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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

2.588 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Serienmörder, 1989, 1993 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

29.08.2019 um 19:17
Hallo @ponco ,

die Parallele hatte ich eigentlich in den jeweils abgeschnittenen Brüsten gesehen.
Da war ich aber sozusagen nicht auf dem Stand der Diskussion.
In der Göhrde-Diskussion kam desöfteren dieses Thema auf.
Bei Ingrid W fehlten anscheinend "lediglich" die Brust-Organe (Herz, Lunge etc.) durch Tierfraß.

In der näheren Umgebung gab es aber diese beiden Opfer, die ebenfalls mit KWW in Verbindung gebracht werden.
Diese würde ich dann zum Vergleich mit der Hannoveraner Serie heranziehen wollen:
Zitat von RedJohn1RedJohn1 schrieb am 28.12.2017:23.August 1984 :
Irma B ( 59 ) fährt mit ihrem Rad in den Wald bei Wustrow. Sie wird später erdrosselt und erstochen aufgefunden, ausgeweidet mit einem Küchenmesser.

23.August 1986 :
Elsbeth M ( 60 ) fährt mit dem Rad in eine Feldmark in der Nähe Lüneburgs. Sie wird vergewaltigt, erwürgt und am Unterleib verstümmelt aufgefunden.



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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

27.09.2019 um 16:01
https://youtu.be/ROJiwDYScmc
Die Geschichte klingt, als sei sie der Fantasie eines Krimi-Autors entsprungen. Doch sie ist wahr. Es ist die Geschichte von einem Polizisten, der nie aufgab und nach 28 Jahren ein Rätsel löst, an dem vor ihm schon viele gescheitert sind. Mit bisher unveröffentlichtem Material zeigt diese exklusive NDR Dokumentation eindrucksvoll, wie mühevolle Ermittlungsarbeit zu einem der brutalsten Serienmörder Deutschlands führte. Zu dem Mann, der auch hinter den rätselhaften Göhrde-Morden steht, die nicht nur Norddeutschland erschütterten.

Wolfgang Sielaff war einmal einer der mächtigsten Polizisten Hamburgs. Als LKA-Chef hat er Kriminalgeschichte geschrieben und bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Im Falle seiner Schwester war er jahrzehntelang allerdings der "ohnmächtigste" Polizist. Denn seine Schwester, die wohlhabende Unternehmergattin Birgit Meier, verschwindet 1989 in Lüneburg, im benachbarten Bundesland Niedersachsen. Wolfgang Sielaff hat hier nichts zu melden: Polizeiarbeit ist Ländersache. Er versucht zwar aus der Ferne, die niedersächsischen Kollegen zu effizienter Ermittlungsarbeit zu drängen. Aber er muss immer wieder sehen, dass erhebliche Pannen geschehen. Nur wenige Polizisten, die mit dem Fall betraut sind, ermitteln beherzt. Birgit Meier bleibt verschwunden.

Von der Polizei verdächtigt wird ihr Mann, Harald Meier, von dem sie zum Zeitpunkt des Verschwindens getrennt lebte. Er hat sie am Vorabend ihres Verschwindens als Letzter lebend gesehen - und hat kein Alibi für die Nacht. Bald schon ist die Polizei der Meinung, Harald Meier könnte seine Frau umgebracht und beseitigt haben, um das Geld bei der Scheidung zu sparen.

Die Ermittlungen um Birgit Meiers Verschwinden geraten immer wieder ins Stocken. Das hat einen Grund: Kurz zuvor sind zwei spektakuläre Doppelmorde in der Region geschehen, die die Polizei beschäftigen - und die Bevölkerung sehr beunruhigen: Im Staatsforst Göhrde vor den Toren Lüneburgs werden im Sommer ‘89 zwei Pärchen grausam ermordet. Der Täter muss extrem kaltblütig sein. Denn an dem Tag, an dem die Polizei die ersten Leichen findet, tötet er das zweite Pärchen nur 800 Meter entfernt - unbemerkt von den Beamten, die dort den ersten Tatort sichern. Die Polizei steckt jeden verfügbaren Kriminalisten in die Sonderkommission "Göhrde". Dadurch findet der Vermisstenfall "Birgit Meier" wenig Beachtung. Ein dramatischer Fehler, wie sich fast drei Jahrzehnte später zeigen wird. Denn der Mörder von Birgit Meier ist auch der mutmaßliche Göhrde-Mörder.

Wolfgang Sielaff versucht mehrfach, die ermittelnden Beamten in Lüneburg auf offene Fragen und Widersprüche aufmerksam zu machen. Doch bei den Ermittlern gilt Ehemann Harald Meier als Tatverdächtiger. Andere Spuren werden nur halbherzig verfolgt. Dabei drängt sich ein Mann geradezu auf: Kurt-Werner Wichmann. Er ist wegen Vergewaltigung, versuchter Tötung und weiterer schwerer Delikte in Erscheinung getreten. Er kannte Birgit Meier und hatte mehrfach Kontakt zu ihr - auch noch kurz vor ihrem Verschwinden. Es vergehen dreieinhalb Jahre, ehe die Ermittlungsbehörden mit einem Durchsuchungsbefehl vor Wichmanns Tür stehen
Quelle: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/Eiskalte-Spur-Die-Goehrde-Morde-und-die-verschwundene-Frau,sendung947508.html

Eine sehr interessante Doku über die Göhrdemorde und Birgit Meier. Die Doku behandelt dabei auch die Persönlichkeit von KWW.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

27.09.2019 um 21:46
Hallo,

die Doku wurde gerade eben im NDR ausgestrahlt.

Hochinteressant und super gemacht.

Kann jedem interessierten nur empfohlen werden.

LG


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

28.09.2019 um 19:35
Ich habe die Sendung gesehen und halte es für unfassbar, dass solche Schlampereien im Dienst offenbar nicht nur nicht geahndet werden, sondern irgendwie ja auch geduldet werden. Da erklärt der Staatsanwalt seelenruhig, dass es nicht möglich ist, den Täter per Haftbefehl zu suchen, obwohl man auf seinem Grundstück einen ganzen Wagen ausgegraben hat, die Leichenhunde schlugen an. Und nach dem was alles davor schon gewesen ist, ist dann immer noch kein Haftbefehl möglich?

Auch der leitende PHK hat sich damals nicht mit Ruhm bekleckert, hier müsste man eigentlich eine Entschuldigung an die Hinterbliebenen erwarten können. Und wieder verschwinden Sachen aus der Asservatenkammer, wie die im Haus gefundenen Videos. Also wie die da in aller Ruhe sitzen können und so tun als wenn sie alles richtig gemacht hätten, wie man mit sowas durchkommen kann, ist mir schleierhaft. Es ist ja nicht so, dass die Polizei hier irgendwas aufgeklärt hätte, dass war allein der Privatinitiative von Sielaff zu verdanken. Dem wurden von den Ermittlungsbehörden auch noch massiv Steine in den Weg gelegt.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

28.09.2019 um 19:49
Zitat von JamieStarrJamieStarr schrieb:Ich habe die Sendung gesehen und halte es für unfassbar, dass solche Schlampereien im Dienst offenbar nicht nur nicht geahndet werden, sondern irgendwie ja auch geduldet werden.
Ich bin auch fast von der Couch gefallen, als es hieß, die Polizei hat bei Ihm auf der Arbeit angerufen, damit er kommt und sein "Geheimzimmer" aufschließt.... Dann ist er getürmt.

Ein anderes Thema: der "Galgen" wurde im Beitrag als Fluchtmöglichkeit dargestellt. Ähnlich wie bei der Feuerwehr, ein Seil zum abseilen in die Garage.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

29.09.2019 um 00:55
Zitat von ice_motherice_mother schrieb:Ein anderes Thema: der "Galgen" wurde im Beitrag als Fluchtmöglichkeit dargestellt. Ähnlich wie bei der Feuerwehr, ein Seil zum abseilen in die Garage.
Als ob sie bei dem Tatverdacht zu zweit kommen und das Gelände nicht umstellen.. Das geht nur effektiv per Tunnel


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

29.09.2019 um 09:43
Zitat von poncoponco schrieb:Als ob sie bei dem Tatverdacht zu zweit kommen und das Gelände nicht umstellen..
genau so ist es doch passiert, als Sie ihn angerufen haben, dass er vorbeikommt und das "Geheimzimmer" aufschließt.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

29.09.2019 um 10:58
Meine Fazit zu K.W.-W.:
Ein seit frühester Jugend aktenkundiger Straftäter, mit hoher Tat-Qualität und Quantität, suizidierte sich in einer Gefängniszelle.

Meine Frage dazu:
Wer hat wann, wo und wie das erste Mal die Möglichkeit gehabt, die Historie dieses Menschen und seiner Taten zu unterbinden?


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01.10.2019 um 21:17
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb am 28.12.2018:Wir wissen, dass er irgendwelche kriminellen Geschäfte, welche auch immer konkret, mit Hr Rudloff gemeinsam vollzogen hatte. Es lässt sich vermuten, dass dies irgendwas mit Autos zu tun gehabt haben könnte. Wir wissen das aber alles nicht. Aber wer krumme Geschäfte miteinander abwickelt, der geht auch beieinander ein und aus. Hr Volkert kannte KWW ja möglicherweise auch gut, da dieser ja mit Hr R befreundet war und auch im Autogeschäft tätig ist.
Dann könnte ja Hr.R. das mit dem vergrabenen roten Auto gewusst haben, hat deswegen das Haus gekauft, nur Hr. Volkerts nicht ?

Wenn Hr.R. Hr. Volkert dann den Koffer brachte - zum Aufbewahren - und holt ihn nicht ab, bevor er verstirbt - war das erst dann ein Grund für Hr. Volkert, einen Blick in den Koffer zu werfen ?

Wie lange hat KWW eigentlich den Job des Friedhofsgärtner ausgeübt ? Ist das wo festgehalten ?


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01.10.2019 um 23:08
Wahrscheinlich nicht wichtig, aber ich fand es interessant:


Inn der NDR Doku wird bei ca. 23:05min ein Artikel zum Urteil zur Tat 1970 gezeigt. Darin steht das die Staatsanwaltschaft damals 12 Jahre "Freiheitsentzug" und Sicherheitsverwahrung gefordert hatte. War das in den 70er normal, oder eher drakonisch?


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01.10.2019 um 23:13
@bellady
Das rote Sportcoupe wurde bei der Hausdurchsuchung 1993 gefunden, als KWW noch auf der Flucht war, kann also nicht der Grund für Rudloff gewesen sein, das Haus zu kaufen.
Lt NDR Doku wurde der Wagen erst nach dem Mord an BM vergraben, also zwischen 89 und 93.

Vielleicht war Hr Volkert der Inhalt des Koffers bekannt, hielt es aber erst nach dem Tode Rudloffs für angebracht, damit zur Polizei zu gehen.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

02.10.2019 um 09:58
@Rorschach
Das ist eine gute Frage. Ich denke, das war auch damals nicht die übliche Vorgehensweise. Das Urteil fiel ja auch anders aus. Ich vermute, auch damals wurde schon seine kriminelle Vorgeschichte einbezogen und die Gewalt während der Tat. Und damit wurde dann evtl auch schon von einigen die kriminelle Persönlichkeit des KWW gesehen. In der Urteilsfindung waren dann aber wohl eben die anderen Aspekte ausschlaggebend. Und in der Haft und anschließend hat sich offenbar niemand um die Persönlichkeitsentwicklung des KWW gekümmert und begleitet und beobachtet usw.

Anschließend in den diversen Verdachtsmomenten zu anderen Fällen und unterschiedlichen Fällen ist das ja offenbar auch nicht einbezogen worden oder man hatte keinen Zugang zu diesen Daten. Wobei man im Dorf sicherlich genau wusste, wer welchen Dreck am Stecken hatte. Der gemeine Dorfbulle wird das also eigentlich auch gewusst haben, was KWW und ggf seine Kumpanen auf dem Kerbholz hatten. Und dennoch scheinen die Netzwerke des KWW funktioniert zu haben, denn es wurde ja kein Misstrauen gegen ihn aufgebaut. Es wurde nicht tiefergehend gegen ihn ermittelt trotz wiederkehrender Verdachtsfälle.

Es ist ja bekannt, dass KWW offenbar ein Charmebolzen war, Menschen für sich einnehmen konnte, manipulieren konnte, usw. Und das wirkte, obwohl ihn die Leute ja auch komisch fanden.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

02.10.2019 um 11:26
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Es ist ja bekannt, dass KWW offenbar ein Charmebolzen war, Menschen für sich einnehmen konnte, manipulieren konnte, usw. Und das wirkte, obwohl ihn die Leute ja auch komisch fanden
Er war ein stiller Sonderling (Handschuhe im Sommer etc.) , der allerdings gut aussah, sich vornehm kleidete und sich als erfolgreicher und wohlhabender geben konnte, als sein Einkommen und beruflicher Stand dies zuliess.


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02.10.2019 um 12:52
Zitat von phantom_ladyphantom_lady schrieb:Vielleicht war Hr Volkert der Inhalt des Koffers bekannt, hielt es aber erst nach dem Tode Rudloffs für angebracht, damit zur Polizei zu gehen.
Ja, so denke ich auch. Das Gewissen der beiden hat wohl zum Schluss doch überwogen. Zumindest,so werden sie (alle, auch im Ort) gedacht haben, konnte ab 1993 durch KWW dann nichts mehr passieren.

Dass er Frauen vergewaltigte, Diebstahle beging, das wusste man, aber dass er mit Schusswaffen seine Opfer beseitigte, das wurde erst durch den Waffenkoffer bestätigt ?


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

03.10.2019 um 01:10
Beim Ansehen der NDR Doku sind mir zwei Dinge aufgefallen, die mir irgendwie in der Lebensgeschichte des KWW unklar waren.

1. Sagte die Frau, die bei den Eltern im Souterrain wohnte und die er als 14Jaehriger ueberfiel, das er im Heim in Delmenhorst gelebt habe. Irgendwo hatte ich hier mal was vom "Rauhen Haus" gelesen, dass er dort untergebracht war, das ist aber m.W. in Hamburg. In Delmenhorst gibt es eine Einrichtung des Ev, Wichernstifts (dessen Keimzelle das Rauhe Haus in Hamburg war). Eventuell war er in dieser Einrichtung des Wichernstifts untergebracht.

2. Im Fall der Ermordung von Ilse Gehrkens 1968 wurde immer wieder darueber geraetselt, ob KWW als Taeter in Frage kaeme, da er zu dieser Zeit eigentlich noch seine einjaehrige Jugendstrafe haette absitzen muessen. Nach der Darstellung in der Doku kam er als Taeter wohl tatsaechlich in Frage, von einem Alibi in Form der Strafhaft war jedenfalls nicht die Rede.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

03.10.2019 um 01:55
Zitat von phantom_ladyphantom_lady schrieb:Das rote Sportcoupe wurde bei der Hausdurchsuchung 1993 gefunden, als KWW noch auf der Flucht war, kann also nicht der Grund für Rudloff gewesen sein, das Haus zu kaufen.
Könnte mir aber gut vorstellen, dass Rudloff, da er ja mit KWW befreundet gewesen sein soll und auch 'krumme Geschäfte' mit ihm gemacht hat durchaus gewusst haben könnte, was das Haus/ Grundstück sonst noch für 'Geheimnisse' birgt.

Ist irgendwo eigentlich mal geschrieben worden, ob Rudloff erst das Haus kaufte oder ob er schon vorher mit KWWs Witwe Alice 'liiert' war?
Sollte letzteres zutreffen, könnte das auch die Erklärung/ Begründung für den Hauskauf sein.
Zitat von phantom_ladyphantom_lady schrieb:Vielleicht war Hr Volkert der Inhalt des Koffers bekannt, hielt es aber erst nach dem Tode Rudloffs für angebracht, damit zur Polizei zu gehen.
Halte ich für wahrscheinlicher als die These, dass Volkert tatsächlich die ganzen fünf Jahre, die er den Koffer 'in Verwahrung' hatte, nicht hinein gesehen hat.
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Es ist ja bekannt, dass KWW offenbar ein Charmebolzen war, Menschen für sich einnehmen konnte, manipulieren konnte, usw. Und das wirkte, obwohl ihn die Leute ja auch komisch fanden.
Hört sich nach einem Soziopathen, wie er im Lehrbuch steht, an.
Zitat von eldeceldec schrieb:ob KWW als Taeter in Frage kaeme, da er zu dieser Zeit eigentlich noch seine einjaehrige Jugendstrafe haette absitzen muessen. Nach der Darstellung in der Doku kam er als Taeter wohl tatsaechlich in Frage, von einem Alibi in Form der Strafhaft war jedenfalls nicht die Rede.
Könnte es nicht sein - rein spekulativ - dass er früher aus der Haft entlassen worden ist?
Allerdings gab es damals ja noch 'Zuchthäuser' und es ging etwas anders zu als heutzutage.
Gab es 1968 schon die Möglichkeit, auf Bewährung/ wegen guter Führung vorzeitig entlassen zu werden?
Für die Ermittler dürfte es eigentlich kein allzu großes Problem darstellen, herauszufinden, von wann bis wann genau KWW sich in Haft befand.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

03.10.2019 um 03:47
Moin. Komme über die aktuelle Doku zum Thema hier her und hab mich gerade durch den kompletten thread gearbeitet.

Ein Fakt wurde hier noch nicht thematisiert: Laut dieser NDR Doku haben Leichenhunde auf der Sitzbank des im Garten vergrabenen Ford Probe angeschlagen. Dieser Wagen war auf dem US-Markt frühestens zum Jahreswechsel 1988/89 erhältlich, auf dem deutschen Markt aber erst ab etwa 1991. Ein Selbstimport scheidet wohl aus, wenn es sich, wie irgendwer hier schrieb, um ein Leasingfahrzeug gehandelt haben soll. Dem optischen Zustand nach hat der Wagen bestimmt ein Jahr unter der Erde zugebracht und wurde bereits 1993 entdeckt.

Also: Wessen Leiche hat da irgendwann zwischen 1991 und 1992 auf der Rückbank gelegen? Sielaffs Schwester scheidet ja wohl aus, die steckte bereits seit mindestens zwei Jahren unter der Garage.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

03.10.2019 um 04:24
Ich halte diese Frage für relevant, weil bis jetzt nach meiner Wahrnehmung hier nur über solche möglichen weiteren Taten gemutmaßt wurde, die teils quasi in grauer Vorzeit geschehen sind und somit viel tiefer im Nebel der Zeit verborgen liegen als mögliche Geschehnisse der frühen Neunziger. Dabei ist doch zu vermuten, daß dem Wichmann noch in einem relativ engen Rahmen jüngerer Zeit, eben von 1991 bis spätestens Ende 1992 mindestens ein weiterer ungeklärter Mord oder Vermisstenfall angelastet werden kann.
Wer also verschwand 1991 oder 1992 spurlos, bzw. wurde ermordet aufgefunden, OHNE daß der Auffindeort auch der Tatort war und passte ins Beuteschema?
Das dürfte natürlich ne ganze Latte sein bundesweit, wenn nicht sogar europaweit. Trotzdem ein weiterer Denkansatz...


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

03.10.2019 um 19:14
Zitat von MJ82MJ82 schrieb:Wer also verschwand 1991 oder 1992 spurlos, bzw. wurde ermordet aufgefunden, OHNE daß der Auffindeort auch der Tatort war und passte ins Beuteschema?
Eine wichtige Frage, auf die die Ermittlunsgbehörden ( bisher) scheinbar keine Antwort, respektive ins Raster passende Vermisste oder ermordete Person, vermutlich Frau oder junges Mädchen, gefunden haben.

Spontan fällt mir nur für 1991 Kristin Harder, Studentin aus München ein, von der zwei Leichenteile im Großraum München, Neubiberg gefunden worden sind.
Bei Kristin, die im Münchener Nachtleben zunächst spurlos verschwand, sehe ich aber keine Beziehung zu Wichmann. Auch war Wichmanns Modus operandi nicht der eines "Stückelmörders", soweit bekannt.


Vermutlich ist es wirkliche eine ganze Menge an Personen, die 1991 und 1992 in Deutschland und Europa verschwanden und / oder ermordet worden.

Im Prinzip müsste man doch aber da einen passenden Filter an die Dateien des LKA legen können, sodass eine Reihe " passender Fälle" herausgefiltert werden könnten?

Fragt sich auch, ob die damals sicher noch maschinengeschriebenen Daten, sämtlich ihren Weg in die EDV Archivierung gefunden haben. Wie da genau verfahren wird, auf Seiten der Kriminalämter, wüsste ich auch gerne.

Ein weiteres Problem ist es sicher, dass KWW keinen bevorzugten "Opfertyp" hatte. Wenn man von der 14 Jahre alten Nachhiilfeschülerin Ulrike Burmester aus Adendorf 1968 ausgeht, bis zu den Mitte Vierzigjährigen Göhrde- Opfern, war das Alter und Aussehen der Opfer ihm egal.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

03.10.2019 um 23:11
Zitat von MJ82MJ82 schrieb:. Ein Selbstimport scheidet wohl aus, wenn es sich, wie irgendwer hier schrieb, um ein Leasingfahrzeug gehandelt haben soll.
Gab es dazu denn eine Quelle, dass es sich bei dem Probe um ein Leasingfahrzeug gehandelt haben soll?
KWW war ja wohl ein ziemlicher Autofreak, dürfte also durchaus auch einige Autohändler gekannt haben (z B Volkerts, der später von Rudloff die ominöse Kiste bekommen hat), von daher könnte ich mir schon vorstellen, dass er über 'Beziehungen' evtl auch früher an neue Automodelle gekommen sein könnte
Zitat von MJ82MJ82 schrieb:Wessen Leiche hat da irgendwann zwischen 1991 und 1992 auf der Rückbank gelegen?
Eine sehr gute Frage, denke ich.
Was mich jedoch ein bisschen wundert;
Die Leiche von Birgit Mayer fand man auf KWWs Grundstück, die Göhrde-Opfer hingegen ließ er - nicht allzu gut getarnt - am Tatort zurück.
Ist das nicht eher ungewöhnlich für einen Serientäter?
Zitat von MJ82MJ82 schrieb:Wer also verschwand 1991 oder 1992 spurlos, bzw. wurde ermordet aufgefunden, OHNE daß der Auffindeort auch der Tatort war und passte ins Beuteschema?
M E schwierig einzugrenzen, wie genau das Beuteschema des KWW aussah, er schien diesbzgl nicht allzu festgelegt zu sein nach dem zu urteilen, was wir wissen.
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:Im Prinzip müsste man doch aber da einen passenden Filter an die Dateien des LKA legen können, sodass eine Reihe " passender Fälle" herausgefiltert werden könnten?
Habe mal in einer Doku (in der es allerdings nicht um KWW ging) gesehen, dass dies möglich ist, z B kann dort nach einer bestimmten Tötungsart, nach einem bestimmten Opfertyp etc gesucht/gefiltert werden.
Stelle ich mir bzgl KWW allerdings etwas schwierig vor, da von der 14-jährigen Schülerin über erwachsene Frau in den 40ern bis hin zu Paaren (Göhrde-Opfer) sein Opferspektrum sehr breit gefächert gewesen zu sein scheint.
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:Wenn man von der 14 Jahre alten Nachhiilfeschülerin Ulrike Burmester aus Adendorf 1968 ausgeht, bis zu den Mitte Vierzigjährigen Göhrde- Opfern, war das Alter und Aussehen der Opfer ihm egal.
Genau diese Tatsache macht es m E so schwierig, die Taten, die KWW - möglicherweise - begangen haben könnte, einzugrenzen, habe ich ja bereits geschrieben.
Bei den Göhrde-Morden wurden ja auch die Männer getötet, grundsätzlich ware es also auch denkbar, dass es weitere männliche Opfer geben könnte.
Finde es auch denkbar/ vorstellbar, dass KWW bereits vor den Göhrde-Morden Paare getötet hat.


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