Ich war gestern Abend am Wildenstein um die Angaben von Finderwille im Hinblick auf den angeblichen Felssturz zu überprüfen:
Nev82 schrieb:Am markanten Wildensteinfelsen im Wehratal (Südschwarzwald) kam es jedoch vor einigen Jahren zu einem Felssturz. Durch diesen Abbruch hat sich nicht das Gipfelkreuz verschoben, wohl aber die Zugänglichkeit des Geländes: Seit dem Felssturz ist der normale Aufstiegsweg zerstört, sodass die Gipfelkreuze auf dem Massiv seither nur noch mit alpiner Kletterausrüstung erreicht werden können.
Noch eine kurze Anmerkung zum Gipfelkreuz
Es ist auch das, was Finderwille gesehen hat
Was ich sagen will, ist, dass heute die Wege zerstört sind und unter Massen von Felsen liegen, die zu der Zeit von Scarletts Wanderung noch begehbar waren
Nev82 schrieb:Nun ja, meine eigenen Augen. Finderwille hatte außer Hunden auch Kletterer (Schweiz) dabei. Man kommt da nicht mehr hin, und wenn dort etwas, oder jemand, darunter liegt sieht man es nicht. Nicht mehr und nicht weniger
Drastisch ist für mich nicht nur ein bisschen Geröll, und auch nicht das, was gesehen wurde
Kurz gesagt: Es gab dort keinen Felssturz, weder vor kurzem, noch 2022 und auch nicht in den letzten 30 Jahren. Alle „Wege“ dort sind begehbar. Es ist kein Weg oder Bereich verschüttet, noch nicht einmal in geringem Umfang. Beide Gipfelkreuze sind problemlos erreichbar, beim nördlichen Gipfelkreuz muss man ein paar Meter unschwierig die Hände benutzen. Eine alpine Kletterausrüstung wird in keinem Fall benötigt.
Die Angaben von Finderwille sind gelo . . . . . (Nein, ich drücke es jetzt vorsichtiger aus) entsprechen nicht der Wahrheit.
Ich habe einige Bilder gemacht, damit ihr euch den Weg zum Wildenstein und zu den 2 Kreuzen vorstellen könnt.
Original anzeigen (6,3 MB)Abzweigung des Wildensteinpfads vom Schluchtensteig. Ein Pfad ist nicht erkennbar. Es geht zunächst nur sanft abwärts.
Original anzeigen (8,5 MB)Hier kommt der Pfad herunter (Blick zurück). Ein alter Steinmann weist den Weg.
Original anzeigen (8,8 MB)Man muss dann südseitig einige große Felstürme umgehen. . .
Original anzeigen (8,1 MB). . . und sich dabei immer nahe der Felsen halten (hier ebenfalls Blick zurück)
Original anzeigen (8,9 MB)Dabei hat es auch einige luftige und ausgesetzte Stellen, wie hier
Original anzeigen (5,2 MB)Der Aufstieg zum nördlichen Kreuz, hier muss man einmal die Hände zuhilfe nehmen.
Original anzeigen (4,2 MB)Blick vom nördlichen Kreuz nach unten zur Strasse. Das Gipfelbuch war leider nicht mehr vorhanden.
Original anzeigen (7,7 MB)Das südliche Kreuz. Um dahin zu kommen, muss man noch etwas weiter absteigen.
Nachdem sich die Felssturzgeschichte als Lüge entpuppt hat, kann man nun sagen, dass vielleicht auch die Sache mit dem roten Reissverschluss eine Erfindung von FW sein könnte? Ich weiss es nicht, aber die Wahrscheinlichkeit hierfür ist gestiegen.