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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie
Micha007
ehemaliges Mitglied

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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.12.2016 um 22:55
@Africanus
Africanus schrieb:Mir ist schon klar, wie das Potenzieren geschieht,
Ich habe lediglich auf Deine Fragen:"Was ist mit "potenzieren" eigentlich gemeint? Ist das nur das Verdünnen selbst oder ist es die Art und Weise, wie es verdünnt wird?" geantwortet. Und nun sagst Du, Du wüßtest wie Potenzieren geschieht.
War ja meine Erklärung ganz umsonst.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.12.2016 um 22:59
@Africanus
Africanus schrieb: Was mich verwirrte war, dass sowohl Homöpathika bis D6/C6 als "Niedrigpotenzen" eingestuft wurden, analog C12/D12 als Mittelpotenzen und über C13/D13 als "Hochpotenzen".
Verwirrend dabei is ja auch, dass C6 und D12 ja quasi dat selbe is, D12 und C12 aber 12 -in Worten: Zwölf- Größenordnungen trennen, aber dennoch in die selbe Klasse eingeordnet werden.

Naja, wie schon weiter oben bemerkt wurde, hat Homöopathie mit Logik halt nich viel am Hut.

mfg
kuno


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.12.2016 um 23:06
@Micha007

Hast Du Dir den von mir verlinkten Beitrag durchgelesen?

@kuno7
kuno7 schrieb:Verwirrend dabei is ja auch, dass C6 und D12 ja quasi dat selbe is, D12 und C12 aber 12 -in Worten: Zwölf- Größenordnungen trennen, aber dennoch in die selbe Klasse eingeordnet werden.
Genau deswegen kam ja meine Frage, vgl. meinen Beitrag von 22:37 Uhr:

Beitrag von Africanus, Seite 569


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Micha007
ehemaliges Mitglied

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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.12.2016 um 23:17
@Africanus
Africanus schrieb:Hast Du Dir den von mir verlinkten Beitrag durchgelesen?
Ich lese alle beiträge mit, wenn ich in eine Diskussion einsteige und nicht nur die an mich gerichteten.
Africanus schrieb:Genau deswegen kam ja meine Frage, vgl. meinen Beitrag von 22:37 Uhr:
Is doch guuuut. is doch alles im grünen Bereich ............


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

09.12.2016 um 07:35
@Africanus
Africanus schrieb:Genau deswegen kam ja meine Frage, vgl. meinen Beitrag von 22:37 Uhr:
Wer lesen kann is klar im, Vorteil, hätt ich mir das getippe auch sparen können. :)

mfg
kuno


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

09.12.2016 um 09:17
Africanus schrieb:. Wenn man nun alleine die Verdünnung als Potenzierung heranzieht, wäre diese Einteilung offensichtlich falsch, weil ein C6-Homöopathika dieselbe Verdünnung hat wie ein D12-Homöopathika. Deswegen meine Frage.
Äh... ja... Nein... vielleicht... wer weiß das schon..
Gleich sind C6 und D12 nur in deiner materialistisch verquasten Gedankenwelt. Bei Feingespenstern und -geistern liegen da freilich Welten dazwischen. Bei denen ist bekanntlich nicht ausschlaggebend, was am Ende rauskommt (sonst würden sie ja nicht auf ihre Hochpotenzen schwören) viel lmehr ist der Weg das Ziel (frei nach dem berühmten Philosophen Berti Babberlababb).
Ebenso wie zwanghaften Onanisten ist für Homöopathen das Geschüttele von höchster Wichtigkeit. Bei jedem Arbeitsschritt wird 10x geschüttelt, damit die Moleküle aufwachen und flüchtige Erinnerungen an den Ausgangsstoff gespeichert werden.
Nicht 9x, denn dann haben die Moleküle noch Schlaf den Augen und typische Montagslaune. Auch nicht 11x denn dann werden Moleküle verwirrt und können nicht mehr zwischen guten und schlechten Eigenschaften unterscheiden. Bei D12 wird 120x abgespeichert und bei C6 nur 60x.

Nun könnte man annehmen, dass die Dezimalpotenz besser sein müsste, weil mehr Arbeit... äh Liebe drinsteckt, aber das entpuppt sich einmal mehr als typischer Anfängerfehler (typisch für grobstoffliche Denke). Man muss immer im Hinterkopf haben, dass sich Feinstoffliche zum Rest der Welt verhalten wie Licht zu Schatten (daher der Begriff Lichtarbeiter, dürfte klar sein wer aus deren Sicht unterbelichtet ist-wobei ich allerdings der Meinung bin, dass eine Überbelichtung sich selten als brauchbar erweist) Will heißen: bei denen ist täglich Anderstag
Je größer die Potenzierungsart (D-C-Q) desto brutaler die Wirkung. Das ist völlig logisch. Wir sagen nämlich: je weniger drin ist desto weniger Dröhnung -> an den Anderstag erinnern -> schon macht das Sinn.
Deshalb gilt C6 als stärker als D12 (und mit Q kann man jede Kuh umhauen). D12 gibt daher bei leichtem Schnupfen (meist hilft es, man braucht nur etwas Geduld). C6 wird bei chronischer Erkrankung der Atemwege verhebammt.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

09.12.2016 um 09:23
@wuec
Könntest du auch erklären, welche Rolle Schwingungen/Frequenzen spielen?


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

09.12.2016 um 09:45
@kybela
Hmm. Naja , bei HH (homöopathischer Hebammologie) könnte es hierbei um das Geschrei der leidenden Mutter handeln. Vielleicht müssen die in exakt vorgebener Tonlage leiden oder mehrstimmig Frere Jacques stöhnen. Der Hebamme wird die überaus wichtige Aufgabe zuteil, mit geschicktem Einsatz von Klangschalen (bis zum Meisterklangschalen-Diplom braucht es viele kostenpflichtige Abendkurse, in Der Abschlussprüfung muss man Weckers Hexeneinmaleins vorwärts und rückwärts mit verbundene Augen und Honigwachs versiegelten Ohren spielen können) für den richtigen Beat zu sorgen - hauptsächlich damit die Hebamme abgelenkt ist und nicht versehentlich schmerzlindernde Schämie verabreicht

Meist trifft man Schwingungen und Frequenzen in allseits bekannten Quantenheilung , der Homöopodologie (was mit Füßen), an. Ich habe jedoch keine Ahnung wie man Quanten heilt. Ich wusste bislang nicht mal, dass die krank sind. Es ist aber ziemlich offensichtlich, dass Quantenheilung nicht mittels herkömmlicher Medizin funktionieren kann. Bei den Dingern kannste ja nicht mal den Puls fühlen. Nur Feinstgespenster können Quantenheilung - logisch irgendwie.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

09.12.2016 um 16:45
@wuec
@kybela
kybela schrieb:Könntest du auch erklären, welche Rolle Schwingungen/Frequenzen spielen?
wuec schrieb:Der Hebamme wird die überaus wichtige Aufgabe zuteil, mit geschicktem Einsatz von Klangschalen (bis zum Meisterklangschalen-Diplom braucht es viele kostenpflichtige Abendkurse, in Der Abschlussprüfung muss man Weckers Hexeneinmaleins vorwärts und rückwärts mit verbundene Augen und Honigwachs versiegelten Ohren spielen können)
Spielt nicht auch die Aura der Schwingungen mit hinein und die Aura desjenigen, der/die schüttelt und rührt?

Ich lach mich mal weg. :D


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

09.12.2016 um 23:01
@Bauli

jetzt weiß ich, wo der Spruch herkommt: der schüttelt sich vor Lachen. Da Lachen gesund sein soll scheint Homöopathie doch zu wirken? Jetzt bin ich wie vom Donner gerührt! :)


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

10.12.2016 um 10:23
Die Lacher müsst ihr eintüten und per Post an die Globoliker schicken.
Den wesentlichen Punkt der kleinen Pastiche (dass C mehr dröhnt als D) habe ich mir nämlich nicht mit dem Korkenzieher aus dem Hirn geleiert, das ist offizieller Glaubensgrundsatz [1] - nachzulesen u.a. auf der Seite glaubuli.de[2]
Dort ist u.a. zu lesen:
Hahnemann stellte in seiner Praxis fest, dass hoch verdünnte und potenzierte Arzneien feinsinniger, subtiler wirkten. Dass Körper, Geist und Seele auf hohe und höhere Potenzen (C- und Q-Potenzen) umfassender reagiert. [2] Doch subtile Reaktionsweisen der Patienten machen es notwendig, die Symptome sehr genau und regelmäßig zu beobachten und den Verlauf gut einzuschätzen. Erkenntnisse mit D-Potenzen, die zuerst Ärzte der naturwissenschaftlich-kritischen Richtung machten, deuteten darauf hin, dass die tiefen Potenzen eher auf das erkrankte Organ bezogen wirken.[1] Da alle Homöopathika bestimmte Wirkungen auf einzelne Organe haben, ist eine Verordnung bei akuten Symptomen ab und an einfach nachzuvollziehen. So wurden aus Versuchen mit D-Potenzen etliche Erfahrungen und aus den Erfahrungen schließlich Anwendungshinweise für Laien.
es geht nahtlos weiter:
Laien sind gut beraten mit D-Potenzen

Da D-Potenzen nur sehr selten feinsinnig auf den gesamten Organismus wirken, sind sie einfacher anzuwenden.
Das Prinzip für die Einnahme und Wahl ist es, dass ein akutes Problem vorhanden ist an einem bestimmten Organ: Kopfschmerzen zum Beispiel. Dann kann der Laie anhand der Art, Dauer, Ausdehnung und Modalitäten über Ratgeber selbst herausfinden, welche homöopathische Arznei helfen könnte. Eine Arznei, die in ihren Heilwirkungen genau diese Art Kopfschmerzen aufweist und schon oft geheilt hat, zum Beispiel. Mit einer D-Potenz bis zur Höhe der D 12 kann der Laie einen Versuch wagen, die Schmerzen zu lindern.[3]...
Mal davon abgesehen, dass ich wohl nie kapieren werde, warum Quasselköppe sich innerhalb weniger Sätze ständig wiederholen müssen[3] ist der Umstand, dass D "sanfter wirken soll" leider keine Erfindung von mir. Ich wünschte es wäre so, denn der Scherz ist ein ganz schlechter:
Wenn wir (abgesehen vom Nocebo-Effekt, der ohnehin immer eintreten kann, aber nicht auf vorhandene (oder auch nicht vorhandene) Wirkstoffe zurückzuführen ist) überhaupt von einer Wirkung sprechen können, dann ja wohl bei Niedrigpotenzen, bei denen
Arsen, Cadmium, Quecksilber und Eisen, die gängige Mittel in der Homöopathie sind, toxisch sein, wenn sie nicht ausreichend verdünnt sind. (http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=44406)
[4]

Dass ausgerechnet diese Mittelchen ausdrücklich für Laien geeignet sein sollen ist meiner Meinung nach ein Brüller[5]. Insbesondere weil im gleichen Atemzug die glaubulisten.de die Erstverschlimmbesserung... äh Erstverschlimmerung verharmlosen.
"Es gibt übersensible Patienten, die in sehr seltenen Fällen auf D-Potenzen mit einer Verstärkung ihrer Symptome reagieren können."
Ihr seht: Lachen ist da eigentlich nicht angebracht - es sei denn aus schierer Verzweiflung
___

[1] insofern man bei irrationalen Lehren überhaupt von "offiziell" sprechen mag. Konsistenz und Logik lassen wir besser komplett unter den Tisch fallen - wird sonst zu albern, weil solche irrationalen Glaubenssysteme sich überwiegend dadurch kennzeichnen, dass die Inkonsistenz der zugrunde liegenden "Lehre" ein möglichst großes Spektrum für krude Individualauslegungen bieten

[2] nicht nur aus Kostengründen verzichten die Seite auf das "au" und begnügt sich mit einem "o" (zwei Vokale halten die für verschwenderische Angeberei. Glaubulisten geben sich gern puritanisch: wenig Wirkstoff/wenige Vokale/wenig Sinn... - da sind die konsequent
[ich verzichte auf Verlinkung. Erstens sollte man Knotenköpfen niemals Zulauf verschaffen, zweitens kann man sich bei solchen Vögeln nie ganz sicher sein, welch Dummheiten (die womöglich gegen Forenregeln verstoßen) sich hinter der nächsten Gabelung verbergen]

[3] womöglich damit man sie sofort erkennen kann... oder hat das damit zu tun, dass etwas wahrer wird je öfter es Erwähnung findet?!

[4] http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/ijcp.12026/pdf

[5] nochmal zum mitschreiben: der hochpotente harmlose Krempel muss in "Expertenhände", während das Zeug das wirkstoffbezogen tatsächlich etwas bewirken kann für jedermann/frau geeignet sein soll (somit natürlich auch für die Kinder der Familie Jedermann/-frau). Das ist etwa so als würden Spirituosen nur an Kinder bis 16 J verkauft...


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

11.12.2016 um 08:18
@wuec
wuec schrieb:Hahnemann stellte in seiner Praxis fest, dass hoch verdünnte und potenzierte Arzneien feinsinniger, subtiler wirkten. Dass Körper, Geist und Seele auf hohe und höhere Potenzen (C- und Q-Potenzen) umfassender reagiert.
Woran wollen die das denn festmachen? An der Physiognomie - also muß ja die äußere Erscheinung eine Rolle spielen? Dazu gibt es keinen Anlaß und die Senibilität eines jeden, der sich in die Hände von Homöopathen begibt. Ach, ich vergaß, dazu gibt es die Anamnese, die entscheidet. Klingt so: " Wenn du mir angenehm erscheinst, bekommst du D-Potzenzen, wenn unangenehm bist ist, die, wie das
wuec schrieb:Arsen, Cadmium, Quecksilber und Eisen, die gängige Mittel in der Homöopathie sind, toxisch sein, wenn sie nicht ausreichend verdünnt sind. (http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=44406)
Das ist ja schon ein Eingeständis, das je nach Tageslaune und genereller Willkür eingeordnet wird. (...)

Jedes andere Medikamente muß Nutzen erweisen, die Privatwirtschaft prüft jede Zusammensetzung einer Lieferung und kann sie überprüfen. Das ist strenger geregelt als Homöpathie. Desweiteren kann jeder Pillen verkaufen, sofern sie keinen Schaden anrichten, habe ich mir mal sagen lassen.
[4]

Dass ausgerechnet diese Mittelchen ausdrücklich für Laien geeignet sein sollen ist meiner Meinung nach ein Brüller[5]. Insbesondere weil im gleichen Atemzug die glaubulisten.de die Erstverschlimmbesserung... äh Erstverschlimmerung verharmlosen.

"Es gibt übersensible Patienten, die in sehr seltenen Fällen auf D-Potenzen mit einer Verstärkung ihrer Symptome reagieren können."
Daran siehst du doch schon, das ein negatives Ergebnis billigend in Kauf genommen wird.
wuec schrieb:[5] nochmal zum mitschreiben: der hochpotente harmlose Krempel muss in "Expertenhände", während das Zeug das wirkstoffbezogen tatsächlich etwas bewirken kann für jedermann/frau geeignet sein soll (somit natürlich auch für die Kinder der Familie Jedermann/-frau). Das ist etwa so als würden Spirituosen nur an Kinder bis 16 J verkauft...
Ich bin keine Labormaus und würde noch nicht mal aus der Hand eines Experten ein Globuli mit einem wirkstoffbezogenen hochpotenten Zeugs nehmen, selbst wenn es sich um null Nutzen handelt. Es handelt sich immer noch um rausgeschmissenens Geld.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

11.12.2016 um 12:24
Bauli schrieb:Woran wollen die das denn festmachen?
Na an Hahnemänneken. Immerhin hat der Typ eine quasireligiöse Schrift verfasst in der er über "geistartige Wirkung immatrieller Substanzen (sic)" schadronierte.
Es ist eine altbekannte Tatsache, dass wenn jemand quasireligiös rumfabuliert, es immer Leute gibt, die dankbar jeden Mist glauben wollen die ganz doll dran glauben. Das war schon immer so, das ist auch heute noch so.
Mit dieser (der Homöopathik) ist es ganz anders. Sie
kann jeden Nachdenkenden leicht überzeugen, daß die
Krankheiten der Menschen auf keinem Stoffe, keiner
Schärfe, d. i. auf keiner Krankheits-Materie beruhen, son-
dern daß sie einzig geistartige (dynamische) Verstimmun-
gen der geistartigen, den Körper des Menschen belebenden
Kraft (des Lebensprincips der Lebenskraft) sind. Die Ho-
möopathik weiß, daß Heilung nur durch Gegenwirkung der
Lebenskraft gegen die eingenommene, richtige Arznei er-
folgen kann, eine um desto gewissere und schnellere Hei-
lung, je kräftiger noch beim Kranken seine Lebenskraft
vorwaltet. Die Homöopathik vermeidet daher selbst die
mindeste Schwächung...
(aus Orgasmus der Homöopathie; Hervorhebung durch mich, Sektiererei @ its best; "Postfaktizität" und Immunisierung in einem, da können heutige Gurus noch einiges lernen).

Also: Krankheiten beruhen nicht auf Erregern sondern geistartigen Verstimmungen des gespensterartigen Körpers. Und wie ich slapstickartig schon erwähnte: Quanten können nur Gespensterheiler kurieren, weil die Viecher keinen Puls haben.
Der letzte Halbsatz (Schwächung) hab ich deshalb dringelassen, weil Horstimann damit (wenn auch aus den falschen Gründen) einen Volltreffer landete und anders als die damalige "alte Medizin" darauf verzichtete, die Patienten (durch Aderlässe, Verabreichung von Brech- und Abführmitteln) umzubringen.

Man sollte auch erwähnen, dass damals giftige Stoffe wie Arsen und Quecksilber in hohen Mengen verabreicht wurde, weil die damalige 4-Säfte-Lehre http://www.igm-bosch.de/content/language1/html/12914.asp davon ausging, dass Krankheiten ein Missverhältnis von Blut, Schleim, schwarzer und gelber Galle, die ins Gleichgewicht gebracht werden mussten. Hahnemanns "Erinnungen an Giftstoffen" war daher (zufällig) genau richtig, denn wenn man schon Gift einnimmt, dann ist es in Hahnemannschen Dosen weitaus bekömmlicher.

Die "alte Medizin" war also von Hahnemanns "Thesen" gar nicht sooooooo weit entfernt, vom Ansatz her waren die sich sogar v....t ähnlich (was der einen Säfte-Gleichgewicht war des anderen geistige Lebenskraft)
Deshalb schrieb ich bereits mehrfach, dass Hahnemann (wenn auch aus falschen Gründen) einen gewaltigen Fortschritt darstellte.
Will sagen: ein Patienten, den man nicht umbringt, hat eine deutlich höhere Chance auf Genesung als ein verstorbener Ex-Patient.


Woran Hahnemann das festmachen konnte?
Nun, ich war zwar nicht dabei, aber ich kanns mir duchaus vorstellen (man kanns auch nachlesen):
Indem er darauf verzichtete, seinen Patienten zu psychisch oder physisch zu schaden (durch Schwächung, Vergiftung u.ä) dürfte er mit seiner Methoden im direkten Vergleich die Nase vorn gehabt haben.

Schrieb er jedenfalls und ist durchaus glaubhaft, denn es wird wohl kaum jemand bestreiten, dass es gute Gründe hat, dass wir das, was Sammy abwertend als Schulmedizin bezeichnete, auf die Große Müllhalde der Geschichte verfrachtetet haben.

Auch mit seiner Behauptung, dass "Schulmedizin" nicht die Ursachen kurierte, war nicht so falsch. Die haben bei jeder Erkrankung halt was abgezapft. Ist (auch aus heutiger Sicht) ziemlich richti, dass man damit idR nicht die Ursachen behebt. Dass er die bessere Methode hatte (und davon ausging, dass er die Ursachen behandeln würde) dürfte wohl ein induktiver Fehlschluss aufgrund seiner Erfolge (die Patienten am Leben zu lassen) sein.

Lange Rede wenig Sinn:
Wenn man sich mit Sammys Katechismus und den damaligen med. "Standards" (wohl eher: Gepflogenheiten) beschäftigt und berücksichtigt, dass es zu jener Zeit mit medizinischen und naturwissenschaftlichen Erkenntnissen erst so richtig losging (und ihm somit vieles schlicht unbekannt war - nicht zuletzt auch die heutige Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie) und aufgrund der Tatsache, dass er sich einen Feind aussuchte, der diletantischer kaum aufgestellt sein konnte, und dem ziemlich naheliegendem Umstand, dass Patienten sich lieber möglichst weniger schlecht fühlen, kann man schon nachvollziehen, wie er auf diesen ganzen Schmarrn kommen konnte und wie er seiner eigenen Hirngrütze auf dem Leim gehen konnte.

Will heißen: Sammy machte zufällig einiges richtig(er) als seine Konkurrenz. Das kann vorkommen.
Die Erfolge schienen zudem seine Thesen zu bestätigen. Insofern ist das schon halbwegs nachvollziehbar.

Das ändert natürlich nichts and er Tatsache, dass wir zwischenzeitlich die Gesetze der Thermodynamik "erfunden" haben, die Medizin heute eine ganz andere ist, die gesamte Wissenschaft heute völlig andere Maßstäbe und Grundsätze hat. Heute würde Sammy in P.M. oder raum&zeit publizieren. Man ließe diesen Hirnquark nicht mal in die Nähe von Fachzeitschriften.
Aber so etwas ficht wahre Gläubige nicht an. Hat es nie und wird es vermutlich nie.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

11.12.2016 um 18:25
@wuec
wuec schrieb:Also: Krankheiten beruhen nicht auf Erregern sondern geistartigen Verstimmungen des gespensterartigen Körpers. Und wie ich slapstickartig schon erwähnte: Quanten können nur Gespensterheiler kurieren, weil die Viecher keinen Puls haben.
Der letzte Halbsatz (Schwächung) hab ich deshalb dringelassen, weil Horstimann damit (wenn auch aus den falschen Gründen) einen Volltreffer landete und anders als die damalige "alte Medizin" darauf verzichtete, die Patienten (durch Aderlässe, Verabreichung von Brech- und Abführmitteln) umzubringen.
;) Ich nehme an, du meintest Hahnemann und nicht Horstimann? :ask:

Geistartige Verstimmungen scheinen der ganzen Esoterik, wie wir sie heute kennen, erst den Weg bereitet zu haben, damit Homöopathie eine Bedeutung hat.

Das ist auch mit ein Grund, weswegen sich die Homöopathie so durchsetzen konnte und weil sie damals nicht soviel kostete, die wie Schulmedizin. Ich habe ja mal vor Längerem geschrieben, das er sich auch ernähren musste und die nicht gebildete Unterschicht am meisten seinen Theorien verfallen waren, auch deswegen, weil es früher nicht so hygienisch zuging. Frei nach dem heute noch heute gültigen Satz: "Wer nichts weiss, muss alles glauben."
wuec schrieb:Will sagen: ein Patienten, den man nicht umbringt, hat eine deutlich höhere Chance auf Genesung als ein verstorbener Ex-Patient.
Die Schulmedizin hingegen ist ganz wild darauf, einen Körper nach dem Ableben zu sezieren.
wuec schrieb:Auch mit seiner Behauptung, dass "Schulmedizin" nicht die Ursachen kurierte, war nicht so falsch.
Kommt auf die Krankheit an. Gleicher Satz gilt auch für die Schulmedizin. Aber hier wird wenigstens geforscht und weiterentwickelt, was wiederum anhand von Studien Beweiskraft hat.
wuec schrieb:Woran Hahnemann das festmachen konnte?
Nun, ich war zwar nicht dabei, aber ich kanns mir duchaus vorstellen (man kanns auch nachlesen):
Indem er darauf verzichtete, seinen Patienten zu psychisch oder physisch zu schaden (durch Schwächung, Vergiftung u.ä) dürfte er mit seiner Methoden im direkten Vergleich die Nase vorn gehabt haben.
1. Waren die Menschen früher nicht so verweichlicht ähm härter im Nehmen als heute.
2. Haben die "Ärzte" wie Hahnemann der breiten Unterschicht das Wort geredet. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das man jemanden in der Unterschicht mehr Glauben schenkte, der den Verlauf der Krankheit schilderte, als einem "Studierten", der lateinische Fachbegriffe gebrauchte.
3. Sind soweit mir bekannt ist, damals alle Menschen, wo man keine wissenschaftliche Erklärungen abgeben konnte, an Schwindsucht gestorben.
wuec schrieb:Will heißen: Sammy machte zufällig einiges richtig(er) als seine Konkurrenz. Das kann vorkommen.
Die Erfolge schienen zudem seine Thesen zu bestätigen. Insofern ist das schon halbwegs nachvollziehbar.
Davon profitiert die homöopathische Lobby auch ganz kräftig. Bis zum heutigen Tage.
wuec schrieb:Heute würde Sammy in P.M. oder raum&zeit publizieren. Man ließe diesen Hirnquark nicht mal in die Nähe von Fachzeitschriften.
Ich finde, da gehört er auch hin oder in irgendeinem Esoterik-Magazin.

....und trotzdem ärgere ich mich immer wieder, wenn eine Kundin in die Apotheke kommt und Globuli verlangt.
(Wenn ich es mitbekomme)


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

11.12.2016 um 20:23
Bauli schrieb:Ich nehme an, du meintest Hahnemann und nicht Horstimann? :ask:
Aus heutiger Sicht kann man Hahnemann nur einen Horst nennen. Also stimmte das schon.
wuec schrieb:
Auch mit seiner Behauptung, dass "Schulmedizin" nicht die Ursachen kurierte, war nicht so falsch.


Kommt auf die Krankheit an. Gleicher Satz gilt auch für die Schulmedizin. Aber hier wird wenigstens geforscht und weiterentwickelt, was wiederum anhand von Studien Beweiskraft hat.
Ich sprach von damals. Da hat man nicht wahnsinnig viel geforscht, man fing gerade erst an. Außerdem war nur ein verschwindend geringer Teil der Heilberufler studierte Mediziner (und die liefen vermutlich nicht durch die Gassen sondern wirkten lieber bei besser getuchten. Die "Laufarbeit" übernahmen Bader, Laienheiler und Wundärzte. Berufe die als Handwerk angesehen wurden und entsprechend vom Meister zum Lehrling übermittelt wurden. Dass Handwerksmeister nicht zwingend sehr eng an der Forschung hängen ist auch heute nicht anders.

Hauptsächlich hat man "gezapft" und damit eben auch keine Ursachen bekämpft. Hahnemanns entsprechender Vorwurf war daher nicht aus der Luft gegriffen. Damals!


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

12.12.2016 um 20:38
@wuec

Nicht, das du mich falsch verstehst, oder ich dich ärgern wollte: Die Sezierungen wurden schon viel früher durchgeführt; allerdings versuchte die römisch katholische Kirche das mehrmals zu unterbinden, allerdings mit mäßigem Erfolg.

http://www.nzz.ch/articleDKL6X-1.14993

Nochmal: Selbst wenn Hahnemann die verschiedenen Potenzen einstufte nach einem von ihm entwickelten Schema, dann stellt sich doch die Frage, was ihm Sicherheit gab, das er zu
wuec schrieb:damaligen
Aspekten
einen solchen Erfolg hatte, bei den damals vorherrschenden hygienischen Zuständen, wie er selbst ansatzweise zugibt, als er von dreckiger Luft geschrieben hatte? Denn die Einstufung der Potenzen selbst kann es ja nicht sein, wie hier mehrfach herausgearbeitet wurde.

Zeitüberschneidend etwas später lebte, wie du sicherlich weisst auch Max von Pettenkofer, anerkannter Hygeniker. Glaubst du nicht, das die Hahnemannsche Medizin sich auch im Dunstkreis der Pettenkoferschen Theorie von sauberem Wasser niederschlug und verbreiten konnte?
Ich behaupte mal, es spielten viele Fakoren eine Rolle, die damals in einträglicher Symbiose lebten, wie Hygieniker und selbsternannte Heiler, wobei es sicher auch eine nicht zu verachtende Zahl Scharlatane gab.
Außerdem war nur ein verschwindend geringer Teil der Heilberufler studierte Mediziner (und die liefen vermutlich nicht durch die Gassen sondern wirkten lieber bei besser getuchten.Text
Ich weiss nicht, wie viele Gutbetuchte es zu jener Zeit gab, die Hahnemann vertrauten, außer vielleicht höhere Beamten, Adelige, Generäle und Offiziere. Selbst bei denen war es an der Tagesordnung, das 10 Kinder eine Selbstverständlichkeit waren, die später für das Auskommen der Eltern sorgen mussten oder auch nicht, je nach finanzieller Lage.

-------------------------------------------------------------

Wikipedia: Samuel_Hahnemann

Ich für meinen Teil entnehme hier schwarz auf weiss, das er auch Einblicke in die Gerichtsmedizin hatte als:
In Dresden fungierte Hahnemann zeitweise als Vertreter des Stadtphysicus und bekam so Einblick in die Gerichtsmedizin, was sich u. a. in einer Schrift über die Arsenikvergiftung niederschlug.
, was ihn nicht daran hinderte es selbst mit Arsen zu versuchen.

Um wieder zum Anfang zu gelangen:
wuec schrieb:Da hat man nicht wahnsinnig viel geforscht, man fing gerade erst an.
Anm.: Nimmt man die heutigen Forschungen als Basis. Es entzieht sich aber meiner Kenntnis, wie das Verhältnis der damaligen Ärzte zu der heutigen Population wäre. Ich habe keine Zahlen gefunden.


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SFLB
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20.12.2016 um 10:28
Evidenzbasierte Medizin ist für 90% der Bevölkerung so ein Segen, dass die gleich uralt werden. 10% werden ohne wahrscheinlich gesünder älter, allerdings ist das nicht repräsentativ. Ich darf keine Medizin nehmen und wer das Einbildung nennt, ist eingebildet - ich mag ihn trotzdem.
Homöopathie hilft, wenn sie überhaupt hilft (20%)t, nur einmal und danach nie wieder - Lebenserfahrung.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

20.12.2016 um 10:35
@SFLB
Nein. Homöopathie hilft niemanden. Und wieso solltest du keine Medizin nehmen dürfen???


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20.12.2016 um 10:44
@wuec
wuec schrieb am 11.12.2016:Will sagen: ein Patienten, den man nicht umbringt, hat eine deutlich höhere Chance auf Genesung als ein verstorbener Ex-Patient.
Wahre Worte, weiser wuec, wahrlich wahre Worte - wirklich wahr.


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20.12.2016 um 10:45
@wuec
Bauli schrieb am 11.12.2016:....und trotzdem ärgere ich mich immer wieder, wenn eine Kundin in die Apotheke kommt und Globuli verlangt.
Mich ärgert mehr, wenn man sie ihr dann tatsächlich andreht.


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