Freie Hebammen - helfen oder Beruf sterben lassen?
06.05.2014 um 17:50
das problem sind die hausgeburten, die sind einfach ziehmlich gefährlich, aus dem grund sind die versicherungskosten für diese tätikgkeit so in die höhe gegangen. ich sehe keinen grund dafür das der staat da eingreiftl. der markt ist doch sonst immer das ideal, grade für die schicht die auf hausgeburten abfährt. aber wenn er einem mal selbst wehtut...
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Freie Hebammen - helfen oder Beruf sterben lassen?
06.05.2014 um 17:59
Die hohen Kosten entstehen ja nicht weil die Freien Hebammen so furchtbar viele und andere Fehler als die im Krankenhaus machen, sondern weil die technischen und medizinischen Möglichkeiten heute so weit entwickelt sind und voll ausgeschöpft werden. Die Kosten Entstehen genauso bei Hebammen im Krankenhaus, da muss die Allgemeinheit sie also auch mit tragen. Daher bin ich für Antwort Nummer 3
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Freie Hebammen - helfen oder Beruf sterben lassen?
06.05.2014 um 19:23
Meine Frau hatte sich auch für eine Hausgeburt entschieden und somit auch für eine freie Hebamme. Der Staat sollte hier unbedingt unterstützend regulierend eingreifen
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Freie Hebammen - helfen oder Beruf sterben lassen?
06.05.2014 um 23:05
Die hohen Kosten für die Versicherung entstehen
durch die hohen Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen,
die die Eltern erheben,
wenn die Hebamme den Fehler gemacht hat,
einer Hausgeburt zuzustimmen,
und das Kind dadurch behindert ist,
daß es nicht sofort intensivmedizinisch betreut werden konnte.
Gruß,
Sandra
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Freie Hebammen - helfen oder Beruf sterben lassen?
07.05.2014 um 10:26
Insbesondere das die Nürnberger Versicherung als letzter verbliebener Anbieter Mitte 2015 aus der Hebammen-Haftplicht aussteigt, bricht den Freien das Genick:
„Die Lage auf dem Versicherungsmarkt führt zum Zusammenbruch der Versorgung mit Geburtshilfe. Das ist eine absurde Situation“, sagt Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes e.V. (DHV). Ruth Pinno, Vorsitzende des Bundes freiberuflicher Hebammen Deutschlands e.V. (BfHD) verdeutlicht: „Das bedeutet Berufsverbot für die freiberuflichen Hebammen, denn ohne Haftpflichtversicherung dürfen wir weder Geburten zu Hause, im Geburtshaus oder als 1:1-Beleghebamme in der Klinik betreuen noch Schwangeren- und Wochenbettbetreuungen annehmen. Der Markt für die Versicherung von Hebammen reguliert sich nicht mehr selbst. Die Folgen sind dramatisch, der Beruf ist akut von der Vernichtung bedroht.“ Martina Klenk fordert deshalb: „Wir brauchen jetzt dringend eine politische Lösung!“
Grundlegende Neustrukturierung der Haftpflichtversicherung ist erforderlich!
Die Hebammenverbände fordern eine grundlegende Neustrukturierung der Haftpflichtversicherung mit einer Haftungsobergrenze für Hebammen. Eine kurzfristige Lösung könnte auch ein Regressverzicht seitens der Sozialversicherungsträger sein, um die Versorgung der Schwangeren und Gebärenden und ihrer Familien mit Hebammenhilfe weiterhin sicherzustellen.
In den vergangenen Jahren sind immer mehr Hebammen aus dem Beruf und insbesondere aus der Geburtshilfe ausgestiegen, da die Haftpflichtprämien überproportional stark gestiegen sind. Für freiberuflich in der Geburtshilfe tätige Hebammen hat sich die Prämie in den letzten zehn Jahren trotz abnehmender Schadenszahlen verzehnfacht bei weiterhin niedriger Vergütung. Die Kostenexplosion der Haftpflichtprämie wird auch durch die Beteiligung der Krankenkassen nicht vollständig für jede Hebamme ausgeglichen. Eine flächendeckende Versorgung bei Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett ist schon jetzt nicht mehr gegeben. Die Wahlfreiheit des Geburtsortes ist in vielen Regionen durch das Wegfallen der freiberuflichen geburtshilflichen Versorgung und die Zentralisierung der Geburtshilfe in wenigen Kliniken nicht mehr vorhanden.
http://www.hebammenverband.de/aktuell/nachricht-detail/datum/2014/02/13/artikel/versicherungsmarkt-fuer-hebammen-bricht-zusammen/
Als Zusatz zu den obigen Anmerkungen.
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Freie Hebammen - helfen oder Beruf sterben lassen?
07.05.2014 um 10:44
Mir sind arbeitslosen mitarbeiter von eine zeitfirma lieber als arbeitslosen Hebammen...
Besonders wenn langzeitarbeitslosen eingestellt werden.... und vor 5 euro ein halbes jahr arbeiten müssen... um danach entlassen zu werden weil es nach ein halbes jahr auf 8 euro noch was klettert..
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Freie Hebammen - helfen oder Beruf sterben lassen?
07.05.2014 um 10:58
Seit es überhaupt so etwas wie berufliche Spezialisierungen gibt, sind neue Berufe entstanden und bestehende Berufe irgendwann wieder ausgestorben.
Ich meine das nun nicht geringschätzig in Bezug auf die Tätigkeiten oder die Menschen, die sie ausüben, aber: So ist das halt.
Ob manche Berufe schützenswerter sind, als andere? Weiss ich nicht, das ist immer eine willkürliche Entscheidung, würde ich mal sagen.
Berufe sind ja meistens deshalb entstanden, weil es für die damit zusammenhängende Tätigkeit eine Nachfrage gab oder eine Notwendigkeit.
Ansonsten waren es einfach Hobbies.
Ich denke, die ,,freien Hebammen¨ sind aus der Situation heraus entstanden, dass es einst überhaupt keine Krankenhäuser mit Spezialisten gab oder diese dann später zum Teil ewig weit weg waren.
Oder auch, weil vermögende Frauen gern einen eigenen Dienst zu Hause haben wollten.
Jedenfalls bin ich der Meinung, dass es durchaus Aufgabe des Staates sein sollte, in gewissem Umfang Arbeitsplätze zu erhalten.
Allerdings nicht Berufe an sich.
Sowas kann man vielleicht in einer Art ,,Denkmalschutz¨ oder in ,,musealem Rahmen¨ machen, in geschichtlichem Zusammenhang, um das Andenken an alte Handwerke und Berufe zu bewahren.
Aber wenn man sich nun die ,,freien Hebammen¨ rauspickt und sagt:,,Den Beruf muss man unbedingt erhalten, das muss gefördert werden¨, dann werden vermutlich auch reihenweise andere Branchen sagen:,,Hey, wir wollen ebenfalls Schutz! Unsere Tätigkeit gibt es auch schon seit Jahrhunderten, das ist kulturell wertvoll, etc...¨.
Soll man dann alle erhalten? Oder haben die einen halt Glück und die anderen nicht?
Selbst mit der künstlichen Subvention großer Firmen und Branchen, wo es um zahlreiche Arbeitsplätze ging, hat der Staat ja keine guten Erfahrungen gemacht, oft sind die dann doch Pleite gegangen oder wurden eben nur künstlich am Leben gehalten.
Insofern muss man einfach sagen: die Nachfrage oder die Notwendigkeit bestimmen, ob ein Beruf bestehen bleibt oder nicht.
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Freie Hebammen - helfen oder Beruf sterben lassen?
07.05.2014 um 11:57
Eigentlich ist mir das egal, was mit den freien Hebammen passiert - ich habe (wahrscheinlich) nur einmal im Leben etwas mit einer Hebamme zu tun gehabt, und wenn, dann war die in dem Krankenhaus angestellt, in dem ich das Licht der Welt erblickt habe.
Ich halte es aber für sehr wichtig, daß ein umfassender Versicherungsschutz besteht. Bei Entbindungen kann ja nunmal eine Menge schief gehen und als Gebärende sollte man schon auf der sicheren Seite sein, wenn man die Dienste einer freien Hebamme in Anspruch nimmt.
Ob das nun auch noch sattlich subventioniert werden sollte, weiß ich nicht.
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