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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

23.932 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Wald, Mädchen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

gestern um 21:51
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Und eben deshalb zählen für mich da eher eindeutig so Gegebenheiten im unmittelbaren Nahbereich wie z.B. der Spielplatz (nur wenige Meter weiter südwestlich vom Grillplatz) oder der dortige Schuppen mit den Kinder-Spielsachen
Durchaus richtig, nur hätte man sie wohl dann auch ziemlich schnell gefunden. Ich glaube nicht, dass zu Beginn der Suchmaßnahmen, die ja im Kreise der Familie und Freunde betrieben wurden, sofort alle in den Wald rannten. Man wird wohl zuerst im Umkreis der letzten Wahrnehmung gesucht und dann natürlich auch die im Umkreis des Stahlpferdes befindlichen Gebäude oder Örtlichkeiten des Diakoniewerks mit einbezogen haben, bevor man dann in den Wald ging.
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Welche Bezugnahme sollte eine Fünfjahrige dazu haben, alleine in den Wald zu marschieren?
Bei einer 5-jährigen wird da schon die schöne Blume oder ein toller Ast reichen. Auch ein Tier wäre möglich. Andererseits wissen wir nicht, wie Ingas Gemütslage zu diesem Zeitpunkt war. Sollte es im Vorfeld ein Verbot für den Wald gegeben haben und sie entscheidet sich, da sie dort z. B. erneut nicht ins Spiel mit einbezogen wurde, nach ihrem eigenen Kopf zu handeln, wird die Sache schnell ein Abenteuer, an dem sie zu Beginn gefallen gefunden hat und dann eben im Nachgang zu diesem Vermisstenfall wurde.
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Interessant. Aber nicht so ganz vergleichbar. Der Zweijährige ist direkt von seinem Zuhause - vom Gelände des Wohnhauses aus - los in den Wald. Das war sozusagen "vertraute Umgebung" für das Kind, das Kind könnte dort schon vorher regelmäßig mit den Eltern gewesen sein. Da wäre da schon ein Bezug vorhanden.
Ich glaube, da überschätzt du die Fähigkeiten von 2-jährigen Kindern. Ich denke, auf dem eigenen Grundstück mag der Orientierungssinn noch gegeben sein, aber spätestens im Wald, nach dem gefühlt zweiten Baum, wird in diesem Alter alles gleich aussehen und die Orientierung verloren gehen.

Bei 5-jährigen mag dieser Sinn sicherlich schon besser ausgeprägt sein, fehlen aber dort, wie z. B. im Wald noch im sichtbaren Bereich befindliche Häuser, irgendwelche Bezugspunkte, ist auch hier schnell die Hilflosigkeit gegeben, insbesondere wenn man bedenkt, dass die Dämmerung schon einsetzte.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

gestern um 22:48
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Ich glaube nicht, dass zu Beginn der Suchmaßnahmen, die ja im Kreise der Familie und Freunde betrieben wurden, sofort alle in den Wald rannten.
Da wäre ich mir nicht so sicher. Der Fokus lag bisher in den vergangenen Darstellungen immer sehr stark bis ausschließlich auf dem Wald und dem angeblichen "Feuerholzsammeln".
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:und dann natürlich auch die im Umkreis des Stahlpferdes befindlichen Gebäude oder Örtlichkeiten des Diakoniewerks mit einbezogen haben, bevor man dann in den Wald ging.
BEVOR man dann in den Wald ging? Den Eindruck hatte ich bisher noch gar nicht bei irgendeiner Darstellung (XY-Filmbeitrag, Doku, Podcast).
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Bei einer 5-jährigen wird da schon die schöne Blume oder ein toller Ast reichen. Auch ein Tier wäre möglich. Andererseits wissen wir nicht, wie Ingas Gemütslage zu diesem Zeitpunkt war. Sollte es im Vorfeld ein Verbot für den Wald gegeben haben und sie entscheidet sich, da sie dort z. B. erneut nicht ins Spiel mit einbezogen wurde, nach ihrem eigenen Kopf zu handeln, wird die Sache schnell ein Abenteuer, an dem sie zu Beginn gefallen gefunden hat und dann eben im Nachgang zu diesem Vermisstenfall wurde.
Wie ich schon schrieb. Ich glaube, ein Kind verhält sich - sofern es alleine ist - in seiner gewohnten Umgebung (z.B. direktes Wohnumfeld) wesentlich sicherer als in einer ihm völlig fremden Umgebung.

Befindet sich ein Kind hingegen in einer Gruppe, ändert sich das. Die Gruppe (die Bezugspersonen) gibt Sicherheit, auch in völlig fremder Umgebung.
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Ich glaube, da überschätzt du die Fähigkeiten von 2-jährigen Kindern. Ich denke, auf dem eigenen Grundstück mag der Orientierungssinn noch gegeben sein, aber spätestens im Wald, nach dem gefühlt zweiten Baum, wird in diesem Alter alles gleich aussehen und die Orientierung verloren gehen.
Es geht ja auch nicht um den Orientierungssinn, sondern um das Gefühl von Sicherheit, welches ein Kind entweder alleine, aber im gewohnten Umfeld oder alternativ in ungewohnter Umgebung in einer Gruppe hat und um das Gefühl von Unsicherheit, welches ein Kind alleine, ohne Gruppe/Bezugsperson in ungewohnter Umgebung hat. Da ist es egal, ob das Kind 2 oder 5 Jahre alt ist. Entscheidend ist mMn, wenn das Kind allein und aus eigenem Antrieb motiviert unterwegs ist, ist ihm idR das Umfeld vertraut. Ist die Umgebung nicht vertraut, ist ein Kind in der Gruppe ebenso motiviert unterwegs, alleine hingegen wird es das eher vermeiden. Ein Kind ist nur aus eigenem Antrieb motiviert unterwegs, wenn es sich sicher fühlt: entweder gewohntes Umfeld oder Gruppe/Bezugsperson steht zur Verfügung.

Ich glaube daher im Fall Inga nicht an ein aus eigenem Antrieb motiviertes Hineinlaufen in den Wald.

Beitrag von Shiloh (Seite 1.249)


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

gestern um 23:41
Zitat von ShilohShiloh schrieb:BEVOR man dann in den Wald ging? Den Eindruck hatte ich bisher noch gar nicht bei irgendeiner Darstellung (XY-Filmbeitrag, Doku, Podcast).
Nein, aber auch nicht gegenteilig dargestellt. Unabhängig davon, dass natürlich gleich zu Beginn der Suche eine gewisse Anspannung bei den direkt betroffenen Personen herrschte, so würde ich doch nur gleich direkt in den Wald laufen, wenn ich Anhaltspunkte dafür hätte. Diese könnten durch Aussagen von Anwesenden aufgrund entsprechender Beobachtungen oder eben einer Ankündigung von Inga selbst vorhanden gewesen sein, was aber nicht aus den bekannten Informationen hervorgeht. Sollte dem nicht so sein, so würde ich doch eher davon ausgehen, dass sie sich in dem ihr vertrauten und vor allem bebauten Gebiet bewegt. Entsprechend würde wohl zu Beginn auch die Suche aussehen. Ist aber, wie schon gesagt, alles nur im Bereich der Spekulation.
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Wie ich schon schrieb. Ich glaube, ein Kind verhält sich - sofern es alleine ist - in seiner gewohnten Umgebung (z.B. direktes Wohnumfeld) wesentlich sicherer als in einer ihm völlig fremden Umgebung.

Befindet sich ein Kind hingegen in einer Gruppe, ändert sich das. Die Gruppe (die Bezugspersonen) gibt Sicherheit, auch in völlig fremder Umgebung.
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Ist die Umgebung nicht vertraut, ist ein Kind in der Gruppe ebenso motiviert unterwegs, alleine hingegen wird es das eher vermeiden.
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Ich glaube daher im Fall Inga nicht an ein aus eigenem Antrieb motiviertes Hineinlaufen in den Wald.
Inga war zum Zeitpunkt des Verschwindens schon eine längere Zeit vor Ort. Somit dürfte ihr das Gebiet rund um den Grillplatz so vertraut gewesen sein, dass sie sich auch wieder zu einem gewissen Ausgangspunkt orientieren konnte. Ebenso wurde in dem Beitrag von Aktenzeichen XY der Eindruck vermittelt, dass sie nicht unbedingt Ängste davor hatte, sich auf diesem Gebiet sogar alleine zu bewegen. Deshalb denke ich, dass eine von dir beschriebene Ängstlichkeit erst dann eintrat, als sie sich nicht mehr orientieren konnte oder anderweitig in hilfloser Lage befand. Bis dahin, so meine Vermutung, lief sie wohl recht sorglos, mit Ausnahme der geschilderten Verhaltensauffälligkeiten von Inga, die aber auch einfach nur darauf begründet sein könnten, dass man sie nicht mit einbezogen und beim Spielen außen vor lässt, durch die Gegend.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

gestern um 23:58
Zitat von ShilohShiloh schrieb:kann ich mir aber durchaus sehr gut aus der Sicherheit einer Gruppe heraus vorstellen (mehrere Kinder plus womöglich noch betreuende Erwachsene).
Ja, allerdings würde ich nicht pauschal sagen, dass ein Kind von 5 Jahren nicht alleine in den Wald gehen würde. Das ist sehr verallgemeinern und die individuelle Betrachtung fehlt. Dazu wissen wir zu wenig über Inga. Kinder in dem Alter wollen schon groß sein "ich kann das alleine" und die Entdeckungslust ist ja auch unterschiedlich. Magisches Denken (Fantasie) und Realität kann sich in dem Alter vermischen, dann wird man auch mutig.
Ich kenne eine Familie die im Ausland war und der Sohn gleiches Alter ist alleine losgezogen, die Landessprache konnte er auch nicht und die Umgebung war auch neu. Wurde zum Glück gefunden, in dem Fall war es nicht der Wald. Klar, würden auch einige Kinder nicht alleine losziehen und bleiben eher in der Nähe der Bezugspersonen. Allgemein benötigten die meisten allerdings nicht mehr den Blickkontakt, um sich Sicher zu fühlen.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

um 00:06
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Nein, aber auch nicht gegenteilig dargestellt. Unabhängig davon, dass natürlich gleich zu Beginn der Suche eine gewisse Anspannung bei den direkt betroffenen Personen herrschte, so würde ich doch nur gleich direkt in den Wald laufen, wenn ich Anhaltspunkte dafür hätte. Diese könnten durch Aussagen von Anwesenden aufgrund entsprechender Beobachtungen oder eben einer Ankündigung von Inga selbst vorhanden gewesen sein, was aber nicht aus den bekannten Informationen hervorgeht. Sollte dem nicht so sein, so würde ich doch eher davon ausgehen, dass sie sich in dem ihr vertrauten und vor allem bebauten Gebiet bewegt. Entsprechend würde wohl zu Beginn auch die Suche aussehen. Ist aber, wie schon gesagt, alles nur im Bereich der Spekulation.
Danke für diesen Beitrag. Inga wurde mal als ganz normal beschrieben, was ja auch die Eltern dazu veranlasste, noch zum Abendbrot/Grillen/Lagerfeuer zu bleiben. Inzwischen manifestiert sich die Darstellung, dass Inga wie betäubt wirkte. Gut, ich kann nicht den Umgang in meiner Familie und meinem Freundeskreis auf andere projizieren. Offenbar hat man das vor Ort nicht weiter begleitet, weil man vielleicht davon ausgegangen ist, dass sich jeder einfach hinlegt, wenn er müde ist. Das soll keine Wertung sein. Ich kenne genug Familien, in denen das so ist. Nur fehlt mir in den verschiedenen Darstellungen der Mutter, wohin sie panisch zuerst gelaufen ist (Pool, Wald, Wilhelmshof umrundet, ...), weil niemand Inga gesehen hatte, ein Hinweis auf eine möglicherweise eingeschlafene Inga. Also wenn eine Mutter verzweifelt nach ihrem Kind sucht, wäre es dann nicht angebracht zu sagen, dass Inga wie betäubt wirkte und sich möglicherweise irgendwo in einem Liegestuhl befindet? Oder welches hundemüde Kind läuft in den Wald? Wenn ich an der Darstellung einer betäubt wirkenden Inga festhalte, so erscheint mir die Suche im Wald und das Umkreises des Wilhelmshofs vollkommen absurd.

Diese vielen sich diametral gegenüberstehenden Aussagen führen bei mir zu einem Gefühl der totalen Verwirrung. Wenn Inga wie betäubt wirkte, warum sucht man im Wald. Wenn es einen ständigen Blickkontakt gab, warum die Frage nach Inga. Wo war die letzte Sichtung. Wann war sie? Es waren drei Männer draußen. So wahnsinnig viel Arbeit war es ja auch nicht, ein paar Stühle und die anderen Utensilien hinzutragen. Wenn Inga wie betäubt wirkte, warum hat sie keiner geschnappt und irgendwo auf ein Sofa gelegt? Oder andersrum: Was stimmt von den uns bekannten Angaben?


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