Zitat von EdgarHEdgarH schrieb:Wenn alle potentiell tatbezüglichen Fragen - teilweise ohne das dem Befragten klar sein konnte, weshalb man ihm diese Fragen stellte (z.B. welche Zeitungen er denn so lese) und er nicht wissen konnte, dass diese tatrelevant sind, mit Unwahrheiten beantwortet, dann wird es in meinen Augen eben sehr fragwürdig. Dann drängt sich in der Summe die Frage auf: weiß er etwa doch sehr genau, bei welcher Frage ein Lüge die vermeintlich bessere Variante ist, als die Wahrheit, weil er selbst Wissen besitzt, das mit der Tat im Zusammenhang besteht? Darum geht es und das ist doch auffällig. Das kann man nicht wegdiskutieren.
Dass diese Fragen tatrelevant waren, ist doch schon recht offensichtlich. Es war bekannt, dass die Erpresserbriefe aus Zeitungen/Zeitschriften ausgeschnitten wurden. Auch fragen Ermittler nicht ohne Grund nach einem Fernrohr. Ich denke, jemand der mit solchen Befragungen etwas Erfahrung hat, kann recht leicht erkennen, welche Fragen eine Tatrelevanz haben werden und welche nicht. Bei den bekannten Fragen ist eher von vornherein die Tatrelevanz klar. Daher kann man eben nicht darauf schließen, dass er wirklich tatrelevantes Wissen besitzt.