Zz-Jones schrieb:Woher hast du denn die Information, dass zeitgleich mit dem entgültigen Verlust des Transpondersignals unmittelbar dann auch die Wende eingeleitet wurde?
Ich antworte auch mal darauf, denn Deine Frage ist interessant.
Eine genaue Uhrzeit ist nicht angegeben......
At 1721:13 UTC [0121:13 MYT] the Military radar showed the radar return
of MH370 turning right but shortly after, making a constant left turn to
heading of 273°, flying parallel to Airway M765 to VKB (Kota Bharu).
Between 1724:57 UTC [0124; 57 MYT] to 1737:35 UTC [0137:35 MYT]
the “blip” (a spot of light on a radar screen indicating the position of a
detected aircraft) made heading changes that varied between 8° and 20°,
and a ground speed that varied from 451 kt to 529 kt.
(Quelle : Abschlussbericht Seite 4)
....allerdings kann man das alles berechnen. Eine Zeit von 2:10 Minuten für die Wende (ohne Autopilot) ist schon sehr realistisch. Viel mehr Zeit dürfte MH370 dort zwischen IGARI und BITOD auch nicht verschwendet haben, denn in dem Fall kommt ja die Zeitschiene beim Rückflug über Malaysia nicht mehr hin.
Auch hier nachzulesen....
Between 1724:57 UTC [0124; 57 MYT] to 1737:35 UTC [0137:35 MYT]
the “blip” (a spot of light on a radar screen indicating the position of a
detected aircraft) made heading changes that varied between 8° and 20°,
and a ground speed that varied from 451 kt to 529 kt.
(Quelle : Abschlussbericht Seite 4)
.....als die Wende bereits abgeschlossen war.
17:21:13 UTC - 17:24:57 UTC = 3:44 Minuten
Bei dieser o.g. Angabe ist außerdem Klärungsbedarf nötig, denn es ist nicht vollkommen klar, ob diese Flugrichtungsangaben als inkrementell oder als absolut interpretiert werden.
Dabei besteht aber nach wie vor ein Kernproblem. Und das besteht in diesen Angaben.......
The Military data
also recorded a significant height variation from 31,150 to 39,116 ft.
The Military data further identified the “blip” on a heading of 239° at
1737:59 UTC [0137:59 MYT] parallel to Airway B219 towards VPG (VOR
Penang). Heading of this “blip” varied from 239° to 255° at a speed from
532 to 571 kt. The height of this “blip” was recorded between 24,450 ft
and 47,500 ft.
(Quelle : Abschlussbericht Seite 4)
Natürlich wissen wir, dass Primärradar nicht so genau ist wie Sekundärradar. Das Sekundärradar bekommt genaue Transponderinformationen. Das Primärradar nicht. Dadurch können natürlich diese Fluktuationen in den Flughöhen erklärt werden. Was jedoch nicht erklärt werden kann, ist diese enorme Bandbreite an Fluktuationen, sowie die enorme Bandbreite an Fluktuationen bei der Flugrichtung und der Geschwindigkeit.
Ich kann mich dunkel erinnern, dass wir damals als mögliche Erklärung dafür "unzureichend kalibrierte Radarsysteme" vermuteten. Das würde zwar Sinn machen, aber auch das reiht sich dann wieder nahtlos ein in die ellenlange Liste an Unzulänglichkeiten, Versäumnissen, und massiven Fehlern die begangen wurden. Wenn man hier einen Supervisor einfach ins Bett legen kann, dann kann man natürlich auch die Radaranlagen nicht richtig kalibrieren.
Panaetius schrieb:Ja richtig, so wurde es verschiedentlich erklärt. Das setzt allerdings auch keine Expertenkenntnisse voraus, sondern man muss die Funktion kennen bzw. geübt haben:
Das ist richtig. Ich konnte das problemlos machen damals nach ca. 8-10 Stunden Übung in FSX (inkl. Handbücher lesen und/oder Youtube-Tutorial-Videos schauen). Das ist alles überhaupt nicht kompliziert. Allerdings glaube ich aber, dass ein Profi einfach einen Lateral Offset programmieren würde, denn das ist die eleganteste Lösung. Wer sich nicht so gut auskennt, und dabei geht es nicht allein um das Programmieren des FMC, sondern auch um ein allgemeines Verständnis von Navigation inkl. Sicherheitsdenken in der Luftfahrt, der kloppt halt einfach einen Wegpunkt rein und aktiviert das Ganze dann. Danach lässt man einfach den Autopiloten machen. Diese Vorgehensweise ist halt eher zweckgebunden, wirft dabei aber jegliche Sicherheitsgedanken über Bord.
Ich glaube aber nicht, dass das hier der Fall war. Aus meiner Sicht war das hier eine perfekt ausgeführte Entführung bei der sehr viel Fachwissen angewendet wurde auf mehreren Gebieten. Der oder die Entführer wollten einfach nicht auf der B219 mit einem anderem Flugzeug kollidieren. Außerdem wollten der oder die das MH370 wie ein gewöhnlicher Linienflug aussieht. Daher auch diese Flugroute die aussieht, als wäre hier ein Lateral Offset programmiert worden.
Panaetius schrieb:Das bedeutet dann auch, dass ein youtube-Video, das den Logon so deutet, dass zuerst beide Stromkreise ausgeschaltet, dann wiederhergestellt wurden, nicht recht haben kann - denn ein manueller Flug einer 777 über eine Stunde hinweg wäre außergewöhnlich und durch nichts zu erklären, wenn sich die abgeschaltete SATCOM durch Deaktivieren nur eines Schaltkreises erklären lässt.
Diesen Abschnitt verstehe ich nicht. Kannst Du das bitte etwas klarer formulieren ?