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Macht das Christentum überhaupt Sinn?

987 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Christentum, Atheismus, Christen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Macht das Christentum überhaupt Sinn?

23.07.2017 um 17:26
@Optimist
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Nun ist dadurch in meinen Augen die Glaubwürdigkeit schon mal wegen dieser Unterschiede erheblich unterschiedlich.
OK.
Dir reicht also, dass die Bibel keine Fehler zugibt, um davon auszugehen, sie sei fehlerfrei?
Weitere Prüfungen finden da bei dir nicht statt?
Hältst du das im täglichen Leben immer so, oder gibt es da für die Bibel bei dir eine Ausnahmeregel um dein mühsam konstruiertes Glaubenskonstrukt nicht zu gefährden?
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Wie gesagt, mir geht's im Moment nicht darum und dazu möchte ich mich nicht mehr äußern. Schon alleine auch deshalb weil ich einige "Fehler" als SCHEINBARE Widersprüche sehe
Nun, du befindest dich hier in einem Diskussionsforum, da fällts natürlich auf, wenn du nur zu gerne anderen "heiligen Büchern" geringere Glaubwürdigkeit attestierst, dich aber bei Rückfragen zu dem von dir favorisierten "heiligen Buch" plötzlich sehr einsilbig gibst.
Du wirst schon wissen wovor du dich drückst. :D


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Macht das Christentum überhaupt Sinn?

23.07.2017 um 17:30
@Kybela
okay, verstehe.
Dennoch WURDE halt gesagt, dass er mitgemischt HATTE - auch wenn es nur einmal war und dann zurück genommen wurde.
Von der Bibel wird sowas nicht gesagt. Darin sehe ich nach wie vor einen Unterschied.

Mir gehts jetzt auch nicht darum, den Koran schlecht zu machen, sondern nur um die Benennung von Fakten und dass deswegen der Koran für mich zumindest niemals glaubwürdiger als die Bibel sein könnte.
Hab mich nun entschieden der Bibel mehr zu vertrauen als dem Koran...
... und Andere halten halt beide Bücher für Märchen - was solls :)

@Zyklotrop
Hältst du das im täglichen Leben immer so, oder gibt es da für die Bibel bei dir eine Ausnahmeregel um dein mühsam konstruiertes Glaubenskonstrukt nicht zu gefährden?
ich sag mal so: ich bin halt diesbezüglich überzeugt und im Gegensatz zu anderen Themen nicht mehr meinungs-offen.


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Macht das Christentum überhaupt Sinn?

23.07.2017 um 17:45
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Von der Bibel wird sowas nicht gesagt.
Gibt es in der Bibel keine Stellen, in denen jemand von Satan getäuscht/verführt wurde?

Wird nicht oft von falschen Propheten gewarnt?
Zitat von OptimistOptimist schrieb:mitgemischt HATTE
Warum lässt der christliche Gott das "mitmischen" zu?

Warum mussten die Heiligen Schriften in beiden Lagern (Christen/Moslems) kanonisiert werden?


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Macht das Christentum überhaupt Sinn?

23.07.2017 um 17:54
Zitat von KybelaKybela schrieb:Warum lässt der christliche Gott das "mitmischen" zu?
Weil selbst wenn es einen Gott oder Götter gibt, ist es definitiv nicht der christliche.


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Macht das Christentum überhaupt Sinn?

23.07.2017 um 18:01
Zitat von KybernetisKybernetis schrieb:es definitiv nicht der christliche.
für Optimist ist es der christliche Gott


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Macht das Christentum überhaupt Sinn?

23.07.2017 um 18:05
@Kybela
Warum lässt der christliche Gott das "mitmischen" zu?

Warum mussten die Heiligen Schriften in beiden Lagern (Christen/Moslems) kanonisiert werden?
darauf gehe ich später ein (schreibe mit Tablet ... mühsam)
   Von der Bibel wird sowas nicht gesagt.

->
Gibt es in der Bibel keine Stellen, in denen jemand von Satan getäuscht/verführt wurde?

Wird nicht oft von falschen Propheten gewarnt?
das ist was anderes, als wenn vom Verfassen der Bibel die Rede ist (und wer da inspiriert hat oder nicht).
Was du hier meinst sind doch nur Erzählungen/Begebenheiten/Warnungen.
Wenn man annimmt, die Texte in der Bibel sind wahr, dann sind diese Erzählungen auch wahr, WENN sie von Gott inspiriert sind.
WENN sie aber teilweise von Satan inspiriert wären (was die Bibel NICHT sagt), dann könnten die Geschichten natürlich Lügen sein.


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Macht das Christentum überhaupt Sinn?

23.07.2017 um 22:07
Ich frage mich oft machen Religion und Glaube überhaupt Sinn?
Und komme immer zum Entschluss, Nein sie machen keinen Sinn, sie verursachen zwischenmenschliche Konflikte.


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Macht das Christentum überhaupt Sinn?

23.07.2017 um 22:32
@KAALAEL

Hallo!
Zitat von KAALAELKAALAEL schrieb:Worin liegt für dich Gerechtigkeit wenn man Erstgeborene töten lässt,also unschuldige Kinder die rein gar nichts getan haben ?Da erkenne ich weder Liebe noch Gerechtigkeit .
Gemäß dem Bibelbericht wurde damals Gottes auserwähltes Volk, die Israeliten, von der feindlichgesinnten Weltmacht Ägypten bereits viele Jahre in Sklaverei gehalten und drangsaliert! Ja, der Pharao ordnete sogar an, alle geborenen männlichen Kinder der Israeliten zu töten, damit sich das Sklavenvolk nicht weiter so sehr vermehre!

Als Jahre später der Gott der Bibel die Israeliten aus Ägypten befreien wollte, war die letzte  angekündigte Plage die Tötung der Erstgeburt aller Ägypter, es sei denn, sie wären bereit Israel ziehen zu lassen!

Die von Pharao angeordnete Ermordung aller männlichen Nachkommen der Israeliten und die Versklavung eines ganzen Volkes und die mangelnde Bereitschaft die Israeliten ziehen zu lassen, obwohl die Ägypter zuvor durch einen Sohn Israels, nämlich durch Joseph, ihr Leben zu verdanken hatten, weil er unter göttlicher Inspiration eine langjährige Hungersnot vorhersah und die Ägypter dann durch Josephs Maßnahmen gerettet wurden, berechtigte  den wahren Gott gewiss zu solch einer Maßnahme!

Nur durch die Weigerung der Ägypter, Israel ziehen zu lassen, wurde dann von Gott diese Maßnahme, die Tötung der Erstgeburt, vollzogen!

Die "Erstgeburt" waren in der Regel KEINE "kleinen Kinder" sondern jeder Erstgeborene in einem Haushalt starb, ganz gleich in welchem Alter!

Des weiteren hätten sich auch die Ägypter vor dieser Plage schützen können, wenn sie als Zeichen das Blut eines Lammes an ihre Türpfosten gestrichen hätten!

Nein, es war gewiss nicht ungerecht, dass Gott damals in Ägypten die Tötung der Erstgeburt anordnete und durchführte!


Gruß, Tommy


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Macht das Christentum überhaupt Sinn?

23.07.2017 um 23:55
@AlteTante


Hallo!
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Also: Mord, Totschlag und Misshandlung von Mitmenschen ist nicht so dramatisch. Da akzeptiert der gute Gott (zunächst) den freien Willen. Wenn aber jemand gewisse Zweifel hegt, ist es mit Gottes Toleranz vorbei. Erinnert mich an die Moses-Geschichte, wo Gott nichts dagegen hat, dass Moses eine größere Gruppe von Menschen umbringt, weil er sich über sie ärgert, andererseits aber befiehlt, einen Mann hinzurichten, weil er an einem Sabbat Holz gesammelt hat.Schwer nachzuvollziehen, aber na ja.
Um den Gott zu verstehen, der sich durch die inspirierten Schriften der Bibel geoffenbart hat, muss man sich unbedingt zuerst die Mühe machen, sein Wort die Bibel, in ihrer Gesamtheit richtig zu verstehen!

Aus dem biblischen Kontext geht hervor, dass Gott ursprünglich vorhatte, die Menschheit für immer in einem irdischen Paradies leben zu lassen, allerdings machte er das in weiser Vorraussicht, vom Gehorsam ihm gegenüber, abhängig.

Als diese Aussicht durch die Rebellion eines Engels und der sich ihm anschließenden ersten Menschen verlorenging, verlor die Menschheit ihre bevorrechtigte Stellung, wurde aus "Gottes Familie" ausgeschlossen, verlor Gottes Gunst, Schutz und Segen und war nun einem Leben des Zerfalls bis hin zum Tod unterworfen!

Seitdem ist die gefallene Menschheit in Gottes Augen wie "tot, jedoch nicht unbedingt für immer verloren!

Gottes Liebe veranlasste ihn, eine rechtliche Lösung zur Rettung für die Nachkommen der ersten Menschen zu finden, während er gleichzeitig genügend Zeit einräumte, um bedeutende Streitfragen, die in Verbindung mit dieser Rebellion in Eden und später aufgeworfen wurden, zu klären!

Der biblische Geschichtsbericht zwischen dem verlorenen Paradies und dem künftigen wiedererlangten Paradies offenbart dem Leser die von Satan aufgeworfene Streitfrage um Gottes universelle Souveränität und die Lauterkeit des Menschen.

Der biblische Geschichtsbericht stellt in Verbindung mit diesen "Streitfragen", Gottes Handlungsweise mit einem auserwählten Volk, den Israeliten, heraus und macht deutlich, wie wichtig der Gehorsam gegenüber Gott ist, ein Gehorsam, der sich nur zum Segen für die Menschheit auswirken würde.
Aus diesem Grund gab Gott den Israeliten ein GESETZ, welches das damalige Leben seines Volkes bis zur Zeit des Kommens des geplanten Erlösers, regeln sollte.

Das GESETZ in Verbindung mit Israel sollte damals, bis zu einem gewissen Grad eigentlich aufzeigen, wie segensreich und positiv sich eine göttliche Herrschaft für die Menschheit als Ganzes ausgewirkt hätte, wenn die Menschen bereit gewesen wären, Gott zu gehorchen!

Israel sollte dazu als --Vorbildnation-- dienen.....als ein Beispiel der Auswirkung des göttlichen Herrschaftsprinzips,  in einer Welt, die ansonsten, wegen der Klärung der aufgeworfenen Streitfragen in Eden, dem Satan und seinen Anhängern als Herrschaftsgebiet überlassen wurde.

So gut wie fast alles, was seitdem im Verlauf der Menschheitsgeschichte auf Erden geschah, geschah unter göttlicher Zulassung, da Gott zur --Klärung der Streitfragen.., dem Satan Zeit und Herrschaft einräumte!

In diesem Licht und unter diesen Rahmenbedingungen müssen auch die einzelnenen Berichte der Bibel verstanden werden, da Gott zum Einen Satans Herrschaftsweise zulässt, auch das damit verbundene Leid und andererseits auch in Verbindung mit dem Volk Israel aufzeigt, wie wichtig z. B. die Anerkennung göttlicher Autorität  und das Befolgen seiner Gesetze ist!

Wenn Gott damals z. B. durch Mose die Tötung eines Mannes veranlasste, der das Sabbatgesetz brach oder die Tötung einer Gruppe Personen, die z. B. das Volk Israel zum Götzendienst verleitete, dann sollte dadurch im Prinzip herausgestellt werden, dass letztenendes ewiges Leben in Frieden und Glück, von der Bereitschaft zum Gehorsam Gott und seinem Gesetz gegenüber, abhängt!

( Übrigens: Gemäß Gottes Vorsatz sind Personen, die in Verbindung mit göttlicher Rechtssprechung unter dem mosaischen Gesetz ihr Leben verloren haben, nicht entgültig gerichtet! Es gibt gemäß biblischer Lehre in der Zukunft eine "Auferstehung der Gerechten und der Ungerechten", während der künftigen Herrschaft Jesu Christi! Während dieser Herrschaft, die eine "Wiederherstellung aller Dinge" einschließt, wird allen sündigen Menschen in der Auferstehung die Möglichkeit eingeräumt, ihr Leben und ihre Einstellung Gott und ihren Mitmenschen gegenüber zu überdenken und  sich zu korrigieren! Das heißt im Klartext: Niemand ist automatisch verloren, wenn er in seinem ersten Leben Fehler gemacht hatte, die zu einer Verurteilung führten! Jesus sagte einmal: Nur Personen, die wissentlich/willentlich bösartig gegen die Wirksamkeit des Geistes Gottes redeten, sind bereits für immer gerichtet! )

In weiser Vorraussicht wußte Gott, dass eine --weltweite menschliche Gesellschaftsordnung--, wo jeder "tun und lassen konnte was er wollte", weder Frieden noch Freiheit noch Sicherheit noch Glück für den Einzelnen garantieren könnte!

Das war aber das, was  Satan der Frau in Eden suggerierte, als er zu ihr sagte, sie "könne sein wie Gott", wenn sie Gott ungehorsam wäre und von der Frucht nehme und könne dadurch fortan selbst bestimmen/erkennen, was Gut und Böse ist!

Lehrt uns nicht der Zustand der gegenwärtigen menschlichen Gesellschaft, mit all den chaotischen Zuständen heute, eine Menschenwelt, die  gemäß der Bibel unter dem Einfluss Satans steht, dass Gott mit --seinem Herrschaftsprinzip-- Recht hat?

Dass man weltweit "eine Autorität" und "ein Gesetz" anerkennen müsste, damit eine menschliche Gesellschaft in Frieden, Freiheit und Glück, mit Garant für jeden Einzelnen, leben könnte?


Gruß, Tommy


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Macht das Christentum überhaupt Sinn?

23.07.2017 um 23:57
@Tommy57

Nun: Gott selbst sorgte absichtlich dafür, dass der Pharao die Israeliten nicht ziehen ließ, damit er (Gott) seine Macht demonstrieren zu können. Davon abgesehen, dass es ziemlich unfair ist, jemanden (und sogar Tausende andere) für etwas zu bestrafen, das man ihm selbst aufgezwungen hat, ergibt sich daraus:

Gott konnte Denken und Handeln des Pharaos willentlich beeinflussen und ist damit zumindest indirekt auch für dessen vorheriges Verhalten verantwortlich.


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Macht das Christentum überhaupt Sinn?

24.07.2017 um 00:02
Zitat von Tommy57Tommy57 schrieb:Wenn Gott damals z. B. durch Mose die Tötung eines Mannes veranlasste, der das Sabbatgesetz brach oder die Tötung einer Gruppe Personen, die z. B. das Volk Israel zum Götzendienst verleitete, dann sollte dadurch im Prinzip herausgestellt werden, dass letztenendes ewiges Leben in Frieden und Glück, von der Bereitschaft zum Gehorsam Gott und seinem Gesetz gegenüber, abhängt!
Da bin ich ja froh, dass die Grundlage unserer Gesetze nicht die Bibel, sondern die Menschenrechte sind!
Aber ich muss zugeben, dass ich es erstaunlich finde, wie man selbst in das unsozialste Handeln Gottes in der Bibel etwas Positives hineininterpretieren kann.


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Macht das Christentum überhaupt Sinn?

24.07.2017 um 00:05
@Tommy57
Warum ließ Jesus eigentlich die Ehebrecherin laufen und ließ seine Jünger am Sabbat Korn laufen, wenn es doch so wichtig war, Gesetzesübertreter so hart zu bestrafen?


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24.07.2017 um 00:09
@AlteTante


Hallo!
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Nun: Gott selbst sorgte absichtlich dafür, dass der Pharao die Israeliten nicht ziehen ließ, damit er (Gott) seine Macht demonstrieren zu können. Davon abgesehen, dass es ziemlich unfair ist, jemanden (und sogar Tausende andere) für etwas zu bestrafen, das man ihm selbst aufgezwungen hat, ergibt sich daraus:Gott konnte Denken und Handeln des Pharaos willentlich beeinflussen und ist damit zumindest indirekt auch für dessen vorheriges Verhalten verantwortlich.
Diese obige Annahme ist eine Fehlinterpretation einer biblischen Aussage.....in der sinngemäß zu lesen ist:

"Gott ließ das Herz Pharaos "verstockt werden"!

Ich gebe dir absolut Recht....es wäre unfair, wenn Gott das Herz Pharaos zur Widerspenstigkeit beeinflusst hätte und ihn dann dafür noch bestraft hätte!

Hierzu ein Bibellexikon:

"Nach einigen Übersetzungen des hebräischen Textes sagte Jehova jedoch, er werde „Pharaos Herz anmaßend werden lassen“ (Ro) oder „verstockt werden lassen“ (NW). Zur Unterstützung dieser Wiedergabe wird im Anhang der Übersetzung Rotherhams gesagt, daß im Hebräischen die Möglichkeit oder Zulassung eines Geschehens oft als dessen Ursache dargestellt wird und daß „sogar ausdrückliche Befehle mitunter lediglich als Zulassung aufzufassen sind“. Daher heißt es in 2. Mose 1:17 gemäß dem hebräischen Text wörtlich, die Hebammen „veranlaßten die männlichen Kinder zu leben“, während sie in Wirklichkeit jedoch zuließen, daß die Kinder am Leben blieben, indem sie es unterließen, sie zu töten. Zur Bestätigung führt Rotherham dann die Hebraisten M. M. Kalisch, H. F. W. Gesenius und B. Davies an und erklärt im weiteren die Bedeutung der sich auf Pharao beziehenden hebräischen Texte folgendermaßen: „Gott ließ zu, daß Pharao sein Herz verhärtete — er verschonte ihn —, er gab ihm die Gelegenheit oder die Möglichkeit, die ihm innewohnende Bosheit zu offenbaren. Das ist alles“ (The Emphasised Bible, Anhang, S. 919; vgl. Jes 10:5-7).

Zitat: it-2 S. 1252

Gruß, Tommy


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24.07.2017 um 00:27
@Tommy57

Das sieht mir doch sehr nach einer bemühten Um-Interpretierung aus. Wenn das wirklich so gemeint gewesen sein sollte, dann hätte man diese Textstelle schon lange anders übersetzen sollen. Welchen Grund gäbe es, den Leser derart in die Irre zu führen?

Aber selbst wenn das Nicht-Ziehen-Lassen wirklich die freie Entscheidung des Pharaos (ohne Manipulation durch Gott) gewesen sein sollte, wäre das keine Rechtfertigung dafür, nicht nur dessen (daran ja anscheinend gar nicht beteiligten) eigenen Sohn, sondern auch die aller anderen Ägypter zu töten. Es soll ja sogar die Söhne von Gefängnisinsassen betroffen haben. Und die saßen ja möglicherweise sogar darin, weil sie politische Gegner waren!

Gott lässt auch hier andere (nämlich die erstgeborenen Söhne) dafür büßen, dass jemand anders eine falsche Entscheidung traf. Ob diese anderen Kinder oder Erwachsene waren, spielt dabei keine Rolle.

Und auch ein früherer ähnlicher Massenmord des Pharaos an jungen Israeliten ist keine Entschuldigung. Ein angeblich doch guter Gott sollte nicht Gleiches mit Gleichem vergelten. Eine derartige angebliche Parallele spricht aber eher für eine Phantasiegeschichte als für Realität.


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24.07.2017 um 02:05
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Da bin ich ja froh, dass die Grundlage unserer Gesetze nicht die Bibel, sondern die Menschenrechte sind!
Schön, dass das Grundgesetz auf den Überlieferungen der Bibel beruht. Das Land war ein überaus christlich geprägtes Land.


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Macht das Christentum überhaupt Sinn?

24.07.2017 um 08:30
Wie muss man gestrickt sein, um den grössten Schlächter der Menschheitsgeschichte anzubeten?
Ich finds ekelhaft, wenn sich Menschen dazu versteigen den Ägyptern die Schuld für die Tötung der Erstgeburt durch Gott aufzuerlegen.
Wenn überhaupt, dann hatte in Ägypten der Pharao das Sagen und nicht die Erstgeburt irgendeines Landarbeiters, oder die Erstgeburt seiner Ziege.^^
Zieht man dann noch zur Beurteilung heran, dass es einem allmächtigen Gott, meist wird er ja mit diesem Attribut versehen, ein Leichtes gewesen wäre den Sinn des Pharaos dahingehend zu beeinflussen die Israeliten ziehen zu lassen, dann bleibt wohl nur übrig zu konstatieren, dass es dem Blutsäufer nicht um eine möglichst humane Lösung ging, sondern eher um eine, die auf irgendeine perverse Weise sein göttliches Lustzentrum stimulierte.
Passt auch wunderbar zum Rest der Schlachtplatte, die er anrichtete, bzw. befahl.
Gut, dass bei den meisten Menschen genug Verstand und Moral vorhanden war und ist, um die Rechtsprechung nicht der "vorgelebten" göttlichen anzupassen.


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Macht das Christentum überhaupt Sinn?

24.07.2017 um 12:13
Zitat von Tommy57Tommy57 schrieb:Gemäß dem Bibelbericht wurde damals Gottes auserwähltes Volk, die Israeliten, von der feindlichgesinnten Weltmacht Ägypten bereits viele Jahre in Sklaverei gehalten und drangsaliert! Ja, der Pharao ordnete sogar an, alle geborenen männlichen Kinder der Israeliten zu töten, damit sich das Sklavenvolk nicht weiter so sehr vermehre!Als Jahre später der Gott der Bibel die Israeliten aus Ägypten befreien wollte, war die letzte angekündigte Plage die Tötung der Erstgeburt aller Ägypter, es sei denn, sie wären bereit Israel ziehen zu lassen!Die von Pharao angeordnete Ermordung aller männlichen Nachkommen der Israeliten und die Versklavung eines ganzen Volkes und die mangelnde Bereitschaft die Israeliten ziehen zu lassen, obwohl die Ägypter zuvor durch einen Sohn Israels, nämlich durch Joseph, ihr Leben zu verdanken hatten, weil er unter göttlicher Inspiration eine langjährige Hungersnot vorhersah und die Ägypter dann durch Josephs Maßnahmen gerettet wurden, berechtigte den wahren Gott gewiss zu solch einer Maßnahme!Nur durch die Weigerung der Ägypter, Israel ziehen zu lassen, wurde dann von Gott diese Maßnahme, die Tötung der Erstgeburt, vollzogen!Die "Erstgeburt" waren in der Regel KEINE "kleinen Kinder" sondern jeder Erstgeborene in einem Haushalt starb, ganz gleich in welchem Alter!Des weiteren hätten sich auch die Ägypter vor dieser Plage schützen können, wenn sie als Zeichen das Blut eines Lammes an ihre Türpfosten gestrichen hätten!Nein, es war gewiss nicht ungerecht, dass Gott damals in Ägypten die Tötung der Erstgeburt anordnete und durchführte!
Hübsch gesagt, nur leider totaler Quatsch.
Das Wegsterben der Erstgeborenen wurde nämlich bereits vor einigen Jahren entlarvt, als natürliche Folge der anderen "ägyptischen Plagen", die teilweise aufeinander aufbauen und alle zusammen auf natürliche Phänomene zurückgingen, die auch heute jederzeit wieder auftreten können, insbesondere durch ein Phänomen das "Super-El Nino" genannt wird.

Der El Nino ("Christkind") ist eine warme Meeresströmung, die alljährlich um die Weihnachtszeit (daher der Name) von Ostasien Richtung Westküste Südamerikas strömt und dabei für allerlei Wetterkapriolen sorgt überall wo er anbrandet, wie ausbleibende Fischfänge an der Küste (die Fische verdünnisieren sich in kältere Zonen), Regenfälle in den südamerikanischen Wüsten und Dürre in den Regenwäldern,
aber in manchen Jahren gibt es Super-El Ninos mit besonders hohen Temperaturen (in letzter Zeit vermehrt wegen der Klimaveränderung), und dann ziehen sich die Folgen nicht nur über Südamerika, sondern über die ganze Welt.

Ein derartiges Phänomen muß vor ein paar tausend Jahren in seinen Ausläufern Ägypten erwischt haben, denn die Blutverfärbung des Wassers (durch giftige Mikroorganismen) deutet auf Temperaturänderungen, genauso wie die Heuschreckenplage beweist, daß die Brutplätze der Insekten in der normalerweise trockenen Sahelzone damals fette Regengüsse abbekamen, sonst hätten sich die Tierchen nicht so sehr vermehrt, daß sie zu wandern anfangen.

Die Frösche, Stechmücken und Stechfliegen sind die Folge des "Blutwassers", nachdem dadurch alle frosch- und insektenfressenden Wasserbewohner getötet wurden hatten sie freie Bahn sich zu vermehren, und sie übertrugen prompt Krankheiten an Mensch und Vieh (die Viehkrankheiten und die Schwarzen Blattern).

Hagel und Finsternis kamen vermutlich zusammen, die "Finsternis" war natürlich keine Sonnenfinsternis, die dauern nämlich nie drei Tage, sondern der Khamsin, ein (sehr oft drei Tage dauernder! siehe Wiki) Südwind aus der Wüste, der hier einen Staubsturm mit sich brachte, und bei diesen Staubstürmen kann so viel Staub in der Luft hängen, daß die Luft sogar in geschlossenen Räumen braun und trüb wirkt. Sowohl der Staubsturm als auch der Hagel, der möglicherweise gleichzeitig oder sogar in der Vorderfront des Staubsturms fiel, gehen ebenfalls wieder auf das genannte meteorologische Phänomen zurück.

Bleibt also noch Plage Nr. 10, das Sterben der Erstgeborenen, das ursächlich auf den Staubsturm und den Hagel zurückgeht, so wie die Krankheiten auf das Ungeziefer und das Ungeziefer auf das verseuchte Wasser.

Und dieses Sterben wurde vor einigen Jahren entlarvt - aber nicht in Ägypten, sondern in ... USA.
Dort gab es nämlich auch mysteriöse Todesfälle unter Kindern in einem Armenviertel.
Bei der Obduktion stellte sich heraus, daß sie innerlich verblutet waren, als wären sie an Rattengift geraten, das nämlich per Blutverdünnung bis zum innerlichen Verbluten wirkt. Hatte jemand die Kinder vergiftet? Oder hatten sie irgendwo Rattengift gefunden und gegessen? War die Frage für die Polizei. Deshalb wurde in den Wohnungen und an den Spielplätzen der Kinder ermittelt, und man fand tatsächlich die Ursache.
Es stellte sich nämlich heraus, daß die Kinder in Kellerwohnungen entlang des Flusses hausten, und in leerstehenden Kellern auch ihre Spielplätze hatten, und überall in diesen Kellern fand sich .... Schimmel. In Massen. Der schwarze Schimmel, der auch in schlecht gelüfteten Wohnungen immer wieder auftritt. Aspergillus Niger. Ein Teufelszeug, weil seine Sporen giftig sind, sie wirken unter anderem ... blutverdünnend. Wie Rattengift.

Zurückspulen nach Altägypten: Hagel durchnäßte die Kornspeicher der Ägypter, die nicht für nasse Niederschläge gebaut waren (wann regnet es schon mal in Ägypten), und ein dreitägiger Staubsturm verhinderte, daß die Leute in ihre Kornspeicher gingen, um Nachschub an Korn fürs Essen zu holen.
Als der Sturm dann endlich vorbei war, wer wurde zum Kornholen geschickt?

... Die Erstgeborenen! Die hatten nämlich bei den antiken Ägyptern traditionell die Schlüssel zu den Kornspeichern.
Und waren als "Erben" der Familie auch bevorzugt bei der Mahlzeit, die jetzt aus ... verschimmeltem Korn bestand. Aspergillus Niger, den gab es auch damals schon. Nässe (Hagel) + Wärme (vom Sturm) + durchnäßte Lebensmittel (Korn) = was? Klar, Schimmel!
Nur war man damals generell und nach einer Kette von "Plagen" sowieso nicht wählerisch, hat also das verschimmelte Zeug gegessen. Und die Erstgeborenen, die zuerst beim Kornholen die herumfliegenden Sporen eingeatmet haben und später eine doppelte Portion von Kornbrei oder Brot mit Schimmelgift bekamen...
sind weggestorben wie die Fliegen.

Allerdings ...
ist das alles nicht zu Zeiten der Israeliten passiert, zur damaligen Zeit gibt es nämlich keinen Hinweis auf besondere Naturereignisse oder Katastrophen.
Eine Kette von Katastrophen, einschließlich eines schweren Erdbebens, ist dagegen aus viel älteren Zeiten überliefert, sie verursachte das Ende des sogenannten "Alten Reiches" in Ägypten, laut Hieroglyphentexten war die Not damals so groß, daß Leute sogar ihre eigenen Kinder aßen, und ein See, der in der Wüste liegt und vom Nil gespeist wird, war - per Bohrkernen nachgewiesen - damals völlig ausgetrocknet.
Es ist anzunehmen, daß die Israeliten, um ihre Story vom Auszug aus Ägypten ein bißchen aufzumotzen, die viel älteren Überlieferungen über die "ägyptischen Plagen" in ihren eigenen Kanon aufgenommen haben. Genauso wie natürlich nicht die ganze ägyptische Armee hinter dem flüchtigen Mörder Moses her war, sondern nur eine kleine Truppe, die seine Fährte dann im Schilfmeer verlor. Nix mit Meeresteilung, nix mit ersaufender Armee, die wurde nämlich an den vielen anderen Brennpunkten, wo Ägypten sich gerade mit Feinden oder Wüstenräubern kabbelte, dringender gebraucht.


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Macht das Christentum überhaupt Sinn?

24.07.2017 um 12:52
Zitat von SalachristSalachrist schrieb:Das Land war ein überaus christlich geprägtes Land.
In seiner christlichsten Zeit wurden Menschen in Gottes und Jesu Namen auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Die Menschenrechte haben wir der Aufklärung zu verdanken.


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24.07.2017 um 12:53
Nicht zu vergessen die Judenpogrome, die in der bekannten Form eine christliche Erfindung sind. Die Nazis haben nur verwendet was bereits vorhanden war.


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24.07.2017 um 12:57
Zitat von SalachristSalachrist schrieb:Schön, dass das Grundgesetz auf den Überlieferungen der Bibel beruht. Das Land war ein überaus christlich geprägtes Land.
Wichtigster Bestandteil des Grundgesetzes sind die allgemeinen Menschenrechte, und die sind, laut einem verflossenen Papst, "Irrsinn". ... wegen Gleichberechtigung (Frauen, andere Religionen), Religionsfreiheit und so weiter.


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