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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

28.516 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Verschwunden, , Südamerika ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

19.01.2026 um 18:07
Zitat von Sven1213Sven1213 schrieb:aber wer vom Mirador bis zum Q1 die Strecke in 39 Minuten zurücklegt, der schaut sich da nicht die außergewöhnliche Umgebung, "Tunnelgang", Flora und Fauna an, sondern hat ein Ziel.
Soweit mir bekannt ist aus der Aussage Plinios, waren am Verschwindetag (ausser K+L nur) 7 weitere Personen auf dem Mirador. Ausser Plinio hat sich keiner davon als Zeuge gemeldet. Nicht die "Familie Schorr/Schoch", nicht das Pärchen. Auch nicht die anderen beiden Frauen, die Plinio nach korrigierter Aussage getroffen haben will. Mglw waren weitere Personen unterwegs.
Mir gehts jetzt um das "Ziel" und wie K+L davon erfahren haben können:

Vom o.g. Pärchen weiss man leider nicht die Nationalität. Auch nicht, ob sie vllt mit Fotomotiven beschäftigt waren und auf nichts anderes geachtet haben.
Fam. Schoch wird von Plinio als Deutsche bezeichnet. Deutschsprachig? Wenn mir als Wanderer jemand entgegenkäme, würde ich in der Urlaubs-Landessprache oder Muttersprache grüssen! Wenn nach dem holländischen ein deutsches HALLO zurückkommt oder wenn die Urlauber miteinander in der Landessprache meines Nachbarlandes reden, hätte ich bestimmt gefragt, woher sie kommen. Ob sie auf dem Gipfel des Mirador waren, an einem Wasserfall?? Ob sich das Weiterwandern lohnt usw! Plinio muss ja das Gespräch nicht verstanden haben!
Stellt euch vor, die Familie kam von einem Wasserfall und schwärmte davon. War von Plinio da hingeführt worden, obwohl es verboten war (keine Lizenz / Privatgelände). Dann hätte er bei der Befragung wahrscheinlich nur Mirador als Ziel angegeben. Glück für ihn, dass sich die Wanderfamilie von Zeugenaufrufen nicht angesprochen fühlte.
Genauso können K+ L den Plinio nach Wasserfällen gefragt haben. Auf Spanisch, sodass die Familie Schoch nichts davon verstanden hat! Ich weiss nicht, ob es sinnvoll gewesen wäre zu sagen "am zweiten Bachlauf 100 Meter flussaufwärts"? Sprachliche Missverständnisse gepaart mit FP im weiteren Verlauf?


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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

19.01.2026 um 18:25
Zitat von Kuno426Kuno426 schrieb:Auch nicht die anderen beiden Frauen, die Plinio nach korrigierter Aussage getroffen haben will.
Die beiden Frauen gibt es m. E. nicht. Plinio hat K und L getroffen. Später war er verunsichert, weil seine Sichtung zeitmäßig nicht zu den anderen Aussagen passte und hat dann etwas Unrichtiges aus seinem Gedächtnis gekramt.


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19.01.2026 um 19:04
Zitat von Kuno426Kuno426 schrieb:Genauso können K+ L den Plinio nach Wasserfällen gefragt haben. Auf Spanisch, sodass die Familie Schoch nichts davon verstanden hat! Ich weiss nicht, ob es sinnvoll gewesen wäre zu sagen "am zweiten Bachlauf 100 Meter flussaufwärts"?
Aus meiner Erinnerung hat Plinio aber zeitnah zurückgerudert und sagte, es handelte sich dabei nicht um Kris und Lisanne.
Eventuell hatte er in der Zwischenzeit Bilder der beiden Frauen gesehen.
Sorry @Streusel , habe deine fast gleiche Antwort nicht gelesen gehabt.


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19.01.2026 um 19:19
@Streusel
@Sven1213
Mir ist schon klar, dass Plinio in puncto "andere Frauen" zurückgerudert hat - warum auch immer.
Ich frage mich, ob und durch wen sie ggf während ihrer Wanderung von einem Ziel hinter dem Mirador erfahren haben könnten.
Falls es die Familie gab, ein Zuruf auf deutsch, den Plinio nicht verstanden hat: "Wir waren am Wasserfall, 1 Stunde vom Gipfel entfernt. Superschön."
Falls Plinio selbiges auf Spanisch sagte und die Familie dabei war, haben sie es evtl auch nicht verstanden. Nur K+L.


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19.01.2026 um 19:37
ich kann mir die Geschichte von @Kuno426 schon gut vorstellen und wenn Plinio wirklich mit irgendwelchen Touris an einem Ort war den man eigentlich nicht besuchen dürfte kann es natürlich sein dass der Name "Schoch" (oder so ähnlich) einfach nur erfunden war weil es niemand erfahren sollte dass sie irgendetwas Unerlaubtes gemacht haben.
Dass Plinio die Aussage er hätte K+L gesehen zurückgezogen hat kann ebenso verschiedene Gründe haben.
Hat jemand eigentlich mal darüber nachgedacht dass Plinio seine Aussage zurückgezogen hat weil er unter Druck gesetzt wurde?
Denn seine Aussage hätte ja eigentlich dafür sorgen müssen dass intensiv hinterm Mirador gesucht hätte werden müssen.
Vielleicht hätte eine intensive Suche für irgendjemand ein grösseres Problem bedeutet.


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19.01.2026 um 20:16
@goldenerReiter
Ich recherchiere seit Monaten, aber bei der Person Plinio bin ich schwach. Irgendwie schafft diese Person immer wieder unter meinem Radar zu entkommen. Ich gestehe, bis vor kurzer Zeit, wusste ich bei Plinio gar nicht, von wem gesprochen wurde.
Zitat von goldenerReitergoldenerReiter schrieb:Denn seine Aussage hätte ja eigentlich dafür sorgen müssen dass intensiv hinterm Mirador gesucht hätte werden müssen.
Seine Sichtung erfolgte aber doch noch auf der Boquete-Seite vom Mirador. Ich meine Plinio war von offizieller Seite die erste Person, welche auf der Nordseite suchte und dieses tagelang und auch nachts.

Die andere inoffizielle Person war Feliciano, welcher ich meine auch wie Plinio, schon am 03.04. hinter dem Mirador suchte.

Bei beiden Personen frage ich mich warum?
Welchen Beweggrund, Indiz oder Hinweis gab es, dass Kris und Lisanne unüblicher Weise den Weg weiter hinter dem Mirador gingen?
Beide Touristenführer laufen mir da zu selbstsicher hinter dem Mirador, da sammelte sich zu dieser Zeit erst Sinaproc und überlegten, wie sie vorgehen sollen.
Selbst wenn es alle uns bekannten Zeugenaussagen am 03.04. schon gegeben hätte, so gab es ungefähr die Hälfte der Zeugen, welche sie zeitnah von einem Trail zurückkehren sah und mindestens zwei Zeugen, welche ihr ein Taxi zurück nach Boquete empfahlen oder eine Bushaltestelle dorthin zeigten.

Ich kann der Logik nicht folgen, warum es außer acht gelassen wurde, dass die beiden anfänglich auch wieder zurück nach Boquete sich orientiert haben können und alleine schon bis zum Mirador gibt es zwei Weggabelungen oder auch die Möglichkeit verunglückt etwas abseits der Wegstrecke sich zu befinden.
Lange Rede, kurzer Sinn:
Bevor die genannten Möglichkeiten noch nicht abgearbeitet wurden, liefen aus mir völlig unerklärlichen Gründen zwei Ortskundige zum Suchen hinter dem Mirador.


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19.01.2026 um 20:18
Meine Geschichte dreht sich ja darum, warum K+L nach dem Gipfel weitergelaufen sind. Eben vllt aus freien Stücken, weil sie während der Wanderung diesen Input bekamen. Vllt auf deutsch, vllt auf spanisch, und dabei etwas missverstanden?
Ob sie sich dann "verlaufen" haben (was ja unwahrscheinlich sein soll) oder sich etwas abseits verletzt haben ... Oder ob sie auf Privatgelände "eingesammelt" wurden - alles offen.
Genauso sind bei Plinio mehrere Gründe möglich, warum er seine Aussage verändert hat. Ob er eigentlich bei Führungen auch seine Fotoausrüstung trägt? Gibt es Aufnahmen von ihm (ggf auf seinem Käfer-Blog), wo man ihn bei der Arbeit sieht?


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19.01.2026 um 20:26
Zitat von Sven1213Sven1213 schrieb:Welchen Beweggrund, Indiz oder Hinweis gab es, dass Kris und Lisanne unüblicher Weise den Weg weiter hinter dem Mirador gingen?
Beide Touristenführer laufen mir da zu selbstsicher hinter dem Mirador, da sammelte sich zu dieser Zeit erst Sinaproc und überlegten, wie sie vorgehen sollen.
Ohne die Gegebenheiten vor Ort zu kennen, würde ich denken, beide hatten als Führer einen "Geheimtip" / einen Plan B/Ort B, falls bei ihren Führungen der Mirador komplett im Nebel liegt. Das soll ja öfter vorkommen als das Schönwetter vom 01.04.
Der Sprache mächtig, könnte man Wanderberichte durchgrasen. Allerdings, wer schreibt (und stellt Fotos ein) von einem stundenlangen Aufstieg, bei dem es am Ziel nichts zu sehen gab?


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19.01.2026 um 21:40
Zitat von Kuno426Kuno426 schrieb:Der Sprache mächtig, könnte man Wanderberichte durchgrasen. Allerdings, wer schreibt (und stellt Fotos ein) von einem stundenlangen Aufstieg, bei dem es am Ziel nichts zu sehen gab?
Wenn du den Mirador meinst, dann bin ich da voll bei dir.
Ich will mich da nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber du stehst auf ein recht kleines Plateau und für mich ist da die beste Möglichkeit Richtung osten zu schauen. Der eigentliche Reiz liegt darin, dass man bei sehr guter Sicht, die zwei Meere sehen kann.
Die beiden kommen aus dem Regenwald/Urwald auf eine kleine Fläche, welche der Gipfel ist und die machen mir, was die Bilder angeht zu sehr dort oben den "Affen". Selfies werden gemacht, die Daumen-hoch-Bilder signalisieren, sie haben ihr Ziel erreicht.
Nur was ist da das Besondere?
Wenn der Ausblick das Ziel war, dann wären sie wie alle anderen einfach wieder zurück gelaufen. Was trieb sie an, über die Nordseite weiter zu gehen?

Die Frage, wie sie überhaupt erkannt haben auf dem Mirador angekommen zu sein, wird damit begründet, dass Lisanne (hoffentlich richtig) über GPS, Google-Maps offen hatte und diesen auf dem Mirador dort schloss.
Wenn es wirklich so war, dann hätte man doch das Handy auch ohne Mobilfunknetz orten können, da dieses Handy ja GPS hatte!
Ich bin sehr gespannt, was dazu jetzt die wirklich sehr geschätzten Fachleute schreiben.

@Kuno426 mir ist das alles zu perfektionistisch, vom Gefühl her stimmt da was nicht, ich weiß aber nicht was!


Ich lege Mal noch einen nach. Lasse es einfach mal so sein, dass eines ihrer Handys eine GPS-Funktion hatte.
Nenne mir eine Person von wem bekannt ist, dass diese auch nur eine der beiden Handynummer jemals hatte/kennt!

Ich behaupte, dass wird dir nicht gelingen und beweisbar auch kein anderer!

Und da fängt die Geschichte schon für mich an.

Die tun ja alle so, als wäre in der Vorgeschichte (vor dem 01.04.) das Telefon noch nicht erfunden worden.
Auch die Handynummern von Kris und Lisanne will niemand gehabt haben.

Keiner konnte telefonisch, keinen anderen erreichen-sehr merkwürdig!


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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

20.01.2026 um 08:11
Diese Diskussion hier rund um die Telefone und den Mirador ist sehr interessant und wichtig.
Würde ich nach dem Mirador weitergehen, wäre zum ersten Mal (fast) allein im Dschungel unterwegs, würde ich wohl regelmässig die Handys nach Empfang checken. Das haben sie wohl kaum gemacht und erst nach Stunden, bei den Notrufversuchen gemerkt, dass da kein Empfang ist. Dass finde ich bemerkenswert für zwei grundsätzlich vorsichtige junge Frauen.
Falls sie doch zwischendurch die Handys nach Empfang gecheckt hätten, wäre ihnen wohl aufgefallen, dass der Empfang schlecht oder gar nicht vorhanden war - und dann wäre ein Weiterlaufen noch unerwarteter. Sie waren verantwortungsbewusst, clever und hatten ja keinen Druck irgendetwas erreichen zu müssen. Weshalb also ohne Empfang im Dschungel der Dämmerung entgegenlaufen?
So oder so ist das für mich ein Indiz dafür, dass sie ab Mirador nicht mehr völlige Entscheidungsfreiheit hatten.


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20.01.2026 um 09:20
Zitat von Sven1213Sven1213 schrieb:Wenn es wirklich so war, dann hätte man doch das Handy auch ohne Mobilfunknetz orten können, da dieses Handy ja GPS hatte!
Ein Mobiltelefon hat nur einen GPS-Empfänger, keinen Sender. GPS Signale werden ausschliesslich von den Satelliten gesendet und diese interessieren sich nicht dafür wer diese Signale empfängt. Ein Ortung ist auf dieser Basis also nicht möglich.


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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

20.01.2026 um 10:25
Zitat von SwissanalystSwissanalyst schrieb:So oder so ist das für mich ein Indiz dafür, dass sie ab Mirador nicht mehr völlige Entscheidungsfreiheit hatten.
Oder daß sie eine Begleitung hatten, der sie sozusagen blind vertrauten?


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20.01.2026 um 10:49
Zitat von MickelangeloMickelangelo schrieb:Oder daß sie eine Begleitung hatten, der sie sozusagen blind vertrauten?
Theoretisch möglich. Aber sie waren vorsichtige Personen, die wohl nicht so schnell blindes Vertrauen aufgebaut haben.


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20.01.2026 um 11:08
Zitat von SwissanalystSwissanalyst schrieb:Aber sie waren vorsichtige Personen, die wohl nicht so schnell blindes Vertrauen aufgebaut haben.
Im Urlaub sind viele Menschen offener und spontaner. Warum hätten sie jemandem misstrauen sollen, den sie vielleicht sogar schon vom sehen her kannten, oder einfach jemand, der sich dort gut auskennt und ihnen z.B. einen super Wasserfall in 20 min. Entfernung versprochen hat?


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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

20.01.2026 um 21:07
Ich habe mir gerade noch einmal die Tag-Bilder angeschaut.
So wie sie auf dem Mirador sich mit der Landschaft im Hintergrund fotografiert haben, hätten sie es nach meinem Gefühl her auch auf den Paddocks getan. Dort gibt es auch einen großen Rundumblick.
Irgendwas muss zwischen Bild 508 und bei einem Weitergehen bis zu den Paddocks passiert sein.
Wenn es anders war, dann kann es ja nur auf dem Rückweg Richtung Mirador oder hinter dem Mirador geschehen sein, aber wenn sie zurück gegangen wären, hätten sie bestimmt noch etwas interessantes gesehen, was sie fotografiert hätten oder sich selbst an einer prägnanten Stelle.

Irgendwas muss recht zeitnah nach dem letzten Tag-Bild passiert sein.
Nur was und in welcher Richtung?

Was für mich überhaupt nicht ins Bild passt, sind die Funde ab der Monkey-Bridge 2 bis Alto Romero.

Das ist von Bild 508 noch echt weit entfernt.


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21.01.2026 um 09:12
Zitat von Kuno426Kuno426 schrieb:Ob er eigentlich bei Führungen auch seine Fotoausrüstung trägt? Gibt es Aufnahmen von ihm (ggf auf seinem Käfer-Blog), wo man ihn bei der Arbeit sieht?
Ganz sicher, wenn man die öffentlichen Bilder auf seinem Instagram-Account betrachtet. Dort tauchen in regelmäßigen Abständen Bilder und Videos auf, die seine Kund*innen auf den Wanderungen zeigen.
Zitat von Sven1213Sven1213 schrieb:Nenne mir eine Person von wem bekannt ist, dass diese auch nur eine der beiden Handynummer jemals hatte/kennt!

Ich behaupte, dass wird dir nicht gelingen und beweisbar auch kein anderer!

Und da fängt die Geschichte schon für mich an.

Die tun ja alle so, als wäre in der Vorgeschichte (vor dem 01.04.) das Telefon noch nicht erfunden worden.
Auch die Handynummern von Kris und Lisanne will niemand gehabt haben.

Keiner konnte telefonisch, keinen anderen erreichen-sehr merkwürdig!
das finde ich auch seltsam - war es nicht sogar so, dass Eileen am Tag des Verschwindens versehentlich Lisannes Mutter in dem Gedanken angerufen hat, sie würde Lisanne anrufen? Und erst beim zweiten Anruf verstanden hat, dass sie die Mutter am Apparat hat? Dass niemand - auch nicht die Schule und auch nicht die Gastmutter - ihre Handynummern gehabt haben wollen, ist nicht nachvollziehbar und ehrlich gesagt kaum zu glauben, meiner Meinung nach. Aber niemand hat in den bekannten Verhören oder in Interviews durch die (lokale) Presse angegeben, dass man erfolglos versucht habe, die beiden zu erreichen. Das ist echt komisch.
Zitat von SwissanalystSwissanalyst schrieb:Theoretisch möglich. Aber sie waren vorsichtige Personen, die wohl nicht so schnell blindes Vertrauen aufgebaut haben.
Zwei kritische Anmerkungen erlaube ich mir:
1. kennen wir die beiden nicht, so dass bei einer nachträglichen Einschätzung ihrer Persönlichkeiten Vorsicht geboten ist.
2. Muss man in einem Setting (Arbeits- und Urlaubsaufenthalt im Ausland) wie hier immer schnell und damit "blind" vertrauen, wenn man etwas erleben will? Da sind Wander- und oder Fremdenführer schon qua Amt vertrauenswürdig, was ggf. durch Bewertungen (Tripadvidsor o.ä.) oder eben durch Empfehlungen, verstärkt wird.


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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

21.01.2026 um 10:50
Zitat von Sven1213Sven1213 schrieb:Die beiden kommen aus dem Regenwald/Urwald auf eine kleine Fläche, welche der Gipfel ist und die machen mir, was die Bilder angeht zu sehr dort oben den "Affen". Selfies werden gemacht, die Daumen-hoch-Bilder signalisieren, sie haben ihr Ziel erreicht.
Nur was ist da das Besondere?
Naja vielleicht einfach dieses „Wir haben es geschafft, wir sind oben!“. Man ist am Ziel des Ausflugs und kann sozusagen einen Haken hinter diesen Programmpunkt machen.
Dazu muss das Ziel ja objektiv nicht super-spektakulär sein…
Zitat von Sven1213Sven1213 schrieb:Wenn der Ausblick das Ziel war, dann wären sie wie alle anderen einfach wieder zurück gelaufen. Was trieb sie an, über die Nordseite weiter zu gehen?
Das ist eine der ungeklärten Fragen… gab es ein optionales Sekundärziel („man kann danach noch zu einem sehenswerten Wasserfall weitergehen wenn man Lust und Kondition hat.“?

Hatten die beiden die Info schon vor Beginn der Tour oder war das eine spontane Idee, die sie unterwegs von Dritten erfahren haben?

Neugier, mal zu schauen wie es „auf der anderen Seite weitergeht“? Wobei sie dafür, wenn ich das richtig verstehe, zu weit/zu lange in diese Richtung gelaufen sind.

Orientierungsprobleme, Irrtum? Sie dachten, es passe richtungsmäßig auch ganz gut und dann gehen wir nicht den gleichen Weg zurück sondern nehmen einen Rückweg über die andere Seite, wird bestimmt genauso gehen?

Oder da ist schon ein Dritter im Spiel und die beiden sind nicht mehr freiwillig in die Richtung gegangen?

Es gibt viele Möglichkeiten und keiner weiß, was davon stimmt.
Zitat von Sven1213Sven1213 schrieb:Die Frage, wie sie überhaupt erkannt haben auf dem Mirador angekommen zu sein, wird damit begründet, dass Lisanne (hoffentlich richtig) über GPS, Google-Maps offen hatte und diesen auf dem Mirador dort schloss.
Bei den meisten Bergen ist es nicht schwer zu merken, dass man den Gipfel erreicht hat. Irgendwann gehts nicht mehr weiter hoch…
Zitat von SwissanalystSwissanalyst schrieb:Würde ich nach dem Mirador weitergehen, wäre zum ersten Mal (fast) allein im Dschungel unterwegs, würde ich wohl regelmässig die Handys nach Empfang checken. Das haben sie wohl kaum gemacht und erst nach Stunden, bei den Notrufversuchen gemerkt, dass da kein Empfang ist. Dass finde ich bemerkenswert für zwei grundsätzlich vorsichtige junge Frauen.
Hmm, also wenn ich in einer Gegend unterwegs bin, in der ich - obendrein erwartungsgemäß oder mit hoher Wahrscheinlichkeit - keinen Empfang habe, ist mir das grundsätzlich egal sofern ich nicht aus irgendeinem Grund erreichbar sein „muss“.

Die heutigen Kids wähnen sich vielleicht in Lebensgefahr wenn man keinen Empfang hat und nicht auf Insta posten kann in welcher krassen Umgebung man ist oder was es zu essen gibt.

Aber „normale Menschen“ nehmen hin, dass es manchmal keinen Empfang gibt und das ist nicht weiter schlimm.

Man könnte in diesem Fall einer Wanderung im Regenwald noch sagen, dass ein Handy mit Empfang ein Sicherheits-Item ist um Hilfe zu rufen wenn unterwegs etwas passieren würde.

Solange man die Tour aber eher als „besseren Spaziergang“ in einer nicht allzu extremen Umgebung einschätzt und dazu weiß, dass regelmäßig andere Leute dort unterwegs sind, wird man Handy/Empfang nicht als superwichtiges Rettungsmittel einschätzen.

Die leichte Bekleidung, keine Outdoor-Funktionsklamotten und auch ansonsten nicht besonders umfangreiche Ausstattung der beiden lässt darauf schließen, dass sie diese Tour tatsächlich eher als kleine, harmlose Wanderung eingeschätzt haben, nicht als wilde Expedition.

Deswegen dürfte es vermutlich auch keine Gedanken dahingehend gegeben haben, dass Handyempfang überlebenswichtig sein könnte.


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21.01.2026 um 17:06
Auf allen 4 Fotos nach dem Mirador (505-508) ist Kris relativ "klein" und von Kopf bis Fuss abgebildet. Sie wurde nicht stark herangezoomt.
Die meisten Bilder von Bocas, Boquete und dann bis auf den Mirador zeigen Kris entweder im Portrait oder von den Knien an aufwärts. Selten von Kopf bis Fuss. Lisanne hat hier grundsätzlich stark rangezoomt.
Könnte dieser Unterschied ein Hinweis darauf sein, dass die Fotos hinter dem Mirador von einem anderen Fotografen als Lisanne gemacht wurden?


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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

22.01.2026 um 17:47
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Bei den meisten Bergen ist es nicht schwer zu merken, dass man den Gipfel erreicht hat. Irgendwann gehts nicht mehr weiter hoch…
Und in dem Fall noch der Blick Richtung Nord / Nord-Ost den man ja erst hat und haben kann wenn man oben ist. Es gibt wohl keinen ernsthaften Zweifel, dass sie wussten, dass sie oben angekommen waren. Sie haben gerade den Blick in alle möglichen Richtungen auch fotografisch festgehalten. Sie haben mehr Bilder gemacht als sonstwo (zusätzlich auch noch mit beiden Handys) und sie haben nach dem sehr zügigen Aufstieg eine Pause gemacht.
Zitat von SwissanalystSwissanalyst schrieb:Auf allen 4 Fotos nach dem Mirador (505-508) ist Kris relativ "klein" und von Kopf bis Fuss abgebildet. Sie wurde nicht stark herangezoomt.
Die meisten Bilder von Bocas, Boquete und dann bis auf den Mirador zeigen Kris entweder im Portrait oder von den Knien an aufwärts. Selten von Kopf bis Fuss. Lisanne hat hier grundsätzlich stark rangezoomt.
Ich sehe keinerlei Anzeichen und glaube auch nicht, dass der Zoom (eigentlich das Killer-Feature der SX270/280) überhaupt jemals genutzt wurde.
Zitat von SwissanalystSwissanalyst schrieb:Könnte dieser Unterschied ein Hinweis darauf sein, dass die Fotos hinter dem Mirador von einem anderen Fotografen als Lisanne gemacht wurden?
Sehe ich nicht. Und der klarste Hinweis, dass L. die Fotos gemacht hat sind die Faxen die K. in Bild #505 macht. Unwahrscheinlich dass sie das tun würde, wenn sie allein mit einem Fremden dort gewesen wäre. Möglich dagegen, dass außer L. noch jemand dabei war. Auch wenn so jemand dann stark darauf geachtet haben müsste nie ins Bild zu geraten (#505 und #506 sind z.B. in 6 s in entgegengesetzter Richtung gemacht worden), oder solche Bilder nachträglich hätte löschen müssen (geht ist aber natürlich komplizierter als nur die betreffenden Dateien zu löschen).


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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

23.01.2026 um 03:26
Zitat von cycliccyclic schrieb:Auch wenn so jemand dann stark darauf geachtet haben müsste nie ins Bild zu geraten (#505 und #506 sind z.B. in 6 s in entgegengesetzter Richtung gemacht worden), oder solche Bilder nachträglich hätte löschen müssen (geht ist aber natürlich komplizierter als nur die betreffenden Dateien zu löschen).
Vielleicht ist dieser Person das auf #509 tatsächlich nicht gelungen. Ein bisschen drauf achten nicht fotografiert zu werden kann man schon. Dass es dann doch einmal missglückt (möglicherweise #509) ist auch menschlich.

Dass Lisanne die Fotos hinter dem Mirador gemacht hat, halte ich ebenso für wahrscheinlich. Bei der „Faxen“-Geste von Kris werden die beiden auch noch keine Angst verspürt haben. So ein Bild macht man nur, wenn man gerade lustig drauf ist. (Auf #508 guckt Kris ernst. Das muss aber nichts bedeuten. Niemand lächelt am laufenden Band bei einer anstrengenden Wanderung)

Andererseits wird im Buch „Verschollen in Panama“ über Tourguide P. berichtet, der leidenschaftlicher Fotograf ist und wo spekuliert wird, dass er sie zu diesen für beide Elternteile ungewöhnlichen „Daumen hoch“-Gesten zuvor verleitet haben könnte. Wäre das der Fall, könnte auch das Bild, wo Kris Faxen macht ne Idee von dem Tourguide/Fotografen gewesen sein. Selbst wenn Lisanne das Foto knipst. Es kann aber auch Kris‘ eigene Idee sein, klar.

Letztendlich sieht man nicht, ob noch jemand dabei war und es gibt keinen hundertprozentigen Beweis. Allerdings gibt es für mich nur drei Szenarien:

A) Kris und Lisanne dachten unglücklicherweise tatsächlich, hinter dem Mirador geht es zurück nach Boquete. Viele Menschen können es partout nicht leiden, den gleichen Weg zurückzugehen. Für „Mal eben kurz gucken was hinter dem Berg ist“, sind die 35 Minuten bis zum Quebrada 1 definitiv zu weit.

B) Jemand hat die beiden halt hinter den Berg geführt, sich geschickt bei Fotos aus dem Bild entfernt. Möglicherweise Foto 509 später gelöscht.

C) Jemand hat ihnen den Tipp gegeben bis Q1 oder noch weiter zu laufen. Irgendwann trafen sie auf die Täter und saßen in der Falle.


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