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Das bedingungslose Grundeinkommen

Das bedingungslose Grundeinkommen

05.03.2019 um 01:56
@ichweis
was dichtest du dir da zusammen? Warum schafft ihr es bei soviel ungebremster Fantasie nicht, ein Konzept zu entwickeln, bei dem ihr, die BGE Fans, ohne Staat und BGE Gegner zurecht kommen? Ihr könntet sofort anfangen und müßtet euch nicht mit Kritikern rumplagen.


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Das bedingungslose Grundeinkommen

09.03.2019 um 18:54
Wer kennt die Neuigkeiten noch nicht?

https://www.berliner-zeitung.de/politik/buergergeld-italien-will-grundeinkommen-einfuehren----aehnlichkeiten-zu-hartz-iv...


Wer sagt denn, das das besser ist, als das BGE und H4
Einfach so erhält man das Staatsgeld allerdings nicht. Man muss dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, man muss aktiv und nachweislich nach Arbeit suchen, man muss auf Anweisung gemeinnützige Arbeiten ausführen, sich weiterbilden, und wer drei Jobangebote ablehnt, der verliert seinen Anspruch.


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Das bedingungslose Grundeinkommen

09.03.2019 um 18:59
. Einfach so erhält man das Staatsgeld allerdings nicht. Man muss dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, man muss aktiv und nachweislich nach Arbeit suchen, man muss auf Anweisung gemeinnützige Arbeiten ausführen, sich weiterbilden, und wer drei Jobangebote ablehnt, der verliert seinen Anspruch.

Also werden wir in den nächsten Jahren, keine Italiener mehr erleben, die ihrer Muße nachgehen können, weil der Staat einen Arbeitszwang auf sie ausübt?
Ohne Zwang könnten die Italiener doch mehr malen, singen, zeichnen.

Aber es ist schon spannend zu sehen, dass in 2019 andere Länder eine "Hartz Reform" befürworten und umsetzen wollen.


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09.03.2019 um 19:01
@capspauldin

Ja. Vor allen Dingen ist die italienische Reform auf zwei Jahre gedeckelt. Da kommt man ins Grübeln.


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Malapascua
ehemaliges Mitglied

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09.03.2019 um 19:03
Das was Italien da eingeführt hat ist wesentlich härter als Hartz IV und hat absolut gar nix mit einem Grundeinkommen zu tun.

Sehr gut sind aber folgende Ansätze:

- Betrüger gehen 6 Jahre in den Knast
- um etwas zu bekommen muss man 10 Jahre in Italien gelebt haben
- wer den dritten Job ablehnt bekommt gar nix mehr
- zeitlich wird dieses „Grundeinkommen“ ein paar Jahre befristet, wenn das in Summe erreicht ist gibt es gar nix mehr
- man kann von dem Geld nicht kaufen was man will. Glücksspiel, Alk usw geht mit der Karte nicht

Alles recht vorbildlich und richtig. Was noch fehlt ist allerdings ein Mechanisis der verhindert das Frauen in der Sozialhilfe laufend Kinder bekommen wie in Deutschland. Ganze Generationen auf Hartz IV wie in D sind allerdings wegen der zeitlichen Befristung nicht möglich.


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09.03.2019 um 19:06
Malapascua schrieb:- Betrüger gehen 6 Jahre in den Knast
Malapascua schrieb:- wer den dritten Job ablehnt bekommt gar nix mehr
Malapascua schrieb:- man kann von dem Geld nicht kaufen was man will. Glücksspiel, Alk usw geht mit der Karte nicht
Das kommt wahrscheinlich auch hierher. Man muss nur die Zeit abwarten.


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09.03.2019 um 19:06
Malapascua schrieb:Sehr gut sind aber folgende Ansätze:
Da kann man wohl geteilter Meinung sein. :troll:


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09.03.2019 um 19:06
Zählt denn die Würde der Italiener nicht mehr, oder ist es den Italiener egal? Oder stimmt das Klischee des arbeitsscheuen Italieners gar nicht und ihm ist bewusst, dass er zu arbeiten hat.


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Malapascua
ehemaliges Mitglied

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09.03.2019 um 19:10
Bauli schrieb:Das kommt wahrscheinlich auch hierher. Man muss nur die Zeit abwarten.
Wäre eine gute Sache. Die Weltverbesserer drücken aber in eine andere Richtung. Kaum verständlich wenn man sich das Klientel mal anschaut.


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09.03.2019 um 19:20
Malapascua schrieb:Kaum verständlich wenn man sich das Klientel mal anschaut.
Welche meinst Du, drückt in die andere Richtung? Unbestritten ist, das das alles nicht zu finanzieren ist, was gesagt wurde. Im Übrigen, der Linksruck der SPD ist verzweifelter Natur, denn auch das Bundesarbeits- und Sozialministerium ist seit 1998 mit wenigen Unterbrechungen 17 Jahre in der Hand der SPD, Familienministerium in den letzten 20 Jahren davon 13 Jahre in der Hand der SPD.
Die haben nichts getan. Keine Bange. Die werden auch nichts tun. Eher bekommen wir neue Steuern und ein Hartz 5 System.


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10.03.2019 um 07:18
@Bauli
Da fällt mir gerade auf - wenn wir 100% Steuern und Abgaben hätten, würden wir nicht mehr über die Höhe streiten.
Und dann BGE halt...und wenn keiner mehr arbeitet 100% auf BGE.


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10.03.2019 um 09:56
@corky

Ich denke, das das mit exorbitanten Steuererhöhungen einhergeht, möglicherweise auch in Italien. Das aber die Linksextremisten auch für harte Sanktionen sind, wie jetzt beim ital. Bürgergeld, sich vor den Wahlen aber immer sehr solidarisch geben und sehr bürgernah, konnten wir schon in Griechenland beobachten.


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10.03.2019 um 13:02
Nachtrag, ansonsten macht dder letzte Beitrag keinen Sinn:

Unter Hinzuziehung eines erhöhten Flüchtlinggeldes, wie Hubertus Heil es in Erwägung zieht.


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25.03.2019 um 13:25
Die Idee

Das BGE ist zukünftig Alternativlos notwendig.

Die Angst vor Neuem und vor Veränderung ist im Menschen tief verwurzelt. Meistens manifestiert sich das in drei Argumenten „Das haben wir schon immer so gemacht!“, „Das haben wir noch nie gemacht!“, „Da könnte ja jeder kommen!“ Ich möchte an ein Beispiel erinnern, das ebenfalls als utopisch zu teuer und nicht realisierbar kritisiert wurde, Die Eisenbahn

Die Karren mit Waren wurden von Pferden gezogen, diese Karren konnten jeden noch so abgelegenen Bauernhof erreichen und seine Waren zum Konsumenten karren. Nun hatten einige die Idee der Eisenbahn. Diese wurde von vielen als völlig utopisch belächelt als Idee von Phantasten nicht ernst genommen. Das Schienennetz für einen Eisenbahn sei unbezahlbar, man könne doch nicht an jeden noch so abgelegenen Bauernhof, einen Gleisanschluss verlegen. Zudem sei die Eisenbahn viel zu gefährlich und zu laut, eine Dampflok könne leicht explodieren. Die Wirtschaftsflächen und Dörfer würden durch Schienen zerschnitten. Der Schmutz und der Gestank der Züge sei unerträglich und wie sich diese „hohen“ Geschwindigkeiten auf den Menschen auswirken sei auch noch nicht geklärt......

Na ja, die Eisenbahn kam trotz allen Unkenrufen, das Schienennetz wurde großflächig bis in kleinste Orte ausgebaut und konnte finanziert werden. Manche Dampflok explodierte die meisten nicht heute gibt es leise Elektro- und Dieselloks. Die Eisenbahn entwickelte sich zum Wirtschaftsfaktor und Transportmittel der Verkehrsinfrastruktur. Ja die Karren die von Pferden gezogen wurden sind verschwunden. Aber jeder noch so abgelegenen Bauernhof ist an die Verkehrsinfrastruktur angebunden. Was sich die Menschen Mitte des 19 Jahrhunderts nicht vorstellen konnten und als Phantasie belächelten, ist schon lange „normale“ Realität geworden.

Zurück zum BGE, die Finanzierbarkeit steht mittlerweile außer Frage, nicht nur der Ökonom Thomas Straubhaar sondern viele andere haben das in verschiedenen Modellen durchgerechnet.

Die Einwanderung von außen in das Sozialsystem (BGE) kann durch eine simple Stichtagsregelung und einer anschließenden befristeten gesetzlichen Regelung reguliert werden.

An eine Demotivierung der arbeitenden Menschen glaube ich nicht, weil jeder der arbeitet mehr hat als, wenn er nicht arbeitet. Arbeit ist sozialer Anknüpfungspunkt und Identifikationspunkt für viele und in vielen Tätigkeiten ist Arbeit sinnstiftend.

Ja es gibt auch bei Einführung eines (BGE) eine gesellschaftliche Gruppe die Umdenken muss, die Arbeitgeber, die Bewerberauswahl durch den Arbeitgeber kehrt sich um zur Arbeitgeberauswahl durch die Arbeitnehmer. Und darin liegt die Angst vieler vor allem bei Arbeitgeber von Kleinbetrieben und Kleinstbetrieben, sie fürchten das sie mit BGE keine (billigen) Mitarbeiter für ihr Unternehmen gewinnen können. Die Zeit der kostenlosen Praktika und Lohnsubventionen (Teilzeitbeschäftigte Hartz IV Aufstocker) durch den Steuerzahler ist dann vorbei.

PRO

- Aufgrund der Industrie 4.0 und der Fortentwicklung der Robotik ist ein BGE zukünftig alternativlos.
- Ein BGE ist finanzierbar (Modellrechnung verlinkt) ein Absinken der Löhne ist nicht zu erwarten. Ebenfalls werden weiterhin viele Menschen für sinnstiftender Arbeit verfügbar sein.
- Durch den Wegfall der Lohnnebenkosten wir der Standort DEU zum Magnet für die Ansiedlung von Wirtschaftsunternehmen
- Durch eine Stichtagsregelung wird die Finanzierbarkeit des BGE sichergestellt. Für neu ankommende Asylbewerber bleibt die Grundsicherung als Asylleistung erhalten, für die Personen-Freizügigkeit innerhalb des EU Binnenmarkt bleiben die vorhandenen Regelungen bestehen.
- Die Freizügigkeit innerhalb der EU bleibt unangetastet unter Beachtung der bereits gültigen Regeln erhalten,
- Ein kompletter Umbau des Steuersystems in DEU ist nicht erforderlich, eine zielgerichtete Justierung des Steuersystems in DEU im Bezug auf das BGE ist innerhalb der EU-Verträge möglich.
- zusätzliche Zollschranken sind für ein BGE nicht erforderlich
- Durch den Standortvorteil der wegfallenden Lohnnebenkosten in DEU ist eine Ausweitung des BGE Modells auf den Euroraum zu erwarten.

Contra

- Wir kein BGE weil wir Nachteile für uns befürchten.
- Wenn jeder an sich selbst denkt ist auch an alle gedacht.

Natürlich werden vor allem zu Beginn eines BGE Modell - Probleme entstehen die nicht vorhersehbar sind. Allerdings wurde auch das SGB II/Hartz IV in 15 Jahren fortlaufend verändert und fortentwickelt. Auch ein BGE Modell unterliegt der fortlaufenden Kontrolle und Beobachtung dieses durch Anpassung und Justierung anzupassen ist.

1000 Euro im Monat für jeden - Wer bezahlt das Grundeinkommen? Ökonom Thomas Straubhaar rechnet es vor ... Straubhaar rechnet auch vor, wie sich das Grundeinkommen auf das heutige Gehalt auswirken würde.

Das Grundeinkommen ist nichts anderes als eine Steuerreform


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25.03.2019 um 13:34
Sybilla schrieb:Zurück zum BGE, die Finanzierbarkeit steht mittlerweile außer Frage, nicht nur der Ökonom Thomas Straubhaar sondern viele andere haben das in verschiedenen Modellen durchgerechnet.
Na dann erläuter mal die Finanzierung. Das kommt hier immer zu Kurz.

Wir reden bei bescheidenen Dingen von 600 Mrd Euro Pro Jahr.
Sybilla schrieb:- Durch den Wegfall der Lohnnebenkosten wir der Standort DEU zum Magnet für die Ansiedlung von Wirtschaftsunternehmen
Welche Lohnenbenkosten fallen denn weg? Und wie hoch ist das BGE damit es die anderen Hauptsolidarsysteme ersetzen kann.
Sybilla schrieb:Durch eine Stichtagsregelung wird die Finanzierbarkeit des BGE sichergestellt. Für neu ankommende Asylbewerber bleibt die Grundsicherung als Asylleistung erhalten, für die Personen-Freizügigkeit innerhalb des EU Binnenmarkt bleiben die vorhandenen Regelungen bestehen.
- Die Freizügigkeit innerhalb der EU bleibt unangetastet unter Beachtung der bereits gültigen Regeln erhalten,
- Ein kompletter Umbau des Steuersystems in DEU ist nicht erforderlich, eine zielgerichtete Justierung des Steuersystems in DEU im Bezug auf das BGE ist innerhalb der EU-Verträge möglich.
Viele Buzzword wenig Konkretes. ABer auch hier können wir das gerne Vertiefen.


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25.03.2019 um 13:41
Sybilla schrieb:Contra

- Wir kein BGE weil wir Nachteile für uns befürchten.
- Wenn jeder an sich selbst denkt ist auch an alle gedacht.

Natürlich werden vor allem zu Beginn eines BGE Modell - Probleme entstehen die nicht vorhersehbar sind. Allerdings wurde auch das SGB II/Hartz IV in 15 Jahren fortlaufend verändert und fortentwickelt. Auch ein BGE Modell unterliegt der fortlaufenden Kontrolle und Beobachtung dieses durch Anpassung und Justierung anzupassen ist.
Wenn die Contras so zusammengefasst werden, weiss man, wie die Pros ausgearbeitet wurden.


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25.03.2019 um 13:45
@Sybilla
Tja, dagegegen...für einen 1000er mehr zahle ich keine 20fachen Abgaben.
Und es werden interessanten Klagen kommen: steht das dann der ganzen Welt zu? Man darf ja niemanden aufgrund seiner Herkunft benachteiligen. Die Zeit in der DE pleite ist, wird man in Sekunden angeben.


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25.03.2019 um 13:54
Sybilla schrieb:- Ein BGE ist finanzierbar (Modellrechnung verlinkt)
Ich denke, diese Modellrechnung solltest du hier aufführen, statt nur zu verlinken.


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25.03.2019 um 14:04
Ein BGE ist absolut nicht finanzierbar.

Es wird ja immer damit argumentiert, man würde die MwST dann einfach auf 50 oder 60% anheben. Tolle Idee und es wird auch einen halben tag lang funktionieren.

So lange werden die Menschen nämlich brauchen, um alles, das über einen einzelnen Magermilchjoghurt hinausgeht, im Ausland zu kaufen.

Daher werden dann die Einnahmen der MwSt trotz der Erhöhung drastisch sinken, weil nicht nur die 50% nicht eingenommen werden, sondern auch die 19% nicht mehr.

Oder wollen wir dann Zölle innerhalb der EU erheben, was ja nur ginge, wenn man aus der EU austritt und Deutschland als Wirtschaftsstandort etwa so attraktiv wäre, wie gegenwärtig Venezuela.

Na gut, wir spielen die Zölle mal durch. Die lassen sich natürlich nur eintreiben, wenn man Grenzkontrollen und aufwändige Grenzanlagen installiert, schließlich könnte man bei beibehaltener Freizügigkeit die Zölle leicht umgehen.

Ergebnis ist ein Korrelat der DDR: wirtschaftlich marode, viel zu geringe Staatseinnahmen, politisch weitgehend isoliert, dafür mit einem fiesen antiBGEfeindlichen Schutzwall umgeben.
Dann würden 1000€ mangels Finanzierbarkeit gegen Lebensmittelmarken ausgetauscht und wir hätten lange Schlangen an den Metzgereien, in denen nichts ausliegt. Geiler Plan.


Und damit ist ja noch nicht erklärt, wozu der Scheiss gut sein soll. Seit wann tut es Menschen gut, wenn sie einfach so in den Tag hineinleben können und keinen Anreiz haben, irgendetwas zu tun, was auch nur irgendwie anstrengend sein könnte?

Im real exisiterenden Sozialismus hat man sich ja wenigstens die Mühe gemacht, Produktivität vorzutäuschen.


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25.03.2019 um 14:10
sacredheart schrieb:Ein BGE ist absolut nicht finanzierbar.

Es wird ja immer damit argumentiert, man würde die MwST dann einfach auf 50 oder 60% anheben. Tolle Idee und es wird auch einen halben tag lang funktionieren.
Nein das mit der MwST stimmt so nicht. Es wird eine allgemeine und alles umfassende Wertschöpfungssteuer geben die auch auf Dividenden und Aktiengewinne fällig wird.
Taln.Reich schrieb:Ich denke, diese Modellrechnung solltest du hier aufführen, statt nur zu verlinken.
Staat kann Grundeinkommen finanzieren vorletzter Absatz im verlinkten Artikel


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