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Wie kann man einen Atheisten überzeugen, dass er eine Seele hat?

Wie kann man einen Atheisten überzeugen, dass er eine Seele hat?

22.06.2011 um 22:31
@orbiphlanx

Ja, es geht mir um den Sinn. Ist mir klar, dass der Körper viele Funktionen hat. Jedoch ist er für mich nur eine Maschiene. So wie der Autofahrer das Auto fährt und nicht das Auto selbst.


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Wie kann man einen Atheisten überzeugen, dass er eine Seele hat?

22.06.2011 um 22:34
Bin ich kein Atheist? Ich weis das ich eine Seele habe.
Aber ich glaube nicht an eine christliche Kirche und deren Glauben


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interrobang
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Wie kann man einen Atheisten überzeugen, dass er eine Seele hat?

22.06.2011 um 22:34
The_Sorcerer schrieb:So wie der Autofahrer das Auto fährt und nicht das Auto selbst.
Richtig. Der körper ist das auto und das gehirn der fahrer ^^


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McGeo
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Wie kann man einen Atheisten überzeugen, dass er eine Seele hat?

22.06.2011 um 22:34
tia @The_Sorcerer, dass ist mir bis jetzt schon immer bei Esoterikern aufgefallen,
dass sie das eigentlich wirklich göttliche - das Leben - weniger wertschätzen als ihr Eitelkeitsbewusstsein - das ICH.

Solange sie sich nur selbst damit lächerlich machen wollen, ist das ja auch ok.


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Wie kann man einen Atheisten überzeugen, dass er eine Seele hat?

22.06.2011 um 22:35
@interrobang

Das Gehirn ist der Fahrer, nicht das Bewusstsein. :D


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Wie kann man einen Atheisten überzeugen, dass er eine Seele hat?

22.06.2011 um 22:35
@McGeo

Wenn man was auf die Rübe kriegt und dann bewusstlos ist ist kein Beweis, dass Leben außerhalb des Körpers unmöglich ist. Bist du dir wenn du schläfst bewusst das du schläfst ?

Warum sollte es irrational sein ? Weil es mit dem heutigen Wissensstand unerklärbar ist ?


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McGeo
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Wie kann man einen Atheisten überzeugen, dass er eine Seele hat?

22.06.2011 um 22:36
@The_Sorcerer
Wenn ich aufwache reicht es vollkommen, mir bewusst zu sein, dass ich (gut) geschlafen habe


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orbiphlanx
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Wie kann man einen Atheisten überzeugen, dass er eine Seele hat?

22.06.2011 um 22:40
@The_Sorcerer
Ich bin mir nicht sicher ob der Mensch eine Seele hat oder nicht, aber dagegen sprechen z.B. hirntote Menschen.


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Wie kann man einen Atheisten überzeugen, dass er eine Seele hat?

22.06.2011 um 22:40
Wie Rupert Sheldrake so schön sagt. Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.


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Wie kann man einen Atheisten überzeugen, dass er eine Seele hat?

22.06.2011 um 22:42
Wie kann man einen Atheisten überzeugen, dass er eine Seele hat?


wieso sollte man das wollen? kann man die leute nicht einfach mal in ruhe lassen? muss ich mir permanent was aufdrücken lassen? NEIN!


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McGeo
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Wie kann man einen Atheisten überzeugen, dass er eine Seele hat?

22.06.2011 um 22:42
@The_Sorcerer
The_Sorcerer schrieb:Warum sollte es irrational sein ? Weil es mit dem heutigen Wissensstand unerklärbar ist ?
http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/GEHIRN/GehirnForschung.shtml

Ewig Gestrige können sich bis es widerlegt ist gerne in ihrer Rechthab-Reiterei suhlen.


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Wie kann man einen Atheisten überzeugen, dass er eine Seele hat?

22.06.2011 um 22:44
@The_Sorcerer
The_Sorcerer schrieb:Wie Rupert Sheldrake so schön sagt. Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.
Ja und jetzt?^^ Dieses Zitat findet man übrigens bereits bei Aristoteles, dazu brauchen wir Sheldrake nicht, diesen Experten für morphologische Felder.

Aber sag uns doch jetzt bitte endlich ma, wieso du uns von der Existenz einer unsterblichen Seele überzeugen möchtest. -_-


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Wie kann man einen Atheisten überzeugen, dass er eine Seele hat?

22.06.2011 um 22:48
@Arikado

Wahrscheinlich weil ich nicht in einer Welt voller kompletter Unwissenheit wiedergeboren werden möchte. ^^


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interrobang
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Wie kann man einen Atheisten überzeugen, dass er eine Seele hat?

22.06.2011 um 22:49
@The_Sorcerer
The_Sorcerer schrieb:Wahrscheinlich weil ich nicht in einer Welt voller kompletter Unwissenheit wiedergeboren werden möchte.
Dan werde gegen den Kreationismus Aktiv.


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Wie kann man einen Atheisten überzeugen, dass er eine Seele hat?

22.06.2011 um 22:54
@The_Sorcerer

Wie kann man einen Esoteriker davon überzeugen, dass es keine Wiedergeburt gibt?


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Wie kann man einen Atheisten überzeugen, dass er eine Seele hat?

23.06.2011 um 00:05
http://www.letzte-bastion.de/Buddha_priester.html

SCIENTISMUS, ODER: DER PRIESTER IN WEIß
Thema & Anliegen des Buches
Das Inhaltsverzeichnis
LESEPROBE - Über die "Ersatzreligion Wissenschaft"
LESEPROBE - Über die Unmöglichkeit eines atheistischen Weltbildes
LESEPROBE - Über Gleichgewicht und Ausgewogenheit
LESEPROBE - Die verschiedenen Arten von Schicksalskrisen und der Sinn, der in ihnen verborgen liegt
LESEPROBE - Spiritualität darf nicht einengen - stets soll sie zu einer größeren Freiheit führen
Hier gehts zurück zur Autoren-Seite, Dude


Es war 1974 als die britische Ärztin Dr. Elaine Murphy, die inzwischen dem britischen Oberhaus angehört, zusammen mit ihrem damaligen Mann John dem „British Medical Journal ihre Erkenntnisse schrieb, wie das Spielen eines Cellos zu Hodenbeschwerden führen könne. Ihre Ausführungen wurden daraufhin vom Journal veröffentlicht und seitdem, 34 Jahre lang, geisterte diese Erkenntnis mehr oder weniger unhinterfragt durch die medizinische Welt. Bis sie schließlich nach einem drittel Jahrhundert die Welt darüber aufklärten, dass es sich damals lediglich um einen Scherz gehandelt hätte. Inspiriert hatte die beiden der Beitrag eines Arztes über die so genannten "guitar nipples", eine schmerzhafte Entzündung der Brustwarze, zu der angeblich der Druck des Instruments beim Gitarrespielen führen könne.
Falls sich die Cellospieler unter Ihnen jetzt wundern - Dr. Murphy gestand selber sein: „Wer jemals einem Cellospieler zugesehen hat, dem muss klar sein, dass unsere Behauptung physisch gar nicht möglich wäre". Um beruflichen Ärger zu vermeiden hatte den damaligen Brief an das Journal ihr Mann unterschrieben, der keine ärztliche Approbation besitzt.
So amüsant diese Geschichte einerseits ist - so tragisch ist ihr zugleich auch die Erkenntnis angeheftet über den partiellen Ruhezustand des menschlichen Geistes gegenüber „wissenschaftlichen Behauptungen jeder Art und den Reflex, Aussagen und angebliche Erkenntnisse der Mediziner und Naturwissenschaftler unhinterfragt hinzunehmen - oft ohne den gesunden Menschenverstand einzuschalten und zuweilen selbst die grundlegendsten und offensichtlichsten Schwächen einer Argumentation selber in Frage zu stellen. Es zeigt, wie jede Aussage der "Wissenschaft" zu einem priesterhaften Wort wird, dessen zugrunde liegende Logik oder Vernunft zuweilen gar nicht mehr überprüft, sondern mit der derselben Naivität akzeptiert werden, die mancher Atheist eigentlich dem religiösen Menschen zuschreiben möchte.
Was ist es, das den gesunden Menschenverstand, über den jeder Einzelne ganz unabhängig von seiner schulischen Bildung verfügen sollte, aushebelt, und die Medien zu unkritischem Verhalten ermuntert, sobald unter dem Decknamen einer Wissenschaft zuweilen sogar ganz unsinnige Dinge behauptet werden?

Da fällt mir gleich eine weitere dieser angeblich "wissenschaftliche Behauptungen" ein: Es heißt, alle 4 Jahre verdopple sich heutzutage das Wissen der Menschheit. Auch wenn ich diese Aussage für übertrieben optimistisch und fortschrittsgläubig halte, und sich sowieso die Frage stellt, wie man die Quantität weltweiten Wissens messen solle (wieder so etwas, dass dem gesunden Menschenverstand eigentlich ein Aufstoßen verursachen muss) - das Wissen über Hodenschmerzen beim Cellospielen scheint sich über ein ganzes Vierteljahrhundert hinweg nicht verdoppelt zu haben.
Und das macht mir Angst. Ihnen nicht? Was wissen wir wirklich über die über die Langzeitsicherheit von Atommeilern, über die zu erwartende Struktur der globalen Klimaerwärmung, über Außerirdische oder vergangene Hochkulturen, wenn wir in über einem Vierteljahhrundert innerhalb der entwickeltsten Epoche der Menschheit nicht entdecken, dass ein Cello beim spielen die Hoden gar nicht berührt?

Eine Aussage allerdings halte ich dagegen für vollkommen realistisch und mag sie gerne unterstreichen - so soll es etwa 50 Jahre dauern, bis die aktuellsten Erkenntnisse der Wissenschaft in der breiten Bevölkerung angekommen und Normalität geworden sind, bis auch diese breite Masse ihr Weltbild entsprechend revidiert hat. Nur dies lässt erklären, warum so viele Skeptiker und Atheisten heutzutage immer noch mit Argumenten hantieren, die bereits vor Jahren durch quantenphysikalische oder neue biologische Erkenntnisse oder Thesen wieder in Frage gestellt wurden und dringend ein Überdenken und eine Neuformulierung vieler Argumente verlangen, die man aber nichts desto trotz immer noch bis heute aus dem Lager der Atheisten oder auch Sozialdarwinisten vernehmen muss.
Die Wenigsten wissen beispielsweise, dass sogar Albert Einstein selbst über metaphysische Phänomene stolperte, diese aber als „spukhafte Fernwirkung später erst einmal zu den Akten legte. Eine beeindruckende Riege namhafter Physiker sind inzwischen zu der Überzeugung gelangt, nicht zuletzt durch Anstöße aus der Quantenphysik, dass eine Fortexistenz des menschlichen Bewusstseins nach dem körperlichen Tode nicht nur möglich, sondern sogar, Original-Ton Quantenphysiker, "sehr wahrscheinlich" ist. Nur: die breite Masse bekommt davon nichts mit. Wenn es doch wenigstens die jeweils wirklich Forschungsergebnisse wären, die seitens der Masse und der Medien in priesterliche Würde gepackt werden würden, wäre schon manche gewonnen oder besser, aber nein, dabei muss es sich dann doch noch um Jahrzehnte, manchmal Jahrhunderte alte Denkweisen und Auffassungen handeln, die teilweise und mitunter selbst von der Wissenschaft selbst bereits ausgemustert wurden. Aber in den Ecknkeipen leben sie weiter. Meistens unhinterfragt, selten aktualisiert, was sie zu einem ähnlichen religionsähnlichen Dogma macht, dass manche Atheisten bei jenen verdammen, die ihren Sinn auf den verschlungenen spirituellen Pfaden sammeln statt auf den kurzgemähten Rasen der Wissenschaft.

Der Ausdruck Scientismus, oder auch Szientismus, beschreibt, in Anlehnung an Meyers Lexikon, die kritische Haltung gegenüber dem Versuch, rein wissenschaftliche Methoden, Prinzipien und Denkmodelle der naturwissenschaftlichen Forschung (zumindest wie sie sich in der Gegenwart gestalten) auf alle und sämtliche Bereiche des menschlichen Lebens, also auch auf die Human-, Sozial- und Geisteswissenschaften zu übertragen.
Alleine dies kann nicht funktionieren. Der rationale Intellekt, dem alle naturwissenschaftliche Methodik, Technik und Denkweise der Gegenwart entstammt, kann immer und überhaupt nur einen Teilbereich der menschlichen Erfahrungswelt wahrnehmen und behandeln. Alles irrationale, nämlich alles emotionale, alles Spirituelle muss ihm zunächst schon naturgemäß verborgen bleiben. Der Intellekt ist das Seziermesser des irdischen Lebenssystems, und während er für dieses eine hervorragende Eignung besitzt, ist er jedoch nicht dazu befähigt Pionier zu sein in Bereichen, die über das konkret fassbare, das Materielle, das Trennbare, Teilbare und miteinander Vergleichbare hinausgehen - jenseits dieser Bereiche verfällt schon naturgemäß die Gültigkeit seiner Methodik. Die materielle Welt unterliegt den Gesetzmäßigkeiten der Polarität, den Gesetzen der Trennung und der Teilung, alles, das dieser Welt entstammt ist letztlich trennbar, ist teilbar - und damit auch vergleichbar, also analysierbar und objektiv. Dies trifft aber nicht oder nur bedingt für die seelischen oder geistigen Welten zu, in welchen völlig andere Gesetzmäßigkeiten herrschen, wie auch die moderne Quantenphysik eindrucksvoll zu beweisen scheint. Und so mag dies auch für den menschlichen Geist, die menschliche Seele gelten. Sie sind mit den Methoden des rationalen Intellekts nur völlig unzureichend zu fassen. Andernfalls könnten man wohl auch einem Computer einen gesunden Menschenverstand beibringen, eine soziale Kompetenz, aber das ist einfach nicht möglich. Wir haben hier zwei völlig verschiedene Ebenen der Existenz - eine mechanistische und eine beseelte. Wenn wir in der Quantenphysik die Ebene der festen Materie verlassen, und die Dimension des Feinstofflichen betreten, verkehren sich die scheinbar unumstößlichen Gesetze der Materie in ihr Gegenteil oder scheinen sich gänzlich aufzuheben: Ein Objekt kann an mehreren Orten zugleich sein, seinen Aufenthaltsort wechseln ohne Zeit und Raum zu beanspruchen, also ohne eine Wegstrecke zurück zu legen, und der Ausgang von Experimenten selbst wird scheinbar alleine bereits durch die gedankliche Erwartungshaltung des Experimentators beeinflusst und dergleichen Thesen mehr, alles Dinge, die den rationalen Verstand verrückt werden lassen, wenn er keine Flexibilität besitzt. Seine bekannten Gesetzmäßigkeit der Festigkeit, der Objektivität, der ihn bekannten Logik gelten hier nicht mehr.

Wir alle lebten jahrelang in dem Bewusstsein, dass ein Kometeneinschlages zum Aussterben der Dinosaurier geführt hatte, tatsächlich ist dies jedoch nichts weiter als eine reine Theorie, eine Spielerei des Geistes. Dennoch wird es uns in der Schule so überzeugt gelehrt (zumindest in meiner), als hätte es sich tatsächlich so zugetragen - verwirrt fragte ich mich, warum man mir in der Schule etwas als unumstößliche Tatsache beibrachte (von einer bloßen "Theorie" war nicht die Rede), das noch nicht einmal ansatzweise gesichert ist. Und mit demselben Unverständnis sitze ich vor jeder dieser unzähligen optisch einwandfrei produzierten Dokumentationen mit ihren beeindruckenden Computergrafiken, die dasselbe Geschehen erklären - ebenfalls nicht etwas mit der vorsichtigen Formulierung "so könnte es geschehen sein", der Pflichtformulierung der Offenheit einer jeden wahren und lebendigen Wissenschaft, sondern nahezu immer im völligen Brustton der Überzeugung - bis einige Jahre später eine technisch noch ausgefeilter produzierte Doku wieder etwas anderes behauptet.
Manchmal stelle ich mir belustigt eine wissenschaftliche Fabrik vor. Alle paar Minuten verlassen neue Behauptungen ploppend diese Fabrik, nett und praktisch eingepackt in Kartons mit Tragehenkel, und finden ihren Weg in die Welt, versorgen Fernsehsender, Zeitschriftenredaktionen und Verlage und damit letztendlich auch die Köpfe vieler Menschen mit den neuesten Inhalten auf welchen dieses edle Zertifikat klebt: "von Wissenschaftlern behauptet" - ja dann muss es ja stimmen! Das Totschlagargument jeder Diskussion, so wie es seinerzeit der Verweis auf die heilige Bibel war. Dieses Zertifikat lässt jedes hinterfragen erübrigen, ungeprüft und unüberarbeitet darf der Inhalt jeder dieser Kartons sofort weiterverwendet werden, um Magazinseiten und Sendeminuten zu füllen, in Zeitungen, in Schulen, in Akademien, in jeder Diskussion. Vor allem auch ein schlampiger Journalismus freut sich immer über jene handlichen Päckchen die uns über die Nachrichtenagenturen aus der wissenchaftlichen Fabrik geliefert werden - und schließlich sickert es in das Denken der Allgemeinheit ein und wird zum Weltbild - selbst wenn dabei so etwas heraus kommt wie die schmerzenden Hoden beim Cellospielen.
Peinlich dann nur, wenn der Spinat dann doch nicht so viel Eisen enthält wie über ein halbes Jahrhundert immer wieder ungeprüft nachgeplappert. Aber diese Peinlichkeiten werden rasch wieder übergangen, sie führen zu keiner grundlegenden Erkenntnis über den eigenen Umgang mit dem Priesterwort der heutigen Wissenschaft und das Spiel beginnt stets wieder von Neuem.
Die ganze Welt blickt nach Houston und auf den Start der Raumfähre der NASA, der amerikanischen Weltraumbehörde, die, man meint es zumindest, den wissenschaftlichen Fortschritt der gesamten westlichen Welt und die Spitze ihrer High-Tech symbolisch in sich vereint - 7 Menschen sterben wegen eines Dichtungsringes aus Gummi, der bei Temperaturen unter Null Grad Celsius seine erforderliche Dichtungsfähigkeit nicht entfalten kann. Was jeder sibirische KfZ-Mechaniker weiß bleibt unbeachtet von jener Elite an Forschern und Technikern denen wir wie blind und in allem vertrauen.
Dem Menschen verlangt eben nach Sicherheit. Es ist ihm ein tiefes Grundbedürfnis. Die Medien spielen mit diesem Sicherheitsbedürfnis. Irgendjemandem müssen und wollen wir vertrauen. Und da die Religion gerade ziemlich out ist, zumindest in unseren Breiten, vertrauen wir eben der Wissenschaft. "Experten" im weissen Priesterkittel sollen uns diese Sicherheit nun vermitteln - und oft genug leider auch das eigene Denken abnehmen, die Betätigung des gesunden Menschenverstandes, der eigentlich immer auch eine Mischung zwischen Intellekt und Intuition, zwischen Verstand und Gefühl sein muß. Wir erleben im Grunde, wie sich die Glaubensbereitschaft des Menschen lediglich verlagert, wie eine Gläubigkeit an all dasjenige, das mit einem wissenschaftlichen Etikett versehen wird, die alte Gläubigkeit an religiöse Worte ersetzt.

Es ist einfach nicht wahr, dass die Aufklärung gesiegt hat. Immer noch herrscht zu viel an blindem Glaube, und so wird es immer sein. Schuld daran ist wahrscheinlich unter anderem die menschliche Trägheit. Es ist und war immer bequemer andere für sich denken zu lassen, sollen mal andere eben die Welt entdecken, ich schau´s mir dann mal schnell an. Schuld mag auch die eigene Unterwürfigkeit sein, der Glaube, nur ein so genannter Experte, der vor allem von den Medien gerne und immer wieder vor die Kamera zitiert wird und sich ebenso gerne und immer wieder regelmäßig irrt, könne wirklich mitreden und mitdenken - all das aber ist nicht der Geist der wahren Aufklärung, der geistigen Mündigkeit des Einzelnen. Eine solche echte Aufgeklärtheit des Geistes verlangt eben dies eigene Mitdenken, den eigenen Einsatz, Schweiß, Schmerz, eigene Mühe, die Heranbildung des eigenen gesunden Menschenverstandes, der an alles und jeden Fragen stellt und alles hinterfragt - gleich woher eine Behauptung kommt - bis er sie selbst auch wirklich nachvollziehen - oder eben aushebeln, wiederlegen und neuformulieren kann.
Die Wissenschaft hat, zumindest im Westen, den Nimbus der relativen Unfehlbarkeit erhalten. Sobald dies aber geschieht, sterben wahre Wissenschaft und der Geist echter Aufklärung, und alte Dogmen und altes Priestertum werden lediglich durch ein neues ersetzt. Damals wie heute werden Freidenker und Visionäre im Grunde verfolgt oder verspottet. Es wird immer Dinge geben, die nicht behauptet werden dürfen, obgleich ein wahrhaft offener, ein wahrhaft wissenschaftlicher Geist solcherlei Grenzen nicht kennen dürfte. Und dieses Spiel wird sich niemals ändern. Der wahre Pionier des Geistes wird immer ein hartes Los haben, denn er muss ständig gegen den Strom der trägen Masse schwimmen, die nicht gerne denkt, aber stets meint, es zu tun.

Ebenfalls verzögert wird der Geist einer wahren Aufklärung, eines gesundes Menschenverstandes, der alles und jedes erst einmal selber hinterfragt, durch die Angewohnheit des rationalen Intellekts, dass dieser sich leider relativ leicht befriedigen lässt. Wenn man den Aufbau vieler Fernseh-Dokumentationen analysiert, entdeckt man ein gewisses Schema, nach welchem sie meist funktionieren: Zuerst wird eine Fragestellung in den Raum gebracht, unerklärliche Phänomene werden aufgeworfen, Spannung und Neugierde damit erzeugt, der Mund des Zusehers wird sozusagen wässrig gemacht - der Frieden der eigenen Ratio empfindlich gestört mit einem scheinbaren Bruch dessen, was wir bis heute als natürliche physikalische Gesetzmäßigkeiten erkannt und als allgemein gültig bestätigt haben. Dies erzeugt eine quälende Spannung der eigenen Ratio, die eine Erklärbarkeit der Dinge schon allein für ihr Bedürfnis nach Sicherheit benötigt. Im Laufe des Berichtes werden schließlich spannend und unterhaltend alle möglichen Thesen oberflächlich durchwandert, bis in den letzten 5-10 Minuten schließlich die „wahre Erklärung und damit die Befriedigung der Ratio erfolgt - leider aber meistens durch eine ebenso spekulative, manchmal sogar unsinnige, stets aber möglichst „bodenständige und ernüchternde These. Das ist Abendunterhaltung pur, Popcorn-Wissenschaft - und leider die einzige Bildung vieler Menschen zu einem jeweils bestimmten Thema.
Der rationale Verstand wird gereizt, seine Ordnung zuerst empfindlich gestört, seine Neugierde geweckt, bis ihm schließlich eine erlösende Erklärung präsentiert wird, die allerdings auf dem Altgewohnten aufgebaut sein muss und neue Fragestellungen möglichst wieder verneint oder bequemerweise nicht erforderlich macht. Und ganz gleich wie dünnsuppig dieser Erklärungsversuch meist ist - unser Verstand lehnt sich wieder entspannt zurück, froh und befriedigt, dass wieder einmal die Abteilung der Weißkittel fugendicht ein Loch in unserer Realität gestopft haben. Schatz, bringst Du mir noch ein Alkoholfreies aus der Küche mit - meine Realität ist wieder fugendicht, ich bin entspannt.
Es ist überhaupt erstaunlich, mit welchen Erklärungen sich der Mensch zufrieden gibt, sogar der in seinen eigenen Augen logisch und skeptisch veranlagte, nur um die scheinbar unbequeme Anspannung des Intellekts (eine Anspannung, die auch „Neugierde genannt wird) wieder zu lindern. Die faszinierenden Verhaltensweisen mancher Tierarten werden so zum Beispiel mit den „bloßen Instinkten beantwortet, jenem Argumentationshammer, der rasche und harte Rundumschläge auf weite und unebene Flächen erlaubt, und auf welchen danach kein Gras mehr blüht. Aber was Instinkte eigentlich wirklich sind, bzw. woher sie kommen, wie sie ihren Weg in das Bewusstsein des einzelnen Individuum finden, ist noch immer so ungeklärt wie die Gesetzmäßigkeiten die einen Wassertropfen formen.
Woher weiß die Spinne, wie sie ihr Netz zu weben hat? Wer hat es ihr beigebracht? Woher weiß der einzelne Arbeiter eines Insektenvolkes, welche Tätigkeit er jetzt zu verrichten hat, und warum ändern sich diese Aufgaben zuweilen? Wer hat den Termiten beigebracht, ihrem Bau ein hocheffizientes Temperaturausgleichssystem hinzu zu fügen? Warum ist blau blau, und weshalb wirkt es beruhigend, gleich von welcher Quelle es stammt? Warum gibt es Fälle von Spontanheilungen?


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Wie kann man einen Atheisten überzeugen, dass er eine Seele hat?

23.06.2011 um 00:20
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DIE INKONSEQUENZ DES ATHEISMUS
Thema & Anliegen des Buches
Das Inhaltsverzeichnis
LESEPROBE - Über die "Ersatzreligion Wissenschaft"
LESEPROBE - Über die Unmöglichkeit eines atheistischen Weltbildes
LESEPROBE - Über Gleichgewicht und Ausgewogenheit
LESEPROBE - Die verschiedenen Arten von Schicksalskrisen und der Sinn, der in ihnen verborgen liegt
LESEPROBE - Spiritualität darf nicht einengen - stets soll sie zu einer größeren Freiheit führen
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Wer glaubt, der Mensch sei nichts weiter als ein organisierter Klumpen Materie, seine Gefühle nichts als Chemie, entlarvt damit auch die Liebe als ein lediglich irrsinniges Spiel von Synapsen und Botenstoffen, einem Cocktail lästiger Hormonansammlungen und -Stauungen, gegen die man dann dringend mal etwas erfinden sollte, da sie die menschliche Urteilskraft empfindlich trüben und einschränken, damit also selbst aus darwinistischer Sicht ebenso viele Unsinnigkeiten mit sich bringen, wie ihr aus deren Lager gerade wieder scheinbar sinnvolle, rein biologische Begründungen zugeschrieben werden: "Alles notwendig und dafür da, um einen geeigneten Geschlechtspartner zu finden". Aha. Wie treffsicher die Liebe bzw. das Verliebtsein als Instinkt zum Auffinden eines geeigneten Geschlechtspartners ist oder nicht, zeigt sich natürlich daran, wie katastrophal falsch er eben oft liegt, und dadurch, dass viele Ehen oder Beziehungen deshalb dennoch kinderlos scheitern.

Wären die Liebe, das Leben und der Mensch selbst nichts weiter als die Ergebnisse purzelnder Materie, nichts anderes als ein sich überschlagen solcher Hormone, nichts weiter als organisiertes Chaos also, ein zufällig wohlklingender Rülpser aus der wabernden Ursuppe der Materie heraus, so würde damit alles, was des Menschen Wert und das menschliche Leben überhaupt ausmacht, Kunst, Kultur, Menschlichkeit, Barmherzigkeit, ja gerade eben solche Werte, die mit der Umbarmherzigkeit und der Grausamkeit der niederen, animalischen Gesetze der Natur nicht in Einklang zu bringen sind ad absurdum geführt und zur totalen Nichtigkeit hin degradiert werden. Freude wie Schmerz, die Essenz einer jeden menschlichen Erfahrung, Glück wie Leid, Sehnsucht und Hoffnung wären bedeutungslos. Und wofür dies alles dann, wozu dieses leben einer solch trügerischen menschliche Existenz, wozu jeden Tag aufs Neue aufstehen und sich den Mist der täglichen Routine geben, wozu sich dann diese ganze Pseudo-Kultur reinziehen, wozu Beethoven, wenn es dann ein chemischer Cocktail ebenso tun würde, wozu sich jeden Tag aufs Neue zum Leben und zum Leiden unter dann scheinbaren Nichtigkeiten oder eben für das rein illusorisches Glück besoffener Synapsen und hin- und her schwappender Botenstoffe entscheiden - nur um, als absolute Spitzenerfahrung der menschlichen Existenz und seiner Möglichkeiten tagtäglich wieder im Büro mit dem Kopierer zu kämpfen oder sich eine Kaffeemaschine mit Extra-Creme-Programm aufschwatzen zu lassen bis man eines Tages erschöpft ins eigene Grab sinkt?
Welch armselige Existenz, welch verhärmte Ansicht, welch erbitterte Niederlage so vieler Jahrtausende des Kampfes um spirituelles Licht und der geistigen Erlösung der Menschheit und gerade ihrer Befreiung von eben diesen illusiorischen Fesseln die sein geistiges Bewusstsein erblinden und an die Materie binden lassen.

Aber auch die Freude selbst, und jedes kleine Wunder des Lebens, wird dann zu einer bloßen biochemischen Reaktion, womit sie keinen Wert mehr haben, außer die gesamte biochemische Maschinerie, die wir dann in ihren Augen sind, kurzfristig zu stimulieren und damit am funktionieren zu halten. Für mich ist das kein erhabenes Leben, es ist geistiges Vegetieren, da es über ein bloßes ärmliches existieren nicht hinausgeht, die Vorstufe zu einem legitimierten Amoklauf - denn welchen wahren Wert kann ich meinem Mitmenschen schon beimessen, wenn er selbst, all seine Gefühle und Gedanken, im Grunde nichts anderes darstellt als nur eine biologische Maschine? Es gibt keinen Grund, warum diese Menschen nicht grausam werden sollten. Denn vor Strom, Chemie und Mineralien hat man nicht den Respekt, der über pure Berechnung hinaus geht. Wenn ein solcher Mensch nicht grausam und gnadenlos wird, macht er sich etwas vor, und glaubt in seinem tiefsten Herzen doch nicht ganz daran, dass wir alle nur aus Dreck, Wasser und Impulsen bestehen.

Nichts kann dann nämlich mehr Größe entnommen werden, nichts kann dann mehr Erhabenheit entnommen werden. Und wie kann ich meinen Kindern dann wahre Größe und Erhabenheit lehren? Und für was? Für den Gott der Synapsen und der wabernden Botenstoffe, für die man alles Gutes nun einzig tun würde? Für einen solchen einzigen Selbstbetrug, einer reinen pseudo-spirituellen, pseudo-kulturellen, pseudo-edlen Masturbation also? Und nichts anderes würde es dann darstellen.
Dies alles bedeutet die fortgeführte Konsequenz des sozialdarwinistischen Gedankengangs, und ein jeder oder ein jedes Medium, dass diesen propagiert, sollte sich darüber zugleich im klaren sein.
Nichts kann dann mehr der Freude entnommen werden, nichts der Liebe, nichts der Kunst, nichts der Treue, nichts dem Opfer, nichts der Freundschaft, nichts trostreichen Worten - außer jeweils der rein augenblicklichen Befriedigung selbst. Nichts wäre mehr beseelt, nichts mehr ein Wegweiser zu wahrer und echter Menschlichkeit. Und verneint man diese Tatsache, dass man all dies verliert, wenn man an einen solchen in allem und an allem reduzierten Menschen glaubt, dann verdrängt man entweder dieses Vegetieren, oder der Glaube an eine solche Sinnlosigkeit ist Gott sei dank nicht tief und umfassend genug. Wer immer wahrhaft und aus ganzem Herzen glaubt, der Mensch würde nur aus Strom und Chemie bestehen, dürfte kaum noch Lebenssinn empfinden, kaum noch Mut, Courage, Vision zur Veränderung. Ein solches Leben nicht als wirklich lebenswert empfinden. Tut er es aber doch - ist sein Glaube daran nicht hunderprozentig, nicht dicht, nicht umfassend konsequent. Vollkommen gelebter Sozialdarwinismus müsste entweder in vollkommener Trostlosigkeit, in der Psychatrie, im Gefängnis oder an der Wallstreet enden. Und in jedem Falle wäre es ein in seinen Grundzügen unmenschliches, ein unwürdiges Leben - würde der wahren inneren Natur des Menschen, seinen Anlagen und Bedürfnissen nicht gerecht werden. Derjenige Mensch würde kranken, an Geist, Seele, früher oder später auch am Leib, in seinem Umfeld, in seinen sozialen Beziehungen.
Warum aber pflegt und propagiert man dann heute ein solch unmenschliches Weltbild? Ein solches Weltbild stellt sich nicht als effizient dar, den Menschen zu motivieren, ihn zu beflügeln, ihn über sich selbst hinaus wachsen zu lassen. Es stellt sich nicht als effizient dar, die Gesellschaft zu verändern, was wiederum unser aller Lebensbedingungen verbessern würde.
Und überhaupt: Führten gerade diese einfachsten biologischen Bedürfnisse, die wir ja angeblich aus dem Tierreich mit hinüber ins Menschsein geschleppt hatten, für den Bau der Pyramiden von Gizeh, der gotischen Kathedralen oder der Raumfahrt?

Ein solch spirituell und kulturell sinnentleertes Leben ist ein des Menschen in gewisser Weise recht unwürdiges Leben. Ein Tier besitzt uns gegenüber einen gewissen Bonus: Es ist erfüllt von der bloßen, immerwährenden Gegenwart seines Erlebten, es kennt weder Vergangenheit noch Zukunft, nur den Augenblick, es denkt nicht nach, und muss das auch nicht. Deswegen ist es, in gewisser Weise, permanent erfüllt. Es lebt beständig in jenem Zustand, den wir als „Flowing bezeichnen, und der sich bei uns nur in kreativsten Momenten oder gänzlich ausfüllenden Erfahrungen einstellt, oft sind dies auch Grenzerfahrungen, Erfahrungen großen Leids oder großen Glücks.
Für gewöhnlich aber pendelt der Mensch ständig zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hin- und her, ist gezwungen sich seine gedankliche Richtung in jedem Moment selbst zu bestimmen, wie auch sein Selbstbild: da er sich seiner eigenen Persönlichkeit bewusst ist, und darum den Zwang besitzt über diese auch nachdenken zu müssen. Aufgrund all dieser Fähigkeiten des Menschen, die sein fortgeschrittenes Bewusstsein in ihm begründen, benötigt er SINN, um all diesen Fähigkeiten die ihm von Tier unterscheiden auch eine konstruktive Richtung zu geben. Vor Schwierigkeiten und Herausforderungen gestellt benötigt er Hoffnung, nach einer Niederlage Trost.
Wenn dieses nicht da ist, lebt er im Grunde das biologische Leben eines Tieres, nur elender noch, da ihm dessen unbewusste Erfüllung fehlt, und der Mensch in ihm hunger schreit.
Wie es der Mensch auch anstellt, dreht und wendet - er kann gar nicht mehr wahrhaft das Leben eines Tieres führen, selbst wenn er es wollte. Er ist dazu verdammt oder berufen, sich immer weiter auf den Weg einer Höherentwicklung zu begeben. Weg vom Tierischen, weg vom rein Irdischen, Materiellen. Was aber ist der Gegenpol vom Tierischen, Irdischen, Materiellen? Das Geistige, das Spirituelle, das Göttliche.

Zu glauben, all das Wunderbare das den Menschen ausmacht, könne alleine durch Strom und Chemie erzeugt und am Leben erhalten werden, und der Mensch wäre somit generell nur ein Produkt evolutionärem Zufalls, gleicht der Ansicht, es würde eine funktionsfähige Boeing747 dabei herauskommen, wenn ein Wirbelwind nur über einen Schrottplatz fegt, wie es ein Naturwissenschaftler einmal so treffend formulierte.

Ich glaube, diese verrohte Sichtweise des Lebens und aller Wesen stellt einen ungünstigen spirituellen Tiefpunkt der Gesellschaft und unserer Kultur dar, deren Wurzeln immerhin in einer tiefen Spiritualität verankert sind und sein Entstehen wurde begünstigt durch die Unausgewogenheit zwischen wuchernder Technik und materiellem Konsum contra dem gleichzeitigen Fehlen geistiger Erziehung, Werte, Moral etc., ist also ein Ausdruck des Materialismus, der Unfähigkeit des Geistes sich über die Materie zu erheben, durch die Materie hindurch seine eigene Geistigkeit noch zu erkennen. Der Mensch betrachtet die Materie, blickt aber nicht mehr durch diese Materie hindurch, und hält sich irriger weise selbst für einen solchen Klumpen Materie. Dass er durch diesen Glauben alle geistige, innere Freiheit gegenüber dem Materiellen verliert, die er als geistig bewusstes Wesen besäße, ist klar.

Ich persönlich, für mich, finde die folgende Unterscheidung und Differenzierung wichtig: Hier ich, Geist, unsterblich - da mein Körper, der aber nicht ICH ist, sondern ein biologisches Kleidungsstück, um auf dieser Welt funktionieren zu können. ER besteht aus Mineralien, elektrischen Impulsen und Chemie. ER unterliegt den Gesetzen und Bedürfnissen dieser Welt. ICH aber bestehe aus Erfahrung, aus Bewusstsein und Geist, das vielleicht sogar unabhängig von ihm existieren kann.
Wichtig wäre alleine die Bereitschaft zur Annahme: Dass nichts das uns wahrhaft ausmacht ausschließlich im Körper seine Ursache haben mag. Der Hormonspiegel, die Ausschüttung bestimmter Stoffe, jede biochemische Reaktion in unserem Vehikel mag viel eher lediglich eine Spiegelung unserer Gefühle hinab auf die physische Ebene sein, statt umgekehrt. In Seele und Geist sind die primären Ursachen zu sehen, bei allem was den wahren Menschen ausmacht. Natürlich gibt es eine wechselseitige Funktion: Seele und Geist bestimmen das biochemische Level des physischen Körpers, jedes Gefühl, jeder Gedanke wird im Physischen durch einen Botenstoff, einen Impuls, eine Bewegung widergespiegelt; aber durch die enge Verbundenheit mit dem Körper wirkt eine Behandlung des Körpers natürlich ebenso auf den Geist zurück - wie aber auch umgekehrt!

Wir alle glauben. Es gibt kein menschliches Sein ohne Glauben. Jeder glaubt stets an irgendetwas. Der eine an einen Gott, der andere an Wissenschaft, der eine daran was ein Magier, oder ein Philosoph der Antike ihm sagt, der andere daran was uns ein gescheiter Scientist sagt. Glaube ist eine Grundkraft des Menschen, und er ist gezwungen, sie in jeder Sekunde seines Daseins auszuüben. Glauben tut JEDER, ausnahmslos, ob er es verneint oder nicht. Wer an nichts glaubt, glaubt eben an das Nichts. Die Frage ist einfach, wohin man seinen Glauben richtet. In Richtung des Sinnentleerten, des Trostlosen, oder gar des Zerstörerischen - oder eben in eine konstruktivere Richtung.

Und ich ehrlich gesagt muss gestehen, dass alleine schon meine Vernunft sich merkt, dass die Wissenschaft sich allein in 10 Jahren öfters widerruft und neu aufstellt, als es philosophische Weisheiten über das Göttliche in zwei Jahrtausenden geschafft haben. Darum sagen mir meine Vernunft, meine Logik, mein Verstand und meine Weisheit: Halte Dich zuerst einmal an die jahrtausende alten Weisheiten, gleichzeitig an Dein eigenes Denken und Fühlen, DANN erst im Notfall an die Wissenschaft. Und letzteres mit kein bisschen weniger Skepsis als den Ersteren gegenüber. Und prüfe alles stets mit deinem gesunden Menschenverstand.

Wie traurig ist die Angst der westlichen Gesellschaft vor dem Tod, das Klammern an der Materie, die moderne Unfähigkeit zu glauben und sich über die Materie zu erheben, wenn ich bei Völkern und in anderen Kulturen sehe, wie sich Menschen Kraft ihres Glaubens zu einem Leben beflügeln, das bis an seine Grenzen geht, jenseits aller Gleichgültigkeit, und so voller geistiger und spiritueller Würde ist, voller Stolz ein Mensch zu sein, ein geistig-seelisches Wesen, auf dieser Welt nicht, aber nicht von dieser Welt.


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Wie kann man einen Atheisten überzeugen, dass er eine Seele hat?

23.06.2011 um 09:07
@The_Sorcerer

Das es eine Tendenz gibt, Behauptungen, die mit einem wissenschaftlichen Anstrich daherkommen, ungeprüft zu übernehmen ist unbestritten. Das ist bedeuerlich, aber ich kann dich beruhigen, von dieser Krankheit sind nicht nur Atheisten betroffen. Dem Scherz mit den Hodenkrebs verursachenden Cellos sind auch Theisten, Deisten und Esoteriker mehr oder weniger schutzlus ausgeliefert. Allein die vergleichsweise kleine Gruppe von Cellospielern und deren näherem Umfeld wird wohl den Braten gerochen haben.

Was mich in der Hauptsache an dem Artikel stört, ist die ständige Behauptung Atheismus führe zu Sozialdarwinismus und Lieblosigkeit.
The_Sorcerer schrieb:Wären die Liebe, das Leben und der Mensch selbst nichts weiter als die Ergebnisse purzelnder Materie, nichts anderes als ein sich überschlagen solcher Hormone, nichts weiter als organisiertes Chaos also, ein zufällig wohlklingender Rülpser aus der wabernden Ursuppe der Materie heraus, so würde damit alles, was des Menschen Wert und das menschliche Leben überhaupt ausmacht, Kunst, Kultur, Menschlichkeit, Barmherzigkeit, ja gerade eben solche Werte, die mit der Umbarmherzigkeit und der Grausamkeit der niederen, animalischen Gesetze der Natur nicht in Einklang zu bringen sind ad absurdum geführt und zur totalen Nichtigkeit hin degradiert werden. Freude wie Schmerz, die Essenz einer jeden menschlichen Erfahrung, Glück wie Leid, Sehnsucht und Hoffnung wären bedeutungslos. Und wofür dies alles dann, wozu dieses leben einer solch trügerischen menschliche Existenz, wozu jeden Tag aufs Neue aufstehen und sich den Mist der täglichen Routine geben, wozu sich dann diese ganze Pseudo-Kultur reinziehen, wozu Beethoven, wenn es dann ein chemischer Cocktail ebenso tun würde, wozu sich jeden Tag aufs Neue zum Leben und zum Leiden unter dann scheinbaren Nichtigkeiten oder eben für das rein illusorisches Glück besoffener Synapsen und hin- und her schwappender Botenstoffe entscheiden - nur um, als absolute Spitzenerfahrung der menschlichen Existenz und seiner Möglichkeiten tagtäglich wieder im Büro mit dem Kopierer zu kämpfen oder sich eine Kaffeemaschine mit Extra-Creme-Programm aufschwatzen zu lassen bis man eines Tages erschöpft ins eigene Grab sinkt?
Welch armselige Existenz, welch verhärmte Ansicht, welch erbitterte Niederlage so vieler Jahrtausende des Kampfes um spirituelles Licht und der geistigen Erlösung der Menschheit und gerade ihrer Befreiung von eben diesen illusiorischen Fesseln die sein geistiges Bewusstsein erblinden und an die Materie binden lassen.
Ich meine in diesem Absatz die Kernproblematik des Artikels ausgemacht zu haben. Der Autor ist tief verunsichert über die Natur der Welt in der er lebt und den Wert seines und des Lebens allgemein. Der Hang, die menschliche Existenz zu überhöhen, ihr einen quasi von aussen mitgebenen Sinn zu unterstellen offenbart die Furcht vor der eigenen Endlichkeit. Die Tatsache dass das Leben endet wird als so erschreckend wahrgenommen, dass es ein Vehikel braucht, eine Existenz über der Existenz, um das tägliche Leben zu überstehen. "Ja, es gibt ein Leben nach dem Tod. Ja, es gibt ein Paradies, Ja, ich werde wiedergeboren." Das heisst doch nichts andreres als: "Oh mein Gott, ich werde sterben. Der Herr steh' mir bei."

Und so wird dann unterstellt, dass ein Atheist, der die Liebe nicht als esoterisch/gottgegebene Kraft erfährt, eigentlich gar nicht lieben kann, das ein Atheist verroht sei gegen die Dinge, die einen Menschen und ein Menschenwürdiges Leben ausmachen. Das ist nicht richtig.

Ich bin Atheist.

Ich finde mich in der Gesellschaft gut zurecht, ich schätze Shakepeare und Goethe wie ich Richard David Precht und Richard Dawkins schätze. Ich bin Vegetarier, weil ich Tieren auch ein Recht auf artgerechtes Leben einräume. Ich habe bisher niemanden getötet, weil sein Parkplatz aus sozialdarwistischen Gründen eigendlich mir zustand. Mag man kaum glauben, hmm? Ich sage meiner Freundin täglich, dass ich sie Liebe, weil es das ist was ich empfinde. Unabhängig davon, dass ich Liebe nicht als überirdisch/gottgegeben verstehe.

Ich habe Werte und eine positive Menschensicht, die ich aber nicht aus religiösen Leeren ableite. sondern aus Existenzphilosophischen.

Nun meine Frage: Warum fühlst du dich genötigt Atheisten von der Existenz einer Seele zu überzeugen? Ich glaube, du suchst nach Bestätigung für deinen Glauben. Du möchtest hören, dass andere sagen: "Ja, das ist so. Du hast mich überzeugt."

Soviel für jetzt. Ich könnte noch viel mehr schreiben, aber mir läuft die Zeit davon. Vielleicht heute abend.

CU

PS: Atheisten sind auch nur Menschen, habt uns lieb, Ihr Moslems, Juden und Christen, Taoisten und Buddhisten. Wir suchen auch nur unseren Platz in der Welt. :)


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Wie kann man einen Atheisten überzeugen, dass er eine Seele hat?

23.06.2011 um 11:22
Der geneigte Lese möge meine innovative Schreibung des Namens "Shakespeare" entschuldigen. :) Der Fehler ist meinem vergeblichen Versuch pünktlich zur Arbeit zu erscheinen geschuldet. :/


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Wie kann man einen Atheisten überzeugen, dass er eine Seele hat?

23.06.2011 um 14:16
Schenk ihm eine kleine Katze. Wenn er dieser länger als drei Minuten zusieht wird er gestehen müssen, das er eine Seele hat. :)

PS: Und nur weil man nicht an Götter glaubt, muss man ja nicht glauben keine Seele zu haben. :o


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