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Kriminalfall Kim Wall

28.889 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: 2017, Dänemark, U-boot ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Kriminalfall Kim Wall

Kriminalfall Kim Wall

15.05.2018 um 21:58
Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:"Jetzt wird sie auch noch reich..."
Danke - ja, vor allem „auch noch“. Erst das Unfassbare, was sie durchmachen musste, und dann „auch noch“?? reich?! Ich verstehe es auch nicht.

Na ja, ich wollte das wirklich auch nur kurz anmerken, weil ich es nicht so stehen lassen mochte und @FF als Einziger etwas dazu gesagt hatte.

Ansonsten aber auch nichts für Ungut, @Merwinna , durchaus interessant, Deine Beiträge.


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Kriminalfall Kim Wall

15.05.2018 um 22:31
Zitat von passatopassato schrieb:Fuer mich jedenfalls bleibt die Frage spannend was PM in der Berufung machen wird, mMn hat er 3 Moeglichkeiten:

1. Er bleibt bei der bisher vorgetragenen Unfallversion und saeht einfach noch mehr Zweifel
2. Er kommt mit einer voellig neuen Unfallversion daher, "Lukenversion 5" im Fachjargon genannt, die er sich in der Zwischenzeit akribisch zurechtgeschustert hat.
3. Er gesteht endlich
Es wird keine neue Verhandlung über die Tat und Todesursache geben, damit auch keine neue Unfallversion. PM hat ja den Schuldspruch als solchen (vorsätzliche Tötung) akzeptiert. Seine Berfung richtet sich nur gegen das Strafmaß, also die Verirteilung zu lebenslänglich. Er möchte für die vorsätzliche Tötung also eine geringere Strafe. Nur die Höhe des Strafmaßes ist hier Gegenstand der Berufung.
Zitat von MerwinnaMerwinna schrieb:Aber die Strafe kann erhöht werden.
Nein. Wenn nur der Angeklagte in Berufung geht, gilt das sogenannte Verschlechterungsverbot. Das heißt: in diesem Fall kann die Strafe vom Berufungsgericht nicht erhöht, sondern allenfalls gesenkt werden. Ohnehin ist PM erstinstanzlich ja zur Höchstrafe verurteilt worden. Es kann also hier nichts mehr erhöht werden.


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16.05.2018 um 00:55
Zitat von MerwinnaMerwinna schrieb:rgendwelche Dinge können da herumspuken: Neid, Misandrie, die Anschauung daß es jetzt Zeit ist, ein Exempel um einen Weißen, Nordischen, Heterosexuellen (naja im wesentlichen... ich habe auch über den Norweger gelesen ;-) ), mittleraltigen, ziemlich erfolgreichen Mann zu statuieren...
sorry, aber diese punkte sind nun wirklich unwahrscheinlich. was sollten denn die richter einem einfachen spinner wie peter denn neiden? er hatte doch nur einen rostigen hangar, 200000€ miese, haufenweise snufffilme, recht abgetakelte geliebte mit drogenproblemen und selbst die rostige tauchglocke hat ihm nicht mehr gehört..

die psychologen bezeichnen ihn nicht umsonst als das sinnbild eines gescheiterten narzissten..


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16.05.2018 um 02:12
Es wurde hier ja schon mal angesprochen: für dänische Verhältnisse ist die Strafe lebenslänglich sehr hoch. Diese Höchststrafe bekommen dort im Regelfall Mehrfach- oder Kindermörder, beides Kategorien, in die Madsen nicht fällt.

Es ist nicht auszuschließen, das das erstinstanzliche Gericht hier die Höchststrafe auch vor dem Hintergrund des medialen Hypes um den Fall verhängt hat, etwa in dem Sinne, dass man sich von der Welt nicht nachsagen lassen will, zu nachsichtig gewesen zu sein. So sehr die Richter sicher gewollt haben: ob sie sich ganz von der monatelangen ausufernden Berichterstattung über den Fall haben freimachen können, darf in Frage gestellt werden.


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16.05.2018 um 07:41
Zitat von PrimaveraPrimavera schrieb:die psychologen bezeichnen ihn nicht umsonst als das sinnbild eines gescheiterten narzissten..
Wo steht das ? Hab ich in dieser Formulierung nicht gelesen.
Zitat von AndanteAndante schrieb:ob sie sich ganz von der monatelangen ausufernden Berichterstattung über den Fall haben freimachen können, darf in Frage gestellt werden.
Es stand ein äusserst brutale und heimtückisch ausgeführte Tat zur Verhandlung.


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16.05.2018 um 10:55
Zitat von InMemoriamInMemoriam schrieb:Selbstverständlich hilft kein Geld der Welt trauernden Eltern bei dem Schmerz um ihr Kind auch nur ein Stück weiter. Niemandem dürfte das bewusster sein als den Eltern von Kim. Ihnen aber deshalb Gier zu unterstellen, finde ich auch hart und unangebracht. Ihr ganzes Leben hat sich von jetzt auf gleich geändert, und natürlich hatte Kims Tod neben allem anderen auch finanzielle Auswirkungen auf die Familie, ich nenne nur mal beispielhaft die Stichworte Arbeitsunfähigkeit/Verdienstausfall, Therapiekosten...

PM hat in diesem Rechtstaat - ganz wertfrei - das Recht, zu schweigen, zu lügen, Berufung einzulegen...aber Kim Walls Eltern sollen nicht das Recht haben, Schmerzensgeld zu fordern? Entschuldigung, aber das ist doch wohl das Mindeste!

Kims Eltern haben ihrer Tochter, ohne die sie nun weiter leben müssen, mit der Einrichtung des Fonds ein Andenken erschaffen, ich nenne das ungefähr das Gegenteil von gierigem Verhalten.
1. Kim Walls Eltern haben vor Gericht nichts darüber gesagt, den möglichen Beitrag auf die Stiftung übergehen zu lassen.
2. Kim Walls Eltern haben auch vor Gericht keine nachgewiesene Kosten berufen (bezogen?). Stattdessen haben sie über solche Dinge geredet, daß man sie jetzt in der Stadt erkennt, und daß sie sich beleidigt fühlen wenn sie Kims Name an den Schlagzeilen sehen müssen. Ich denke sie haben sich dann demütigen lassen, für einen relativ kleinen möglichen Geldbetrag.
3. PM hat kein Geld, und das wissen Kims Eltern ja. Der allgemeine Däne hätte das bezahlen müssen.
4. Das Gericht hat die Frage genau so wie ich beurteilt! :-)
Zitat von InMemoriamInMemoriam schrieb:Ansonsten aber auch nichts für Ungut, @Merwinna , durchaus interessant, Deine Beiträge.
Danke! :-)


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16.05.2018 um 15:16
Zitat von AndanteAndante schrieb:Kriminalfall Kim Wall. Unfall, Totschlag oder gar Mord?
heute um 02:12
Es wurde hier ja schon mal angesprochen: für dänische Verhältnisse ist die Strafe lebenslänglich sehr hoch. Diese Höchststrafe bekommen dort im Regelfall Mehrfach- oder Kindermörder, beides Kategorien, in die Madsen nicht fällt.

Es ist nicht auszuschließen, das das erstinstanzliche Gericht hier die Höchststrafe auch vor dem Hintergrund des medialen Hypes um den Fall verhängt hat, etwa in dem Sinne, dass man sich von der Welt nicht nachsagen lassen will, zu nachsichtig gewesen zu sein. So sehr die Richter sicher gewollt haben: ob sie sich ganz von der monatelangen ausufernden Berichterstattung über den Fall haben freimachen können, darf in Frage gestellt werden.
Ja, er wurde im Voraus verurteilt.
Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:Es stand ein äusserst brutale und heimtückisch ausgeführte Tat zur Verhandlung.
Doch, aber es gibt in Dänemark andere Verurteilte, die ebenso brutale und heimtückischeTaten begangen haben, aber zu kürzeren Haftstrafen verurteilt worden. Diese Urteile sind für PMs Verteidigerin im Landsret zu berufen (beziehen?). Man hat für PM aus politisch-korrekten Gründe eine Ausnahme gemacht. PM war der perfekte Böse Täter: weiß, nordisch, männlich, heterosexuell (naja - der Norweger...) mittelaltrig, unternehmungslustig usw.. Es könnte dafür keine mildrende Umstände geben. Man musste keine Rücksicht nehmen, es war erlaubt ihn zu haßen - schon vor dem Urteil.

Das sagt viel über der Haltung der Journalisten:

https://correspondent.afp.com/covering-something-rotten-state-denmark

"There is no cultural or sociological explanation for this crime."


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16.05.2018 um 16:36
Zitat von MerwinnaMerwinna schrieb:"There is no cultural or sociological explanation for this crime."
Und das stimmt eben nicht. Es gibt durchaus Erklärungen. Schließlich wird der Mensch nicht aus dem Nichts zum Sadisten oder Mörder.
In einem Artikel stand (ich finde ihn leider nicht mehr), dass PM keine Grenzen kannte, weil sie ihm in der Kindheit und Pupertät nicht gesetzt wurden. Dann gibt es sicherlich noch ein paar mehr Dinge,die wir über ihn einfach nicht wissen.
Zu sagen also, es gäbe keine kulturelle oder soziologischen Ursachen, stimmt so nicht. Kulturell war er wohl in seiner Kindheit mit einem ziemlich alten Vater, eher etwas abgeschnitten. Mein Gesamteindruck von ihm ist, dass er keine gute, vielleicht gar keine Erziehung oder Lenkung genossen hat. Ich glaube, ein Gewissen hat man nicht einfach so
Es ist ein Produkt unserer Erziehung. Erziehung ist wiederum kulturell und soziologisch zugleich.


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16.05.2018 um 16:54
@Merwinna, Danke für den interessanten Link!
Zitat von MerwinnaMerwinna schrieb:Ja, er wurde im Voraus verurteilt.
Naja, so würde ich das auch nicht sehen.
Zitat von MerwinnaMerwinna schrieb:Doch, aber es gibt in Dänemark andere Verurteilte, die ebenso brutale und heimtückischeTaten begangen haben, aber zu kürzeren Haftstrafen verurteilt worden.
Einmal ist immer das erste Mal und er hat ja jetzt auch Berufung eingelegt, dann passt es doch...
Zitat von MerwinnaMerwinna schrieb:PM war der perfekte Böse Täter: weiß, nordisch, männlich, heterosexuell (naja - der Norweger...) mittelaltrig, unternehmungslustig usw.. Es könnte dafür keine mildrende Umstände geben. Man musste keine Rücksicht nehmen, es war erlaubt ihn zu haßen - schon vor dem Urteil.
Mit haßen hat das mM. nichts zu tun. Man kann sich einfach nur nicht in Madsens kranke Welt einfinden.
Ich finde es auch richtig, dass der Staatsanwalt an den gesunden Menschenverstand appelliert hat..
Normal ist was häufig ist! Und was Madsen da vollbracht hat ist weder normal noch häufig..


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16.05.2018 um 18:01
Zitat von MerwinnaMerwinna schrieb:frauzimt schrieb:Es stand ein äusserst brutale und heimtückisch ausgeführte Tat zur Verhandlung.

Doch, aber es gibt in Dänemark andere Verurteilte, die ebenso brutale und heimtückischeTaten begangen haben, aber zu kürzeren Haftstrafen verurteilt worden.
Die Brutalität und Heimtücke der Tat an sich ist deswegen auch keine ausreichende Erklärung für das mediale Interesse am Fall Madsen, ebensowenig für das immense Interesse daran hier im Thread. Denn wie du richtig schriebst, gibt es ebenso brutale und noch schlimmere Morde, etwa den an Yangjie Li, die in Dessau auf unfassbare Weise starb, wofür sich aber kaum jemand interessiert hat.

Wie auch immer: man kann wohl nicht davon ausgehen, dass PM der Medienrummel am und im Prozess irgendwelche Vorteile gebracht hat. Das Gegenteil dürfte der Fall sein.


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16.05.2018 um 18:02
Zitat von MerwinnaMerwinna schrieb:4. Das Gericht hat die Frage genau so wie ich beurteilt! :-)
Das dänische Gesetz sieht doch eine Entschädigung für Angehörige grundsätzlich vor. Hat nicht der Staatsanwalt die Entschädigung gefordert?
Die Eltern haben Ausgaben, die sie nicht hätten, wäre ihre Tochter noch am Leben.

Die Allgemeinheit in Dänemark zahlt auch für Madsens Unterbringung im Gefängnis und er ist der Täter. So wie die Allgemeinheit für die Kosten der Bergung des U-Boots und die Suche nach den Leichenteilen bezahlt.


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16.05.2018 um 18:05
Zitat von AndanteAndante schrieb:Wie auch immer: man kann wohl nicht davon ausgehen, dass PM der Medie nrummel am und im Prozess irgendwelche Vorteile gebracht hat. Das Gegenteil dürfte der Fall sein.
Ganz sicher ist nicht der Medienrummel für die Höchststrafe der Grund, sondern der abscheuliche und unfassbar brutale Mord an Kim Wall. Die Strafe ist schon gerecht und angebracht und das Berufungsgericht wird kaum zu einer anderen Einschätzung gelangen. Weiterhin die psychologischen und psychiatrischen Gutachten, die eine klare Prognose erstellt haben - dass weiterhin Gefahr von dem Mörder Madsen ausgehe und weiterhin mit solchen Taten zu rechnen ist.

Passt schon alles.^^


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16.05.2018 um 20:03
Die Höchststrafe (lebenslange Haft) ist in DK ja beinahe quasi exklusiv für Mehrfach-, Verwandten- oder Kindermörder sowie einschlägig vorbestrafte Täter reserviert.

Erstaunlich viele Parallelen zum Fall Madsen / Kim Wall sehe ich im Fall John Knudsen, der im Jahr 2009 Kirsten Bay Andersen (52) auf seinem Boot vergewaltigte, ermordete und die Leiche im Wasser versenkte, wofür er 2010 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurde:

Spoiler
- zum Tatzeitpunkt ähnliches Alter wie Madsen (44)
- charmanter Charakter, ruhig, freundlich, weibliche "Fans", einige haben ihm den Mord nicht zugetraut, dachten max. an einen Unfall, er ist 2-facher Vater mit alleinigem Sorgerecht zum Tatzeitpunkt (Kids damals 13 und 16 Jahre alt)
- ehemalige Geliebte beschrieben ihn als charmant und sanft, beim Sex aber anders / hart
- JK suchte permanent nach neuen Sex-Gespielinnen und lud Frauen auf sein Boot (sein ganzer Stolz) ein
- JK lebte von "der Hand in den Mund", hatte kein Auto, war notorisch pleite
- bei JK wurden massenweise Sex- und Gewalt-Videos gefunden, KiPo, Vergewaltigung, Erstickungs-Szenen, er war besessen davon
- Kirsten Bay Andersen war ebenfalls ein Zufallsopfer
- Tatort war ein Boot, wo das Opfer gefesselt, 30 Stunden gefangen gehalten, mehrfach vergewaltigt und sexuell missbraucht sowie am Folgetag ermordet / mit einer Tüte erstickt wurde (wofür er sich zuvor beim Opfer entschuldigt haben will, weil er sie angebl. eigentlich laufen lassen wollte, was ihm dann aber zu riskant war)
- an Bord gab es u.a. Kaffee und Rotwein, auch für das Opfer, auch noch nach der Vergewaltigung, die er übrigens filmte / fotografierte (u.a. spielte er mit dem Opfer zwischen den Misshandlungen auch Kniffel)
- das Boot wurde regelm. als Sex-Location genutzt, Sex-Toys an Bord und Stahlhaken zur Fixierung, aber lt. einer Geliebten wusste JK immer, wann er aufhören musste, nie war es gegen ihren Willen
- das Opfer wurde nackt und mit Blei- / Betonklotz aus Knudsens Besitz in ca. 8 Meter tiefem Wasser versenkt
- nach der Tat schlief JK und weinte, dann flüchtete er nach Spanien
- JK galt von Anfang an als dringend tatverdächtig
- die versenkte Leiche wurde nach 11 Tagen gefunden
- JK hat lt. psych. Gutachten eine psychopathische Persönlichkeit, war aber voll schuldfähig
- der dänische gerichtsmedizinischen Rat empfahl Sicherungsverwahrung wegen Gefahr für die Allgemeinheit
- auch bei JK gab es kein Jury-Gericht
- bei JK wurde ebenfalls ein schweres Verbrechen festgestellt sowie eine "zynische" Tat
- JK wurde entsprechend der Anklage zur Höchststrafe verurteilt
- der Partner des Opfers erhielt eine finanz. Entschädigung zugesprochen
- JK akzeptierte das erstinstanzliche Urteil (auch das Strafmaß), weil er endlich Ruhe wollte
- JK war 2009 / 2010 der "bekannteste" Verbrecher Dänemarks und überall in der Presse

Natürlich gibt es auch Unterschiede bei den beiden Fällen, vor allem hatte JK eine gravierende Vorstrafe (18 Monate Knast wg. Vergewaltigung einer schlafenden Frau), er war im illegalen Besitz von KiPo und ihm wurde sex. Missbrauch an der minderjährigen Tochter einer Geliebten nachgewiesen. JK hat das Opfer dagegen nicht zerstückelt, zu Beginn der Tat bestand keine Tötungsabsicht, seine Tat war nicht geplant / vorbereitet, sondern begann unter Alkoholeinfluss (am Abend vor der Tat 1 Flasche Whisky konsumiert). Zudem hat JK die Tat gestanden.

Wikipedia: John Knudsen
https://www.b.dk/danmark/serverede-roedvin-foer-han-kvalte-kirsten
http://nyheder.tv2.dk/article.php/id-25618352:john-knudsen--charmøren-med-sexlegetøj.html


Der Tatort, das Boot Pampero II wurde übrigens nicht konfisziert und vernichtet, sondern stand über Knudsens Anwalt zum Verkauf für ca. 170k EUR, der Erlös war für Entschädigungs- und Prozesskosten bestimmt
https://www.jv.dk/haderslev/Baaden-er-sat-til-salg-Her-blev-Kirsten-draebt/artikel/958280

Ich werde jetzt nicht über schlimmer / weniger schlimm diskutieren, aber mein Eindruck ist der, dass sich Madsen nicht unbedingt zu wundern braucht, wenn er u.a. aufgrund der kaltblütigen Tat-Planung / Vorbereitung und bestialischen realen Umsetzung wie Knudsen eingestuft wird bzw. bleibt, auch wenn Knudsen einschlägig vorbestraft war ... allenfalls käme in meinen Augen eine Strafmaßänderung auf 16 Jahre + nachfolgende Sicherungsverwahrung in Betracht, was aber irgendwie quasi dasselbe in grün wäre.

Wir werden im Sept. sehen, ob es Madsen (wie immer) mit "einfachsten Mitteln" (keine Vorstrafen, kein Doppelmord, kein Kindermord etc.) gelingen wird, den Jackpot (Höchststrafe) in der dänischen Schwerverbrecher-Geschichte zu behaupten, ich jedenfalls drücke ihm anderthalb Daumen ^^ ...


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Kriminalfall Kim Wall

16.05.2018 um 22:54
Zitat von MerwinnaMerwinna schrieb:3. PM hat kein Geld, und das wissen Kims Eltern ja. Der allgemeine Däne hätte das bezahlen müssen.
4. Das Gericht hat die Frage genau so wie ich beurteilt! :-)
3. Das spielt für die Beurteilung des Anspruchs keine Rolle. Der gemeine Däne trägt ja auch beispielsweise die Prozesskosten und die Kosten für PMs Haft.

4. Nö. Vor Gericht war keine Rede von Gier. Die Forderung wurde aus formalen Gründen abgelehnt, weil Kim nicht mehr bei ihren Eltern gewohnt hat. Ihr Lebensgefährte hingegen hat Schmerzensgeld zugesprochen bekommen, wenn mich nicht alles täuscht. Gier?

Aber sei es drum. :)


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16.05.2018 um 23:32
Zitat von marisa2marisa2 schrieb:Merwinna schrieb:
"There is no cultural or sociological explanation for this crime."
Und das stimmt eben nicht. Es gibt durchaus Erklärungen. Schließlich wird der Mensch nicht aus dem Nichts zum Sadisten oder Mörder.
In einem Artikel stand (ich finde ihn leider nicht mehr), dass PM keine Grenzen kannte, weil sie ihm in der Kindheit und Pupertät nicht gesetzt wurden. Dann gibt es sicherlich noch ein paar mehr Dinge,die wir über ihn einfach nicht wissen.
Zu sagen also, es gäbe keine kulturelle oder soziologischen Ursachen, stimmt so nicht. Kulturell war er wohl in seiner Kindheit mit einem ziemlich alten Vater, eher etwas abgeschnitten. Mein Gesamteindruck von ihm ist, dass er keine gute, vielleicht gar keine Erziehung oder Lenkung genossen hat. Ich glaube, ein Gewissen hat man nicht einfach so
Es ist ein Produkt unserer Erziehung. Erziehung ist wiederum kulturell und soziologisch zugleich.
Ja, aber ich bin ganz sicher, daß der Journalist kulturelle Ursachen sowie Arabische/Afrikanische/Islamische Kultur, Ehrenkultur usw., und soziologische Ursachen sowie Arbetslosigkeit, niedriges Bildungsniveau, niedriges Einkommen u.s.w. gemeint hat. Das heißt: Umstände, die man nicht den Einzelne/n?/ beschuldigen kann. Für PM gibt es keine solchen politisch-korrekten Ausreden. Er ist nur der archetypische weiße böse Mann...


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16.05.2018 um 23:46
Zitat von brennanbrennan schrieb:Das dänische Gesetz sieht doch eine Entschädigung für Angehörige grundsätzlich vor. Hat nicht der Staatsanwalt die Entschädigung gefordert?
Doch, aber nicht für Eltern erwachsener Kinder.


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17.05.2018 um 00:03
Zitat von MerwinnaMerwinna schrieb:brennan schrieb:
Das dänische Gesetz sieht doch eine Entschädigung für Angehörige grundsätzlich vor. Hat nicht der Staatsanwalt die Entschädigung gefordert?
Doch, aber nicht für Eltern erwachsener Kinder.
@Merwinna
Die Infos sagten etwas Anderes. Es lag nicht daran, dass KW erwachsen war.


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17.05.2018 um 00:35
Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:Die Infos sagten etwas Anderes. Es lag nicht daran, dass KW erwachsen war.
Aus dem Urteil:

http://www.domstol.dk/KobenhavnsByret/nyheder/domsresumeer/Pages/Domiub%C3%A5dssag.aspx (Archiv-Version vom 17.05.2018)

Erstatning
For så vidt angår det af afdødes forældres fremsatte krav om godtgørelse, har retsformanden fundet, at der ikke efter erstatningsansvarslovens § 26a er grundlag for at yde godtgørelse til forældrene. Der er herved lagt vægt på afdødes alder og på, at hun – på trods af opretholdelsen af folkeregisteradresse hos forældrene - reelt var fraflyttet hjemmet for flere år siden. Det af forældrene oplyste om den fortsatte særdeles gode forbindelse mellem dem og datteren findes ikke at udgøre en sådan helt særlig tilknytning til datteren, at det kan føre til et andet resultat.

"...das Alter des Verstorbenen"

"...in Wirklichkeit seit mehreren Jahren aus dem Elternhaus gezogen war."


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17.05.2018 um 01:40
Zitat von MerwinnaMerwinna schrieb:Ja, aber ich bin ganz sicher, daß der Journalist kulturelle Ursachen sowie Arabische/Afrikanische/Islamische Kultur, Ehrenkultur usw., und soziologische Ursachen sowie Arbetslosigkeit, niedriges Bildungsniveau, niedriges Einkommen u.s.w. gemeint hat. Das heißt: Umstände, die man nicht den Einzelne/n?/ beschuldigen kann. Für PM gibt es keine solchen politisch-korrekten Ausreden. Er ist nur der archetypische weiße böse Mann...
Wahrscheinlich hast du recht. So werden es die Journalisten gemeint haben. Ist aber sehr eindimensional und eine sehr oberflächliche Kategorisierung. Besonders wenn man so verallgemeinert und afrikanisch, islamisch, arbeitslos, ungebildet etc. irgendwie näherliegend für einen Mord erachtet.
Psychopathen und Mörder gibt es in allen sozialen Schichten und Kulturen. Ich weiss gar nicht,ob die gut ausgebildeten nicht sogar die schlimmeren und verheerenderen Verbrechen begehen. Eine trotzige Entscheidung vom Multimillionär Trump und schon gibt es 56 höchstwahrscheinlich arme und weniger gebildete tote Palästinenser zu beklagen, für die sich die Medien maximal einen Tag lang interessieren. Menschenleben sind halt überall in der Welt unterschiedlich wertvoll. Es kommt darauf an welcher Nationalität man angehört und welchen Gott man hat.

Ich denke übrigens, dass Kims Eltern ein Schmerzensgeld/ Entschädigung zugestanden hätte. Normalerweise unterstützen Kinder ihre Eltern, wenn diese einmal alt, weniger solvent, evt. krank und gebrechlich sind. Das alles fällt jetzt für die Eltern etwas geringer aus, da nur noch ein Kind vorhanden.


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Kriminalfall Kim Wall

17.05.2018 um 08:09
Zitat von marisa2marisa2 schrieb:Ich denke übrigens, dass Kims Eltern ein Schmerzensgeld/ Entschädigung zugestanden hätte.
Das ist ja in jedem Land anders geregelt.
Ich bin auch der Ansicht, dass die Eltern für den erlittenen Schock ein Schmerzensgeld bekommen müssten.
Aber das ist in ihrem Land anscheinend nicht vorgesehen.

Du trennst die Worte mit einem Schrägstrich.
Ja, das sind verschiedene Dinge: Schmerzensgeld - Entschädigung

Immerhin soll der Lebensgefährte etwas erhalten.


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