Optimist schrieb:von vielen Frauen die schon Schwangerschaften hatten, weiß ich, dass das für die Stress war - spätestens dann bei der Geburt (vielleicht gibt's ja auch Ausnahmen, die sich zu keinem Zeitpunkt gestresst fühlten).
Und bei Tieren nimmst du also an, dass dies so viel anders ist?
Ich denke nicht, dass man Tiere in dieser Hinsicht hier vermenschlichen sollte.
Beim Menschen heißt es ja eigentlich auch, dass Schwangerschaft "keine Krankheit" ist.
Natürlich kann es bei manchen Schwangeren besondere Befindlichkeiten in diesem Zusammenhang geben. Durch hormonelle Umstellungen wird es manchen vor allem in der Frühschwangerschaft eine Zeitlang übel und gegen Ende der Schwangerschaft ist meist manches beschwerlich durch die Gewichtszunahme und dadurch, dass durch das wachsende Kind die inneren Organe etwas verschoben werden.
Ich selbst erinnere noch größere Müdigkeit am Anfang und stärkere Wassereinlagerungen gegen Ende meiner Schwangerschaften, so dass ich z.B. meine Ringe ausziehen musste.
Man weiß aber, dass das normal ist und wieder vorüber geht.
Bei Hunden (und Katzen auch) ist es ja nun auch so, dass die Tragzeit nur ca. 9 Wochen beträgt. Die Tragzeit beim Menschen ist ja besonders lang im Vergleich zu vielen Tierarten. Die Gehirnentwicklung beim werdenden Menschen hat damit zu tun, weil das menschliche Gehirn so gesehen hoch entwickelt ist.
Während Welpen etwa mit 3 Monaten schon von der Mutter weg können sind Menschenkinder über Jahre total auf ihre Eltern angewiesen.
Man kann das alles also nicht direkt vergleichen.
Optimist schrieb:Selbstverständlich können Hunde dies alles nicht reflektieren, nicht über ihre Schwangerschaft nachdenken usw.
Jedoch denke ich mal, Schmerzen werden die sicherlich trotzdem bei der Geburt haben.
Ja, davon gehe ich auch aus, ohne Schmerzen werden diese enormen Muskelkontraktionen wohl nicht ablaufen.
Viele Tiermütter bekommen ihre Jungen aber ganz alleine und ohne jegliche Hilfe durch eine Hebamme oder einen Arzt, ganz normal wie die Natur dies vorgesehen hat und mit einem durch die Instinkte gesteuerten Verhalten (Nestbau, Sauberlecken der Welpen, Fressen der Nachgeburten, Säugen der Kleinen usw.).
Sicher kann dabei auch mal etwas schief gehen aber grundsätzlich gibt es Hunde ja schon seit sehr langer Zeit, was sicher nicht so wäre, wenn die Trächtigkeiten und Niederkünfte nicht gut verlaufen wären.
Die Schmerzen sind ja auch quasi gleich vorbei, wenn die Geburt vorüber ist und der Wochenfluss versiegt auch mit der Zeit, ohne dass man da groß eingreifen muss. Ich gehe davon aus, dass auch Hündinnen einen Wochenfluss haben?
Optimist schrieb:es kommt sicherlich nicht von ungefähr, dass es von manchen Tierschützern angeprangert wird, wenn Hunde als Gebärmaschinen missbraucht werden.
Das zu Recht, hierbei handelt es sich dann ja um so genannte unseriöse "Vermehrer", nicht um seriöse und eingetragene Züchter und die Welpen, die ja oft unter dubiosen Umständen verkauft werden, können durch die Gesamtumstände auch sehr krank sein.