Leuchter schrieb:Mal in eine andere Richtung gedacht. Weiß man ob die Gebäude auf dem Gelände durchsucht wurden?
Leuchter schrieb:Möglicherweise hat der Täter das Kind im Gebäude versteckt hat,
EDGARallanPOE schrieb:Ich denke man hat da sehr sorgfältig nachgeschaut....
Das ist die große Frage, in welchem Umfang und wann dies geschah. Zwar war die Kriminalpolizei bereits am Montag auf dem Gelände und betrieb dort, wie in einem Zeitungsartikel beschrieben, intensive Suchmaßnahmen, man muss aber berücksichtigen, dass man für jedes einzelne Zimmer, dass dauerhaft durch eine Person bewohnt wurde, auch einen entsprechenden Durchsuchungsbeschluss braucht. Ohne ein entsprechendes Verdachtsmoment wird man den auch nicht bekommen.
Natürlich wird man auf freiwilliger Basis versucht haben auch diese Zimmer zu durchsuchen bzw. dann besser gesagt, in diesen nachzuschauen, sollte eine Person dies abgelehnt haben, so darf ich als Polizei da auch nicht hinein. Dazu muss man wissen, dass diese Ablehnung nicht ausreichend ist, um eine Gefahr in Verzug zu begründen. Der Wohnraum einer Person ist durch das Grundgesetz besonders geschützt.
Sollte dies der Fall gewesen sein, so wird man natürlich versuchen, einen entsprechenden Beschluss zu erwirken, indem man versucht, zumindest vage Verdachtsmomente zusammenzutragen, dies nimmt jedoch auch eine gewisse Zeit in Anspruch. Selbstverständlich wird man solange auch die entsprechende Räumlichkeit zumindest von außen überwachen, um die Möglichkeit, Spuren zu beseitigen, zu reduzieren. Sollte dies aber bei mehreren Bewohner so der Fall gewesen, kann dies wirklich eine komplizierte Aufgabe werden.
Leuchter schrieb:Weiß man, ob die Autos der anwesenden Personen mit Spürhunden untersucht wurden?
Ich denke mal, dass die Fahrzeug, die am Tag bzw. Folgetag des Verschwindens auf dem Gelände geparkt waren, noch nicht im Vordergrund der Suche standen. Man ging ja zu Beginn davon aus, dass Inga sich im Wald verirrt hatte. Ab Montag wird man die Hunde sicherlich auch auf dem Gelände des Diakoniewerks und somit auch automatisch im Umfeld geparkter Pkws eingesetzt haben. Zu dieser Zeit werden aber sicherlich nicht mehr alle Fahrzeuge zugegen gewesen sein, die am Tag des Verschwindens auf dem Gelände parkten.
Tita1992 schrieb:nichts aber es zeigt, dass sie rein theoretisch irgendwo noch leben könnte, und nicht unbedingt unglücklich sein müsste.
Das wäre natürlich wunderbar und sicherlich auch für die Familie eine akzeptable Version.
Wenn man dieses Szenario einmal weiter betrachtet, würde dies ja bedeuten, dass Inga irgendwo, ohne Schaden genommen zu haben, sieht man mal von der Entführung des Kindes ab, in einer Familie lebt. Aus meiner Sicht ist dies in Deutschland, vor allem mit dem medialen Interesse, dass in Deutschland immer noch auf diesen Fall gerichtet ist, nicht möglich. Würde man diese These in das Ausland verlegen, so gibt es sicherlich besser geeignete Länder, ein Kind aus der Obhut der Eltern zu reißen. Deshalb denke ich, dass dies bei Inga nicht zutreffen wird.
Enterprise1701 schrieb:hmm...ich hatte dazu den Gedanken ob es einen anderen kurzen vielleich auch unwichtigen Vorfall gab wo viele Menschen abgelenkt wurden. Eine Art Ablenkungsmanöver. Einen Moment über den man sich keine wirklichen Gedanken machte der aber am Ende entscheidend gewesen ist.
Ich glaube, sollte dieser Fall zutreffend sein, so würden sich doch die anwesenden Personen an ein entsprechendes Ereignis erinnern und in ihrer ersten Aussage erinnern. Der Vorfall müsste ja dann so groß gewesen sein, dass alle Anwesenden dadurch für ein paar Minuten abgelenkt wurden. Ich sehe dann auch das Problem, egal wie ein solches Ereignis auch ausgesehen haben könnte, doch der Schutzgedanke der Eltern greift und ich versuche, meine Kinder sofort in meiner Nähe zu sammeln. Ich denke, dass diese Variante also eher das Gegenteil bewirken würde.