cyclic schrieb:Wenn es jmd. anders gemacht hat, dann ist das nicht Kris' Hinterkopf
Meinst du wirklich? Wie ich schon oben in einem Beitrag sagte, waren auf den fokussierten „Spezialbildern“ (Rote Tüten am Ast, SOS-Zeichen) allesamt Dinge aus Lisannes Rucksack zu sehen. Selbst die roten Tüten werden sich zuvor im Rucksack befunden haben, da sie aus einem Supermarkt in Boquete stammen und Kris auf früheren Fotos diese Tüten in der Hand gehalten hat. (Natürlich müssen es nicht die selben gewesen sein, vielleicht waren sie mehr als einmal einkaufen)
Und wäre es nicht irgendwie riskant eine „falsche Kris“ auf Foto #580 zu präsentieren?
Spätestens die Eltern von Kris hätten doch dann durchaus sagen können „Nein, dabei handelt es nicht um unsere Tochter.“
Sind Täter wirklich so clever, dass sie denken „Ach, das kann eh keiner erkennen, dass es nicht die echte ist bei dieser Nachtaufnahme“ Ich wär mir da unsicher.
Die echte Kris zu fotografieren wäre für Täter wiederum kein Risiko gewesen, weil man sie exakt so ablichtet, dass man nicht sieht ob sie lebt oder nicht. Bei der möglichen Inszenierung war es offenbar wichtig, zumindest eine der beiden Mädels irgendwie zu zeigen. Der Hinterkopf eignet sich dafür perfekt.
Natürlich hat das ganze auch Gegenpunkte: Das Aufnahmedatum (8.4.) zusammen mit den unfassbar sauberen Haaren macht es so viele Tage später ein wenig absurd. Selbst wenn man eine Perücke nimmt, ändert das ja nichts daran, dass so sauberes Haar sieben Nächte später im Dschungel unrealistisch wirkt.
Außerdem besteht zumindest eine minimale Chance, dass man erwischt wird, wenn man irgendwo mit der echten Kris sitzt und stundenlang Fotos macht. Es sei denn, ein weiterer Täter hat sie für das eine Foto mal eben kurz dort platziert und dann wieder versteckt.
ODER: Lisanne hat die Bilder tatsächlich doch selbst aufgenommen. Warum auch immer. Es kann ja immer vermeintlich utopische Wendungen geben, an die wir vielleicht noch gar nicht gedacht haben.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Nachtbilder theoretisch nicht mal im unmittelbaren Dschungel entstanden sein müssen. Vielleicht auch irgendwo am Rand. Die Nachtfotos zeigen schließlich nur das, was sie dem späteren Betrachter zeigen sollen. Sonst hätte man sich die Fotoserie ja gleich sparen können. (Im Falle einer Inszenierung).