Füchschen schrieb:Es ist für einen handwerklich versierten Mann sicher nicht unmöglich, in mehreren Nächten immer mal kurz den Deckel der Tonne zu lösen, gerade soweit, dass niemand aufwacht.
sallomaeander schrieb:Wie ich schon schrieb, wird dem Voltigierbock aka Blechpferd in der jüngsten XY-Ausgabe viel Platz eingeräumt - im übertragenen, wie auch im wortwörtlichen Sinne.
Das muss einem Grund haben, der über die letzte garantierte Sichtung hinausgeht.
Füchschen schrieb:Wozu recherchiert jemand für die Kripo, wo es solche Blechpferde gibt?! Es muss ins Studio geschafft werden! Das sind alles Kosten!
Ich bin wirklich immer wieder überrascht mit wie viel Phantasie hier die Fälle angegangen werden. Deshalb arbeite ich die einzelnen Bemerkungen gerne mal auf.
Gehen wir mal davon aus, dass wirklich eine Person dieses Stahlpferd so konstruiert haben könnte, dass es einen zugänglichen hohlen Innenraum hätte. Mir stellt sich dann die Frage, war dies gleich bei der Fertigung so oder sollte das Stahlpferd erst im Nachhinein so bearbeitet worden sein. Ersteres würde ja bedeuten, dass es sicherlich einer mitbekommen hätte, da das Teil ja sicherlich nicht alleine gefertigt werden bzw. auf seinen Standplatz verbracht werden konnte. Unabhängig davon wird ja, so impliziere ich eure Vorstellung, eine Person schon im Vorfeld geplant haben, ein Kind darin zu verstecken, dass ich es im Nachklang missbrauchen kann. Würde das Kind dann bewusstlos darin liegen, dass es sich nicht bemerkbar macht. Nur so mal als Gedanke.
Die zweite Möglichkeit wäre ja dann, dass das Pferd im Nachklang erst manipuliert worden wäre. Da stellt sich mir die Frage, wäre es denn nicht aufgefallen, wenn das Pferd plötzlich nicht mehr zugegen gewesen wäre? Wohl schon und vermutlich wäre auch die Person bekannt gewesen, die dafür verantwortlich war.
Zuletzt fällt mir dann noch die Spurenlage an dem Pferd an sich auf. Egal wer daran tätig war, es wäre wohl bekannt wer die Arbeiten diesbezüglich durchgeführt hat. Unabhängig davon ist es quasi unmöglich den Innenbereich spurenfrei zu halten. Soll heißen, wenn es denn tatsächlich so gewesen wäre, wüsste man schon längst mit wem man es zu tun hat und ob sich Inga tatsächlich in diesem Hohlraum befand. Deshalb halte ich diese Variante für völlig ausgeschlossen, unabhängig davon, dass man das Pferd, da ja der letzte Ort der Sichtung, sowieso genauer in Augenschein genommen hat.
Abschließend noch ein Wort zum Stahlpferd im Fernsehstudio. Welches Requisite eignet sich besser für den Fall als ein Spielpferd, an dem Inga zuletzt gesehen wurde. Das ist auch die einzige Bedeutung die dieses Pferd hat. Es soll den eigentlichen harmlosen Ort, eine Spielstätte für Kinder, hervorheben, der Ausgangspunkt eines tragischen Vermisstenfalles ist. Unabhängig davon wird sicherlich nicht, wenn es denn so wäre, das entscheidende Beweismittel mitten im Studio aufgebaut, ohne es zu erwähnen. Aktenzeichen XY ist eine Sendung, die darauf abzielt Informationen zu Straftaten zu erlangen, jedoch ohne diese in eine Quiz- und Rätselveranstaltung umzuwandeln. Die wenigsten Zuseher machen sich die Mühe, wie hier im Thread teilweise geschehen, quasi jedes Bild des Filmfalles bzw. aufgebaute Requisiten im Studio zu interpretieren und zu deuten. Dies soll keine Kritik sein, da sich daraus auch durchaus Denkansätze ergeben, die für den Fall hilfreich sind, aber die Stahlpferd-Theorie gehört hierbei wohl leider nicht mit dazu.