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Trinität - Die größte Lüge im Christentum?

12.672 Beiträge, Schlüsselwörter: Trinität, Dreifaltigkeit, Dreieinigkeit
Citral
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Trinität - Die größte Lüge im Christentum?

28.09.2013 um 22:55
@Kayla
Kayla schrieb:Also, die Bibel macht uns nach theologischen Interpretationen weiß das J.Chr. Gott ist ? Nein ist er nicht, er ist bei Gott und das ist etwas ganz anderes. Das Wort war bei Gott, aber es war nicht Gott selbst.
Versuchst du gerade Johannes 1,1 umzuschreiben? ;)

Nochmal für dich

Johannes 1,1
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.


Ich denke dein Textverständnis reicht aus, wenn du den Vers nüchtern liest.
Wenn es bei Gott war, war es ja noch nicht abgesondert von ihm, ergo war es da auch noch Gott. Alles ist durch das was bei Gott ist von ihm gemacht, also auch der Sohn. Steht doch oben oder steht das, das Wort wurde Gott ? Nö, es war bei Gott und alles was geschaffen ist wurde durch dasselbe. Gott schuf einen zweiten Adam, J.Chr., welcher defacto dann nicht Gott ist, sondern bei Gott.
Das widerspricht dem kompletten neuen Testament.

1. Im Johannes Kapitel 1 steht klar und deutlich, dass Jesus das Wort ist und das Wort präexistent war und alles geschaffen hat.
2. Gibt es viele Stellen die ausdrücklich darauf hinweißen, dass Jesus der Schöpfer persönlich ist, viele habe ich dir oben genannt.

@pere_ubu
pere_ubu schrieb:wie etwas ( also jesus als wort) BEI gott sein kann und gleichzeitig auch noch gott sein soll erschliesst sich nur gehirnen ,die zum logischen denken nicht mal ansatzweise fähig sind.
Schön für deine sehr christlichen Beleidigungen, aber dann nimm mal Johannes 1,1 ür voll und schreib die Verse nicht nach eigenem Ermessen um.
pere_ubu schrieb:wenn etwas oder jemand bei etwas oder jemand ist ...dann ist er nicht dieses etwas oder dieser jemand.
Ich war bei einem Menschen und ich bin Mensch!
pere_ubu schrieb:wäre mir neu ,dass gott die logik aufgehoben hätte.
aber gibt tatsächlich leute ,die angeblich tagtäglich in den schriften lesen und augen und ohren dabei versperren.
Die Logik wird von einer bestimmten Organisation angezweifelt bzw. die Leute werden in ein Denkschema hineingepresst, womit eigenes Intepretationsverständniss untersagt wird.


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Kayla
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Trinität - Die größte Lüge im Christentum?

28.09.2013 um 23:01
@pere_ubu
pere_ubu schrieb:wenn etwas oder jemand bei etwas oder jemand ist ...dann ist er nicht dieses etwas oder dieser jemand.
Es zwingt doch jeden logischen Verstand eigentlich dazu zu verstehen, das Alles was entäußerst wird nicht mehr beim Absender sein kann. Alles war bei Gott die gesamte Schöpfung als sie geschaffen war, war sie nicht mehr bei Gott, denn sie war durch die Schöpfung eben nicht mehr bei ihm und schon gar nicht in ihm. Wenn J.Chr. vor seiner Anwesenheit auf Erden bei Gott war, war er es dann eben nicht mehr, nachdem er aus ihm heraus entstanden ist. Das gilt auch für geistige Entäußerungen. Jedes Kunstwerk ist zunächst im Geist seines Urhebers, hat er es aus seinem Geist heraus gelöst indem er es konkret sichtbar werden ließ ist es nicht mehr bei ihm. Auch wenn die Idee von ihm war. Also z.B. die Sonnenblumen von van Gogh sind seinem Geist entsprungen, sind heute Millionen wert, aber sie sind nicht mehr bei ihm, lediglich mit ihm verbunden und J.Chr. ist mit seinem Vater (Gott) verbunden, aber er ist nicht der Vater und somit auch nicht Gott. Wieso das Manche nicht verstehen ist mir ein ewiges Rätsel.


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Kayla
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28.09.2013 um 23:07
@Citral
GiusAcc schrieb:Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
Das ist doch logisch, als es noch bei Gott war, war es natürlich Gott, genau wie die Sonnenblumen von van Gogh noch er selbst waren, als sie noch nicht geschaffen waren, noch Niemand sie kannte oder von ihnen wußte.
Citral schrieb:
Ich denke dein Textverständnis reicht aus, wenn du den Vers nüchtern liest.
Da ich nicht gerade einen gehoben habe bin ich also nüchtern, wie es sich bei dir verhält kann ich von hier aus nicht beurteilen. Aber offensichtlich versagt bei dir im Zusammenhang mit dem Trinitätsgedanken jegliche Logik.


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Citral
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Trinität - Die größte Lüge im Christentum?

28.09.2013 um 23:09
@Kayla
Dazu müsst man auch den Rest der Bibel lesen und verstehen.

Johannes 10,30
Ich und der Vater sind eins.

Johannes 14,10
Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht aus mir selbst; und der Vater, der in mir wohnt, der tut die Werke.

@Kayla
Kayla schrieb:Das ist doch logisch, als es noch bei Gott war, war es natürlich Gott, genau wie die Sonnenblumen von van Gogh noch er selbst waren, als sie noch nicht geschaffen waren, noch Niemand sie kannte oder von ihnen wußte.
Das möcht ich jetzt mal so stehen lassen und eine Frage hinzufügen... Ist Jesus jetzt grad wieder Gott?
Kayla schrieb:Da ich nicht gerade einen gehoben habe bin ich also nüchtern, wie es sich bei dir verhält kann ich von hier aus nicht beurteilen. Aber offensichtlich versagt bei dir im Zusammenhang mit dem Trinitätsgedanken jegliche Logik.
Ist die Pereibitis nun auch auf dich übergegangen? ;)


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Kayla
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Trinität - Die größte Lüge im Christentum?

28.09.2013 um 23:15
Citral schrieb:Ich und der Vater sind eins.
Auch logisch, denn die Sonnenblumen van Gogh´s sind ebenfalls eins mit ihrem Erschaffer, aber sie sind nicht mehr er selbst, denn er hat sie ja aus sich heraus gelöst. Was entäußert wurde ist grundsätzlich nicht mehr der Urheber selbst, bleibt lediglich damit verbunden. Was du z.B. geschrieben hast, ist aus dir heraus gegangen, also somit nicht mehr in dir, bleibt aber an dich gebunden, weil es von dir stammt. Aber es ist weg, also getrennt von dir.


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pere_ubu
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Trinität - Die größte Lüge im Christentum?

28.09.2013 um 23:15
im wachturm von 1991 erschien eine ausführliche abhandlung zur trinität und deren unwahrheiten:

*** w91 1. 11. S. 19-23 1. Teil — Lehrten Jesus und seine Jünger die Dreieinigkeit? ***
Lehrte die Urkirche, daß Gott eine Dreieinigkeit ist?
1. Teil — Lehrten Jesus und seine Jünger die Dreieinigkeit?
Lehrten Jesus und seine Jünger die Dreieinigkeit? Wurde sie von Kirchenführern der nächstfolgenden Jahrhunderte gelehrt? Woher stammt diese Lehre? Und warum ist es so wichtig, die Wahrheit über das Dogma zu kennen? Mit diesen Fragen wird sich eine Artikelserie im Wachtturm beschäftigen, deren erster Teil in der vorliegenden Ausgabe erscheint. Weitere Artikel der Serie werden regelmäßig in künftigen Ausgaben folgen.
WER die Bibel als Gottes Wort annimmt, erkennt seine Verpflichtung, andere über den Schöpfer zu belehren. Des weiteren ist ihm bewußt, daß das, was er über Gott lehrt, der Wahrheit entsprechen muß.
Gott tadelte die „Tröster“ Hiobs, weil sie genau das versäumt hatten. Jehova sagte zu Eliphas, dem Temaniter: „Mein Zorn ist gegen dich und deine beiden Gefährten entbrannt, denn ihr habt von mir nicht geredet, was wahrhaftig ist, wie mein Knecht Hiob“ (Hiob 42:7).
Als der Apostel Paulus über die Auferstehung sprach, sagte er, daß wir „als falsche Zeugen Gottes“ erfunden würden, wenn wir etwas Unzutreffendes über Gottes Tun lehrten (1. Korinther 15:15). Wenn das schon für die Lehre von der Auferstehung gilt, wie gewissenhaft müssen wir dann erst sein, wenn es beim Lehren darum geht, wer Gott ist!
Die Dreieinigkeitslehre
Fast alle Kirchen der Christenheit lehren, Gott sei eine Dreieinigkeit. Die Catholic Encyclopedia bezeichnet die Dreieinigkeitslehre als „Zentrallehre der christlichen Religion“ und definiert sie wie folgt:
„In der Einheit der Gottheit [sind] drei Personen . . .: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist, drei deutlich voneinander unterscheidbare Personen. Daher heißt es im Athanasianischen Glaubensbekenntnis: ‚Der Vater ist Gott, der Sohn ist Gott, und der Heilige Geist ist Gott, und doch sind sie nicht drei Götter, sondern e i n Gott.‘ . . . Die Personen [sind] alle gleich ewig und gleich groß; alle sind unerschaffen und allmächtig.“1
Die Definition in der Baptist Encyclopædia lautet ähnlich. Dort heißt es:
„[Jesus] ist . . . der ewige Jehova . . . Der Heilige Geist ist Jehova . . . Der Sohn und der Geist sind dem Vater völlig gleichgestellt. Wenn er Jehova ist, dann sind sie es ebenfalls.“2
Andersdenkende verdammt
Im Jahre 325 u. Z. formulierte ein Konzil in Nizäa (Kleinasien) ein Glaubensbekenntnis, gemäß dem der Sohn Gottes wie der Vater „wahrer Gott“ ist. Ein Auszug davon lautete:
„Diejenigen aber, die sagen: es gab eine Zeit, zu der er (der Sohn Gottes) noch nicht war, und daß er aus dem Nicht-Seienden geworden ist, oder die sagen, daß er aus einer anderen Natur (Hypostasis) oder einer anderen Wesenheit (Usia) ist, oder daß der Sohn Gottes geschaffen, der Veränderung oder dem Wandel unterworfen ist — diese verdammt die katholische Kirche.“3
Somit wurde jeder, der glaubte, daß der Sohn Gottes nicht gleich ewig ist wie der Vater oder daß der Sohn erschaffen wurde, der ewigen Verdammnis übergeben. Man kann sich vorstellen, welcher Druck, sich zu fügen, dadurch auf die Masse der Gläubigen ausgeübt wurde.
Im Jahre 381 u. Z. wurde in Konstantinopel ein weiteres Konzil abgehalten. Auf diesem Konzil wurde erklärt, daß der heilige Geist wie der Vater und der Sohn angebetet und verehrt werden sollte. Ein Jahr später, 382 u. Z., bestätigte eine Synode, die ebenfalls in Konstantinopel tagte, die volle Göttlichkeit des heiligen Geistes.4 Im selben Jahr veröffentlichte Papst Damasus auf einem Konzil in Rom eine Sammlung von Lehren, die kirchlicherseits zu verurteilen waren. Das als Sätze des Damasus bezeichnete Dokument enthielt unter anderem folgende Erklärungen:
„Wer nicht bekennt, daß i m m e r der Vater ist und i m m e r der Sohn und i m m e r der Heilige Geist, irrt im Glauben.
Wer nicht bekennt, daß der Sohn Gottes wahrer Gott ist, wie sein Vater wahrer Gott ist, daß er alles kann und alles weiß und dem Vater gleich ist, irrt im Glauben.
Wer nicht bekennt, daß der Heilige Geist . . . wahrer Gott [ist], . . . alles kann und alles weiß . . ., irrt im Glauben.
Wer nicht bekennt drei wahre Personen, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, die einander gleich, immer leben, alles umfassen, das Sichtbare wie das Unsichtbare, alles vermögen . . ., irrt im Glauben.
Wer sagt, daß er (der Sohn) zur Zeit, da er auf Erden war und im Fleisch wandelte, nicht zugleich im Himmel und mit dem Vater war, irrt im Glauben.
Wer mit der Bezeichnung Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist eine Trennung meint und sie Götter nennt [d. h. sie nicht e i n Gott nennt], . . . der irrt gänzlich im Glauben.“5
Jesuitische Gelehrte, die das Obenstehende aus dem Lateinischen ins Englische übersetzten, fügten folgenden Kommentar hinzu: „Papst Coelestin I. (422—432) betrachtete diese Regeln offenbar als Gesetz; sie sind wahrscheinlich als Definitionen des Glaubens betrachtet worden.“6 Und der Gelehrte Edmund J. Fortman behauptet, daß die Sätze „vernünftige und solide trinitarische Lehre darstellen“.7
Angenommen, wir gehören einer Kirche an, die die Dreieinigkeitslehre vertritt, definieren diese Erklärungen dann unseren Glauben? Und ist uns aufgefallen, daß jemand, der an die Dreieinigkeitslehre glaubt, wie sie von den Kirchen gelehrt wird, auch damit einiggehen müßte, daß Jesus gleichzeitig im Himmel und auf der Erde gewesen ist? Diese Lehre ähnelt dem, was Athanasius, ein Kleriker des vierten Jahrhunderts, in seinem Buch Über die Menschwerdung sagte:
„Er war ja nicht im Körper eingeschlossen und war auch nicht nur in einem Leibe und nirgends anderswo. Auch gab er ihm nicht die Bewegung, indes das All seiner Wirksamkeit und Fürsorge entraten mußte . . . Und wie er sich in der ganzen Schöpfung befindet, . . . so belebte er . . . natürlich auch alles. Und so war er in allem und doch außerhalb des Alls.“8
Was die Dreieinigkeitslehre bedeutet
Einige meinen, die Dreieinigkeitslehre beschränke sich allein darauf, Jesus Göttlichkeit zuzuschreiben. Für andere bedeutet die Annahme der Dreieinigkeit lediglich, an den Vater, den Sohn und den heiligen Geist zu glauben.
Eine genauere Untersuchung der Glaubensbekenntnisse der Christenheit offenbart jedoch, wie kläglich und unzureichend solche Vorstellungen im Verhältnis zur formalen Lehre sind. Die offiziellen Definitionen lassen erkennen, daß die Dreieinigkeitslehre keine einfache Auffassung ist. Es handelt sich statt dessen um ein komplexes Gefüge einzelner Vorstellungen, die über einen längeren Zeitraum zusammengetragen und miteinander verknüpft worden sind.
Aus der Darstellung der Dreieinigkeitslehre, die sich nach dem Konzil von Konstantinopel (381 u. Z.) aus den Sätzen des Damasus (382 u. Z.), dem Athanasianischen Glaubensbekenntnis, das einige Zeit später entstand, und aus anderen Dokumenten ergab, ist deutlich zu ersehen, was die Christenheit unter der Dreieinigkeitslehre versteht. Sie umfaßt folgende definitive Vorstellungen:
1. Es soll drei göttliche Personen geben — den Vater, den Sohn und den heiligen Geist — in einer Gottheit.
2. Jede dieser einzelnen Personen soll ewig sein, keine soll zeitlich vor oder nach der anderen kommen.
3. Jede soll allmächtig sein und keine größer oder geringer sein als die andere.
4. Jede soll allwissend sein.
5. Von jeder heißt es, sie sei wahrer Gott.
6. Trotzdem wird behauptet, daß sie nicht drei Götter seien, sondern nur ein Gott.
Die Dreieinigkeitslehre ist also offensichtlich ein komplexes Gefüge von Vorstellungen, das im Prinzip aus den obigen wesentlichen Elementen besteht, das aber auch noch einiges mehr umfaßt, was eine Untersuchung der Einzelheiten zeigt. Doch selbst wenn man nur die obigen Grundvorstellungen in Betracht zieht, so entspräche, würde man etwas davon wegnehmen, das Verbliebene nicht mehr der Dreieinigkeitslehre der Christenheit. Nur insgesamt gesehen, ergibt sich ein vollständiges Bild.
Auf der Grundlage dieses besseren Verständnisses des Begriffs „Dreieinigkeit“ können wir uns nun fragen: Wurde die Dreieinigkeit von Jesus und seinen Jüngern gelehrt? Wenn ja, müßte sie bereits im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung vollständig formuliert vorgelegen haben. Und da das, was sie lehrten, in der Bibel festgehalten wurde, müßte die Dreieinigkeitslehre eine biblische Lehre sein — oder sie ist keine. Falls es sich um eine biblische Lehre handelt, müßte sie in der Bibel deutlich dargelegt werden.
Die Annahme, Jesus und seine Jünger hätten die Menschen über Gott belehrt, ohne ihnen zu sagen, wer dieser ist, wäre sicher nicht vernünftig, vor allem wenn man bedenkt, daß Gläubige für Gott sogar ihr Leben lassen sollten. Somit dürfte es für Jesus und seine Jünger den höchsten Stellenwert gehabt haben, anderen diese wichtige Lehre zu vermitteln.
In den Schriften forschen
In Apostelgeschichte, Kapitel 17, Vers 11 werden Personen als ‘edel gesinnt’ bezeichnet, weil sie „täglich in den Schriften sorgfältig forschten, ob sich diese Dinge so verhielten“, nämlich Dinge, die der Apostel Paulus sie gelehrt hatte. Sie wurden ermuntert, sogar die Lehren eines Apostels in der Heiligen Schrift nachzuprüfen. Wir sollten dasselbe tun.
Behalten wir im Sinn, daß die Bibel „von Gott inspiriert“ ist und gebraucht werden sollte „zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk“ (2. Timotheus 3:16, 17). Demnach ist die Bibel vollständig, was ihre Lehrpunkte betrifft. Wenn die Dreieinigkeitslehre stimmt, müßte sie darin zu finden sein.
Wir sind daher eingeladen, die Bibel, vor allem die 27 Bücher der Christlichen Griechischen Schriften, zu untersuchen, um selbst festzustellen, ob Jesus und seine Jünger die Dreieinigkeit lehrten. Bei unserer Suche sollten wir uns folgendes fragen:
1. Gibt es einen Bibeltext, in dem der Begriff „Dreieinigkeit“ vorkommt?
2. Gibt es einen Bibeltext, der besagt, daß Gott aus drei verschiedenen Personen, Vater, Sohn und heiliger Geist, besteht und daß diese drei nur ein Gott sind?
3. Gibt es einen Bibeltext, aus dem hervorgeht, daß der Vater, der Sohn und der heilige Geist in jeder Hinsicht gleich sind, was beispielsweise Ewigkeit, Macht, Stellung und Weisheit betrifft?
So gründlich wir auch forschen, wir werden keinen einzigen Bibeltext finden, wo das Wort Dreieinigkeit verwendet wird, noch einen mit der Aussage, daß der Vater, der Sohn und der heilige Geist in jeder Hinsicht gleich sind, etwa was Ewigkeit, Macht, Stellung und Weisheit betrifft. Es gibt nicht einmal einen einzigen Bibeltext, aus dem hervorgeht, daß der Sohn dem Vater auf allen Gebieten ebenbürtig ist — und falls es einen solchen gäbe, würde er keineswegs eine Dreieinigkeit stützen, sondern höchstens eine „Zweieinigkeit“. Die Bibel stellt den heiligen Geist nirgendwo mit dem Vater auf eine Stufe.
Die Ansicht vieler Gelehrter
Viele Gelehrte, auch Trinitarier, geben zu, daß die Bibel tatsächlich keine Dreieinigkeitslehre enthält. So heißt es zum Beispiel in der Encyclopedia of Religion:
„Die heutigen Exegeten und Theologen stimmen darin überein, daß die Trinitätslehre in der hebräischen Bibel nicht zu finden ist . . . Die hebräische Bibel beschreibt Gott zwar als den Vater Israels und verwendet für Gott Personifizierungen wie Wort (davar), Geist (ruach), Weisheit (hochmah) und Gegenwart (schekina), aber es würde über die Absicht und den Geist des Alten Testaments hinausgehen, diese Begriffe mit der späteren trinitarischen Lehre in Verbindung zu bringen.
Des weiteren sind sich die Exegeten und die Theologen einig, daß auch das Neue Testament keine klare Lehre von der Dreieinigkeit enthält. Gott, der Vater, ist der Ursprung alles Existierenden (Pantokrator), so auch der Vater Jesu Christi; ‚Vater‘ ist kein Titel für die erste Person der Dreieinigkeit, sondern ein Synonym für Gott. . . .
Im Neuen Testament gibt es kein reflektierendes Bewußtsein der metaphysischen Natur Gottes (‚immanente Dreieinigkeit‘), noch enthält das Neue Testament die technische Sprache der späteren Lehre (hypostasis, ousia, substantia, subsistentia, prosōpon, persona). . . . Die Lehre kann unbestreitbar nicht durch biblische Beweise allein gestützt werden.“9
Über die diesbezüglichen historischen Fakten schreibt die New Encyclopædia Britannica:
„Weder das Wort Trinität noch die Lehre als solche erscheint im Neuen Testament . . .
Die Lehre entwickelte sich allmählich während mehrerer Jahrhunderte und löste viele Kontroversen aus. . . .
Erst im 4. Jahrhundert wurde die charakteristische Eigenart der drei und ihre Einheit in einer orthodoxen Lehre von einer Natur und drei Personen zusammengefaßt.“10
Die New Catholic Encyclopedia enthält eine ähnliche Erklärung des Ursprungs der Dreieinigkeitslehre:
„Exegeten und Bibeltheologen, darunter auch immer mehr Katholiken, erkennen, daß man von einem im Neuen Testament verankerten Dreieinigkeitsgedanken nicht ohne wesentliche Einschränkungen sprechen sollte. Gleichzeitig geben Dogmenhistoriker und Vertreter der Systematischen Theologie zu, daß man sich, wenn man von einer uneingeschränkten Dreieinigkeitslehre spricht, von der Zeit des Ursprungs des Christentums bereits bis zum letzten Viertel des 4. Jahrhunderts entfernt hat. Erst damals wurde das, was man als das definitive Trinitätsdogma von ‚einem Gott in drei Personen‘ bezeichnen könnte, völlig ein Bestandteil im Leben und im Denken des Christen. . . .
Die Formel an sich spiegelt nicht das unmittelbare Bewußtsein der Entstehungszeit wider; sie war das Ergebnis einer dreihundertjährigen Lehrentwicklung.“11
Wird sie „angedeutet“?
Manche Trinitarier sagen, die Bibel würde die Dreieinigkeit „andeuten“. Doch diese Behauptung wurde erst lange nach der Niederschrift der Bibel aufgestellt. Man hat dadurch lediglich versucht, das in die Bibel hineinzulesen, was Geistliche späterer Jahrhunderte willkürlich als Lehre festgelegt haben.
Frage dich: Würde die Bibel ihre wichtigste Lehre — wer Gott ist — nur „andeuten“? Die Bibel äußert sich eindeutig zu anderen grundlegenden Lehren. Warum nicht zu dieser, der wichtigsten? Würde der Schöpfer des Universums nicht ein Buch verfassen, in dem er unzweideutig als Dreieinigkeit dargestellt würde, sofern das der Fall wäre?
Es gibt einen einfachen Grund, weshalb die Bibel die Dreieinigkeit nicht deutlich lehrt: Es ist keine biblische Lehre. Wäre Gott eine Dreieinigkeit, hätte er dies ganz bestimmt offenbart, so daß Jesus und seine Jünger andere darüber hätten belehren können. Und dieser wichtige Hinweis wäre gewiß in Gottes inspiriertes Wort aufgenommen worden. Es wäre nicht unvollkommenen Menschen überlassen worden, sich Jahrhunderte später mit dieser Lehre abzumühen.
Was stellen wir fest, wenn wir Bibeltexte untersuchen, die von Trinitariern als Beweis dafür angeführt werden, daß die Bibel eine Dreieinigkeit „andeutet“? Eine ehrliche Beurteilung offenbart, daß die angegebenen Texte nicht von der Dreieinigkeit der Christenheit sprechen. Statt dessen versuchen Theologen, ihre vorgefaßten Vorstellungen von einer Dreieinigkeit der Bibel aufzuzwingen. Solche Vorstellungen sind in den Bibeltexten jedoch keineswegs enthalten. Trinitarische Vorstellungen stehen sogar im Widerspruch zum eindeutigen Zeugnis der Bibel als Ganzes.
Ein Beispiel für solche Texte ist Matthäus 28:19, 20. Dort werden der Vater, der Sohn und der heilige Geist zusammen erwähnt. Viele behaupten, dies deute eine Dreieinigkeit an. Doch lesen wir die Verse einmal selbst. Wird hier irgend etwas davon gesagt, daß die drei ein Gott sind, gleich in bezug auf Ewigkeit, Macht, Stellung und Weisheit? Nein, das ist nicht der Fall. Genauso verhält es sich mit anderen Texten, in denen alle drei zusammen erwähnt werden.
Wer in Matthäus 28:19, 20 wegen der singularischen Verwendung des Wortes „Namen“ mit Bezug auf den Vater, den Sohn und den heiligen Geist eine trinitarische Andeutung sieht, vergleiche bitte die Verwendung von „Name“ (Singular) mit Bezug auf Abraham und Isaak in 1. Mose 48:16 (Einheitsübersetzung; Neue-Welt-Übersetzung der Heiligen Schrift).
Trinitarier führen auch Johannes 1:1 an, wo es in einigen Übersetzungen vom „WORT“ heißt, daß es zum einen „bei Gott“ und zum anderen „Gott“ war. Andere Bibelübersetzungen sagen dagegen, daß das Wort „ein Gott“ oder „göttlich“ war, womit nicht unbedingt Gott, sondern ein Mächtiger gemeint ist. Außerdem geht aus jenem Bibelvers hervor, daß „das WORT . . . bei Gott“ war. Logischerweise kann daher „das WORT“ unmöglich dieser Gott sein. Und ungeachtet dessen, was in bezug auf „das WORT“ geschlußfolgert wird, bleibt es eine Tatsache, daß in Johannes 1:1 nur zwei Personen erwähnt werden, nicht drei. Alle Texte, die in dem Bemühen herangezogen werden, das Dreieinigkeitsdogma zu stützen, erweisen sich bei einer unvoreingenommenen Prüfung immer wieder als nicht stichhaltig.
Des weiteren ist folgender Umstand in Betracht zu ziehen: Wenn das Dreieinigkeitsdogma von Jesus und seinen Jüngern gelehrt worden wäre, dann hätten führende Kirchenmänner, die kurz nach ihnen lebten, es ebenfalls vertreten. Doch lehrten jene Männer, die sogenannten apostolischen Väter, die Dreieinigkeit? Mit dieser Frage werden wir uns im zweiten Teil der Serie in einer späteren Ausgabe des Wachtturms beschäftigen.
Quellenverzeichnis
1 The Catholic Encyclopedia, 1912, Band XV, Seite 47.
2 The Baptist Encyclopædia, herausgegeben von William Cathcart, 1883, Seite 1168, 1169.
3 Bernhard Lohse, Epochen der Dogmengeschichte, 1963, Seite 60.
4 Ebd., Seite 71.
5 Josef Neuner und Heinrich Roos, Der Glaube der Kirche in den Urkunden der Lehrverkündigung, 1971, Seite 165 bis 167.
6 The Church Teaches, übersetzt und herausgegeben von John F. Clarkson, SJ, John H. Edwards, SJ, William J. Kelly, SJ, und John J. Welch, SJ, 1955, Seite 125.
7 Edmund J. Fortman, The Triune God, Ausgabe 1982, Seite 126.
8 Athanasius, Über die Menschwerdung, übersetzt von Dr. Anton Stegmann (Bibliothek der Kirchenväter, Band 31, 1917).
9 The Encyclopedia of Religion, verantwortlicher Herausgeber: Mircea Eliade, 1987, Band 15, Seite 54.
10 The New Encyclopædia Britannica, 15. Ausgabe, 1985, Band 11, Micropædia, Seite 928.
11 New Catholic Encyclopedia, 1967, Band XIV, Seite 295.
[Fußnote]
Eine ausführlichere Behandlung solcher Bibeltexte enthält die Broschüre Sollte man an die Dreieinigkeit glauben?, herausgegeben von der Wachtturm-Gesellschaft.
[Bild auf Seite 19]
Kirche von Tagnon (Frankreich)


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Trinität - Die größte Lüge im Christentum?

28.09.2013 um 23:16
teil 2:

*** w92 1. 2. S. 19-23 2. Teil — Lehrten die apostolischen Väter die Dreieinigkeit? ***
Lehrte die Urkirche, daß Gott eine Dreieinigkeit ist?
2. Teil — Lehrten die apostolischen Väter die Dreieinigkeit?
In der Wachtturm-Ausgabe vom 1. November 1991 wurde im ersten Teil dieser Serie die Frage behandelt, ob Jesus und seine Jünger die Dreieinigkeit lehrten — die Vorstellung, der Vater, der Sohn und der heilige Geist seien drei gleiche Personen, aber nur e i n Gott. Aus dem Zeugnis sowohl der Bibel als auch von Historikern und sogar von Theologen geht deutlich hervor, daß sie das nicht lehrten. Wie steht es mit führenden Kirchenmännern, die kurz nach ihnen lebten? Lehrten sie eine Dreieinigkeit?
„APOSTOLISCHE VÄTER“ — so nennt man die Kirchenmänner, die Ende des ersten, Anfang des zweiten Jahrhunderts unserer Zeitrechnung lebten und Schriften über das Christentum verfaßten. Zu ihnen gehörten Klemens von Rom, Ignatius, Polykarp, Hermas und Papias.
Sie sollen Zeitgenossen einiger Apostel gewesen sein, und demnach hätten sie mit den Lehren der Apostel vertraut sein müssen. In der New Encyclopædia Britannica heißt es über ihre Schriften:
„Neben dem Neuen Testament sind die Schriften der apostolischen Väter zusammengenommen von größerem historischen Wert als die gesamte sonstige christliche Literatur.“1
Wenn die Apostel die Dreieinigkeit lehrten, dann müßten die apostolischen Väter sie auch gelehrt haben. Sie hätte in ihrem Lehren eine Vorrangstellung einnehmen müssen, denn nichts ist wichtiger, als den Menschen zu sagen, wer Gott ist. Lehrten sie also die Dreieinigkeit?
Eine frühe Glaubenserklärung
Eine der frühesten außerbiblischen Erklärungen des christlichen Glaubens ist in einem Buch mit 16 kurzen Kapiteln zu finden, das als Didache oder Die Lehre der zwölf Apostel bekannt wurde. Es wird von einigen Historikern um das Jahr 100 u. Z. oder früher datiert. Der Autor ist nicht bekannt.2
Die Didache behandelt Dinge, die jemand kennen mußte, wenn er ein Christ werden wollte. In ihrem siebten Kapitel wird die Taufe im „Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ mit den gleichen Worten beschrieben, die Jesus gemäß Matthäus 28:19 gebrauchte.3 Doch wird nicht gesagt, die drei seien gleich an Ewigkeit, Macht, Rang und Weisheit. Das folgende Glaubensbekenntnis in Form eines Gebets steht im zehnten Kapitel der Didache:
„Wir danken Dir, heiliger Vater, für Deinen heiligen Namen, dessen Wohnung Du in unseren Herzen bereitet hast, und für die Erkenntnis und den Glauben und die Unsterblichkeit, die Du uns zu erkennen gabst durch Jesus, Deinen Knecht; Dir sei die Ehre in Ewigkeit. Du, allmächtiger Herrscher, hast alles erschaffen um Deines Namens willen . . .; uns aber hast Du geschenkt eine geistige Speise, einen geistigen Trank und ein ewiges Leben durch Deinen Knecht.“4
Darin ist keine Dreieinigkeit enthalten. Edwin Hatch zitiert in seinem Buch Griechentum und Christentum die obige Passage und sagt dann:
„Auf dem Gebiete des Urchristentums zeigt sich keine Spur davon, daß man über diese schlichte Vorstellung hinausgegangen ist. Man legte nur auf die Lehre Gewicht, daß Gott existiere, daß er einer sei, daß er allmächtig und ewig sei, die Welt geschaffen habe und daß sein Erbarmen über alles gehe. Für metaphysische Erörterungen hatte man keinen Sinn.“5
Klemens von Rom
Ein anderer Verfasser frühchristlicher Schriften ist Klemens von Rom, von dem behauptet wird, er sei ein „Bischof“ in jener Stadt gewesen. Man nimmt an, daß er um das Jahr 100 u. Z. starb. In den Abhandlungen, die man ihm zuschreibt, wird weder direkt noch indirekt eine Dreieinigkeit erwähnt. Im Ersten Brief des Klemens an die Korinther heißt es:
„Gnade sei euch und Friede in reicher Fülle von dem allmächtigen Gott durch Jesus Christus.“
„Die Apostel haben uns das Evangelium verkündet, das sie vom Herrn Jesus Christus bekommen haben, Jesus Christus aber ist gesandt von Gott. Christus ist also von Gott und die Apostel von Christus gesandt.“
„Wolle der allsehende Gott, der Gebieter der Geister und Herr alles Fleisches, der den Herrn Jesus Christus und durch ihn uns erwählt hat zu einem bevorzugten Volke, jeder Seele, die seinen erhabenen und heiligen Namen anruft, verleihen Glaube, Furcht, Friede, Geduld und Langmut.“6
Klemens sagt nicht, Jesus oder der heilige Geist sei Gott gleich. Er spricht vom allmächtigen Gott (nicht lediglich vom „Vater“) im Unterschied zum Sohn. Gott wird als höher dargestellt, weil Christus von Gott „gesandt“ wurde und Gott Christus „erwählt hat“. Klemens zeigt, daß Gott und Christus zwei getrennte Personen mit unterschiedlichem Rang sind, indem er sagt:
„[Wir werden] unter inständigem Bitten und Flehen darum beten, der Schöpfer des Alls möge die abgezählte Zahl seiner Auserwählten auf der ganzen Welt unversehrt erhalten durch seinen geliebten Knecht [„Sohn“7a] Jesus Christus. . . . auf daß wir dich [Gott] erkennen, den alleinigen Höchsten unter Höchsten . . ., den einzigen Wohltäter der Geister und Gott alles Fleisches.“
„Alle Völker sollen dich erkennen, daß du bist der alleinige Gott und Jesus Christus dein Knecht [„Sohn“7a].“7
Klemens nennt Gott (nicht lediglich den „Vater“) „den Höchsten“ und bezeichnet Jesus als Gottes „Knecht“ bzw. „Sohn“. Über Jesus schreibt er auch: „. . . der als Abglanz seiner [Gottes] Herrlichkeit umso erhabener ist denn die Engel, als er einen vorzüglicheren Namen geerbt hat.“8 Geradeso, wie der Mond das Sonnenlicht widerspiegelt, sein Licht jedoch der Lichtquelle, der Sonne, nicht ebenbürtig ist, so ist Jesus ein Abglanz der Herrlichkeit Gottes, ohne daß seine Herrlichkeit derjenigen Gottes ebenbürtig ist.
Wäre Gottes Sohn Gott, dem himmlischen Vater, gleich, dann hätte es sich für Klemens erübrigt, zu erwähnen, daß Jesus erhabener ist als die Engel — das wäre schließlich offensichtlich gewesen. Wie überdies aus seiner Wortwahl hervorgeht, erkennt er an, daß der Sohn zwar über die Engel erhaben, dem allmächtigen Gott aber untergeordnet ist.
Es ist offenkundig, welchen Standpunkt Klemens einnimmt: Der Sohn ist dem Vater untergeordnet und ihm gegenüber zweitrangig. Klemens vertritt nirgendwo die Ansicht, Jesus bilde mit dem Vater eine Gottheit. Er zeigt, daß der Sohn vom Vater, das heißt von Gott, abhängig ist, und sagt eindeutig, daß der Vater „alleinig“ Gott ist, also seine Stellung mit niemandem teilt. Außerdem sagt Klemens nirgendwo, der heilige Geist sei Gott gleich. Die Vorstellung einer Dreieinigkeit ist den Schriften des Klemens somit völlig fremd.
Ignatius
Ignatius, ein Bischof von Antiochia, lebte von der Mitte des ersten Jahrhunderts u. Z. bis zum Anfang des zweiten Jahrhunderts. In keiner der ihm zugeschriebenen Schriften — ihre Echtheit einmal vorausgesetzt — werden Vater, Sohn und heiliger Geist auf die gleiche Stufe gestellt.
Selbst wenn Ignatius erklärt hätte, der Sohn und der Vater seien gleich an Ewigkeit, Macht, Rang und Weisheit, wäre das immer noch keine Dreieinigkeit, denn nirgendwo sagt er, der heilige Geist sei Gott auf diesen Gebieten gleich. Aber Ignatius sagt auch nirgendwo, der Sohn sei Gott, dem Vater, auf diesen oder anderen Gebieten ebenbürtig. Statt dessen zeigt er, daß der Sohn dem Höheren, dem allmächtigen Gott, untergeordnet ist.
Ignatius bezeichnet den allmächtigen Gott als den „allein wahren Gott, den ungezeugten und unzugänglichen, den Herrn aller, den Vater und Erzeuger des einziggezeugten Sohnes“ und läßt so erkennen, daß ein Unterschied besteht zwischen Gott und seinem Sohn.9 Er spricht von „Gott, dem Vater, und dem Herrn Jesus Christus“.10 Und er erklärt, „daß es e i n e n Gott gibt, der sich offenbart hat durch seinen Sohn Jesus Christus“.11
Ignatius zeigt, daß der Sohn keine ewige Person ist, sondern erschaffen wurde, denn er zitiert den Sohn mit den Worten: „Der Herr [Gott, der Allmächtige] erschuf mich, den Anfang seiner Wege.“12 Desgleichen sagt Ignatius: „Da ist der eine Gott des Universums, der Vater Christi, ‚aus dem alle Dinge sind‘; und ein Herr Jesus Christus, unser Herr, ‚durch den alle Dinge sind‘ “.13 Auch schreibt er:
„Der heilige Geist redet nicht die eigenen Dinge, sondern die des Christus, . . . geradeso, wie auch der Herr uns die Dinge bekanntgegeben hat, die er vom Vater erhalten hat. Denn er [der Sohn] sagt: ‚Das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern gehört dem Vater, der mich gesandt hat.‘ “14
„. . . daß es e i n e n Gott gibt, der sich geoffenbart hat durch seinen Sohn Jesus Christus, der sein aus dem Schweigen hervorgegangenes Wort ist und in allem dem wohlgefiel, der ihn sandte. . . . Seid . . . untertan, wie Jesus Christus dem Vater.“15
Ignatius nennt den Sohn zwar „Gott, das Wort“. Aber der Gebrauch des Wortes „Gott“ für den Sohn bedeutet nicht zwangsläufig, daß er dem allmächtigen Gott gleich ist. In Jesaja 9:6 nennt auch die Bibel den Sohn einen „Gott“. In Johannes 1:18 wird der Sohn als „der einziggezeugte Gott“ bezeichnet. Da der Sohn von Jehova Gott, dem Vater, mit Macht und Gewalt ausgestattet wurde, kann er passenderweise als ein „Mächtiger“ bezeichnet werden, was die eigentliche Bedeutung des Ausdrucks „Gott“ ist (Matthäus 28:18; 1. Korinther 8:6; Hebräer 1:2).
Werden die 15 Ignatius zugeschriebenen Briefe indes als echt anerkannt? In dem Werk The Anti-Nicene Fathers (Band I) erklären die Herausgeber Alexander Roberts und James Donaldson:
„Kritiker vertreten jetzt einhellig die Ansicht, daß die ersten acht angeblichen Briefe des Ignatius nicht echt sind. Sie tragen in sich die unzweifelhaften Beweise für eine spätere Entstehungsperiode . . . und werden heute einmütig als Fälschungen abgetan.“
„Von den sieben von Eusebius bezeugten Briefen . . . haben wir zwei griechische Rezensionen, eine kürzere und eine längere. . . . Obwohl der kürzere Text . . . allgemein dem längeren vorgezogen wurde, herrschte doch unter Gelehrten die Meinung vor, daß sogar er nicht als absolut frei von verfälschenden Einschiebungen oder als unzweifelhaft authentisch angesehen werden kann.“16
Wenn man die kürzere Version seiner Schriften als echt anerkennt, entfallen dadurch einige Passagen (der längeren Version), aus denen hervorgeht, daß Christus Gott untergeordnet ist, doch deutet der verbleibende Teil der kürzeren Version genausowenig auf eine Dreieinigkeit hin. Ganz gleich, welche seiner Schriften authentisch sind, kann man bestenfalls unterstellen, Ignatius habe an eine Zweiheit von Gott und seinem Sohn geglaubt. Dabei handelte es sich keinesfalls um eine Zweiheit unter Gleichen, denn der Sohn wird immer geringer als Gott und ihm untergeordnet dargestellt. Ungeachtet dessen, wie man also die Schriften des Ignatius ansieht, findet sich darin keine Dreieinigkeitslehre.
Polykarp
Polykarp von Smyrna wurde im letzten Drittel des ersten Jahrhunderts geboren und starb Mitte des zweiten Jahrhunderts. Er soll Verbindung zu dem Apostel Johannes gehabt und den Brief des Polykarp an die Philipper geschrieben haben.
Enthalten die Schriften des Polykarp irgendeine Andeutung auf eine Dreieinigkeit? Nein, sie wird mit keinem Wort erwähnt. Was er sagt, stimmt vielmehr mit den Lehren Jesu und seiner Jünger und Apostel überein. So schreibt Polykarp beispielsweise in seinem Brief:
„Der Gott aber und Vater unseres Herrn Jesus Christus, und er selbst, . . . der Sohn Gottes Jesus Christus, erbaue euch in Glauben und Wahrheit.“17
Man beachte, daß Polykarp — ähnlich wie Klemens — nicht von einem dreieinigen „Vater-Sohn“-Verhältnis unter Gleichen in einer Gottheit spricht. Statt dessen redet er von dem „Gott und Vater“ Jesu, nicht lediglich von dem „Vater Jesu“. Er unterscheidet also zwischen Gott und Jesus, geradeso, wie es die Bibelschreiber wiederholt tun. Paulus sagt gemäß 2. Korinther 1:3: „Gesegnet sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus.“ Er sagt nicht lediglich: „Gesegnet sei der Vater Jesu“, sondern: „Gesegnet sei der Gott und Vater“ Jesu.
Polykarp schreibt auch: „Friede möge euch vom allmächtigen Gott und von Jesus Christus, unserem Erlöser, . . . zuteil werden.“18 Wiederum wird zwischen Jesus und dem allmächtigen Gott unterschieden, Jesus nicht als eine Person einer gleichen dreieinigen Gottheit dargestellt.
Hermas und Papias
Ein weiterer apostolischer Vater war Hermas, der Anfang des zweiten Jahrhunderts schrieb. Erwähnt er in seinem Werk Der Hirte des Hermas irgend etwas, was zu der Annahme berechtigen würde, er habe Gott als eine Dreieinigkeit verstanden? Man beachte einige seiner Aussagen:
„Noch redet er [der heilige Geist] . . . wenn ein Mensch will, daß er rede, vielmehr spricht der Heilige Geist nur dann, wenn es Gottes Wille ist, daß er rede. . . . Wenn Gott den Weinberg pflanzte, so will das heißen, er hat das Volk erschaffen und hat es seinem Sohne übergeben; und der Sohn setzte die Engel über sie zu ihrem Schutze.“19
„Der Sohn Gottes ist älter als seine ganze Schöpfung.“20
Hermas erklärt hier, daß der Geist redet, wann immer Gott (nicht lediglich der Vater) es will, was zeigt, daß Gott dem Geist übergeordnet ist. Auch sagt er, daß Gott den Weinberg seinem Sohn gab, was zeigt, daß Gott dem Sohn übergeordnet ist. Des weiteren erklärt er, daß der Sohn älter ist als seine (des Sohnes) Geschöpfe, das heißt die, die er als Gottes Werkmeister erschuf, „denn durch ihn sind alle anderen Dinge in den Himmeln und auf der Erde . . . erschaffen worden“ (Kolosser 1:15, 16). Tatsache ist, daß der Sohn nicht ewig ist. Er wurde als hochrangiges Geistgeschöpf erschaffen, bevor durch ihn andere Geistgeschöpfe wie die Engel erschaffen wurden.
J. N. D. Kelly schreibt in dem Buch Early Christian Doctrines bezüglich der Ansicht des Hermas über den Sohn Gottes folgendes:
„In einer Reihe von Textstellen ist von einem Engel die Rede, der den sechs Engeln, die zum Beraterkreis Gottes gehören, übergeordnet ist und der stets als ‚ehrwürdigster‘, ‚heiligster‘ und ‚herrlichster‘ Engel bezeichnet wird. Diesem Engel wird der Name Michael gegeben, und man kommt nicht umhin zu schlußfolgern, daß Hermas in ihm den Sohn Gottes sah und ihn dem Erzengel Michael gleichstellte.“
„Es gibt auch Anzeichen . . . für den Versuch, Christus als eine Art oberster Engel darzustellen. . . . Natürlich deutet nichts auf eine Dreieinigkeitslehre im strengen Sinn hin.“21
Auch Papias soll den Apostel Johannes gekannt haben. Er schrieb wahrscheinlich Anfang des zweiten Jahrhunderts, aber seine Schriften sind nur bruchstückhaft erhalten. Darin erwähnt er nichts von einer Dreieinigkeitslehre.
Übereinstimmende Lehre
Was die Oberhoheit Gottes und sein Verhältnis zu Jesus angeht, stimmt die Lehre der apostolischen Väter im wesentlichen mit der Lehre Jesu, der Jünger und der Apostel überein, wie sie in der Bibel aufgezeichnet ist. Sie alle sprechen von Gott nicht als von einer Dreieinigkeit, sondern als von einem eigenständigen, ewigen, allmächtigen, allwissenden Wesen. Vom Sohn Gottes ist bei ihnen als von einem eigenständigen, geringeren, untergeordneten Geistgeschöpf die Rede, das von Gott geschaffen wurde, damit es ihm bei der Ausführung seines Willens diene. Und vom heiligen Geist ist nirgendwo als von einem die Rede, der Gott gleich ist.
Somit gibt es in den Ende des ersten, Anfang des zweiten Jahrhunderts entstandenen Schriften der apostolischen Väter keine Stütze für die Dreieinigkeit der Christenheit. Sie sprachen von Gott, Jesus und dem heiligen Geist genauso, wie es die Bibel tut. Betrachten wir zum Beispiel Apostelgeschichte 7:55, 56:
„Er [Stephanus] aber, voll des Heiligen Geistes, blickte zum Himmel auf, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen und sprach: ‚Seht, ich sehe die Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen‘ “ (Jerusalemer Bibel, katholisch).
Stephanus sah in einer Vision Gott im Himmel und neben ihm Jesus. Der Sohn stand neben dem, der nicht lediglich als „Vater“ bezeichnet wird, sondern als „Gott“, und der völlig von Jesus getrennt war, was die Identität betrifft. Auch sah Stephanus keine dritte Person. Der heilige Geist war nicht mit Jesus und dessen Vater im Himmel zu sehen.
Das gleiche wird in Offenbarung 1:1 gezeigt, wo es heißt: „Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gegeben hat“ (Neue Jerusalemer Bibel). Wiederum wird der auferstandene Christus im Himmel als eine von Gott getrennte Einzelperson dargestellt, und vom heiligen Geist ist nicht die Rede. Wie könnte Jesus eine Offenbarung „gegeben“ werden, wenn er die zweite Person einer Dreieinigkeit wäre und alles wüßte?
Derartige Bibeltexte zeigen deutlich, daß es keine Dreieinigkeit gibt. Und an keiner einzigen Stelle in der ganzen Bibel ist von Gott als von einer Dreieinigkeit die Rede. Das spiegelt sich in den Schriften der apostolischen Väter. Sie lehrten die Dreieinigkeit der Christenheit ganz bestimmt nicht.
Später im zweiten Jahrhundert folgte die nächste wichtige Sammlung von Schriften über das Christentum. Sie waren das Werk von Kirchenmännern, die man die Apologeten nennt. Lehrten sie eine Dreieinigkeit? Der 3. Teil dieser Serie wird sich in einer künftigen Ausgabe mit ihren Lehren beschäftigen.
Quellenverzeichnis
1 The New Encyclopædia Britannica, 15. Ausgabe, 1985, Band 1, Micropædia, Seite 488.
2 Lexikon für Theologie und Kirche, herausgegeben von Josef Höfer und Karl Rahner, 2. Auflage, 1959, Band 3, Seite 370; The New Encyclopædia Britannica, 15. Ausgabe, 1985, Band 4, Micropædia, Seite 79.
3 Die Apostolischen Väter, übersetzt von Dr. Franz Zeller, Seite 10 (Bibliothek der Kirchenväter, Band 35, 1918).
4 Ebd., Seite 12.
5 Edwin Hatch, Griechentum und Christentum, 1892, Seite 188.
6 Die Apostolischen Väter, übersetzt von Dr. Franz Zeller, Seite 25, 53, 68 (Bibliothek der Kirchenväter, Band 35, 1918).
7 Die Apostolischen Väter, übersetzt von Joseph A. Fischer, 1956, Seite 99, 101.
7a Die Apostolischen Väter, übersetzt von Dr. Franz Zeller, Seite 65, 66 (Bibliothek der Kirchenväter, Band 35, 1918).
8 Die Apostolischen Väter, übersetzt von Joseph A. Fischer, 1956, Seite 71.
9 The Ante-Nicene Fathers, herausgegeben von Alexander Roberts und James Donaldson, amerikanischer Nachdruck der Edinburgh Edition 1885, Band I, Seite 52.
10 Ebd., Seite 58.
11 Die Apostolischen Väter, übersetzt von Joseph A. Fischer, 1956, Seite 167.
12 The Ante-Nicene Fathers, Band I, Seite 108.
13 Ebd., Seite 116.
14 Ebd., Seite 53.
15 Die Apostolischen Väter, übersetzt von Joseph A. Fischer, 1956, Seite 167, 171.
16 The Ante-Nicene Fathers, Band I, Seite 46, 47; Cyclopedia of Biblical, Theological, and Ecclesiastical Literature, herausgegeben von John McClintock und James Strong, Nachdruck Baker Book House Co., 1981, Band IV, Seite 490—493; The Catholic Encyclopedia, 1910, Band VII, Seite 644—647.
17 Die Apostolischen Väter, übersetzt von Joseph A. Fischer, 1956, Seite 263.
18 Ebd., Seite 249.
19 Die Apostolischen Väter, übersetzt von Dr. Franz Zeller, Seite 221, 239 (Bibliothek der Kirchenväter, Band 35, 1918).
20 Ebd., Seite 268.
21 J. N. D. Kelly, Early Christian Doctrines, zweite Auflage 1960, Seite 94, 95.


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Citral
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Trinität - Die größte Lüge im Christentum?

28.09.2013 um 23:17
@Kayla
Laut Bibel kehrt Jesus dort zurück, von wo er gekommen ist... wie sieht es jetzt aus ?

@pere_ubu
gz7qxfwz


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pere_ubu
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Trinität - Die größte Lüge im Christentum?

28.09.2013 um 23:17
und teil 3:

*** w92 1. 4. S. 24-29 3. Teil — Lehrten die Apologeten die Dreieinigkeit? ***
Lehrte die Urkirche, daß Gott eine Dreieinigkeit ist?
3. Teil — Lehrten die Apologeten die Dreieinigkeit?
In den Wachtturm-Ausgaben vom 1. November 1991 und 1. Februar 1992 wurde gezeigt, daß weder Jesus noch seine Jünger, noch die apostolischen Väter des späten ersten und des frühen zweiten Jahrhunderts u. Z. die Dreieinigkeit oder Trinität lehrten. Wurde sie von Kirchenmännern später im zweiten Jahrhundert gelehrt?
VON der Mitte des zweiten Jahrhunderts unserer Zeitrechnung an bis zu dessen Ende traten Kirchenmänner auf, die Apologeten genannt werden. In ihren Schriften verteidigten sie das ihnen bekannte Christentum gegenüber feindlichen Philosophien, die in der damaligen römischen Welt vorherrschten. Ihre Tätigkeit fiel in die Zeit kurz vor dem Ende der Epoche der Schriften der apostolischen Väter und danach.
Zu den griechisch schreibenden Apologeten gehörten Justin der Märtyrer, Tatian, Athenagoras, Theophilos und Klemens von Alexandria. Tertullian war ein Apologet, der lateinisch schrieb. Lehrten sie die Dreieinigkeit der heutigen Christenheit — drei wesensgleiche Personen (Vater, Sohn und Heiliger Geist) in e i n e r Gottheit, von denen jede wahrer Gott ist, die aber dennoch nicht drei Götter sind, sondern e i n Gott?
„Der Sohn ist untergeordnet“
Dr. H. R. Boer schreibt in seinem Buch A Short History of the Early Church über die Lehre der Apologeten:
„Justin [der Märtyrer] lehrte, daß Gott vor der Erschaffung der Welt allein war und daß kein Sohn da war. . . . Als Gott die Welt erschaffen wollte, . . . zeugte er ein anderes göttliches Wesen, das für ihn die Welt erschaffen sollte. Dieses göttliche Wesen wurde . . . Sohn genannt, weil es geboren worden war; es wurde Logos genannt, weil es von der Vernunft oder dem Verstand Gottes genommen worden war. . . .
Justin und die anderen Apologeten lehrten demnach, daß der Sohn ein Geschöpf ist. Er ist ein hohes Geschöpf, ein Geschöpf, mächtig genug, die Welt zu erschaffen, und dennoch nur ein Geschöpf. In der Theologie wird dieses Verhältnis des Sohnes zum Vater Subordinatianismus genannt. Der Sohn ist untergeordnet, im Verhältnis zum Vater zweitrangig, von ihm abhängig und wurde von ihm hervorgebracht. Die Apologeten waren Subordinatianer.“1
In dem Buch The Formation of Christian Dogma schreibt Dr. Martin Werner über das früheste Verständnis des Verhältnisses zwischen dem Sohn und Gott:
„Unter diesem Verhältnis verstand man eindeutig ein solches der ‚Subordination‘, d. h. im Sinne der Subordination Christi im Verhältnis zu Gott. Wo auch immer im Neuen Testament das Verhältnis zwischen Jesus und Gott, dem Vater, in Betracht gezogen wird, . . . wird es eindeutig als Subordination aufgefaßt und dargestellt. Und der entschiedenste Subordinatianer des Neuen Testaments war gemäß den Synoptikern Jesus selbst . . . Dieser ursprüngliche Standpunkt konnte sich, so offenkundig und unverrückbar er war, lange halten. ‚Alle großen vornizäischen Theologen vertraten die Subordination des Logos im Verhältnis zu Gott.‘ “2
R. P. C. Hanson stimmt mit dieser Darlegung überein, wenn er in dem Werk The Search for the Christian Doctrine of God erklärt:
„Kein Theologe vor der Entstehung des Arianischen Streits [im vierten Jahrhundert] — weder in der Ost- noch in der Westkirche — betrachtete den Sohn nicht irgendwie als dem Vater untergeordnet.“3
Dr. Alvan Lamson fügt in dem Buch The Church of the First Three Centuries folgendes Zeugnis über die Lehren kirchlicher Autoritäten vor dem Konzil von Nizäa (325 u. Z.) hinzu:
„Die Inferiorität des Sohnes wurde von den vornizäischen Vätern allgemein, wenn auch nicht übereinstimmend, vertreten . . . Daß sie den Sohn für einen anderen als den Vater hielten, zeigt sich darin, daß sie klar und deutlich für seine Inferiorität eintraten. . . . Sie hielten ihn für einen anderen und für untergeordnet.“4
In dem Buch Gods and the One God schreibt Robert M. Grant über die Apologeten folgendes:
„Die Christologie der Apologien ist wie die des Neuen Testaments im wesentlichen subordinatianisch. Der Sohn ist dem Vater, dem einen Gott des Alten Testaments, stets untergeordnet. . . . Wir finden bei diesen frühen Schriftstellern also keine Lehre von der Dreieinigkeit . . . Vor Nizäa war die christliche Theologie im großen ganzen subordinatianisch.“5
Nach der Trinitätslehre der Christenheit ist der Sohn gleich ewig wie Gott, der Vater, ihm gleich an Macht, Rang und Weisheit. Die Apologeten sagten aber, der Sohn sei Gott, dem Vater, nicht gleich. Sie betrachteten den Sohn als untergeordnet. Das entspricht der Lehre von der Dreieinigkeit nicht.
Mit der Lehre des ersten Jahrhunderts in Übereinstimmung
Die Apologeten und andere frühchristliche Kirchenväter stimmten weitgehend mit dem überein, was die Christen des ersten Jahrhunderts über das Verhältnis zwischen dem Vater und dem Sohn lehrten. Man beachte, wie das aus dem Buch The Formation of Christian Dogma hervorgeht:
„Im urchristlichen Zeitalter war von einem trinitarischen Problem oder Dogmenstreit, der später zu so gewaltigen Auseinandersetzungen innerhalb der Kirche führte, überhaupt nichts zu bemerken. Daß jeglicher Grund oder Anlaß hierzu fehlte, liegt an der Tatsache, daß Christus nach der urchristlichen Grundauffassung . . . ein hohes Engelwesen war, das von Gott erschaffen und dazu auserwählt wurde, am Ende der Zeitalter . . . das Reich Gottes herbeizuführen.“6
Über die Lehre der früheren Kirchenväter heißt es in der International Standard Bible Encyclopedia:
„Im frühesten Denken der Kirche bestand die Neigung, wenn von Gott, dem Vater, die Rede war, in ihm in erster Linie nicht den Vater Jesu Christi zu sehen, sondern den Quell alles Lebendigen. Gott, der Vater, ist daher sozusagen Gott par excellence. Ihm stehen Bezeichnungen zu wie unerzeugt, unsterblich, unveränderlich, unbeschreiblich, unsichtbar und unerschaffen. Er ist es, der alles, auch den Urstoff der Schöpfung, aus dem Nichts erschaffen hat. . . .
Das läßt vermuten, daß der Vater allein wirklich Gott ist, wohingegen der Sohn und der Geist nur zweitrangige Götter sind. Viele frühe Äußerungen scheinen diese Vermutung zu bestätigen.“7
In dieser Enzyklopädie werden die erwähnten Wahrheiten im weiteren zwar heruntergespielt, und es wird behauptet, die Trinitätslehre sei in jener frühen Epoche anerkannt gewesen, doch die Tatsachen widersprechen dieser Behauptung. Betrachten wir folgende Worte des berühmten katholischen Theologen John Henry Kardinal Newman:
„Wir wollen einmal zugestehen, daß der ganze Kreis von Lehren, die sich auf unseren Herrn beziehen, von der frühen Kirche konsequent und einheitlich bekannt . . . worden ist. Anders aber steht es sicherlich mit der katholischen Lehre von der Dreifaltigkeit. Ich sehe wirklich nicht, in welchem Sinne man sagen könnte, es bestehe ein Konsens der frühen Theologen zugunsten dieser Lehre . . .
Zunächst erwähnen die Glaubensbekenntnisse dieser frühen Zeit die katholische Lehre [von der Dreieinigkeit] in buchstäblicher Weise überhaupt nicht. Sie sprechen freilich von einer Dreiheit; aber daß es da irgendein Geheimnis in der Lehre gibt, daß die Drei Einer sind, daß sie einander gleich sind, gleich ewig, alle ungeschaffen, alle allmächtig, alle unbegreiflich, wird nicht ausgesagt und könnte aus ihnen niemals entnommen werden.“8
Was Justin der Märtyrer lehrte
Einer der frühesten Apologeten war Justin der Märtyrer, der von ca. 110 bis 165 u. Z. lebte. Keine seiner noch vorhandenen Schriften enthält etwas über drei wesensgleiche Personen in e i n e m Gott.
Nach der Jerusalemer Bibel (katholisch) heißt es zum Beispiel in Sprüche 8:22-30 über den vormenschlichen Jesus: „Mich hat Jahwe geschaffen als Erstling seines Waltens, als frühestes seiner Werke von urher. Ich ward . . . hervorgebracht, als die Urfluten noch nicht waren, . . . vor den Hügeln ward ich hervorgebracht . . . Da war ich der Liebling [„Werkmeister“, englische Ausgabe] an seiner [Gottes] Seite.“ Über diese Verse sagt Justin in seinem Dialog mit dem Juden Tryphon:
„Es wird doch ein jeder, wer er sei, zugeben: nach der Offenbarung des Logos ist dieser Erzeugte vor gar allen Geschöpfen vom Vater erzeugt worden, und es ist der Erzeugte persönlich ein anderer als der Erzeuger.“9
Da der Sohn von Gott hervorgebracht wurde, gebraucht Justin den Ausdruck „Gott“ in Verbindung mit dem Sohn. In seiner Ersten Apologie erklärt er: „Der Vater des Alls [hat] einen Sohn . . ., der als Gottes Logos und Erstgeborener auch Gott ist.“10 Auch die Bibel gebraucht für den Sohn Gottes den Titel „Gott“. In Jesaja 9:6 (Fußnote, NW, Stud.) wird er „Starker (Mächtiger) Göttlicher“ genannt. Sie bezeichnet aber Engel, Menschen, falsche Götter und Satan ebenfalls als „Götter“ bzw. „Gott“ (Engel: Psalm 8:5; vergleiche Hebräer 2:6, 7; Menschen: Psalm 82:6; falsche Götter: 2. Mose 12:12; 1. Korinther 8:5; Satan: 2. Korinther 4:4). In den Hebräischen Schriften bedeutet ’El, das Wort für „Gott“, lediglich „Mächtiger“ oder „Starker“. Das Äquivalent in den Griechischen Schriften ist theós.
Außerdem läßt der hebräische Ausdruck in Jesaja 9:6 einen deutlichen Unterschied zwischen dem Sohn und Gott erkennen, denn in diesem Fall wird der Sohn „Starker [Mächtiger] Gott“, ’El Gibbṓr, genannt, nicht „allmächtiger Gott“. Dieser Ausdruck lautet im Hebräischen ’El Schaddáj und wird ausschließlich auf Jehova Gott angewandt.
Beachtenswert ist, daß Justin den Sohn zwar „Gott“ nennt, aber nie davon spricht, daß der Sohn eine von drei wesensgleichen Personen sei, von denen jede Gott sei, die drei aber nur e i n Gott seien. In seinem Dialog mit dem Juden Tryphon sagt er vielmehr:
„. . . es stehe unter dem Weltschöpfer [Gott, dem Allmächtigen] noch ein anderer Gott und Herr [der vormenschliche Jesus] . . . und er werde Engel genannt, weil er den Menschen verkünde, was der Weltschöpfer, über dem kein anderer Gott steht, denselben verkünden will. . . .
[Der Sohn ist] ein anderer Gott . . . als der Gott, welcher die Welt erschaffen hat, ich meine: ein anderer der Zahl nach, nicht im Denken.“11
Eine interessante Stelle findet sich in Justins Erster Apologie, Kapitel 6, wo er sich gegen die heidnische Anklage, Christen seien Atheisten, verteidigt. Er schreibt:
„Ihn [Gott] und seinen Sohn, der von ihm gekommen ist und uns diese Dinge gelehrt hat, auch das Heer der anderen guten Engel, die ihm anhangen und ganz ähnlich sind, und den prophetischen Geist verehren und beten wir an.“12
Ein Übersetzer dieses Textes, Bernhard Lohse, bemerkt dazu folgendes: „Nicht genug, daß bei dieser Aufzählung überhaupt die Engel als von den Christen verehrte, angebetete Wesen begegnen: Justin nimmt keinen Anstand, die Engel vor dem Heiligen Geist zu erwähnen.“13 (Siehe auch Über die Entwicklung der Glaubenslehre.14)
Während Justin der Märtyrer in der Frage, wen ein Christ anbeten sollte, von der biblischen Lehre also anscheinend abwich, betrachtete er den Sohn offensichtlich ebensowenig als dem Vater gleich, wie man die Engel als dem Vater gleich ansah. Was Justin betrifft, möchten wir nochmals Lamsons Werk The Church of the First Three Centuries anführen:
„Justin betrachtete den Sohn als einen anderen als Gott und als diesem untergeordnet: nicht im heutigen Sinne als einen anderen, so, als wäre er eine von drei Hypostasen oder Personen . . ., sondern als ungleich in Wesen und Natur; mit realer, substantieller, eigener Subsistenz, getrennt von Gott, von dem er alle seine Kräfte und Titel herleitete; unter ihm stehend und in jeder Hinsicht seinem Willen unterworfen. Der Vater ist der Höchste; der Sohn ist untergeordnet: der Vater ist die Quelle der Kraft; der Sohn ist der Empfänger: der Vater verursacht; der Sohn als sein Diener oder Werkzeug führt aus. Sie sind zwei an Zahl, stimmen aber miteinander überein oder sind eins, was den Willen betrifft; der Wille des Vaters ist für den Sohn immer ausschlaggebend.“15
Außerdem spricht Justin nirgends davon, daß der heilige Geist eine Person ist, die dem Vater und dem Sohn gleich ist. Somit kann in keiner Hinsicht ehrlich gesagt werden, Justin habe die Dreieinigkeit der heutigen Christenheit gelehrt.
Was Klemens lehrte
Klemens von Alexandria (ca. 150 bis 215 u. Z.) nennt den Sohn ebenfalls „Gott“. Er nennt ihn sogar „Schöpfer“ — ein Ausdruck, der in der Bibel nie auf Jesus angewandt wird. Meinte er damit, daß der Sohn in jeder Beziehung dem allmächtigen Schöpfer gleich sei? Nein. Klemens bezog sich offensichtlich auf Johannes 1:3, wo vom Sohn gesagt wird: „Alle Dinge kamen durch ihn ins Dasein.“16 Gott gebrauchte den Sohn als Mittel bei seiner schöpferischen Tätigkeit (Kolosser 1:15-17).
Klemens nennt den höchsten Gott „den Gott und Vater unseres Herrn Jesus“17 und sagt: „Der Herr [ist] auch der Sohn des Schöpfers.“18 Des weiteren sagt er, „daß der Gott aller Dinge nur einer ist, gut, gerecht, Schöpfer, Sohn im Vater“.19 Nach seinen Worten hat der Sohn also einen Gott über sich.
Klemens spricht von Gott als dem „ersten und einzigen Verwalter des ewigen Lebens . . ., das der Sohn von ihm [Gott] empfangen hat und uns gibt“.20 Der ursprüngliche Geber des ewigen Lebens steht ohne Zweifel über dem, der es gewissermaßen weitergibt. Deshalb sagt Klemens, Gott sei „der erste und höchste“.21 Darüber hinaus sagt er, der Sohn „steht dem, der allein der Allmächtige ist, am nächsten“ und der Sohn „befiehlt alles in Übereinstimmung mit dem Willen des Vaters“.22 Immer wieder weist Klemens darauf hin, daß der allmächtige Gott über dem Sohn steht.
Über Klemens von Alexandria heißt es in dem Werk The Church of the First Three Centuries:
„Wir könnten zahlreiche Stellen aus den Schriften des Klemens anführen, in denen die Inferiorität des Sohnes deutlich betont wird. . . .
Es ist erstaunlich, daß jemand, der Klemens einigermaßen aufmerksam liest, überhaupt auf den Gedanken kommen kann, daß er [Klemens] den Sohn als numerisch identisch — als eins — mit dem Vater betrachtete. Seine abhängige und untergeordnete Natur wird, wie uns scheint, durchweg anerkannt. Klemens war der Ansicht, daß Gott und der Sohn numerisch verschieden sind, mit anderen Worten: zwei Wesen — das eine übergeordnet und das andere untergeordnet.“23
Wiederum kann gesagt werden: Wenn es manchmal auch den Anschein hat, als ob Klemens über das, was die Bibel von Jesus sagt, hinausgehe, so spricht er doch nirgends von einer Dreieinigkeit, bestehend aus drei gleich großen Personen in e i n e m Gott. Apologeten, wie Tatian, Theophilos und Athenagoras, die alle Zeitgenossen Justins und des Klemens waren, hatten ähnliche Vorstellungen. Nach Lamson waren sie „genausowenig Trinitarier wie Justin selbst; das heißt, sie glaubten nicht an eine ungeteilte, wesensgleiche Drei, sondern vertraten eine Lehre, die mit dieser Anschauung völlig unvereinbar war“.24
Tertullians Theologie
Tertullian (ca. 160 bis 230 u. Z.) war der erste, der das lateinische Wort trinitas gebrauchte. Wie Henry Chadwick bemerkt, brachte Tertullian den Gedanken auf, daß Gott ein Wesen sei, bestehend aus drei Personen.25 Das heißt jedoch nicht, daß Tertullian an drei gleich große und gleich ewige Personen dachte. Doch auf seinen Ansichten bauten spätere Schriftsteller, die auf die Dreieinigkeitslehre hinarbeiteten, diese Lehre auf.
Tertullians Vorstellung von Vater, Sohn und heiligem Geist unterschied sich weitgehend von der Dreieinigkeit der Christenheit, denn er war ein Subordinatianer. Für ihn war der Sohn dem Vater untergeordnet. In seiner Schrift Gegen Hermogenes schrieb er:
„Wir [halten] nichts für ungeboren und ungeschaffen . . . als Gott allein. . . . Wie wäre es da noch möglich, dass irgend etwas neben dem Vater existiert, was älter wäre als der Sohn Gottes, das eingeborene und erstgeborene Wort . . .? Denn was, um ins Dasein zu treten keines Urhebers bedurfte [Gott], das wird erhabener sein als das [der Sohn], was eines solchen bedurfte.“26
Auch in dem Werk Gegen Praxeas wies er darauf hin, daß der Sohn von dem allmächtigen Gott verschieden und diesem untergeordnet ist. Er schrieb:
„Der Vater ist die ganze Substanz, der Sohn ein Seitenrinnsal und ein Teil vom Ganzen, wie er selber gesagt hat: ‚Der Vater ist grösser als ich.‘ . . . So ist der Vater ein anderer als der Sohn, weil grösser als der Sohn, indem der, welcher zeugt, ein anderer ist, als der, der erzeugt wird, wer sendet, ein anderer, als wer gesendet wird, wer macht, ein anderer, als der, durch welchen gemacht wird.“27
In dem Werk Gegen Hermogenes erklärte Tertullian außerdem, daß es eine Zeit gegeben habe, in der der Sohn als Person nicht existiert habe, was zeigt, daß er den Sohn nicht im gleichen Sinn als ein ewiges Wesen betrachtete, wie Gott ewig ist.28 Kardinal Newman schrieb: „Tertullian ist heterodox [von der herrschenden (Kirchen)lehre abweichend] in der Lehre von der Göttlichkeit unseres Herrn.“29 Lamson äußert sich über Tertullian wie folgt:
„Diese Vernunft oder ‚Logos‘, wie die Griechen sie nannten, wurde später, wie Tertullian dachte, in das WORT oder den Sohn, das heißt in ein wirkliches Wesen, verwandelt, das nur als Attribut des Vaters von Ewigkeit her existierte. Tertullian schrieb ihm jedoch eine dem Vater untergeordnete Stellung zu . . .
Gemessen an irgendeiner gegenwärtig anerkannten Erklärung der Dreieinigkeit wäre der Versuch, Tertullian von einer Verurteilung [als Ketzer] zu retten, hoffnungslos. Er könnte der Prüfung keinen Augenblick standhalten.“30
Keine Dreieinigkeit
Würde man sämtliche Schriften der Apologeten lesen, so würde man feststellen, daß sie zwar in gewissen Fällen von den Lehren der Bibel abwichen, daß aber keiner von ihnen lehrte, der Vater, der Sohn und der heilige Geist seien gleich ewig, gleich an Macht, Rang und Weisheit.
Das trifft auch auf andere Schriftsteller des zweiten und dritten Jahrhunderts zu wie Irenäus, Hippolyt, Origenes, Cyprianus und Novatian. Während einige den Vater und den Sohn in gewisser Hinsicht auf die gleiche Stufe stellten, betrachteten sie doch den Sohn irgendwie als Gott, dem Vater, untergeordnet. Und keiner von ihnen dachte nur im leisesten daran, daß der heilige Geist dem Vater und dem Sohn gleich wäre. Origenes (ca. 185 bis 254 u. Z.) erklärte zum Beispiel, der Sohn Gottes sei „der Erstgeborene der ganzen Schöpfung“ und die Schrift würde ihn „als das älteste aller Schöpfungswerke“ kennen.31
Jeder objektive Leser der Werke dieser Autoritäten der Urkirche wird feststellen, daß die Trinitätslehre der Christenheit zur damaligen Zeit nicht existierte. In dem Werk The Church of the First Three Centuries heißt es:
„Die heute populäre Lehre von der Dreieinigkeit . . . findet in den Schriften Justins keine Stütze; und das kann von allen vornizäischen Vätern gesagt werden; das heißt von allen christlichen Schriftstellern der drei Jahrhunderte nach der Geburt Christi. Zugegeben, sie sprechen von dem Vater, dem Sohn und dem prophetischen oder heiligen Geist, sagen aber nicht, daß sie in irgendeinem Sinn gleich groß, numerisch e i n Wesen oder drei in Einem seien, wie das von Trinitariern heute verstanden wird. Genau das Gegenteil ist der Fall. Die Lehre von der Dreieinigkeit, wie diese Väter sie darstellten, war grundlegend verschieden von der heutigen Lehre. Das erklären wir für eine unwiderlegbare Tatsache wie jede andere Tatsache in der Entwicklung menschlicher Anschauungen.“32
Vor Tertullian war die Dreieinigkeit überhaupt noch nie erwähnt worden. Und Tertullians „heterodoxe“ Dreieinigkeit unterschied sich wesentlich von der, an die man heute glaubt. Wo entstand denn die heute geltende Dreieinigkeitslehre? Auf dem Konzil von Nizäa im Jahr 325 u. Z.? Diese Fragen werden im 4. Teil der Serie in einer künftigen Ausgabe des Wachtturms behandelt werden.
Quellenverzeichnis
1 Harry R. Boer, A Short History of the Early Church, 1976, Seite 110.
2 Martin Werner, The Formation of Christian Dogma, 1957, Seite 125.
3 R. P. C. Hanson, The Search for the Christian Doctrine of God, 1988, Seite 64.
4 Alvan Lamson, The Church of the First Three Centuries, 1869, Seite 70, 71.
5 Robert M. Grant, Gods and the One God, 1986, Seite 109, 156, 160.
6 The Formation of Christian Dogma, Seite 122, 125.
7 The International Standard Bible Encyclopedia, 1982, Band 2, Seite 513.
8 John Henry Kardinal Newman, Über die Entwicklung der Glaubenslehre, 1878?, Seite 16, 18.
9 Justinus, Dialog mit dem Juden Tryphon (Bibliothek der Kirchenväter, Band 33, Seite 212).
10 Frühchristliche Apologeten (Bibliothek der Kirchenväter, Band 12, Seite 134).
11 Justinus, Dialog mit dem Juden Tryphon (Bibliothek der Kirchenväter, Band 33, Seite 85, 87).
12 Frühchristliche Apologeten (Bibliothek der Kirchenväter, Band 12, Seite 70).
13 Bernhard Lohse, Epochen der Dogmengeschichte, 1963, Seite 51.
14 Über die Entwicklung der Glaubenslehre, Seite 21.
15 The Church of the First Three Centuries, Seite 73, 74, 76.
16 Clemens von Alexandria (Bibliothek der Kirchenväter, Band 7, Seite 282).
17 Ebd., Seite 268.
18 Ebd., Seite 269.
19 Ebd., Seite 270.
20 Ebd., Band 8, Seite 235.
21 Ebd.
22 Ebd., Band 20, Seite 12.
23 The Church of the First Three Centuries, Seite 124, 125.
24 Ebd., Seite 95.
25 Henry Chadwick, The Early Church, 1980 gedruckt, Seite 89.
26 Tertullians sämtliche Schriften, übersetzt von Dr. Karl Ad. Heinrich Kellner, 1882, Seite 78.
27 Ebd., Seite 520.
28 Ebd., Seite 69.
29 Über die Entwicklung der Glaubenslehre, Seite 19, 20.
30 The Church of the First Three Centuries, Seite 108, 109.
31 The Ante-Nicene Fathers, Band IV, Seite 560.
32 The Church of the First Three Centuries, Seite 75, 76.


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Citral
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Trinität - Die größte Lüge im Christentum?

28.09.2013 um 23:19
@pere_ubu
Copy & Paste ftw :D


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Kayla
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Trinität - Die größte Lüge im Christentum?

28.09.2013 um 23:22
@Citral
Citral schrieb:Das möcht ich jetzt mal so stehen lassen und eine Frage hinzufügen... Ist Jesus jetzt grad wieder Gott?
Stellst du dich nur dumm oder was soll man da annehmen ? Solange die Idee, der Gedanke J.Chr. noch bei Gott war, war er natürlich er, da er in ihm gewesen ist. Als er ihn aber in die Welt entäußerte ist er aus ihm herausgegangen und somit futschicato, getrennt von ihm. Er ist nicht mehr in ihm und damit auch nicht mehr inhaltlicher Bestandteil Gottes, lediglich damit verbunden. Nach seiner Himmelfahrt kann J.Chr. als Vorstellung Gottes höchstens ein warmes Plätzchen neben ihm haben, aber er ist nicht mehr in ihm und damit nicht Gott selbst.


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Citral
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Trinität - Die größte Lüge im Christentum?

28.09.2013 um 23:23
@Kayla
Kayla schrieb:Stellst du dich nur dumm oder was soll man da annehmen ? Solange die Idee, der Gedanke J.Chr. noch bei Gott war, war er natürlich er, da er in ihm gewesen ist. Als er ihn aber in die Welt entäußerte ist er aus ihm herausgegangen und somit futschicato, getrennt von ihm. Er ist nicht mehr in ihm und damit auch nicht mehr inhaltlicher Bestandteil Gottes, lediglich damit verbunden. Nach seiner Himmelfahrt kann J.Chr. als Vorstellung Gottes höchstens ein warmes Plätzchen neben ihm haben, aber er ist nicht mehr in ihm und damit nicht Gott selbst.
Nun ist er laut Bibel wieder dort von wo er gesandt wurde... wie sieht es nach deiner logischen Erkenntnis nun jetzt aus?


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pere_ubu
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Trinität - Die größte Lüge im Christentum?

28.09.2013 um 23:28
@Kayla
Kayla schrieb:Stellst du dich nur dumm oder was soll man da annehmen ?
gute frage. man könnte es aber auch dogmatisch nennen . :D

der gesandte ist der sender..... lol

denken und logik=fehlanzeige , traurig sowas hier tagtäglich zu lesen.


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Citral
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Trinität - Die größte Lüge im Christentum?

28.09.2013 um 23:29
@pere_ubu
Lässt du mal deine Beleidigungen? Bist du gerne so ein gutes Zeugnis für Gott?
pere_ubu schrieb:der gesandte ist der sender.....
Habe ich nie behauptet... Lügen scheint bei dir wohl so normal zu sein, dass du es selbst nicht mal merkst.


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pere_ubu
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Trinität - Die größte Lüge im Christentum?

28.09.2013 um 23:30
darfst dich mit der dürftigen logik die du hier präsentierst gern beleidigt fühlen.

ändert aber nichts an den defiziten. @Citral


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Kayla
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28.09.2013 um 23:31
@Citral
Citral schrieb:Laut Bibel kehrt Jesus dort zurück, von wo er gekommen ist... wie sieht es jetzt aus ?
Eine vergangene Idee (Vorstellung) Gottes, habe das schon x-mal erklärt. Und Erinnerungen verblassen, auch bei Gott und das Erinnerungen Gott selbst sind ist ziemlich unwahrscheinlich, denn dann wäre die gesamte Schöpfung er selbst. Deshalb ist die Trinitätslehre eine Irrlehre. Und seit wann sitzt eine verblasste Vorstellung neben dem, zu welchem diese Vorstellung gehörte ? J.Chr. sitzt doch angeblich zur Rechten seines Vater oder nicht ? Er sitzt nirgendwo, er ist lediglich eine vergängliche Erinnerung im Gedächtnis Gottes und gehört als diese zu ihm, mehr nicht. Und seit wann kann eine Erinnerung, Vorstellung oder Idee Gott selbst sein ? Vor allem wo anzunehmen ist, das Gott nicht so begrenzt ist und nur eine Idee hat, wäre ziemlich armselig oder ?


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Citral
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Trinität - Die größte Lüge im Christentum?

28.09.2013 um 23:33
@Kayla
Kayla schrieb:Eine vergangene Idee (Vorstellung) Gottes, habe das schon x-mal erklärt. Und Erinnerungen verblassen, auch bei Gott und das Erinnerungen Gott selbst sind ist ziemlich unwahrscheinlich, denn dann wäre die gesamte Schöpfung er selbst. Deshalb ist die Trinitätslehre eine Irrlehre. Und seit wann sitzt eine verblasste Vorstellung neben dem, zu welchem diese Vorstellung gehörte ? J.Chr. sitzt doch angeblich zur Rechten seines Vater oder nicht ? Er sitzt nirgendwo, er ist lediglich eine vergängliche Erinnerung im Gedächtnis Gottes und gehört als diese zu ihm, mehr nicht. Und seit wann kann eine Erinnerung, Vorstellung oder Idee Gott selbst sein ?
Was ist das denn für philosophischer Unfug?

Das die gesamte Schöpfung Jesus selbst ist, ist sogar biblisch.

Kolosser 1,16-17
16 Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: Alles ist durch ihn und für ihn geschaffen;
17 und er ist vor allem, und alles hat seinen Bestand in ihm.


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pere_ubu
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Trinität - Die größte Lüge im Christentum?

28.09.2013 um 23:34
pere_ubu schrieb:
der gesandte ist der sender..
darauf du:
Citral schrieb:Habe ich nie behauptet.
dabei behauptest bei jeder gelegenheit ,dass jesus christus = dem allmächtigen gott ist.

ich glaub ich such mir mal ne intelligentere gesprächsrunde ,wo die leute auch wissen was sie eigentlich reden .


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Citral
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28.09.2013 um 23:35
@pere_ubu
Jesus ist nicht der Vater!Jesus ist nicht der Vater!Jesus ist nicht der Vater!Jesus ist nicht der Vater!Jesus ist nicht der Vater!Jesus ist nicht der Vater!Jesus ist nicht der Vater!Jesus ist nicht der Vater!Jesus ist nicht der Vater!Jesus ist nicht der Vater!Jesus ist nicht der Vater!Jesus ist nicht der Vater!Jesus ist nicht der Vater!Jesus ist nicht der Vater!Jesus ist nicht der Vater!Jesus ist nicht der Vater!Jesus ist nicht der Vater!Jesus ist nicht der Vater!Jesus ist nicht der Vater!Jesus ist nicht der Vater!

Sag bescheid wenn du es hast.

danach darfst du das hier auswendig lernen

Gott ist dreieinig!Gott ist dreieinig!Gott ist dreieinig!Gott ist dreieinig!Gott ist dreieinig!Gott ist dreieinig!Gott ist dreieinig!Gott ist dreieinig!Gott ist dreieinig!Gott ist dreieinig!Gott ist dreieinig!Gott ist dreieinig!Gott ist dreieinig!Gott ist dreieinig!Gott ist dreieinig!Gott ist dreieinig!


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28.09.2013 um 23:35
@Citral
Citral schrieb:Das die gesamte Schöpfung Jesus selbst ist, ist sogar biblisch.
Ja die Schöpfung ist J.Chr. ? Sieh mal einer an. Wenn dem so wäre, dann sitzt die gesamte Schöpfung zu Rechten Gottes ? Ich werd nicht mehr.:)
Citral schrieb:
Gott ist dreieinig!Gott ist dreieinig!Gott ist dreieinig!Gott ist dreieinig!Gott ist dreieinig!Gott ist dreieinig!Gott ist dreieinig!Gott ist dreieinig!Gott ist dreieinig!Gott ist dreieinig!Gott ist dreieinig!Gott ist dreieinig!Gott ist dreieinig!Gott ist dreieinig!Gott ist dreieinig!Gott ist dreieinig!
Gott ist nicht dreieinig sondern multidimensional, von daher ist hast du weder Gott begriffen noch was J.Chr. eigentlich darstellt.


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28.09.2013 um 23:35
@Kayla
Wenn man das materialistisch liest kann man nur zu so einer merkwürdigen Auslegung kommen ;).


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Trinität - Die größte Lüge im Christentum?

28.09.2013 um 23:38
@pere_ubu
pere_ubu schrieb:ich glaub ich such mir mal ne intelligentere gesprächsrunde ,wo die leute auch wissen was sie eigentlich reden .
;) mach das mal... Gott hat dir große Intelligenz und Weisheit geschenkt... ich hoffe du findest etwas ebenbürtiges wie dich hochgesegneter pere_ubu.


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pere_ubu
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Trinität - Die größte Lüge im Christentum?

28.09.2013 um 23:38
@Citral


tja ,aber der vater ist JHWH , jesus aber nicht.
ich ahne langsam wo der hopfen und malz hin ist :D


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Kayla
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Trinität - Die größte Lüge im Christentum?

28.09.2013 um 23:39
@Citral
Citral schrieb:Wenn man das materialistisch liest kann man nur zu so einer merkwürdigen Auslegung kommen
Wie meinen ? Die Schöpfung ist Materie und J.Chr. ist doch dieselbe hast du selbst geschrieben, von daher ist Geist Materie und umgekehrt. Ich schrieb ja schon, Logik ist bei dir nicht wirklich zuhause.


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Citral
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Trinität - Die größte Lüge im Christentum?

28.09.2013 um 23:39
@pere_ubu
JHWH ist Vater, Sohn und Heiliger Geist zum 1.000 mal .... wann verstehst du endlich die dreieinigkeit mal richtig?


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