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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

10.871 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, 2020, Frankfurt ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Fall Birgit A. aus Lohmar

13.11.2020 um 12:15
Zitat von PlyxePlyxe schrieb:Erstens einer zur Menge an Jagdunfällen mit Menschen.
Ein Jagdunfall ist extrem unwahrscheinlich, genauso wie die Geschichte, dass B.M. ein Rehkitz mit in ihr Appartement genommen haben könnte und wieder ausgesetzt. Im April gibt es in der Regel noch gar keine Kitze, Rehe haben erst Setzzeit im Mai/ Juni. Wer sich mit der Jagd auskennt, kann hier nur den Kopf schütteln, über diese Aussagen. Soweit ich die Jagdzeiten in RLP von 2015 eruiert habe, beginnt die Bockjagd dort erst ab 1. Mai, BM verschwand aber im April.
Ob Schwarzwild damals das ganze Jahr über frei wahr, ist auch unwahrscheinlich, da die Problematik mit ASP, weshalb der Bestand an Sauen in D dringend reduziert werden muss, zur Seuchenbekämpfung, in 2015 noch gar nicht bestand.

Und der Flughafenjäger weiß, was er zu tun hat. Es ist eine irrige Vorstellung, von jagdlichen Laien, dass Jäger einfach so in Feld und Wald herumballern, das Gegenteil ist der Fall.
Man muss einfach mal die Anzahl der Jäger in D betrachten und dann die Zahl der Jagdunfälle gegenüber stellen.

Und wie gesagt, im April haben ganz viele Wildtiere noch Schonzeit. Und Schonzeitvergehen kosten Strafe, außerdem wird einem der Jagdschein abgenommen und dann wars das mit der Jagd. Ein normaler Jäger riskiert sowas auf keinen Fall.

Außerdem könnte man Schussverletzungen auch noch an den Knochen rechtsmedizinisch nachweisen.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

13.11.2020 um 13:38
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:Außerdem könnte man Schussverletzungen auch noch an den Knochen rechtsmedizinisch nachweisen.
Ja das ist gut und dann könnte das ausgeschlossen werden. Ich habe bereits deutlich gemacht, dass ich nicht auf der Idee des Jagdunfalls beharre, sondern nur das Spektrum der Möglichkeiten bereichern wollte, da andere Ideen bisher ebensowenig schlüssig zu sein scheinen.
Aber wer dem Link folgt, wird sich vielleicht schon wundern, wieviele Jagdunfälle mit Menschen es gibt. Unfall ist Unfall, da kann man noch so geschult sein als Jäger.


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13.11.2020 um 13:47
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:Und wie gesagt, im April haben ganz viele Wildtiere noch Schonzeit.
https://schonzeiten.de/jagdzeiten-rlp-rheinland-pfalz-jagd/

Ganz viele Wildtiere haben aber auch keine Schonzeit und sind ganzjährig zur Jagd freigegeben.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

13.11.2020 um 15:04
@Plyxe Ein Jagdunfall ist ungefähr so wahrscheinlich, wie dass sie von einem Flugzeugteil erschlagen worden ist, das sich bei Start/Landung gelöst hat.


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13.11.2020 um 15:48
Zitat von PlyxePlyxe schrieb:Dann noch einige zu Flughafen-Jägern:
https://www.natuerlich-jagd.de/im-revier/der-flughafenjager-i.html
https://forum.wildundhund.de/threads/flughafenjaeger.108896/
https://www.rwj-online.de/rwj/archiv/verschiedenes/bei-„mitarbeiter-reineke“-und-bird-control_6_1254.html
Ja, o.k.
Hier im Thread kann man eben manchmal nur schwer einschätzen, ob es sich grade um Satire, Drauflosfabulieren oder Fakten handelt, daher meine Anmerkung.
Dass dein Vorschlag aber der Schlüssigste von allen sein soll, finde ich nicht unbedingt.

Mehrere Berichte schreiben darüber, dass die Polizei von einem Tötungsdelikt ausgeht, seitdem das Auto gefunden wurde. Vermutlich gibt es Spuren, von denen wir nichts wissen. Hört sich jedenfalls so an.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

13.11.2020 um 16:07
Zitat von PurePuPurePu schrieb: Ausgerechnet zum Zeitpunkt des Verschwindens war also richtig was los in dem Haus. Ob das ein Zufall ist?
Ich kenne jemanden, die wohnt im Mehrfamilienhaus und arbeitet im 3-Schicht-Betrieb. Wenn sie um 6 Uhr aushat, dreht sie immer noch eine Runde durch den Wald, um den Kopf frei zu bekommen und legt sich nie vor 8 hin. Warum? Zwischen 7 und 8 gehen im Haus viele Leute in die Arbeit, Türen knallen und wenn sie hochschreckt, schläft sie nicht mehr ein.
Zitat von SupertruperSupertruper schrieb:Ich kann mir nicht vorstellen das der Bruder bei den 45 Minuten dauernden Gespräch nach der Nachtschicht nichts von all dem Bemerkt hätte.
Story aus meinen Kindertagen: Unser stets fröhlicher und ausgeglichener Nachbar plante mit seiner Frau einen Familienurlaub, man sprach über das zweite Kind, das man haben wollte, einigte sich, ins Reisebüro zu gehen und ging in Bett. Am nächsten Morgen frühstückte die Familie wie immer zusammen, er verabschiedete sich und fuhr in die Arbeit - wo er nie ankam. Stattdessen war er von einer Autobahnbrücke gesprungen (die an einem völlig anderen Ort war) - beobachtet von Zeugen, er war alleine. Kein Abschiedsbrief. Keine Erklärung. Kein Grund. Keine psychische Vorerkrankung. Nichts. Die Frau hat nie mehr geheiratet, weil sie meinte, es sei, als ob ein Fremder gesprungen sei. Niemand konnte sich das je vorstellen.

Nicht, dass es hier zwingend so gewesen sein muss. Aber ...


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

13.11.2020 um 16:15
@Tritonus
Zitat von TritonusTritonus schrieb:Vermutlich gibt es Spuren, von denen wir nichts wissen. Hört sich jedenfalls so an.
Ich kann das leider nirgends heraushören.
Der Ermittler stellt die Spurenlage im nachfolgenden Beitrag sehr eindeutig dar.
Sie hatten Nichts. Keine Spuren, null Ansatz für weitere Ermittlungen.

https://www.youtube.com/watch?v=qalrJh5i8Eg

Offiziell ist man zunächst von einem Tötungsdelikt oder von einem Unfall ausgegangen,
da die Zeugenaussagen zur Person Frau Ameis nicht auf suizidales Verhalten hinwiesen.
Daher wurde vermutlich ein Selbstmord erst mal ausgeklammert.
Ich habe keiner verlässlichen Quelle entnehmen können, dass seitens der Ermittler ein Suizid gänzlich ausgeschlossen werden konnte. Korrigiere mich aber bitte gerne, wenn ich irgendetwas übersehen haben sollte.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

13.11.2020 um 16:15
Sicherlich mag ein Spaziergang möglich sein , aber ein Unfall wg Schwäche ist nicht logisch. Sie wurde im Dickicht gefunden. Es gibt keinen Grund dort hinein zu gehen. Der Fundort ist ca 50-55 Minuten Fussweg entfernt


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

13.11.2020 um 16:33
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Offiziell ist man zunächst von einem Tötungsdelikt oder von einem Unfall ausgegangen,
da die Zeugenaussagen zur Person Frau Ameis nicht auf suizidales Verhalten hinwiesen.
Daher wurde vermutlich ein Selbstmord erst mal ausgeklammert.
Ich habe keiner verlässlichen Quelle entnehmen können, dass seitens der Ermittler ein Suizid gänzlich ausgeschlossen werden konnte. Korrigiere mich aber bitte gerne, wenn ich irgendetwas übersehen haben sollte.
Wir kennen nur die Aussage der Tochter und des jüngeren Sohnes. Es gab in den 5 Jahren nie eine Aussage des Ehemannes. Nichts darüber wie er denkt, was er sich vorstellen kann etc.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

13.11.2020 um 16:39
Gemäß der Regel von 'Occams Rasiermesser' soll man ja zunächst die einfachste Lösung in Betracht ziehen - nur: was WAR im Fall BA die "einfachste Lösung"???

Hat BA sich vielleicht doch suizidiert? War es vielleicht doch BA selbst, welche ihr Handy erst um 14 Uhr in den Flugmodus stellte, weil sie die ganzen Stunden über nachgedacht hatte: 'Tu ich es oder tu ich es nicht?'

Sollte man allerdings noch feststellen können, dass BAs Leiche vergraben worden war, könnte man zumindest Suizid ausschließen.


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13.11.2020 um 16:39
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Story aus meinen Kindertagen: Unser stets fröhlicher und ausgeglichener Nachbar plante mit seiner Frau einen Familienurlaub, man sprach über das zweite Kind, das man haben wollte, einigte sich, ins Reisebüro zu gehen und ging in Bett. Am nächsten Morgen frühstückte die Familie wie immer zusammen, er verabschiedete sich und fuhr in die Arbeit - wo er nie ankam. Stattdessen war er von einer Autobahnbrücke gesprungen (die an einem völlig anderen Ort war) - beobachtet von Zeugen, er war alleine. Kein Abschiedsbrief. Keine Erklärung. Kein Grund. Keine psychische Vorerkrankung. Nichts. Die Frau hat nie mehr geheiratet, weil sie meinte, es sei, als ob ein Fremder gesprungen sei. Niemand konnte sich das je vorstellen.

Nicht, dass es hier zwingend so gewesen sein muss. Aber ...
Ich frage mich bei solchen Beschreibungen immer, wie nah oder eng die Verbindung zu den Personen wirklich war und ob die Verbliebenen sich da nicht auch teilweise etwas vormachen.

Ich kenne ein paar Fälle von Suiziden (teilweise versucht, teilweise gelungen) und in den meisten Fällen gab es vorher Anzeichen. In einem Fall wurde eine Ankündigung geschrieben, die aber leider von dem Empfänger viel zu spät gesehen/gelesen wurde, sodass man annimmt, dass es nur ein Versuch sein sollte, der dann aber leider auch nicht mehr verhindert werden konnte.
Es gab nur jeweils keine Person, die den Betroffenen so nahe gestanden hätte, dass sie die Anzeichen gesehen und richtig eingeschätzt hat. Das kann man und das will ich den Personen auch nicht vorwerfen, auf keinen Fall!
Nur, ich habe da immer so meine Zweifel, wenn jemand sagt "Es gab keine Anzeichen".

Müsste es nicht eigentlich heißen "Ich habe keine Anzeichen wahrgenommen"?

Vielleicht irre ich mich auch, das ist nur so ein Gefühl, das ich dann immer habe.


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13.11.2020 um 16:43
Zitat von Enterprise1701Enterprise1701 schrieb:Sicherlich mag ein Spaziergang möglich sein , aber ein Unfall wg Schwäche ist nicht logisch. Sie wurde im Dickicht gefunden. Es gibt keinen Grund dort hinein zu gehen. Der Fundort ist ca 50-55 Minuten Fussweg entfernt
Ein Spaziergang scheint mir möglich zu sein, auch wenn ich das nach der Nachtschicht nicht machen würde, schon gar nicht bei dem Wetter. Aber jeder wie er will.

Aber der Wald wird wohl nicht das Ziel gewesen sein, das erscheint mir zu weit weg vom Abstellort ihres Autos in Anbetracht des Wetters.

Wenn noch eine Runde durch den Wald, dann mit dem Auto bis zum selbigen gefahren, abgestellt, und dann ab in den Wald Spazieren.
Erst recht, wenn man noch Grünzeug als Osterdeko aus dem Wald holen möchte.

Das man sie bei der ersten Absuche dort nicht fand, legt für mich nahe, das sie zu dem Zeitpunkt dort noch nicht lag.
Bei der zweiten Suche kommt wohl Schlamperei oder eine schlechte/ungenaue Beschreibung des "schlecht riechenden Bereichs" Betracht.

Auch die Nähe zu einer Straße lässt ein verbringen zum Fundort mittels Fahrzeug plausibel erscheinen.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

13.11.2020 um 16:44
Zitat von Enterprise1701Enterprise1701 schrieb:Sicherlich mag ein Spaziergang möglich sein , aber ein Unfall wg Schwäche ist nicht logisch. Sie wurde im Dickicht gefunden. Es gibt keinen Grund dort hinein zu gehen. Der Fundort ist ca 50-55 Minuten Fussweg entfernt
Im Prinzip bleiben doch nur zwei Optionen übrig:
1. Suizid und 2. Verbrechen

Als Suizident könnte man durchaus das Dickicht im Wald bevorzugen, damit man nicht so schnell gefunden und evtl gerettet werden könnte.
Medikamente brauchen einige Zeit bis die volle Wirkung eintritt. In der Zeit will man dann nicht gefunden werden.
Es gab auch schon Suizidenten, die noch vom Strick von Rettern abgeschnitten wurden und danach wegen der Sauerstoffknappheit einen Hirnschaden erlitten haben.

bei 2. Verbrechen

Für den Mörder kommt es drauf an, dass Spuren, wenn überhaupt möglichst spät gefunden werden, so dass ein Nachweis einer Täter- DNA nicht mehr gelingt. Dazu tragen auch Wind und Wetter bei.
Außerdem ist es für den Täter von Nutzen, wenn wegen der Verwesung auch keine konkrete Todesursache mehr feststellbar ist. Der Anklagepunkt Mord ist dann praktisch schon sehr erschwert, sofern die Überreste irgendwann entdeckt werden. Es macht also durchaus Sinn, die Leiche möglichst unauffindbar in einem Wald abzulegen.

Man muss sich auch mal die Frage stellen, was sie bei dem Wetter im Dickicht überhaupt gewollt haben kann. Anfang April blüht noch kaum etwas, besonders bei den angegebenen Temperaturen nicht, es ist auch noch lange keine Pilzsaison.


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13.11.2020 um 16:46
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:Das man sie bei der ersten Absuche dort nicht fand, legt für mich nahe, das sie zu dem Zeitpunkt dort noch nicht lag.
Bei der zweiten Suche kommt wohl Schlamperei oder eine schlechte/ungenaue Beschreibung des "schlecht riechenden Bereichs" Betracht.
Darüber dachte ich auch nach. Aber wer würde eine Leiche über längere Zeit bei sich lagern ? Die Polizei war damals wochenlang in der Region mit dem Fall beschäftigt. Eine Leiche umzugraben macht auch wenig Sinn.


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13.11.2020 um 16:47
@menari
Zitat von menarimenari schrieb:Müsste es nicht eigentlich heißen "Ich habe keine Anzeichen wahrgenommen"?

Vielleicht irre ich mich auch, das ist nur so ein Gefühl, das ich dann immer habe.
Ich finde Du fühlst da ganz richtig.
Genau aus diesem Grunde werden sich die Ermittler auch nicht nur auf eine Aussage verlassen.
Vermutlich gab es bei der Zeugenbefragung eben niemanden, der mögliche Suizidabsichten oder depressive Episoden bei Frau Ameis wahrgenommen hatte.


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13.11.2020 um 16:50
Zitat von Enterprise1701Enterprise1701 schrieb:Aber wer würde eine Leiche über längere Zeit bei sich lagern ?
Grundsätzlich ist die Idee, jemanden dort abzulegen, wo schon gründlich gesucht wurde, aus Tätersicht brillant. Oder?


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

13.11.2020 um 16:53
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:Bei der zweiten Suche kommt wohl Schlamperei oder eine schlechte/ungenaue Beschreibung des "schlecht riechenden Bereichs" Betracht.
Wurde bei der zweiten Absuche sicher ein Leichenspürhund eingesetzt, weiß das jemand?

Evtl. konnte dieser Hund, wegen des anhaltenden Regens in der Region die Fährte nicht mehr aufnehmen. Oder der Halter hat seinen Hund falsch interpretiert.


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13.11.2020 um 16:54
Zitat von Enterprise1701Enterprise1701 schrieb:Der Fundort ist ca 50-55 Minuten Fussweg entfernt
Hieß es nicht der Fundort ist 2km vom Wagen entfernt ? Dafür braucht man dann doch keine 50min.


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