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Das bedingungslose Grundeinkommen

Das bedingungslose Grundeinkommen

01.06.2016 um 13:24
kleinundgrün schrieb:Dann ist es aber nicht mehr bedingungslos. Es ist eben eine Sozialleistung, nur dass sie höher ist als heute.
Ja. Aber nicht nur höher, sondern auch gerechter.


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Das bedingungslose Grundeinkommen

01.06.2016 um 13:25
Realo schrieb:sondern auch gerechter.
Wieso denn gerechter? Eine Berücksichtigung der allgemeinen Lebenshaltungskosten ist sicherlich gerechter - aber das ist eben nur eine Ausgestaltung der Sozialleistungen. Das hat mit einem BGE nichts zu tun.


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Das bedingungslose Grundeinkommen

01.06.2016 um 13:25
@kleinundgrün
Noch gibt es viel zu viel Arbeitskräfteüberschuss.

->
den gibt es aber nicht, weil keine Arbeit da wäre
gut, da hast du recht. Arbeit wäre genug da, aber ist leider nicht bezahlbar.
kleinundgrün schrieb:Die Nachfrage an arbeit ist geringer als das Angebot, weil das Angebot (zu Recht natürlich) sich nicht nur marktwirtschaftlichen Gegebenheiten beugt.
Den Satz verstehe ich nicht, ist das das gleiche wie ich eben jetzt auch zum Ausdruck brachte?

Also wie gesagt, wenn zu wenig bezahlbare Arbeit da ist, würde das nicht durch ein BGE irgendwie anders oder besser werden können?
Man bräuchte ja keinen großen Hinzuverdienst, wenn man sich arbeitsmäßig auspowern wollte, sondern es würde ein kleines Zubrot reichen. so wie es ja jetzt auch schon die Ehrenamtlichen gibt.
Man hat ja seine Grundlage durch das BGE.
Ergo: die Arbeit welche vorhanden ist, wäre bezahlbarer.


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01.06.2016 um 13:29
Optimist schrieb:die Arbeit welche vorhanden ist, wäre bezahlbarer
Die Arbeitskraft ist billiger zu mieten.


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01.06.2016 um 13:32
Tripane schrieb:Ok, ich schlage ja auch in die Kerbe, dass sich infolge des BGE, Arbeit reduzieren würde - und damit aber auch der Volkswohlstand.
Das Ziel eines BGE ist ja nicht nur die Menschen zu versorgen, sondern auch Konsum zu generieren. Ein BGE was nur den Menschen am Leben hält würde der Wirtschaft schaden. Ein Mensch der monatlich 500€ bekommt wird diese 500€ zu fast 100% an den Staat und Wirtschaft weitergeben. Erst bei größeren Summen wird er diese sparen oder anlegen.


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Das bedingungslose Grundeinkommen

01.06.2016 um 13:37
Optimist schrieb:Den Satz verstehe ich nicht
Das Angebot an Arbeitskraft wird z.B. durch Sozialleistungen oder durch Mindestlöhne beschränkt. Wenn ich nicht verhungere, muss ich nicht eine Arbeit erledigen, die nur für 50 Ct. die Stunde wirtschaftlich wäre.
Oder ich kann es mir leisten, Rücksicht auf meine Gesundheit zu nehmen.

Damit wir uns nicht missverstehen, das sind alles richtige und wichtige soziale Errungenschaften. Aber dadurch verbietet sich der Schluss, die bloße Zahl an potentiellen Arbeitskräften der Zahl an Stellen gegenüber zu stellen.
Optimist schrieb:Also wie gesagt, wenn zu wenig bezahlbare Arbeit da ist, würde das nicht durch ein BGE irgendwie anders oder besser werden können?
Nur unter der Prämisse. die derzeitige Lohnstruktur würde gleich bleiben. Aber weniger arbeitswillige Arbeitskräfte werden Auswirkungen auf die Löhne haben. Desweiteren verteilt sich Arbeitskraft nicht homogen. Unattraktive, aber dennoch notwendige Arbeiten müssen ja irgendwie erledigt werden.
Wenn man einen Arbeitnehmer isoliert hinsichtlich seiner beruflichen Situation betrachtet, hast Du recht. der Kellner freut sich sicherlich über 30 EUR plus Zulagen. Aber das Geld muss erwirtschaftet werden und die Folge ist, dass der Kellner zwar 30 EUR verdient, wenn er aber selber essen geht, das Schnitzel dann 22,50 kostet.
Optimist schrieb:Ergo: die Arbeit welche vorhanden ist, wäre bezahlbarer.
Wenn Du jemanden findest, der Deine Arbeit erledigen möchte. Aber genau da liegt das Problem.

Aus meiner Sicht, bewirkt ein BGE nur eine kurzzeitige Steigerung des verfügbaren Einkommens. Dann bewirkt die starke Inflation ein Einpendeln auf einem den jetzigen Verhältnissen entsprechendem Lebensstandard - der einzige Unterschied ist dann, dass man größere Scheine im Geldbeutel hat.


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01.06.2016 um 13:41
@kleinundgrün

versteh schon wie du das alles meinst.

Dennoch glaube ich, dass du in einem Punkt evtl. einen Gedankenfehler machst:
kleinundgrün schrieb:Wenn man einen Arbeitnehmer isoliert hinsichtlich seiner beruflichen Situation betrachtet, hast Du recht. der Kellner freut sich sicherlich über 30 EUR plus Zulagen. Aber das Geld muss erwirtschaftet werden und die Folge ist, dass der Kellner zwar 30 EUR verdient, wenn er aber selber essen geht, das Schnitzel dann 22,50 kostet.
Glaube nicht, dass jeder Kellner (oder ähnliche Berufe) unbedingt 30 Euro oder auch 20 oder so verlangen.
Viele werden auch solch einen Job aus Spaß an der Freude machen, genauso wie es auch Ehrenamtliche - z.B. sogar im Pflegebreich - tun ... für sehr wenig Geld.


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01.06.2016 um 13:48
@taren
taren schrieb:Das Ziel eines BGE ist ja nicht nur die Menschen zu versorgen, sondern auch Konsum zu generieren. Ein BGE was nur den Menschen am Leben hält würde der Wirtschaft schaden. Ein Mensch der monatlich 500€ bekommt wird diese 500€ zu fast 100% an den Staat und Wirtschaft weitergeben. Erst bei größeren Summen wird er diese sparen oder anlegen.
Nochmal: Es mag gerne sein, dass mit BGE der eine oder andere mehr konsumieren möchte.
Das geht aber nur dann, wenn dem ausreichend Angebote gegenüberstehen. Wenn ich davon ausgehe, dass eher das Gegenteil der Fall sein wird (weil mit BGE eher weniger gearbeitet werden wird), dann steigen zwingend die Preise. Und zwar so, dass dies gesamtheitlich nicht mit dem BGE zu kompensieren ist.

Mit dem BGE mag man die innerwirtschaftliche Wohlstandsverteilung beeinflussen können, aber die Summe des Volkswohlstandes hängt nur davon ab, wie viel und wie gut gearbeitet wird. Wenn diese Größe durch das BGE negativ beeinflußt wird, dann gehts bergab. Das befürchte ich. ;)

Melde mich hiermit ab zur Arbeit :D


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01.06.2016 um 13:50
@Tripane
Tripane schrieb:Melde mich hiermit ab zur Arbeit :D
bin überzeugt, es werden sich Viele melden, auch für unliebsame Arbeiten. :)
Es gibt doch jetzt schon zahlreiche Ehrenamtliche ;)


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Das bedingungslose Grundeinkommen

01.06.2016 um 13:52
Glaube nicht, dass jeder Kellner unbedingt 30 Euro verlangt.
Viele werden auch solch einen Job aus Spaß an der Freude machen, genauso wie es auch Ehrenamtliche - z.B. sogar im Pflegebreich - tun ... für sehr wenig Geld.
Natürlich. Deswegen habe ich auf die Begehrtheit verschiedener Stellen verwiesen.
Es wird sicher auch Leute geben, die gerne kellnern. Oder Regale einräumen. Keine Frage.
Nur ist es in meinen Augen wenig plausibel, dass das allzu viele wären. Vor allem, wenn sie sich den vorgegeben Arbeitszeiten beugen müssten und nicht mal zwei Stunden kellnern, weil sie gerade Lust dazu haben.

Ich kann mir gut vorstellen, dass eine Stelle in der Entwicklung bei Porsche nach wie vor heiß begehrt sein wird. Aber ich weiß nicht, ob allzu viele Leute sich zum kellnern aufraffen würden, nur weil sie darin eine Berufung sehen, die die Menschheit oder ihre eigene Entwicklung weiter bringt.

Ich habe beim BGE eher ein anderes Problem. Ich halte es für legitim, wenn die Gesellschaft gesellschaftliches Engagement auch belohnt.
Stand heute haben wir bereits ein BGE. Keiner, wie hartnäckig er sich auch immer gegen Maßnahmen des Jobcenters wehrt, wird verhungern, obdachlos werden oder keine medizinische Versorgung in Anspruch nehmen können. Das ist zugegeben kein luxuriöses Leben, aber es werden Grundbedürfnisse befriedigt.
Und dann gibt es eine Abstufung dahingehend, dass jemand versucht, eine gesellschaftliche Gegenleistung zu erbringen. Dem wird durch ALGII Rechnung getragen. Noch immer nichts, womit man große Sprünge machen kann, aber eine Aufwertung.
Ich lasse auch gerne über die Höhe oder die Gerechtigkeit dieser Zahlungen mit mir reden - aber das hat mit einem BGE dann nichts mehr zu tun.


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01.06.2016 um 13:54
@kleinundgrün
kleinundgrün schrieb:Stand heute haben wir bereits ein BGE.
ein GE, da gehe ich mit :)


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01.06.2016 um 13:54
einnn GE, da gehe ich mit
An welche Bedingung, außer dass man atmet, ist es denn gebunden?

Edit: OK, wenn man nicht deutscher Staatsangehöriger ist, wird man irgendwann abgeschoben.


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01.06.2016 um 13:55
@kleinundgrün
ein GE, da gehe ich mit

-->
An welche Bedingung, außer dass man atmet, ist es denn gebunden?
GE: Zwang zur Arbeitssuche, Bewerbung, Teilnahme an Lehrgängen usw...
BGE: da entfällt das alles


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Das bedingungslose Grundeinkommen

01.06.2016 um 13:56
Optimist schrieb:GE: Zwang zur Arbeitssuche, Bewerbung, Teilnahme an Lehrgängen usw...
Was passiert, wenn Du all das nicht machst?


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01.06.2016 um 13:56
@kleinundgrün
Optimist schrieb:
GE: Zwang zur Arbeitssuche, Bewerbung, Teilnahme an Lehrgängen usw...

-->
Was passiert, wenn Du all das nicht machst?
Sanktionen. Bei BGE gibts keine


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Das bedingungslose Grundeinkommen

01.06.2016 um 13:58
Optimist schrieb:Sanktionen.
Angenommen, Du verweigerst all diese Forderungen:
Bekommst Du trotzdem Leistungen von der Gesellschaft? Und zwar alleine aus dem Grund, dass Du lebst?


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01.06.2016 um 13:59
@kleinundgrün
Sanktionen.

-->
Angenommen, Du verweigerst all diese Forderungen:
Bekommst Du trotzdem Leistungen von der Gesellschaft? Und zwar alleine aus dem Grund, dass Du lebst?
Leistungen ja, aber bedeutend weniger - je nach Schweregrad. Könnte für manchen existenzbedrohend sein.

Bei BGE gibts aber eben keine Abzüge - DARIN sehe ich ja das Bedingungslose


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01.06.2016 um 14:05
Optimist schrieb:Bei BGE gibts aber eben keine Abzüge - DARIN sehe ich ja das Bedingungslose
Aber wir reden hier doch nur von zwei Niveaustufen ein und des selben Prinzips.

Stand heute: Du bekommst bedingungslos Nahrung, Obdach und medizinische Versorgung und vielleicht noch ein paar Dinge.
Stand BGE: Du bekommst mehr als das.

Das Prinzip ist genau das selbe, nur der Umfang an Leistungen unterscheidet sich. Es ist alleine die Frage, wie viel schuldet die Gesellschaft jemandem ohne Gegenleistung.


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01.06.2016 um 14:07
@kleinundgrün
kleinundgrün schrieb:Das Prinzip ist genau das selbe, nur der Umfang an Leistungen unterscheidet sich. Es ist alleine die Frage, wie viel schuldet die Gesellschaft jemandem ohne Gegenleistung.
ja, das Niveau ist zudem auch noch unterschiedlich - aber nur was die Quantität betrifft.
Was die Qualität angeht - die Bedingungslosigkeit - sehe ich einen gravierenden Unterschied.


Wie auch immer. Mir gings nur um den Fakt, dass das GE an Bedingungen geknüpft IST und das BGE eben halt NICHT. :) (man ist keinem Druck ausgesetzt...)


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01.06.2016 um 14:17
Wieviel kann das Amt maximal kürzen?


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