Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

11.811 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wald, Entführung, München ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

um 10:54
Zitat von R.d.RR.d.R schrieb:Aber nachdem die beiden Hauptindizien, auf denen das Urteil basiert, aus heutiger Sicht entweder nicht mehr haltbar (TK 248), oder mehr als wackelig (Aussagen des verstorbenen Zeugen P.) sind, sollte man m.E. auch mal wieder in eine andere Richtung denken.
Zum verstorbenen Zeugen P finde ich bemerkenswert, dass die Argumentation des Gerichts nur wirklich schlüssig ist, wenn P aich der unbekannte Mittäter ist (das wird irgendwo im Urteil in einem Nebensatz auch mal erwähnt, aber sonst komplett ausgeklammert). Es gibt mE nur zwei Szenarien:

1. P war nicht Mittäter, sondern wurde wie angegeben nur von WM zur Ausgrabung eines Lochs für 1000 DM + Farbfernseher beauftragt. Damit hätte sich WM aber erpressbar gemacht. Gerade vor dem Hintergrund der Differenz zwischen angestrebtem Lösegeld und Honorar für die Grabungen.

2. P war als Mittäter in die Planung und Ausführung involviert. Halte ich wegen dea hohen Erpressungsrisikos aus 1. für die deutlich wahrscheinlichere Variante. Ich weiß nicht wie eng WM und P verbandelt waren, bei der Auswahl des Mittäters wär WM dann aber recht irrational vorgegangen. Der überdurchschnittliche und regelmäßige Alkoholkonsum des P dürfte ja hinlänglich bekannt gewesen sein.

Sicherlich ist 2. ein mögliches Szenario, aber damit ging WM ein sehr hohes Risiko ein, was dann ja eingetreten ist. Vorausgesetzt, die Aussage von P, dass er im Auftrag von. WM gehandelt hat, war zutreffend.


melden

Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

um 14:39
Beim letzten Erpresseranruf am 18.09.1981 um 12.50 Uhr fordert Frau Herrmann ein Lebenszeichen ihrer Tochter.
Der Täter reagiert darauf wohl wie folgt:
Im Laufe des 18.09.1981 fügte der Angeklagte auf der Rückseite des bereits
vorgefertigten zweiten Erpresserbriefs den letzten Absatz hinzu:
„Ursula lebt wir Brauchen ihr Leben nicht Wir haben auch Kindem“.

Außerdem fertigte er am 18.09.1981 aus Zeitungsausschnitten folgendes
Kuvert
„Bitte Sofort für Empfänger
MICHAEL HERRMANN
Lehrer
Eching Ammersee
Kaagager straße 24u
und warf den Brief, in dem der Ablauf der geplanten Geldübergabe mitgeteilt
wurde, am Freitag, den 18.09.1981, zwischen 15.00 und 18.00 Uhr in einem
Briefkasten in München ein.
Quelle: Strafurteil Landgericht Augsburg (Seite 35)
https://www.radonmaster.de/werner-mazurek/zum_strafurteil/Strafurteil-anonym.pdf

Dazu muß er sich zunächst die aktuellen Zeitungen besorgen, die entsprechenden Textpassagen finden, ausschneiden und aufkleben.
Das dürfte einige Zeit in Anspruch nehmen. Dann nach München fahren (oder bereits dort sein?) um den Brief dort spätestens um 18:00 Uhr einzuwerfen.

W.M. hat für diesen Tag folgendes Alibi benannt:
Freitag, der 18.09.1981
Freitagmorgen habe ich etwas später angefangen, weil es am Abend vorher
spät geworden war. Wir haben am Freitag Wilds Consul zerlegt und
lackierfertig gemacht. Dies hat nach meiner Erinnerung bis Samstagmorgen um
2.00 Uhr in der Früh gedauert. Am späten Abend des Freitags waren wir beim
Schneiderwirt, kurz was essen. Im Laufe des Nachmittags war ich noch bei der
Firma GAT in Eching und habe Kabelbäume geliefert. Erinnerlich ist mir noch
ein Besuch mit Janovsky bei seiner Frau in Landsberger Krankenhaus. Sie wurde
an diesem Tag unter Vollnarkose operiert, war aber noch total daneben, als wir
kamen. Ob Raphaela das bewusst mitbekommen hat, weiß ich nicht.
Quelle: W.M. Meine Erwiderung auf die Verlesung der Anklageschrift am 19.02.2009
https://www.radonmaster.de/werner-mazurek/erklaerungen_werner-mazureks/mazureks_erwiderung_zur_anklageschrift.pdf

Hin- und Rückfahrt Utting/München dürfte allein schon 2 knapp Stunden dauern.
Dazu noch die Zeit für die Vervollständigung der Epresserbriefe.
Das passt irgendwie nicht zusammen!


melden

Ähnliche Diskussionen
Themen
Beiträge
Letzte Antwort
Kriminalfälle: Vogelsberg: 19- Jährige aus Kiste befreit - was bislang bekannt ist
Kriminalfälle, 56 Beiträge, am 10.01.2026 von MarieLouise
Riavicto am 13.07.2025, Seite: 1 2 3
56
am 10.01.2026 »
Kriminalfälle: Mord an Frauke Liebs
Kriminalfälle, 97.887 Beiträge, um 10:01 von Blnmystery
Able_Archer am 15.02.2009, Seite: 1 2 3 4 ... 4956 4957 4958 4959
97.887
um 10:01 »
Kriminalfälle: Mord an Herbert K. von 1983
Kriminalfälle, 2.107 Beiträge, am 31.01.2026 von swandive
kittyka am 09.05.2021, Seite: 1 2 3 4 ... 103 104 105 106
2.107
am 31.01.2026 »
Kriminalfälle: Entführungsfall Nina von Gallwitz 1981
Kriminalfälle, 169 Beiträge, am 22.11.2025 von tilomagnet
Spurenleser71 am 04.09.2018, Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9
169
am 22.11.2025 »
Kriminalfälle: Entführung einer Millionärs-Gattin in Norwegen
Kriminalfälle, 192 Beiträge, am 17.11.2025 von 1899Ost
mrsjacquie am 16.01.2019, Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
192
am 17.11.2025 »