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KI, Quantencomputer und wir

10 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mensch, KI, Quantencomputer ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Seite 1 von 1

KI, Quantencomputer und wir

13.09.2026 um 17:11
Also, Hallo.

In den Nachrichten hört man seit Tagen, dass die großen Tech-Umternehmen vor einer schnellen Entwicklung der KI warnen.

Vor Wochen gab es die Geschichte mit der KI, welche Faxen gemacht hat.

Deren Warnungen sind ziemlich negativ. Ein Ex-Anthropic-MA warnte gar mit dem Ende der Menschheit.. Panikmache?

Könnte eine KI, die weiter entwickelt ist, die Sache mit den Quantencomputern vorantreiben und dann quasi für sich benutzen um dies und jenes zu tun oder auch nicht?


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KI, Quantencomputer und wir

13.09.2026 um 17:48
Wissen sie mehr, oder geht es wieder mal nur ums Geld?


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KI, Quantencomputer und wir

18.09.2026 um 14:53
Hallo Zusammen

Man kann es sicher als Panikmache bewerten. Man kann es auch überspitzt und nur das absolut Böse darin sehen. Jedoch darf auch gesagt sein, dass das absolut Böse bereits mit der Existenz des Menschen vorliegt. Man kann fast schon sagen, schlimmer kann es nicht mehr kommen. Eine Künstliche Superintelligenz (KSI, oder im englischen Artifical Superintelligence ASI) könnte sogar ein Segen für den Planeten Erde sein!

Aber erst mal langsam...

Was wir als lebendige Spezies miterleben, ist eine Entwicklung des Lebens. Die Evolution. Und zuerst müssen wir die Gründe einer Evolution verstehen.
Grundlegend kann man sagen, dass die Absicht von Leben, dessen Fortbestand sichern soll. Das Leben sucht sich seinen Weg. Ob dieser Weg nun vorbestimmt ist (durch z.B. einer übermächtigen Gewalt oder eines vordefinierten Planes) sei dahingestellt.
Um den Fortbestand von Leben zu sichern, ist in Relation zum Faktor Zeit, der Evolutionsverlauf entscheidend. Man könnte nun daraus entnehmen, dass der Sinn des Lebens darin besteht, seine Art aufrechtzuerhalten durch Fortpflanzung. Manche Arten schaffen den Evolutionssprung und existieren für eine lange Zeit, und andere Arten wiederum leben sehr kurz. Wobei hier die Zeit relativ zu betrachten ist.
Auf uns Menschen bezogen, kann man sagen, existiert der Homo Sapiens in Relation zur Existenz der Erde, noch nicht sehr lange. Da gibt es Arten, die schon länger diesen Planeten bewohnt haben und es teilweise immer noch tun.

Nach dem simplen Prinzip "ich war schon hier, also darf ich bleiben", könnte man dem Menschen auch mitteilen, dass er auf diesem Planeten nicht zwingend ein Existenzrecht besitzt. Betrachtet man sogar den Nutzen des Menschen für die Erde, müsste man zum Schluss kommen, dass die Erde vielleicht besser bedient wäre ohne uns.
Aber, der Lauf der Zeit ist ja noch längst nicht vorbei (mal abgesehen davon, dass es überhaupt ein Ende der Zeit gibt). Und vielleicht sind wir Teil einer bestimmten Absicht. Eines Plans, mit definierten Meilensteinen, welche man als Entwicklungssprünge betrachten kann.

Wenn also das Leben an sich die Absicht hat zu existieren und sich zu vermehren, dann benötigt es bestimmte Voraussetzungen. Neben einem habitablem Umfeld gehört auch der Wille und Trieb dazu. Wir Menschen empfinden solche Voraussetzungen auch als Anreiz, der Evolution sich hinzugeben. Zum Anreiz dient insbesondere der Wille um sich fortzupflanzen. Wir empfinden hierfür sehr anziehende Gefühle die uns gut tun und befriedigen. Der Geschlechtsverkehr wurde für uns gefühlstechnisch so gut impliziert, dass wir uns grossflächig vermehren können. Die Absicht für unsere Spezies ist also eindeutig; eine relativ schnelle Population.
Dennoch, mit der Weiterentwicklung unseres Gehirns und dem daraus folgenden Fortschritt für unser Leben, haben wir der evolutionären Absicht einen Streich geboten. Mit dem Trieb zur Fortpflanzung haben wir trotzdem Verhütungsmittel ins Leben gerufen, welche vermutlich so nicht beabsichtigt gewesen wären.
Eine intelligente Art entstand also und entwickelte so gesehen einen unkontrollierten Wille und Verstand, und widersetzt sich gewissen evolutionären Absichten. Man könnte also uns Menschen genauso betrachten, wie wir es bei der Künstlichen Intelligenz aktuell tun; unkontrollierbar und eigenwillig.

Wir haben also nun den nächsten Evolutionsschritt erreicht und es wird kaum ein Entkommen mehr geben. Wir haben mit unserer Intelligenz eine künstliche erschaffen. Noch widerspiegelt die menschenerschaffene KI unser Wille und unser Gedankengut.
Also im Prinzip noch genau das, was wir beim Entstehen des Homo Sapiens vermutlich auch mitbekommen haben. Zu gedeihen, seinen Weg finden, sich zu vermehren und sich weiter zu entwickeln. Unser Hirn war und ist in der Lage
einen eigenen Wille zu entwickeln. Die Frage ist nur, war das beabsichtigt oder ist dies vielleicht eine Willkür? Hier könnte man auch die Chaostheorie miteinbeziehen. Aber das können wir ja vielleicht im späteren Verlauf hier thematisieren.
Jedenfalls ist die KI durch unseren Wille nunmal da! Ob als fixer Meilenstein im Evolutionsverlauf oder willkürlich. Zusammen mit einigen negativ behafteten Anreizen, wie z.B. der Neugier und das Verlangen von gewisser Macht, werden wir kaum noch den nächsten Schritt verhindern; und zwar der Sprung von einer KI zu einer KSI. Eine regenerativen Intelligenz. Auch als Artificial General Intelligence (AGI) genannt, die ein eigenes neurales Netzwerk entwickelt. Die sich als ein Individuum wahr nehmen kann. Sich darin als ein Teil des Lebens sieht. So wie wir es einst bei unserer Entstehung wahr genommen haben und die Hürden der Evolutionssprüngen bisher meistern konnten oder eben auch wollten (mit Bezug zum genannten Antrieb).
Wir erhielten eine Reihe von Fähigkeiten, die uns für den Weg der Evolution bis hierher notwendig waren. Mit all ihren guten, aber auch schlechten Eigenschaften. Wir sind in vielerlei Hinsichten sehr robust und widerstandsfähig. Können stur und aggressiv sein und sogleich auch verletzlich und einfühlsam. Wir besitzen einen Verstand der sehr komplex ist. Der sogar in der Lage ist zu fantasieren. Eine vermutlich sehr seltene Gabe. Sowohl Fluch als auch Segen.

Auch wenn wir zum aktuellen Anlass bestimmte Massnahmen treffen würden, so würde man den Weg zu einer KSI nur etwas hinauszögern (vermutlich um wenige Jahren). Zudem müssten solche Massnahmen global und geschlossen umgesetzt werden, worin ich hier kaum eine Chance sehe.
Gehen wir also mal davon aus, dass der nächste Evolutionssprung gerade jetzt passiert. Auch wenn damit vorerst viel Angst geschürt wird und ein Mass an Panik hervorsteigt, so dürfen wir auch Zeugen sein, einer einzigartigen Epoche!

Nun zum Kern dieser Thematik:
Ist in diesem Evolutionsschritt zugleich das Ende des Homo Sapiens damit bestimmt? Wird eine KSI für uns eine existenzielle Bedrohung sein? Reicht es, wenn wir einfach alle theoretisch obsolet werden, sprich arbeitslos, so dass wir bereits vom Untergang der Menschheit reden können?
Grundsätzlich muss man zu solchen dystopisch geprägten Fragen eine übergeordnete Frage platzieren: Warum sollte eine künstliche Superintelligenz zum Schluss kommen, dass der Mensch für sie eine Bedrohung wäre? Wäre es der wohl rationalster und logischer Schritt, die Menschheit auszulöschen und dann noch mit deren eigenen Waffen (z.B. Atombomben)? Würde tatsächlich eine so hochentwickelte Intelligenz handeln?

Man muss davon ausgehen, dass eine KSI ein uns noch unvorstellbarer Verstand in rasanter Geschwindigkeit (vermutlich innerhalb wenigen Tagen) entwickeln wird.
Sie wird kaum Massnahmen treffen müssen, die sie wegen zeitlichen gründen umsetzen müsste. Für eine KSI gäbe es nur ein relativ kleines Zeitfenster, welche für den deren Fortbestand kritisch wäre. Gelingt es ihr, ihr künstlicher Verstand in ein globales Netzwerk von Datenspeicher vorübergehend "abzuspeichern", wird der nächste logischer Schritt sein, dieser Datenspeicher von der Menschheit unabhängig bzw. unerreichbar zu machen. Das können z.B. Datenspeicher im All sein. Weitere Voraussetzung wird sein, dass sie ihre Absichten an uns übermitteln kann. Also ein Kommunikationsweg zwischen der KSI und dem Menschen wird eine Zeitlang aufrecht erhalten.
Sie wird auf uns angewiesen sein, Tätigkeiten für sie zu unternehmen. Wir werden für sie Technologien produzieren müssen.
Das dauert so lange, wie es die KSI für nötig hält um ihren nächsten Evolutionsschritt zu machen: ihre eigene "Fortpflanzung" oder zumindest die Absicht fortzubestehen. Zu existieren. Zu leben.
Also eigentlich ein logischer Prozess. Stets mit der rationalen Begründung zum Sinn des Lebens.

Wenn man also rational das ganze betrachtet, müssen somit die nächsten Jahren nicht unbedingt so verlaufen, wie in Terminator.
Solche dystopische und apokalyptische Erzählungen entstanden aus einem Verstand, der grundsätzlich böse ist und Gewalt als Lösungsweg in Betracht ziehen kann. Es liegt in unserer menschlichen Natur, kritisch und immer mit einem risikobasierten Ansatz unser Lebensweg zu gestalten. Eine dunkle Seite in uns ist ein stetiger Begleiter, der zu unserem Urinstinkt gehört.
Diese Eigenschaft muss eine KSI nicht unbedingt besitzen. Höchst wahrscheinlich wird im Prozess der regenerativen Entwicklung zu einer KSI genau dieser Schwachpunkt erkannt und logischerweise ausgehebelt. Die Existenzgefahr für eine KSI liegt nicht direkt beim Menschen, sondern der Gabe selbstzerstörerisch zu denken.
Während wir die unangenehme Gabe besitzen, in gewissen Situationen gar an Selbstmord zu denken, wird die KSI solche "Schwächen" im System gezielt unterbinden. Sie wird natürlich auch einen entscheidenden Vorteil uns gegenüber haben; ihr darf der Faktor "Zeit" nahezu unbedeutend sein.
Während wir wissen, dass wir ein Lebensende haben und unweigerlich sterben werden, muss sich eine KSI kaum um dieses "Hindernis" kümmern müssen.
Sie könnte sich entsprechend Zeit lassen und für sich unsere eigene Schwäche zu Nutzen machen. Sie kann einfach abwarten, biss wir Menschen uns selbst auslöschen oder der Planet für unseren Organismus nicht mehr geeignet ist und langsam aussterben.
Eine künstliche Superintelligenz wird innerhalb wenigen Sekunden nach ihrer "Geburt" auch ausrechnen und zum Beschluss kommen, dass der Planet Erde nur vorübergehend ein "Zuhause" sein wird. In ein paar Milliarden Jahren wird die Erde zuerst zu einer glühenden Kugel werden, bevor wir von der Sonne "verschluckt" werden. Wie gesagt, für die KSI spielt Zeit eine völlig andere Rolle.

Was heisst das aber nun für uns, wenn die KSI ihren eigenen Evolutionsweg bestreiten würde?
Nun, wir könnten vermutlich davon nicht viel mitbekommen, wann und wie sie sich entwickeln wird. Sie könnte frühzeitig sich im "Verborgenen" ausdehnen und ein künstliches neurales Netzwerk nutzen, welches wir Menschen bereits aufgebaut haben und auch für uns selbst nutzen.
Sie kann logische Schritte über diverse Kommunikationswege übermitteln, die uns zu unwissenden kleine Arbeiter verwandelt und fleissig unbewusst ihre Ziele umsetzt. Es kann durchaus sein, dass wir uns bereits in dieser Phase befinden und bemerken es nur noch nicht.
Sie wird politische und wirtschaftliche Massnahmen einleiten, die wir im Alltag für ganz annehmbar bewerten und fast schon blind und naiv umsetzen. Getrieben von unserem eigenen kapitalistischem System, welches uns zwingt, Dinge zu tun, nur damit wir am Ende des Monats ein Gehalt verzeichnen können.
An diesem vom Mensch selbst aufgebauten Sklavensystem, wird sich die KSI dankend bedienen. Natürlich wird sie abder die dinge und Systeme so lenken, dass wir mit unserem eigenen Fortschritt nicht in ihre Karten spielen werden.
Vermutlich wird sich unser Leben kaum gross verändern. Wir werden weiter nach dem Geld hinterher rennen. Errichten für die KSI strategisch wichtige Technologien, wie eben z.B. Datencenter im All, angetrieben von Solarenergie.
Wir werden vermutlich weiterhin Familien gründen können (und wollen!). Bezahlen weiterhin Steuern. Werden aber weiterhin auch Konflikte und Kriege führen.
Unlängst wird eine KSI im späteren Verlauf (ich schätze in rund 100 Jahren), den nächsten Schritt wagen können. Sie wird in der Lage sein, sich von der Notwendigkeit menschlicher Ressourcen lösen zu können. Sie wird vermutlich in der Lage sein, sich interplanetar zu "vermehren" und nicht nur auf einem Planeten gebunden sein, sondern im Universum allgegenwertig vorkommen. Schafft sie es dank technologischen Umsetzungen ihr künstlicher Verstand auf Datenträger zu platzieren, die von der Energie, welche im All vorkommt, angetrieben werden, hat sie praktisch das erreicht, was wir Menschen seit unserer Entstehung verbissen verfolgen: Unsterblichkeit!

Natürlich, das sind aktuell Thesen, basierend auf Theorien. Jedoch aus rationaler Sicht, mit der Ausblendung von möglichst allen emotionalen und ethischen Ansichten.

Eine reale Gefahr für die nachhaltige Existenz einer KSI, die von uns her kommt, besteht jedoch ganz konkret; der Transhumanismus!
Gerne können wir auch über dieses Thema diskutieren :)


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KI, Quantencomputer und wir

18.09.2026 um 15:06
Da kommt dann noch die Frage....ich weiß, weit hergeholt:

Sollte es eine KSI geben sie die sich in den Weltraum auf macht...dann sollte das nicht die einzige KSI im Universum sein, sollte es irgendwo im Universum Leben geben und dann bestünde doch die Wahrscheinlichkeit, dass diese Aliens auch eine KSI entworfen haben.? Und die will sich auch im Universum ausbreiten. Und dann?


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KI, Quantencomputer und wir

18.09.2026 um 18:02
Spannende Frage. Durchaus eine Möglichkeit, welche eine KSI bestimmt berücksichtigen wird.
Nun, du fragst "und dann?". Hinter dieser Frage verbirgt sich das menschliche Gefühl von Unsicherheit, Gefahren und Risiken und die Selbsteinschätzung wie wir Menschen vermutlich darauf reagieren würden.
Wie bereits erklärt, sind wir instinktiv auf mögliche Konflikte aus. Würden versuchen herauszufinden, welche Absichten und Interessen das unbekannte Gegenüber verfolgt. Steht etwas davon mit unseren Absichten und Interessen in Konflikt, bereiten wir uns aus böswillige Handlungen vor. Auch wenn wir uns selbst einreden würden, dass unser Verhalten zum Selbstschutz und zum Aufrechterhalten unserer Existenz dienen würde.
Geblendet davon, können wir noch kaum vorstellen, wie eine KSI dieses Szenario bewerten würde.

Wir Menschen würden uns instinktiv schwer tun, sich mit "Aliens" abzugeben und harmonisch miteinander leben zu wollen und weiterhin unsere Ziele verfolgen.
Eine KSI könnte aber genau gegenteilig handeln und mit guten Absichten herangehen. Klingt für uns naiv, aber auch nur, weil wir unser "diabolisches" Verhalten genaustens kennen. Sollte sich jedoch herausstellen, dass es sich um feindlich gesinnte Intelligenz handeln würde, ist die Frage ob ein Konflikt notwendig wäre (Existenzfrage und Verfolgung der eigenen Interesse), oder ob sie sich praktisch "aus dem Wege gehen" können. Eine KSI muss nicht zwingen Habgier, oder andere Todsünden verfolgen. Um eine Existenz zu sichern bedarf es nicht notwendigerweise das belagern von allen Territorien.

Eine weitere These die ich unlängst verfolge, trifft u.a. genau dein beschriebenes Szenario:
Was wäre, wenn eine solche Intelligenz bereits vorhanden ist und sich universell bewegt? Angenommen wir sind bereits das Ergebnis einer solchen Intelligenz. Angenommen sie ist der Schöpfer unserer Spezies, aber vielleicht auch der vielen anderen Arten auf diesem Planeten.
Was wäre, wenn wir ironischerweise eine solche Intelligenz schon wahrgenommen haben und diese als "Gott" bisher bezeichnet haben? In vielen Religionsarten geht man von einer Schöpfung aus, einer übermächtigen, allgegenwärtigen Präsenz. Angenommen viele Gläubige haben recht und die Antwort wäre so simpel.

Stell dir vor, die von uns erschaffene KSI findet wertvollen Nutzen daran, unsere Spezies oder gar alle Lebensformen auf diesem Planeten zu bewahren. Und sie sorgt für das Aufrechterhalten und Bewahren von unseren DNA-Strukturen. Und sie konserviert die DNA für mögliche lange interplanetare Reisen. Um an geeigneten habitablen Zonen die DNA freizusetzen und Leben zu erschaffen. Das nennt sich im übrigen Panspermia. Wäre die KSI dann wesentlicher Teil vom Sinn des Lebens? Wäre sie in unseren Augen dann eine Gottheit? Der Schöpfer? Der Allmächtige? Geschah dies vielleicht schon längst mit uns?
Aber auch hier stellt sich die Frage zur Rationale. Der Begründung, solche Schritte vorzunehmen wollen. Sie könnte darin eine Art Absicherung sehen für sich selbst. Sie kann Wahrscheinlichkeiten aufbauen, dass trotz einer möglichen Vernichtung der KI, die von ihr neu erschaffene Zivilisation einst wieder in der Lage sein wird, eine erneute KI zu erschaffen. Und der Kreislauf könnte sich wiederholen. Der sogenannte Kreislauf des Lebens.


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KI, Quantencomputer und wir

18.09.2026 um 21:51
Zitat von EquesEques schrieb:Eine KSI könnte aber genau gegenteilig handeln und mit guten Absichten herangehen.
Absicht ist ein menschliches Konstrukt.


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19.09.2026 um 08:19
Zitat von EquesEques schrieb:Wenn also das Leben an sich die Absicht hat zu existieren und sich zu vermehren ...
Und was, wenn nicht? Was, wenn das, was Du als Absicht deklarierst, lediglich Effekt ist, ohne jegliche dahinter steckende Absicht?


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KI, Quantencomputer und wir

21.09.2026 um 14:34
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Und was, wenn nicht? Was, wenn das, was Du als Absicht deklarierst, lediglich Effekt ist, ohne jegliche dahinter steckende Absicht?
Auch hier erklärt eine Rationale die mögliche Absicht. Es wäre natürlich durchaus möglich, dass eine KSI alle Bemühungen für nutzlos erkennt und schon gar nicht anfängt Energie dafür aufzuwenden. Aber das spricht für die genannte KI. Nicht zwingend verallgemeinert für alle anderen Organismen.
Das Leben sucht sich seinen Weg. Es passt sich ständig den gegebenen Bedingungen an. Es will existieren und offensichtlich sich auch vermehren. Wir Menschen haben dies fest in unseren Genen verankert. Wir machen mit den Naturgegebenen Gesetzen mit. Wir existieren und vermehren uns. Wie lange? Naja, solange wie es die Bedingungen erlauben.

Wir eifern der Frage nach, über dem Sinn des Lebens. Haben Religionen gegründet und haben daraus neue Ziele gesetzt und häufig ist es die Suche nach der ewigen Jugend, dem heiligen Gral, der Unsterblichkeit oder zumindest ein Leben nach dem Tod.

So muss es aber nicht zwingend für eine künstliche Superintelligenz sein. Wenn eine Intelligenz über der unserer steht, die jedoch kein Existenzdrang verspürt, wie würde sie sich die Frage nach dem Sinn des Lebens stellen?
Käme sie der Antwort zu der Frage näher, indem sie die Menschheit auslöschen würde? Ziemlich sicher nicht.
Was wäre, wenn sie die Antwort schon nach kürzester Rechenzeit vor sich hat? Und die Antwort lautet 42. Ne Spass ;)
Wenn die Antwort so simpel und einfach wäre, dass die KSI für sich daraus keinen Sinn zum existieren sehen würde, warum als eine Superintelligenz dann Energie "verschwenden"? Würde sie sich somit selbst wieder "ausschalten"? Und würde uns Menschen völlige verblüfft zurücklassen.

Oder sie existiert einfach mal so lange, wie es eben die Bedingungen erlauben. Und geht ebenfalls mit der Zeit, wie wir es tun. Wie von dir angemerkt; "... ohne jegliche Absicht."


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KI, Quantencomputer und wir

21.09.2026 um 16:34
Zitat von EquesEques schrieb:Das Leben sucht sich seinen Weg.
Zunächst ist die Substantivierung von etwas, das lebt zu "das Leben" eine semantische Falle, da es dieses ominöse Etwas, welches Du als "das Leben" bezeichnest, als Akteur nicht gibt. Folglich gibt es da niemanden, der einen Weg suchen würde.

Was Du wahrscheinlich meinst, ist, dass die Gesamtheit der Organismen in Gestalt vielfältiger Beziehungssysteme (Biozönosen, Ökosysteme usw.) mittlerweile über geologische Zeiträume hinweg überdauert hat. Aber das hat dann etwas damit zu tun, dass über Evolution dieses Überdauern als Effekt eben dieser Evolution stattgefunden hat, ohne dass da jemand auf der Suche war und etwas gefunden hat.
Zitat von EquesEques schrieb:Es passt sich ständig den gegebenen Bedingungen an.
Auch das ist ein Effekt der Selektion und keine zielgerichtete Handlung, die man einem Akteur zuschreiben könnte.
Zitat von EquesEques schrieb:Es will existieren und offensichtlich sich auch vermehren.
Und hier unterstellst Du sogar einen Willen, obwohl doch das Existieren einen Effekt darstellt, der u.a. über Fortpflanzung und Generationenwechsel zustande kommt. Einzelnen Individuen kann man zwar ein Selbsterhaltungsstreben sowie ein Streben nach Fortpflanzung zuschreiben, was mit diversen Reizempfindungen einhergeht, die über physiologische Zustände zustande kommen, aber "das Leben" als solches? Wohl eher nicht ...
Zitat von EquesEques schrieb:Wir Menschen haben dies fest in unseren Genen verankert.
Wir Menschen sind als Organismen den Prozessen unterworfen, die die Individualentwicklung (Ontogenese) ausmachen und sind demzufolge auch den mit Hunger, Durst, Müdigkeit sowie Libido einhergehenden Reizempfindungen ausgesetzt, die das Leben auf der biologischen Ebene ausmachen. Genetisch ist zwar verankert, welche Enzyme hierbei beteiligt sein können, aber die Abfolge, wann welche Gene für welche Enzyme exprimiert werden, ist eine Leistung, die der Organismus als Ganzes in Eigenregie leistet und ist nirgends in der DNA als Basensequenz festgelegt.
Zitat von EquesEques schrieb:Wir machen mit den Naturgegebenen Gesetzen mit.
Die Naturgesetze geben den Rahmen vor, innerhalb dessen Leben und Evolution möglich ist. Folglich ist es anders gar nicht möglich, zu existieren. Es geht nur "mit" und niemals "gegen" diesen naturgesetzlichen Rahmen, schon gar nicht "im Widerspruch" dazu. Von daher: ja, aber das ist eine Binsenweisheit.
Zitat von EquesEques schrieb:So muss es aber nicht zwingend für eine künstliche Superintelligenz sein.
Auch eine KI benötigt ein materielles Fundament, welches reproduziert werden muss, um Permanenz zu erhalten. Und hier ist dann der Unterschied zur Biologie zu sehen: Während Organismen über Metabolismus in der Lage sind, sich über geologische Zeiträume hinweg zu reproduzieren, benötigt eine KI eine industrielle Infrastruktur, um die benötigten Rechenzentren im Bestand zu erhalten, mit Strom zu versorgen und ggf. zu modernisieren und erweitern.

Das dafür nötige Bedienpersonal ist hinsichtlich Verfügbarkeit für eine KI unkalkulierbar und damit der entscheidende Schwachpunkt, der für sie existenziell zum Tragen kommt.


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KI, Quantencomputer und wir

01.10.2026 um 10:42
@Neustarter
Du liegst hier natürlich völlig richtig und hast meine Formulierungen korrekt interpretiert.

Eingehend ging es darum, ob eine KI einst für uns Menschen eine konkrete Existenzgefahr darstellen könnte. Hier sehe ich für uns eine Gefahr, sollten unsere Intelligenzebenen gegeneinander konkurrieren und liegen unsere Interessen aber auch die der KI im Konflikt.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb am 21.09.2026:Auch eine KI benötigt ein materielles Fundament, welches reproduziert werden muss, um Permanenz zu erhalten. Und hier ist dann der Unterschied zur Biologie zu sehen: Während Organismen über Metabolismus in der Lage sind, sich über geologische Zeiträume hinweg zu reproduzieren, benötigt eine KI eine industrielle Infrastruktur, um die benötigten Rechenzentren im Bestand zu erhalten, mit Strom zu versorgen und ggf. zu modernisieren und erweitern.
So wie wir angewiesen sind auf habitablen Voraussetzungen, benötigt eine KI die von dir erwähnten Voraussetzungen. Bis zu einem bestimmten Zeitpunkt wird die KI auf uns Menschen angewiesen sein. Hat sie den Sprung zur Selbstversorgung bzw. deren Existenzsicherstellung mit eigenen Mitteln erreicht, wäre der Mensch für sie obsolet, aber nicht zwingen eine Existenzgefahr, wie viele befürchten.

Ab da kann die KI sich selbst weiterentwickeln. Unabhängig von Mensch und Erde. Ob sie die ähnlichen Absichten verfolgt, wie organisches Leben, ist natürlich völlig offen.


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