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Yolanda K. aus Leipzig seit Sept. 2019 vermisst

786 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Leipzig, Ikea, Yolanda, Ohnmachtsanfälle

Yolanda K. aus Leipzig seit Sept. 2019 vermisst

02.05.2020 um 17:55
Ich habe nach wie vor die Hoffnung, dass sie freiwillig verschwunden ist ins Ausland, da, wo sie schon mal war, also Naher Osten.


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Yolanda K. aus Leipzig seit Sept. 2019 vermisst

02.05.2020 um 18:15
Liebe Leute, ich wollte schon länger geschrieben haben, war aber immer "zu beschäftigt".

Meine Motivation war/ist etwas anders gelagert, als bei den meisten hier und zwar ging es mir um dieses Zitat hier:
henkslap
schrieb am 21.02.2020:
Ja, so hat sich das abgespielt. Es war eine Jugend/Kindergruppe die tagsüber mit mehereren Betreuern unterwegs war. Da geht es auch lebhaft zu, manche laufen voraus, bleiben zurück oder laufen auch mal neben dem Weg. Nach der Rückkehr ins Lager wurde irgendwann bemerkt, dass Yolanda fehlte, irgendwann haben sie sich dann auf die Suche gemacht und als es dunkel wurde die Bergwacht/Polizei verständigt.
Doch vielleicht können meine Ausführungen etwas mehr über den Hintergrund erhellen.

Ich war schon sehr erstaunt, dass Yolanda dort verloren gegangen war, wo ich meine Kindheit und Jugend verlebte. Zwar ist das schon eine ganze Weile her, trotzdem kenne ich die Gegend natürlich, wobei ich das letzte Mal vor vier oder fünf Jahren dort gewandert bin.

Meine ersten Gedanken (ungefiltert):

- Wie kann man dort verloren gehen? [im August laufen dort bestimmt mehrere hundert Wanderer/in/nen pro Tag zum Hochfirst, von allen Seiten.]

- Wie kann es sein, dass sie es nicht in die "Zivilisation" geschafft hat? [man kommt dort immer sehr schnell auf einen Wanderweg, der Hochschwarzwald ist ausgezeichnet beschildert - von Freiwilligen! - außerdem laufen dort tagsüber auch genug Leute rum, im August, bei gutem Wetter, bis zu den nächsten Häusern ist es auch nirgendwo enorm weit, man kann im Notfall einfach einem Bach folgen etc etc.]

- Ihre Ohnmacht oder Hilflosigkeit muss daher massiv gewesen sein.

- Im August kann es im Schwarzwald nachts schon Frost geben. Nicht ungefährlich.

- Das waren bestimmt Städter!

- Die laufen da vom Hochfirst bis nach Aha (am Schluchsee) und merken erst dort, dass jemand fehlt? Ja, das waren bestimmt Städter. [das sind locker 12/13km und man hätte mehrmals die Gelegenheit gehabt, die Kinder in einen Bus zu setzen, zu suchen und die Bergwacht zu rufen.]

- Was war denn das für eine Gruppe? Schon Viertklässler wissen, dass man auf einander wartet! Und einander sucht! oder es "Erwachsenen" meldet, wenn ein Kind verschwindet.

Soweit meine Gedanken in den ersten 2-3 Minuten.

Zu der Gruppe habe ich dann recherchiert, vielleicht dazu mehr in einem anderen Beitrag, da ich selbst einige Erfahrungen mit dem badischen Pietismus habe und daher weiß, wie viele dieser Menschen "ticken".


So. Am Abend kommen sie also zum Zeltlager an (Quellen unten, ich wusste, wo ich recherchieren muss). Dann wohl große Aufregung, Polizei, Bergwacht. Die Bergwacht fängt sofort(!) noch, nachts(!), an zu suchen, klar, jede Stunde zählt, die Nacht kann kalt sein, aber es war eben enorm hirnrissig, dass die Gruppe nicht gewartet hat. Das Suchgebiet ist dadurch riesig, theoretisch von Neustadt bis Schluchsee.

Man kann sich ein Bild von der Suche bei den folgenden Links machen. Die Badische Zeitung erlaubt nach Anmeldung 5 kostenlose Zugriffe pro Monat auf den ganzen Artikel.

Besonders beeindruckend der Film vom SWR. Die Hundestaffel springt aus einem Auto mit Waldshuter Kennzeichen! D.h. sie kommt mindestens aus Bonndorf. Wenn so etwas passiert, sind hunderte Freiwillige involviert. Freiwillige. Die nehmen sich einen Tag Urlaub, weil so eine Gruppe aus der Stadt nicht mal eine halbe Stunde Warten konnten.

Also: Nicht zum Nachahmen empfohlen!

Und das hier
henkslap
schrieb am 21.02.2020:
Ja, so hat sich das abgespielt. Es war eine Jugend/Kindergruppe die tagsüber mit mehereren Betreuern unterwegs war. Da geht es auch lebhaft zu, manche laufen voraus, bleiben zurück oder laufen auch mal neben dem Weg. Nach der Rückkehr ins Lager wurde irgendwann bemerkt, dass Yolanda fehlte, irgendwann haben sie sich dann auf die Suche gemacht und als es dunkel wurde die Bergwacht/Polizei verständigt.
sollte nicht normal sein. Auch wenn es mal "lebhaft" auf Wanderungen zugeht, eine Leiterin/ein Leiter hat alle Kinder und anderen Leiter_innen regelmäßig zu sammeln. Diese Haltung ist einfach nur naiv. Das möchte ich hier allen mitgeben. Auch wenn der Hochschwarzwald gut erschlossen ist und es eine ausgezeichnete Infrastruktur gibt, ist es völlig unangemessen, bei Wanderungen nicht nach den Begleiter/innen zu schauen. Es kann alles passieren: Knöchel verrenken oder ein Herzinfarkt. Da kann man nicht einfach mal 10km weiterlaufen.

Und nun zur Situation in Leipzig (ohne Berücksichtigung wie christlich-pietistische Gruppe ticken): Leipzig ist halt nicht der Hochschwarzwald. Wenn da jemand im Wald oder anderswo verschwindet, juckt das erstmal keinen. Es gibt keine Bergwacht und es gibt auch keine tausend Freiwilligen, die sofort alles stehen und liegen lassen, wenn sie gebraucht werden.

Nun die Quellen:

https://www.badische-zeitung.de/so-lief-die-suche-nach-vermisster-wanderin-am-hochfirst--176607400.html
https://www.badische-zeitung.de/so-lief-die-suche-nach-vermisster-wanderin-am-hochfirst--print
https://www.badische-zeitung.de/wanderin-ist-wieder-wohlauf--176632546.html
https://www.badische-zeitung.de/bewusstlos-aber-lebend-vermisste-wanderin-bei-lenzkirch-gefunden--176592933.html


https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/suedbaden/wanderin-im-schwarzwald-vermisst-100.html


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Yolanda K. aus Leipzig seit Sept. 2019 vermisst

02.05.2020 um 18:46
@Infostream

Es geht hier um den Bus 131 der zwischen Leipzig und Merseburg fährt und anscheinend (hab ich auch durch den Fall hier erst erfahren) im Gegensatz zu allen anderen Bussen/Trams/S-Bahnen KEINE Kameras hat. Das macht schon Sinn, da diese Busse ja ältere Modelle sind (zumindest wirken sie so). Man hätte allerdings das Videomaterial der Trams sichten müssen, die am Südplatz abgefahren sind, als sie dort vermutlich war (also so um 15 Uhr rum).

Andernfalls muss man auch sagen, dass diese Hundespur nicht sehr aussagekräftig ist, oder? Das sagt doch nur, dass sie vor kurzem von ihrer WG zur Haltestelle am Südplatz gelaufen ist.... so what? Es war vermutlich die nächste Haltestelle.


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Yolanda K. aus Leipzig seit Sept. 2019 vermisst

02.05.2020 um 19:23
laikaaaaa
schrieb:
Man hätte allerdings das Videomaterial der Trams sichten müssen, die am Südplatz abgefahren sind, als sie dort vermutlich war (also so um 15 Uhr rum).
Daraus könnte man zumindest schon mal folgern ob sie tatsächlich Richtung Ikea unterwegs war (dann wäre sie so gefahren/ausgestiegen dass die Route Sinn macht) oder ob sie nicht von jemanden mit dem Auto abgeholt wurde z. B.
mMn. Immens wichtige Informationen. Jetzt steht man wohl ohne Spur da. Bisherige suchen erfolglos (Taucher usw.) Man weiß nicht mal wo man suchen muss. Ein Statement der Ermitttlungsbehörde zu den tram Aufnahmen wäre sehr aufschlussreich...


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Yolanda K. aus Leipzig seit Sept. 2019 vermisst

13.05.2020 um 20:13
MarliPub
schrieb am 01.05.2020:
Wiederum aber verwundert mich ihr Plan, den sie für den Tag hatte (Einkauf bei IKEA, sogar was genau sie einkaufen wollte, erzählte sie ihren Mitbewohnern ja). Da ich es wirklich nicht weiß: würde ein Mensch mit suizidalen Absichten seinen Tag planen und die Planung anderen mitteilen, zudem die abendliche Verabredung nicht absagen, wenn man mit einer anderen Geschichte (Bsp. "Ich bin für drei Tage Freunde besuchen" o.ä.) die Chance erhöhen könnte, erst mal nicht als vermisst zu gelten?
Ich persönlich könnte mir vorstellen, so etwas ähnliches zu machen - allerdings:

- Die Aussage “ich gehe zu IKEA und danach treffe ich mich mit einer Freundin“ macht in einem Selbstmord-Szenario nur Sinn, wenn man bald (und von einer bestimmten Person) gefunden werden will, was in diesem Fall aber nicht ganz klappt, wenn man nicht auffindbar ist

- Wenn ich Suizid begehen wollte, würde ich doch abwarten, bis meine Mitbewohner nicht daheim sind und nicht umgekehrt. Natürlich gibt es verschiedene Durchführungsmöglichkeiten, aber wenn man sich nicht gerade an einem Baum erhängen will, eignet sich das Zuhause doch mMn besser.

- Ich gebe dir Recht, dass viele Menschen wahrscheinlich eher die Aussage “ich besuche Freunde für 3 Tage“ tätigen würden, wollte aber nur mal einen anderen Standpunkt miteinbringen


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Yolanda K. aus Leipzig seit Sept. 2019 vermisst

01.08.2020 um 10:48
Ich habe heute mal wieder die News-Funktion bemüht - umsonst.
Es gibt seit März nicht eine einzige neue Pressemeldung hierzu (oder konnte jemand von euch was finden?).

Welche möglichen Szenarien haben wir, und wie realistisch sind sie nach 10 Monaten Verschwinden ohne einen einzigen neuen Hinweis?

Unfall mit tödlichem Ausgang:
Ist m.E. in sofern unrealistisch, als dass man doch in der Zwischenzeit einen Leichnam hätte auffinden müssen/können.
Offensichtlich gibt es für die EB keinen Anlass zu glauben, dass ihr Plan, zu IKEA zu fahren, nicht stimmt. Zwischen ihrer Wohnung und IKEA gibt es meines Wissens nach nicht unbedingt Fließgewässer, welches Körper für immer verschluckt, oder völlig unzugängliches Gelände, welches man nicht schon durchsucht hätte.

Suizid:
Nicht auszuschließen, aber doch wäre ich verwundert, sollte sich das bewahrheiten. Denn dann hat sie absolut keine Spuren hinterlassen, die irgendwie ihren "IKEA-Plan" hätten unglaubwürdig werden lassen. Ich denke da also an Aufnahmen in Öffentlichen Verkehrsmitteln in andere Fahrtrichtungen, Sichtungen durch Zeugen o.ä. - denn wir reden hier ja immer noch von urbanem Gebiet, und nicht vom platten Land, wo du innerhalb 10 Minuten im verlassenen Wald stehst.
Meine Vermutung wäre also: sollte sie suizidale Absichten gehabt haben, hätte sie sich in ein abgelegenes Gebiet begeben müssen, in welchem man sie auch 10 Monate später nicht auffinden kann. Diese lange Zeit des Verschwindens lässt das Szenario für mich auch erst mal wieder unrealistischer erscheinen. Hinzu kommen meine hier aufgeführten Gedanken: Beitrag von MarliPub, Seite 40

Tathergang mit Beteiligung einer dritten Person:
Ich formuliere dieses Szenario mal bewusst vorsichtig, denn auch hier würde ich z.B. eine Straftat zur Verdeckung eines Unfalls mit einbeziehen - schlussendlich geht es für mich immer um das Ende, nämlich die Verbringung der lebenden oder toten YK durch eine(n) Dritte(n).
Eigentlich kann ich keinerlei Gründe benennen, warum ich dieses Szenario nicht ausschließe. Weder ein bewusstes Tötungsdelikt, noch ein Tötungsdelikt zur Verdeckung einer anderen Straftat, noch einen Unfall mit Verbringung des Opfers.
Bei den vorangegangen Szenarien habe ich jeweils Argumente für mich selbst, die eher dagegen sprechen, die habe ich hier einfach nicht. Eine junge Frau, sozial integriert, ohne uns bekannte Erkrankung psychischer Natur (die auf suizidale Absicht hindeuten könnte), mit tagesaktuellen Plänen und ohne für Dritte auffälligen, abweichenden Verhalten verschwindet spurlos. So spurlos, dass man ihren Weg nicht mal weiter als den zwischen Wohnung und Nahverkehrs-Haltestelle verfolgen kann... Das passt für mich einfach nicht mit Szenario 1 und 2.


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Yolanda K. aus Leipzig seit Sept. 2019 vermisst

01.08.2020 um 11:15
Unfall:
Nicht auszuschließen, siehe Tanja Gräff. Aber wie wahrscheinlich ist das am hellichten Tag, wenn man offiziell zu IKEA möchte.

Suizid:
Für mich die wahrscheinlichste Ursache, diese seltsamen Vorkommnisse mit ihrer Bewusstlosigkeit im Wald könnten irgendwie das Problem umschreiben.

Dritte:
Gibt nicht den geringsten Hinweis.

Absetzen ins Ausland:
Für mich auch nicht ganz von der Hand zu weisen, sie hatte gute Kontakte in den arabischen Raum.

Fazit: Für mich ist Yolanda ein erwachsener Mensch, die ihren Aufenthalt frei bestimmen kann. Wenn sie nicht Bescheid gibt, auch ihr Recht, wir kennen die Hintergründe nicht, die sie davon abhalten könnten. Es gibt keinen Hinweis auf Suizid, Unfall oder Beteiligung eines Dritten, deshalb werden wir wohl kaum noch etwas von dem Fall hören, wenn sie nicht gefunden wird oder sich meldet.


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Yolanda K. aus Leipzig seit Sept. 2019 vermisst

01.08.2020 um 11:22
Momomo
schrieb:
Fazit: Für mich ist Yolanda ein erwachsener Mensch, die ihren Aufenthalt frei bestimmen kann. Wenn sie nicht Bescheid gibt, auch ihr Recht, wir kennen die Hintergründe nicht, die sie davon abhalten könnten. Es gibt keinen Hinweis auf Suizid, Unfall oder Beteiligung eines Dritten, deshalb werden wir wohl kaum noch etwas von dem Fall hören, wenn sie nicht gefunden wird oder sich meldet.
Wie ordnest du für dich ein, dass LKA & BKA ermitteln? Also ich meine nicht die Zuständigkeiten, sondern dass auf diesen Ebenen ermittelt wird (auch immer noch, den die Ermittlungsakten sind mWn nicht geschlossen). Dies geschieht doch nur, wenn die Polizei eben nicht von einem freiwilligen Verschwinden eines erwachsenen Menschen ausgeht.
Würde bei jedem derartig gelagerten Fall diese Maschinerie angeworfen werden, kämen Behörden ja zu nichts anderem.


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Yolanda K. aus Leipzig seit Sept. 2019 vermisst

01.08.2020 um 11:26
Von den Infos, die wir aus der Presse kennen, passt für mich irgendwie kein Szenario so richtig. Weder Suizid, noch Unfall, noch ein Verbrechen.

Die Ohnmachtsanfälle incl der Sache im Schwarzwald machen das Ganze für mich eben so "mysteriös". Aus dem Grund denke ich am ehesten an einen Suizid.


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Yolanda K. aus Leipzig seit Sept. 2019 vermisst

01.08.2020 um 11:33
MarliPub
schrieb:
Wie ordnest du für dich ein, dass LKA & BKA ermitteln? Also ich meine nicht die Zuständigkeiten, sondern dass auf diesen Ebenen ermittelt wird (auch immer noch, den die Ermittlungsakten sind mWn nicht geschlossen). Dies geschieht doch nur, wenn die Polizei eben nicht von einem freiwilligen Verschwinden eines erwachsenen Menschen ausgeht.
Würde bei jedem derartig gelagerten Fall diese Maschinerie angeworfen werden, kämen Behörden ja zu nichts anderem.
Ich ordne da garnichts ein, zu dem Fall gibt es seit Monaten keine Neuigkeiten. Alles nur meine Vermutungen.
Maifalter
schrieb:
Die Ohnmachtsanfälle incl der Sache im Schwarzwald machen das Ganze für mich eben so "mysteriös". Aus dem Grund denke ich am ehesten an einen Suizid.
Denke ich auch so.


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Yolanda K. aus Leipzig seit Sept. 2019 vermisst

01.08.2020 um 11:38
Momomo
schrieb:
Ich ordne da garnichts ein, zu dem Fall gibt es seit Monaten keine Neuigkeiten. Alles nur meine Vermutungen.
Das sollte bitte auch nicht missverständlich klingen - dachte du hättest dazu vielleicht auch eine "Theorie" bzw. würdest das für dich auch in das Szenario Freiwilliges Verschwinden einordnen können.
Ich kann deine Gedanken auch nicht von der Hand weisen - mich macht eben diese Ermittlung stutzig.

Schlussendlich bleibt zu hoffen, dass es bald ein Zeichen (welcher Art auch immer) gibt, sodass Angehörige eine Gewissheit haben.
Hoffentlich erwartet uns hier kein Drama a la Sophie Lösche, oder eine jahrelange Ungewissheit.


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Yolanda K. aus Leipzig seit Sept. 2019 vermisst

01.08.2020 um 11:50
MarliPub
schrieb:
Schlussendlich bleibt zu hoffen, dass es bald ein Zeichen (welcher Art auch immer) gibt, sodass Angehörige eine Gewissheit haben.
Hoffentlich erwartet uns hier kein Drama a la Sophie Lösche, oder eine jahrelange Ungewissheit.
Ich meine damit halt nur, dass es nicht den geringsten Hinweis auf den momentanen Ermittlungsstand gibt und in welche Richtung überhaupt ermittelt wird.

Sophie Lösche ist eine gute Idee, leider. Bei uns ist das Trampen nicht mehr so in Mode wie in den 70ger Jahren. Yolanda kennt aber auch die Verhältnisse in Jordanien und da ist Trampen sicher noch mehr verbreitet bei jungen Leuten. Aufgrund einer niedrigeren Hemmschwelle im Vergleich zu Jugendlichen hierzulande und geringer Geldmittel als Studentin würde ich die Idee nicht ganz von der Hand weisen, dass sie in einen fremden LKW eingestiegen sein könnte. Und das dürfte dann sicher nicht gut ausgegangen sein, vermute ich.


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Yolanda K. aus Leipzig seit Sept. 2019 vermisst

01.08.2020 um 12:10
Ich bin mit dem Fall jetzt nicht mehr so ganz vertraut, aber der Ikea ist doch prinzipiell ganz gut angebunden, oder? Zwar etwas außerhalb, wie das bei Ikea ja meistens ist, aber mit Busverbindungen ab der Stadt.

Fahren auf der Strecke überhaupt LKW?
Sie könnte prinzipiell natürlich auch mit einem normalen pkw die Strecke getrampt sein. Aber ich frage mich, wer das macht, für a) eine kurze Strecke b) wenn man Zeit hat c) das Busticket nicht teuer ist d) in der heutigen Zeit, als Frau.

Ausschließen kann man es wohl trotzdem nicht, aber die Vorstellung liegt mir persönlich so fern.


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Yolanda K. aus Leipzig seit Sept. 2019 vermisst

01.08.2020 um 12:31
MarliPub
schrieb:
ohne uns bekannte Erkrankung psychischer Natur (die auf suizidale Absicht hindeuten könnte)
Ausser des merkwürdigen Vorfalls, wo sie bei einer Wanderung verschwand und sie wohl über Nacht verschwunden war - vielleicht war das aber auch physischer Natur.

Beitrag von henkslap, Seite 40

Was da genau geschehen ist bzw. warum, weiß (auch) der Vater (glaube ich) gar nicht so genau.


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Yolanda K. aus Leipzig seit Sept. 2019 vermisst

01.08.2020 um 12:52
Maifalter
schrieb:
Ich bin mit dem Fall jetzt nicht mehr so ganz vertraut, aber der Ikea ist doch prinzipiell ganz gut angebunden, oder? Zwar etwas außerhalb, wie das bei Ikea ja meistens ist, aber mit Busverbindungen ab der Stadt.
Ich denke nicht an die Fahrt zu Ikea, dazu gab es gute Möglichkeiten, mit dem ÖVP hinzukommen. Aber sie wurde dort nie gesehen, weder von anderen Kunden noch Überwachungskameras (ich denke, dass ist eine gesicherte Information).

Was hat sie also am Nachmittag gemacht? Theoretisch besteht also schon eine Möglichkeit, aus irgendwelchem Grund in ein fremdes Auto eingestiegen zu sein.


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Yolanda K. aus Leipzig seit Sept. 2019 vermisst

01.08.2020 um 13:28
sooma
schrieb:
Ausser des merkwürdigen Vorfalls, wo sie bei einer Wanderung verschwand und sie wohl über Nacht verschwunden war - vielleicht war das aber auch physischer Natur.

Beitrag von henkslap, Seite 40

Was da genau geschehen ist bzw. warum, weiß (auch) der Vater (glaube ich) gar nicht so genau.
Da hast du völlig recht - diesen Vorfall darf man nicht außer Acht lassen, und genau wie du schreibst: "man" weiß nicht so richtig, was da geschehen ist bzw. was der Auslöser war (physisch, psychisch, psychosomatisch).
Momomo
schrieb:
Aber sie wurde dort nie gesehen, weder von anderen Kunden noch Überwachungskameras (ich denke, dass ist eine gesicherte Information).
Genau - das kann man ja auch der Formulierung in der BKA Fahndung entnehmen:
Ob die Studentin in Günthersdorf angekommen ist, ist nicht gewiss.
Quelle: https://www.bka.de/DE/IhreSicherheit/Fahndungen/Personen/Vermisste/Klug/Sachverhalt.html
Momomo
schrieb:
Was hat sie also am Nachmittag gemacht? Theoretisch besteht also schon eine Möglichkeit, aus irgendwelchem Grund in ein fremdes Auto eingestiegen zu sein.
Die Frage aller Fragen...
Wenn ich gedanklich mal das Szenario Suizid ausklammere, gehe ich persönlich davon aus, dass sie den Weg Rg. Günthersdorf angetreten hat. Das Ergebnis des Spürhundes unterstützt das.
Hinzu kommt, dass ihr Handy lt. einem MDR-Bericht (leider nicht mehr abrufbar, aber die Infos daraus sind im Thread nachverfolgbar) im Laufe des Nachmittags vom Netz ging.

Nachdem ich erst letztens das Buch "Soko Erle" gelesen habe, würde mich zu diesem Thema brennend interessieren, "wie" das Handy vom Netz ging. Wurde es ordnungsgemäß abgemeldet, oder lag ein sogenannter "Handy-Crash" vor?

Vom Fall Carolin G.:
Um 15.48 Uhr sei es dann zu einem sogenannten "Handy-Crash" gekommen. "Das heißt, dass sich das Handy nicht normal ordentlich abmeldet, wobei die Ursache nicht genau nachvollziehbar ist", sagt der Polizeibeamte. "Das kann durch Zerstörung, Fallen in Wasser oder das Einfahren in eine Tiefgarage verursacht werden."
Quelle: https://fudder.de/catalin-c-gesteht-carolin-g-getoetet-zu-haben--145449096.html


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Yolanda K. aus Leipzig seit Sept. 2019 vermisst

01.08.2020 um 20:55
Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass Yolanda den Bus 131 nahm.

Allerdings würde ich, entgegen mancher Meinung, vom Südplatz mit der 10 oder 11, je nachdem was zuerst kommt, zum Hauptbahnhof Leipzig fahren.

Dort ist die Endstelle dieser Linie, man muss nur 1 mal umsteigen. Dieser Umstieg geht auch schnell, man läuft von der Haltestelle aus Mithilfe einer Ampel auf die Straßenseite vorm HBF. Und steht an der Haltestelle für den 131er.

Wäre für mich der einfachste und entspannteste Weg, zumal man ab Hauptbahnhof noch mit einem der begehrten Sitzplätze rechnen kann, vor allem wochentags am Nachmittag. Ein nicht zu verachtender Punkt, mMn.

Vom Südplatz zum Hauptbahnhof brauch die Tram etwa 5 min, wenn sie kurz vor 15:00 Uhr los ist, kann man den 15:04 ab Leipzig Hauptbahnhof Bus erreichen. (Siehe Foto, 2019 als Jahreszahl zur Verifizierung im unteren Teil des Fahrplanaushanges). Selbst wenn man sich im restlichen Leipzig wenig auskennt, ist der Hauptbahnhof jedem ein Begriff.


Screenshot 20200801 203701 com.google.anOriginal anzeigen (1,3 MB)


Ankunft wäre 15:37Uhr.

Ihr Handy ward wenige Minuten, nachdem der Bus laut Verbindung dort ankommen würde, für immer ausgeschaltet.

Auf Bild 2 sieht man, jeweils rot, 1x die Haltestelle des Busses und einmal das Möbelhaus (wo sie angab einkaufen zu wollen).


Screenshot 20200801 204936 com.google.anOriginal anzeigen (1,2 MB)


Wie man dort im Autodschungel, auf dem Weg mit Zebrastreifen, verschwinden könnte, kann ich mir überhaupt nicht erklären.

Edit: Wenn man auf die Minute weiß, wann das Handy ausgeschaltet wurde, gibt es dann auch mehr Informationen, wo das z. B. gewesen sein könnte?

Ist über 30min nach Verlassen der WG, da wird sie schon irgendeine grobe Richtung eingeschlagen haben.


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Yolanda K. aus Leipzig seit Sept. 2019 vermisst

01.08.2020 um 21:22
schieflage
schrieb:
Ihr Handy ward wenige Minuten, nachdem der Bus laut Verbindung dort ankommen würde, für immer ausgeschaltet
Hast du dazu eine aktuelle Quelle? Ich konnte hier nur was über den nicht mehr abrufbaren MDR-Beitrag finden, aber leider keine Quelle mit genauer Zeitangabe.
schieflage
schrieb:
Edit: Wenn man auf die Minute weiß, wann das Handy ausgeschaltet wurde, gibt es dann auch mehr Informationen, wo das z. B. gewesen sein könnte?
Eigentlich ja. Sollte das Handy normal am Netz gewesen sein, loggt es sich automatisch in Funkzellen ein. Entsprechend kann man unter normalen Umständen auch die Funkzelle finden, in der das Handy zuletzt eingeloggt war.


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Yolanda K. aus Leipzig seit Sept. 2019 vermisst

01.08.2020 um 22:45
@MarliPub

Ich finde leider keine Uhrzeit mehr, habe aber vorhin irgendwo hier, oder in einem hier verlinkten Text die Zeit 15:47 Uhr gelesen.

Bei der Suche stieß ich allerdings auf die Info, dass die Linie 131 zu der Zeit nicht bis zum Hauptbahnhof verkehrte, sondern am Westplatz endete.


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Yolanda K. aus Leipzig seit Sept. 2019 vermisst

02.08.2020 um 00:14
Momomo
schrieb:
Was hat sie also am Nachmittag gemacht? Theoretisch besteht also schon eine Möglichkeit, aus irgendwelchem Grund in ein fremdes Auto eingestiegen zu sein.
Sie könnte schon früher zur Freundin gefahren sein, mit der sie sich treffen wollte um, bitte verbessert mich, wenn ich jetzt falsch liege, zu dem Workshop zu gehen.Da, auf dem Gelände im Wald, wurde doch auch mal gesucht. Vllt. hat sie es sich anders überlegt und ist erst gar nicht zu Ikea.
Ja, die Nummer mit der Wanderung und Ohnmacht etc. Wir haben das ja schon sooft besprochen.
@sooma
Das das psychischer Natur gewesen sein könnte, kann ich mir auch gut vorstellen, obwohl man damit natürlich vorsichtig sein muss. Manche Leute, die wandern, tun das nicht nur um zu wandern, sondern um so eine Art Ausgleich zu finden in der Natur, von ihren Problemen. Sie wandern auch nicht von A nach B, sprich gehen nicht einfach den Weg ab, sondern halten sich dort längere Zeit auf, auf der Wanderstrecke, verweilen also länger. Die Bekannte einer Nachbarin hat das mal so gemacht. Meine Nachbarin ist mal mit ihr gewandert und war ganz erstaunt, dass sie nicht mit ihr die Wanderstrecke abgehen wollte, sondern plötzlich ihr eigenes Ding gemacht hat und sich absonderte in die Natur. Sie dachte anfangs noch, es handelt sich um ein kleines Picknick, wo man halt ne Pause einlegt, aber als sie dann nicht mehr weiter wandern wollte, staunte sie nicht schlecht. Anschließend schien die Bekannte dann depressiv zu sein, weil sie den Weg nicht mehr geschafft hat. Vielleicht ist Y. ja auch so ein Mensch und wandern hat für sie eine andere Bedeutung.


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