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AfD

96.842 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Familie, Rassismus, Wahlen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: AfD

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um 16:30
Zitat von martenotmartenot schrieb:Müssen sie?
Sie können es auch lassen, aber dann wird sich die Situation noch mehr zuspitzen, statt sich zu entspannen.


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um 16:31
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:aber dann wird sich die Situation noch mehr zuspitzen, statt sich zu entspannen.
Ich glaube nicht, dass diese Forderungen zu einer Entspannung beitragen würden. Ich denke, die AfD steuert schon deswegen auf ständige Zuspitzung zu, weil das ihr Markenkern ist. Da entspannt sich nichts, egal, was die Leute bzw. Andersdenkende tun oder nicht tun.


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um 16:34
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:sondern eine Ent-Emotionalisierung und Ent-Ideologisierung zugunsten einer pragmatischen Herangehensweise. Wenn gute und durchdachte Anträge im Parlament zur Abstimmung gestellt werden, nachdem sie zuvor ausführlich in den entsprechenden Gremien debattiert und die Pros und Contras gegeneinander abgewogen worden sind, kann es doch egal sein, wer dafür oder dagegen stimmt, wenn dann nur die erforderliche Mehrheit zustande kommt, um gute Politik durchzusetzen
Würden Wähler rational entscheiden, hättest Du recht. Aber da dies kaum der Fall ist, stimmt eben diese Hypothese nicht. Die Polemik gewinnt. Und für das "Bauchgefühl" ist es durchaus entscheidend, wie wählbar eine Partei angesehen wird.

Welcher Wähler mit Verstand würde denn bitte aus rationalen Erwägungen eine Partei wählen, die den ureigensten Interessen entgegen steht? Wer würde denn rational etwas aus Protest wählen, das objektiv noch schlechter ist als das, wogegen man protestieren möchte?
Leider wählen Menschen vorwiegend mit dem Bauch. Da gewinnen die gefühlten Wahrheiten.

Und je mehr Raum man Populisten gibt, desto mehr Raum werden sie einnehmen. Weil die Wähler ihnen egal sind. Sie haben überhaupt kein Korrektiv. Sie machen alles, was Stimmen bringt.


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um 16:35
Zitat von martenotmartenot schrieb:ständige Zuspitzung zu, weil das ihr Markenkern ist.
Natürlich, aber gerade deswegen ist es wichtig, möglichst wenige Steilvorlagen zu liefern. Und die "Brandmauer" ist inzwischen zu einer willkommenen Steilvorlage verkommen. Das Gegenteil von "gut" ist nicht "schlecht", sondern "gut gemeint" - wir bekommen es zur Genüge vorgeführt durch die, die andere vorführen können, weil jene es zulassen, vorgeführt werden zu können. Das kann man ändern, sofern man den nötigen Mut und die nötige Bereitschaft aufbringt.


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um 16:36
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Sie haben überhaupt kein Korrektiv. Sie machen alles, was Stimmen bringt.
Denke ich auch. Und aufgeregt-empörte Zuspitzung ist das Lebenselixier der AfD. Je besser die Empörungsmaschine geölt ist und läuft, umso einfacher lassen sich die Wählerstimmen einfangen. Da ist niemand an Entspannung und Gelassenheit oder gar echten Vorteilen für die Bevölkerung interessiert.


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um 16:37
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Natürlich, aber gerade deswegen ist es wichtig, möglichst wenige Steilvorlagen zu liefern.
Du meinst, die AfD ist quasi das Nitroglyzerin der Parteien? Bloß nicht zu stark bewegen oder dran rütteln, damit nichts explodiert? Immer schön ruhig und brav bleiben, damit die AfD und ihre Wähler besänftigt sind?


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um 16:37
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Und je mehr Raum man Populisten gibt, desto mehr Raum werden sie einnehmen.
Man muss ihnen nicht mehr Raum geben, es genügt, sich nicht öffentlich um den Raum zu streiten, den sie bereits haben. Das entschärft vieles, was sonst emotional hochkocht.


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um 16:42
Zitat von martenotmartenot schrieb:Du meinst, die AfD ist quasi das Nitroglyzerin der Parteien?
Nein, ich meine, dass man nicht leichtsinnigerweise selber dazu beiträgt, eine sich abzeichnende Eskalation der Situation durch gut gemeinten Aktionismus weiter zu eskalieren. Rückkehr zur Sachlichkeit ist geboten. Emotionalisierung hat nicht funktioniert und ist inzwischen nur noch kontraproduktiv, statt konstruktiv, um eine Entschärfung der Situation zu erreichen.


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um 16:48
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Welcher Wähler mit Verstand würde denn bitte aus rationalen Erwägungen eine Partei wählen, die den ureigensten Interessen entgegen steht? Wer würde denn rational etwas aus Protest wählen, das objektiv noch schlechter ist als das, wogegen man protestieren möchte?
Leider wählen Menschen vorwiegend mit dem Bauch. Da gewinnen die gefühlten Wahrheiten.
Was das betrifft, hatte ich hier schon einmal etwas geschrieben:

Beitrag von Neustarter (Seite 4.902)


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um 16:52
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Emotionalisierung hat nicht funktioniert
Doch doch. Gerade die funktioniert. Die ganze AfD baut ausschließlich auf Emotionalisierung auf. Da hat noch kein einziger störender Fakt geholfen.

Lässt man solche Leute machen, verschieben sie die Grenzen, stellt man sich entgegen, jammern sie rum. Sie können jeden Umgang mit ihnen ausnutzen - eben weil es nicht auf Fakten sondern ausschließlich auf Emotionalisierung aufbaut. Dann doch lieber mit klarer Kante untergehen, als mit "machen lassen". Denn untergehen werden wir, solange die Menschen in so großer Zahl entgegen ihrer Interessen wählen, weil es schön klingt.

Ich habe mich viel mit der Machtergreifung der Nazis beschäftigt. Das kann man nicht mal als Satire durchgehen lassen, was in der Realität passiert ist. Kriminelle, die offen ihre Verfassungsfeindlichkeit bekundet haben und überhaupt kein sinnvolles Wahlprogramm hatten, sind mit offenkundigen Lügen von einer Mehrheit gewählt worden.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Was das betrifft, hatte ich hier schon einmal etwas geschrieben:
Das ist auch keine schlechte Analyse. Aber der Fehler liegt in der Schlussfolgerung. Man müsse den Leuten nur "sachlich gute Politik bieten und sie erkennen die Unwählbarkeit der AfD". Das ist leider absurd. Wir können gerne ausdiskutieren, warum.


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um 16:56
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Das ist leider absurd.
Ich denke auch, dass noch die beste sachliche Politik die Leute nicht vom AfD-wählen abhalten würde. Einfach weil es den Leuten gar nicht wirklich darauf ankommt. Sondern da hat sich was in den Köpfen der Wähler verfestigt, das mit rationalem Denken nicht mehr verändert werden kann.

Ich befürchte, dass sich eine Mehrheit der Wähler erst dann von der AfD abwenden wird, wenn die Partei dermaßen viel Schaden angerichtet hat, dass diese komplett desaströs sind. Aber dann werden viele von uns Schaden genommen haben, auch viele, die sich das bisher für sich selbst nicht vorstellen können.


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um 16:56
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Man müsse den Leuten nur "sachlich gute Politik bieten und sie erkennen die Unwählbarkeit der AfD". Das ist leider absurd.
Wenn man den Leuten sachlich gute Politik liefert, wird es nicht nötig sein, die AfD als Alternative zu den etablierten Parteien zu wählen, so dass die Zustimmungswerte sinken werden. Es genügt ja, die Zustimmungswerte auf ein weniger oder nicht bedrohliches Maß zu senken, ohne gleich mit einer "Unwählbarkeit" hausieren zu gehen, was wieder nur als belehrend und übergriffig wahrgenommen werden würde.


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um 16:57
Zitat von rainloverainlove schrieb:Ne Mal im Ernst, soweit wird es denke ich Mal net kommen^^
Also doch nicht so knorke die Ideen der AfD? Oder meinst du, nur du wirst nicht dazu motiviert, dich selbst zu remigrieren?
Endet dann da der Patriotismus und der Glaube an die AfD? Wenn die AfD sagt, du bist schädlich für das Wohl des Volkes, dann akzeptierst du das als wahrer blauer Patriot.

Du bist nichts Besonderes. Der AfD-Staat kann und wird auf dich verzichten. Herzzerreißende Familiengeschichten hin oder her.


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um 16:58
Zitat von martenotmartenot schrieb:Sondern da hat sich was in den Köpfen der Wähler verfestigt, das mit rationalem Denken nicht mehr verändert werden kann.
Ja, momentan ist der Zug abgefahren, aber es kommt eine Zeit danach, wenn der Hype vorbei ist. Und darauf setze ich, wenn ich auf eine Renaissance der etablierten demokratischen Parteien setze.


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um 17:00
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:aber es kommt eine Zeit danach, wenn der Hype vorbei ist. Und darauf setze ich, wenn ich auf eine Renaissance der etablierten demokratischen Parteien setze.
Dann ist aber schon alles kaputt. Ich weiß nicht, ob es so erstrebenswert ist, auf ein zertrümmertes bzw. zerfleddertes Staatswesen zu warten, um dann endlich wieder einen Neuanfang mit demokratischen Parteien zu starten. Wenn Ihr das toll und erstrebenswert findet und unbedingt haben wollt, dann seid bitte zumindest nicht sauer, wenn manche (viele) das nicht durchleiden wollen und lieber ins Exil gehen.


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um 17:04
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Wenn man den Leuten sachlich gute Politik liefert, wird es nicht nötig sein, die AfD als Alternative zu den etablierten Parteien zu wählen, so dass die Zustimmungswerte sinken werden.
Diese These widerspricht der Realität.

Denn die Bewertung, was "gute Politik" ist, ist eine Bauchentscheidung. Jeder Populist kann objektiv gute Politik aus der Sicht vieler Wähler ohne große Mühe madig machen. Warum ist das so?
- Politik in einer komplexen Welt kann nicht beliebig einfach sein. Komplexe Politik ist leicht populistisch angreifbar, weil man nur "einfache Lösungen" anbieten muss, egal ob die funktionieren oder nicht.
- Gute Politik muss auch mittel- und langfristige Probleme lösen. Und das funktioniert oft nur, indem es unmittelbare Einschränkungen geben muss. Aber nichts ist einfacher, als Politik mit Unmittelbarkeit zu machen. "Wir geben Dir heute ein gutes Gefühl und der ganze Kram mit Klimawandel, EU, Migration, Sexueller Selbstbestimmung etc. ist eh Quatsch."

Deine These geht von einer falschen Prämisse aus. Der Prämisse, dass Menschen überwiegend nach rationalen Erwägungen wählen. Das tun sie nicht. Sie wählen überwiegend nach "was fühlt sich gut an". Und für "was fühlt es sich gut an" ist Realpolitik nur hinderlich.


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um 17:06
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:aber es kommt eine Zeit danach, wenn der Hype vorbei ist
Das stimmt in der Tat. Es würde auch im schlimmsten Fall sehr wahrscheinlich eine Zeit danach geben. Das letzte Mal hat es halt 60 Millionen Menschenleben gekostet. Nicht zuletzt durch eine Politik der Zugeständnisse. Es wäre schön, wenn wir solche oder auch nur annähernd solche Exkurse eher vermeiden könnten.


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um 17:16
Zitat von martenotmartenot schrieb:Dann ist aber schon alles kaputt.
Das Grundgesetz ist anders gestrickt als die Weimarer Verfassung. Man muss hier nicht mit Untergangsvisionen hausieren gehen. Und der AfD fehlt nun mal eine Leitfigur, die analog zu Hitler ist, wie damals bei der NSDAP. Mit Weidel und Chrupalla kann man zwar gegen die anderen Parteien anstinken, aber Volkstribune sind es nicht. Höcke macht sich auch nur als Goebbels-Imitat ganz hübsch, aber ein "Führer", um den sich das Volk scharen würde, ist auch der nicht. Andere Figuren sind nicht in Sicht, die einen Aufstieg zum Diktator hinlegen könnten, so dass man mit historischen Vergleichen zur Nazipartei auch mal den Ball flach halten sollte. Auch so etwas trägt nur zur Emotionalisierung bei und ist nicht konstruktiv. Wie man feststellen kann, ist das vielen Leuten ohnehin egal geworden. Kann man also sein lassen, weil es nichts bringt.


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um 17:18
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Wie man feststellen kann, ist das vielen Leuten ohnehin egal geworden. Kann man also sein lassen, weil es nichts bringt.
Also kann man auch die Brandmauer bestehen lassen. Anscheinend ist es den Leuten egal geworden, und die Brandmauer ist immerhin noch geeignet, schlimme Auswüchse der AfD einzudämmen.


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um 17:20
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Also entweder man findet einen gelasseneren Umgang mit der AfD und thematisiert nicht ständig die "Brandmauer", wenn mal die "falsche" Mehrheit bei Abstimmungen zustande gekommen sein sollte, oder man findet sich in der Opposition wieder, während die AfD dann noch stärker wird.
Also mir würde es enorm helfen, wenn du mal genau aufzeigst wie ein Aussetzen/Einreißen der Brandmauer das Wahlverhalten ändern würde. Das bisher Geschriebene konnte mich da nicht überzeugen.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Und der AfD fehlt nun mal eine Leitfigur, die analog zu Hitler ist, wie damals bei der NSDAP
Was hatte Hitler denn Höcke voraus?
Oder Weidel?
Oder Balla Balla?


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