Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen
um 03:20Nun, du wirst doch wohl kaum anzweifeln, dass @strombopoly die Felskreuze auf dem Wildenstein erreicht hat - und das kurz nachdem Finderwille von einem unmöglichen Auf- bzw. Abstieg zum Wildenstein gesprochen hat. Keine Ahnung, wo diese Herrschaften eigentlich gewesen sein wollen.Peanuts schrieb:Ich sehe das genauso. Ich würde mir als Laie auch gar nicht anmaßen, das Gelände zu beurteilen. Ich sehe auf den Fotos ziemlich zerklüftetes Gelände mit Geröll und größeren Steinen. Einfach so mit Wanderstöcken dort rumzukraxeln, würde ich auch nicht unbedingt empfehlen.
Wenn jemand noch Fotos von vor fünf Jahren einstellen würde, könnte man das vernünftig beurteilen, so aber finde ich das schwierig. Jemanden gleich Lug und Betrug zu unterstellen, finde ich zudem grenzwertig.
Die Situation vor Ort vernünftig beurteilen können die Leute, die selbst dort waren und wissen, wie die Lage ist. Ob nun vor kurzem, letztes Jahr, vor zwei oder 5 oder 10 Jahren. Man kommt oder kam immer auf den Wildenstein.
Wer es anzweifelt, frage doch einfach bei den Wehrer Pfadfindern nach. Die unternehmen traditionell jedes Jahr an Ostern ihren Gang zum Wildenstein; die beiden Kreuze dort werden von den Pfadfindern gepflegt, gemalert, auf Standfestigkeit überprüft usw. usf. Ihre jährliche Wildensteinexkursion halten sie auch immer auf Fotos fest, wenn sie sich u.a. dort abgeseilt am südlichen Kreuz in der Felswand bewegen.
Der Wildenstein war auch im September 2020 begehbar und die Jahre danach ebenso. Die Suche nach der vermissten Wanderin im Wehratal hat hier vor Ort so ziemlich jeder mitbekommen. Und die Einheimischen sind ja nun nicht doof und wissen schon, wo man schauen sollte, wo man evtl. verunglücken kann, da damals ja alle von einem Unfall in der Wehraschlucht ausgegangen sind.
So sind mir zwei private Suchtrupps bekannt, die unabhängig voneinander im September 2020 am Wildenstein waren, die eine Gruppe ist seitlich vom Fels abgestiegen, die andere Gruppe war mit Seilzeug vor Ort. Und beide Gruppen haben natürlich auch unterhalb vom Wildensteinfels das Ufer der Wehra und die Wehra abgelaufen. Beide Gruppen hatten eine Drohne dabei, mit der sie alles rund um den Fels von oben bis unten abgeflogen sind.

