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Tötungsdelikt Gabriele Obst

15.046 Beiträge, Schlüsselwörter: Vermisst, Obst, Halle(westfalen)

Tötungsdelikt Gabriele Obst

20.07.2013 um 13:33
Dass man in dem Fall absolut keine Spuren findet, sieht für mich doch irgendwie geplant aus, wer immer das auch war. Wer so darauf bedacht ist, dass es keine Spuren gibt, muss doch sehr geplant an die Sache rangehen. Im Affekt kann man da ja wohl ausschließen. Von der Waffe bis hin zu den Reifenspuren ist nichts zu finden. Von Fremd-DNA hört man auch nichts oder es wurde danach nicht weiter gesucht, weil man einen Familienangehörigen verdächtigt hat.
Es wird sehr schwierig werden und der wahre Täter kommt vielleicht davon?

Bei dem Sohn wissen wir ja nicht, wann seine Arbeit anfing und wann er aufstehen musste. Vielleicht war sein Vater da schon immer auf, wenn der Sohn zur Arbeit ging, so dass er sich wunderte das der
Vater nicht da war und nach ihm schaute. Oder es gab vorher einen Streit, bevor Frau Obst los fuhr
und der Sohn hörte den Vater danach wegfahren.

Es ist schon alles sehr seltsam.


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Udvarias
ehemaliges Mitglied

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Tötungsdelikt Gabriele Obst

20.07.2013 um 14:03
Auffällig bei der ganzen Angelegenheit ist, dass nach wie vor nicht bekannt gegeben wird, welche Indizien dazu führen, dass der Ehemann weiter festgehalten werden kann. Immerhin hat sein Verteidiger, RA Kammel, die Haftbeschwerde nicht wie zuerst angekündigt erhoben. Es muss also mehr geben, als das, was via Presse der Öffentlichkeit mitgeteilt wird.

Diese Zurückhaltung wird schon sinnvoll sein, denn wie sollte sonst die Kontaktsperre zwischen Vater und Sohn Sinn ergeben, wenn der Vater Details aus den Vernehmungen ausplaudern könnte, wie konkrete Fragen, die ihm in Bezug auf den Tötungszeitpunkt gestellt werden, da inzwischen vielleicht die Ergebnisse der Wetterdaten vorliegen? Denn selbst wenn der Vater nicht redet, wird man doch wahrscheinlich versuchen, ihn mit dem einen oder anderen per Konfrontation zum Reden zu bewegen, oder irre ich mich in diesem Punkt.

Würde die Öffentlichkeit via Medien über diese Neuigkeiten informiert, würde der Sohn diese Informationen ja erhalten.

Diesen Satz der Nachricht finde ich bemerkenswert:
Udvarias schrieb:Das LKA hatte unter anderem untersucht, ob Erde und Pflanzenteile aus den Reifenprofilen der Familienautos zu dem Waldweg passen.
Wenn ich mich richtig erinnere, sind die Fahrzeuge der Familie Obst erst nach dem Auffinden der Leiche zur Untersuchung übernommen worden. Dazwischen lagen also 10 Tage, in denen man sowohl (Winter-)Reifen wechseln und entsorgen konnte (die Wetterlage war entsprechend), als auch das Fahrzeug wiederholte Male durch eine Waschanlage schleusen konnte oder zu Hause mittels Hochdruckreiniger von Spuren befreien.

Bezüglich des Alibis, das der Sohn dem Vater zunächst gegeben und dann zurück genommen hat, könnte ich mir sowohl einen vorangegangenen Streit vorstellen als auch das Wegfahren des Vaters mit dem Auto, das der Sohn gehört und davon erwacht sein könnten. Sollte es z. B. in den Tagen vor dem Verschwinden oder am Morgen selbst Streit gegeben haben, der derart eskalierte, dass er das Schlimmste befürchtete, könnte ihn die Unruhe aus dem Bett getrieben haben. Andererseits ist für mich bis heute nicht ausgeschlossen, dass der Sohn an der Tat - aus welchen Gründen auch immer - beteiligt war.


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Mauro
ehemaliges Mitglied

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Tötungsdelikt Gabriele Obst

20.07.2013 um 14:18
Frau Obst ein Zufallsopfer? Ich denke, dass kann man aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse ausräumen.

Die Waffe mit der sie getötet wurde, stammte aus dem Familienbesitz.
Das Hin und Her, wo die Waffe sich angeblich befunden hat, ob unter dem Bett oder sonstwo, spielt dabei eine unerhebliche Rolle.

Vater und Sohn haben widersprüchliche Aussagen gemacht. Der Sohn hat das Alibi des Vaters gekippt, warum auch immer.

Vater und Sohn wissen meiner Meinung nach genau, was sich abgespielt hat.
Sie hatten auch genug Zeit, während der Suche nach dem Täter, interne Regelungen aufzustellen, welche jedoch durch die Zurücknahme des Alibis für den Vater, durch den Sohn gebrochen wurde.
Zunächst deckte der Sohn den Vater und wurde wahrscheinlich beeinflußt.
Ich spekuliere:
Im Hinblick auf die Wohnungssuche der Getöteten (aus welchem Grund auch immer), ergaben sich evtl. interne Schwierigkeiten mit dem Ehemann.
Ein Zusammenleben mit den vielen Vergünstigungen für Vater und Sohn, denn Frau Obst war eine fleissige Frau, wäre geplatzt.
Sicher gab es sehr viele Streitgespräche im Vorfeld, doch Frau Obst war konsequent in ihrer Meinung.
Die Lösung der Familiensituation liegt klar auf der Hand. Frau Obst ist tot!
Ein Sohn, welcher evtl. etliche Streitigkeiten zwischen den Eltern immer wieder mit anhören musste, befindet sich zunächst in einer Zwickmühle, er teilt beider Interessen und kommt aus dieser Situation in Gewissenskonflikte.
Als das Unmögliche passiert, versucht er zunächst den Vater zu beschützen (die zu erwartende Lebensversicherung der Frau lassen wir mal ganz außen vor) und zieht zu einem späteren Zeitpunkt seine Aussage aus Gewissensnot zurück.
Ich könnte dieses absolut nachvollziehen und denke, dass Vater Obst letztendlich aus reiner Wut, unehrenhaft impulsiv gehandelt hat.


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

20.07.2013 um 15:48
@Mauro

Genauso gut könnte es aber auch anders rum sein. Die Vorgeschichte kann im Prinzip so bleiben, unbequem kommt es dabei auch für den Sohn, der bei den Umzugsplänen sicher nicht mehr mit eingeplant ist und sich eine eigene Wohnung suchen muss. Vater und Sohn wissen was passiert ist, Sohn nimmt Alibi zurück, weil es ihm zu eng wird. Vater sagt nicht weiter aus, weil er Sohn schützen will, der sein ganzes Leben noch vor sich hat. Nimmt dabei eine evtl. Verurteilung in Kauf, weil sein Leben ist zum großen Teil gelebt und in sein "altes" Leben kommt er eh nicht mehr zurück.


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

20.07.2013 um 16:12
@obskur
Dazu kommt: Sohn erbt die Ansprüche aus der Lebensversicherung der Mutter und kann so auch ohne die finanzielle Unterstützung der Eltern ein neues Leben starten. Wie man es dreht und wendet - beide hätten am Ende aus ihrer Sicht ein Motiv. Außerdem hatten sie lange genug Zeit, ihre Strategie vorher abzusprechen. Da nur einer der Mörder sein kann und BEIDE wissen, WER es war, und das wahrscheinlich schon ab da, wo die Leiche/Waffe auftauchte, ist es sehr unwahrscheinlich, dass sie die Wochen bis zur Verhaftung zusammen unter einem Dach gelebt haben, OHNE darüber zu sprechen, was geschehen ist, warum es geschehen ist, und was sie nun tun sollen... und daher denke ich, auch die Aussagen des Sohnes sind so abgesprochen worden zwischen beiden, ebenso wie das Schweigen des Vaters.

Daher auch die Umgangssperre - sie sollen sich nicht mehr weiter absprechen können, damit wenigstens noch ein BISSCHEN die Hoffnung besteht, dass die Wahrheit durch die weiteren Ermittlungen doch noch rauskommt.


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

20.07.2013 um 16:39
@diegraefin
Eine Umgangssperre ist aus DIESEM Grunde nicht nötig, denn wie schon jemand schrieb, sitzt bei Besuchen immer eine Aufsichtsperson dabei. Wir können sicher sein, dass hierfür Vorkehrungen getroffen werden würden. Zudem könnten die übrigen Familienmitglieder auch Informationen aus dem Leben "draußen" übermitteln.

Über die Zustände im Hause Obst wissen wir absolut nichts. Aber ich erinnere mich an die Aussage der Schwester von Frau Obst (?), wonach es keine Probleme im Haushalt Obst gegeben hätte. Klar, man kann sich bei Besuchen verstellen und auf heile Familie machen, aber die Familie wird ja wohl kaum immer nur nach Absprache vorbeigekommen sein. Und auch die Tochter dürfte hierzu bei der Polizei einiges zu sagen gewußt haben, bzw. wissen.

Das -hypothetische- Motiv Lebensversicherung, (die evtl. Begünstigung des Sohnes) wird ja wohl auch auf dem Schirm der MoKo sein. Das dürfte nicht nur bei den sonntäglichen Krimis der Fall sein.

Ich tue mich auch schwer die Sache wie dargestellt nachzuvollziehen. Allein der Gedanke, dass jemand seiner Ehefrau, wie auch immer die Verhältnisse sein mögen, und Mutter seiner Kinder mit einer Schrotflinte ins Gesicht schießt, bleibt für mich unfaßbar.


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

20.07.2013 um 16:42
Oder beide waren letztendlich daran beteiligt, ich stell es mir schwer vor die Frau allein zu überwältigen... klar wird nur einer die Tat begangen haben, aber möglich ist es, dass beide vor Ort waren.

Aber, das muss ich @Thorhardt recht geben, ist es schwer vorstellbar, dass einer von beiden so eine Tat vollbringen kann, vor allem wenn der Rest der Familie von einer Familie spricht, wo alles in Ordnung war.


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

20.07.2013 um 18:37
Schwer vorstellbar, und doch ist es ja nun mal allem Anschein nach so gewesen, dass es einer von beiden war, also dass entweder der Ehemann in dieser scheinbaren Heil-Welt-Familie der Frau ins Gesicht geschossen hat oder der eigene Sohn. Dass sie beide eine dritte Person decken, kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen - und WENN ein Dritter Zugriff zur Waffe gehabt hätte, sollten die beiden es doch wissen und dann auch entsprechend diese Person benennen können, um sich selbst zu entlasten.

Wenn man nur nach der eigenen Vorstellungskraft geht, kann man keine Kriminalfälle nachvollziehen, denn Mord und Totschlag ist selten etwas, was ich mir vorstellen kann zu tun, erst Recht, wenn es um eigene Familienangehörige oder z.B. um Kinder geht. Wir wissen ja nicht, was vorgefallen ist, ich denke, es wird schon was Gravierendes gewesen sein in dem Moment für denjenigen, denn sowas macht man ja nicht mal eben so ohne Grund, wenn man bei klarem Verstand ist ansonsten. Wenn der Grund nicht bekannt gegeben wird, dann könnte das auch daran liegen, dass auch Frau Obst genau DESHALB sterben musste, weil sie vielleicht irgendwas wusste und zu verraten drohte, was nicht herauskommen durfte. Das wäre ein nachvollziehbarer Grund, warum man danach dann natürlich auch zu seinem Motiv schweigt, denn genau deshalb (damit das geheim bleibt), geschah dann ja überhaupt nur die Tat.


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

20.07.2013 um 18:40
@Udvarias
Das Argument mit den Winterreifen und wechseln nach der Tat leuchtet mir micht ein; es gibt doch auch Ganzjahresreifen. Wo stand den geschrieben (Quelle), dass der Obst PKW mit Winterreifen bestückt war?
Ein Reifenwechsel oder Waschanlage wäre dann immer noch nicht ausgeschlossen.


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

20.07.2013 um 18:41
Ja, das werden die ja auch sicher gecheckt haben, wenn er schon Sommerreifen drauf gehabt haben sollte, was mit den Winterreifen dann ist. Er wird sie ja kaum verbrannt haben.


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

20.07.2013 um 18:43
@Udvarias
Jetzt seh ich beim 2 x lesen das du eine Klammer um (Winter)Reifen gemacht hast. Sorry


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Udvarias
ehemaliges Mitglied

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Tötungsdelikt Gabriele Obst

20.07.2013 um 21:36
Selbst wenn es wohl in den Bereich OT fällt, möchte ich bezüglich der Angelschnüre und der seitens der Polizei durchgeführten Tests den folgenden Bericht des Polizeipräsidiums Nordhessen hier einstellen und damit die Diskussion noch einmal auf dieses Thema lenken:
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/44143/2514381/pol-ks-trendelburg-sielen-gefaehrliche-falle-auf-radweg-taeter...


15.07.2013 | 14:56 Uhr
POL-KS: Trendelburg-Sielen: Gefährliche Falle auf Radweg: Täter spannten Nylonseile und Drähte auf Brücken 68-jähriger Radfahrer schwer verletzt; 45-Jähriger erkannte Falle tags zuvor und blieb unverletzt

Kassel (ots) - (Beachten Sie auch die beiden angehängten Fotos. Sie zeigen die sichergestellte Nylonspur mit Spule und einen Rest des dünnen, schwarzen Drahtes)

Bei einem schweren Sturz mit dem Fahrrad verletzte sich am Samstagmittag gegen 11 Uhr ein 68-Jähriger aus Trendelburg auf dem Radweg zwischen Hümme und Sielen schwer. Er war auf der Brücke über den Hauptwassergraben in Höhe "Breite Wiese" in ein tückisches Hindernis gefahren und hatte sich beim unausweichlichen Sturz schwere Verletzungen zugezogen. Verursacht hatten den Sturz dünne, hellgelbe Nylonschnüre, die unbekannte Täter wohl am Vormittag zwischen den Geländern der Brücke über den Fahrweg gespannt hatten und die mit bloßem Auge kaum zu sehen waren. Sein 77-jähriger Begleiter blieb unverletzt.

Bereits am Freitagabend hatte ein 45-jähriger Radfahrer aus Hofgeismar eine solche Falle rechtzeitig entdeckt und entfernt. Am Freitagabend hatten die Täter allerdings einen dünnen, schwarzen Draht benutzt. Der Vorfall war aber zunächst nicht der Polizei bekannt geworden. Erst als der schlimme Sturz des 68-Jährigen am Samstag und Sonntag in der Gegend Gesprächsthema wurde, meldete sich der 45-Jährige bei der Polizei.

An beiden Taten wurden Jugendliche in der Nähe der Brücke beobachtet. Dem 45-Jährigen waren sie am Freitagabend etwa 400 Meter vor der Brücke auf Fahrrädern entgegen gekommen. Er beschreibt sie als 14 bis 16 Jahre alt. Einer von ihnen soll auffallend dunkle, wuschelige Haare haben. Dieser Jugendliche habe außerdem eine Sonnenbrille mit auffallend weißem Rahmen auf gehabt. Der gestürzte 68-Jährige und sein 77 Jahre alter Begleiter hatten am Samstagvormittag kurz vor dem Unfall auch zwei junge Burschen in der Nähe der Brücke auf einer Bank sitzen gesehen. Beide waren mit Fahrrädern unterwegs. Sie sollen kurze, einer blonde, der andere dunkle, Haare gehabt haben.

Die in diesem Fall zuständige Ermittlungsgruppe der Polizeistation Hofgeismar sucht die Jugendlichen zunächst als mögliche Zeugen und bittet sie, sich bei der Polizei zu melden. Die Ermittlungen laufen wegen Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und des Verdachts auf einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr. Hinweise bitte an die Polizeistation in Hofgeismar, Tel.: 05671 / 99280, oder das PP Nordhessen, Tel.: 0561 - 9100.

Wolfgang Jungnitsch Kriminaloberrat Tel.: 0561 / 910 - 1008

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Nordhessen
Grüner Weg 33
34117 Kassel
Pressestelle

Telefon: 0561/910 10 20 bis 23
Fax: 0561/910 10 25
E-Mail: poea.ppnh@polizei.hessen.de
Selbst wenn der in der Presse veröffentlichte Bericht im Falle Gabriele Obst zu den Anfang Mai gefundenen Angelschnüren zunächst "lächerlich" erschien, zeigt der Fall aus Nordhessen, dass es durchaus möglich ist, jemandem mittels einer Nylonschnur zu schaden.

Nach wie vor halte ich es für möglich, dass Frau Obst so zu Fall gebracht wurde und dann mit dem Auto zum Tatort gebracht wurde.


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

21.07.2013 um 00:13
@Thorhardt scrhieb:
Thorhardt schrieb:Allein der Gedanke, dass jemand seiner Ehefrau, wie auch immer die Verhältnisse sein mögen, und Mutter seiner Kinder mit einer Schrotflinte ins Gesicht schießt, bleibt für mich unfaßbar.
Es könnte sich um eine Tat aus Rache gehandelt haben, wo über Jahre angestauter Hass sich in einem Szenario entlud, das einer 'Hinrichtung' gleichkam ...


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MR_IöS
ehemaliges Mitglied

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Tötungsdelikt Gabriele Obst

21.07.2013 um 01:55
es wundert mich, dass offenbar so viele leute hier probleme damit haben, dass in dieser familie offenbar doch nicht alles so glatt lief, wie nach außen dargestellt...

es passiert so häufig, dass leute eine biedere, nette fassade wahren und hinter dem vorhang gehts dann zur sache... das ist ja schon fast klassisch...

die krassesten geschichten hab ich immer bei jenen erlebt, welche ganz besonders darauf erpicht sind, dass nach außen hin alles hübsch adrett erscheint...

wer hat noch den fall "JOSEF FRITZL" in erinnerung..?? was war das nur für ein grundsolider bürger... und was hatte er für eine bürgerliche existenz? ein haus, eine ehefrau, mehrere kinder usw... auf den ersten blick schien alles wunderbar...

dass genau dieser feine herr SEINE EIGENE TOCHTER jahrzehntelang in einen kerker sperrte, der auch noch im selben haus war, damit er eine "lebendige sexpuppe" hat und dass er dieser frau -seiner eigenen tochter- auch noch z.t. schwer behinderte babys machte (von denen er auch wieder einige im ofen verbrannte), während 2 etagen darüber seine ehefrau nichtsahnend (?!) im fernsehsessel saß, zeugt von einer maximal pervertierten persönlichkeit. der FRITL übertrifft m.e. sogar noch DAVID PARKER RAY (auch n netter kerl; ich sag nur: "are you comfortable right there right now? i doubt it!") und ähnliche kaliber.

wenn ich mich fragt: ich traue absolut keiner fassade mehr, denn ganz egal, was es am ende ist: irgendwas ist immer!!!


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

21.07.2013 um 08:51
@MR_IöS

Sehe ich genau so. Wenn man guckt, was alles sonst so geschieht in der Welt, Eltern, die die eigenen Kinder töten u.ä., ist für mich nicht schwer vorstellbar, dass jemand seine Frau auf diese Weise tötet, auch wenn für uns der Grund nicht nachvollziehbar - da unbekannt - ist.

In den USA gab es auch mal so eine Fall, wo so ein Biedermann, als er seinen Job verlor und seiner Familie den gewohnten Lebensstandard nicht mehr bieten konnte, seine Mutter, seine Frau und seine beiden Kinder nacheinander bei der Heimkehr aus der Schule erschoss und dann seine bereits gepackten Koffer nahm und abhaute. Er hinterließ einen erklärenden Abschiedsbrief, aus dem hervorging, dass er seine Familie vor einem Leben in Armut und Schande schützen wollte - er dachte scheinbar wirklich, es sei für sie alle besser, tot zu sein als das Haus und alles zu verlieren. Wahrscheinlich konnte er aber einfach nicht die Schande für sich selbst ertragen, der Familie einzugestehen, dass er "versagt" hatte. (Vergesse leider immer wieder, wie der hieß.) Er baute sich dann in einem anderen Bundesstaat mit einer anderen Frau ein neues Leben auf und wurde erst ca. 20 Jahre durch die Sendung "America's Most Wanted" gefunden - seine neue Familie, mit der er immerhin auch schon Jahre zusammen war, beschrieb ihn als den liebevollsten und fürsorglichen Mann, den man sich nur vorstellen kann, da stimmte es also sogar HINTER der Fassade für die Familie. Die kann nur froh sein, dass er nicht noch mal pleite ging, denn die Kriminalpsychologen waren sicher, der hätte wieder sowas gemacht, weil er seine Liebsten lieber tot gesehen hätte als ihnen in die Augen sehen und eingestehen zu müssen, dass er nicht der perfekte Mann, Vater und Versorger ist, für den sie ihn hielten.

Von daher, es gibt nix, was es nicht gibt, dagegen ist der Fall Obst geradezu "normal".


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

21.07.2013 um 09:13
Nachtrag: John List hieß der Mann.


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

21.07.2013 um 09:18
Comtesse schrieb:Von daher, es gibt nix, was es nicht gibt, dagegen ist der Fall Obst geradezu "normal".
Ich sehe den Fall Obst auch als "normal" an und den richtigen Täter in U-Haft.

Es gibt nichts mysteriöses an dem Fall, alles scheint logisch und das Motiv fußt sicher im häuslichen Bereich. Genug Konfliktpotenzial ergibt sich durch den Altersunterschied, die ungleich verteilte Arbeit, die Wohnungssuche. Solch eine Tötung ergibt für mich auch nur Sinn wenn neben einer eskalierten Wut/Streit auch eine gewisse Ausweglosigkeit vorhanden ist. Für den Sohn, der sich für mich durch seine Aussage bzgl. des Gewehrs entlastet hat, sehe ich diese Ausweglosigkeit nicht. Auch wenn Hotel Mama bequem erscheinen mag, sehe ich den möglichen Verlust desselben auch nicht annähernd als Grund für einen Mord, zumal dies ja kontraproduktiv wäre.

Er hatte außerdem immer die Möglichkeit auszuziehen um möglichen Konflikten zu entkommen.


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Udvarias
ehemaliges Mitglied

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Tötungsdelikt Gabriele Obst

21.07.2013 um 11:51
Inzwischen hat das Westfalen-Blatt den Artikel online gestellt, in dem über die Spurenlage im Fall GO berichtet wird.
http://www.westfalen-blatt.de/nachricht/2013-07-19-lka-findet-im-fall-gabriele-obst-kein-indiz-9234008/613/

Halle
LKA findet im Fall Gabriele Obst kein Indiz
Die Staatsanwaltschaft will dennoch in Kürze Anklage wegen Totschlags gegen den Ehemann erheben – Haftbeschwerde geplant
Freitag, 19. Juli 2013
- 22:22 Uhr
Von Christian Althoff

Halle (WB). Im Fall der erschossenen Zeitungsbotin Gabriele Obst (49) aus Halle hat das Landeskriminalamt seine Untersuchungen weitgehend beendet – und offenbar keine belastenden Indizien gegen den Ehemann entdeckt.

Die schriftlichen Gutachten aus Düsseldorf liegen Staatsanwaltschaft und Mordkommission zwar noch nicht vor, doch sind die Ermittler nach WESTFALEN-BLATT-Informationen bereits telefonisch informiert worden. Danach soll sich nichts ergeben haben, das den Verdacht gegen den Ehemann weiter erhärtet. Das LKA hatte unter anderem untersucht, ob Erde und Pflanzenteile aus den Reifenprofilen der Familienautos zu dem Waldweg passen, an dem die Leiche gelegen hat.

Gabriele Obst war am 16. April frühmorgens während ihrer Tour in der Nähe des Gerry-Weber-Stadions verschwunden. Zehn Tage später wurde sie einige Kilometer weiter erschossen im Wald entdeckt – auf dem Rücken, mit einem Schrotgewehr auf dem Bauch, als habe sie sich erschossen. Ihr Ehemann, ein Jäger, bestritt, die Waffe zu kennen. Doch die Kripo wies ihm nach, dass es sein Gewehr ist. Der 74-Jährige behauptete daraufhin, gelogen zu haben, weil die Waffe nicht angemeldet gewesen sei und er um seinen Waffenschein gefürchtet habe. Auch in einem anderen Punkt wurde der Rentner der Lüge überführt: Er will zur vermuteten Tatzeit im Bett gelegen haben, was sein Sohn zunächst bestätigte. Später widerrief der 27-Jährige seine Aussage – das Alibi platzte.

Trotz dieser wenigen Indizien will die Staatsanwaltschaft in Kürze Anklage wegen Totschlags gegen den Mann erheben, der seit neun Wochen in U-Haft sitzt. Sein Anwalt Siegfried Kammel sagte, er könne sich nicht vorstellen, dass das Landgericht Bielefeld eine solche Anklage zulasse. »Meiner Meinung nach stand schon der Haftbefehl auf wackeligen Beinen«, sagte Kammel. Er habe aber bisher keine Haftbeschwerde eingelegt, weil er erst die Untersuchungen des Landeskriminalamtes habe abwarten wollen. Wenn sie ihm schriftlich vorlägen und nichts Belastendes enthielten, werde er versuchen, seinen Mandanten freizubekommen, erklärte der Anwalt.


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

21.07.2013 um 13:08
Mir stößt das sauer auf. Mehr hat man nicht gegen ihn in der Hand?
Wo sind die Beweise, wenigstens die Indizien, die Herr Mackel aus taktischen Gründen zurückhalten wollte?


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

21.07.2013 um 13:14
@MR_IöS schrieb:
MR_IöS schrieb:wenn ich mich fragt: ich traue absolut keiner fassade mehr, denn ganz egal, was es am ende ist: irgendwas ist immer!!!
Durch Beschaftigung mit Kriminalfällen bekommt man immer auch Einblick in Dinge, die hinter einer Fassade verborgen waren; dies schärft in der Tat das Bewusstsein dafür, wie häufig der Schein trügen kann ...


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