9 Gründe für die Sprengung des WTC
16.08.2006 um 17:43
Habe einen wunderbaren Artikel gefunden, der zwar nichts an der verbohrten Haltung voneinigen hier ändert, dennoch aber aufzeigt, was eigentlich los ist.
>>Der 11.September und die Friedensbewegung
Über Kriegslügen, Verschwörungstheorien undhistorische Parallelen
Von Karl-Heinz Peil *
# Bereits kurz nach dem11.9. 2001 wurde von George W. Bush die Notwendigkeit eines lang andauernden "Krieg gegenden Terror" verkündet. Die Instrumentalisierung des 11.9. für diesen Zweck wurde auch aufdieser Website wiederholt thematisiert, jedoch bisher kaum das infrage stellen deroffiziellen Version zum 11.9. Ein erster Beitrag dazu war der Artikel von Ernst Woit vom27.8.02 [11]. Aber erst mit dem kürzlichen Beitrag von Cornelia Beyer vom 9.1. unter demTitel: "911 truth movement - eine Bewegung um eine Verschwörungstheorie" [10] wird dienotwendige Skepsis gegenüber der offiziellen Version umfassend thematisiert. DieserBeitrag beinhaltet u.a.: grundsätzliche Ausführungen zum Begriff VerschwörungstheorieVerschwörungstheorien zum 11. September 2001
# Aktivitäten der 911 truth movement inden USA
# Glaubwürdigkeit der offiziellen Version und Diskussion berechtigterSkepsis. An die genannten Ausführungen möchte ich anknüpfen und vor allem die Relevanzfür die Friedensbewegung stärker beleuchten.
Wenn wir den BegriffVerschwörungstheorie zugrunde legen, so wie ihn u.a. Cornelia Beyer definiert, wirdmeistens ausgeblendet, dass auch offizielle Darstellungen als Verschwörungstheoriebezeichnet werden können. Deutlich wird dieses vor allem an dem derzeit in Hamburglaufenden Prozess gegen El Motassadeq und den erfolgten Freispruch von A. Mzoudi wegenderen angebliche Beteiligung an der Hamburger Terrorzelle von M. Atta. Tatsache ist, dassim Falle von A. Mzoudi über das Revisionsverfahren ein Freispruch erfolgte, weil diegesamte Anklagekonstruktion kaum gerichtsverwertbare Tatsachen zu den eigentlichenAnklagepunkten enthielt. Da im Falle von El Motassadeq auch mit einem Freispruch zurechnen ist, betreibt man seitens des Hamburger Innensenators deshalb den Versuch, beideaus Deutschland abzuschieben mit der rechtsstaatlich haltlosen Begründung einer"tatsachengestützten Gefahrenprognose" [1]. Dieses stellt auch die offizielle Version derEreignisse am 11.September 2001 in Frage, gilt doch Mohamed Atta als einer dermaßgeblichen Todespiloten.
Die USA haben seit dem 11. September 2001 zwei"Kriege gegen den Terror" geführt. Der erste Krieg gegen Afghanistan wurde unmittelbardamit gerechtfertigt, dass Bin Laden verantwortlich sei für den 11.9. und dessenAufenthaltsort sich zu dieser Zeit in Afghanistan befand. Offiziell erklärtes Ziel desKrieges gegen Afghanistan war die Ergreifung Bin Ladens, nachdem das dort regierendeTaliban-Regime eine Auslieferung abgelehnt hatte. Dass Bin Laden auch heute noch auffreiem Fuss ist, wirft ein merkwürdiges Licht auf diese Militäraktion. Offensichtlichbestand ein gesteigertes Interesse an dessen Ergreifung nur vor und während desAfghanistan-Krieges. Bekannt ist mittlerweile auch, dass die USA vor dem 11.9. mit demTaliban-Regime in Verhandlung standen zwecks Errichtung einer Erdgas-Pipeline vonMittelasien durch Afghanistan hin zum Indischen Ozean. Die Verhandlungen darüberscheiterten im Frühsommer 2001.
Zum Irak-Krieg muss sich die Friedensbewegungfolgende zwei Fragen stellen:
1. Warum konnte die US-Regierung trotz der imFebruar 2003 weltweit beispiellosen Protestaktionen der Friedensbewegung diesen Kriegdurchführen?
2. Wieso verursacht das Eingeständnis der damaligen Kriegslügebezüglich angeblicher Massenvernichtungswaffen kein politisches Erdbeben in den USA, sowie z.B. vor mehr als 30 Jahren die Watergate-Affäre?
Auf beide Fragen gibt esm.E. die gleiche Antwort: Die Bush-Administration hat es verstanden, im eigenen Land überdie Stimmungsmache nach dem 11.9. einer Mehrheit der Bevölkerung glaubhaft zu machen,dass Saddam Hussein direkt mit den Terroranschlägen des 11.9. zu tun habe. Interessantdaran ist, dass die Bush-Administration einen solchen Zusammenhang nie direkt behauptethat. Dass die Kriegslüge von den irakischen Massenvernichtungswaffen jetzt von derBush-Regierung quasi achselzuckend eingestanden werden kann, liegt daran, dass es sichhierbei nur um eine kleine Kriegslüge handelt. Die große Kriegslüge ist der konstruierteZusammenhang zum 11.9. Die Bush-Argumentation, dass der Irak-Krieg in jedem Fall deshalbgerechtfertigt gewesen sei, weil Saddam Hussein eben "ein gefährlicher Mann" sei, hat nurvor diesem Hintergrund Bestand. Es hat natürlich seitens der Bush-Administration auchSystem, dass man die kleine Lüge eingestehen kann, um von der großen Lüge erfolgreichabzulenken.
Insofern kann die offizielle Darstellung des 11.9. nicht nur inBezug auf Afghanistan, sondern auch auf den Irak als eigentliche Kriegslüge angesehenwerden. Aktuell bereitet man sich in der Bush-Administration auf einen Waffengang gegenden Iran vor. Die konkrete Bezugnahme auf das iranische Atomprogramm muss dabeiuntrennbar mit der nebulösen Hintergrundargumentation gesehen werden, die sich umStichworte bewegen wie: "Atomwaffen in den Händen von Terroristen" oder: "Sicherheit desvon Terroranschlägen bedrohten Staates Israel".
Aus all den genanntenAusführungen zieht sich wie ein roter Faden die offizielle Verschwörungstheorie:Islamistische Terroristen haben am 11.9. die Terroranschläge verübt und stellen einepermanente Bedrohung für die freie Welt dar. Logischerweise muss einer permanentenBedrohung auch mit einem permanenten Krieg begegnet werden.
Mittlerweile wurdeaber selbst von "seriösen" Medien die Frage aufgeworfen, ob Al Qaida nicht ein Phantomdarstellt. Solche Zweifel äußerte vor einigen Monaten die BBC [2] (Al Qaida eineErfindung westlicher Geheimdienste?) und kürzlich die Los Angeles Times [9] ("Is Al QaedaJust a Bush Boogeyman?"). Dafür spricht auch, dass seltsamer weise das Al Qaida-Netzwerkimmer dort auftritt, wo es um Rohöl, Erdgas oder um geostrategische Interessen der USAgeht [3].
Rund um den 11.9. gibt es nun eine ganze Fülle von Ungereimtheiten undWidersprüchen in der offiziellen Darstellung. Die größte Unstimmigkeit ist das Versagender Luftabwehr. Normalerweise muss jedes zivile Flugzeug im dichtesten Flugraum der Welt,dem Nordosten der USA, bereits nach wenigen Minuten Flugabweichung mit dem Aufkreuzen vonmilitärischen Abfangjägern rechnen. Warum die vier Todesflugzeuge jeweils 30 bis 60Minuten Zeit für ihren von der Flugroute abweichenden Kurs hatten, ist bis heute vonoffizieller Seite nicht erklärt worden, auch nicht von der offiziellenUntersuchungskommission, die im Juli letzten Jahres ihren Abschlussbericht vorgelegt hat.Eine Erklärung hierfür lieferte vor einigen Monaten Michael Ruppert mit seinemumfangreichen Buch "Crossing the Rubicon - The decline of the American Empire at the Endof the Age of Oil". Michael Ruppert ist Herausgeber der Online-Newsletter "From theWilderness", die von mehr als 16.000 Abonnenten in 40 Ländern bezogen werden [5]. Ruppertwar früher Polizist in der Drogenbekämpfung, bis er 1977 seinen Dienst quittierteaufgrund von ihm ermittelter Verstrickungen der CIA in Drogengeschäften.
Nachseinen detaillierten Recherchen fanden am 11.9.2001 seitens der zivilen und militärischenLuftüberwachung gleich mehrere Übungen gleichzeitig statt, in denen es um die Simulationvon Flugzeugentführungen durch Selbstmordattentäter ging, also genau das, was danntatsächlich stattgefunden hat. Daraus ergibt sich, dass die Mitarbeiter derLuftüberwachung offenbar die abweichenden Flugrouten der Todesflieger für einenBestandteil der Übungen gehalten haben und damit die seit Jahrzehnten für solche Fälleroutiniert eingesetzte Alarmkette deaktiviert wurde.
Ruppert konzentriert sichin seinem über 600 Seiten umfassenden Buch sehr penibel auf eine Beweisführung, dieseiner Prägung als früherer Polizeiermittler entspricht: Täter, Tatmotive, Indizien undBeweise. Zu den Tatmotiven widmet Ruppert auch einige Kapitel dem Problem der zu Neigegehenden Ölressourcen und den globalstrategischen Interessen der regierendenNeokonservativen. Was Ruppert hingegen bewusst weitestgehend ausklammert, sind all dieHypothesen und Theorien, die rund um den 11.9. existieren und teilweise zwar sehrplausibel, aber kaum beweisbar sind. Solche Diskussionen erfolgen vor allem im Internet.Durchaus plausiblen Theorien sind z.B.: Im Pentagon ist kein Zivilflugzeug, sondern einRaketengeschoss eingeschlagen. Die Einstürze der WTC-Türme sind nicht Folgewirkung derFlugzeugeinstürze, sondern Ergebnis einer kontrollierten Sprengung. Die Hypothesen undTheorien stützen sich dabei vor allem auf die Analyse von Videobildern, deren Echtheit inmanchen Fällen allerdings kaum verifizierbar ist. Solche Einzelthemen sind deshalb eherfür Hobby-Detektive und weniger für eine glaubwürdige politische Bewegung geeignet.Hypothesen zu den wahren Hintergründen des 11.9. sind auch in rechtsextremen Kreisenverbreitet, vor allem durch den österreichischen Publizisten Reisegger. Hier wird der11.9. vor allem auch für eine antisemitische Verschwörungstheorie (Einfluss der Juden inUSA) instrumentalisiert.