@rumpelstilzcheEs macht schon Sinn, Sonden in benachbarte Systeme zu schicken. Wenn man irgendwann vielleicht einmal zwanzig Prozent der Lichtgeschwindigkeit erreicht, dann läge die Reisezeit bis Alpha Centauri vielleicht "nur" bei 25 Jahren. Das ließe sich verschmerzen, sind doch Voyager 1 und 2 schon beinahe 35 Jahre lang unterwegs und machen immer noch von sich reden. Allerdings dürfte bis dahin noch eine (sehr...) lange Zeit vergehen. Ein fortschrittliches Weltraumteleskop könnte vorher jede Menge Informationen gerade auch von nahen Systemen gewinnen, so das eine Sonde schon sehr gut ausgestattet sein müsste, um bei ihrer Ankunft bessere Daten zu liefern, als das Teleskop...
Je weiter aber ein System entfernt ist, desto mehr muss man sich fragen, ob sich eine Sonde wirklich lohnt. Wird ein entferntes System beobachtet und ist es interessant, "verdient" es damit einen bemannten Besuch. Dann wäre es aber unsinnig erst auf die Ergebnisse einer Sonde zu warten, die auch mit Nahelichtgeschwindigkeit noch sehr lange unterwegs wäre. Hat man die Probleme des interstellaren bemannten Fluges einigermassen im Griff, kann man auch gleich die Koffer packen...
@m.mayenDas ist eine berechtigte Frage, aber es wäre ja durchaus möglich und ist vielleicht sogar wahrscheinlich, das eine fortschrittliche Spezies in größeren Dimensionen denkt und sich nur als einen Teil eines Prozesses ansieht, dessen Ende sie sowieso nicht erleben wird (auch viele Menschen denken so...). Wenn sie allerdings so weise ist, dann sollte sie sich vorher genau überlegen, was sie da ins All schickt und welche Folgen sich daraus ergeben können...