Für welche prähistorischen Tiere interessiert ihr euch am meisten?
05.10.2025 um 23:32Meine Favoriten sind Fischapoden und Homininen. Aber eigentlich generell Tetrapoden.
Als Kind ziemlich gefährlich, die meisten kleinen T-Rex Kinder wurden vermutlich gefressen, nur wenige wurden groß.Siegelschild schrieb am 15.09.2025:T-Rex
Wüsste gern wie sein Alltag aussah.
Ist schade dass die DNA so schnell zerfällt und man die nicht wiedererwecken kann.abberline schrieb:Als Kind ziemlich gefährlich, die meisten kleinen T-Rex Kinder wurden vermutlich gefressen, nur wenige wurden groß.
Ich brauch die heutzutage nicht wirklich. In Europa gab es die eh nicht und auf das Klima von damals verzichte ich dankendSiegelschild schrieb:Ist schade dass die DNA so schnell zerfällt und man die nicht wiedererwecken kann.
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Wenn ich das Wort: Perm höre, denk ich immer gleich an deine tollen Beiträge hier auf Allmy. Hast schon einiges darüber geschrieben und sind immer sehr informativ. Vielen Dank dafür. Ich glaube,dass ist eine Zeitepoche, die dir besonders am Herzen liegt.Sind es auch die Synapsiden, die dir interessieren, die sich im späten Karbon entwickelten, aber im Perm und Trias ihre Blütezeit hatten?perttivalkonen schrieb:Inostrancevia war im späten Perm einer der letzten und womöglich der größte Gorgonopsier.

Yepp, am Perm interessiert mich vor allem unsere eigene Vorfahrenlinie. Hier haben die Synapsiden sehr viele verschiedene Variationen hervorgebracht ("ausprobiert"), vor allem die Therapsiden unter ihnen. Das Perm war wie das Känozoikum quasi das "Zeitalter der Säugetiere", nur eben der Säugervorfahren. Die Entfaltung der Diapsiden im Perm (also alle Landwirbeltiere außer Amphibien und Säuger) war dagegen in weiten Teilen geradezu "langweilig". Nur wenige Gruppen, früher wahlweise Anapsiden oder Parareptilien genannt, aus dem Perm haben in der Wahrnehmung größere Bekanntheit erlangt wie die Mesosaurier und vor allem die Pareiasaurier dank nennenswerter Spezialisierungen und Ausbreitung.orlets schrieb:Ich glaube,dass ist eine Zeitepoche, die dir besonders am Herzen liegt.Sind es auch die Synapsiden, die dir interessieren, die sich im späten Karbon entwickelten, aber im Perm und Trias ihre Blütezeit hatten?
Hallo @perttivalkonen ! Dem kann ich nur zustimmen. Ohne das "Große Sterben" wäre der Aufstieg der Archosaurier in Trias/Jura/Kreidezeit auch komplett ausgefallen. Die Diapsidenseite der Evolution kam besser durch das Massenaussterben aufgrund ihrer basaleren "Bauweise" und Kaltblütigkeit.perttivalkonen schrieb:Yepp, am Perm interessiert mich vor allem unsere eigene Vorfahrenlinie. Hier haben die Synapsiden sehr viele verschiedene Variationen hervorgebracht ("ausprobiert"), vor allem die Therapsiden unter ihnen. Das Perm war wie das Känozoikum quasi das "Zeitalter der Säugetiere", nur eben der Säugervorfahren. Die Entfaltung der Diapsiden im Perm (also alle Landwirbeltiere außer Amphibien und Säuger) war dagegen in weiten Teilen geradezu "langweilig". Nur wenige Gruppen, früher wahlweise Anapsiden oder Parareptilien genannt, aus dem Perm haben in der Wahrnehmung größere Bekanntheit erlangt wie die Mesosaurier und vor allem die Pareiasaurier dank nennenswerter Spezialisierungen und Ausbreitung.
Naja... Hatte vor Jahren sämtliche in wissenschaftlichen Fossilsammlungen weltweit erfaßten Tetrapodenspezies, soweit sie bis damals in einer digitalen Datenbank erfaßt waren, über das ehemalige Portal fossilworks.com zusammengestellt (nur sichere Spezies berücksichtigt, keine Spezies nur aufgrund von Trittsiegeln oder Gelegefunden, und auch nur bei gesicherter Datierung). Hier mal für die beiden letzten Stufen des Perms und die beiden ersten Stufen der Trias die Spezieszahlen für die Landwirbeltiere, sortiert nach Temnospondyli (Amphibien und Amphibienvorfahren), Sauropsiden (Diapsiden und weitere, früher als Anapsiden und/oder Parareptilien Bezeichnete) sowie Synapsiden. Reptiliomorpha sind wie Temnospondyli nicht-amniotische Tetrapoden, und zwar jene Gruppe, aus der dann Sauropsiden und Synapsiden hervorgegangen waren. Eigentlich hatten die ihre Blüte im Karbon, aber sie hielten sich erstaunlicherweise bis in die Trias. Hab sie nur der Vollständigkeit halber, aber im Folgenden werden sie nicht mitberücksichtigt.Höhenburg schrieb:Die Diapsidenseite der Evolution kam besser durch das Massenaussterben aufgrund ihrer basaleren "Bauweise" und Kaltblütigkeit.


Hallo! Unsere Vorfahren haben es nicht wirklich verpennt, sondern sind mehr durch ihre Startposition schon abgeschlagen gewesen.perttivalkonen schrieb:In der oberen Trias lagen die Dinos schon eine Nasenlänge vor Phytosaurier & co., ab dem Jura waren sie endgültig die "neuen Herren". Bei diesem Rennen haben unsere Vorfahren von Anfang an nicht wirklich mitgemacht; sie haben es, wieso auch immer, schlicht verpennt.
Ähm, das besagt nur was darüber, wie hoch die Aussterbewahrscheinlichkeit von Warmblütern gegenüber Kaltblütern ist, wenn im Zusammenhang eines Massenaussterbens die Nahrung knapp wird. So starben nach der über fossilworks abgegriffenen Datenbank unter den dort erfaßten kalt- bzw. warmblütigen Großgruppen von in der letzten Stufe vorhandenen Arten prozentual so viele aus:Höhenburg schrieb:Eine Schlange kann mit einem guten Fang wochenlang problemfrei auskommen, ein Säuger überlebt das nicht oder geht total am Krückstock, falls er solange durchhält.

Und was sagt das jetzt? Die Biodiversität in nährstoffarmer Umgebung ist oft größer, nur eben sind die Arten eher kleiner bzw. individuenärmerHöhenburg schrieb:Es heißt, daß es 30 Millionen Jahre gedauert hat, bis wirklich nennenswerte Wälder neu entstanden waren.
Nochmals: am besten hat die Katastrophe eine Warmblüter-Gattung überlebt, und zwar eine pflanzenfressende, und zwar hund- bis schweinsgroße Viecherl, also in etwa das Größte (nahrungsintensivste), was überhaupt überlebt hat. Und dann sindse auch noch das mit Abstand Häufigste, was überlebt hat.Höhenburg schrieb:Pflanzenfresser mußten also mit spärlicher Kost und Kleinstwäldern auskommen. Für kaltblütige Diapsiden unschön, aber machbar. Für pflanzenfressende Synapiden und ihrem höheren Nahrungsbedarf eine riesige Hürde.
Die Zeit, die pflanzenfressende Synapsiden brauchten um sich auf diese karge Kost einzustellen, war lang genug um den kaltblütigen Diapsiden ausreichend Vorsprung zu geben um die meisten ökologischen Nischen zu besetzen.

einfach nur falsch.Höhenburg schrieb:Die Zeit, die pflanzenfressende Synapsiden brauchten um sich auf diese karge Kost einzustellen, war lang genug um den kaltblütigen Diapsiden ausreichend Vorsprung zu geben um die meisten ökologischen Nischen zu besetzen.
Wie gesagt, spiel das mal mit dem letzten großen Massenaussterben durch.Höhenburg schrieb:Für die Jäger unter den Synapsiden war die Situation nicht ganz so trostlos, schließlich kann man auch prima Diapsiden mampfen, aber der Teufel steckt im Detail. Der hohe Nahrungsbedarf bedeutete für die Synapsidenjäger, daß sie kopfstarke Beute brauchten. Davon, kopfstarke Spezien, dürfte es nach der Katastrophe für lange Zeit nur wenige gegeben haben.

Ganz vergessen: und auch danach gab es nur einmal noch einen solchen Temperaturanstieg, und den auch nur in der Nähe.perttivalkonen schrieb:Nie zuvor, im ganzen Phanerozoikum nicht, war es auf der Erde global so warm wie ab dem ausgehenden Perm und weit in die Trias hinein.

Hallo! Das Perm/Trias-Aussterben hat die Umwelt durcheinandergewürfelt (z.B. Sibirisches Trapp Ausbruch, Giftgase, Massenfeuerstürme,massiver Temperaturanstieg, versäuerte Böden, usw.) wie kein anderes Ereignis davor und danach (soweit uns bekannt), was auch für die Futtersituation miserabel wat. Ich habe nicht behauptet, daß die Futtersituation allein auschlagebend war, aber sie hat die Startposition der damaligen Synapsiden wesentlich verschlechtert, was ich auch so geschrieben habe.perttivalkonen schrieb:Die Warmblüter ließen zwar wie auch beim Permsterben "mehr Federn", aber in der Folgezeit legten sie ungleich mehr vor an Neuspezies, im Ringen um die neuen ökologischen Nischen. Dabei müßte doch nach Deiner Erklärung wieder mal die Warmblüterwelt mit hungrigen Mägen die Zeit bei der Suche nach spärlicher Nahrung verplempern, wohingegen die Kaltblüter nicht so viel zum Draufrumkauen brauchten und also mehr Zeit fürs Rumevolvieren hatten.
Und zum letzten Mal. Die Futtersituation war so gestaltet, daß die allermeisten überlebenden Landwirbeltiere mittelgroße Pflanzenfresser waren.Höhenburg schrieb:was auch für die Futtersituation miserabel wat. Ich habe nicht behauptet, daß die Futtersituation allein auschlagebend war
Sie hat "die Startposition" aller terrestrischen Tetrapoden verschlechtert, egal ob kalt- oder warmblütig, pflanzen- oder fleischfressend. Dennoch, der weitaus größte Abnehmer der noch vorhandenen pflanzlichen Nahrungsgrundlage - das waren Synapsiden! Und zwar war das nicht nur ne marginale Menge, sondern das Gros aller terrestrischen Landwirbeltiere.Höhenburg schrieb:sie hat die Startposition der damaligen Synapsiden wesentlich verschlechtert
Lystrosaurus und Taxon! Einfach rumgoogeln und schlecht abschreiben bringts nicht, wenn man es nicht verstanden hat.Höhenburg schrieb:Was Lystrasaurus angeht: Ein typisches Katastrophentaxom
Auch das ist nur ne Floskel, besagt aber mal so gar nichts. Ob Tiere 1000 Jahre lang keine Nahrung finden oder 30 Millionen Jahre - nach einer Generationen sindse wech! Wenn weniger da ist, dann limitiert das im Ernstfall nur die Größe der davon lebenden Individuen, deren Individuenzahl, ggf. auch noch die Zahl der davon lebenden Arten. Aber unter diesen geschrumpften Arten, geschrumpften Individuen pro Art und der geschrumpften Durchschnittsgröße der gesamten Tierwelt dominierten ausgerechnet die mittelgroßen synapsiden Lystrosaurier. Die Synapsiden waren also definitiv nicht die Verlierer des Nahrungsmangels. Sonst wärense nämlich nicht zum Katastrophentaxon geworden.Höhenburg schrieb:Der Meteoriteneinschlag am Ende der Kreidezeit war verheerend, aber mit viel weniger andauernden Nebeneffekten!
Dann leite doch endlich mal das Benachteiligtsein der Synapsiden aus eben diesen PT-Event-Nebeneffekten her! Einfach nur "sind andere Nebeneffekte" hinwerfen besagt nämlich gar nichts. Daraus bestehen Deine Beiträge bis jetzt praktisch nur, aus leeren Behauptungen. Kannst auch auf meine Darlegungen eingehen und diese entkräften. Aushebeln, nicht ignorieren und einfach nur anderes behaupten. Wenn da im nächsten Post nichts zu kommt, dann betrachte ich diese Diskussion als beendet.Höhenburg schrieb:Zudem andere Nebeneffekte als beim PT-Ereignis!
Auch wenn Du es nicht schreibst und sehr wahrscheinlich auch nicht weißt, in der Tat sanken die globalen Temperaturen nach dem Chicxulub-Impakt deutlich ab, man spricht von einem globalen Winter. Doch währte der dann wohl doch nicht viele Jahrzehnte, 100 oder gar 1000 Jahre, sondern könnte schon nach wenigen Jahren vorbei gewesen sein. Und zwar wegen der Dekkantrapps. Also wegen des gleichzeitig stattfindenden extremen Vulkanismus' auf dem damaligen indischen Kontinent. Der setzte ne Menge CO2 frei, was für ne globale Erwärmung der winterlichen Erde sorgen konnte. Hinzu kommt noch, daß auch dieser Vulkanismus ebenso wie der Chicxulub-Impakt für Versauerung von Wasser, Boden und Luft sorgte. So anders dann nun doch nicht.Höhenburg schrieb:Darum sind auch die Artzahlen der Warmblüter unter den Diapsiden(Vögel) und die der Synapsiden förmlich explodiert. Denn unter den neuen Umständen waren es nun die Kaltblüter, die im Hintertreffen waren.
Hallo! Erstens muß ich heute auf dem Sch...handy mit "Autokorrektur"(geht mir sowas von auf den Zeiger) tippen, zweitens finde ich deine passiv-aggressive Art recht amüsant! Ich kann mir die Gewitterwolke über deinem Kopf gut vorstellen:-) Ich wollte einfach etwas über die "alte Zeit" plauschen, diskutieren und Neinungen austauschen, keine vollen Essays oder so schreiben.perttivalkonen schrieb:Lystrosaurus und Taxon! Einfach rumgoogeln und schlecht abschreiben bringts nicht, wenn man es nicht verstanden hat.