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Grüne für einen normalen Menschen noch wählbar?

3.148 Beiträge, Schlüsselwörter: Deutschland, Grüne

Grüne für einen normalen Menschen noch wählbar?

08.05.2018 um 23:01
kingari schrieb:Ja, aber dann sollte man sich auch nicht als Energieexpertin verkaufen
Hat sie das denn? Sie hat drüber geredet, machen wir ja auch. Verkaufen wir uns jetz auch als Energie Experten? Ich hatte zumindest nich die Absicht.

mfg
kuno


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08.05.2018 um 23:01
kuno7 schrieb:Nein, es is ungefähr so, als wenn ich dir ne Zigarette gebe, weil du grad keine hast und du mir am nächsten Tag eine zurück gibst. Da wurde dann auch keine Zigarette zwischengespeichert.
Der Vergleich ist unpassend. Wenn ich die von dir erhaltene Zigarette nämlich nicht sofort(!) verbrauche, "speichere" ist sie. Rauche ich sie aber direkt aus deinen Händen, ohne sie auch nur auf den Tisch zu legen, entspricht das nicht der Sachlage in der Energieversorgung, weil da die Energie auch nicht auf unmittelbaren Abruf eines Verbrauchers in Echtzeit erzeugt wird.


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kingari
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Grüne für einen normalen Menschen noch wählbar?

08.05.2018 um 23:05
@kuno7

Hat sie das, hat sie das nicht...
Grünen-Energieexpertin fordert
https://www.zeit.de/news/2017-10/25/deutschland-gruenen-energieexpertin-fordert-schrittweisen-kohleausstieg-von-jamaika-...
Sollte Baerbock dieses Duell gewinnen - was angesichts des besseren innerparteilichen Standings der Energieexpertin wahrscheinlich ist
https://rp-online.de/politik/die-gruene-qual-der-wahl_aid-18877179
Annalena Baerbock, die sich als Energieexpertin während der Jamaika-Sondierungen viel Renommee erworben hat
http://www.deutschlandfunk.de/die-gruenen-nach-dem-jamaika-aus-optimismus-statt-rueckzug.1773.de.html?dram:article_id=40...


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08.05.2018 um 23:06
Tripane schrieb:Wenn ich die von dir erhaltene Zigarette nämlich nicht sofort(!) verbrauche, "speichere" ist sie.
In meinem Beispiel rauchste sie aber gleich.
Tripane schrieb:Rauche ich sie aber direkt aus deinen Händen, ohne sie auch nur auf den Tisch zu legen, entspricht das nicht der Sachlage in der Energieversorgung, weil da die Energie auch nicht auf unmittelbaren Abruf eines Verbrauchers in Echtzeit erzeugt wird.
Doch, die Energie wird direkt nach "Erzeugung" verbraucht, die braucht nich abgerufen zu werden. Entnommen wird dann die Energie, die ein anderer bereitstellt, weil meine Anlage grad nich liefern kann. Es wird quasi zeitlich verzögert getauscht, wie bei den Zigaretten.

mfg
kuno


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08.05.2018 um 23:09
kingari schrieb:Hat sie das, hat sie das nicht...
Na zumindest in deinen Zitaten hat sie das nich, ne. Sie wurde da von anderen als Energie Expertin bezeichnet. Ob berechtigt oder nich, weiß ich nich, ich kenn die Dame ja garnich.

mfg
kuno


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08.05.2018 um 23:18
kuno7 schrieb:Doch, die Energie wird direkt nach "Erzeugung" verbraucht, die braucht nich abgerufen zu werden. Entnommen wird dann die Energie, die ein anderer bereitstellt, weil meine Anlage grad nich liefern kann. Es wird quasi zeitlich verzögert getauscht, wie bei den Zigaretten.
Zigaretten sind quantitativ exakt und real abzählbar. Mit Elektronen geht das nicht. Ausserdem hast du bei den Zigaretten kein Echtzeitproblem. Bei der Energieversorgung ist es dagegen genau der springende Punkt: Zu viel Energie ist derzeit nicht in gewünschter Weise speicherbar (Lösung nicht unmittelbar in Sicht), zu wenig Energie heißt Stromausfall und bedeutet schnell den Supergau - für eine Industrienation sowieso.


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08.05.2018 um 23:20
Da meine Vorschreiber die anderen Mißstände schon zu Recht angeprangert haben, beschränke ich mich auf die ominöse Studie.
kuno7 schrieb:Na da verlink ich mal wieder die mittlerweile 6 Jahre alte Fraunhofer Studie zum Thema...
Die Studie ist mir bekannt. Nur mal vorab: Das ISE Freiburg gilt als nicht autark in Fragen der Energiewirtschaft, sondern arbeitet stark auftragsbezogen und ist weitgehend abhängig von der Industrie. Außerdem haben sie sich einen Namen gemacht mit Photovoltaik und nicht mit Windkraftanlagen. Palzer als Co-Autor ist Sprachrohr von Henning, d. h. direkt abhängig von ihm. Palzer war übrigens für die EnBW Gas GmbH (!!!) im strategischen Anlagenmanagement tätig. So, und unter diesen Voraussetzungen kann wohl kaum von einer seriösen, unabhängigen und objektiven Studie gesprochen werden, wie wenn eine solche zB vom MPI oder Battelle gefertigt wäre. Auch wenn Fraunhofer draufsteht, ist das noch lange kein Freibrief für eine unabhängige, objektive Beratungsleistung, leider ist dies heute so, das war einmal anders.

Dennoch möchte ich kurz darauf eingehen. Das ISE/Henning/Palzer gehen in dieser Studie bis zum Jahr 2050 von einer Halbierung des Energiebedarfs aus, eine Hypothese, die derzeit keinerlei Grundlage hat. Ferner fixiert die Studie eine weitere, falsche These: Sie geht von einer 50:50 Aufteilung On/Offshore aus, die ebenfalls reine Theorie ist und dazu noch entgegen dem derzeitigen Trend. Eine sehr wichtige Feststellung, dazu wmgl. später mehr.
kuno7 schrieb:Dafür benötigt man (schnell) regelbare Kraftwerke, sogenannte Residualleistung, die im Netz bereitgestellt werden müssen.
Denken Henning/Palzer und Du dabei etwa an Power-to-Gas? Wenn dem so ist, was ich vermute, bist Du aber gehörig auf dem Holzweg. Bei Speicherung einer TWh über Wasserstoff mit dem Energieinhalt von 3 kWh/m³ errechnet sich ein äquivalenter Speicherbedarf von 333 Millionen m³. Bei einem Speicherbedarf von 50TWh erhöht sich das Speichervolumen unter Berücksichtigung des Wirkungsgrades von 70% bei der Elektrolyse auf ~ 23 Milliarden m³ und überschreitet somit die Kapazität des vorhandenen Erdgasnetzes (hat ~ 20 Milliarden m³). Desweiteren, eine saldierte Effizienz von gerade mal 30% durch irrsinnige Wandlungsverluste, toll.

Nur mal so eben mit dem Küchendreisatz überschlägig gerechnet, Dir ist ja hoffentlich auch bekannt, dass die Wasserstoffkonzentration im Erdgasnetz 5% nicht übersteigen darf?
Na, das macht ja richtig Sinn....

Noch was: Ist Dir zB bewußt, dass die Tschechen und andere wegen dem instabilen Zappelstrom (50Hz Problematik!) aus Deutschland inzwischen Phasenschieber (wegen cos phi) installiert haben, wohlverstanden von uns (= den Stromkunden) bezahlt? Und wir Stromkunden bezahlen auch noch dafür, dass die uns gnädig den Strom abnehmen....?

Ich könnte noch weiter machen, doch das soll fürs erste mal genügen.


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09.05.2018 um 00:00
Ogella schrieb:Allerdings entblödete dieser sich nicht, noch am selben Abend auf die Frage nach seiner Zukunft zu verkünden, dass er sich nun um nichts als seinen Ruhestand kümmern wird. Salomon ist gerade mal 57 Jahre alt.
damit zeigt ein Grüner mehr, wie weit weg er von der Lebensrealität der Menschen im Land ist.
Arbeitnehmer dürfen nicht mit 57 in Rente gehen
kuno7 schrieb:solltest du deine persönliche Meinung nich unbedingt als Fakt darstellen.
das würde ich dir auch empfehlen:
kuno7 schrieb:Das is schlicht Unsinn! Auch der "normale" Bürger kann mit 57 in Rente gehen
genau, das ist schlicht Unsinn.
Wer vor 1947 geboren ist, kann die Rente mit 65 Jahren beziehen.
Weder ist SAlomon 65 noch vor 1947geboren.
Für die Jahrgänge zwischen 1947 und 1963 wird das Renteneintrittsalter schrittweise angehoben*. Wer 1964 oder später geboren ist, kann erst mit 67 in Rente gehen.
*für diese Altersgruppe /Salomon ist JG 1960 liegt die Regelaltersgrenze derzeit bei 65 Jahren und 7 Monaten (sie steigt jährlich an!).
wer vorzeitig und mit Abschlägen in Rente gehen will, muss mindestens 35 Versicherungsjahren auf dem Rentenkonto haben. Dafür muss man aber lebenslange Abschläge in Kauf nehmen (10,8% bei maximaler Rentenkürzung)
kuno7 schrieb:Das Niveau auf dem der Bürger kritisiert is dann aber doch erschreckend niedrig,
passt zum Rententhema


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09.05.2018 um 01:06
kuno7 schrieb: kingari schrieb:
Ja, aber dann sollte man sich auch nicht als Energieexpertin verkaufen

Hat sie das denn? Sie hat drüber geredet, machen wir ja auch
Antwort:
In ihrer ersten Legislatur im Bundestag (2013–2017) war Baerbock klimapolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft und Energie und des Ausschusses für die Angelegenheiten der Europäischen Union sowie stellvertretendes Mitglied im Umweltausschuss.
Wikipedia: Annalena_Baerbock

man muss als klimapolitische Sprecherin und Mitglied im Wirtschafts- und Energieausschuss natürlich kein Fachmann resp. Fachfrau sein.
besser ist es aber


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09.05.2018 um 02:08
kuno7 schrieb:Ab wann darf man denn deines Wissens nach mit Abschlägen in die Rente eintreten?
Mit 63+. Kommt jedoch ganz darauf an wann man geboren wurde, je später geboren um so höher das frühstmögliche Renteneintrittsalter. Wird hier ganz gut beschrieben:
https://www.financescout24.de/wissen/ratgeber/rente-mit-63

@Tripane
kuno7 schrieb:Doch, die Energie wird direkt nach "Erzeugung" verbraucht, die braucht nich abgerufen zu werden. Entnommen wird dann die Energie, die ein anderer bereitstellt, weil meine Anlage grad nich liefern kann. Es wird quasi zeitlich verzögert getauscht, wie bei den Zigaretten.
Genau so wie von @kuno7 beschrieben läuft das mit dem Stromnetz ab (ohne ins Detail zu gehen und ohne wissenschaftlichen Anspruch, aber hier geht es ja um die Grünen und nicht um eine wissenschaftliche Abhandlung über Stromnetze), lediglich der vergleich mit den Zigaretten war wohl ein wenig unglücklich gewählt. Im übrigen wird Strom der ins Netz eingespeist und gerade nicht gebraucht wird zunehmend auch gespeichert. In Stromspeichern der verschiedesten Arten. Es werden immer mehr Stromspeicher in Betrieb genommen. Hier ein ganz interessanter Artikel zu ndiesem Thema: https://www.next-kraftwerke.de/neues/stromspeicher-stromnetz


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09.05.2018 um 07:05
@itsnat

In Deinem link werden die bekannten Lithium-Ionen Speicherbatterien thematisiert, die eine völlig untaugliche Form der Massenspeicherung darstellen und somit nicht vor einem totalen Stromausfall schützen können, ein solcher wäre nämlich verheerend:

https://www.fokusenergie.net/share/veranstaltungen/Generator_20151207/151207_Riehm_Blackout_fokus-energie.pdf

Die spezifischen Kosten für diese Batterien liegen bei 1000 €/kWh. Um einen durchschnittlichen Strombedarf von 15 Stunden (bei einer kurzen Dunkelflaute) in unserem Land zu decken, müsste ~ 1 Terrawattstunde abgespeichert werden, was wiederum Kosten von rund einer Billion € bedeuten würde.

Leider hatten wir aber schon längere Dunkelflauten als gerade mal 15 Stunden, es waren auch schon 10 Tage im Winter. Da würden dann 16TWh mit Kosten von 16 Billionen € benötigt. Selbst bei Effizienzgewinnen um 500% in der Batterietechnik wären dafür nicht realisierbare Billionenbeträge notwendig. Ausserdem liegt die Haltbarkeit dieser Batteriesysteme bei 10 Jahren, diese Summen wären folglich alle 10 Jahre erneut aufzubringen. Kannst Du schlüssig erklären, wie solche Größenordnungen jemals bewältigt werden sollen?

Die weltweite Jahresproduktion solcher Akkus lag im Jahre 2013 bei 35GWh, die müsste man also um den Faktor 450 steigern, nur um Deutschland im Falle einer Dunkelflaute von 10 Tagen abzudecken.

Außerdem ist die Verfügbarkeit der Rohstoffe (Lithium und Kobalt) limitiert, desweiteren werden durch den rasanten Abbau Krisenländer (Kongo) mit ungeahnten Folgen benachteiligt, was in diesem Falle die Grünen entgegen ihrer sonstigen Beteuerungen plötzlich gar nicht mehr interessieren zu scheint. Nebenbei wieder ein Beweis für deren Heuchelei.

https://www.welt.de/wirtschaft/article169621504/Dieses-Metall-wird-zum-Problemkind-der-Elektromobilitaet.html


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09.05.2018 um 08:17
Ogella schrieb:Außerdem ist die Verfügbarkeit der Rohstoffe (Lithium und Kobalt) limitiert, desweiteren werden durch den rasanten Abbau Krisenländer (Kongo) mit ungeahnten Folgen benachteiligt
was wollen die Grünen?
noch mehr Wind-Wasser-Sonne-Mond-Raps-Mais-Gänseblümchen-Stroh-Gezeiten-was-weiß-ich- Strom, um damit die gesamte Fahrzeug"flotte" Deutschlands auf Stromantrieb umzustellen.

Wurde bestimmt schon durchgerechnet und die Ökobilanz ist scherlich gaaaanz toll, weil der Strom nicht mehr aus der Kohleverstromung oder von AKW's, sondern aus der Steckdose kommt. Diese Steckdosen gibts bestimmt auch bald im beliebten Sonnenblumendesign mit der Aufschrift: Zukunft wird aus Mut gemacht


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09.05.2018 um 14:12
Der Abwärtstrend bei den Grünen setzt sich offenbar fort. Bei einer Forsa (Güllner) -Umfrage (sic!) schlaffen sie um 2 Prozentpunkte ab, eine höchst erfreuliche Entwicklung:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article176127120/Umfrage-Gruene-verlieren-AfD-in-der-Opposition-mit-hoechster-Po...

Mit dem Zutrauen der eigenen Anhänger zu ihrer Partei scheint es bei den Grünen auch nicht weit her zu sein:

"Dass ihre Partei mit den Problemen in Deutschland am besten fertig wird, glauben von den Anhängern der CDU/CSU 66 Prozent, von denen der AfD 57 Prozent. Danach folgen mit deutlichem Abstand die Werte der SPD (32 Prozent), Grüne (30 Prozent), FDP (27 Prozent) und Linke (24 Prozent). „Der relativ hohe Kompetenzwert der AfD kommt dadurch zustande, dass vor allem die eigenen Anhänger Vertrauen zu ‚ihrer‘ Partei haben. Das ist bei der SPD und den übrigen Oppositionsparteien nicht der Fall“, so Güllner."


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09.05.2018 um 21:32
Hallo @alle !


Ich wollte mal eine Anregung von S.87 aufgreifen.

Die Partei die Grünen wurden nun mal nicht von Umweltschützern aufgebaut und zur Regierungsfähigkeit geführt, sondern von gescheiterten APO-Revolutzern, die die Zeichen der Zeit erkannt hatten und sich "grün lackiert" haben. Da gibt es Keinen, der mich als ÖKO-Anhänger wirklich überzeugt und die Ergebnisse der Energiewende sind nun mal eben mangelhaft.

Die Gruppe der alten APO Aktivisten bei den Grünen, die mir im übrigen als besonders verbohrt und dogmatisch vernagelt aufgefallen sind, geht so langsam in den Politikerruhestand oder haben ein Lobbyistenposten. Personen, wie H. Hofreitner haben nicht mehr dieses geradezu "psychopatische" Streben zur Macht, das einen Trittin oder Fischer auszeichnet.

Totgesagte leben länger, sagt der Volksmund. Die Grünen haben aus gleich zwei Richtungen Probleme bekommen, die für sie bedrohlich werden könnten. Die Gründergeneration samt ihrer Wähler tritt ab und die "nachwachsenden" Wähler sind nicht mehr mit ÖKO-Visionen abzuspeisen, die wollen Ergebnisse sehen. Lösungen mit Hand und Fuß, sagt dazu der Volksmund. Mal sehen ob die Grünen die Herausforderung bewältigt bekommen.


Gruß, Gildonus


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09.05.2018 um 22:43
Ogella schrieb:beschränke ich mich auf die ominöse Studie.
Warum "ominös", wenn ich fragen darf?
Ogella schrieb:Das ISE Freiburg gilt als nicht autark in Fragen der Energiewirtschaft, sondern arbeitet stark auftragsbezogen und ist weitgehend abhängig von der Industrie.
Das kann ich jetz ehrlich gesagt nich beurteilen, spielt aber für die Inhaltliche Betrachtung nich wirklich eine Rolle. Sollte es sich gar um eine "Gefälligkeitsstudie" handeln, umso leichter sollte es dir ja fallen, ungereimtheiten ans Licht zu bringen.
Ogella schrieb:Das ISE/Henning/Palzer gehen in dieser Studie bis zum Jahr 2050 von einer Halbierung des Energiebedarfs aus, eine Hypothese, die derzeit keinerlei Grundlage hat.
Das stimmt übrigens nich! Richtig is, das verschiedene Szenarien durchgespielt werden, allerdings nich mit Halbierung des Energiebedarfs sondern mit Reduktionen des Heizenergiebedarfs um 35, 50 und 60%.
Ogella schrieb:eine Hypothese, die derzeit keinerlei Grundlage hat.
Wenn man vom Heizenergiebedarf ausgeht, gibt es diese Grundlage durchaus:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/232600/umfrage/beheizungsstruktur-der-haushalte-in-deutschland/

Laut Statista wird eine Senkung des Heizenergiebedarfs von 2010 bis 2040 um etwa 25% erwartet. 35% bis 2050 scheinen mir daher durchaus nich ohne Grundlage.
Ogella schrieb:Sie geht von einer 50:50 Aufteilung On/Offshore aus, die ebenfalls reine Theorie ist und dazu noch entgegen dem derzeitigen Trend.
Klar is das reine "Theorie". Der Sinn der Simulation war, verschiedener Szenarien durchzurechnen und dann die effektivsten rauszusuchen. Die Studie stellt kein "so wird die Energieversorgung in 2050 aussehen" Szenario dar, sondern es handelt sich um Vorschläge, wie man am effektivsten ein 100% Erneuerbare Energien System umsetzen kann. Ein Vorschlag eben.
Wie viel die Politik letztlich davon umsetzen kann und will, is eine völlig andere Geschichte.
Ogella schrieb:Denken Henning/Palzer und Du dabei etwa an Power-to-Gas?
Die Frage sollte überflüssig sein, wenn du die Studie gelesen hast, aber gut, die Antwort lautet: Ja, unter anderem auch Power2Gas.
Ogella schrieb:Bei Speicherung einer TWh über Wasserstoff mit dem Energieinhalt von 3 kWh/m³ errechnet sich ein äquivalenter Speicherbedarf von 333 Millionen m³
Wieso Wasserstoff? In der Studie wird immer mit Methan gerechnet und da reden wir von ca. 10 kWh/m³ und somit 100 Millionen m³ pro TWh.
Ogella schrieb:Bei einem Speicherbedarf von 50TWh erhöht sich das Speichervolumen unter Berücksichtigung des Wirkungsgrades von 70% bei der Elektrolyse auf ~ 23 Milliarden m³
Der Speicherbedarf liegt beim derzeit realistischsten Szenario (Heizenergiebedarf gesenkt um 35%) laut Simulation bei 86TWh, allerdings Methan Brennwert, nich Elektrische Energie, weshalb der Wirkungsgrad Verlust entfällt. Diese 86TWh Methan benötigten dann rechnerisch 8,6 Mrd. m³ Erdgasspeicher.
Ogella schrieb:und überschreitet somit die Kapazität des vorhandenen Erdgasnetzes (hat ~ 20 Milliarden m³).
Nun, nach meinen Informationen liegt die derzeitige Speicherkapazität bei ca. 24 Mrd. m³, aber auch deine 20 würden locker reichen.
Ogella schrieb:Wenn dem so ist, was ich vermute, bist Du aber gehörig auf dem Holzweg.
Nachdem ich nun all deine Annahmen korrigiert habe, wirst du wohl einsehen, dass du es bist, der sich auf dem Holzweg befindet.
Ogella schrieb:Desweiteren, eine saldierte Effizienz von gerade mal 30% durch irrsinnige Wandlungsverluste, toll.
Mag sein, aber an Umwandlungsverluste in dieser Größenordnung sollte man sich beim Jahrzehnte langen Einsatz von Kohle- oder Kernkraftwerken gewöhnt haben, sollte man denken. Welche deutlich bessere Technologie würdest du denn verschlagen?
Ogella schrieb:Nur mal so eben mit dem Küchendreisatz überschlägig gerechnet, Dir ist ja hoffentlich auch bekannt, dass die Wasserstoffkonzentration im Erdgasnetz 5% nicht übersteigen darf?
Selbst wenn, das dürfte bei Einsatz von Methan reichlich irrelevant sein.
Ogella schrieb:Ist Dir zB bewußt, dass die Tschechen und andere wegen dem instabilen Zappelstrom (50Hz Problematik!) aus Deutschland inzwischen Phasenschieber (wegen cos phi) installiert haben,
Diese Thematik kenn ich so noch nich, kannste dazu mal was verlinken?
Ogella schrieb:Ich könnte noch weiter machen, doch das soll fürs erste mal genügen.
Naja, wie mans nimmt. Bis auf die Geschichte mit der Leistungsfaktor Problematik (da muss ich erstmal prüfen, was du meinst) haben sich ja nun alle deine Gegenargumente in Wohlgefallen aufgelöst. Dafür, dass du die Studie schon gekannt hast, is deine Aussage...
Ogella schrieb:Den zukünftigen Bedarf hauptsächlich mit Windkraft und Solarenergie decken zu wollen, ist per se eine Illusion, da sie nicht grundlastfähig sind.
... doch recht bedenklich, bzw. hätte ich deutlich bessere Gegenargumente erwartet, aber zumindest haste es wenigstens versucht, alle anderen haben schon vorher gekniffen.

Darf ich denn nun davon ausgehen, dass ich deine Bedenken, den zukünftigen Bedarf größtenteils mit Windkraft und Solarenergie decken zu können, ausgeräumt habe oder klemmts noch irgentwo?

mfg
kuno


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09.05.2018 um 23:23
Ogella schrieb:Die spezifischen Kosten für diese Batterien liegen bei 1000 €/kWh.
Da solltest du deine Zahlen mal aktualisieren:
Der Durchschnittspreis eines Lithium-Ionen-Akkus für E-Fahrzeuge liegt laut einer neuen Analyse von Bloomberg New Energy Finance aktuell bei 209 Dollar pro Kilowattstunde – und damit 24 Prozent niedriger als noch vor einem Jahr.

Im Vergleich zu 2010 sind die Preise sogar um ein Fünftel gesunken. Das Unterschreiten der „magischen“ Grenze von 100 Dollar pro Kilowattstunde wird für 2025 prognostiziert. Es geht bei den Angaben um den Preis auf Pack-Ebene.
https://www.electrive.net/2017/12/06/akku-preise-im-schnitt-bei-209-usd-pro-kwh/

100 Dollar pro kWh in 2025 wären bei derzeitigem Kurs gut 80€. Da kommt dann natürlich noch ein bisschen was drauf, bis man nen fertigen Netzspeicher hat, aber 100€ pro kWh dürfte bei größeren Anlagen wohl Pi mal Daumen hinkommen.
Ogella schrieb:Leider hatten wir aber schon längere Dunkelflauten als gerade mal 15 Stunden, es waren auch schon 10 Tage im Winter. Da würden dann 16TWh mit Kosten von 16 Billionen € benötigt. Selbst bei Effizienzgewinnen um 500% in der Batterietechnik wären dafür nicht realisierbare Billionenbeträge notwendig.
Mal davon abgesehen, dass die 500% schon heute unterboten werden, ich habe noch nie von einem Befürworter der Energiewende gehört, dass Deutschland bei Dunkelflaute mit Akkus versorgt werden soll. Solche völlig bescheuerten Szenarien kommen immer nur von den Gegnern, eben weil sie so derart bescheuert sind!
Oder kannst du mir ein ernst gemeintes Zitat liefern, wo jemand wirklich derartiges umsetzen will?
Ogella schrieb:Die weltweite Jahresproduktion solcher Akkus lag im Jahre 2013 bei 35GWh, die müsste man also um den Faktor 450 steigern, nur um Deutschland im Falle einer Dunkelflaute von 10 Tagen abzudecken.
Ogella schrieb:Außerdem ist die Verfügbarkeit der Rohstoffe (Lithium und Kobalt) limitiert, desweiteren werden durch den rasanten Abbau Krisenländer (Kongo) mit ungeahnten Folgen benachteiligt, was in diesem Falle die Grünen entgegen ihrer sonstigen Beteuerungen plötzlich gar nicht mehr interessieren zu scheint. Nebenbei wieder ein Beweis für deren Heuchelei.
Bis zu einem Beleg für eine ernst gemeinte Forderung in dieser Richtung doch wohl eher ein Beweis für einen ordnungsgemäß angegriffenen Strohmann.
Ogella schrieb:Der Abwärtstrend bei den Grünen setzt sich offenbar fort. Bei einer Forsa (Güllner) -Umfrage (sic!) schlaffen sie um 2 Prozentpunkte ab
Ja, das kommt immer stark drauf an, welcher Umfrage man am liebsten glauben schenkt. Ich glaub dann lieber den Jungs und Mädels von Infratest, da stehen die Grünen stand Mai auf dem höchsten Wert der letzten 2 Jahre.
https://www.wahlrecht.de/umfragen/dimap.htm
Das nenne ich dann mal...
Ogella schrieb:eine höchst erfreuliche Entwicklung
:D


mfg
kuno


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09.05.2018 um 23:38
itsnat schrieb:Mit 63+. Kommt jedoch ganz darauf an wann man geboren wurde, je später geboren um so höher das frühstmögliche Renteneintrittsalter.
Das gilt, wenn man ohne Abschläge in Rente gehen will! Ich wollte ja wissen, ab wann man mit Abschlägen in die Rente gehen kann.
lawine schrieb:wer vorzeitig und mit Abschlägen in Rente gehen will, muss mindestens 35 Versicherungsjahren auf dem Rentenkonto haben. Dafür muss man aber lebenslange Abschläge in Kauf nehmen (10,8% bei maximaler Rentenkürzung)
Na 35 Beitragsjahre sollten doch aber die meisten 57 Jährigen zusammen bekommen. Von daher lieg ich doch nich so falsch, mit meiner Annahme.
Gildonus schrieb:die Ergebnisse der Energiewende sind nun mal eben mangelhaft.
Was vermutlich daran liegt, dass die Grünen seit 2005 nich mehr in der Bundesregierung anwesend sind. Da hättste nun auch selbst drauf kommen können. :D

mfg
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10.05.2018 um 00:02
@kuno7
kuno7 schrieb:Was vermutlich daran liegt, dass die Grünen seit 2005 nich mehr in der Bundesregierung anwesend sind.
sie waren also mal in Regierungsverantwortung.
Was hatten sie da umwelttechnisch bewegen können?


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10.05.2018 um 00:26
@Optimist

Das Hauptanliegen damals war halt der Atomausstieg, was ich persönlich allerdings nich für so wirklich sinnvoll halte. Dann eben die Einführung des EEG. Was mir dann noch einfällt wäre der Dosenpfand. Alles in Allem also eher nich so pralle, würde ich sagen.

mfg
kuno


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10.05.2018 um 00:29
@kuno7
kuno7 schrieb:Alles in Allem also eher nich so pralle,
diesen Eindruck habe ich auch.
Die Gruenen kommen mMn immer mit guten Theorien um die Ecke, welche aber entweder nicht umsetzbar sind oder dies vielleicht auch nie ernsthaft gewollt war - die kommen mir also mehr wie Schaumschläger ohne Realitätssinn vor. Aber da sind sie auch nicht die einzige Partei, welche mir diesen Eindruck macht.


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