@Coach Is ja schon irgendwie voll spannend!
Warum ist der Neandertaler vor rund 40.000 Jahren eigentlich wirklich verschwunden?
In Dokus heißt es ja oft, der Homo sapiens kam nach Europa und hat kurzen Prozess gemacht. Die aktuelle Forschung sieht das aber irgendwie krass differenzierter. Es läuft wohl eher auf ein unglückliches Zusammenspiel mehrerer Faktoren hinaus wie Klimastress und Extreme, rapide Wechsel von Kalt und Warmzeiten haben das Großwild vertrieben.
Demografie Kollaps? Die Neandertaler lebten ja wohl in winzigen, isolierten Clans? Inzucht und mangelnde genetische Vielfalt machten sie dadurch wohl ja extrem anfällig für Krankheiten. Homo sapiens als Konkurrenz? Wir waren sozial besser vernetzt, zahlreicher und flexibler bei der Jagd (angeblich). Wir haben sie wohl einfach ressourcentechnisch an den Rand gedrängt?
Besonders spannend finde ich ja die Assimilationsthese oder so ähnlich. Dank der Max-Planck-Forschung wissen wir ja, dass wir noch so ungefähr1–2 % Neandertaler-DNA in uns tragen. (krasse Vorstellung irgendwie) Sie sind also gar nicht voll komplett ausgestorben, sondern wurden von der Überzahl der modernen Menschen quasi weg absorbiert.
Dazu kommt noch der Ausbruch der Phlegreischen? (Hieß das so? )Felder in Italien vor ~39.000 Jahren, der einen vulkanischen Winter auslöste und ihnen wohl den Rest gab.
Was ist eurer Meinung nach der Hauptgrund? War der Homo sapiens der entscheidende Faktor, oder war es einfach evolutionäres Pech durch Klima und Genetik und Gedöns?