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Gott, kein Gott, und was wir sonst noch nicht wissen

35.439 Beiträge, Schlüsselwörter: Gott, Himmel, Hölle, Atheismus, Atheist

Gott, kein Gott, und was wir sonst noch nicht wissen

14.08.2012 um 14:35
@Kayla
Würde ich jetzt so nicht sagen. Ich erkenne auch keine Spiritualität in Naturgesetzen und bin trotzdem kein Atheist.

Ich habe immer das Gefühl, Atheisten ist Glaube ein bisschen... naja, zu kompliziert. Sie können nicht über das hinaus denken, was sie vermeintlich "sehen" und "greifen", bzw. "beweisen" können.

Daher immer dieses Missverständnis, worauf auch @shauwang hingewiesen hat:

Glaube bedeutet nicht, auch wenn das viele Gläubige tun, die Wissenschaft zu leugnen oder auf Biegen und Brechen mit der Bibel in Einklang bringen zu müssen.

Glaube und Wissenschaft sind zwei verschiedene Dinge, sie können sich gar nicht "widersprechen", weil es zwei unterschiedliche Lager sind.
Das ist, als wenn ich sagen würde die Grimmschen' Märchen sind alle Mist, weil in Wirklichkeit können Wölfe nicht sprechen.
Das bedeutet aber nicht, dass Märchen Mist sind, sie sind Kulturgut mit komplexen psychologischen Hintergründen und Aussagen. Wenn ich sie verurteile, nur weil sie einem wissenschaftlichen Fakt widersprechen, habe ich einfach nicht verstanden, worum es in den Märchen geht.
Das bedeutet nicht, dass eine fiktive Geschichte weniger Wahrheitsanspruch hat, nur eben auf einer anderen Ebene.


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Gott, kein Gott, und was wir sonst noch nicht wissen

14.08.2012 um 14:36
@Kayla
Wir haben aber irgendwann harausgefunden, das die Erde die Sonne Umkreist und nicht umgekehrt.
Auch das die Erde Flach ist und von Elephanten getragen wird ist eine überholte Vorstellung. Zeus schleudert schliesslich auch nicht die Blitze Vom Himmel oder? Das glaubten aber viele.

Ich, als Atheist, lehne Gott nicht ab, ich glaube einfach nicht an ihn. Ich hasse Gott auch nicht, genauso wenig wie ich Spidermann oder den Sockengnom hasse. Du hast davon natürlich nichts geschrieben, es soll nur verdeutlichen was ich meine.

Die Bibel wird, nachdem eine Wissenschaftliche Theorie die veröffentlicht wird zu rate gezogen. Man findet dann schnell heraus das, wenn man ganug interpretiert, diese Erkennnis schon in der Bibel stand.

Seltsmerweise aber immer erst nachdem die Wissenschft ihre Theorie veröffenlicht hat.


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Gott, kein Gott, und was wir sonst noch nicht wissen

14.08.2012 um 14:41
@Ahiru
Ahiru schrieb:Das bedeutet nicht, dass eine fiktive Geschichte weniger Wahrheitsanspruch hat, nur eben auf einer anderen Ebene.
Häufig wird die Bibel als Wahr im Sinne von Wissenschafllich wahr bezeichnet oder?
Wer diese Aussergewöhliche Theorie vertritt. hat eine aussergewöhliche Beweislast.

Ich finde glauben an Gott ist nicht kompliziert.
Es gibt einfach keinen Grund anzunehmen das ich in die Hölle oder den Himmel komme, solange ich dafür keine Belge habe. die Bibel taugt als Beweis nicht alzu viel.


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Gott, kein Gott, und was wir sonst noch nicht wissen

14.08.2012 um 14:45
@Snowman_one
Snowman_one schrieb:Die Bibel wird, nachdem eine Wissenschaftliche Theorie die veröffentlicht wird zu rate gezogen. Man findet dann schnell heraus das, wenn man ganug interpretiert, diese Erkennnis schon in der Bibel stand.

Seltsmerweise aber immer erst nachdem die Wissenschft ihre Theorie veröffenlicht hat.
Da geht es aber nicht nur der Bibel so.
Viele Methoden und viel Wissen, dass antiken Gesellschaften abgesprochen wurde, wurde auch erst "dank" der Wissenschaft verworfen und dann wiederentdeckt.
Snowman_one schrieb:Häufig wird die Bibel als Wahr im Sinne von Wissenschafllich wahr bezeichnet oder?
Wer diese Aussergewöhliche Theorie vertritt. hat eine aussergewöhliche Beweislast.
Ich vertrete diese These nicht, zumindest, was den naturwissenschaftlichen Part betrifft.
Snowman_one schrieb:Ich finde glauben an Gott ist nicht kompliziert.
Es gibt einfach keinen Grund anzunehmen das ich in die Hölle oder den Himmel komme, solange ich dafür keine Belge habe. die Bibel taugt als Beweis nicht alzu viel.
Aber daran sieht man, dass es anscheinend zu komplex für dich ist, um es zu verstehen. So wie du Glauben "erklärst", merkt man, dass du das Konzept nicht greifen kannst. Das meine ich jetzt nicht böse, soll auch nicht heißen, dass Atheisten per se dumm sind, aber es ist einfach so, dass du weder meine Aussage noch Glauben verstehst.
Du schreibst nämlich gerade:"Nur weil bei Grimm steht, dass der Wolf spricht, ist das kein Beweis."

Aber natürlich wissen auch diejenigen, die die Botschaft hinter dem Märchen verstehen und an sie glauben, dass Wölfe nicht sprechen können.


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Gott, kein Gott, und was wir sonst noch nicht wissen

14.08.2012 um 14:52
@Ahiru
Ich habe mal an Santa Claus geglaubt, tue ich jetzt aber nicht mehr. Hat sich leider herausgestellt, das meine Eltern mich belogen haben. Vermutlich gibt es Aufgrund der heutigen Beweislage, keinen triftigen Grund zu glauben das Santa existiert.
Wie du siehst ist glauben nicht sehr komplex, man tut es einfach. Und leider meist ohne guten Grund


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Gott, kein Gott, und was wir sonst noch nicht wissen

14.08.2012 um 14:57
@Snowman_one
Nee, du hast es immer noch nicht verstanden... Ich habe als Kind an den Nikolaus geglaubt... Und dann festgestellt, dass es mein Onkel war. Deswegen heißt das aber nicht, dass ich nicht mehr an die Botschaft glaube, die hinter dem heiligen Nikolaus steckt.
Ich habe ein Konzept, dass ich nicht verstanden habe, nicht einfach verworfen, sondern bin daran gewachsen.
Mir ist sehr wohl klar, dass man Gott nicht beweisen kann. Glauben heißt aber nicht wissen... So definiert sich Glaube. Würde ich es wissen, könnte ich es nicht mehr glauben.

Würdest du wissen und beweisen können, dass Gott existiert, hättest du davon gar nichts, weil du immer noch nicht glauben könntest. Ergo würdest du genauso in die Hölle kommen, oder was du eben darunter verstehen willst.


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trance3008
ehemaliges Mitglied

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Gott, kein Gott, und was wir sonst noch nicht wissen

14.08.2012 um 14:59
@Snowman_one

Da geb ich dir recht. Und meistens wird man in einen bestimmten Glauben hineingeboren, es wird zu einem Teil des eigenen Lebens und man hält es für so selbstverständlich, dass man sich ein anderes Leben nicht vorstellen kann. Und auch da steckt nichts Komplexes hinter, sondern schlichte Indoktrination. Komplex wird es eher erst dann, wenn man versucht, von diesem indoktrinierten Glauben loszukommen und ihn hinterfragt.


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Gott, kein Gott, und was wir sonst noch nicht wissen

14.08.2012 um 15:06
@Ahiru
Ich könnte, wenn ER beweisen wäre, sehr wohl an ihn glauben. Aber anbeten würde ich selbst dann noch nicht. Aber ich hätte einen guten Grund zu glauben das Gott existiert, genau wie auch glaube das New York existiert, obwohl ich noch nie dort war. Die Beweislast ist einfach zu Gross bei New York. Bei Gott allerdings...

Wenn du also sagst z.B. sagst "Ich weiss das Gott meine Gebete erhört", meinst du also nur ' du glaubst das er es hört'.


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der-Ferengi
ehemaliges Mitglied

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Gott, kein Gott, und was wir sonst noch nicht wissen

14.08.2012 um 15:08
@trance3008
trance3008 schrieb:Und meistens wird man in einen bestimmten Glauben hineingeboren, es wird zu einem Teil des eigenen Lebens ...
Zum ersten Teil gebe ich Dir recht. Ja ich bin in eine ev. Familie geboren,
aber zum Teil unseres Lebens ist es in unserer Familie nie gekommen, trotz
dessen wir gegenüber der Kirche wohnten.
In jungen Jahren sind wir mit unseren Eltern natürlich jeden Sonntagmorgen
mit rüber in die Kirche gegangen. Mit zunehmenden Alter wurde es aber immer
weniger, da immer langweiliger. Und spielen im Hof hinterm Haus war viel in-
teressanter, als 'ne gute Stunde auf einer Holzbank stillzusitzen.


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Gott, kein Gott, und was wir sonst noch nicht wissen

14.08.2012 um 15:11
@trance3008
trance3008 schrieb:Komplex wird es eher erst dann, wenn man versucht, von diesem indoktrinierten Glauben loszukommen und ihn hinterfragt.
Da muss ich widersprechen.
Kompliziert wird es dann, wenn man den Glauben hinterfragt hat und dann versucht, zu ihm zurück zu finden.
Hinterfragen und verwerfen ist leicht, aber dann sollte man auch versuchen, Antworten zu finden. Deswegen kann man nicht in einen Glauben hineingeboren werden, weil man ihn verstehen muss. Wer nur blind glaubt, glaubt nicht wirklich.

@Snowman_one
Snowman_one schrieb:Ich könnte, wenn ER beweisen wäre, sehr wohl an ihn glauben. Aber anbeten würde ich selbst dann noch nicht. Aber ich hätte einen guten Grund zu glauben das Gott existiert, genau wie auch glaube das New York existiert, obwohl ich noch nie dort war. Die Beweislast ist einfach zu Gross bei New York. Bei Gott allerdings...
Nein, könntest du nicht. Wenn du nicht ohne Beweise glaubst, kannst du nicht glauben. Aber das ist, wie gesagt, zu komplex. Das verstehen VIELE nicht. Schon allein die Tatsache, dass du hier immernoch versuchst, mit Beweisen zu argumentieren, zeigt mir, dass du es nicht verstehen kannst.
Vielleicht hast du irgendwann den Horizont, um dich damit auseinander zu setzen, aber im Moment macht es auch für mich keinen Sinn, weiterhin zu versuchen, dir Glauben zu erklären :)
Snowman_one schrieb:Wenn du also sagst z.B. sagst "Ich weiss das Gott meine Gebete erhört", meinst du also nur ' du glaubst das er es hört'.
Naja, zunächst sag ich das mal nicht, aber das nur am Rande.
Das ist ja genau, was einen Gläubigen von einem Ungläubigen unterscheidet... Ich weiß dies und das und jenes. Wieso? Nicht weil es jedermann sehen und nachprüfen kann. Ich habe mir eine Weltsicht und ein inneres moralisches Wertekonstrukt erarbeitet, nachdem ich nahezu ohne Konflikte glücklich leben kann.
Und der Knackpunkt ist: Erarbeitet!

Die Atheisten fragen immer nur:"Wie kann man sowas glauben?" oder "Wie kann Gott ... zulassen?"
Fragt doch nicht andere, findet es doch mal selber raus. Denkt nach. So hab ichs auch gemacht.


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trance3008
ehemaliges Mitglied

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Gott, kein Gott, und was wir sonst noch nicht wissen

14.08.2012 um 15:14
@der-Ferengi

Naja, ich nehme an, du und deine Familie seid nicht besonders religiös? Dann kann ich es durchaus nachvollziehen, dass es bei euch nie so ein ausgeprägtes Interesse für den christlichen Glauben gab. Aber in meinem Beispiel waren eben die Menschen gemeint, die ihre Religion ernst nehmen. Bei Muslimen ist es beispielsweise oft der Fall. Bei vielen Juden auch. Das Christentum wird allerdings größtenteils nicht mehr allzu ernst genommen. Zumindest nicht in Deutschland. Bei den katholischen Italienern z.B. ist das wiederum etwas anders... Und das liegt auch größtenteils daran, dass sie mit diesem Glauben aufgezogen werden.


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Gott, kein Gott, und was wir sonst noch nicht wissen

14.08.2012 um 15:20
@Ahiru
Ahiru schrieb:Die Atheisten fragen immer nur:"Wie kann man sowas glauben?" oder "Wie kann Gott ... zulassen?"
Fragt doch nicht andere, findet es doch mal selber raus. Denkt nach. So hab ichs auch gemacht.
Danke hierfür. Du sprichst mir aus der Seele. Ich komm aus einem nicht religiösen Umfeld. Hab mir aber über 20 Jahre meine Einstellung über "den" Glauben "erarbeitet". Das ist manchmal wie in einem Labyrinth. Aber die Lösung ist gar nicht mal so schwierig. Nur verraten, bzw. erklären kann man sie niemanden, der sich noch nicht auf den Weg begeben hat.


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Gott, kein Gott, und was wir sonst noch nicht wissen

14.08.2012 um 15:20
@Ahiru
Die meisten Menschen werden sich ein moralisches Wertekonstrukt, mit dem sie gut leben können, erarbeitet haben.

Die Fragen der Atheisten, die du zum Schluss anführst, sind als Argumente gegen Menschen gedacht, die ihre persöhnlichen religiösen Ansichten als moralische Rechtfertigung nutzen, wenn sie den moralischen Grundsätzen der Gesellschaft offensichtlich entgegen arbeiten.


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Freakazoid
ehemaliges Mitglied

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Gott, kein Gott, und was wir sonst noch nicht wissen

14.08.2012 um 15:21
@Ahiru

Das hört sich so an, als würdest du Glauben des Glaubens willen.
Ahiru schrieb:Die Atheisten fragen immer nur:"Wie kann man sowas glauben?" oder "Wie kann Gott ... zulassen?"
Fragt doch nicht andere, findet es doch mal selber raus. Denkt nach. So hab ichs auch gemacht.
Mir geht das so nicht. Fragen also alle Atheisten das?

Ich kann nicht blind an etwas Glauben, dessen Beweislast und Faktenlage eher erschreckend gering ist.

Offensichtlich hast du allerdings deinen eigenen Glauben erschaffen, der wahrscheinlich Elemente aus mehreren schon vorhandenen Religionen besitzt.

Das natürlich super toll für dich, aber das bringt anderen genau nichts.

Aber um die Fragen runter zubrechen, die Atheisten angeblich dauernd stellen.

"Wie kann man sowas glauben?"
Erstmal ist sie viel zu Allgemein gefast und bezieht sich dann immer nur auf einen speziellen Glauben in dem Falle.

"Wie kann Gott... zulassen?"
Das ist die spannendere Frage.

Diese Frage wird gestellt, wenn Gott angeblich anfängt sich im Leben von Menschen einzumischen.
Dann darf ich auch fragen, warum er einen wohlgenährten Europäer hilft, aber dem kleinen Afrikanischen Kind nicht.
Der Plan dem einen zu helfen und den anderen verhungern zu lassen oder, na ja das seine Eltern umgebracht werden und er als Kindersoldat benutzt wird oder falls es eine Sie ist, als Sexsklavin missbraucht zu werden.
Ja, es sind Menschen, die ihm das schlimme an tun, aber warum sollte er jemanden in Europa helfen, dem na ja nicht so wirklich was schlimmes passieren kann, aber den erstaunlich vielen Kinder in Afrika nicht?

Diese Frage würde ich einem Glaubigen also gar nicht stellen, wenn der Gläubige vorher nicht behauptet hätte, dass Gott eben dies tut, eingreifen.


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Gott, kein Gott, und was wir sonst noch nicht wissen

14.08.2012 um 15:23
@Ahiru
Ahiru schrieb:Nein, könntest du nicht. Wenn du nicht ohne Beweise glaubst, kannst du nicht glauben. Aber das ist, wie gesagt, zu komplex.
Schon gut. :)
Ich glaube zwar, aber falsch.

Das Problem ist das dieser Blinde Glaube, auch andere Entscheidungen Beinflussen kann in deinem Leben. Relgion, ich nenn das jetzt mal so zur Vereinfachung so, ist keine in sich Geschlossene Blase.

Deshalb ist mir wohl wichtg ob das was ich glaube auch wahr ist. Und mit wahr meine ich im Wissenschafltichen Sinne.
Wenn dir das aber egal ist, müsstest du konsequenterweise alles blind glauben, was irgendjemand erzählt. Ich gehe aber mal davon aus das dem nicht so ist.
Und das Obwohl für die existenz von Feen gleich viel sprich wie für Gott.


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trance3008
ehemaliges Mitglied

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Gott, kein Gott, und was wir sonst noch nicht wissen

14.08.2012 um 15:23
Ahiru schrieb:Hinterfragen und verwerfen ist leicht
Es ist überhaupt nicht leicht, etwas zu hinterfragen, was von Geburt an Teil des eigenen Lebens gewesen ist. Frag mal die Ex-Muslime, wie leicht ihnen sowas fiel. Denn sie haben es bekanntermaßen am schwersten, aus ihrer Religion auszusteigen.
Ahiru schrieb:Kompliziert wird es dann, wenn man den Glauben hinterfragt hat und dann versucht, zu ihm zurück zu finden.
Also mir sind nicht viele derartige Fälle bekannt. Vermutlich weil Menschen, die erst einen Abstand zu ihrem anerzogenen Dogma gewonnen haben, dann merken, was für ein Blödsinn es ist, und es dann dementsprechend albern sehen, zu diesem Aberglauben zurückzukehren, anstatt Fakten anzuerkennen, welche rationales und logisches Denken liefern kann.
Ahiru schrieb:Wer nur blind glaubt, glaubt nicht wirklich.
Ein Glaube kann nur blind sein, weil er auf keinen Fakten beruht. Man hat das zu akzeptieren, was die "Heiligen Schriften" der eigenen Ideologie einem erzählen. Überprüfen lassen sie sich nicht. Genauso wenig wie der Gott, auf den sie sich berufen.


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Cricetus
ehemaliges Mitglied

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Gott, kein Gott, und was wir sonst noch nicht wissen

14.08.2012 um 15:29
@trance3008
Aber es gibt ja durchaus Unterschiede zwischen Gläubigen. Zum einen diejenigen, die völlig blind irgendwelchen religiösen Führern hinterherlaufen und stumpf ihre religiösen Bücher auswendig lernen und auf der anderen Seite diejenigen, die die religiösen Bücher mit einem gewissen Abstand sehen und auch ihre religiösen Führer hinterfragen bzw. verhindern, dass diese überhaupt in eine Position kommen, die ihnen erlaubt, Dogmen oder dergleichen zu erlassen.


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Gott, kein Gott, und was wir sonst noch nicht wissen

14.08.2012 um 15:40
@Pantha
Pantha schrieb:Die meisten Menschen werden sich ein moralisches Wertekonstrukt, mit dem sie gut leben können, erarbeitet haben.

Die Fragen der Atheisten, die du zum Schluss anführst, sind als Argumente gegen Menschen gedacht, die ihre persöhnlichen religiösen Ansichten als moralische Rechtfertigung nutzen, wenn sie den moralischen Grundsätzen der Gesellschaft offensichtlich entgegen arbeiten.
Sorry, aber so oft wie ich von Atheisten blöd angelabert werde und mir sowas anhören darf, muss ich dir auch da widersprechen. "Wie kann Gott so viel Leid auf der Welt zulassen?" ist eines der "Totschlagargumente" von Atheisten.

@Freakazoid
Freakazoid schrieb:Ich kann nicht blind an etwas Glauben, dessen Beweislast und Faktenlage eher erschreckend gering ist.
Wo wir wieder bei dem Punkt wären, dass du das Glaubenskonzept an sich nicht verstanden hast. Es geht hier nicht um Beweise oder Fakten, es geht um Glauben...
Wenn es jeder beweisen könnte, brauchte keiner mehr Glauben. Dann wäre es keine freie Wahl mehr, an Gott zu glauben. Du müsstest es tun, weil du ja wüsstest, dass er existiert. Und das ist dann kein Glaube mehr.
Freakazoid schrieb:Offensichtlich hast du allerdings deinen eigenen Glauben erschaffen, der wahrscheinlich Elemente aus mehreren schon vorhandenen Religionen besitzt.
Nope. Fahre mit Katholizismus ganz gut.
Freakazoid schrieb:Diese Frage würde ich einem Glaubigen also gar nicht stellen, wenn der Gläubige vorher nicht behauptet hätte, dass Gott eben dies tut, eingreifen.
Dann biste ja schonmal nen Schritt weiter.

Und richtig, MEIN Glaube hilft niemandem. Ist etwas, was jeder für sich begreifen muss.

@Snowman_one
Snowman_one schrieb:Das Problem ist das dieser Blinde Glaube, auch andere Entscheidungen Beinflussen kann in deinem Leben. Relgion, ich nenn das jetzt mal so zur Vereinfachung so, ist keine in sich Geschlossene Blase.
Zum Beispiel?
Snowman_one schrieb:Deshalb ist mir wohl wichtg ob das was ich glaube auch wahr ist. Und mit wahr meine ich im Wissenschafltichen Sinne.
Wenn dir das aber egal ist, müsstest du konsequenterweise alles blind glauben, was irgendjemand erzählt. Ich gehe aber mal davon aus das dem nicht so ist.
Und das Obwohl für die existenz von Feen gleich viel sprich wie für Gott.
Du wirst nie etwas "wahres" finden, auch nicht im wissenschaftlichen Sinne. Am Ende ist das Meiste Interpretationssache. Klar, ein paar Fakten sind immer da, wie die Schwerkraft. Aber um das zu "wissen", bräuchte ich keine Wissenschaft. Das kann ich selber sehen. Nur warum, dafür bräuchte ich die Wissenschaft. Aber bei vielen anderen Dingen ist sich die Wissenschaft ja selber uneins und man sieht ja, dass sich das "wahre" und "objektive" Wissen über die Jahrtausende immer wieder verändert hat. Von daher fände ich es arrogant davon aus zu gehen, dass ausgerechnet wir so nah dran an der "Wahrheit" sein sollen.

Und nein, ich muss gar nichts blind glauben. Mein Glaube ist auch nicht blind. Ich habe mich damit auseinandergesetzt und einen Sinn darin gefunden.
Aber diesen Sinn muss jeder selbst finden, den kann dir kein Wissenschaftler vorgeben.

@trance3008
trance3008 schrieb: Frag mal die Ex-Muslime, wie leicht ihnen sowas fiel. Denn sie haben es bekanntermaßen am schwersten, aus ihrer Religion auszusteigen.
Liegt aber nicht am Glauben, sondern an ihrem Sektenähnlichen Umfeld. Das gleiche könnte ich dann von einer politischen Überzeugung behaupten.
trance3008 schrieb:Also mir sind nicht viele derartige Fälle bekannt. Vermutlich weil Menschen, die erst einen Abstand zu ihrem anerzogenen Dogma gewonnen haben, dann merken, was für ein Blödsinn es ist, und es dann dementsprechend albern sehen, zu diesem Aberglauben zurückzukehren, anstatt Fakten anzuerkennen, welche rationales und logisches Denken liefern kann.
Also in deinen Augen sind alle Religionen albern und Leute, die daran glauben sowieso dumm? Interessant, wie du die Leute diskriminierst und deren Glauben beleidigst. Also in deinen Augen bin ich dir intellektuell unterlegen, nur weil ich eine Religion habe? Hätte ich aber jetzt einen wissenschaftlichen Titel, wäre ich dir überlegen?
Und doch, ich kenne eigentlich unter den wahren Gläubigen nur solche Fälle. Anders kann es ja gar nicht gehen.
trance3008 schrieb:Ein Glaube kann nur blind sein, weil er auf keinen Fakten beruht. Man hat das zu akzeptieren, was die "Heiligen Schriften" der eigenen Ideologie einem erzählen. Überprüfen lassen sie sich nicht. Genauso wenig wie der Gott, auf den sie sich berufen.
Und wieder kann ich nur sagen, du ziehst über Glauben und Religion her, verstanden hast du sie aber nicht... Was soll man da sagen? Lies meine anderen Posts, auf so einem Niveau kann ich ewig gegen eine Wand diskutieren...

@Burnistoun
Glauben ist wirklich harte Arbeit, man muss sich viel mit philosophischen und abstrakten Dingen auseinandersetzen und sich ein paar grundlegende Fragen stellen, wenn man zum Glauben finden will... Natürlich ist es da einfacher, zu sagen "wenns nicht im Stern oder im Spiegel steht, glaub ich nicht daran."


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Reigam
ehemaliges Mitglied

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Gott, kein Gott, und was wir sonst noch nicht wissen

14.08.2012 um 15:45
Ahiru schrieb:Wenn es jeder beweisen könnte, brauchte keiner mehr Glauben. Dann wäre es keine freie Wahl mehr, an Gott zu glauben. Du müsstest es tun, weil du ja wüsstest, dass er existiert. Und das ist dann kein Glaube mehr.

Selbst dann hätte man eine Wahl. Nur weil ein Gott bewiesen wäre, müsste man nicht an ihn glauben.


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shauwang
ehemaliges Mitglied

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Gott, kein Gott, und was wir sonst noch nicht wissen

14.08.2012 um 15:46
der @der-Ferengi
hat hier was geschrieben,wie das mit dem Glauben abläuft.
der-Ferengi schrieb:In jungen Jahren sind wir mit unseren Eltern natürlich jeden Sonntagmorgen
mit rüber in die Kirche gegangen. Mit zunehmenden Alter wurde es aber immer
weniger, da immer langweiliger. Und spielen im Hof hinterm Haus war viel in-
teressanter, als 'ne gute Stunde auf einer Holzbank stillzusitzen.
ich hab das an ca 60 Schülern erlebt,im ersten schuljahr gingen alle brav in die Kirche jeden Sonntag. Die kamen damals alle aus Famielen die einer Konfession zu gehörten und alle wurden auch Gleich belehrt i rReliunterricht. Mit den Schuljahren waren es immer weniger geworden , die in die Kirche gingen, warum, daß hat @der-Ferengi
gut beschrieben weil

Und spielen im Hof hinterm Haus war viel in-
teressanter, als 'ne gute Stunde auf einer Holzbank stillzusitzen.
man wird weder als Atheist oder Gläubiger geboren, sondern entwickelt sich dazu.

Woran das liegt ?

das sagte Jesus schon vor 2000 Jahren

18 So hört nun ihr dies Gleichnis von dem Sämann:

19 Wenn jemand das Wort von dem Reich hört und nicht versteht, so kommt der Böse und reißt hinweg, was in sein Herz gesät ist; das ist der, bei dem auf den Weg gesät ist.

20 Bei dem aber auf felsigen Boden gesät ist, das ist, der das Wort hört und es gleich mit Freuden aufnimmt;

21 aber er hat keine Wurzel in sich, sondern er ist wetterwendisch; wenn sich Bedrängnis oder Verfolgung erhebt um des Wortes willen, so fällt er gleich ab.

22 Bei dem aber unter die Dornen gesät ist, das ist, der das Wort hört, und die Sorge der Welt und der betrügerische Reichtum ersticken das Wort, und er bringt keine Frucht.

23 Bei dem aber auf gutes Land gesät ist, das ist, der das Wort hört und versteht und dann auch Frucht bringt; und der eine trägt hundertfach, der andere sechzigfach, der dritte dreißigfach.

http://www.bibleserver.com/text/LUT/Matthäus13%2C4

Soll mir hier also kein Atheist kommen,er sei Atheist geworden weil es weils keine Beweise gäbe,der wirkliche Grund steht oben

Hier findet die Scheidung statt, in Atheisten und Gläubige


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