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Erfüllte biblische Prophezeiungen

3.618 Beiträge, Schlüsselwörter: Bibel, Prophezeiungen, Erfüllte Prophezeiungen, Bibelprophezeiungen

Erfüllte biblische Prophezeiungen

27.12.2018 um 14:16
perttivalkonen schrieb am 04.12.2018:Das ist so, als würde ein Prophet zu nem Sünder gehen und ihm sagen "Das Maß ist voll, dafür wirst Du sterben!" - und der Sünder lebt danach noch achtzig Jahre und stirbt mit 110. Und dann kommt der Enkel des Propheten und sagt "siehste?"
War das bei Adam und Eva nicht ähnlich? ("...werdet sterben..." und dann starben sie auch nicht sofort)


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Erfüllte biblische Prophezeiungen

27.12.2018 um 15:20
perttivalkonen schrieb:Echt, und sowas hältst Du für ne erfüllte Prophezeiung? Weil schließlich und von ganz allein noch jede Stadt nicht mehr die ist, die sie mal war?

Hesekiel wird ziemlich deutlich, was der Stadt an Unheil geschehen soll. Entweder hat sich das erfüllt - an der Stadt, um die es geht, bevor sie "automatisch eine andere Stadt wird" - oder nicht. Hier in diesem Falle: Nicht!
Die Frage ist doch, warum ist eine Stadt irgendwann nicht mehr ? Das Verschwinden muss man ja nicht als selbstverständlich hinnehnehmen. Mit deinem "automatisch" bringst du mal pauschal Gottes Wirken völlig zum verschwinden.
perttivalkonen schrieb:Letztlich befand Tyrus sich anschließend in exakt dem selben Status wie vor Ausbruch des Konflikts mit Babylon: eine stabile Handelsmetropole als tributpflichtiger Vasall.
1. Vasall von wem denn ?
2. Noch zu Nebukadnezars Lebzeiten verlor Tyros seine Position an Sidon.

Mal ein anders Beispiel aus der Neuzeit, dass ich mit erlebt habe. Als Nokia in Bochum vor 10 Jahren geschlossen wurde, war das für die Beschäftigten dort, von denen ich viele kannte, ein Schlag in die Fresse. Aus wirtschaftlicher Sicht kann man sagen, dass für einige die Existenzgrundlage zerstört und Krieg gegen sie geführt wurde. Aus der Sicht Nokias blieb unterm Strich alles gleich. Man verlegte das Werk quasi an einen anderen Ort und fand dort neue Arbeitskräfte. Alles ganz normal und undramatisch.... vom Blickwinkel Nokias aus. Das ist halt Kapitalismus. In der Presse fragte man durchaus nach dem Schickal der Bochumer Familien, aber wer fragt nach den Familen und Arbeitern des antiken Tyros ?
perttivalkonen schrieb:Daß dann später beide mythische Usurpatoren als der Satan verstanden wurden, kann ich immerhin nachvollziehen. Aber da wurden diese beiden prophetischen Lieder nicht erst mythisiert.
Doch, die Kirchenväter haben das mythisiert. Denn sie wussten ja noch nichts von Hermann Gunkels erfundenen Helel-Mythos, den er auf Jesaja 14 projeziert hat. Er ging halt auch den Kirchenvätern auf den Leim und konnte sich von deren Blödsinn nicht emanzipieren. Die Wahrheit ist, dass es in Jesaja 14 keine Anspielung auf eine Figur namens Helel gibt, weil es überhaupt niemals eine Gottheit Helel gab. Diese wurde von Gunkel nur herbei fantasiert, was er selber offen sagte, um seinen Mythos zu bestätigen.

Helel ist kein Name, sondern ein Imperativ von heulen oder loben, wie er an einigen weiteren Stellen im AT vorkommt. In Jesaja 14 ist zuerst Nebukadnezar gemeint, der als Gottesfürchtiger noch eine Position im Himmel hatte, dessen Sohn Belsazar sich aber über Gott erhob und dafür mit der Invasion der Meder und Perser "belohnt" wurde. Und in Hesekiel 28 ist der Cherub in Eden niemand anders als der König von Tyros anfangend mit Hiram, der als Freund Davids in Jerusalem bzw. Zion = Eden (Jesaja 51,3) ein und aus ging, endend mit dem König, dessen Namen uns die Bibel nicht nennt, den Hesekiel als über den Fall Jerusalems schadenfroh beschreibt. Die Wörter Cherub und Eden greifen nicht auf die Geschichte vom Paradies zurück.
perttivalkonen schrieb:Daß Babylon zu einer eschatologischen Größe der Apokalyptik geworden ist, liegt nicht daran, daß es in dem ähnlichen Lied Jesaja14 vorkommt. Vielmehr galt Babylon schon im hellenistisch-römischen Judentum als der Inbegriff der bösen Weltmacht, sodaß auch Rom zuweilen "Babel" genannt wurde. Finden wir auch mehrfach im NT außerhalb apokalyptisch-eschatologischer Zusammenhänge. Erst dieses "Babel", die "aktuelle böse Weltmacht" Rom, wird dann von der Apokalypse aufgegriffen.
Warum galt denn Babylon als Inbegriff des Bösen ? Weil ihre eigene Geschichte es so überliefert hat. Die Offenbarung greift doch nicht eine Vorstellung des römisch-hellenistischen Judentums auf und ignoriert andererseits, dass im mesopotamischen Babylon nach wie vor noch Juden offenbar freiwillig und gern leben. Die Offenbarung greift direkt Bilder und Situationen aus der überlieferten Geschichte, als des AT, auf, nicht einem vom Schrifttum unabhängigen Volksglauben.

Dass Petrus mit Babylon auf Rom anspielt, halte ich für extrem unwahrscheinlich, weil es dafür keinen speziell ersichtlichen Grund gab, der für Paulus, der völlig unverblümt von und mit Rom sprach und sogar Heilige aus des Kaisers Haus erwähnte. nicht gegolten habe sollte. Dennoch kann er natürlich Rom gemeint haben, aber das steht keinesfalls fest. Wenn er aber Rom meint, dann meint er das in einem sehr eingegrenzen lokalen Bereich, wo sich eine Person oder Gemeinde befindet. Die Hure Babylon ist aber viel mehr als das. Wenn jemand als in der Hure Babylon seiend beschrieben wird, wäre das als äusserst kritisch zu betrachten.
perttivalkonen schrieb:Wo auch immer Du das herholst.
Das ist eine ziemlich gängige Interpretation. Dass sie gut ist, behaupte ich ja nicht. Ich streite mich da andauernd mit solchen Vertretern.
perttivalkonen schrieb:Das ja nu überhaupt nicht. Tyrus heute ist nicht mehr "das, was es mal war" damals. Aber das kannst Du von jeder Stadt und für letztlich jede Generation dieser Stadt sagen, das ist nichts, was als Erfüllung einer Prophezeiung angesehen werden kann.
Whataboutism ? Die Frage ist doch nicht, ob es man es sagen kann oder könnte, sondern ob es tatsächlich gesagt bzw. aufgeschrieben wurde. Ja, viele Städte sind inzwischen vergangen, aber eben nicht, weil das halt so der Lauf der Dinge ist. Jede Stadt hat halt ihre individuelle Geschichte und konkrete Gründe für ihren Werde(ab)gang. Wie stehts im Faust : "denn alles, was entsteht, Ist wert, daß es zugrunde geht." Also, nicht "einfach so", sondern "ist es wert".

Daniel 2,21 ...er setzt Könige ab und setzt Könige ein; er gibt den Weisen ihre Weisheit und den Verständigen ihren Verstand.

Wo soll denn da die Ausnahme sein ?

Die Botschaft Hesekiels an Tyros müssen wir auch als solche betrachten. Die Empfänger der Botschaft hatten 2 Möglichkeiten. 1. sie würden ihr Leben überdenken, weil das wirklich eine düstere Verheißung war, die man sicher nicht alle Tage von irgendwelchen daher gelaufenen hörte. 2. Sie spotten über Hesekiels Botschaft : "Sterben tuste sowieso, schneller gehts mit Marlboro."
perttivalkonen schrieb:Den Schei* liest Du da rein.
Du hast wohl überhaupt nicht verstanden, was ich sagen wollte. Ich geb zu, dass das auch eine Herausforderung ist. Nein, die Offenbarung spricht nicht von einem wiederauferstandenen Tyros. Explizit nicht !!!! Ich beschrieb nur wesentliche Merkmale, die Tyros und die Hure Babylon gemeinsam haben. Nein es ist nicht nur der Handel, es ist der Handel UND das Verhätlnis zum Volk Israel (nicht das Judentum und nicht der moderne Staat Israel). Das hast du jetzt 2 mal übersehen. Bitte nicht noch ein drittes mal. So, wo man eigentlich mit der Hure Babylon aufgrund wesentlicher gemeinsamer Merkmale von einem Auferstehen Tyros sprechen könnte, tut die Offenbarung dies explizit dennoch nicht. So, und mit desem Absatz wollte ich nur erklären, dass in der Offenbarung, deren Autor ja gewiss das Buch Hesekiel kannte und einige Symbole aufgriff, die im Buch Hesekiel erwähnte ewige Nichtwiederauffindbarkeit von Tyros in keiner Form korrigieren oder wiederufen wollte, obwohl er mit dem Bild der Hure Babylon eine ziemlich gute, oder die best möglichste dialektische Grundlage zur Apologetik gehabt hätte.
perttivalkonen schrieb:Genauer gesagt wurde Tyrus nie vom Erdboden getilgt bis heute, allenfalls Teile wurden zerstört.
Ok, aber dann ist Istanbul auch identisch mit Konstantinopel und der Irak identisch mit Babel. Ja eigentlich existiert das osmanische Reich auch noch und manche glauben sogar, dass sie immer noch im Deutschen Reich leben.


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27.12.2018 um 16:36
@Optimist
War das bei Adam und Eva nicht ähnlich? ("...werdet sterben..." und dann starben sie auch nicht sofort)
Bei Adam und Eva war das aber wieder was anderes. Die waren vorher unsterblich und deren Bestrafung war das Ende ihrer Unsterblichkeit.


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27.12.2018 um 17:06
Labor-Ratte schrieb:Bei Adam und Eva war das aber wieder was anderes. Die waren vorher unsterblich und deren Bestrafung war das Ende ihrer Unsterblichkeit.
Hm, der Witz an "Unsterblichkeit" ist was?
Oder anders, ich bin unsterblich bis zum Tode...


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27.12.2018 um 17:27
Smiler schrieb:Hm, der Witz an "Unsterblichkeit" ist was?Oder anders, ich bin unsterblich bis zum Tode...
das ist falsch gedacht ;)

Man ist ja bei Unsterblichkeit nicht "unsterblich bis zum Tode", weils ja eben den Tod bei der Prämisse "Unsterblichkeit" nicht gibt.
Labor-Ratte schrieb:War das bei Adam und Eva nicht ähnlich? ("...werdet sterben..." und dann starben sie auch nicht sofort)
Labor-Ratte schrieb:Bei Adam und Eva war das aber wieder was anderes. Die waren vorher unsterblich und deren Bestrafung war das Ende ihrer Unsterblichkeit
es geht doch nicht um das was vorher war oder nicht war, sondern darum ob ein bestimmtes Ereignis/Verändrung "sofort" oder "längerfristig eintritt.


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27.12.2018 um 18:08
@Optimist
es geht doch nicht um das was vorher war oder nicht war, sondern darum ob ein bestimmtes Ereignis/Verändrung "sofort" oder "längerfristig eintritt.
Doch genau darum gehts. Denn wenn man einem Sterblichen prophezeit, dass er sterben wird hat das eine andere Bedeutung, als wenn man das selbe einem Unsterlichen prophezeit. Bei einem Unsterblichen bedeutet das, dass er überhaupt erst in der Lage sein wird (irgendwann) zu sterben. Was für ihn eine völlig neue Situation darstellt. Für einen Sterblichen ist dagegen sowieso klar, dass er (irgendwann) sterben wird. Das weiß jeder Idiot, auch ohne Prophezeiung. Also muss das in Bezug auf ihn etwas anderes bedeuten. Das bedeutet für ihn, dass er in absehbarer Zeit sterben wird und nicht erst Jahrzehte später. Ansonsten wäre die Prophezeiung ja auch ziemlich sinnfrei. Es kommt also auf den Kontext an, wie eine solche Aussage wohl gemeint sein muss.


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27.12.2018 um 18:14
Labor-Ratte schrieb:es geht doch nicht um das was vorher war oder nicht war, sondern darum ob ein bestimmtes Ereignis/Verändrung "sofort" oder "längerfristig eintritt.
Labor-Ratte schrieb:Doch genau darum gehts. Denn wenn man einem Sterblichen prophezeit, dass er sterben wird hat das eine andere Bedeutung, als wenn man das selbe einem Unsterlichen prophezeit.
okay. Aber wie kriegen wir das mit Tyros zusammen, bzw. dass dieses sofort oder erst Jahrzehnte später "beschädigt oder beseitigt" werden sollte?


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27.12.2018 um 18:16
Optimist schrieb:das ist falsch gedacht ;)

Man ist ja bei Unsterblichkeit nicht "unsterblich bis zum Tode", weils ja eben den Tod bei der Prämisse "Unsterblichkeit" nicht gibt.
Nun, eigentlich wollte ich nur auf den Widerspruch hinweisen. Unsterblichkeit ist die Unmöglichkeit zum sterben. Wenn ein unfehlbarer
Gott erst die Unsterblichkeit verleiht um diese bei Ungehorsam zu entziehen. Gab es nie eine Unsterblichkeit und keinen unfehlbaren Gott. Schließlich bedeutet Unsterblichkeit = Unendlich und nicht bis zum Widerruf :-)


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27.12.2018 um 18:41
Optimist schrieb:War das bei Adam und Eva nicht ähnlich? ("...werdet sterben..." und dann starben sie auch nicht sofort)
Da ist die Ankündigung dennoch an dem Tag des Essens eingetroffen. Denn in dem Garten in Eden kann man nicht sterben. Dort steht schließlich der Baum des Lebens, von dem zu essen nicht verboten war, und der auch einem sterblichen Wesen ewiges Leben beschert (solang man in Eden bleibt und stets davon essen kann). Deswegen wurden der Mann und die Frau auch stante pede rausgeworfen. Dem Tod überantwortet also.

Hätten die Menschen in dem Garten eh irgendwann sterben müssen, wäre die Ansage tatsächlich unsinnig gewesen. So aber verloren die Menschen "an dem Tag" ihre Unsterblichkeit.


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27.12.2018 um 18:42
@Optimist
okay. Aber wie kriegen wir das mit Tyros zusammen, bzw. dass dieses sofort oder erst Jahrzehnte später "beschädigt oder beseitigt" werden sollte?
Indem man auch dort den Kontext beachtet. Wenn Hesekiel sagte, dass nachfolgende Generationen nicht für die Sünden ihrer Eltern bestraft werden, dann ist unmissverständlich klar, dass sich das nicht so lange hinziehen kann. Ein paar Jahrzehnte vielleicht, aber es muss noch die selbe Generation treffen. Ansonsten hat @perttivalkonen das schon besser erklärt, als ich es jemals könnte.

@Smiler

Ich denke jede Definition von "Unsterblichkeit" hat so ohre Logiklücken. Wenn Adam und Eva vor ihrer Bestrafung beispielsweise nicht alterten, dann genügt mir das um von "Unsterlichkeit" zu sprechen.


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27.12.2018 um 19:36
phenomena schrieb:Die Frage ist doch, warum ist eine Stadt irgendwann nicht mehr ? Das Verschwinden muss man ja nicht als selbstverständlich hinnehnehmen. Mit deinem "automatisch" bringst du mal pauschal Gottes Wirken völlig zum verschwinden.
Wieso "warum ist diese Stadt irgendwann nicht mehr"? Die Stadt ist noch heute!

Wenn Du meinst, daß die "gemeinte Stadt nicht mehr ist", weil ja deren Einwohner alle friedlich und in hohem Alter gestorben sind und nun andere Leute drin leben, die vielleicht sogar andere Interessen haben, ja, dann ist das in dem schon angesprochenen Sinne ne andere Stadt. Aber dann ist irgendwie auch das "eingetroffene Unheil" ne Farce.

Es bleibt also dabei: Hier wird Wischiwaschi betrie3ben, um irgendwie ne "Erfüllung" herbeizuwünschen.
phenomena schrieb:1. Vasall von wem denn ?
2. Noch zu Nebukadnezars Lebzeiten verlor Tyros seine Position an Sidon.
1. Na von den Babyloniern. Waren sie vorher, waren sie nachher.
2. Wie jetzt? Tyrus war da nur noch ein Fischerdorf? Daß Sidon nachzog und Tyrus sogar überholte, ist zwar richtig, zerstört aber nicht den Status von Tyrus als Handelsmetropole. Sindse halt die Nummer 2 geworden. Echt hart gebeutelt. Aber irgendne dazu passende Ankündigung kann ich bei Hesekiel auch nicht finden.

Also total irrelevant.
phenomena schrieb:Mal ein anders Beispiel aus der Neuzeit, dass ich mit erlebt habe. Als Nokia in Bochum vor 10 Jahren geschlossen wurde, war das für die Beschäftigten dort, von denen ich viele kannte, ein Schlag in die Fresse.
Und Du meinst echt, daß Hesekiel solche harten Einzelschicksale vor Augen hatte, als er von der Zerstörung der Stadt, ihrer Mauern, ihrer Menschen sprach und davon, daß die Stadt nie wieder aufgebaut werde? Echt, Du denkst Dir einen Schei* zusammen, das tut richtig weh. Klar mag das für soundsoviele Prozent der Bevölkerung ein Drama gewesen sein. Aber von sowas hat der Prophet nicht als Strafe gesprochen. Darum aber gings hier noch immer. Eingetroffene Ankündigung oder nicht. Und da kommt von Dir echt nix Sinnvolles dazu. Klar gibts auch unangekündigte Schlechtigkeit in dieser Welt. Auch im Tyrus noch zu Lebzeiten Nebukladnezars. Hat nur nix mit Hesekiels ankündigung zu tun.
phenomena schrieb:Doch, die Kirchenväter haben das mythisiert.
Von Gunkel erfunden, na Du bist ja putzig drauf. Schachar ist zusammen mit seinem Zwillingsbruder Schalim aus Ugarit bekannt, dort hängen sie mit Morgen- bzw. Abendröte und mit dem Morgen- bzw. Abendstern zusammen. Im aramäischen Haran hingegen ist Schachar der Mondgott, der weiter östlich als Sin, weiter westlich als Jareach bekannt war und verehrt wurde. Helal ist ebenfalls gemeinsemitisch und bezeichnet noch heute im Arabischen die Mondsichel. Man kann den Mythos geradezu greifen, wonach der Altmond, Sohn der Morgenröte, am nächsten Tag tot ist (nicht zu sehen). Erst als Neumond wiedergeboren versucht er es erneut, sich zur strahlenden Sonne aufzuschwingen. In der Tat ist dieser Mythos selbst nicht überliefert, er kann nur aus solchen Texten erschlossen werden. Aber daß diese Texte (Hes28, Jes14) auf existierende Mythen zurückgreifen, das ist man sicher.

Nicht immer haben wir so viel Glück wie im Falle Jesaja27,1:
An jenem Tag wird der HERR mit seinem harten, grossen und starken Schwert heimsuchen den Leviatan, die flüchtige Schlange, und den Leviatan, die gewundene Schlange, und wird das Ungeheuer erschlagen, das im Meer ist.
Hier haben wir mal das Mythenpendant aus dem deutlich älteren Ugarit, ein Lobgesang an den Wettergott:
Als du Lothan niederschlugst, die flüchtige Schlange,
Wie du ein Ende bereitetest der geringelten Schlange,
Dem Machthaber mit sieben Köpfen,
Wurden die Himmel schlaff und sanken hin
Lotan schreibt sich "l(w)tn", Leviatan schreibt sich "lwytn"

OK, das soll an dieser Stelle genug sein. Hab mich schon genug geärgert.


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27.12.2018 um 21:40
perttivalkonen schrieb: Hab mich schon genug geärgert.
wozu so viel Ärger - nur weil jemandes Gehirn anders tickt? ;)

Nun möchte ich dir hierzu ein Feedback geben und hoffe, ich kann dir mit meiner Zustimmung zu einer besseren Stimmung verhelfen :) :
Optimist schrieb:War das bei Adam und Eva nicht ähnlich? ("...werdet sterben..." und dann starben sie auch nicht sofort)
perttivalkonen schrieb:Da ist die Ankündigung dennoch an dem Tag des Essens eingetroffen. Denn in dem Garten in Eden kann man nicht sterben. Dort steht schließlich der Baum des Lebens, von dem zu essen nicht verboten war, und der auch einem sterblichen Wesen ewiges Leben beschert (solang man in Eden bleibt und stets davon essen kann). Deswegen wurden der Mann und die Frau auch stante pede rausgeworfen. Dem Tod überantwortet also.

Hätten die Menschen in dem Garten eh irgendwann sterben müssen, wäre die Ansage tatsächlich unsinnig gewesen. So aber verloren die Menschen "an dem Tag" ihre Unsterblichkeit.
Ja, da hast du recht.
SO hatte ich das bis jetzt noch gar nicht gesehen (aber jetzt bitte nicht mit einem Seitenhieb kontern ;) , ich bin halt manchmal nur ein kleines gedankenloses Menschlein :) )

Jedenfalls eine gute Anregung, wie das mit der Unsterblichkeit ist.
Smiler schrieb:Nun, eigentlich wollte ich nur auf den Widerspruch hinweisen. Unsterblichkeit ist die Unmöglichkeit zum sterben. Wenn ein unfehlbarer
Gott erst die Unsterblichkeit verleiht um diese bei Ungehorsam zu entziehen. Gab es nie eine Unsterblichkeit und keinen unfehlbaren Gott. Schließlich bedeutet Unsterblichkeit = Unendlich und nicht bis zum Widerruf :-)
Wenn man es nun so betrachtet wie @perttivalkonen, dann war die Unsterblichkeit tatsächlich unendlich und ohne Widerruf.
Die Menschen konnten halt nur nicht mehr zum Baum des Lebens gelangen. DAS war es nur was Gott vorrausgesagt hatte bzw. wovor er gewarnt hatte. Hätten sie noch dahin gekonnt, hätten sie weiterhin Unsterblichkeit gehabt. Diese wurde also NICHT widerrufen.
Labor-Ratte schrieb:Wenn Hesekiel sagte, dass nachfolgende Generationen nicht für die Sünden ihrer Eltern bestraft werden, dann ist unmissverständlich klar, dass sich das nicht so lange hinziehen kann. Ein paar Jahrzehnte vielleicht, aber es muss noch die selbe Generation treffen.
ja, ist einleuchtend.


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27.12.2018 um 21:49
Optimist schrieb:Die Menschen konnten halt nur nicht mehr zum Baum des Lebens gelangen. DAS war es nur was Gott vorrausgesagt hatte bzw. wovor er gewarnt hatte. Hätten sie noch dahin gekonnt, hätten sie weiterhin Unsterblichkeit gehabt. Diese wurde also NICHT widerrufen.
Meiner Meinung nach wurde das ewige Leben nie aufgehoben, weil ja das ewige Leben ein Gebot Gottes ist @Optimist
-> Wer also nicht ewig lebt, ist weit weg von Gott und stirbt in Sünde.
---> Sogesehen ist der Tod eine ganz große Lüge :}


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27.12.2018 um 21:53
Niselprim schrieb:Wer also nicht ewig lebt, ist weit weg von Gott und stirbt in Sünde.
ja, kann man sicher so sehen.
Niselprim schrieb:Sogesehen ist der Tod eine ganz große Lüge
nein, Lüge nicht, es gibt ihn ja.


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27.12.2018 um 21:56
Niselprim schrieb:---> Sogesehen ist der Tod eine ganz große Lüge :}
Optimist schrieb:nein, Lüge nicht, es gibt ihn ja.
Ja @Optimist damit hast du sicherlich Recht, dass es den Tod gibt.
A B E R gibt es den meiner Überzeugung nach nur für jene, welche ihn erwarten
- bzw. anders gesagt: gilt der Tod nicht grundsätzlich,
weil ja Jesus Christus ins ewige Leben rettet.


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27.12.2018 um 22:08
Optimist schrieb:Wenn man es nun so betrachtet wie @perttivalkonen, dann war die Unsterblichkeit tatsächlich unendlich und ohne Widerruf.
Die Menschen konnten halt nur nicht mehr zum Baum des Lebens gelangen.
Also ich hab das Essen vom Baum des Lebens eigentlich nicht als einmaligen Akt mit anschließend unendlichem Leben verstanden, sondern als wiederholte Speise. So wie Ambrosia bei Homer. Sein regelmäßiger Verzehr macht (/hält) unsterblich, ist aber den Menschen verwehrt. Biblisch ist der Verzehr der Früchte des Baumes des Lebens den Menschen zunächst nicht verwehrt, wohl aber ab dem Moment der Übertretung.


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27.12.2018 um 22:17
perttivalkonen schrieb:Also ich hab das Essen vom Baum des Lebens eigentlich nicht als einmaligen Akt mit anschließend unendlichem Leben verstanden, sondern als wiederholte Speise. So wie Ambrosia bei Homer. Sein regelmäßiger Verzehr macht (/hält) unsterblich, ist aber den Menschen verwehrt.
Hatte ich auch so verstanden.
Und genau so hatte ich auch das hier gemeint:
Optimist schrieb:Die Menschen konnten halt nur nicht mehr zum Baum des Lebens gelangen.
--------------
Niselprim schrieb:A B E R gibt es den meiner Überzeugung nach nur für jene, welche ihn erwarten- bzw. anders gesagt: gilt der Tod nicht grundsätzlich,weil ja Jesus Christus ins ewige Leben rettet.
Den Tod gibts nach dem Rauswurf aus dem Paradies unweigerlich für jeden, weil ja niemand mehr die Früchte des Baumes des Lebens essen kann. Hat also nichts mit Erwartungshaltung zu tun.

Aber das betrifft ja hauptsächlich auch "nur" den physischen Tod.
Jesus hat dafür gesorgt, dass man geistig ewig leben kann, wenn man es will.


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27.12.2018 um 22:30
Optimist schrieb:Den Tod gibts nach dem Rauswurf aus dem Paradies unweigerlich für jeden, weil ja niemand mehr die Früchte des Baumes des Lebens essen kann. Hat also nichts mit Erwartungshaltung zu tun.
Blablabla @Optimist Habe doch gerade erklärt:
Niselprim schrieb:gilt der Tod nicht grundsätzlich,
weil ja Jesus Christus ins ewige Leben rettet
... also erzähl doch dann nicht genau das Gegenteil ;)
Optimist schrieb:Aber das betrifft ja hauptsächlich auch "nur" den physischen Tod.
Jesus hat dafür gesorgt, dass man geistig ewig leben kann, wenn man es will.
Sofern der Geist wieder in einen Körper gelangt,
ist auch der physische Tod sozusagen aufgehoben :D
Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist?
Kann er etwa zum zweiten Mal in den Leib seiner Mutter eingehen und geboren werden?
Meiner Auffassung nach spricht hier Der Herr, Jesus Christus, auch von Wiedergeburt;
Bibel; NT; JohEv:

... nicht nur, dass der Geist neu geboren wird,
sondern dass man nur so ins Reich Gottes gelangt, also ua ewig lebt :ok:


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28.12.2018 um 19:10
@perttivalkonen


Hallo!
N. zog durch ganz Ägypten und machte es für 40 Jahre platt und nirgends lassen sich dazu Aufzeichnungen finden
So drückt das die Prophezeiung allerdings nicht aus!

Wir lesen:

" Menschensohn, Nebukadnezar, der König von Babel, hat sein Heer eine schwere Arbeit tun lassen gegen Tyrus. Jeder Kopf ist kahl geworden, und jede Schulter ist blank gescheuert; aber Lohn ist ihm und seinem Heer von Tyrus nicht zuteilgeworden für die Arbeit, die er gegen es geleistet hat. 19 Darum, so spricht der Herr, HERR: Siehe, ich gebe Nebukadnezar, dem König von Babel, das Land Ägypten; und er wird seinen Prunk wegtragen und seinen Raub rauben und seine Beute erbeuten; das wird der Lohn für sein Heer sein. 20 Als seinen Lohn, für den er gearbeitet hat, habe ich ihm das Land Ägypten gegeben, weil sie für mich gearbeitet haben, spricht der Herr, HERR."

Nebukadnezar wird von dem wahren Gott einen Ausgleich dafür bekommen, weil er in Verbindung mit der Belagerung von Tyrus jeine Beute gemacht hat!

Es wäre sicher unverhältmässig viel, wenn man für die Belagerung einer einzigen Stadt ( Tyrus) ohne Beute leer ausginge und dann dafür buchstäblich das ganze Land Äypten als Gegenwert erhalten würde!

Wenn man den prophetischen Text genauer analysiert, stellt man fest, dass dem Nebukadnezar offensichtlich in dem Sinne " das Land Ägypten" gegeben wurde, dass er dort einen Feldzug zum Rauben und Plündern mit Gottes Zulassung und Segen durchführen konnte, wohin er auch gehen wollte!
Es bedeutete offensichtlich nicht, dass er das ganze Kand Ägypten in sein Weltreich einverleiben würde!

Die Gegenden, wo er mit seinem Heer durchzog um zu rauben und zu plündern, blieben offensichtlich danach lange unbewohnt!

Gruss, Tommy


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Erfüllte biblische Prophezeiungen

28.12.2018 um 19:30
@Tommy57
Ich weiss ja, dass du einer Sekte Gemeinschaft angehörst, die schon mehrfach bewiesen hat, dass sie bereit ist auch den hanebüchensten Unsinn (z. B. Generation 1914 :) )zu glauben und zu verkünden, aber hier machst du es dir wohl etwas zu leicht.
8 Darum, so spricht GOTT, der Herr: Siehe, ich will das Schwert über dich bringen und Menschen und Vieh in dir ausrotten. 9 Und das Land Ägypten soll zur Wüste und Einöde werden; und sie sollen erkennen, dass ich der HERR bin. Weil [der Pharao] sagt: »Der Strom gehört mir, und ich habe ihn gemacht!«, 10 darum, siehe, komme ich über dich und über deine Ströme, und ich will das Land Ägypten zu Trümmerstätten machen, zu einer schrecklichen Einöde, von Migdol bis nach Syene, bis an die Grenze von Kusch. 11 Kein Fuß eines Menschen soll es durchwandern, auch kein Fuß eines Tieres soll es durchwandern, und es soll 40 Jahre lang unbewohnt bleiben. 12 Und ich will das Land Ägypten zu einer schrecklichen Wüste machen inmitten verwüsteter Länder, und seine Städte sollen unter zerstörten Städten 40 Jahre lang verwüstet sein.
Hesekiel 29, 8ff

und, bevor du da wieder irgendwelche Wellen reinfantasierst, er legt sich auch fest wer das Alles leisten soll
10 So spricht GOTT, der Herr: Ich will durch die Hand Nebukadnezars, des Königs von Babel, das Lärmen Ägyptens zum Schweigen bringen. 11 Er und sein Volk mit ihm, die Gewalttätigsten unter den Heiden, sollen herbeigeführt werden, um das Land zu verderben. Sie sollen ihre Schwerter gegen Ägypten ziehen und das Land mit Erschlagenen füllen. 12 Ich will die Ströme austrocknen und das Land in die Hand von bösen Leuten verkaufen, und das Land samt allem, was darin ist, durch die Hand von Fremden verwüsten; ich, der HERR, habe es gesagt! 13 So spricht GOTT, der Herr: Ich will die Götzen vertilgen und die falschen Götter ausrotten aus Noph, und es soll kein Ägypter mehr Fürst sein über das Land; ich will dem Land Ägypten Furcht einjagen. 14 Und ich will Patros verwüsten und in Zoan ein Feuer anzünden und an No das Urteil vollziehen; 15 und ich will meinen Zorn ausgießen über Sin, das Bollwerk Ägyptens, und die Volksmenge von No ausrotten. 16 Und ich will Feuer an Ägypten legen: Sin soll sich krümmen vor Schmerz, No soll erobert und Noph geängstigt werden am hellen Tag. 17 Die jungen Männer von Awen und Pi-Beset sollen durch das Schwert fallen, und [ihre Bewohner] werden in die Gefangenschaft wandern. 18 In Tachpanches soll der Tag verfinstert werden, wenn ich dort das Joch Ägyptens zerbreche und ihre stolze Macht dort ein Ende findet; es wird sie eine [dunkle] Wolke bedecken, und ihre Töchter sollen in die Gefangenschaft wandern. 19 So will ich an Ägypten das Urteil vollziehen, und sie sollen erkennen, dass ich der HERR bin! 20 Und es geschah im elften Jahr, im ersten Monat, am siebten Tag des Monats, da erging das Wort des HERRN an mich folgendermaßen: 21 Menschensohn, ich habe den Arm des Pharao, des Königs von Ägypten, zerbrochen; und siehe, er ist nicht verbunden worden, man hat kein Heilmittel angewandt, keinen Verband angelegt, um ihn zu verbinden, dass er stark genug würde, das Schwert zu fassen. 22 Darum, so spricht GOTT, der Herr: Siehe, ich komme über den Pharao, den König von Ägypten, und werde ihm seine beiden Arme, den starken und den zerbrochenen, zerschmettern, sodass das Schwert aus seiner Hand fällt. 23 Und die Ägypter will ich unter die Heidenvölker zerstreuen und in die Länder versprengen. 24 Ja, ich werde dem König von Babel die Arme stärken und ihm mein Schwert in die Hand geben; aber die Arme des Pharao werde ich zerbrechen, dass er vor ihm stöhnen wird wie ein zu Tode Verwundeter. 25 Ja, die Arme des Königs von Babel will ich stärken, dem Pharao aber werden die Arme sinken. Und sie sollen erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich dem König von Babel mein Schwert in die Hand gebe, dass er es gegen das Land Ägypten ausstreckt.


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