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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

11.876 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wald, Entführung, München ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

um 15:17
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Und auch die in der Doku prominent vertretene Landheim-These ist meines Erachtens wenig substantiiert.
Das Problem bei der Landheim-These ist, dass die Polizei dort viel zu spät anfing zu ermitteln und dies - dank der Schutzmaßnahmen der fürsorglichen Eltern - auch nur recht oberflächlich tun konnte.

Der Deckel der auf der Kiste aufgesetzten Abdeckhaube war ja mit einer Mischung aus Bitumen und Kieselgur beschichtet. Derlei Beschichtungen sind eher selten und werden z.B. im Bereich Straßenmarkierung verwendet. Der Vater einer der beiden Schüler, die den Klingeldraht gefunden und anschließend "weggesperrt" haben, war damals Inhaber einer solchen Firma, die sich zudem unweit vom Tatort befand.
Leider schien diese Spur damals nicht im Focus der Ermittler zu stehen.
Ob dies evtl. von dritter Seite so gewollt wurde, darüber kann man spekulieren...


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

um 15:42
Zitat von R.d.RR.d.R schrieb:Der Deckel der auf der Kiste aufgesetzten Abdeckhaube war ja mit einer Mischung aus Bitumen und Kieselgur beschichtet.
Das wird auch in der ARD-Doku recht ausführlich thematisiert.

Wahrscheinlich hätte man - mal völlig von der Landheim-These losgelöst - genauer ermitteln müssen, wo solche Lackierungen/Beschichtungen verwendet werden. Und wenn dafür eine Firma in der Nähe in Frage gekommen wäre, hätte man da genauer nachhaken müssen.

Auf mich wirkt es aber so, als hätten die Ermittler mit der Kiste, immerhin das wichtigste Beweismaterial, nicht wirklich was anfangen können. Sie haben sie zwar in der Öffentlichkeit ausgestellt, aber sie ließ sich weder M. noch sonst irgendjemandem zuordnen. Das gipfelt dann noch in der geheimnisvollen DNA 2005, die kurz darauf in einem Parkhaus in München auftauchte - und dann nie wieder (wobei ich beiden Fällen keinen unmittelbaren Tatzusammenhang annehme).

Dass es hier keine Ermittlungsergebnisse gegeben hat, die zum Täter führen, lässt mich dann ausnahmsweise doch daran zweifeln, ob da Anfang der 1980er Jahre in die richtige Richtung ermittelt worden ist.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

um 16:25
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Wahrscheinlich hätte man - mal völlig von der Landheim-These losgelöst - genauer ermitteln müssen, wo solche Lackierungen/Beschichtungen verwendet werden. Und wenn dafür eine Firma in der Nähe in Frage gekommen wäre, hätte man da genauer nachhaken müssen.
Das hat man deutschlandweit auch gemacht. Es wurden über 1700 Firmen angeschrieben, leider ohne brauchbares Ergebnis. Die von mir gemeinte Markierungsfirma - mit Sitz in Kaufering - war aber leider nicht dabei. Dort wurde dann später nur ein eher unverbindliches Informationsgespräch geführt.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Auf mich wirkt es aber so, als hätten die Ermittler mit der Kiste, immerhin das wichtigste Beweismaterial, nicht wirklich was anfangen können.
Der von der Polizei betriebene Ermittlungsaufwand um die Kiste und deren Zubehörteile war immens, aber leider nicht zielführend.
Dumm nur, dass der Erstermittler - aus welchen Gründen auch immer - mit seinem Sprung in die Kiste viele neue Spuren gelegt, aber vorhandene dabei vernichtet hat.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Das gipfelt dann noch in der geheimnisvollen DNA 2005, die kurz darauf in einem Parkhaus in München auftauchte - und dann nie wieder (wobei ich beiden Fällen keinen unmittelbaren Tatzusammenhang annehme).
Die DNA-Spur im Fall Herrmann ist ja erst später an der zuvor gereinigten Schraube hinterlassen worden:
Beitrag von R.d.R (Seite 599)


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

um 17:46
Zitat von R.d.RR.d.R schrieb:Der Vater einer der beiden Schüler, die den Klingeldraht gefunden und anschließend "weggesperrt" haben, war damals Inhaber einer solchen Firma, die sich zudem unweit vom Tatort befand.
Leider schien diese Spur damals nicht im Focus der Ermittler zu stehen.
Wenn du FJS oder Strauß in die Thread-Suche eingibst, findest du Diskussionsbeiträge zum Unternehmen.
Kritisch hat sich u. a. der ehemalige User geäußert:
Beitrag von Palio (Seite 523)

Daran, dass MH konkret jemanden beschuldigt haben soll, wie in o. g. Post kritisiert, kann ich mich nicht erinnern. Aber es ist ewig her, dass ich darüber gelesen habe.
Zitat von 2r2n2r2n schrieb am 18.10.2019:
Zitat von trailhamstertrailhamster schrieb am 18.10.2019:Die Strauß-Bezüge haben sich die Medien ausgedacht?
Die Journalistin, die das als erstes im März diesen Jahres explizit zur Sprache brachte, war eine, die schon seit den 90er Jahren an dem Fall dran ist
-
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb am 14.04.2019:Ich finde den Gedanken unerträglich, dass möglciherweise
@JosephConrad , du scheinst dich mit dem Thema befasst zu haben und bist nach wie vor im Thread aktiv. Wie denkst du heute über o. g. mögliche Einflussnahme?

Ein anderes Bsp., aber ohne Vitamin B wäre u. g. lukrative Deals vermutlich nicht zustande gekommen. Hätte die gierige Dame ihre Provision versteuert, wäre sie wohl nicht ins Gefängnis gewandert:
(...) Strauß und Tandler: Die Töchter berühmter bayerischer Politiker sind im Spiel

Etwas verkürzt lässt sich sagen: Der damalige Minister Spahn (CDU) kauft, bestellt und nimmt, was er kriegen kann. Zu Preisen, die zumindest aus heutiger Sicht unfassbar klingen. Und hier kommt die Schweizer Firma Emix ins Spiel, hinter der zwei junge Männer stecken, die versprechen, schnell Millionen Masken organisieren und liefern zu können. Als Türöffner soll die Tochter einer einstigen CSU-Größe dienen: Andrea Tandler. Deren Vater Gerold war in den 80er Jahren Minister in Bayern, Generalsekretär der CSU – und ein enger Vertrauter von Franz Josef Strauß. In dieser Zeit lernte Andrea Tandler auch die Strauß-Tochter Monika Hohlmeier kennen. Eine alte Verbindung, die sich nun millionenfach auszahlen soll.

Hohlmeier hat in den Fußstapfen des Vaters selbst Karriere gemacht und verfügt über beste politische Kontakte – genau das also, was Tandler jetzt braucht, um im Auftrag von Emix Masken-Geschäfte mit dem deutschen Staat und verschiedenen Bundesländern anzubahnen. Tatsächlich stellt die CSU-Politikerin den Kontakt zu ihrem Unions-Parteifreund Spahn her und bleibt auch mit ihm in Kontakt, als nicht alles glattläuft, weil längst nicht alle gelieferten Masken den Qualitätsstandards entsprechen und die Schweizer Unternehmer um ihr lukratives Geschäft bangen. In diese Zeit fällt jene SMS von Hohlmeier an Spahn, die er freundlich, aber bestimmt abmoderiert.

Die Strauß-Tochter hat stets betont, es sei ihr nur darum gegangen, in einer absoluten Notlage jede Möglichkeit auszuloten, um an Corona-Masken zu kommen. Tatsächlich gibt es keinen Hinweis darauf, dass Hohlmeier an dem großen Deal mitverdient hat. Im Gegensatz zu Andrea Tandler, die atemberaubende 48 Millionen Euro Provision kassiert. Weil sie das Geld allerdings nicht ordnungsgemäß versteuert hat,
Quelle: https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/masken-deals-im-fokus-spahn-hohlmeier-und-die-dunklen-geschaefte-in-der-corona-pandemie-110410979 , Stand 11.07.25


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

um 18:23
Zitat von R.d.RR.d.R schrieb:Die DNA-Spur im Fall Herrmann ist ja erst später an der zuvor gereinigten Schraube hinterlassen worden:
2007, ja, nicht 2005. Für den Fall hier hat sie keine Bedeutung.

Nur für die Bence T.-Verteidiger, die in der fast gleichzeitig auf einem Glas in Charlotte Böhringers Wohnung gefundenen identischen DNA einen Unschuldsbeweis sehen wollen. Es spricht m.E. viel dafür, dass eine mit beiden Fällen befasste Person beim LKA unsauber gearbeitet und offenbar keine Vergleichs-DNA abgegeben hat.
Zitat von R.d.RR.d.R schrieb:Es wurden über 1700 Firmen angeschrieben, leider ohne brauchbares Ergebnis.
In der ARD-Doku wird kritisiert, dass die Anfrage nicht wirklich zielführend gewesen sei. Mein Eindruck ist auch, dass die Polizei vor 45 Jahren noch nicht so technisch und wissenschaftlich versiert vorgegangen ist, wie das heute üblich ist. Operative Fallanalyse war beispielsweise noch ein Fremdwort, da war sogar die DDR weiter. - Deshalb auch der Sprung in die Kiste. Damals haben sich die Kriminaler wohl noch hauptsächlich auf ihre Spürnase verlassen...
Zitat von watnuwatnu schrieb:Wenn du FJS oder Strauß in die Thread-Suche eingibst, findest du Diskussionsbeiträge zum Unternehmen.
Lesenswert, diese alten Beiträge. Aber die "Spur" zu Söhnen mächtiger Männer "hängt" allein am Klingeldraht. Und trägt nicht. Wie überhaupt das ganze Geraune um das Internat wenig bis gar kein Fundament hat. Wenn M. unschuldig sein soll, muss es ja andere Täter geben (schon das LG Augsburg ging in seinem Urteil von unbekannten Mittätern aus). Aber von dort? Abwegig. Daran ändert sich auch nichts, wenn der Bruder Ursulas in diese Richtung gedacht (aber nie jemanden konkret beschuldigt) hat.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

um 19:10
Zitat von watnuwatnu schrieb:du scheinst dich mit dem Thema befasst zu haben und bist nach wie vor im Thread aktiv. Wie denkst du heute über o. g. mögliche Einflussnahme?
Was soll ich sagen, ich denke der hat Ermittlungen durchaus blockiert, nicht weil er wusste, dass irgendwer etwas damit zu tun hatte, sondern weil er nicht wollte, dass ein schlechtes Licxht auf ihn oder seien Sohn geworfen werden könnte.

Zur Erinnerung:
...
Welche Rolle spielt der Strauß-Spezl?

Und es gibt noch mehr Indizien, die Fragen aufwerfen: Auf dem Deckel der Kiste, in der Ursula starb, war eine alte Bitumenschicht, deren Herkunft und ursprüngliche Verwendung nicht geklärt werden konnte, obwohl die Polizei mehr als 1.700 Firmen anschrieb.

Zur Tatzeit war der gute Bekannte von FJS Inhaber einer Firma für Straßenmarkierungen im nahen Kaufering. Doch ausgerechnet diese Firma wurde von der Polizei nicht angeschrieben. Laut Herrmann taucht diese Firma in den Ermittlungsakten nicht auf.

Und noch eine Merkwürdigkeit: Die Firma des Strauß-Spezls hielt ein Patent auf eine Fräsmaschine. Einer der damaligen größten Hersteller hatte seinen Sitz in Italien und hieß Pama. Dieser Name stand auch auf einem Transistorradio, das bei dem toten Mädchen in der Kiste gefunden wurde.
Quelle: https://www.abendzeitung-muenchen.de/bayern/fall-ursula-herrmann-welche-rolle-spielt-der-strauss-spezl-art-466073


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

um 20:25
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:ich denke der hat Ermittlungen durchaus blockiert, nicht weil er wusste, dass irgendwer etwas damit zu tun hatte, sondern weil er nicht wollte, dass ein schlechtes Licxht auf ihn oder seien Sohn geworfen werden könnte.
Thx für die Antwort. Das kann ich mir auch gut vorstellen. Ich dachte nur, vielleicht sind die Infos, die ich noch einigermaßen im Kopf habe, überholt o. ich erinnere mich nicht mehr richtig.


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