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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

10.871 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, 2020, Frankfurt ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Fall Birgit A. aus Lohmar

24.03.2021 um 08:07
@cododerdritte
Zitat von cododerdrittecododerdritte schrieb:Aber wahrscheinlich hatte sie ja keine Ortskenntnisse dort.
Ich denke schon, das sie die hatte. Sie übernachtete zwei- bis dreimal die Woche vor Ort, arbeitete ja wohl auch schon eine Weile dort. Da kann man eine Gegend gut kennenlernen, zumal das ja alles quasi in Sichtweite zueinander liegt.
Wenn Birgit Ameis nicht im Tower war, ruhte sie sich aus, las Krimis, löste Sudokus, strickte. Oder sie ging walken oder wandern. Nur gelegentlich kaufte sie beim Discounter im nahegelegenen Büchenbeuren ein oder bei der Tankstelle an der Kreisstraße in Lautzenhausen.
https://www.stern.de/panorama/stern-crime/birgit-ameis--wie-eine-frau-in-deutschland-einfach-spurlos-verschwindet-7092658.html (fett von mir)


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24.03.2021 um 08:27
Zitat von cododerdrittecododerdritte schrieb:Ich habe allerdings mal gelesen, dass es sich bei den meisten Suiziden um Spontantaten handelt und dass die allerwenigsten Menschen, die sich umgebracht haben, am Vortag hätten sagen können, dass sie sich am nächsten Tag das Leben nehmen werden. Man denkte immer, dass so etwas mittelfristig geplant wird und man schon lange mit dem Gedanken spielen muss, bis man es dann tatsächlich umsetzt. Aber dem ist im realen Leben wohl nicht so.
Unter diesem Aspekt könnte es also auch eine spontane Entscheidung gewesen sein. Z.B. weg vom Flughafen, im nächsten Ort das Auto abgestellt, dort eine Runde gehen wollen um nachzudenken oder einen klaren Kopf zu bekommen (dazu das Handy in den Flugmodus gestellt, um ungestört zu sein) und dann den Suizid ausgeführt. Der Entschluss kann spontan an jedem einzelnen Punkt dieser Kette gefasst worden sein.
Und die Schlaftabletten hat se sich aufm Weg dahin ganz spontan besorgt? :D Ne Also mmn halte ich Suizid für am unwahrscheinlichsten.


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24.03.2021 um 09:50
Zitat von cododerdrittecododerdritte schrieb:Der Fundort liegt ja sehr weit ab vom Wanderweg, also mitten im Unterholz. Wenn jemand beim Wandern mal austreten will, geht er sicher nicht so weit vom Weg an. Welchen anderen Grund sollte es geben, so weit ins Unterholz zu gehen, wo sie dann einen Unfall / gesundheitlichen Notfall erleidet?
Der Fundort liegt überhaupt nicht weit ab, im Gegenteil, er liegt ganz nah an einer stillgelegten, aber befahrbaren Straße, grade so weit weg, wie man eine Leiche vermutlich allein tragen kann - wenn man das mal unter diesem Aspekt sehen will.
Viel auffälliger ist für mich das Verhältnis von Gemeindeparkplatz und Auffindeplatz. Im Falle eines Suizids muss sie diese Entfernung ja irgendwie zurückgelegt haben; also das ist so unwahrscheinlich wie nur irgendwas, selbst wenn man berücksichtigt, dass man bei einem Suizidvorhaben nicht unbedingt logisch handelt. Ich kenne die Gegend und war vor Ort.
Hier noch mal der Auffindeort. Auf der Straße, die da von oben nach unten verläuft, bist du in ca.5 Minuten am Appartementhaus am Flughafen.

Bildschirmfoto 2021-03-24 um 09.37.06Original anzeigen (1,3 MB)


Und hier der Auffindeort (rot) im Verhältnis zum Parkplatz (gelb). Wie man sieht, muss man über eine breite Umgehungsstraße und dann völlig blödsinnig im Zickzack querfeldein, auch teilweise gut sichtbar an bewohntem Gebiet vorbei. Sie hätte vom Flughafen aus ohne weiteres gleich auf die andere Seite der Umgehungsstraße fahren können. Grade der Parkplatz macht bei einem Suizid null Sinn (ja, ich weiß, bei Suizid muss nichts Sinn machen...). Er macht aber sehr viel Sinn für jemanden, der schnell zu Fuß zum Flughafen zurück muss.


Bildschirmfoto 2021-03-24 um 09.32.11Original anzeigen (1,4 MB)


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

24.03.2021 um 10:30
Zitat von cododerdrittecododerdritte schrieb:Wie lässt sich denn ein Unfall logisch erklären? Spaziergang bei Regen und Kälte ohne Jacke, dazu so spät? Geparkt entgegengesetzt der Heimstrecke. Handy ausschalten wozu?
Für mich auch unwahrscheinlich. V.a. seitdem ich das Video zum Fundort hier im Thread gesehen habe. Der Fundort liegt ja sehr weit ab vom Wanderweg, also mitten im Unterholz. Wenn jemand beim Wandern mal austreten will, geht er sicher nicht so weit vom Weg an. Welchen anderen Grund sollte es geben, so weit ins Unterholz zu gehen, wo sie dann einen Unfall / gesundheitlichen Notfall erleidet?
Hallo cododerdritte,

habe Deinen Namen noch nicht gehört hier im Forum. Daher gehe ich davon aus, dass Du neu "in den Fall eingestiegen bist". Die Fragen und Gedanken, die Du schreibst, wurden hier schon oft durchgesprochen und ich möchte Bezug zu Deinem o.g. Text nehmen.

Wie kommst Du darauf, dass der Fundort "sehr weit vom Wanderweg" weg ist? Und welcher "Wanderweg" soll das sein? Es gibt dort keinen Wanderweg, wie man ihn sich vorstellt. Der "Wanderweg" ist die alte Zufahrtsstraße zum Flughafen, die seit einigen Jahren gesperrt ist für die Durchfahrt.

Und nein, der Ablageort ist gar nicht so weit weg von der Straße. Es gibt Videos und Beschreibungen dazu, dass dieser sogar recht nahe in der Nähe der Straße im Unterholz war. Ca. 15 Meter. Das sah vielleicht im Video anders aus, da der Filmer verschiedene Richtungen aufgenommen hat.

Für mich sind diese 15m ehr ein Indiz dafür, dass der Täter die Frau sehr schnell loswerden wollte. Nicht zuuu nahe an der Straße aber dennoch weit genug, dass man sie nicht gleich finden würde. Dass es 5,5 Jahre werden würden, damit hat er sicherlich nicht gerechnet.

Suizid kommt in meiner Vorstellung nicht zum Tragen. In meinen Augen wurde BA ermordet.


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24.03.2021 um 11:39
Zitat von cododerdrittecododerdritte schrieb:Die Aufzählung klingt aber für mich schon fast so, als sei Suizid ausgeschlossen. Denn es werden nur Kapitalverbrechen und tödlicher Unfall genannt.
Genau, das ist meines erachtens der letzte Stand der Ermittlungen, den die Polizei bekannt gegeben hat. Da wird auch meiner Meinung nach ein Suizid ausgeschlossen.Auch stimme ich vielen anderen hier im Forum zu, dass der Auffindeort der Leiche, der Abstellplatz des Autos und auch die Uhrzeit des Flugmodus klar gegen einen Suizid sprechen.
Schon alleine die Wegfuehrung vom Parkplatz bis zu dieser Stelle an der stillgelegten Strasse, spricht fuer mich dagegen. Auch glaube ich, dass sie sich in der Umgebung ein wenig auskannte. Wieso sollte sie dann ausgerechnent so umstaendlich 3 Minuten vom Flughafen entfernt parken und dann an dieser Bundesstrasse langlaufen.... Das Auto waere auf dem weitlaeufigen Flughafengelaende mit den verschiedenen Parkplaetzen viel einfacher umzuparken und wuerde wahrscheinlich dann auch erst viel spaeter entdeckt werden. Auf dem Flughafen kannte sie sich aus und haette gewusst, wo man sich hinstellen muss, wenn man nicht auffallen moechte. Da war die Gefahr auf dem Parkplatz am Gemeindehaus viel hoeher.


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24.03.2021 um 13:15
Zitat von mistermister schrieb:ein Kollege von mir „kennt“ die Familie, kennen eben wie man Menschen kennt die seit Jahren in unmittelbarer Nähe wohnen, was ich aber durch Zufall mitbekommen habe. Der sagt auch , die Suizid Geschichte ist absolut nicht haltbar. In keinster Form, zu keiner Zeit.
Was jemand sagt, der die Familie kennt ist aber nicht ausschlaggebend. Die Angehörigen sehen ja auch keinen Grund für Suizid. Das ist aber fast immer der Fall, wenn Angehörige von der Polizei befragt werden. Sogar dann, wenn sich Suizid als Todesursache herausstellt. Als Angehöriger möchte man sich so einen Tod eben nicht vorstellen. Da kommen dann Fragen auf, ob man nicht etwas hätte beitragen können, um das zu verhindern. Grübeleien, wieso man der Person vorher gar nichts angemerkt hat usw. Das ist sehr belastend für Angehörige, da Suizid immer noch ein Tabu ist.


Interessant wäre es, was die Rechtsmedizin dazu sagt und der aktuelle Obduktionsbefund, der Dir eben nicht bekannt ist, wie ich Deinem Post entnehme. Alles andere hier ist spekulativ, es bringt auch nichts weiter, zu überlegen wie weit die Fundstelle nun vom Parkplatz oder einem Waldweg entfernt ist.
Zitat von mistermister schrieb:Dazu kann ich nichts sagen.



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24.03.2021 um 13:53
Zitat von lucyvanpeltlucyvanpelt schrieb:Das Auto waere auf dem weitlaeufigen Flughafengelaende mit den verschiedenen Parkplaetzen viel einfacher umzuparken und wuerde wahrscheinlich dann auch erst viel spaeter entdeckt werden.
Es gibt in der Gegend 1001 Möglichkeiten, das Auto abzustellen, so dass es erst mal nicht gefunden wird, vor allem auch Stellen, an denen sie beim Parken, Ein- und Aussteigen nicht hätte gesehen werden können. Der Parkplatz dagegen ist von Häusern umgeben und es gehen da auch Leute entlang. Und in dieser Gegend fallen Autos am Waldrand auch nicht wirklich auf, irgendjemand parkt da immer irgendwo. Sie konnte sich eigentlich ziemlich sicher sein, dass vor dem nächsten Morgen nicht nach ihr gesucht wird; das reicht bei einem Suizid.
Nach dem Fund hat die Spusi tagelang, ich glaube sogar eine Woche am Auffindeort ermittelt. Sie scheinen nichts gefunden zu haben, was eindeutig auf einen Suizid schließen lässt. Die Frage stellt sich halt auch: falls es Suizid war, wie hat sie es gemacht? Bei dieser Auffindesituation gibt es so viele Möglichkeiten nicht.


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24.03.2021 um 13:54
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:Was jemand sagt, der die Familie kennt ist aber nicht ausschlaggebend.
Generell sehe ich es wie Du: in sehr vielen Fällen wollen sich Familienmitglieder einen Suizideines Angehörigen nicht eingestehen, denn das bedeutet für sie zum einen, dass sie den Angehörigen nicht so gut kannten bzw. ihm nicht so nahe standen, wie sie ihm dachten. Zum anderen fängt man dann schnell an, sich Vorwürfe zu machen, dass man nicht geholfen hat oder besser nicht helfen konnte. Deswegen ist Suizid sicher auch ein Tabu, denn noch weniger als vor sich selbst mag man das vor der Öffentlichkeit zugeben.

Insofern glaube ich schon, dass in diesem Zusammenhang ein Suizid oft abgestritten bzw. rigoros geleugnet wird, selbst wenn die Polizei das so ermittelt hat. Was dann oft in ungerechte Polizeischelte endet ("Die haben dann halt einen Fehler gemacht", "es gab Ermittlungspannen" "Ich habe denen doch mehrmals gesagt, dass unser XY das niemals tun würde. Er war immer so fröhlich und hatte gar keinen Grund dazu").

Und auch Tatsachen, die Familie und auch wir hier als Außenstehende als eindeutige Argumente gegen einen Suizid werten, schließen diesen nicht aus. Z.B. dass die Tochter schwanger war und sie bald Großmutter wurde, dass jemand die letzen Stunden seines Lebens damit verbringt, sein Appartement sorgfältig aufzuräumen und selbst die angebrochene Milchflasche mitnimmte (ist doch auch egal, wenn ich tot bin) oder einen unlogische Wegstrecke zurücklegt statt den kürzesten Weg zu nehmen oder das Auto an dem praktischsten Standort anzustellen. Niemand weiß ja, was genau in den letzen Wochen, Tagen und Stunden in dem Menschen vorgegangen ist.

Insofern hast Du vollkommen recht, dass die MEINUNG der Familie relativ unverlässlich ist.

Wenn die Obduktion allerdings einen Suizid als Todesursache ergeben hat und die Presse wegen des Pressecodexes nicht darüber berichtet, verfügt nur die Familie (und die Polizei natürlich) über diese Informationen.

Allerdings wird dann erfahrungsgemäß wenigstens ein kurzer Hinweise, dass Fremdverschulden ausgeschlossen werden konnte, veröffentlicht, zumal über den Fall ja durchaus deutschlandweit berichtet wurde. Und wenn es ein Unfall gewesen wäre, wäre das sicherlich veröffentlicht worden, wahrscheinlich sogar deutschlandweit bzw. in der überregionalen Presse.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

24.03.2021 um 14:15
@cododerdritte
Es bleibt die Möglichkeit, die ich sogar für sehr wahrscheinlich halte, dass aufgrund der 5 Jährigen Leichenliegezeit die konkreten Todesumstände und die genaue Todesursache durch die Obduktion nicht mehr festzustellen war.


Der Stand nach der neuerlichen Pressemeldung ist aber, dass die Ermittler in Ermangelung des Feststellens der Todesursache, noch nicht einmal gesichert davon ausgehen können, dass B.A. in Folge von Fremdeinwirkung zu Tode gekommen ist.

Das wird die Ermittlungsbehörden natürlich nicht daran hindern, in Richtung eines möglichen Kapitalverbrechens zu ermitteln. Nur würde man dann erwarten, da die Ermittler offenkundig nicht weitergekommen sind ( es befindet sich keine Person unter dringendem Tatverdacht, geschweige, dass jemand in U- Haft genommen wurde, dazu gäbe es sicher eine Pressemitteilung, wie sonst üblich) eine Reihe von Fragen an die Öffentlichkeit und insbesondere an die Nachbarschaft von Lautzenhausen gestellt würden, oder der Fall z. Bsp. von den Ermittlungsbehörden in AZXY vorgestellt würde.
Denn immerhin sind die Ermittlungsbehörden in der Pflicht ein mögliches Kapitalverbrechen zum Nachteil der Birgit A. aufzuklären, sofern es dafür ermittlerseitig hinreichende Anhaltspunkte gibt.


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24.03.2021 um 20:12
Was ich seltsam finde, ist, dass sie während des Aufenthaltes in Hahn keinerlei Kontakt mit ihrem Mann gehabt zu haben scheint. Laut dem Artikel im Stern führte sie das letzte Telefonat mit ihrem Handy zwei Tage vor ihrem Verschwinden mit der Tochter, die letzte SMS wurde am 31. März ebenfalls an die Tochter verschickt.

Das finde ich schon auffällig. Selbst zwischen schon seit langem verheirateten Partnern würde ich da zumindest einmal am Tag eine Kontaktaufnahme vermuten, und wenn es nur um organisatorische Fragen, also nicht mal um den Austausch von "Ich vermisse Dich" oder Wie war die Schicht", "Geht es Dir gut?" geht....

Sie hatte eine längere Autofahrt vor sich, da kenne ich es, dass man kurz durchklingelt oder einen SMS schreibt, dass man jetzt losfährt, allein schon, damit der andere sich keine Sorgen macht, wenn man nicht pünktlich loskommt und deshalb viel später eintreffen wird, als geplant. Laut Stern-Artikel war es wohl ihre Gewohnheit, sich nach der Schickt noch mal kurz in dem Appartement auszuruhen. Darunter würde ich verstehen, sich einen Kaffee zu machen, vielleicht zu frühstücken, vielleicht auch zu duschen (um vor der längeren Fahrt etwas wacher zu werden), aber eher nicht, sich noch mal für einige Stunden hinzulegen.

Dort steht ebenfalls, dass sie sich bei Schichtwechsel eine 3/4-Stunde mit ihrem Bruder unterhielt, also schon 45 Minuten später dran war als sonst.

Wenn es sich um einen Unfall oder einen fatal verlaufenen medizinischen Notfall beim Wandern/Walken gehandelt hätte, hätte sie also mit einer geschätzten weiteren Stunde Verspätung vor der Abfahrt rechnen müssen. Das wären dann schon fast 2 Stunden Verspätung für eine Fahrtstrecke, für die man laut Google-Maps 1 3/4-Stunde braucht. Da würde ich doch wenigstens kurz Zuhause bescheid sagen, dass es später wird, damit sich keiner Sorgen macht. Das spricht für mich dafür, dass sie eigentlich keine Wanderung geplant hatte, was wiederum einen Unfall mitten im Wald sehr unwahrscheinlich macht.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

24.03.2021 um 20:14
Und noch etwas:
Zitat von cododerdrittecododerdritte schrieb:Laut dem Artikel im Stern führte sie das letzte Telefonat mit ihrem Handy zwei Tage vor ihrem Verschwinden mit der Tochter, die letzte SMS wurde am 31. März ebenfalls an die Tochter verschickt.
Wieso sollte jemand, der das Handy offenbar nur sehr selten benutzt, also selten anruft als auch selten Anrufe bekommt, sein Handy in den Flugmodus schalten, um ungestört zu sein.....?! Die Wahrscheinlichkeit, durch einen Anruf oder eine SMS gestört zu werden, ist doch in diesem Fall sehr gering.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

24.03.2021 um 20:23
Zitat von cododerdrittecododerdritte schrieb:Was ich seltsam finde, ist, dass sie während des Aufenthaltes in Hahn keinerlei Kontakt mit ihrem Mann gehabt zu haben scheint. Laut dem Artikel im Stern führte sie das letzte Telefonat mit ihrem Handy zwei Tage vor ihrem Verschwinden mit der Tochter, die letzte SMS wurde am 31. März ebenfalls an die Tochter verschickt.
Ihr Mann hat ja den gleichen Job wie sie, war soviel ich weiss im Bereich Muenchen eingesetzt. Ich vermute mal, fuer die Beiden war es normal, dass man sich paar Tage nicht sieht. Auch laut ihren Telefonaktivitaeten, hat sie eh nur sehr wenig telefoniert, kein WhatsApp genutzt. Jeder Jeck ist anders, die einen telefonieren taeglich und fuer andere ist es ganz normal, wenn man nicht taeglich Kontakt hat.
Zitat von cododerdrittecododerdritte schrieb:Wieso sollte jemand, der das Handy offenbar nur sehr selten benutzt, also selten anruft als auch selten Anrufe bekommt, sein Handy in den Flugmodus schalten, um ungestört zu sein.....?! Die Wahrscheinlichkeit, durch einen Anruf oder eine SMS gestört zu werden, ist doch in diesem Fall sehr gering.
Das stimme ich dir zu, das sehe ich ganz genauso. Auch musste sie nicht berufsbedingt ihr Handy in den Flugmodus zu stellen. Macht also , wie du schon richtig geschrieben hast, Null Sinn.


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24.03.2021 um 20:29
@cododerdritte
Das sind sehr gute Gedankengänge.

Ist mir noch gar nicht aufgefallen, aber jetzt wo du es sagst natürlich schon.

🤔

Schon etwas auffällig, aber so oder so wird ja aktuell nichts weiter bekannt gegeben.

Es wurde zwar schon intensiv darüber diskutiert, aber die Tatsache, dass die Polizei keinen Hinweis auf ein Verbrechen, oder Suizid gefunden hat, ergibt für mich objektiv nicht unbedingt einen Ausschluss dieser Möglichkeiten.

Wenn es einfach nahezu nichts gibt, was auf irgendetwas hinweist, ist theoretisch und praktisch alles offen und möglich.

Die Wahrscheinlichkeit für eine der Varianten kann sich somit jeder selbst ausrechnen.

Falls man zu dem Ergebnis "Verbrechen" kommt, hat der/die Täter tatsächlich hier das perfekte Verbrechen ohne jede Spur UND komplett ohne Motiv geschafft.

Das wäre tatsächlich ein Novum der internationalen Kriminalgeschichte.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

24.03.2021 um 20:59
Zitat von ForesterForester schrieb:aber die Tatsache, dass die Polizei keinen Hinweis auf ein Verbrechen, oder Suizid gefunden hat, ergibt für mich objektiv nicht unbedingt einen Ausschluss dieser Möglichkeiten.
Das stimmt allerdings. Aber man kann ja mehrere Versionen/Möglichkeiten durchspielen und überlegen, welche der bekannten Tatsachen in das Szenario passt, welche Tatsache eher unwahrscheinlich ist (aber damit nicht 100% ausgeschlossen) und welche Tatsachen dazu absolut nicht passen und damit die Version widerlegen.

Z.B. frage finde ich es völlig abstrus, dass sie bei einer Wanderung/einem Walking-Rundgang die rote Klappkiste mit den Lebensmitteln mitführen würde. Die ist erstens bei Wandern nicht wirklich so tragbar, dass sie nicht stört und zweitens wozu sollte sie die dabei brauchen.

Auch bei einem Suizid-Plan wäre es nicht unbedingt zu erwarten, dass sie die Kiste zum Vollzugsort mitnimmt, aber ausgeschlossen wäre es nicht, z.B. wenn sie darin etwas transportieren will, was sie zum Vollzug braucht (z.B. Seil) oder was sie gerne bei sich haben möchte (z.B. Andenken an Angehörige).


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

24.03.2021 um 21:07
Zitat von cododerdrittecododerdritte schrieb:Auch bei einem Suizid-Plan wäre es nicht unbedingt zu erwarten, dass sie die Kiste zum Vollzugsort mitnimmt, aber ausgeschlossen wäre es nicht, z.B. wenn sie darin etwas transportieren will, was sie zum Vollzug braucht (z.B. Seil) oder was sie gerne bei sich haben möchte (z.B. Andenken an Angehörige).
Seil kann man glaube ich ausschliessen, waere bei der Wuchshoehe der damaligen Baeume nicht moeglich. Da haette sie sich ein anderes Waldgebiet ausgesucht. Nehmen wir einmal an, es war Suizid, dann muss es ja einen Grund geben, warum sie erst umstaendlich durch ein anderes Waldgebiet laeuft, um sich dann so dicht neben einer Strasse umzubringen. Mir faellt da leider nichts plausibles ein. Auch war ja der Bewuchs der Baeume sehr dicht, sieht man gut auf Video des Fundortes, wieviele Aeste die Polizei abgesaegt hat, um ueberhaupt ranzukommen. Das dann noch 5 Jahre zurueck, was will man da mit der Kiste, wie bekommt man die da vernueftig mit rein, dann das ganze ohne Jacke.


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24.03.2021 um 21:08
Zitat von cododerdrittecododerdritte schrieb:Das stimmt allerdings. Aber man kann ja mehrere Versionen/Möglichkeiten durchspielen und überlegen, welche der bekannten Tatsachen in das Szenario passt, welche Tatsache eher unwahrscheinlich ist (aber damit nicht 100% ausgeschlossen) und welche Tatsachen dazu absolut nicht passen und damit die Version widerlegen.
Einen verdächtigen scheint es nicht zu geben.

Gesundheitliche Probleme scheint es nicht zu geben.

Hinweise auf psychische Belastungen oder Probleme scheint es nicht zu geben.

Ein Ermittlungsergebniss scheint es nicht zu geben.

Die sterblichen Überreste wurden bekanntlich zur Bestattung freigegeben.
Zitat von cododerdrittecododerdritte schrieb:Z.B. frage finde ich es völlig abstrus, dass sie bei einer Wanderung/einem Walking-Rundgang die rote Klappkiste mit den Lebensmitteln mitführen würde. Die ist erstens bei Wandern nicht wirklich so tragbar, dass sie nicht stört und zweitens wozu sollte sie die dabei brauchen.

Auch bei einem Suizid-Plan wäre es nicht unbedingt zu erwarten, dass sie die Kiste zum Vollzugsort mitnimmt, aber ausgeschlossen wäre es nicht, z.B. wenn sie darin etwas transportieren will, was sie zum Vollzug braucht (z.B. Seil) oder was sie gerne bei sich haben möchte (z.B. Andenken an Angehörige).
Jetzt müsste man nur wissen, ob die ominöse und allseits bekannte Klappbox dort gefunden wurde.

Helfen würde es vermutlich nicht wirklich.

P.S.: Das (Abschlepp) Seil lag im Kofferraum.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

24.03.2021 um 21:13
Zitat von ForesterForester schrieb:P.S.: Das (Abschlepp) Seil lag im Kofferraum.
Nein, auf dem Rücksitz und zwar "auf den Nordic-Walking-Stöcken" (laut Stern-Artikel). Was ich auch schon seltsam finde, da sie die Stöcke sicher sehr viel häufiger benutzt hat, als das Abschleppseil. Das Abschleppseil würde ich ehr im Kofferraum oder sogar in der Seitenverkleidung oder unter dem Kofferraumboden erwarten, denn man braucht es ja wirklich nicht regelmäßig.


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24.03.2021 um 21:15
@Tritonus Du schriebst:
"Es gibt in der Gegend 1001 Möglichkeiten, das Auto abzustellen, so dass es erst mal nicht gefunden wird, vor allem auch Stellen, an denen sie beim Parken, Ein- und Aussteigen nicht hätte gesehen werden können. Der Parkplatz dagegen ist von Häusern umgeben und es gehen da auch Leute entlang"

Genau. Das fiel mir jetzt zum ersten Mal richtig auf... WARUM ausgerechnet dieser Parkplatz? Was ist so besonderes daran, warum musste es dieser Ort sein? Lag er günstig für was/ Wen, auch immer? In der Nähe von...? Es muss ja einen Grund dafür geben!


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

24.03.2021 um 21:18
@cododerdritte
Ja o.k. Es lag im Auto, wollte ich sagen.

Warum es "obenauf" auf dem Rücksitz lag weiß niemand, wurde aber schon ausführlich diskutiert, natürlich ohne eindeutiges Ergebnis.

Hab ich aber auch keine Idee dazu.


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24.03.2021 um 21:18
Zitat von ReginaD.ReginaD. schrieb:Genau. Das fiel mir jetzt zum ersten Mal richtig auf... WARUM ausgerechnet dieser Parkplatz? Was ist so besonderes daran, warum musste es dieser Ort sein? Lag er günstig für was/ Wen, auch immer? In der Nähe von...? Es muss ja einen Grund dafür geben!
Der Parkplatz war sehr guenstig fuer jemanden, der schnell wieder auf den Flughafen gelangen wollte. Weil er vielleicht dort arbeitet, dadurch ein Alibi hatte, oder einfach nur vom Flughafen ablenken wollte. Genauso wie der Flugmodus ein Ablenkungsmanoever sein koennte.


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