sallomaeander schrieb:Überhaupt spielten einige Gedankengänge der Ermittler, die zwischenzeitlich bekannt wurden, in der XY-Sendung vom 29.07. keine Rolle - was nicht bedeuten muss, dass man von ihnen vollständig abgerückt ist.
Das ist interessant zu hören, vielen Dank! Ich hatte diesen Fall bis zu Aktenzeichen xy nur einmal punktuell wahrgenommen, drei Posts geschrieben und kaum Überblick über alles.
nebelkind schrieb:Ich geh davon aus, dass sie alle Optionen offen lassen wollen. Viel zu groß wäre ansonsten das Risiko, dass interessante Hinweise nicht an die Kripo herangetragen werden, weil sie von Zeugen als unwichtig gewertet werden könnten.
Davon gehe ich jetzt auch aus. Auch die Entführung wird von der Kripo für möglich gehalten.
Deshalb lautet wohl die erste Frage:
Haben Sie Inga GEHRICKE am 02.05.2015 oder danach gesehen?
Quelle:
https://www.bka.de/DE/IhreSicherheit/Fahndungen/Personen/Vermisste/Tag_der_vermissten_Kinder/IG/Personenfahndung_Inga_GEHRICKE.html?nn=26874#detailinformationen266042Der Auftakt bestimmt in professionellen Zusammenhängen alles. Und diese Frage ist die erste Frage der Kripo. Auch im Nachgang stand diese Frage im Mittelpunkt der Verlautbarung der Kripo, denn es wurde mitgeteilt, dass Inga nach dem 2.5.15 oft gesehen wurde.
Ich finde die Idee von
@Koalasmile immer noch originell, dass innen drin im Voltigiergerät ein Versteck gewesen sein könnte. Dieser Hinweis lenkt zu Recht den Fokus auf das Stahlpferd, neben dem im Studio ein Erwachsener, Rudi Cerne, gezeigt wurde. Das Stahlpferd muss eine Bedeutung haben, ist nicht nur Requisite.
Ich habe den Filmfall insgesamt viermal angeschaut. Immer wieder entdecke ich etwas, das mir vorher nicht aufgefallen war.
Wer mir in Erinnerung bleiben wird ist Inga. Sie entwickelte im Alter von fünf Jahren eigene Interessen. Fußball war nicht interessant, statt dessen beobachtete sie gerne die Natur und sammelte Stöcke, mit denen die herumlief.
Und Inga wird mir außerdem als Nachzüglerin in der Familie in Erinnerung bleiben, denn Nachzügler können einen schweren Stand in einer Familie mit sechs Personen haben, umgeben von ganz viel Weisheit der Älteren, die immer alles besser wissen als man selbst. Die Szene mit „Ich sehe das, was du nicht siehst.“ zeigt das. Inga wird von den Schwestern nachsichtig erklärt, dass „unsichtbar“ nicht dasselbe wie „durchsichtig“ ist, woraufhin Inga selbstbewusst Antwort gibt: „Ist mir doch egal.“
Ich verabschiede mich aus diesem Thread, denn nun ist die Kripo am Zug.