off-peak schrieb: Es zeigt aber, dass der Preis alleine kein Qualitätskriterium ist.
Das hat auch keiner behauptet. Teuer bedeutet nicht gut. Aber billig bedeutet nahezu zwingend, dass irgendwo gespart wurde. Und da im Elektronikbereich die Produktionsprozesse weitgehend ausgereizt sind, bleibt da nicht mehr viel übrig.
off-peak schrieb:Aber wenn ich Billiges teuer kaufe, dann tu ich das nicht, weil ich möchte, dass der Verkäufer einen Gewinn von mehreren 100% erzielt (denn auch der kauft ja die billige Ware billig ein und bezahlt die Arbeiter deshalb keinen Deut besser), sondern weil ich (irrtümlicherweise) davon ausgehe, ein besseres Produkt zu erhalten.
Wie gesagt, der Preis sagt grundsätzlich gar nichts über die Qualität des Produktes aus. Warum auch. Der Preis bemisst sich danach, was der Kunde bereit ist, für dieses Produkt zu bezahlen und das kann vielerlei Ursachen haben. Design, Funktionen, Prestige etc. Und es sind immer nur vermutete Werte.
Der Punkt ist aber, wenn der Kunde eher kauft, weil der Preis niedrig ist, wird der Verkäufer vorrangig versuchen, die Ware über den Preis zu verkaufen. Und andere Aspekte dem hinten an stellen.
geisterhand schrieb:die Hersteller haben gemerkt das im Laufe der Zeit ihre Produkte immer beliebter wurden, also haben sie den Preis von Zeit zu Zeit für das nachfolgende Modell immer teurer gemacht.
Manchmal. Das funktioniert halt nur, wenn die Produkte auch beliebt bleiben. Dann aber kann man als Verkäufer natürlich den Preis der erhöhten Nachfrage anpassen.
geisterhand schrieb:Genau das selbe das ein Spitzenmodell an Handy am anfang richtig was kostet, und wenige Monate später gut 200€ günstiger ist. Aber trotzdem gibt es welche die sich gleich das neueste Handymodell kaufen, obwohl es ja schon lange bekannt ist mit dem Preisverfall.
Und wo ist da das Problem? Manchen ist es eben etwas wert, möglichst früh eine bestimmte Sache zu haben. Und die bezahlen eben mehr. Wenn das ausgeschöpft ist, reduziert sich der Preis, um die Nachfrage derjenigen zu bedienen, die diesen Erstaufschlag nicht bezahlen wollen.
geisterhand schrieb:Das Problem ist eben bei "zu dünn" das solche Geräte eben empifindlich gegen Druck sind. Auch wenn man noch so sorgsam mit dem Zeug umgeht und drauf aufpasst.
Also ich hatte bisher keine Probleme mit dünnen Geräten und ich nutze nur selten irgendwelche Schutzhüllen etc. Es ist halt eine Frage, was man mit dem Gerät machen möchte. Für jemanden, der Wert auf lange Akkulaufzeit und ein robustes Design Wert legt, gibt es entsprechende Geräte. Die sind meist teurer, weil sie seltener nachgefragt werden. Weil offenbar mehr Menschen andere Prioritäten haben.
Aber so ist das eben. Wenn man in einem bestimmten Bereich einen "Massengeschmack" hat, fährt man da halt günstiger.

Bei Elektronik legen eben viele Menschen Wert auf ansprechendes Design. Das in der Regel darin besteht, besonders elegant auszusehen.
Aber das ist bei allem anderen auch so. Elegante Kleidung ist eben in aller Regel empfindlicher, als die Jogginghose. Der elegante Glattlederschuh wird schneller optische und funktionelle Einbußen aufweisen, als ein Wanderstiefel. Und das trotzt eines ggf. weit höheren Preises.

Der Punkt ist eben, dass man als Kunde keine echte Möglichkeit hat, die Qualität und zu erwartende Lebensdauer abzuschätzen. Vor allem nicht in Bereichen, in denen extrem kurzlebige Serien vor herrschen (Elektronik z.B.).
Es gibt Tests, die können eine gewisse Aussage treffen. Oder technische Analysen. Aber die sind eher selten, bei solchen Produkten. Und sie werden gar nicht so sehr nachgefragt.
Die Kaufentscheidung erfolgt eben oft genug nach dem Schema:
"Der Fernseher hat die richtige Größe, hat die Funktionen die ich möchte und kostet X." Wenn es einen anderen Fernseher mit ähnlichen Attributen gibt, der billiger ist, dann wird es wahrscheinlich dieser werden. Viele werden sicher auch noch Bewertungen dazu lesen, aber die sind meist auch nicht relevant, was Langlebigkeit an geht.

Das ganze Problem liegt darin, wie die Menschen ihre Kaufentscheidung treffen (also die überwiegende Zahl). Danach richtet sich, was der Markt anbietet.