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Asentreue / Asatru

1.052 Beiträge, Schlüsselwörter: Odin, Asatru, Asentreu

Asentreue / Asatru

21.05.2014 um 21:12
@tris Möglich ja, wobei wir dann wieder an Punkt kommen inwiefern, ja ob Frauen auf víking gingen. Aber wie du selber schon geschrieben hast werden auch Frauen gekämpft haben, wenn es nötig wa,r unabhängig der víking.

Auch gab es gewiss genug kriegerische Auseinandersetzungen auf dem Lande ohne das man diese als víking bezeichnen könnte.


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Asentreue / Asatru

22.05.2014 um 23:00
@skjelMHoedur
Davon abgesehen war die nordische Religion wohl nicht ohne Weiteres mit den aufkommenden monotheisischen Religionen vergleichbar. Es gab zwar Kultstätten, Blozen und Dergleichen, aber keine heilige Schrift oder so. Die Religion wurde wohl eher ,,für sich" ausgeübt, nicht in den Formen, die man vom Christentum kennt.
Das zeigt sich auch daran, daß die Viking-Fahrer keinen Wert darauf legten, die Besiegten zum Konvertieren zu zwingen. Stattdessen übernahmen viele Nordmänner, die anderswo heimisch wurden, die örtlichen Gebräuche (zB Normannen im heutigen nordfrankreich oder Russ im heutigen Russland, welches von diesen seinen Namen erhielt).


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Asentreue / Asatru

22.05.2014 um 23:58
@Grymnir

Ich nehme an das trifft auf fast jede vorchristliche Religion in Europa zu.
Inwiefern sie keinen Wert auf ihre Religion hatten lässt sich gewiss diskutieren. Besonders das an das von dir genannte Beispiel mit den Normannen.

Wenn Rollo das Land, welches heute die Normandie ist, überfallen hatte und die Westfranken keine millitärischen Möglichkeiten hatten dem entgegenzusetzen und so König Karl der III. als letzten Ausweg sah Rollo jenes Land als Lehen zu geben, was auch die Konversion Rollos automatisch mit sich brachte, dann er selbst und seine Mannen wirklich kein Wert darauf legten oder trotzt Konversion viele Norse blieben bis mit der Zeit der grössere Einfluss sich bemerktbar machte.
Vielleicht kennt sich ja hier einer mit der Normandie genauer aus.?

Das die Norse die gen Osten sich schnell den heimischen Geflogenheiten anpassten lag vielleicht auch daran das im Prinzip kein grosser Unterschied zwischen all den Paganreligionen in Europa gab bevor der orthodoxe Glauben sich breit machte.


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Marina1984
ehemaliges Mitglied

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Asentreue / Asatru

26.05.2014 um 14:38
Es wäre schön gewesen, wenn du im Eingangspost ein wenig über diese Götter aufgeklärt hättest. Man hat zwar schon mal davon gehört aber eben nicht sonderlich detailliert.


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Asentreue / Asatru

26.05.2014 um 19:40
Hi, ich bin auch Asatru. Wenn hier noch weitere sind, die gerne die Gesellschaft von Gleichgesinnten suchen, kann ich euch das www.asatru-forum.de empfehlen, bin dort unter dem Namen Moll bekannt ^^


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Asentreue / Asatru

26.05.2014 um 21:12
Marina1984 schrieb:Es wäre schön gewesen, wenn du im Eingangspost ein wenig über diese Götter aufgeklärt hättest.
Das wäre schwierig gewesen. Die Mythologie ist so vielschichtig, daß dieses Unterfangen den Rahmen gesprengt hätte.
Dieser Thread ist sozusagen nicht für ,,Neulinge", tut mir Leid. Aber das ist, wie wenn ich im Skat-Thread erstmal die Regeln erklären müßte. Dort schreibt nur mit, wer es schon kann.

Das soll dich aber nicht davon abhalten, dich mit dieser wirklich interessanten Mythologie zu beschäftigen :) Als Einstieg kann ich dir Die Götter der Wikinger (ISBN 9979-856-09-2) empfehlen, da wird das Grundlegende gut verständlich erklärt ;)
skjelMHoedur schrieb:Ich nehme an das trifft auf fast jede vorchristliche Religion in Europa zu.
Das stimmt allerdings - und dies macchte es den Christen auch viel einfacher, sich auszubreiten. Und wo es nicht ohne Weiteres ging, wurde eben das Schwert erhoben. Gott ist groß!


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Asentreue / Asatru

26.05.2014 um 23:05
@Grymnir
Grymnir schrieb: "...wurde eben das Schwert erhoben."
Genau, da können wir wieder auf dein Bsp. mit den Normannen zugreifen. Hätte Rollo z.B. nicht konvertiert, wäre es sicher ein einfaches gewesen für die anderen Grafen und Herzogen Anspruch auf die Normandie durch zu setzen.

Mir kommt doch mal die Frage auf ob, abgesehen von den üblichen Auseinandersetzungen zwischen die vorchristlichen Stämmen, es auch religiöse Auseinandersetzungen gab. Damit meine ich kein wildes Geschreie wie "Für Odin!" oder "Für Teutates!". Sondern eine öffentliche Kriegserklärung eines Stammes gegen einen anderen Stamm nur weil seine Gottheiten anders heissen.^^


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Asentreue / Asatru

26.05.2014 um 23:31
@skjelMHoedur
Spontan wüsste ich von nichts.

Allerdings bestand auch nicht so der Bedarf, da die vorchristlichen Religionen den Krieg nicht so sanktioniert haben wie bspw. das Christentum.
Beim eigentlich pazifistischen Christentum benötigt man eher eine Rechtfertigung, wieso man aus Machtgründen andere umbringt. Da kommt natürlich "Weil die ja garkeine (richtigen) Christen sind, also gilt das mit der Friedfertigkeit garnicht für die." sehr gelegen. Bei den vorchristlichen Religionen war das Abschlachten dagegen nicht so verpönt, teilweise wurde man dafür ja sogar noch belohnt. Da bestand also kein Konflikt mit dem eigentlichen Inhalt der Religion, weswegen man die Religion auch nicht als Kriegsgrund vorschieben musste bzw. konnte.


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Asentreue / Asatru

27.05.2014 um 06:32
@tris

Vielleicht kann man das beim Christentum so sagen, sanktioniert, doch bei der Kirche? Ein Gottesgnadentum und der König, "durch die Gande Gottes", als praktisches weltliches Instrument?
Aber Machtpolitik gibt es ja auch ohne religiösen Hintergrund oder ist es zumindest einfach nur praktisch? Zum Beispiel Pippin und sein Sohn Karl der Grosse und die Sachsenkriege z.B..

Aber ich sehe das auch so das wohl die vorchristlichen Stämme den kirchlichen Vertretern einem Stereotypen unterlagen, dem des plündernd und kriegerisch.



@Grymnir
"Das es den in heidnischen Religionen gar nicht um "Glauben" ging, erläutert besonders deutlich Reinhard Falter, der den jüngerin ,,Offenbarungsreligionen" die älteren als ,,Erfahrungsreligionen" gegenüber stellt. Der Satz ,,Wir glauben nicht mehr an Götter" sei ein Missverständniss: ,,die Kelten, Griechen, Römer, Germanen glaubten auch nicht an ihre Götter, sie erfuhren durch diese und sie bemühten sich, diesen Erfahrungen gerecht zu werden." Wird es im Buch, "Heidnisches Jahrbuch 2006" dargestellt.
Ich finde Aussage recht interessant. Das Heidentum als eine Erfahrungsreligion, das Bewusst wahrgenommene in der Natur und ihren Zyklen zu Beschreiben.


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Asentreue / Asatru

27.05.2014 um 22:25
@skjelMHoedur
skjelMHoedur schrieb:Vielleicht kann man das beim Christentum so sagen, sanktioniert, doch bei der Kirche?
Sicher. Laut Christentum ist es eigentlich sanktioniert, aber die Kirchen haben Rechtfertigungen gesucht, wieso es trotzdem in Ordnung ist. Und ein Verstoß gegen ein religiöses Verbot kann man nur mit etwas religiösem rechtfertigen. Eben bzw. wenn die anderen die falsche Religion haben.

Bei den vorchristlichen Religionen war keine religiöse Rechtfertigung nötig, ergo: Man hatte es garnicht nötig, die wahren Kriegsgründe mit religiösen Argumenten zu verschleiern.


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Asentreue / Asatru

28.05.2014 um 18:54
skjelMHoedur schrieb: Ein Gottesgnadentum und der König, "durch die Gande Gottes", als praktisches weltliches Instrument?
und
tris schrieb:Sicher. Laut Christentum ist es eigentlich sanktioniert, aber die Kirchen haben Rechtfertigungen gesucht, wieso es trotzdem in Ordnung ist.
Da greift der alte Ausspruch: Der Zweck heiligt die Mittel. Da die Christen ja alle Heiden als Untermenschen ansahen, war es natürlich legitim, sie zur Not mit Gewalt ,,zu ihrem Glück zu zwingen".
skjelMHoedur schrieb:Ich finde Aussage recht interessant. Das Heidentum als eine Erfahrungsreligion, das Bewusst wahrgenommene in der Natur und ihren Zyklen zu Beschreiben.
Dazu haben wir hier einen super Beitrag, der dies einwandfrei beschreibt: Beitrag von kakaobart, Seite 2


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Asentreue / Asatru

04.06.2014 um 22:43
@Grymnir Dem würde ich zustimmen.


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Asentreue / Asatru

01.07.2014 um 21:05
Wir wissen ja, daß gemeinhin immer behauptet wird, die Germanen hatten keine Schrift und die Runen dienten nur kultischen Zwecken. Ich hab mir da mal was zusammengereimt:

Bei meiner Tätigkeit als Sprachforscher offenbarte sich mir der Ursprung des Wortes Buchstabe: Es rührt daher, daß vor Uralren Zeiten unsere Vorfahren Runen in Stäbe aus Buchenholz ritzten.
Buchen + Stab = Buchstabe.

So weit, so gut. Wenn dieser Fakt dazu führt, daß daraus die Bezeichnung für Schriftzeichen entsteht, bedeutet das, daß die Buchenstäbe in enormen Mengen benutzt worden sein müssen. Logischerweise überdauerten diese nicht die Jahrhunderte, genauso wie Papier aus Birkenrinde (welches die Germanen mit Sicherheit kannten und nutzten).

Darüberhinaus wurde in Thüringen ein antiker Kamm aus Knochen gefunden, in welchen mit Runen das Wort ,,Kamm" geritzt war. Wenn auf einem solch banalen Gegenstand wie einem Kamm Runen verwendet wurden (und hier kann man kultische Gründe quasi ausschließen), bedeutet das, daß die Schrift in großem Maßstab angewendet wurde.

Dies läßt mich zu dem Schluß kommen, daß die Germanen durchaus ihre Runen zur schriftlichen Kommunikation nutzten, und dies wahrscheinlich auch ausgiebig. Nur haben die es keine Reliquien über die Zeit geschafft.


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25h.nox
ehemaliges Mitglied

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Asentreue / Asatru

11.07.2014 um 18:44
Grymnir schrieb:Darüberhinaus wurde in Thüringen ein antiker Kamm aus Knochen gefunden, in welchen mit Runen das Wort ,,Kamm" geritzt war.
wer macht sowas? wer lesen kann weiß auch was nen kamm ist-...


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Asentreue / Asatru

11.07.2014 um 18:53
@Grymnir

Ganz ehrlich - das habe ich mich auch gefragt. Ich könnte mir aber zB vorstellen, daß ein junges Mädel schreiben geübt hat, und da eben überall, wo es ging, was reingeritzt hat. Oder sowas in der Art.

Jedenfalls zeigt das, daß die Schrift auch für banale Sachen verwendet wurde, was ein Fingerzeig für die Häufigkeit der Benutzung der Schriftsprache ist.


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Asentreue / Asatru

12.07.2014 um 11:14
Dass mit der Schrift ist sowieso so eine Sache. Heutzutage geht man ja davon aus, dass die Runen aus der lateinischen, griechischen, kyrillischen oder was sonst für einer Schrift stammen.

Ich persönlich bin davon überzeugt, dass die Runen selbstständig entstanden. Zum einen macht es in meinen Augen keinen Sinn, dass Buchstaben, die v.a. zum Schreiben verwendet werden, kopiert in für magische, "okkulte" Zwecke umfunktioniert werden. Das wäre einfach banal und irgendwie idiotisch. Zum anderen denke ich eher, dass man da dieselbe Parallele ziehen kann, wie zwischen der Verwandtschaft der verschiedenen Gottheiten. Wenn die polytheistischen Religionen zumeist dieselben Sagen, dieselben Gottheiten und dieselben Kulte haben mit nur Feinheiten an Unterschieden - warum soll das dann nicht auch für Buchstaben gelten?
Wer weiß schon, woher die Buchstaben kommen, ob sie nicht von einem "Ur-alphabeth" stammen, wie die Religionen vielleicht von einer "Ur-Religion" stammen?

Schließlich und endlich - als überzeugte Heidin sehe ich für diese wissenschaftlich-atheistischen Mutmaßungen keinen Anlass (solange es keine Beweise gibt), wenn die Mythen mir erzählen, wie Odin von den Runen erfuhr.


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25h.nox
ehemaliges Mitglied

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Asentreue / Asatru

12.07.2014 um 18:26
Asche schrieb: Zum einen macht es in meinen Augen keinen Sinn, dass Buchstaben, die v.a. zum Schreiben verwendet werden, kopiert in für magische, "okkulte" Zwecke umfunktioniert werden.
weil? die buchstaben sinf doch nicht magisch sondern ihre kombination...


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Asentreue / Asatru

12.07.2014 um 18:43
Der Neopaganismus hat einige Anhänger bestimmt heidnischer Folkmusik zu verdanken. Manche bekommen nur dadurch etwas von der Religion mit, andere entwickeln so ihr Interesse dafür.

Hier ein populäres Beispiel:



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Asentreue / Asatru

13.07.2014 um 13:09
@25h.nox
25h.nox schrieb:weil? die buchstaben sinf doch nicht magisch sondern ihre kombination...
Auch einem einzelnen Buchstaben wohnt Energie inne. Direktere Energie, als es bei der Kombination der Fall ist, wenn man das so sagen kann. Ich benutze meistens nur einzelne Runen, keine ganzen Kombinationen, weil ich mich noch nicht darüber hinaussehe, die gebündelte Energie richtig abzuschätzen.

@Rico
Ich behaupte mal ein Großteil.
Ein anderer Teil kommt direkt aus der Hollywood-"Thor"-Ecke. :nerv:


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Asentreue / Asatru

14.07.2014 um 10:13
Asche schrieb:wenn die Mythen mir erzählen, wie Odin von den Runen erfuhr.
Allein der Fakt, daß in den Mythen von Runen die Rede ist, deutet auf deren Häufigkeit und Verwendung hin. Denn es gibt keine Kultur auf der Welt und in der Geschichte, die zwar eine Schrift entwickelt hat, diese aber nicht zur Kommunikation, sondern nur für kultische Zwecke verwendet.

Ich glaube jedoch weder, daß es eine Ur-Religion, noch eine Ur-Schrift gab. Dafür sind die verschiedenen Schriftsysteme einfach viel zu unterschiedlich - sehen wir uns die ältesten Schriftsprachen wie chinesisch, ägyptisch, armenisch an, offenbaren sich frappierende Unterschiede. Sie können keinen gemeinsamen Ursprung haben.
Auch bei den Religionen gehe ich davon aus, auch wenn es da sicher einen gewissen Austausch gab, der zu den bestehenden Parallelen führte.
Dabei muß man beachten, daß damals ja viel viel weniger Menschen auf der Erde lebten, und dementsprechend weniger Kontakt zwischen verschiedenen Völkern bestand (Die Germanen haben beispielsweise keinen Kontakt mit den Polynesiern gehabt).


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