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Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

24.308 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, 2020, September ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

gestern um 22:07
Zitat von lemysterelemystere schrieb:Oder ereignete sich am Wildenstein ein Verbrechen, und der Täter entfernte sich mit ihrem Handy nach Todtmoos?
Ja, das wäre für mich die einzige plausible Möglichkeit, die neuen Hinweise mit den bisherigen einigermaßen in Einklang zu bringen. Denn das stärkste Argument für ein Verbrechen war ja immer, dass nie etwas auf der E6 (und auch sonst nirgendwo) gefunden wurde. Das machte die Beteiligung eines Autos wahrscheinlich.

Was aber, wenn sich der Reißverschluss tatsächlich Scarletts Osprey-Modell zuordnen ließe?

1) Dass Scarlett ohne Fremdeinwirkung verunglückte, aber nie gefunden wurde ist möglich, aber nach der intensiven und frühzeitigen Suche gering (ja, auch Unwahrscheinliches kann passieren).

2) Wahrscheinlicher (falls sie nicht noch verunglückt gefunden wird) bleibt demnach immer noch ein Szenario mit irgendeiner Form von Fremdeinwirkung. Aber wie könnte die ausgesehen haben und trotzdem zu den neuen Funden passen?

In jedem Fall hätte Scarlett an dem Tag Zeit und einen plausiblen Grund gehabt, den Abstecher zum Wildenstein zu machen. Aber ohne Rucksack, wie @lemystere ja schon schreibt.

2a) Entweder wurde sie wirklich gestalkt: Stichwort: Erkundigung am IK, Stichwort Busfahrt von St Blasien nach Todtmoos und zurück. Dann wäre ihr jemand zum Trampelpfad gerfolgt, vielleicht weil da ein Rucksack war oder aus anderen Gründen. Eine Verfolgung muss auch nicht über die ganze E6 hinweg passiert sein, sondern evtl auch erst ab Wehraparkplatz. Vielleicht waren sie sogar aus einem anderen Grund verabredet (Rucksackübergabe? Die Parkplatzzeugin hat keinen Rucksack erwähnt.).

2b) Oder das Geschehen hatte keine Vorgeschichte und es kam im Umfeld Wildenstein spontan zu einem Vorfall. Dabei kann Scarlett bewegungsunfähig geworden sein. Entweder oben am Fels oder sie ist abgestürzt. Sowohl ein Verbrechen als auch ein Unfall mit einem weiteren Beteiligten sind da denkbar.

In beiden Fällen wäre kein Auto in der Nähe gewesen, mit dem man Spuren hätte beseitigen können. Falls Scarlett bewegungsunfähig oben am Fels war, hätte der Täter nur die Gegebenheiten vor Ort gehabt, um eine Entdeckung der Tat zu verhindern und Spuren zu verwischen. Keine Ahnung, welche Möglichkeiten das Gelände bietet, um z.B. Ausrüstung provisorisch oder dauerhaft zu verstecken: Felsspalten, Vergraben unter Laub in Senken oder unter Wurzeln usw. Dazu hätte man die Ausrüstung verteilen müssen, evtl. sogar zerschneiden.

Angenommen, der Übergriff war ungeplant und die Situation ist eskaliert. Dann könnte es dem Täter gedämmert haben, dass er zuvor den Reißverschluss des Rucksacks angefasst hatte. Eine ad-hoc-Lösung dafür könnte sein, den Reißverschluss vom übrigen Rucksack abzutrennen und gesondert zu entsorgen: z.B. ihn um einen Stein oder Ast zu wickeln und den Abhang hinunterzuwerfen. Voraussetzung wäre ein Messer!

Ganz sicher wäre ein Täter nicht einfach mit dem knallroten Riesen-Rucksack (zurück?) zum Wanderparkplatz spaziert. Zu groß wäre das Risiko erkannt oder wiedererkannt zu werden. Dann aber wären die Ausrüstung (evtl. sogar Scarlett selbst) immer noch dort. Und dann (nur dann!) kann ich mir vorstellen, dass Hunde nach vielen Sommern und Wintern einen Geruch (von z.B. einem Schlafsack) wittern können.

Das Handy dagegen wäre wahrscheinlich nicht im Rucksack gewesen. Oder eben doch noch, dann hätte der Täter den Reißverschluss auf der Suche danach geöffnet und ihn so angefasst. Auf jeden Fall wäre ein Handy wohl der einzige Gegenstand, den ein Täter doch mitnehmen würde. Weil er sonst fürchten müsste, dass ein am Tatort verbliebenes Handy (u.U. sogar ausgeschaltet) geortet wird. Außerdem lassen sich mit einem Handy, wenn es z.B. in Todtmoos versteckt wird, falsche Spuren legen.

Ein solches oder ähnliches Szenario wäre für mich eine der wenigen Möglichkeiten, die mehrere der bisherigen Annahmen/Ergebnisse in Einklang bringen würde, wenn auch holprig: die Annahme eines Übergriffes (evtl. auch Verfolgung), das Warten am Wehraparkplatz, die Handybefunde (17h-Nachricht kam an, Handy blieb in Todtmooser FZ) sowie die neueren Behauptungen der Hundespuren und des gefundenen Reißverschlusses.

Dazu müsste man die "Einsame Tanne", die Spuren zum IK und auch die Sonnenbrille vernachlässigen. Außerdem müsste der Reißverschluss zu ihrem Modell passen - und es müssten sich bald weitere Funde im Umfeld ergeben.


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Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

gestern um 23:17
Zitat von RennschneckeRennschnecke schrieb:
Zitat von IgnatiusIgnatius schrieb:Wäre Scarlett alleine zum Wildensteinkreuz hochgeklettert, so mit Sicherheit nur bei vorheriger Verstauung des Rucksackes an einer gesicherten Stelle.
Somit wäre bei einem versehentlichen Absturz das Gepäck auf jeden Fall aufgefunden worden.
Wenn man vom Schluchtensteig zum Wildenstein will geht es zunächst abwärts. Laut meiner Wanderapp sind es auch nur 300 oder 400 Meter, 70 Meter Höhenunterschied. Nach unten ca. 10 Minuten, dann wieder hoch ca. 15 Minuten. Klettern muss man wohl nur, wenn man von unten zum Wildensteinfelsen hoch will. Es wäre also nicht notwendig gewesen, den Rucksack irgendwo zu verstauen.

Aber genaueres kann sicherlich CorvusCorax als Ortskundige(r) sagen.
Exakt. Ich weiß nicht, warum hier immer wieder von hochklettern geschrieben wird. Wenn man auf dem E6-Steig läuft, gehts von dort RUNTER zum Wildenstein. Und ca. 400 m vom Steig bis zum Kreuz kommt auch hin. Und da S. ja die E6 laufen wollte, wäre sie OBERHALB vom Wildenstein gewesen und hätte ABSTEIGEN müssen.

Die Frage bleibt, wo ist der Rucksack, wenn sie am Wildenstein gewesen wäre. Jetzt mal außen vor gelassen, woher sie überhaupt die Location Wildenstein gekannt und den Weg dorthin gefunden hätte. Pfade dieser Art sind auch nicht in allen WanderApps verzeichnet.
Ich würde im Leben nicht mit diesem Gepäck auf dem Rücken dort runter zum Wildenstein laufen. Da braucht man auf den letzten Metern Trittsicherheit und muß schon aufpassen. Und dann mit diesem Trumm auf dem Rücken? Keine gute Idee.

Hätte sie den Rucksack oben auf dem Steig gelassen, dann wäre er gefunden geworden. Hätte sie den Rucksack mit runter bis zum Kreuz genommen und dort abgestellt, S. wäre abgestürzt, dann wäre der Rucksack gefunden worden. Wäre sie mitsamt dem Rucksack beim Kreuz abgestürzt, dann wäre sie und der Rucksack mit ziemlicher Sicherheit bei den anfänglichen offiziellen Suchmaßnahmen gefunden worden. Wo soll man denn hinfallen, wenn nicht unten an den Fuß des Felsens? Und das Rot des Rucksacks war damals noch Rot und das sieht man einfach, wenn etwas Rotes irgendwo liegt. Kann man schauen wie das aussieht; in der Galerie müsste noch ein Foto von mir liegen, das ich von dem Steilhang beim Stausee geschossen habe. Da habe ich mit blossem Auge in 300 m Entfernung etwas Rotes am Hang liegen sehen. Fernglas hatte ich keines dabei, also mit der Digicam rangezoomt; war irgendein Werkzeugkoffer, der wahrscheinlich jemandem bei Fällarbeiten den Steilhang runtergefallen ist.


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Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

um 00:18
Zitat von CorvusCoraxCorvusCorax schrieb:Exakt. Ich weiß nicht, warum hier immer wieder von hochklettern geschrieben wird. Wenn man auf dem E6-Steig läuft, gehts von dort RUNTER zum Wildenstein
Natürlich geht es zunächst runter, das hat doch niemand abgestritten. Aber zu einer Art Gipfelkreuz muss man auch wieder ein Stück hoch in aller Regel. Darum meine Annahme, das Gepäck müsse zurückgelassen werden.
Zitat von CorvusCoraxCorvusCorax schrieb:Da braucht man auf den letzten Metern Trittsicherheit und muß schon aufpassen. Und dann mit diesem Trumm auf dem Rücken? Keine gute Idee.
Zitat von RennschneckeRennschnecke schrieb:Nach unten ca. 10 Minuten, dann wieder hoch ca. 15 Minuten.
Na also.
Zitat von KimJKimJ schrieb:Was aber, wenn sich der Reißverschluss tatsächlich Scarletts Osprey-Modell zuordnen ließe?
Danke @KimJ für Deine interessante und detaillierte Erörterung.



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Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

um 00:18
Es hat sehr wahrscheinlich nichts mit dem Verschwinden von Scarlett zu tun. Aber exakt am 10.09.2020 um 11:00 Uhr, fand in Deutschland der erste Warntag statt.
Falls darauf schon jemand hingewiesen hat, bitte ich um Entschuldigung.


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Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

um 00:47
Zitat von IgnatiusIgnatius schrieb:Natürlich geht es zunächst runter, das hat doch niemand abgestritten. Aber zu einer Art Gipfelkreuz muss man auch wieder ein Stück hoch in aller Regel. Darum meine Annahme, das Gepäck müsse zurückgelassen werden.
Das nördliche Kreuz auf dem Wildenstein, welches sich auf einem Felsplateau befindet, liegt aber halt einfach unterhalb der E6, und da steigt man runter. Und danach steigt man wieder hoch auf die E6. Lt. @Rennschnecke 10 Minuten runter und 15 Minuten wieder hoch.
Und in meiner Erklärung zum Verbleib des Rucksacks, wenn man runter zum Kreuz will, habe ich ja ein Abstellen oben auf dem Steig in Betracht gezogen.


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Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

um 01:28
Zitat von JoOxfordJoOxford schrieb:Es hat sehr wahrscheinlich nichts mit dem Verschwinden von Scarlett zu tun. Aber exakt am 10.09.2020 um 11:00 Uhr, fand in Deutschland der erste Warntag statt.
Falls darauf schon jemand hingewiesen hat, bitte ich um Entschuldigung.
@JoOxford
Warum vor dem Posten nicht einfach mal „Warntag“ in die Suchfunktion des Threads eingeben?
Dann hättest du gesehen, das das schon kurze Zeit nach der Erstellung des Threads Thema war und seit dem fast jährlich immer wieder erwähnt wurde.


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