie man will.
Wenn dann die nachfrage gleich bleibt, steigt der Preis und der Lebensstandard sinkt. Von der sinkenden Wettbewerbsfähigkeit in der Wirtschaft müssen wir hier noch gar nicht reden.


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Das bedingungslose Grundeinkommen

01.06.2016 um 12:45
Fedaykin schrieb:Nein das BGE soll ja alle anderen Leistungen ersetzen.
Was wieder zu mehr Ungerechtigkeit führen würde. Die Lebenshaltungskosten unterscheiden sich ja erheblich. Im jetzigen System wird dem viel eher Rechnung getragen.

Konsequenterweise müssten die Beführworter des BGE neben einem Preiszwang auch sämtliche Lebenshaltungskosten bundesweit angleichen. Tun sie das nicht, schaffen sie einen deutlichen Zuwachs an Ungerechtigkeit.
Tripane schrieb:1000 € langen kaum zum Überleben für einen Singlehaushalt
Das halte ich außerhalb von begehrten Ballungsgebieten für ein Gerücht.
Aber schon bei so mancher 4 köpfigen Familie (Eltern+2 Kinder) die gesamt3000€ - 4000€ BGE hat, und im Eigenheim mietfrei wohnt, würde man sich schnell überlegen, ob dann noch ein Elternteil arbeiten soll.
Vor allem, wenn wie zu erwarten die Lebenshaltungskosten innerhalb weniger Jahre deutlich steigen. Stand heute sind 3000 EUR netto für eine vierköpfige Familie ein sehr ordentliches Einkommen.


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01.06.2016 um 12:53
@Tripane
Tripane schrieb:Auch wenn z.B. insgesamt nur 10% aller bisherig Beschäftigten die Arbeit niederlegen, fehlen diese Arbeitsleistungen auf dem Markt
dann würden 10% Stellen frei, für diejenigen welche im Moment verzweifelt suchen und nichts finden


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Das bedingungslose Grundeinkommen

01.06.2016 um 12:53
Fedaykin schrieb:Selbst das ist pure Utopie.
Es ist derzeit noch weit entfernt aber Utopie nein und eine KI wird bessere Gesetze machen als Politiker die diese überhaupt nicht bewerten können, da die gleichen Probleme ebenfalls Politiker betreffen.
Tripane schrieb:Aber Spaß beiseite... 1000 € langen kaum zum Überleben für einen Singlehaushalt, das stimmt.
Kommt darauf an ob Netto, mir würden die jedenfalls locker reichen < 500 € wäre wenig alles drüber schon fast Luxus.
Tripane schrieb:...Auch wenn z.B. insgesamt nur 10% aller bisherig Beschäftigten die Arbeit niederlegen, fehlen diese Arbeitsleistungen auf dem Markt,...
Ja heute vielleicht aber BGE geht auch von einer zukünftig weiter automatisierten Gesellschaft aus.


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01.06.2016 um 13:00
@kleinundgrün
kleinundgrün schrieb:Das halte ich außerhalb von begehrten Ballungsgebieten für ein Gerücht.
Das kommt darauf an, wie man das BGE ansetzt. Es soll zwar steuerfrei sein, ok. Aber wenn du davon (ausser Miete, Standardversicherungen und Lebensunterhalt) z.B. noch 300€ Krankenkasse abtreten mußt, kanns schon eng werden.


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01.06.2016 um 13:02
@Optimist
Optimist schrieb:dann würden 10% Stellen frei, für diejenigen welche im Moment verzweifelt suchen und nichts finden
Sobald sie das BGE haben, suchen sie ja nicht mehr verzweifelt. Damit wird das BGE doch begründet.


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Das bedingungslose Grundeinkommen

01.06.2016 um 13:04
@Tripane
30% KK-Beitrag wäre aber schon heftig. Stand heute haben wir knapp 16%.

Aber diese Diskussion ist in meinen Augen obsolet. Gäbe es ein BGE in dieser Höhe, passen sich auch die Preise an.
Die einzige echte Auswirkung wäre, dass der Pöbel nicht mehr in München wohnt.


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01.06.2016 um 13:05
Optimist schrieb:dann würden 10% Stellen frei, für diejenigen welche im Moment verzweifelt suchen und nichts finden
Milchmädchenrechnung, weil man nicht einfach Arbeitplatz und Arbeitnehmer gegeneinander aufrechnen kann.


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Das bedingungslose Grundeinkommen

01.06.2016 um 13:07
@Tripane
dann würden 10% Stellen frei, für diejenigen welche im Moment verzweifelt suchen und nichts finden

--->
Sobald sie das BGE haben, suchen sie ja nicht mehr verzweifelt. Damit wird das BGE doch begründet.
diejenigen welche derzeit suchen, kommen z.T. mit einem Nebenjob auch auf das, was es fiktiv als BGE geben könnte. Trotzdem suchen sie eine Stelle im 1. Arbeitsmarkt, weil sie arbeiten wollen, weil sie "Hummeln im Ar..." und Power haben. Manche haben sogar Langeweile (was ich nie verstehen werde :) ).

Was ich damit sagen will: sicherlich werden sich ein paar zur Ruhe setzen, aber ob das der Großteil ist?


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01.06.2016 um 13:07
taren schrieb:Es ist derzeit noch weit entfernt aber Utopie nein und eine KI wird bessere Gesetze machen als Politiker die diese überhaupt nicht bewerten können, da die gleichen Probleme ebenfalls Politiker betreffen.
Wie erwähnt zeig mir eine KI die den Turing Test halbwegs bestanden hat und wir können drüber Nachdenken.

Oder zeig mir mal eine Jura KI..

So ist es bloses Wuschdenken und Spekulation. Frei nach dem Motto wenn etwas nicht passt dann ändern wir einfach die Parameter.


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01.06.2016 um 13:09
kleinundgrün schrieb:Konsequenterweise müssten die Beführworter des BGE neben einem Preiszwang auch sämtliche Lebenshaltungskosten bundesweit angleichen. Tun sie das nicht, schaffen sie einen deutlichen Zuwachs an Ungerechtigkeit.
Wer sagt denn, dass das BGE nicht flexibel an den Kostenindex der Länder und Städte angepasst werden kann? Wenn einer sagt, das BGE müsse 1000 € betragen und ich sage, man braucht schon 1600 €, dann betrifft das nur den Durchschnitt. In meinem Beispiel würde mann dann in einem Kaff in MV nur 1100 € kriegen und in München eben das Doppelte, je nach Preisindex.


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01.06.2016 um 13:11
@taren
taren schrieb:Kommt darauf an ob Netto, mir würden die jedenfalls locker reichen < 500 € wäre wenig alles drüber schon fast Luxus.
Ok, ich schlage ja auch in die Kerbe, dass sich infolge des BGE, Arbeit reduzieren würde - und damit aber auch der Volkswohlstand.
taren schrieb:Ja heute vielleicht aber BGE geht auch von einer zukünftig weiter automatisierten Gesellschaft aus.
Naja, DAS BGE gibt es sowieso nicht. Je nach Bedarf zaubern die Befürworter Konzepte aus dem Hut, wie in Hogwarts.
Wenn wir zuviele Utopien oder SF unterstelle, hat die Diskussion hier und heute wenig Sinn.
Daher gehe ich von real denkbaren Szenarien aus. Ausserdem bringt eine zunehmende Automatisierung nicht zwingend finanziellen Spielraum, wenn sie nur in Freizeitgewinn umgesetzt wird.

Warum sollte daher also nur das Geld bedingungslos umverteilt werden, nicht aber die Arbeit an sich?


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01.06.2016 um 13:12
@Tripane

evtl. untergegangen wegen Überschneidung? Beitrag von Optimist, Seite 337


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01.06.2016 um 13:13
Optimist schrieb:Trotzdem suchen sie eine Stelle im 1. Arbeitsmarkt, weil sie arbeiten wollen, weil sie "Hummeln im Ar..." und Power haben. Manche haben sogar Langeweile
Es wird sicherlich begehrte Jobs geben - aber was ist mit denen, die inhaltlich nicht begehrt sind? Die müssten durch entsprechende Bezahlung aufgewertet werden. Und diese Löhne werden sich zwingend auf die Preise der Waren und Dienstleitungen auswirken.
Realo schrieb:Wer sagt denn, dass das BGE nicht flexibel an den Kostenindex der Länder und Städte angepasst werden kann?
Ich dachte, die Vertreter des BGE? Wenn es wieder Ausnahmen und Anpassungen gibt, bleibt der Verwaltungsaufwand, wie er aktuell ist.
Eine flexible Regelung ist eben kein BGE. Du spricht von einer Aufstockung von Sozialleistungen.


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01.06.2016 um 13:15
@Optimist
Optimist schrieb:Was ich damit sagen will: sicherlich werden sich ein paar zur Ruhe setzen, aber ob das der Großteil ist?
Schwer zu sagen, aber jeder Einzelne, der nicht mehr seine Arbeitskraft (auf dem Markt! der eigene Schrebergarten zählt da nicht!) einbringt, schmälert den Volkswohlstand.
Alles Geld hilft nichts, wenn dem zu wenig Angebot gegenübersteht.


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01.06.2016 um 13:15
Realo schrieb:In meinem Beispiel würde mann dann in einem Kaff in MV nur 1100 € kriegen und in München eben das Doppelte
Und in München selbstverständlich die ortsübliche Tagesration Koks und eine osteuropäische Nacktputze (freie Geschlechterwahl natürlich). Soviel bedingungslose Schickeria muss schon sein.


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01.06.2016 um 13:18
@Tripane
@kleinundgrün

okay, verstehe Eure Argumente.
Bis jetzt stellt es sich mir so dar: Noch gibt es viel zu viel Arbeitskräfteüberschuss. Durch die Migration wird das ja auch noch verstärkt und in den nächsten Jahrzehnten somit sicher nicht weniger?


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01.06.2016 um 13:19
kleinundgrün schrieb:Ich dachte, die Vertreter des BGE? Wenn es wieder Ausnahmen und Anpassungen gibt, bleibt der Verwaltungsaufwand, wie er aktuell ist.
Eine flexible Regelung ist eben kein BGE. Du spricht von einer Aufstockung von Sozialleistungen.
Kein höherer Verwaltungsaufwand. Außerdem hast du mich wohl missverstanden. Der aktuelle Preisindex ist laufend präsent; entsprechend passt das Software-Programmm für jeden Ort in D die Höhe des BGE an, so dass die Kaufkraft für jeden BGE-Empfänger identisch bleibt. Vor Hartz 4, wo es noch Sozialhilfe gab, war diese auch flexibel dem Preisindex angepasst, d.h. einer in München bekam anderthalb mal so viel wie einer in Bremen. Gerade Hartz 4 kennt diese Abstufungen nicht mehr außer bei der Miete, so dass die Kaufkraft in München wesentlich niedriger ist als in Stralsund. Genau diese Ungleichheit muss das BGE natürlich vermeiden, daher die flexible Anpassung an den jeweiligen Preisindex.


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01.06.2016 um 13:20
Optimist schrieb:Noch gibt es viel zu viel Arbeitskräfteüberschuss.
den gibt es aber nicht, weil keine Arbeit da wäre, sondern weil es schon jetzt nicht wirtschaftlich ist, die vorhandene Arbeit vollumfänglich erledigen zu lassen. Die Nachfrage an arbeit ist geringer als das Angebot, weil das Angebot (zu Recht natürlich) sich nicht nur marktwirtschaftlichen Gegebenheiten beugt.


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01.06.2016 um 13:23
Realo schrieb:Kein höherer Verwaltungsaufwand.
Es kommt halt die Erfassung des jeweiligen Indexes und die Anwendung auf die jeweilige Person hinzu. Es muss gerüft werden, ob X wirklich in München wohnt.
Realo schrieb:Genau diese Ungleichheit muss das BGE natürlich vermeiden
Dann ist es aber nicht mehr bedingungslos. Es ist eben eine Sozialleistung, nur dass sie höher ist als heute.


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