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Hunde

13.568 Beiträge, Schlüsselwörter: Hund, Thread, Hunde, Haustiere, Gassi, Familienmitglieder, Hundeführer

Hunde

09.02.2019 um 07:58
@Fraukie
Optimist schrieb:Ich habs alles verstanden ... und finde es prima, die Sache mal von einer anderen Sichtweise beleuchtet bekommen zu haben, Danke dir
Fraukie schrieb:Dann hast Du hoffentlich auch verstanden, dass ich Dir keineswegs nen Vorwurf machen wollte?
ja mit Sicherheit. Bei mir kommts immer auf den Ton an, ob ich etwas annehmen kann - bei dir hatte ich da nie ein Problem :)
Du gehörst scheinbar zu der Sorte Mensch die ein gewisses Gefühl für Hunde hat und wir wissen, dass es durchaus Halter gibt, die dieses Gefühl leider gar nicht haben.
So ist es.
Ich kann also nicht behaupten, dass Dein Handeln "objektiv falsch" war, sondern eben nur ausführen warum ich persönlich sowas heikel finde
ja, wie gesagt, bin für alle Gedankenanregungen offen, wenn sie mir selbst nicht kamen.
Ist so ähnlich wie die Sache mit dem Hund im Wald mit Leine.
Der eine sieht es so, der andere so und alle Gedanken zusammen ergeben dann ein gutes Gesamtbild.
Es gibt auch Menschen und dazu gehörst du meiner Einschätzung nach, die haben generell immer ALLES sehr gut im Blick.
Fraukie schrieb:das sie sich immer wieder so gut erholt
das freut mich für Euch sehr.


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Hunde

09.02.2019 um 10:22
@Fraukie
Guten Morgen,
Fraukie schrieb:Das ist halt leider auch so eine Sache.
Wenn man sich gut kennt, dass man "unter der Hand" reden kann, dann kann man da oft was ausarbeiten.
Sonst weiß er leider nur, dass er voll geliefert ist, wenn er Euch rät selbst zu basteln und sich der Zustand vom Hund dann verschlechtert
Gut, von der Seite habe ich es bisher nicht betrachtet. Allerdings hat er auf meine Frage, ob er denn nicht evt. eine qualifizierte Ernährungsberatung wisse, die Augen verdreht (wirklich!) und ziemlich herablassend gesagt "die taugen alle nichts".
Ich glaube, ihm ging es allgemein weniger darum, sich vor Problemen zu schützen, sondern es entspricht seiner Überzeugung, dass das Fertigfutter überlegen ist. So überlegen, dass er nicht einmal Nahrungsergänzungsmittel für sinnvoll hält.
Fraukie schrieb:Grade bei Tieren die zu Untergewicht neigen, muss man von dem Zeugs teilweise so viel füttern, dass man viel mehr Protein und Co drin hat als wenn man wie vorher füttert und optimieren lässt sich das fast immer, auch wenn Dein TA Recht hat und das nicht einfach ist
Naja, sie konnte das Futter zum Schluss nicht mehr ausstehen. Sie hat dann trotz sichtlichem Hunger nur noch wenig gefressen oder ihre Ration nach dem Beschnüffeln direkt links liegen lassen und für unseren Rüden freigegeben, was ihr sonst im Traum nicht einfallen würde.
Nun gehören wir aber nicht zu denen, die dem armen Hündchen dann direkt was anderes servieren, weil es am Essen rummäkelt, einen Lerneffekt schließe ich also aus.
Natürlich haben wir checken lassen, ob hinter der Fressunlust was organisches steckt, dass war aber o.B.
Fraukie schrieb:Wie mobil ist sie denn?
Meine Motte tobt ja so wild, dass wir ehe wir sie ins CT geschoben haben durchaus auch erwägen mussten, dass sie sich beim Toben einfach irgendwie in ner zu engen Kurve was gewaltig gezerrt hat oder gar gegen irgendwas gegen gescheppert ist und ne fiese Prellung hat.
Käme sowas bei Deiner auch in Frage
Sie ist wirklich nicht stark eingeschränkt, sonst hätte ich nicht noch seelenruhig tagelang auf den Termin beim TA gewartet sondern hätte es iwie auf Biegen und Brechen eingerichtet, in die freie Sprechstunde, die dort täglich von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr ist zu gehen.
Aber ich sehe es halt (im Gegensatz zu meinem Mann, also ist es nicht allzu offensichtlich), dass sie nicht "ganz normal" läuft. Und nach Belastung leicht humpelt. Sie steht dann abends auch schwerfällig aus dem Liegen auf und humpelt bei den ersten Schritten; so wie wir nach ungewohnter Belastung oder wenn wir uns das Bein vertreten haben. Nach einem Tag Ruhe ist dann alles wieder pico.
Am deutlichsten zeigt sie es nach dem Toben auf einer Strecke, wo sie weiß, dass wir dort noch nie einem anderen Hund begegnet sind. Ansonsten überspielt sie es perfekt.

Sie ist einfach ein sehr lebhafter, ungeduldiger und wilder Hund (darum wird es auch spannend, sie zwei Wochen ruhig zu halten ^^) und unsere beiden Hunde gehen extrem körperlich miteinander um. Das ist wie eine Mischung aus Football und Ringen. Für die zwei ist es ein ganz normales Ding, sich gegenseitig von den Füßen zu holen und unser Rüde scheint sogar total darauf zu stehen, sich von ihr tackeln zu lassen, dann macht er aus vollem Lauf Rollen (sogar "Purzelbäume" vorwärts), dreht sich, während er wieder auf die Füße springt um 180° und dann ist halt er dran, sie zu jagen und umzuwerfen.
Ich gehe nur dazwischen wenn es in Mobbing ausartet ( wenn andere Hunde dabei sind animiert Vilma die ganz gerne dazu, dann muss sie aber zu mir zurück) oder sie in sein Geschirr beisst und daran zerrt, um ihn zum Fallen zu bringen. Dabei hat sich schon mal ihr Unterkiefer im Geschirr verdreht, das ist einfach zu gefährlich.
Von daher denke ich schon, dass da die Überlastung passt und sie sich evt. einfach zusätzlich noch das Knie verdreht oder geprellt hat.
Da ich aber von Orthopädie echt zu wenig Ahnung habe und das Humpeln immer wieder aufgetreten ist dokter ich da nicht lange alleine rum sondern lass den Arzt draufschauen.

Deinen Einwand mit den Schmerzmitteln finde ich gut, da muss ich übers WE mal gut nachdenken.
Da ich - wie Du ja auch - selbst Erfahrungen mit Schmerzen habe bin ich im Grunde auch für eine konsequente Schmerztherapie.
Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass sie sich dann wieder (im Rahmen der Möglichkeiten, die sie dann hat) zu viel und zu heftig bewegt, so dass das einer Ausheilung von z.B. einer Zerrung nicht förderlich wäre.
So ging es mir ja selbst, sobald die Medis gut gewirkt haben, habe ich tendenziell zu viel gemacht, einfach schon deswegen, weil ich mich endlich mal bewegen musste. Das Ende vom Lied waren dann massive Schmerzdurchbrüche, sobald die Wirkung der Medis zurück ging.

Irgend etwas wollte ich noch schreiben, ich komme jetzt aber nicht mehr drauf, was das war... Wenn es mir wieder einfällt, schiebe ich es nach.


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Hunde

09.02.2019 um 21:51
x25lp7o3


Bald ist wieder Ostern
Lisa freut sich schon.


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Hunde

10.02.2019 um 07:40
@Wunschfee

:D

hat sie sich für diese schauspielerische Leistung dann auch gleich ein Ei als Belohnung rausgenommen? :D


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Hunde

10.02.2019 um 10:13
Eins ???

Da kennste Lisa leider schlecht ! :)

Sie liebt Eier
Schon da Knistern eines Eierkartons ruft sie auf den Plan.
Und der Bettelmodus wird eingeschaltet.
Da heißt: Stilaugen und mindestens eine Pfote hoch. :)


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Hunde

10.02.2019 um 12:09
@Wunschfee
:D
So sind se (fast) alle - können nie genug bekommen :)


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Hunde

10.02.2019 um 15:22
Allerdings ist sie nicht mehr die Jüngste, sie wird jetzt 13 Jahre alt.

Kurz vor Weihnachten hat sie uns einen fürchterlichen Schrecken eingejagt.
Sie konnte kaum aufstehen und fiel immer wieder um.
Wir haben sie dann sofort zu unseren Tierarzt in seine Klinik gebracht.
Der nahm uns erstmal die größten Sorgen.

Der Hund hat ein Vestibular- Syndrom d.h. es ist eine Störungen des Gleichgewichtsorgans, das sich im Innenohr befindet.

Sie bekam dann an 2 Tagen eine jeweils 4 stündige Infusion. Die haben auch gut geholfen.
Nun muß sie aber Medikamente nehmen ((Karsivan).
Aber es geht ihr wieder zu 99% gut.

Hat noch jemand bei seinem Hund mit der Krankheit zu tun gehabt?


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Hunde

10.02.2019 um 15:38
Wunschfee schrieb:Lisa freut sich schon.
Was macht denn ein Hase namens Lisa in einem Hundethread? :)
(Schönes Foto)


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Hunde

10.02.2019 um 17:44
Ist doch Faschingzeit, da darf man sich doch verkleiden :)


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Hunde

10.02.2019 um 17:51
Optimist schrieb:Fraukie schrieb:
Dann hast Du hoffentlich auch verstanden, dass ich Dir keineswegs nen Vorwurf machen wollte?

ja mit Sicherheit. Bei mir kommts immer auf den Ton an, ob ich etwas annehmen kann - bei dir hatte ich da nie ein Problem :)
Das ist sehr gut.
Optimist schrieb:Es gibt auch Menschen und dazu gehörst du meiner Einschätzung nach, die haben generell immer ALLES sehr gut im Blick.
Da liegst Du leider falsch.
Auch ich hab nicht immer alles im Blick und mache Fehler, grad gestern wieder einen, der meine Trethupe gefährdet hat.
Katzen und Minihund kriegen mal Rohfleisch, mal hochwertiges Dosenfutter und da Minihund ja diese ätzende, chronische Mandelentzündung hat bekommt sie ihr Futter aus Prinzip als Brei, niemals harte Sachen und auch nichts Weiches, das deutlich größer als eine Erbse ist.

Gestern habe ich die Katzennäpfe und ihren Napf gefüllt, da ich absichtlich recht fetthaltiges Futter kaufe ist es, wenn ich die Dose aus dem kalten Keller hole ziemlich hart und ich rühr das dann mit heißem Wasser an.
Den Bruchteil einer Sekunde nicht alles im Blick, schon hatte der Zwerg sich einen Brocken geklaut, versucht den runterzuschlucken, jaulte auf, torkelte noch ein paar Schritte und fiel um.

Zum Glück geh ich bei sowas auf Autopilot, bin rabiat und habe unglaublich kleine Hände.
Also während mein Mann noch überlegte sie am Hinterbein hochzunehmen und mal zu schütteln hatte ich schon von außen getastet das der Brocken sehr weit oben war, ihr Maul geöffnet, reingegriffen und den Brocken aus ihrem Hals gezogen.
Danach war auch alles ziemlich postwendend wieder gut, laut der Endoskopie sieht das nur aus wie Atemnot, ist aber viel zu weit oben und auch nicht komprimierend genug, das ist also "nur" ein Schmerzreiz, der übel genug ist um sie so umzuhauen.

Anzunehmen, dass ihr danach der Hals noch etwas wehtat, aber nicht genug um nicht GENAU zu beobachten ob ich das kleinmatschen auch richtig und schnell genug mache und das Essen dann so schnell wie möglich wegzumampfen.

Alles nochmal gut gegangen, aber hätte ich alles so gut im Blick wie ich sollte, dann wäre das nicht passiert, sowas DARF eigentlich nicht passieren oder ich werde noch den ersten Hund haben, der Selbstmord mit Dosenfutter begeht...
grätchen schrieb:Gut, von der Seite habe ich es bisher nicht betrachtet. Allerdings hat er auf meine Frage, ob er denn nicht evt. eine qualifizierte Ernährungsberatung wisse, die Augen verdreht (wirklich!) und ziemlich herablassend gesagt "die taugen alle nichts".
Dann hat er vielleicht schlechte Erfahrungen.
Leider ist "Ernährungsberater für Tiere" in keiner Weise geschützt, jeder darf sich so nennen und ich habe das große Glück sehr gute zu kennen.
Außerdem hab ich genug Zeit investiert und mache selbst schon lange genug Ernährungsberatung um die Guten von den Schlechten unterscheiden zu können, aber Du willst gar nicht wissen WAS für Ernährungspläne von "Ernährungsexperten" mir schon untergekommen sind.
Selbst Tierärzte, die sich auf Ernährung spezialisieren sind im Grunde Autodidakten, von denen einige was taugen und andere so gar nichts und für einen Laien ist der Unterschied nicht erkennbar und für einen Welpen oder kranken Hund können die Folgen fürchterlich sein.
grätchen schrieb:Ich glaube, ihm ging es allgemein weniger darum, sich vor Problemen zu schützen, sondern es entspricht seiner Überzeugung, dass das Fertigfutter überlegen ist.
Ggf isser einfach ein "gebranntes Kind".

Wenn Leute "selbst zusammenstellen wollen" freut mich das grundsätzlich, denn es eröffnet die Möglichkeit auf individuelle Ernährungsbedürfnisse einzugehen und damit eine bessere Versorgung zu gewährleisten, als JEDES Fertigfutter bieten kann.
Aber leider birgt ein "Selbermachen" ohne fundierte Kenntnisse grade bei Tieren die nicht gesund sind Risiken, die selbst bei dem schlechtesten Fertigfutter nicht im Spiel sind.
Und grade in Zeiten in denen der Fertigfuttermarkt immer mehr auf den deutlichen Kundenwunsch hochwertige Ernährung zu liefern eingeht ist manch einer eben leider resigniert genug um sich hier im Zweifel auf "die sichere Seite" zu stellen.
Nichts womit ich mich zufrieden geben würde, deswegen verstehe ich auch, dass ihr gewechselt habt, aber trotzdem etwas, das ich leicht verstehen kann, grade weil ich selbst schon echte Katastrophen bei "selbst oder von Ernährungsberatern erstellten Futterplänen" bzw deren Auswirkungen gesehen habe.
grätchen schrieb:Naja, sie konnte das Futter zum Schluss nicht mehr ausstehen.
Sowas kenne ich nur zu gut.
Meine Große muss ich ja aufgrund einer Stoffwechselproblematik mit veganem Futter ernähren und da vegane Hundeernährung so unnatürlich ist, dass sie ohne eine Vielzahl von Zusätzen nicht auskommen kann bekommt sie ein veganes Fertigfutter, weil ich es mir nicht zutraue das zusammenzustellen.
Vegetarische Pläne sind leichter zu erstellen als man meint, aber vegane Hundeernährung ist im Grunde einfach mal nur "Trägerstoffe, die ausreichend Fette, Aminosäuren und Kohlehydrate liefern mit Zusätzen auf die üblichen Nährstoffbedürfnisse eines Hundes "abwürzen"".
Wir haben eins gefunden, das sie verträgt und seit sie das bekommt ist sie auch nicht wiederzuerkennen, weil sie wie ein gesunder Hund aussieht, aber der Kram schmeckt echt nach gar nichts und wenn ich ihren Blick beim Essen sehe... der spricht Bände.
Zum Glück beschränkt ihre Stiffwechselstörung sich darauf, dass sie Vieles nicht verarbeiten kann, vertragen tut sie aber alles.
Deswegen kann ich zum Glück mal billiges Dosenfutter, nen halbes Glas Fanta, Salatdressing oder was sonst im Haus ist in ihr Futter rühren, einfach nur, damit diese Pampe nicht ganz so ungenießbar ist.
grätchen schrieb:Von daher denke ich schon, dass da die Überlastung passt und sie sich evt. einfach zusätzlich noch das Knie verdreht oder geprellt hat.
Da ich aber von Orthopädie echt zu wenig Ahnung habe und das Humpeln immer wieder aufgetreten ist dokter ich da nicht lange alleine rum sondern lass den Arzt draufschauen.
Ist auch genau richtig so.
Das Problem bei Prellungen ist ja auch leider, dass kein Orthopäde da was machen kann.
Selbst diagnostizieren lassen Prellungen sich eigentlich nur durch Ausschlussdiagnostik und sinnvoll behandeln kann man sie ja leider auch nicht wirklich.
Nur mit etwas das kaum ein Mensch bei sowas hat und Tiere gleich gar nicht:
Geduld.
grätchen schrieb:Deinen Einwand mit den Schmerzmitteln finde ich gut, da muss ich übers WE mal gut nachdenken.
Da ich - wie Du ja auch - selbst Erfahrungen mit Schmerzen habe bin ich im Grunde auch für eine konsequente Schmerztherapie.
Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass sie sich dann wieder (im Rahmen der Möglichkeiten, die sie dann hat) zu viel und zu heftig bewegt, so dass das einer Ausheilung von z.B. einer Zerrung nicht förderlich wäre.
Leider ist diese Meinung auch bei vielen Tierärzten noch verbreitet.
Ich persönlich halte sie für veraltet und falsch.
Ein Tier zu schonen, kann niemals Aufgabe des Tieres sein, sondern diese Verantwortung liegt stets beim Halter.
Und ja, ich weiß wie nahezu unmöglich das ist.
Wir haben deswegen absichtlich mal so eine große Hundebox gekauft, bin ich anwesend ist der zu schonende Hund auch im Haus an der Leine, hab ich zu tun geht er in die Box, klappt auch das nicht, dann spricht man mit dem Tierarzt über die Verwendung von Diazepam oder Ähnlichem in der Genesungsphase.
Solch eine "Box" lässt sich übrigens aus vielen Tischen gut selbst bauen, indem man die 4 Tischbeine verwendet um dazwischen eine Begrenzung zu errichten.
Kann man das bei dem Tisch ertragen nagelt/tackert man Holz oder Draht dran.
Je nach Hund kann es aber auch schon ausreichen wenn die Barrieren aus Bettlaken, Decken und Co bestehen, die zwischen den Tischbeinen festgebunden werden.

Was die (meiner Ansicht nach veraltete) These betrifft, dass ein Hund unter Schmerzmitteln sich nicht ausreichend schont ist sie eigentlich mit drei einfachen Tatsachen widerlegt:

1. Jeder, der sich mal was geprellt, gebrochen, gezerrt, gerissen oder, oder hat, der weiß genau, dass Schmerzmittel den Ruheschmerz lindern, oder gar ausschalten können.
Also wenn ich mir das Knie ordentlich verdrehe, dann schützt das Oxycodon mein Umfeld davon meiner Rache zum Opfer zu fallen.
Aber nicht einmal Oxycodon kann etwas gegen den Schmerz ausrichten, der entsteht, wenn man solch ein schmerzhaft verletztes Körperteil belastet.
Tritt man mit einem verstauchten oder geprellten Fuß auf, dann tut das weh und das tut es selbst wenn man unter Morphium steht.
Nur neigen Tiere leider noch mehr als Menschen dazu auch diesen Schmerz zu ignorieren/zu verdrängen.

2. Wir wissen mittlerweile nur allzu gut, dass Schmerzen, die wenigsten Tiere so ausbremsen, wie es tatsächlich nötig wäre und deswegen kein Weg darum herum führt, dass der Mensch darauf achtet, dass ein krankes/verletztes Tier sich schont.
Was wir aber wissen ist das jedes Tier, dass sich trotz Schmerzen bewegt versucht diesen Schmerzen auszuweichen und dabei fast zwangsläufig in Schon- oder Zwangshaltungen fällt, die im schlimmsten Fall schon nach wenigen Tagen sehr viel üblere und länger andauernde Probleme auslösen können als es mit dem ursprünglichen Problem alleine je der Fall gewesen wäre.

3. Es ist seit vielen Jahren keine These mehr, sondern eine bewiesene Tatsache, dass Schmerzen für jeden Heilungs- und Genesungsprozess nachteilig sind.
Der Grund dafür ist simpel:
Schmerzen verursachen Stress und zwar auch bei Tieren und Menschen die sie ignorieren.
Stress veranlasst die Nebenniere vermehrt Cortisol auszuschütten, Cortisol stört das Immunsystem und ein gestörtes Immunsystem verlängert jeden Heilungsprozess, ganz gleich ob es sich um einen Infekt oder eine Prellung handelt.

Aus diesen einfachen Gründen lehne ich die Vermeidung wirksamer Schmerzmittel mit der Begründung sie würden eine Schonung erschweren vollständig ab, zumindest bei Haustieren.
Bei Wild- und Zootieren, bei denen die Möglichkeiten einzugreifen und eine Schonung zu erzwingen deutlich eingeschränkter sind ist das ein anderes Thema und muss je nach Fall beleuchtet werden, beim Haustier aber liegt es meiner Ansicht immer in der Verantwortung des Menschen für Schonung und eine bestmögliche Schmerzausschaltung zu sorgen.
Wunschfee schrieb:Bald ist wieder Ostern
Lisa freut sich schon.
Nett.
Ich bin ja zugegebener Maßen versucht für meinen Chihuahua dieses wunderbare Outfit zu bestellen:

freddy-krueger-hundekostuem--freddy-krue

Sie hat eine ähnliche Färbung wie das Tierchen auf dem Foto, nur noch heller und auf dem Kopf nur sehr dünnes Fell, sodass ich mir im Sommer stets Sorgen um Sonnenbrand auf ihrer Birne mache.
Ein stylischer Fedora wäre da doch eine nette Lösung ;)
Diese Schirmmützen für Hunde habe ich schon probiert, weil ich dachte es sei auch für ihre Äuglein ganz angenehm.
Die mag sie aber nicht wirklich.
Optimist schrieb:hat sie sich für diese schauspielerische Leistung dann auch gleich ein Ei als Belohnung rausgenommen? :D
Wunschfee schrieb:Eins ???
Da kennste Lisa leider schlecht ! :)
Sie liebt Eier
So ein Viech ist meine Podencodame auch.
Als ich sie neu hatte war mir ihr "Eierfetisch" noch unbekannt und so ließ ich sie mit dem Eimer Eier, die ich grade aus dem Stall geholt hatte alleine als der Postbote klingelte.
Blöde Idee, die konnte in Rekordzeit 10 rohe Eier verputzen, sogar ohne rumzusauen.
Zum Glück war der Postbote in Eile, sonst wäre aus meinem Eierkuchen an dem Abend nichts mehr geworden :)
Wunschfee schrieb:Hat noch jemand bei seinem Hund mit der Krankheit zu tun gehabt?
Persönlich nicht, aber ich hatte schon mit Patienten zu tun die das haben.
Wunschfee schrieb:Nun muß sie aber Medikamente nehmen ((Karsivan).
Karsivan ist auch mir hier als hervoragendes Medikament bekannt.
Ich bin aber zugegebener Maßen ohnehin ein Karsivan-Fan und habe es schon oft erfolgreich bei alten Tieren unterschiedlichster Spezies eingesetzt, oft mit überwältigendem Erfolg.


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Hunde

10.02.2019 um 18:15
Fraukie schrieb:schon hatte der Zwerg sich einen Brocken geklaut, versucht den runterzuschlucken, jaulte auf, torkelte noch ein paar Schritte und fiel um.
da braucht man sich nicht wundern wenn man Alpträume kriegt. Horror!


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10.02.2019 um 19:26
@Fraukie
Fraukie schrieb:Zum Glück geh ich bei sowas auf Autopilot, bin rabiat und habe unglaublich kleine Hände. Also während mein Mann noch überlegte sie am Hinterbein hochzunehmen und mal zu schütteln hatte ich schon von außen getastet das der Brocken sehr weit oben war, ihr Maul geöffnet, reingegriffen und den Brocken aus ihrem Hals gezogen
Ich musste meinem auch mal einen Brocken aus dem Maul holen. Da bekommt man es echt mit der Angst zu tun.

"hochzunehmen und mal zu schütteln " -> hätte das eigentlich auch helfen können?
Und funktioniert bei Hunden auch der "Heimlichgriff"?
Fraukie schrieb:Anzunehmen, dass ihr danach der Hals noch etwas wehtat, aber nicht genug um nicht GENAU zu beobachten ob ich das kleinmatschen auch richtig und schnell genug mache und das Essen dann so schnell wie möglich wegzumampfen
:D
Ein Glück, dass alles gut ging. :)
Fraukie schrieb:...aber hätte ich alles so gut im Blick wie ich sollte,
Solche Dinge meinte ich nicht mit "alles im Blick", sondern solche Dinge: welche Medikamente gibt man, was sind die Vor- und Nachteile (die Abwägung, ob und was man gibt).
Beim Futter ähnlich.
Und dann eben bestimmte Handlungen, wo man auch abwägen muss was die Konsequenzen sein könnten - also im Prinzip vorraussschauendes Denken (z.B. die Situation mit der Leine im Wald, was Kybela geschrieben hatte)
Fraukie schrieb:3. Es ist seit vielen Jahren keine These mehr, sondern eine bewiesene Tatsache, dass Schmerzen für jeden Heilungs- und Genesungsprozess nachteilig sind.Der Grund dafür ist simpel:Schmerzen verursachen Stress und zwar auch bei Tieren und Menschen die sie ignorieren.
Stress veranlasst die Nebenniere vermehrt Cortisol auszuschütten, Cortisol stört das Immunsystem und ein gestörtes Immunsystem verlängert jeden Heilungsprozess, ganz gleich ob es sich um einen Infekt oder eine Prellung handelt
gut zu wissen.
Vor vielen Jahren hatte mein Hund Schmerzen im Rücken. Der TA war nicht dafür, ihm Schmerzmittel zu geben, weil wie er sagte "nichts verschleiern" wollte.
Ich war mir nicht sicher, ob das wirklich so richtig war, aber zum Glück hielten die Schmerzen nur 2-3 Tage an.


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Hunde

10.02.2019 um 19:30
Optimist schrieb:Und funktioniert bei Hunden auch der "Heimlichgriff"?
Glaube ich hab mal ein Video davon gesehen,
yep


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Hunde

10.02.2019 um 19:39
@kinderdernacht
Danke, ist ja echt klasse demonstriert (auch wenn ich kaum ein Wort verstand :) ).
Der Hund hat nun geduldig alles über sich ergehen lassen :D

Also der Heimlichgriff setzt demnach unterhalb der Rippen an.
Und dass man auch von der Seite aus und im Liegen drücken kann, hatte ich auch noch nicht gewusst.


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Hunde

10.02.2019 um 19:55
@kinderdernacht
ach so, was war denn das, als er mit der Pfote "gewunken" hatte?
Bewirkt das demnach auch dass der Brocken raus kommt? (wie gesagt, ich verstand nur wenige Worte)


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Hunde

10.02.2019 um 20:31
Optimist schrieb:Bewirkt das demnach auch dass der Brocken raus kommt?
nein.
er zählt Anzeichen auf, an denen man erkennen kann, ob ein Hund am Ersticken ist.
Blaue Zunge, mit den Pfoten hektisch das Gesicht berühren, würgen, husten


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Hunde

11.02.2019 um 03:30
@Kybela
ach so, danke :)
Hätte mich auch sehr gewundert, wenn diese Beinbewegung hätte helfen können.


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Hunde

11.02.2019 um 16:19
@Fraukie ich habe mir meine Süße noch mal genau angeschaut und habe den Verdacht, dass wir den Umfang ihrer Schmerzen tatsächlich zu niedrig eingeschätzt haben.
Den letzten Ausschlag hat dann gegeben, dass unser Rüde sich ihr gegenüber echt unverschämt verhält - und sie ihm das durchgehen lässt! Normalerweise hätte sie ihm deutlich gezeigt, was er für ein kleines Lichtlein ist.
Deswegen habe ich mich heute mit der Praxis in Verbindung gesetzt und mein Sohn fährt gleich hin und holt die Tabletten ab.
Vielen, vielen Dank für Deine ausführliche Erläuterung, die hat mich sehr nachdenklich gemacht.

Wie sieht es bei Deiner Maus aus?
Du, ist vllt ne blöde Frage, aber wenn sie das Maul mal nur geringfügig auf bekommt, wie ist es dann eigentlich mich hecheln? Kann das im Sommer problematisch sein, wenn sie während einer Hitzewelle einen Schub bekommt?


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Hunde

11.02.2019 um 17:58
kinderdernacht schrieb:Fraukie schrieb:
schon hatte der Zwerg sich einen Brocken geklaut, versucht den runterzuschlucken, jaulte auf, torkelte noch ein paar Schritte und fiel um.
da braucht man sich nicht wundern wenn man Alpträume kriegt. Horror!
Oh ja, sowas macht ordentlich Freude...
Zum Glück fällt mir immer erst hinterher auf, wie brenzlig das ist.
Als wir sie neu hatten hat sie sich zweimal fast mit nem Stück rohem Gulasch, dass hier für Katzen und Minihund als Zahnbürste auf dem Plan steht umgebracht.
Also wankte los, kippte um, war ganz schlaff bis mans rauszog.

Da dachten wir zuerst, dass sie es ggf einfach nicht kennt etwas kauen zu müssen und haben große, weiche Brocken vermieden.

Da Filipendulas Leben davon abhängt, dass sie stetig mit der verbliebenen Kaumuskulatur arbeitet haben wir immer Kauis im Haus und da hab ich dann natürlich auch immer mal so Mischtüten bestellt, in denen z.B. Schweineohrabschnitte drin waren, die man dem Zwerg geben konnt oder getrocknete Hühnerfüße.
Immer wieder mit dem Ergebnis, dass sie ne Stunde auf und ab lief und aus dem Maul schäumte, das jeder tollwütige Hund vor Neid erblassen würde...

Weil wir immer so große Hunde hatten dachten wir dann, dass wir vielleicht einfach falsche Vorstellungen davon haben, welche Größe solch ein Mini abschlucken kann aber da wir auch sowas dann vermieden haben erschien das nicht so wichtig, weil normal essen, also gewolftes Fleisch oder Dosenfutter kleingedrückt ging ja immer Problemlos.

Aber einmal hab ich ihr dann nen Stück (ich glaub es war getrocknete Mango) aus dem Hals gezogen bei dem mein Mann und ich uns einig waren, dass DIE Größe eigentlich auch für solch einen Zwerg schluckbar sein müsste.

4 Wochen nach dem Herzultraschall (ganz leichtes Klappenproblem ohne Symptome aber in Frühbehandlung, wenn man es denn schon weiß) hab ich sie für ne Zahnsanierung ablegen lassen und gebeten mal mit dem Endoskop reinzuschauen.
Eigentlich hatten wir die Befürchtung, sie habe irgendeine Verengung beim Übergang von Speiseröhre zum Magen und wollten wissen ob das ne angeborene Missbildung oder was tumoröses ist.

Einfach weil ihr ganzes Verhalten echt IMMER "Atemnot" schrie und wir nie gedacht hätten, dass es ne Schmerzäußerung ist.

Aber bei der Endoskopie sah man eben deutlich die chronisch entzündeten Mandeln und er musste auch nur mit dem Endoskop dagegen kommen, schon ging der Herzschlag hoch, trotz Narkose.
Das ist also wirklich einfach extrem schmerzhaft wenn zu große und/oder zu harte Brocken passieren müssen.
So schmerzhaft, dass sie das Schlucken soweit möglich vermeidet (bleibt halt ein Reflex) und dadurch dann diese Problematik eintritt.
Optimist schrieb:"hochzunehmen und mal zu schütteln " -> hätte das eigentlich auch helfen können?
In diesem speziellen Fall schon, weil das ein Brocken festes Dosenfutter noch sehr weit oben war.
Ich hätte das ja auch nicht greifen können, wäre es schon komplett am Kehlkopf vorbei gewesen.

Wenn etwas weiter unten feststeckt, dann dürfte reine "Erhöhung der Schwerkraft durch kopfüber Schütteln" nicht mehr ausreichen.
Optimist schrieb:Und funktioniert bei Hunden auch der "Heimlichgriff"?
Wie in dem von @kinderdernacht geposteten Video gezeigt theoretisch schon.
Bei panya dürfte das allerdings nichts bringen.
Das Heimlich Manöver verfolgt ja das Ziel, dass durch plötzlichen, massiven Druck auf den unteren Brustkorb die Lungen komprimiert werden und die dabei "verdrängte" Luft durch die Luftröhre nach oben Richtung Schlund düst und eingeatmete Fremdkörper aus der Luftröhre schleudert und somit einem Ersticken entgegenwirkt.
Vielleicht kennst Du diese Druckluft"pistolen" die mal im TV-Shop als Rohrreiniger verkauft wurden, gleiches Prinzip.

Panya kippt aber nicht um, weil sie versehentlich Futter in die Luftröhre bekommen hat, sondern weil ein zu großer oder zu harter Brocken ihre Mandeln nicht nur streift wie das beim Abschlucken von Nahrung, Wasser und Speichel unvermeidbar ist, sondern soviel Druck auf diese entzündeten Mandeln ausübt, dass der Schmerzreiz ihrem Nervensystem die Nachricht übermittelt, dass es besser ist mal eben die Lichter auszuknipsen, bevor das Herz Wind von dem Problem kriegt und sich entscheidet stehen zu bleiben (über diesen "Vagustod", der bei zu heftigem Schmerzreiz eintreten kann hatten wir glaub ich schon einmal geschrieben).
Deswegen ist sie dann auch so schlaff, weil der Befehl "Bewusstlosigkeit einleiten" in Millisekunden erfolgt, wenn der Schmerz heftig genug ist und das ist er wohl, denn überempfindlich ist mein Zwerg definitiv nicht.
Optimist schrieb:Solche Dinge meinte ich nicht mit "alles im Blick", sondern solche Dinge: welche Medikamente gibt man, was sind die Vor- und Nachteile (die Abwägung, ob und was man gibt).
Beim Futter ähnlich.
Ah ok.
Na da hast Du möglicherweise Recht, da rattere ich tatsächlich viele Optionen durch ehe ich eine wähle, häufig vermutlich sogar in Situationen die das gar nicht erfordern.
Optimist schrieb:Der TA war nicht dafür, ihm Schmerzmittel zu geben, weil wie er sagte "nichts verschleiern" wollte.
Das ist noch einmal was Anderes.
Über einen definierten Zeitraum intensiv zu beobachten wie sich etwas ohne Schmerzmittel darstellt kann diagnostisch durchaus sinnvoll sein.
Als wir bei Fili merkten, dass diese Schmerzsymptomatik die wir nicht einordnen konnten mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Rücken herkommt, da habe ich ihr 2 Tage vor und am Tag des Termins in der Klinik auch kein Schmerzmittel gegeben, weil die Info was nu genau bei welcher Bewegung/Manipulation weh tut usw bei ihr sowieso schon schwer genug zu sagen ist.

Zum Beispiel sieht man bei ihr nur ohne Schmerzmittel, dass sie eine eindeutige Hangbeinlahmheit hat, während ihr Gangbild mit Schmerzmittel eher nach Stützbeinlahmheit aussieht.
Offensichtlich werden die Schmerzen, die beim Vorführen der grade nicht belasteten Gliedmaße durch Schmerzmittel besser unterbrochen als der direkte Belastungsschmerz der beim Auftreten einschießt.

Auch gibt es Krankheitsbilder bei denen der Hund sich "einläuft", also beim Aufstehen und den ersten Schritten merklich steif bzw schmerzhaft ist und sich das dann mit jedem Schritt bessert.

Auch wenn man sich von den Zehen am Bein, hoch zu Gelenken und Rücken tastet um zu schauen wo sich ein Schmerzreiz auslösen lässt um daraus abzuleiten was die Ursache sein könnte macht man idealerweise am Tier das noch keine Schmerzmittel bekommen hat.

Als die Untersuchung abgeschlossen war, habe ich aber direkt darum gebeten ihr noch in der Klinik Novalgin zu spritzen (an alle Humanmediziner: bei Tieren ist das nicht so heikel), denn als diagnostische Beobachtung und Untersuchung abgeschlossen war gab es keinen Grund mehr ihr die Stunde Heimfahrt plus warten auf den Wirkungseintritt von Medikamenten noch anzutun.

Bei Pferden gibt es außerdem den Fall, dass bestimmte Lahmheitsbilder dafür sprechen, dass ein kleiner Haarriss, minimaler Sehnenschaden usw vorliegen könnte.
Auch da überlegt man GENAU ob und wie man Schmerzmittel einsetzt, denn wenn man dann den Ruheschmerz soweit wegnimmt, dass der Gaul denkt er könne nu seine 500kg wieder normal auf das Bein legen, dann kann der erste Schritt ausreichen um die bereits verletzte Struktur so zu schädigen, das eine Behandlung schwer wird.
Diese Problematik ist mir aber selbst bei großen, schweren Hunden nicht bekannt.
Optimist schrieb:Der Hund hat nun geduldig alles über sich ergehen lassen
Typisch "tierärztlicher Vorführund" und "typisch Stafford bzw Pittbull" :)
"Wenn Herrchen meint, dass das Sinn ergibt, bitte schön...." :)
DEN Blick kenne ich von meinem Husky wenn er sich von der 4. Studentengruppe am Tag EKGs ableiten ließ :)
"Na ihr werdet schon wissen was ihr da macht, ich lieg hier mal und lass mich kraulen."
Optimist schrieb:als er mit der Pfote "gewunken" hatte?
Hast Du vielleicht schon mal gesehen, wenn einem Hund irgendwas im Maul steckt, nen Splitter oder so.
Dann gehts Pfötchen immer wieder zur Schnute und versucht das "auszustreichen".
Bei Sauerstoffmangel werden solchen Bewegungen dann aber zunehmend unkoordinierter und weniger ausgeprägt.
grätchen schrieb:Deswegen habe ich mich heute mit der Praxis in Verbindung gesetzt und mein Sohn fährt gleich hin und holt die Tabletten ab.
Vielen, vielen Dank für Deine ausführliche Erläuterung, die hat mich sehr nachdenklich gemacht.
Gerne.
Freut mich, Alles gute für Euch.
Leider ist dieses "zeigen Schmerzen bestenfalls durch Reizbarkeit oder kaum auffallende Apathie" meiner Erfahrung nach bei Windhunden noch viel massiver als bei den meisten anderen Hunderassen.
grätchen schrieb:Wie sieht es bei Deiner Maus aus?
Super.
Mein Mann hat fürs Wochenende Markknochen mitgebracht.
Will man sie Abnagen muss man das Maul aufmachen und will man das Mark aus der Mitte, dann muss das Maul soweit auf, das Zunge und Zähne gut zusammenarbeiten können.
Wir sind jetzt wieder bei mindestens 6cm, also in einem Bereich mit dem sie definitiv gut leben kann auch wenn es ihr persönlich noch nicht ganz reicht.
grätchen schrieb:Du, ist vllt ne blöde Frage, aber wenn sie das Maul mal nur geringfügig auf bekommt, wie ist es dann eigentlich mich hecheln? Kann das im Sommer problematisch sein, wenn sie während einer Hitzewelle einen Schub bekommt?
Die Frage ist nicht blöd.
Was Du erwähnst ist das was diese Krankheit tödlich macht.
Die 3 Muskeln die den Unterkiefer bewegen sind aus Muskelfasern aufgebaut deren Typ einmalig im Körper ist.
Bei einer Kaumuskelmyositis werden Antikörper gebildet die diese Muskelfasern angreifen, vernichten..
sie werden dann durch Narbengewebe ersetzt und das Maul geht nicht mehr auf. Auch nicht in Narkose und nur einmal mitm Brecheisen.

Im Prinzip schläfert man am Ende des Liedes einen Hund ein, dem NICHTS fehlt, bis auf die "Kleinigkeit", dass er sein Maul nicht mehr öffnen kann.
Und _eigentlich_ gibt es auch nur zwei Verläufe.

Entweder man erwischt direkt den ersten Schub, haut ihn mit Cortison tot und erreicht eine Heilung.
Das haben wir bei ihr verpasst, weil sie am Tag vor dem fetten Schub heftig mit nem Labbi getobt hatte und auf dem Röntgenbild ein Haarriss im Unterkieferknochen zu sehen war.
Kaumuskelmyositis ist so selten und eine fette Prellung zu dem Haarriss nach dem heftigen Toben als Ursache für die Schmerzen an der Schnute waren so plausibel, dass ich dem Tierarzt bis heute keinen Vorwurf mache.
"Schonen und nur Weiches füttern." war die richtige Anordnung für solch eine Verletzung, aber leider GENAU das Gegenteil von dem was sie vor dem Übergang in eine chronische Kaumuskelmyositis hätte retten können.
Als wir 2 Wochen später feststellten, dass es nicht so ist, das sie das Maul nicht öffnen will, sondern es nicht KANN, da war es schon zu spät.

Das nach solch einem Schub die vorherige Maulöffnung wieder hergestellt wird oder es generell irgendwie wieder besser wird ist eigentlich medizinisch nicht möglich, deswegen wird eine chronische Kaumuskelmyositis prognostisch auch mit "in faust" bezeichnet, das ist eine nette Art zu sagen "kannste machen was Du willst, der Patient ist und bleibt totgeweiht."

Logisch, denn wie sollten aus Narbengewebe auch wieder Muskelfasern werden?

Also eigentlich wird die Maulöffnung bei jedem Schub kleiner bis man sich entscheidet das es nicht länger ok ist mit dem Einschläfern zu warten.


Im November vor knapp 3 Jahren waren wir eigentlich an dem Punkt.

Ihre Maulöffnung betrug noch weniger als einen cm.
Trinken ging noch wenn man ihr so eine Hundetrinkflasche schief hingehalten hat, aus einem Napf trinken ohne die Nase einzutauchen war nicht mehr möglich.
Gefressen hat sie Futterbrei vom Boden indem sie den Futterbrei am Boden durch die Schneidezähne gedrückt hat und dann innen abgelegt, Zungen- und Schlundmuskeln sind nicht betroffen.

Da stand für uns aber schon fest, dass wir ihr den Winter lassen, solange Essen und Trinken noch geht (Sonde wollten wir nicht legen).
Aber ganz genauso klar war, dass der erste warme Tag ihr letzter werden würde.
Denn Hecheln war völlig ausgeschlossen.

Aber immer wenn sie versuchte etwas zu Kauen hatten wir den Eindruck, dass sich was tut, wenn auch im µm Bereich.
Ich hatte aus den falschen Gründen das Richtige gemacht.
Sie war ja als sie zu uns kam der totale Psycho und bekam deswegen Diazepam als Angstlöser.
Diazepam ist aber auch muskelentspannend und regt erheblich den Appetit an.

Dazu kommt, dass Kaumuskelmyositis nur in akuten Phasen weh tut. Dieser starre Zustand ist vollständig schmerzfrei.

Also hat mein super toller, weltbester Ehemann mit einer Schieblehre in der Hand alle Geschäfte im Umkreis von wenigstens 30km abgeklappert.
Schweineohren vermessen und all die gekauft die wenigstens eine sehr schmale Seite hatten und ihr die gebracht.

Ihr Kampfgeist, das durch das Diazepam gesteigerte unbedingte haben wollen der Schweineohren hat sie nicht aufgeben lassen.
Ja, für ein Schweineohr, das ein gesunder Hund ihrer Größe in 10 Minuten verputzt brauchte sie 8 - 10 Stunden.

Aber sie hat es getan.
Als der Tag gekommen war, im Mai... Der Tag an dem die Sonne so lachte, dass es ihr letzter hatte werden sollen...
Da saß ich mit ihr im Garten.
Sie hatte sich über Monate, mm um mm auf eine Maulöffnung von knapp 9 cm hochgearbeitet.

Das reichte nicht nur um normal zu essen und zu trinken sondern auch für ihre Lieblingsbeschäftigung:
Buddeln.
Buddeln meint für sie nämlich nerviges Wurzelwerk mit den Zähnen auszureißen.

Seither kriegt sie Dauermedikation und ich hoffe, dass es wieder lange keine Schübe geben wird.

Wir haben aber auch Vorteile.
Etwa ein altes Bauernhaus, das sie nur sehr langsam aufheizt, Klimaanlage fürs Schlafzimmer/Büro.
Und wir sind mitlerweile auch super sensibel wie solch ein Schub sich ankündigt, haben also seitdem immer eingreifen können ehe es zu schlimm wurde und mit genug Cortison, Diazepam und Kaukrams war es bisher immer möglich in wenigen Tagen das Ruder rumzureißen.

Ich kann Dir nicht erklären wie das möglich ist, ich weiß nur, dass ich zwar weiß, dass die Tierärztin sie lieb hat, aber solch ungläubigen Blick und Freudentränen wie damals als wir reinkamen und Fili einfach so nen Frolic aus ihrer Hand nehmen könnte waren schon ne Message die angekommen ist.


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11.02.2019 um 19:31
@Fraukie
Fraukie schrieb:Das Heimlich Manöver verfolgt ja das Ziel, dass durch plötzlichen, massiven Druck auf den unteren Brustkorb die Lungen komprimiert werden und die dabei "verdrängte" Luft durch die Luftröhre nach oben Richtung Schlund düst und eingeatmete Fremdkörper aus der Luftröhre schleudert und somit einem Ersticken entgegenwirkt. Vielleicht kennst Du diese Druckluft"pistolen" die mal im TV-Shop als Rohrreiniger verkauft wurden, gleiches Prinzip.
Solche Pistolen kenne ich, aber dass der Heimlichgriff das gleiche Prinzip ist wusste ich nicht, wieder was dazu gelernt :)
Fraukie schrieb:Deswegen ist sie dann auch so schlaff, weil der Befehl "Bewusstlosigkeit einleiten" in Millisekunden erfolgt, wenn der Schmerz heftig genug ist ....
ist das generell bei zu starken Schmerzen (egal welche Ursache)? Und bei Menschen sicher genauso?
Optimist schrieb:Der Hund hat nun geduldig alles über sich ergehen lassen
Fraukie schrieb:Typisch "tierärztlicher Vorführund" und "typisch Stafford bzw Pittbull" :) "Wenn Herrchen meint, dass das Sinn ergibt, bitte schön...."
:D
Aber als der dann den Heimlichgriff machte, tut das denn nicht weh? (ist ja ein ziemlicher Druck, denke ich, vielleicht so ähnlich als wenn man in den Magen geboxt bekommt?)
Optimist schrieb:als er mit der Pfote "gewunken" hatte?
Fraukie schrieb:Hast Du vielleicht schon mal gesehen, wenn einem Hund irgendwas im Maul steckt, nen Splitter oder so. Dann gehts Pfötchen immer wieder zur Schnute und versucht das "auszustreichen".
Nein, hab ich noch nicht gesehen.
Meiner hatte zwar auch mal was im Maul, aber da hab ich ganz schnell reingegriffen, da kam er vielleicht gar nicht dazu mit der Pfote was zu machen oder ich habs vielleicht vor Aufregung nicht registriert.
Fraukie schrieb:Das nach solch einem Schub die vorherige Maulöffnung wieder hergestellt wird oder es generell irgendwie wieder besser wird ist eigentlich medizinisch nicht möglich,...
Logisch, denn wie sollten aus Narbengewebe auch wieder Muskelfasern werden?
Fraukie schrieb:Sie hatte sich über Monate, mm um mm auf eine Maulöffnung von knapp 9 cm hochgearbeitet.
ein Glück, wie schön für Euch und Hundi.
Aber das ist ja wirklich erstaunlich - da muss man doch annehmen, es haben sich also doch aus dem Narbengewebe wieder Muskelfasern gebildet?
Oder wie könnte es sonst gehen?


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