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Für welche prähistorischen Tiere interessiert ihr euch am meisten?

38 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Insekten, Dinosaurier, Spinnen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Für welche prähistorischen Tiere interessiert ihr euch am meisten?

05.10.2025 um 23:32
Meine Favoriten sind Fischapoden und Homininen. Aber eigentlich generell Tetrapoden.


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Für welche prähistorischen Tiere interessiert ihr euch am meisten?

14.04.2026 um 22:50
Meine Favoriten sind die Synapsiden bis heute, aber auch andere Urzeitlebewesen. Ich kann dem Dinohype wenig abgewinnen. Die Geschichte der Synapsiden, schließlich sind wir alle selbst welche, ist auch hochinteressant!
Beispielsweise das berühmte Dimetrodon, zumindest ein Neffe von uns, zeigt vor fast 300 Millionen Jahren schon mehr als nur Ansätze die bis heute erhalten geblieben sind.
Dimetrodon muß bereits ein Vierkammerherz oder mindestens einen direkten Vorläufer besessen haben, denn nur mit einem solchen kann der nötige Blutdruck erzeut werden, um den Dimetrodontenkörper mit Blut zu versorgen. Ein "Reptilienherz" kann das nicht leisten, bis heute nicht.

Heute weiß man auch, daß Dimetrodon seine Körpertemperatur halten konnte, wenn auch nicht auf dem Niveau eines "richtigen" Säugers. Das markante Segel war wegen Kommunikation und Balz gewachsen.
Zudem hat man in Bromacker Spuren gefunden, die auf ein Gruppenverhalten von Dimetrodon hinweisen, daß viele Millionen Jahre älter ist als jeglicher Dinosaurier. Gemeinsames Schlammbaden und in einer Gruppe rummarschieren durch Dimetrodonten ist das weitaus älteste aufgefundene Gruppenverhalten von Landlebewesen.
Es gibt noch weitere Punkte die fett unterstreichen, daß Synapsiden und Diapsiden sich viel rascher und stärker auseinanderentwickelt haben als man lange dachte.


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15.04.2026 um 07:15
Zitat von SiegelschildSiegelschild schrieb am 15.09.2025:T-Rex
Wüsste gern wie sein Alltag aussah.
Als Kind ziemlich gefährlich, die meisten kleinen T-Rex Kinder wurden vermutlich gefressen, nur wenige wurden groß.


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15.04.2026 um 09:06
Zitat von abberlineabberline schrieb:Als Kind ziemlich gefährlich, die meisten kleinen T-Rex Kinder wurden vermutlich gefressen, nur wenige wurden groß.
Ist schade dass die DNA so schnell zerfällt und man die nicht wiedererwecken kann.
Ein Pterodactylus wäre auch interessant (Flugsaurier). Ich glaube nicht daran, dass es nur ein Gleiter war.


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15.04.2026 um 10:00
Zitat von SiegelschildSiegelschild schrieb:Ist schade dass die DNA so schnell zerfällt und man die nicht wiedererwecken kann.
Ich brauch die heutzutage nicht wirklich. In Europa gab es die eh nicht und auf das Klima von damals verzichte ich dankend


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15.04.2026 um 11:42
Also ich hätt gern nen Inostrancevia-Pärchen.

Inostrancevia war im späten Perm einer der letzten und womöglich der größte Gorgonopsier. Ein sehr enger Verwandter der Säugetiere. Ich würd ne Zucht aufmachen und die Nachkommen als Hunde-Alternative an die hiesigen Clans verkaufen. Wär doch ein geiles Statussymbol mit Einsatz-Potential.

Inostrancevia reconstructionOriginal anzeigen (0,6 MB)
Bildquelle Wikipedia: Gorgonopsia

Nette Zähnchen

1280px-Inostrancevia in Melbourne Museum
Bildquelle Wikipedia: Inostrancevia


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15.04.2026 um 17:01
das Hanghuhn.

Links,- aber auch rechts laufend.

die kommen immer wieder zurück, ob sie wollen oder nicht.


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17.04.2026 um 05:08
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Inostrancevia war im späten Perm einer der letzten und womöglich der größte Gorgonopsier.
Wenn ich das Wort: Perm höre, denk ich immer gleich an deine tollen Beiträge hier auf Allmy. Hast schon einiges darüber geschrieben und sind immer sehr informativ. Vielen Dank dafür. Ich glaube,dass ist eine Zeitepoche, die dir besonders am Herzen liegt.Sind es auch die Synapsiden, die dir interessieren, die sich im späten Karbon entwickelten, aber im Perm und Trias ihre Blütezeit hatten?
Irgendwie finde ich die Mesosauriden auch faszinierend, die sich an Land nicht richtig fortbewegen konnten und daher als eines der frühesten bekannten Reptilien den umgekehrten Weg – vom Land zurück ins Wasser – angetreten sind. Auch diese stammen aus dem Perm.


images.webp
Bildquelle: https://www.deviantart.com/deskridge/art/Mesosaurus-1007731902


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Für welche prähistorischen Tiere interessiert ihr euch am meisten?

17.04.2026 um 09:18
Zitat von orlETsorlETs schrieb:Ich glaube,dass ist eine Zeitepoche, die dir besonders am Herzen liegt.Sind es auch die Synapsiden, die dir interessieren, die sich im späten Karbon entwickelten, aber im Perm und Trias ihre Blütezeit hatten?
Yepp, am Perm interessiert mich vor allem unsere eigene Vorfahrenlinie. Hier haben die Synapsiden sehr viele verschiedene Variationen hervorgebracht ("ausprobiert"), vor allem die Therapsiden unter ihnen. Das Perm war wie das Känozoikum quasi das "Zeitalter der Säugetiere", nur eben der Säugervorfahren. Die Entfaltung der Diapsiden im Perm (also alle Landwirbeltiere außer Amphibien und Säuger) war dagegen in weiten Teilen geradezu "langweilig". Nur wenige Gruppen, früher wahlweise Anapsiden oder Parareptilien genannt, aus dem Perm haben in der Wahrnehmung größere Bekanntheit erlangt wie die Mesosaurier und vor allem die Pareiasaurier dank nennenswerter Spezialisierungen und Ausbreitung.

Das Karbon freilich find ich ebenfalls höchst spannend wegen der frühen Ausgestaltung des direkt an der Devon-Karbon-Grenze abgeschlossenen Landgangs der Wirbeltiere. Hier wurde vielgestaltig "experimentiert", hier trennten sich bereits die Linien zu den Amphibien, zu den Reptilien (und Vögeln) sowie zu den Säugern. Eine hochkreative Epoche für die Landwirbeltiere, wie das Perm eine hochkreative Epoche für die Synapsiden war.

Und wie die Trias hochkreativ für die Diapsiden. Hier entstanden die Archosaurier, teilten sich auf in Crocodyliomorpha, Dino- und Pterosauria, es entstanden die Lepidosauria (alles, was sonst noch Reptil heißt). Und es entstanden zahlreiche verschiedene diapside Gruppen von Meeresbewohnern, von denen die Ichthyosaurier und die Plesiosaurier, aber auch die Schildkröten am bekanntesten sind. Es gab aber zahlreiche weitere Gruppen, die in der Trias vom Land ins Meer gingen. Selbst die Therapsiden haben in der Trias noch bedeutende Veränderungen durchgemacht, am Ende sogar schon die ersten echten Säugetiere, zumindest Mammaliaformen hervorgebracht.

Wegen des Landgangsinteresses bin ich natürlich auch am oberen Devon interessiert, also der Zeit der "Fischapoden", des Übergangs vom "reinen Fisch" zum "reinen Landwirbeltier".

Das macht zusammen dreieinhalb Epocchen und knapp zweihundert Millionen Jahre. Fünfeinhalb Epochen und gut 200 Millionen Jahre, weil mich dann auch noch Neogen und Quartär wegen der Entwicklung der Homininen samt der speziellen Vorgeschiche, der Entwicklung und Aufspaltung der Menschenaffen besonders interessieren.

Welche Spezies aus diesen Interessensgebieten mich am meisten interessiert - und ich am liebsten "wieder"hätte - schwer zu sagen. Wahrscheinlich einen der Fischapoden oder einen Homininen.


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17.04.2026 um 15:22
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Yepp, am Perm interessiert mich vor allem unsere eigene Vorfahrenlinie. Hier haben die Synapsiden sehr viele verschiedene Variationen hervorgebracht ("ausprobiert"), vor allem die Therapsiden unter ihnen. Das Perm war wie das Känozoikum quasi das "Zeitalter der Säugetiere", nur eben der Säugervorfahren. Die Entfaltung der Diapsiden im Perm (also alle Landwirbeltiere außer Amphibien und Säuger) war dagegen in weiten Teilen geradezu "langweilig". Nur wenige Gruppen, früher wahlweise Anapsiden oder Parareptilien genannt, aus dem Perm haben in der Wahrnehmung größere Bekanntheit erlangt wie die Mesosaurier und vor allem die Pareiasaurier dank nennenswerter Spezialisierungen und Ausbreitung.
Hallo @perttivalkonen ! Dem kann ich nur zustimmen. Ohne das "Große Sterben" wäre der Aufstieg der Archosaurier in Trias/Jura/Kreidezeit auch komplett ausgefallen. Die Diapsidenseite der Evolution kam besser durch das Massenaussterben aufgrund ihrer basaleren "Bauweise" und Kaltblütigkeit.
Die Synapsiden haben durch ihre aktive Lebensweise und Warmblütigkeit (Es mehren sich die Hinweise, daß z.B. der berühmte Dimetrodon selbst ohne sein Segel eine konstante, wenn auch geringere Temperatur als für heutige Säuger üblich, halten konnte. Unser ausgestorbener Verwandter hatte urtümliche Faserlamellenkinochen, die ein klarer Hinweis auf konstante Körpertemperatur, schnelles Wachstum und Warmblütigkeit sind. Zeitgenossen wie Edaphosaurus haben keine solcher frühzeitlichen Lamellenknochen. Nun ja Dimetrodon war ein Sphenacodont wie wir) einen deutlich höheren Energieverbrauch. Und ausreichend Pflanzen oder Beutetiere waren damals Mangelware. Deswegen steckten die Synapsiden einen deutlich schwereren Treffer ein als die "Konkurrenz".


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17.04.2026 um 23:17
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Die Diapsidenseite der Evolution kam besser durch das Massenaussterben aufgrund ihrer basaleren "Bauweise" und Kaltblütigkeit.
Naja... Hatte vor Jahren sämtliche in wissenschaftlichen Fossilsammlungen weltweit erfaßten Tetrapodenspezies, soweit sie bis damals in einer digitalen Datenbank erfaßt waren, über das ehemalige Portal fossilworks.com zusammengestellt (nur sichere Spezies berücksichtigt, keine Spezies nur aufgrund von Trittsiegeln oder Gelegefunden, und auch nur bei gesicherter Datierung). Hier mal für die beiden letzten Stufen des Perms und die beiden ersten Stufen der Trias die Spezieszahlen für die Landwirbeltiere, sortiert nach Temnospondyli (Amphibien und Amphibienvorfahren), Sauropsiden (Diapsiden und weitere, früher als Anapsiden und/oder Parareptilien Bezeichnete) sowie Synapsiden. Reptiliomorpha sind wie Temnospondyli nicht-amniotische Tetrapoden, und zwar jene Gruppe, aus der dann Sauropsiden und Synapsiden hervorgegangen waren. Eigentlich hatten die ihre Blüte im Karbon, aber sie hielten sich erstaunlicherweise bis in die Trias. Hab sie nur der Vollständigkeit halber, aber im Folgenden werden sie nicht mitberücksichtigt.

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Schon von der vorletzten zur letzten Stufe des Perm nimmt in allen Gruppen die Zahl der dokumentierten Spezies ab, bei den Synapsiden am stärksten. Dann aber, beim Wechsel Perm-Trias brechen die Zahlen bei den Synapsiden regelrecht ein - während bei den anderen Gruppen die Zahlen sogar ansteigen, bei den Amphibischen sogar deutlich stärker als bei den Reptilischen. Auch von der ersten zur zweiten Stufe der Trias nehmen die Spezieszahlen bei diesen beiden Gruppen zu (diesmal bei den Reptil-Verwandten stärker als bei den Amphib-Verwandten), während die Synapsidenzahlen erneut schrumpfen.

Aber: Läßt sich das wirklich mit dem schlechteren Verkraften des Massensterbens am Ende des Perm erklären? Ich denke nicht. Schaut man sich die Zahlen mit mehr Details an, sieht es ein wenig anderser aus.

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Hier stehen die Spezieszahlen in fünf Spalten.
1. Spalte: Hier werden jene Spezies gezählt, welche schon in der vorherigen geologischen Stufe gelebt haben.
2. Spalte: Es folgen jene Spezies, welche in dieser geologischen Stufe neu hinzukommen.
3. Spalte: Summe aus 1 und 2, also Gesamtzahl der Spezies, die für diese Stufe fossil belegt sind.
4. Spalte: Hier werden die Spezies erfaßt, die für keine folgende Stufe mehr belegt sind; die also in dieser Stufe aussterben.
5. Spalte: Differenz aus 3 minus 4, also alle Spezies, die "überleben" und also auch in der folgenden geologischen Stufe vorkommen.
die 5. Spalte einer Zeile entspricht der 1. Spalte der Folgezeile.

6. Spalte: So viel Prozent machen die Neuspezies (Spalte 2) einer geologischen Stufe an der Zahl der Gesamtspezies (Spalte 3) aus.
7. Spalte: Prozentsatz der den Stufenwechsel überlebenden Spezies (Spalte 5) an der Zahl der Gesamtspezies (Spalte 3).

Beim Massensterben am Ende des Perm, von der letzten Stufe des Perm zur ersten der Trias, sterben zwar noch immer bei den Synapsiden die meisten anteilsmäßig weg, aber auch bei den anderen Gruppen zeigen sich massive Einbrüche (die rotmarkierten Prozentangaben in Spalte 7). Und in absoluten Zahlen betrachtet, waren die Synapsiden nach dem Massensterben noch immer die arten"reichste" Gruppe, wiewohl die Zahlen dicht beieinander liegen. (Es haben deutlich mehr Spezies überlebt, die Datenbank ist noch immer im Aufbau begriffen. Dennoch sind die Mengenverhältnisse der bereits erfaßten Zahlen statistisch schon aussagekräftig für den Vergleich der Großgruppen.)

Der eigentliche Unterschied ist der, welche der drei betrachteten Gruppen nach dem Massenaussterben besonders viele Neuspezies hervorbringt.

OK, nicht direkt nach dem Massenaussterben. Da bringen zwar wieder die Synapsiden den geringsten Anteil Neuspezies ein, aber die Werte aller drei Gruppen liegen nicht wirklich stark auseinander (die rot markierten Prozentangaben in Spalte 6). Wohl aber liegen sie beim nächsten Stufenwechsel deutlich auseinander: die Synapsiden sind deutlich abgehängt. (Beim Wegsterben von Spezies von der ersten zur zweiten triassischen Stufe liegen die Werte der Gruppen deutlich beieinander, sind also "normal".)

Sowohl das Aussterben als auch das Wiedererholen an der Wende Perm-Trias war bei den drei Gruppen leidlich gleich stark, die Synapsiden waren nur ein wenig stärker betroffen. Auch beim anschließenden "normalen Wegsterben über die Jahrmillionen" driften die Gruppen nicht auseinander. Was sich ändert, das ist, daß unter den neuen, nun dauerhaft normalen Bedingungen, die Synapsiden ins Hintertreffen geraten. Nicht in der Katastrophe verlieren die Synapsiden, sondern in der neuen Normalität. Die anderen scheinen innovativer im Run um die Nischen.

Direkt nach dem Massenaussterben gab es an Arten zwar auch nur wenige Synapsiden, aber von den wenigen Spezies gab es richtig viel Individuen. Jedenfalls von den überlebenden Arten der Gattung Lystrosaurus. über 90 Prozent aller Landwirbeltierfossilien sind Fossilien von Lystrosauriern, hunde- bis schweinegroßen pflanzenfressenden Dicynodontiern. Die Zeit nach dem Massenaussterben, sie war eine Welt der Lystrosaurier. Siegeszug und fatal zugleich, denn diese Welt war gedeckter Tisch und Einladung zugleich für alle, die es darauf abgesehen haben, mittelgroße Fleischfresser hervorzubringen. Die Cynodontier - jene Therapsidengruppe also, aus der die Säuger hervorgingen - gingen mit eher mausgroßen Spezies an den Start und blieben in dieser Größenordnung.

Über die Hälfte der Trias kämpften verschiedene Gruppierungen darum, sich zur dominanten Hauptgruppe aufzuschwingen und die Spitze der Nahrungspyramide zu besetzen. In der oberen Trias lagen die Dinos schon eine Nasenlänge vor Phytosaurier & co., ab dem Jura waren sie endgültig die "neuen Herren". Bei diesem Rennen haben unsere Vorfahren von Anfang an nicht wirklich mitgemacht; sie haben es, wieso auch immer, schlicht verpennt.


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18.04.2026 um 01:09
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:In der oberen Trias lagen die Dinos schon eine Nasenlänge vor Phytosaurier & co., ab dem Jura waren sie endgültig die "neuen Herren". Bei diesem Rennen haben unsere Vorfahren von Anfang an nicht wirklich mitgemacht; sie haben es, wieso auch immer, schlicht verpennt.
Hallo! Unsere Vorfahren haben es nicht wirklich verpennt, sondern sind mehr durch ihre Startposition schon abgeschlagen gewesen.
Wie ich schon weiter oben erwähnte, mehren sich die hHnweise, daß die Warmblütigkeit der Synapsiden viel älter ist als gedacht. Auch Ophiacodon, ein der Trennlinie von Synapsiden und Diapsiden noch deutlich näherstehender Basalsynapsid als es der schon deutlich weiterentwickelte Dimetrodon war, hat bereits die urtümliche Version der Faserlamellenknochen und muß damit auch schon eine Form von Warmblütigkeit besessen haben.
Warmblütigkeit hat ihre Vorzüge, aber auch Mängel, besonders der hohe Energiebedarf, der deutlich über dem der Kaltblüter liegt. Ein Beispiel von heute: Eine Schlange kann mit einem guten Fang wochenlang problemfrei auskommen, ein Säuger überlebt das nicht oder geht total am Krückstock, falls er solange durchhält.

Das große Sterben hat ja nicht nur viele Lebewesen vernichtet, sondern auch die gesamte Umwelt verheert. Es heißt, daß es 30 Millionen Jahre gedauert hat, bis wirklich nennenswerte Wälder neu entstanden waren. Pflanzenfresser mußten also mit spärlicher Kost und Kleinstwäldern auskommen. Für kaltblütige Diapsiden unschön, aber machbar. Für pflanzenfressende Synapiden und ihrem höheren Nahrungsbedarf eine riesige Hürde.
Die Zeit, die pflanzenfressende Synapsiden brauchten um sich auf diese karge Kost einzustellen, war lang genug um den kaltblütigen Diapsiden ausreichend Vorsprung zu geben um die meisten ökologischen Nischen zu besetzen.
Für die Jäger unter den Synapsiden war die Situation nicht ganz so trostlos, schließlich kann man auch prima Diapsiden mampfen, aber der Teufel steckt im Detail. Der hohe Nahrungsbedarf bedeutete für die Synapsidenjäger, daß sie kopfstarke Beute brauchten. Davon, kopfstarke Spezien, dürfte es nach der Katastrophe für lange Zeit nur wenige gegeben haben. Was die Entwicklungsspielräume für die räuberischen Synapsiden stark einengte.
Und als die Artenfülle und Anzahl sich erholt hatten, waren auch hier die "einfach" gebauten, genügsameren Archosaurier mit genug Vorsprung ausgestattet, um den Synapsiden bei der Besetzung vieler Nischen zuvorzukommen.


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Für welche prähistorischen Tiere interessiert ihr euch am meisten?

19.04.2026 um 16:47
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Eine Schlange kann mit einem guten Fang wochenlang problemfrei auskommen, ein Säuger überlebt das nicht oder geht total am Krückstock, falls er solange durchhält.
Ähm, das besagt nur was darüber, wie hoch die Aussterbewahrscheinlichkeit von Warmblütern gegenüber Kaltblütern ist, wenn im Zusammenhang eines Massenaussterbens die Nahrung knapp wird. So starben nach der über fossilworks abgegriffenen Datenbank unter den dort erfaßten kalt- bzw. warmblütigen Großgruppen von in der letzten Stufe vorhandenen Arten prozentual so viele aus:

Kaltblüter
Lissamphibia: 76,92%
Sauropsida ohne Archosauria: 91,44%
Archosaurier ohne Ornithodira: 86,75%
Warmblüter
Ornithodira (Ptero & Dino mit Avialae): 99,7%
(Avialae allein: 98,04%)
Mammalia: 94,78%

Ja, Warmblüter neigen zu häufigerem / wahrscheinlicherem Aussterben. Aber das sagt nichts darüber aus, wer danach im Evolutionslotto das große Los zieht und wer den Trostpreis. Nach Deiner Logik hätte nach dem Dinosterben nicht das Zeitalter der Säugetiere anbrechen können, so viele kaltblütige Sauropsiden (33 Spezies*) haben Chicxulub überlebt und nur so wenig warmblütige Therapsiden (6*). (* wie schon gesagt, nur nach der unvollständigen Datenbank, aber statistisch schon grundsätzlich aussagefähig, was die Mengenverteilung betrifft)

Aber während in der Trias die Kaltblüter nach der Perm-Trias-Katastrophe das Rennen machten, sah es nach der Kreide-Paläogen-Katastrophe genau andersherum aus:

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Die Warmblüter ließen zwar wie auch beim Permsterben "mehr Federn", aber in der Folgezeit legten sie ungleich mehr vor an Neuspezies, im Ringen um die neuen ökologischen Nischen. Dabei müßte doch nach Deiner Erklärung wieder mal die Warmblüterwelt mit hungrigen Mägen die Zeit bei der Suche nach spärlicher Nahrung verplempern, wohingegen die Kaltblüter nicht so viel zum Draufrumkauen brauchten und also mehr Zeit fürs Rumevolvieren hatten.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Es heißt, daß es 30 Millionen Jahre gedauert hat, bis wirklich nennenswerte Wälder neu entstanden waren.
Und was sagt das jetzt? Die Biodiversität in nährstoffarmer Umgebung ist oft größer, nur eben sind die Arten eher kleiner bzw. individuenärmer
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Pflanzenfresser mußten also mit spärlicher Kost und Kleinstwäldern auskommen. Für kaltblütige Diapsiden unschön, aber machbar. Für pflanzenfressende Synapiden und ihrem höheren Nahrungsbedarf eine riesige Hürde.
Die Zeit, die pflanzenfressende Synapsiden brauchten um sich auf diese karge Kost einzustellen, war lang genug um den kaltblütigen Diapsiden ausreichend Vorsprung zu geben um die meisten ökologischen Nischen zu besetzen.
Nochmals: am besten hat die Katastrophe eine Warmblüter-Gattung überlebt, und zwar eine pflanzenfressende, und zwar hund- bis schweinsgroße Viecherl, also in etwa das Größte (nahrungsintensivste), was überhaupt überlebt hat. Und dann sindse auch noch das mit Abstand Häufigste, was überlebt hat.

Und nicht nur das:

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Von den über fossilworks anfang 2021 in der Datenbank erfaßten Lystrosauriden gab es nur wenige bereits im Perm, die das Massenaussterben weitestgehend nicht überstanden. Triassische Lystrosauriden gab es dagegen deutlich mehr, und diese entstanden ebenso weitestgehend erst nach dem Massenaussterben. Da hielten also nicht ein paar überlebende Hanseln karge Zeiten durch, sondern da feierte ne Überlebendengruppe fröhliche Urständ und legte ne ordentliche Radiation neuer Spezies hin! Jedoch nur eine Art (in dieser Liste), nur eine von elf, überlebte die erste Stufe, die erste Million Jahre nach der Katastrophe! Und die eine überlebte dann die zweite Stufe nicht. Die Lystrosaurier kamen mit der Katastrophe und den frühen Folgen klar, nicht aber mit dem dann einsetzenden "Alltag". Vielleicht nicht mit den Innovationen der Konkurrenz und der Freßfeinde. Doch aus dem kärgsten Kargen direkt nach der Katastrophe, damit kamen sie am besten von allen Überlebenden klar.

Daher ist Dein ausgedachtes
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Die Zeit, die pflanzenfressende Synapsiden brauchten um sich auf diese karge Kost einzustellen, war lang genug um den kaltblütigen Diapsiden ausreichend Vorsprung zu geben um die meisten ökologischen Nischen zu besetzen.
einfach nur falsch.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Für die Jäger unter den Synapsiden war die Situation nicht ganz so trostlos, schließlich kann man auch prima Diapsiden mampfen, aber der Teufel steckt im Detail. Der hohe Nahrungsbedarf bedeutete für die Synapsidenjäger, daß sie kopfstarke Beute brauchten. Davon, kopfstarke Spezien, dürfte es nach der Katastrophe für lange Zeit nur wenige gegeben haben.
Wie gesagt, spiel das mal mit dem letzten großen Massenaussterben durch.

Nein, Du erklärst mitnichten, wieso die Katastrophe die Synapsiden ausgebremst habe und den Sauropsiden einen Evolutionsschub verpaßte. Die Faktenlage der Fossilien sagt anderes, nämlich daß nicht die Katastrophe bzw. die direkte Folgeschädenzeit Schuld am "Herrschaftswechsel" vom Perm zum Mesozoikum war. Hier mal der Vergleich der drei Großgruppen-Artenzahl für die gesamte Trias, absolut und prozentual, sowie das Mengenverhältnis zwischen Sauropsiden und Synapsiden:

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In der ersten Stufe liegt das Verhältnis Sauropsiden zu Synapsiden bei 1,33 zu 1. also noch verdammt dicht beieinander Doch schon in der Folgestufe verschiebt es sich massiv, und trotz aller Schwankungen gibt es stets weniger als halb so viel Synapsiden wie Sauropsiden. Daß der prozentuale Synapsiden-Anteil noch zwei Mal über 20% geht, ist nur dem massiven Einbruch des Anteils amphibischer Spezies von fast 50% auf unter 20% zu verdanken; auch in den 23 Stufen von Jura und Kreide geht der Synapsiden-Anteil nur noch zwei Mal auf über 20% (und der Anteil der Nichtamnioten an der gesamten Tetrapodenfauna bleibt niedrig).

Der wirkliche Einbruch des Synapsiden-Anteils erfolgte nicht mit dem Massenaussterben am Ende des Perm, sondern erst ab der zweiten Stufe. Die Frage nach dem Warum stellt sich also nicht über das Große Sterben, sondern über den folgenden Alltag. Und da wie gesagt nicht darüber, wie karg die Biotope sind.

Nie zuvor, im ganzen Phanerozoikum nicht, war es auf der Erde global so warm wie ab dem ausgehenden Perm und weit in die Trias hinein. Warmblütigkeit entstand unter eher kühlen Bedingungen; es könnte also sein, daß die Warmblüter mit den höheren Temperaturen schlechter klar kamen als die Kaltblüter. Für die wurde es auch "zu warm", aber die Warmblüter hatten nicht nur mit den äußeren Temperaturen zu kämpfen, sondern auch noch mit ihrer eigenen Wärmeproduktion. Hier wäre vielleicht ein Grund zu finden. Ich tippe aber vor allem darauf, welches Potential zum Hervorbringen neuer anatomischer Konzepte udgl. die verschiedenen Großgruppen besaßen. Innerhalb weniger Jahrmillionen diversifizierten sich die überlebenden Kaltblüter und brachten mehrere erfolgreiche Neugruppen hervor.

Schon sehr bald gingen mehrere Gruppen ins Meer und bildeten da in kurzer Aufeinanderfolge die Ichthyosaurier, die Sauropterygier (welche sich auch alsbald aufspalteten in Nothosaurier, Plesiosaurier und Placodontier.), Thalattosaurier und Schildkröten. An Land tobten sich diverse Gruppen aus; die Archosaurier, welche sich auch schnell in die Crurotarsi und Ornithodira aufspalteten und die Phytosauria sowie die Crocodylomorpha, die Pterosauria sowie die Dinosauria hervorbrachten. Auch die Lepidosauria (alle restlichen heutigen Echsen) entstanden, auch die teilten sich schon auf in Sphenodontia (Brückenechse) und Squamata (Rest). Es gibt noch weitere Diversifizierungen hin zu weiteren fürs Erdmittelalter relevanten, erfolgreichen Gruppen. Die Sauropsiden waren höchst potent im Hervorbringen neuer Formen, im Erobern neuer Nischen, und zwar gleich in den ersten zehn Millionen Jahren der Trias.

Die Therapsiden hingegen waren zu dieser Zeit nicht so innovativ. Es gab durchaus Veränderungen, wesentliche sogar. So wurde die Kieferanatomie weiter umgebaut, wesentliche Schritte auf dem Weg zum Säugerkiefer sowie zum Gehörapparat. Vielleicht fanden die Therapsiden auch Lösungen dafür, wie ihre Warmblütigkeit nicht nur bei Kälte, sondern auch bei Hitze nützlich laufen kann. Doch jene Art Innovationen, welche den Sauropsiden half, neue Anatomien zu gewinnen und neue Nischen auszufüllen, die fehlt.

Nach Chicxulub sah es dann anders aus. Hier explodierte dann die Formenfülle der Säuger, nicht die der Squamata, Testudines oder Crocodylia.

Wieviel Nahrung jeder braucht und findet, daran lag es nicht.


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19.04.2026 um 18:22
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Nie zuvor, im ganzen Phanerozoikum nicht, war es auf der Erde global so warm wie ab dem ausgehenden Perm und weit in die Trias hinein.
Ganz vergessen: und auch danach gab es nur einmal noch einen solchen Temperaturanstieg, und den auch nur in der Nähe.

Dieser Temperatur-Peak lag um den Wechsel der kreidezeitlichen Stufen Cenoman und Turon herum.

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Die über fossilworks erreichte Datanbank erfaßte für das Cenoman 372 fossile Tetrapodenspezies, für das Turon nur 276, also 74,19% des Vorbestandes. Auch hier ist es interessant zu sehen, wie die Artenzahlen der kalt- und warmblütigen Gruppen für die beiden Zeitalter aussahen:

Kaltblüter
Sauropsida*... C: 121, T: 81, %: 66,94
Crocodylomorpha... C: 34, T: 19, %: 55,88
Ornithodira*... C: 146, T: 101, %: 69,18
Warmblüter
Avialae... C: 13, T: 18, %: 138,46
Mammalia... C: 53, T: 42, %: 79,25

Diesmal haben die Warmblüter unter diesen Hitzebedingungen nicht weniger Neuspezies hervorgebracht als die Kaltblüter, wie es beim Hitze-Peak vom Perm zur Trias war. Die Avialae haben als einzige dieser Gruppen sogar absolut mehr Spezies im folgenden Turon hervorgebracht. Haben die Warmblüter seither also Lösungen gefunden, um mit einem Zuviel an externer Wärme klarzukommen?


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19.04.2026 um 22:09
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Die Warmblüter ließen zwar wie auch beim Permsterben "mehr Federn", aber in der Folgezeit legten sie ungleich mehr vor an Neuspezies, im Ringen um die neuen ökologischen Nischen. Dabei müßte doch nach Deiner Erklärung wieder mal die Warmblüterwelt mit hungrigen Mägen die Zeit bei der Suche nach spärlicher Nahrung verplempern, wohingegen die Kaltblüter nicht so viel zum Draufrumkauen brauchten und also mehr Zeit fürs Rumevolvieren hatten.
Hallo! Das Perm/Trias-Aussterben hat die Umwelt durcheinandergewürfelt (z.B. Sibirisches Trapp Ausbruch, Giftgase, Massenfeuerstürme,massiver Temperaturanstieg, versäuerte Böden, usw.) wie kein anderes Ereignis davor und danach (soweit uns bekannt), was auch für die Futtersituation miserabel wat. Ich habe nicht behauptet, daß die Futtersituation allein auschlagebend war, aber sie hat die Startposition der damaligen Synapsiden wesentlich verschlechtert, was ich auch so geschrieben habe.
Was Lystrasaurus angeht: Ein typisches Katastrophentaxom, die zwar für eine gewisse Zeit florieren, aber selten lange. Sobald sich die Situation stabilisert, sind solche Arten dann wieder auf ein Normalmaß zurückgesunken oder selbst ausgestorben.

Der Meteoriteneinschlag am Ende der Kreidezeit war verheerend, aber mit viel weniger andauernden Nebeneffekten! Zudem andere Nebeneffekte als beim PT-Ereignis! Darum sind auch die Artzahlen der Warmblüter unter den Diapsiden(Vögel) und die der Synapsiden förmlich explodiert. Denn unter den neuen Umständen waren es nun die Kaltblüter, die im Hintertreffen waren.


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19.04.2026 um 23:14
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:was auch für die Futtersituation miserabel wat. Ich habe nicht behauptet, daß die Futtersituation allein auschlagebend war
Und zum letzten Mal. Die Futtersituation war so gestaltet, daß die allermeisten überlebenden Landwirbeltiere mittelgroße Pflanzenfresser waren.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:sie hat die Startposition der damaligen Synapsiden wesentlich verschlechtert
Sie hat "die Startposition" aller terrestrischen Tetrapoden verschlechtert, egal ob kalt- oder warmblütig, pflanzen- oder fleischfressend. Dennoch, der weitaus größte Abnehmer der noch vorhandenen pflanzlichen Nahrungsgrundlage - das waren Synapsiden! Und zwar war das nicht nur ne marginale Menge, sondern das Gros aller terrestrischen Landwirbeltiere.

Erst eine Million Jahre nach dem Perm-Trias-Wechsel kippte das Verhältnis, aber das gesamte Indusium über dominieren Lystrosaurier den Fossilbefund.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Was Lystrasaurus angeht: Ein typisches Katastrophentaxom
Lystrosaurus und Taxon! Einfach rumgoogeln und schlecht abschreiben bringts nicht, wenn man es nicht verstanden hat.

Klar sind sie nur ein Katastrophentaxon. Aber eines, welches das verbliebene Nahrungsangebot prima nutzen konnte - anders, als Du es hier als "Argument" auftischst. Immerhin aber konnten die Lystrosaurier nicht nur "überleben" wie ein Katastrophentaxon, sondern sich auch noch anpassen und so zahlreiche Neuarten hervorbringen.

Einfach nur auf den Status des Katastrophentaxons verweisen bringt hier gar nichts als Beleg, daß die sich schlechter ernähren könnten oder als Entkräftung meiner Ausführungen.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Der Meteoriteneinschlag am Ende der Kreidezeit war verheerend, aber mit viel weniger andauernden Nebeneffekten!
Auch das ist nur ne Floskel, besagt aber mal so gar nichts. Ob Tiere 1000 Jahre lang keine Nahrung finden oder 30 Millionen Jahre - nach einer Generationen sindse wech! Wenn weniger da ist, dann limitiert das im Ernstfall nur die Größe der davon lebenden Individuen, deren Individuenzahl, ggf. auch noch die Zahl der davon lebenden Arten. Aber unter diesen geschrumpften Arten, geschrumpften Individuen pro Art und der geschrumpften Durchschnittsgröße der gesamten Tierwelt dominierten ausgerechnet die mittelgroßen synapsiden Lystrosaurier. Die Synapsiden waren also definitiv nicht die Verlierer des Nahrungsmangels. Sonst wärense nämlich nicht zum Katastrophentaxon geworden.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Zudem andere Nebeneffekte als beim PT-Ereignis!
Dann leite doch endlich mal das Benachteiligtsein der Synapsiden aus eben diesen PT-Event-Nebeneffekten her! Einfach nur "sind andere Nebeneffekte" hinwerfen besagt nämlich gar nichts. Daraus bestehen Deine Beiträge bis jetzt praktisch nur, aus leeren Behauptungen. Kannst auch auf meine Darlegungen eingehen und diese entkräften. Aushebeln, nicht ignorieren und einfach nur anderes behaupten. Wenn da im nächsten Post nichts zu kommt, dann betrachte ich diese Diskussion als beendet.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Darum sind auch die Artzahlen der Warmblüter unter den Diapsiden(Vögel) und die der Synapsiden förmlich explodiert. Denn unter den neuen Umständen waren es nun die Kaltblüter, die im Hintertreffen waren.
Auch wenn Du es nicht schreibst und sehr wahrscheinlich auch nicht weißt, in der Tat sanken die globalen Temperaturen nach dem Chicxulub-Impakt deutlich ab, man spricht von einem globalen Winter. Doch währte der dann wohl doch nicht viele Jahrzehnte, 100 oder gar 1000 Jahre, sondern könnte schon nach wenigen Jahren vorbei gewesen sein. Und zwar wegen der Dekkantrapps. Also wegen des gleichzeitig stattfindenden extremen Vulkanismus' auf dem damaligen indischen Kontinent. Der setzte ne Menge CO2 frei, was für ne globale Erwärmung der winterlichen Erde sorgen konnte. Hinzu kommt noch, daß auch dieser Vulkanismus ebenso wie der Chicxulub-Impakt für Versauerung von Wasser, Boden und Luft sorgte. So anders dann nun doch nicht.

Und vor allem hatte ich extra noch auf den Temperaturpeak um die Wende vom Cenoman zum Turon hingewiesen, mit Temperaturen, die nachher nie wieder, zuvor nur an der PT_Grenze erreicht (und da sogar noch etwas überschritten) wurden. Auch hier, ich habs ja extra gezeigt, haben die Warmblüter die Hitzesituation besser überstanden als die Kaltblüter.


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Für welche prähistorischen Tiere interessiert ihr euch am meisten?

20.04.2026 um 00:05
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Lystrosaurus und Taxon! Einfach rumgoogeln und schlecht abschreiben bringts nicht, wenn man es nicht verstanden hat.
Hallo! Erstens muß ich heute auf dem Sch...handy mit "Autokorrektur"(geht mir sowas von auf den Zeiger) tippen, zweitens finde ich deine passiv-aggressive Art recht amüsant! Ich kann mir die Gewitterwolke über deinem Kopf gut vorstellen:-) Ich wollte einfach etwas über die "alte Zeit" plauschen, diskutieren und Neinungen austauschen, keine vollen Essays oder so schreiben.
Trotzdem als Tipp, denn es gibt genug Leute die ein weniger dickes Internetfell als ich haben; man kann auch etwas höflicher diskutieren als jemandem gleich z.B. Google-Abschreiben vorzuwerfen.


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Für welche prähistorischen Tiere interessiert ihr euch am meisten?

20.04.2026 um 02:46
Ungewöhnliche, unbekannte Lebewesen. Ich glaube nicht, dass wir alles kennen


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