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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

18.432 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Club, Getötet, Rosenheim ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Hanna W. tot aus der Prien geborgen

Hanna W. tot aus der Prien geborgen

08.01.2026 um 20:28
Zitat von WattWatt schrieb:Für mich ist der Freispruch ein krasses Fehlurteil. Das veröffentlichte erste Urteil ist für mich logisch und valide.
Oh. Wow. Ganz schön vermessen, eine solche Aussage so ohne jegliche Begründung zu vertreten.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

08.01.2026 um 21:03
Zitat von simiesimie schrieb:Oh. Wow. Ganz schön vermessen, eine solche Aussage so ohne jegliche Begründung zu vertreten.
Nun ich möchte mich an Watt nicht hundert pro anhängen - jedoch - ich würde eine Klärung - ob Hanna nun durch einen Unfall ums Leben kam oder ob hier ein Täter ein Verbrechen gesetzt hat - sehr sehr begrüßen - ich hab mein Unverständnis darüber hier schon einige Male niedergeschrieben, und ich begreif es nach wie vor nicht, wie es sein kann : wenn ich angeklagt würde wegen eines so schwerwiegenden Deliktes, warum kann meine Stimme in so einer lebenswichtigen Situation zurückhalten, auf stumm schalten ?


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

08.01.2026 um 22:20
Die Rechtsmedizin hat Fremdeinwirkung für sehr wahrscheinlich gehalten, deshalb wurde ja überhaupt ermittelt. Ein rechtsmedizinisches Gutachten braucht man nicht grundsätzlich anzweifeln, nur weil das eine Strategie der Verteidigung war. Nicht alles, was Frau Rick da gesagt hat, muss man für bare Münze nehmen. Es war halt ihre Taktik und das hat funktioniert.

Und zwecks Ermittlungen: es wurde in alle Richtungen ermittelt. Das Ergebnis war ST. Es gab Geständnisse, die Polizei und Richter des ersten Verfahrens glaubhaft fanden. Die Polizei ist überzeugt, den Täter ermittelt zu haben, das haben sie im zweiten Verfahren nochmal deutlich gemacht. Was sollen sie dann weiter ermitteln? ST wurde freigesprochen, es gab keine Beweise und dabei bleibt es. Die Polizei kann und wird keinen anderen Verdächtigen finden, weil sie ja „ausermittelt“ haben, das Gericht im zweiten Prozess aber die Geständnisse und Indizien anders bewertet hat.

Rechtlich kann man das akzeptieren, ethisch darf das anders sein und niemand muss hier ein Justizopfer sehen. Auch ich fand das erste Urteil nämlich nachvollziehbar und es bleibt einfach ein ungutes Gefühl.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

08.01.2026 um 23:05
Zitat von pinkjpinkj schrieb:Die Rechtsmedizin hat Fremdeinwirkung für sehr wahrscheinlich gehalten, deshalb wurde ja überhaupt ermittelt. Ein rechtsmedizinisches Gutachten braucht man nicht grundsätzlich anzweifeln, nur weil das eine Strategie der Verteidigung war. Nicht alles, was Frau Rick da gesagt hat, muss man für bare Münze nehmen. Es war halt ihre Taktik und das hat funktioniert.
Es haben schon Leute geglaubt, dass es ein Unfall war, bevor Frau Rick im Verfahren war.

Weiter, wurde ST nicht wegen der Unfalltheorie der Verteidigung freigesprochen. Er wäre auch freigesprochen worden, wenn auf Beteiligungen Dritter erkannt worden wäre.
Zitat von pinkjpinkj schrieb:Das Ergebnis war ST
Wegen der nachweislich falschen Angaben von Verena. Ein paar Stunden davor, hatten sie einen anderen als Ergebnis.
Zitat von pinkjpinkj schrieb:Es gab Geständnisse, die Polizei und Richter des ersten Verfahrens glaubhaft fanden
Achso im Plural gleich?!

Die Einschätzung eines wegen Besorgnis der Befangenheit abgelehnten Gerichts, ist natürlich mindestens genauso aussagekräftig, wie die Einschätzung von 5 anderen Richtern, Deutschland bekanntestem Aussagepsychologen und der Staatsanwalt , die ST kurz vor Beginn des Verfahrens selbst noch hinter Gittern sehen wollte.
Zitat von pinkjpinkj schrieb:Die Polizei ist überzeugt, den Täter ermittelt zu haben, das haben sie im zweiten Verfahren nochmal deutlich gemacht
Das haben sie überhaupt nicht deutlich gemacht. Sie haben sich verteidigt, warum sie ihn damals Verdächtig gesehen haben und sich nie dazu geäußert, wie sie die jetzige Beweislage einschätzen. Außerdem was tut das zur Sache, was die Polizei denkt. Außerdem können sie sich nicht aussuchen, ob sie ermitteln.
Zitat von pinkjpinkj schrieb:sehen. Auch ich fand das erste Urteil nämlich nachvollziehbar
Etwas komisch ein Urteil nachvollziehbar zu finden, dass auf nachweislich falschen Annahmen beruht. (Stichwort Leas Googlesuche u.a)
Zitat von pinkjpinkj schrieb:nachvollziehbar und es bleibt einfach ein ungutes Gefühl.
Wer das nach dieser Beweisaufnahme hat und sich das
Von den Aussagen der Familie R. und AM machen lässt,der will sich wohl ungute Gefühle machen.

Vielleicht sollte man sich mal selbst hinterfragen, ob man das nicht auch hat, weil man von ST als einzigen den Namen und das Gesicht kennt. Im Gegensatz zu allen anderen Leuten, die möglicherweise in den Spurenakten auftauchen.
Zitat von pinkjpinkj schrieb:Und zwecks Ermittlungen: es wurde in alle Richtungen ermittelt
Sind makellos abgelaufen die Ermittlungen, gell?


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

08.01.2026 um 23:44
Zitat von simiesimie schrieb:Oh. Wow. Ganz schön vermessen, eine solche Aussage so ohne jegliche Begründung zu vertreten.
Ja, so kennen wir ihn (oder sie)
Zitat von pinkjpinkj schrieb:Die Rechtsmedizin hat Fremdeinwirkung für sehr wahrscheinlich gehalten, deshalb wurde ja überhaupt ermittelt.
Du meinst die Rechtsmedizinerin, die im zweiten Verfahren nicht mehr aussagen wollte ... pardon, wegen langanhaltender Krankheit dauerhaft nicht mehr aussagen konnte...

Hätte der Hydromechaniker herausgefunden, dass H gegen das Schütz getrieben sein könnte und daher die Verletzungen kommen könnten, hätte die Rechtsmedizin es wahrscheinlich für sehr wahrscheinlich gehalten, dass die Verletzungen daher kommen.
Zitat von pinkjpinkj schrieb:Es gab Geständnisse, die Polizei und Richter des ersten Verfahrens glaubhaft fanden.
Die sie nicht mal hinterfragt haben. Obwohl es so eindeutig ist, dass das keine echten Geständnisse waren.
Genauso die Aussagen der Freunde. Das neue Gericht hat ein paar wenige Stunden gebraucht, um festzustellen, dass die Aussagen nichts wert sind.

Wenn ein Arzt aus vollster Überzeugung die falsche Therapie wählt, wird der Fehler doch nicht besser.
Zitat von pinkjpinkj schrieb:Auch ich fand das erste Urteil nämlich nachvollziehbar
Was ist daran noch nachvollziehbar, nachdem die vielen falschen Zeugenaussagen, Verdächtigungen etc. aufgedeckt worden sind?


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08.01.2026 um 23:53
Zitat von LanzaLanza schrieb:
Zitat von WattWatt schrieb:Für mich ist der Freispruch ein krasses Fehlurteil. Das veröffentlichte erste Urteil ist für mich logisch und valide.
Und was sind deine Argumente zu deiner Meinung?
Auch mir erscheint das erste Urteil logisch und valide. Dafür braucht es keine Argumente, es ist meine Meinung.
Zitat von taranehtaraneh schrieb:Nun ich möchte mich an Watt nicht hundert pro anhängen - jedoch - ich würde eine Klärung - ob Hanna nun durch einen Unfall ums Leben kam oder ob hier ein Täter ein Verbrechen gesetzt hat - sehr sehr begrüßen -
Anscheinend interessiert das aber niemanden, ob es ein Unfall war oder Fremdeinwirkung vorliegt.


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08.01.2026 um 23:59
Zitat von emzemz schrieb:es ist meine Meinung.
Hm, dann wäre meine Meinung dazu, dass du logische Schlüsse nicht erkennst.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

09.01.2026 um 00:21
Zitat von LanzaLanza schrieb:Hm, dann wäre meine Meinung dazu, dass du logische Schlüsse nicht erkennst.
Diese Schlüsse wurden von einer aus fünf Richtern bestehenden Kammer getroffen.
Ich muss nicht klüger sein als Juristen.


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09.01.2026 um 07:09
Zitat von emzemz schrieb:Auch mir erscheint das erste Urteil logisch und valide. Dafür braucht es keine Argumente, es ist meine Meinung.
Zitat von pinkjpinkj schrieb:Auch ich fand das erste Urteil nämlich nachvollziehbar
Zitat von WattWatt schrieb:Das veröffentlichte erste Urteil ist für mich logisch und valide.
Man mag das erste Urteil für nachvollziehbar halten. Witzigerweise würde hier ja am entschiedensten dafür argumentiert dass es unbedingt logisch und stringent argumentiert sei während es nicht zugänglich war. Das veröffentlichte Urteil wollten nur noch wenige verteidigen. Aber man kann das in Bezug auf das alte Urteil schon verstehen. Das hat eben viele Punkte ignoriert, die für STs Unschuld sprachen und die entsprechend nicht die Kohärenz der Argumentation stören könnten
Letztendlich hat aber die neue Kammer in vielen Sachen viel gründlicher gearbeitet und viele Aspekte auch zur damaligen Polizeiarbeit und in der Recherche über Medienberichte gewürdigt, die das alte Urteil nicht enthielt. Beispielsweise dass nicht nur sondern auch Lea erinnerten, dass das Tischtennisspiel mit der Erwähnung des Todesfalls im Dunkeln stattfand was mit dem 4. unvereinbar ist und dass der Gefängniszeuge zuerst ein Geständnis schilderte, das nicht so gut mit der Tatrekonstruktion vereinbar gewesen wäre und alle Infos zudem aus den Medien haben konnte. Ebenso hat es herausgearbeitet wie das Umfeld von ST sich in Folge der Medienberichte in die Annahme hineinsteigerte er sei der Täter. Erst danach kamen dann auch die Geschichten um das Geständnis bei der Hausparty auf.
Bereits die mündliche Würdigung stellte eine gründlichere und durchdachtere Deutung der Indizien dar als das alte Urteil
Beitrag von rabunsel (Seite 910)
Diejenigen die hier das alte Urteil bezweifelt haben, konnten viele Argumente vorbringen. Diejenigen, die das neue Urteil anzweifeln, erwecken doch eher den Eindruck, nicht so viel vorbringen zu können. Auf jeden Fall wurde nur sehr wenig vorgebracht.


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09.01.2026 um 09:59
Zitat von pinkjpinkj schrieb:Die Rechtsmedizin hat Fremdeinwirkung für sehr wahrscheinlich gehalten, deshalb wurde ja überhaupt ermittelt. Ein rechtsmedizinisches Gutachten braucht man nicht grundsätzlich anzweifeln, nur weil das eine Strategie der Verteidigung war. Nicht alles, was Frau Rick da gesagt hat, muss man für bare Münze nehmen. Es war halt ihre Taktik und das hat funktioniert.
Ja. Aber die Neigung, Äußerungen von Verteidigern für Gottes Wort zu halten, weil man deren Mandanten für unschuldig hält, die ist nicht nur in diesem Fall in vielen Posts sehr deutlich geworden. Man ergreift Partei (was völlig OK ist). Trotzdem sollte man sich als aufgeklärter Mensch bemühen, die Argumente zu differenzieren.
Zitat von pinkjpinkj schrieb:Auch ich fand das erste Urteil nämlich nachvollziehbar und es bleibt einfach ein ungutes Gefühl.
Weil der Tod unaufgeklärt blieb.
Zitat von fassbinder1925fassbinder1925 schrieb:Weiter, wurde ST nicht wegen der Unfalltheorie der Verteidigung freigesprochen. Er wäre auch freigesprochen worden, wenn auf Beteiligungen Dritter erkannt worden wäre.
Ja. Es gab nach Auffassung des zweiten Gerichts keinen Tatnachweis, auch wenn es ein Tötungsdelikt wäre.
Zitat von emzemz schrieb:Auch mir erscheint das erste Urteil logisch und valide. Dafür braucht es keine Argumente, es ist meine Meinung.
Ich habe sogar in vielen Posts argumentiert, warum. Sehr sachlich, wie ich meine. Das Ergebnis war sehr bemerkenswert. Mir ginge es nur darum, die Justiz zu verteidigen, einen Unschuldigen zu verfolgen, sei ignorant usw. Von massiven persönlichen Vorwürfen aller Art mal ganz zu schweigen.
Zitat von emzemz schrieb:Anscheinend interessiert das aber niemanden, ob es ein Unfall war oder Fremdeinwirkung vorliegt.
Ja, Hannas Tod ist ganz weit in den Hintergrund gerückt.

Dafür ist aber weniger das zweite Gericht verantwortlich, dass sich wohl vorrangig als "Reparateur" sah und die Rehabilitation des Angeklagten verfolgte (weshalb sich die Opferangehörigen zurück zogen). Eher verantwortlich ist das erste Gericht, dass durch Verfahrensfehler und - nach Ansicht des zweiten Gerichts - durch unzureichende Sachverhaltsaufklärung im Prozess eine wirkliche Aufklärung versaubeutelt hat.

Und die Ermittler dürften auch nach bestem Wissen und Gewissen gearbeitet haben. Natürlich mussten sie die rechtsmedizinischen, bio- und hydromechanischen Expertisen zu Grunde legen. Vermutlich gab/gibt es keine weiteren potentiellen Tatverdächtigen, weshalb man sich im Ergebnis nach sechswöchiger Ermittlungen mit einer 60-köpfigen Soko so auf T. konzentrierte.

Wie sollte nun ermittelt werden? Ich sehe als kriminalistischen Ansatz nur eine neue Überprüfung der Unfalltheorie und aller Zeugenaussagen in den Akten.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

09.01.2026 um 11:19
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Ich habe sogar in vielen Posts argumentiert, warum. Sehr sachlich, wie ich meine.
Sachlich schon - aber nicht nachvollziehbar.
Wenn Du verneinst, dass es im alten Urteil Logikfehler gab, kann man das einfach nicht ernst nehmen.
Ich habe übrigens auch diverse Male versucht, ein paar dieser Fehler aufzuzeigen (u.a. hier: Spoiler
Zitat von XluXXluX schrieb am 30.11.2025:Hier kommen übrigens gleich schon zwei Zirkelschlüsse ins Spiel, die auch im Urteil so aufgegriffen wurde (ich weiß, aus Deiner Sicht gab es keine - aber wie würdest Du es sonst nennen?):
ST spekuliert, es war ein Stein. Daraufhin vermuten Beamte und Gericht, dass das Tatwerkzeug ein Stein war. Und daraus schließen sie wiederum, dass ST Täterwissen hatte (obwohl gar nicht nachgewiesen ist, dass es ein Stein war).
Genauso beim Bewusslos-Schlagen. Auch hier ist doch die Schlussfolgerung aus STs Aussage ("dass das mit dem Stein schlagen aber noch nicht zum Tod geführt hat …") und darauffolgende Interpretation der Ermittler, dass er sie gezielt nur bewusstlos geschlagen und nicht getötet hat, ein Zirkelschluss. Er hat ins Blaue hinein spekuliert, sie machen daraus einen Tatablauf und legen ihm das hinterher als Täterwissen aus. (Rn.1347, 1348, 1484).
). Aus meiner Sicht auch sehr sachlich.

Das alte Urteil enthält eklatante Logikfehler. Die einem auffallen müssen, wenn man sich mit dem Fall und dem Urteil beschäftigt. Oder man will es einfach nicht wahrhaben, anders kann ich mir das nicht erklären. Aber dann sollte man solche Aussagen wie von @Watt wenigstens als Spam einordnen, weil sie nichts zur Diskussion beitragen.

Ich habe auch noch eine Datei mit sicher 15 unveröffentlichten Beträgen, weil ich irgendwann einfach keine Lust mehr hatte, immer wieder alles zu wiederholen oder von einer anderen Seite aufzurollen.
In einem dieser Beiträge geht es auch nochmal konkret um diese Logikfehler. Ich habe dann glaube ich nach den ersten 5 Stellen im Urteil aufgehört, denn wenn man das Urteil zum x-ten Mal liest und alles rauskopiert, was unlogisch ist, wird man irgendwann verrückt.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Ja, Hannas Tod ist ganz weit in den Hintergrund gerückt.
Ja. Bei den Ermittlern. Die einzigen, die doch seit 2 Jahren bis heute versuchen, herauszufinden, was wirklich geschehen ist, sind STs Verteidiger und seine Familie. Und das mit hohem finanziellen Aufwand leider.

Dass der Grund dafür mehr in der Verteidigung selbst liegt als in einem Aufklärungswunsch für Hs Eltern, ist klar und sollte nachvollziehbar sein. Aber das Ergebnis ist dasselbe: Niemand anderes hat sich seit der Revision mehr darum gekümmert.
Obwohl man doch davon ausgehen musste, dass auch die Ermittler Interesse daran hätten haben müssen, die Vorwürfe der Verteidigung und die neue Theorie zu widerlegen. Stattdessen saßen sie als Zeugen im neuen Verfahren und hatten Erinnerungslücken oder konnten sich selbst nicht mehr erklären, wie sie zu der ein oder anderen Theorie kamen.

Warum es hier scheinbar niemanden mehr interessiert, ob es ein Unfall oder ein Kapitaldelikt war? Weil viele, die hier regelmäßig mitschreiben und von STs Unschuld überzeugt sind, schon lange eher an einen tragischen Unfall glauben.


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09.01.2026 um 11:57
Zitat von emzemz schrieb:Auch mir erscheint das erste Urteil logisch und valide. Dafür braucht es keine Argumente, es ist meine Meinung.
Das kann ich nicht mehr nachvollziehen.
Es beruht auf falschen bzw. unglaubwürdigen oder ungenauen Zeugenaussagen, Schlamperei bei den Ermittlungen, sehr weit hergeholter Tatrekonstruktion und sogar phantasievoller Interpretationen.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

09.01.2026 um 12:23
Dass man sagt: das erste Urteil ergibt in sich schon Sinn, wenn man auch beiseite lässt was es ausklammert, zumindest so weit, dass man irgendwie nachvollziehen kann wie das gemeint sein soll und dass es keine klaren Logofehler gibt ist das eine. Kann ich grundlegend schon nachvollziehen.
Aber zu sagen das Urteil sei "valide" und zu implizieren oder explizit zu sagen es sei genauso gut oder gar besser als das neue (bisher nur mündlich begründete) Urteil das kann ich nicht nachvollziehen.
Insofern sehe ich hier auch einen großen Unterschied zwischen der Position von @Origines und beispielsweise @watt.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

09.01.2026 um 12:57
Das neue Urteil ist mittlerweile nicht mehr nur mündlich begründet, sondern liegt schriftlich vor. 53 Seiten stark. Details daraus gibt es noch nicht; unklar auch, ob es jemals veröffentlicht wird.
Sie hat mittlerweile die schriftliche Urteilsbegründung geliefert. Verteidigung und Staatsanwaltschaft werdebn ihre Zeit benötigen, die 53 Seiten - so viele Seiten umfasst die Begründung nach Angaben des Landgerichts - zu studieren. Wird die Öffentlichkeit dann wissen, was genau die Richterin meinte? Wo man nachfragen müsste und mit einer Aufarbeitung beginnen könnte? Geisselte sie Fehler bei Staatsanwaltschaft, Polizei und Zweiter Jugendkammer? Oder sich selbst, weil sie den Befangenheitsantrag gegen die damals richtende Kammer abgelehnt und damit die Revision gegen das erste Urteil verschuldet hatte?
Auf ewig ungelöstes Rätsel: Die Tragödie von Aschau endet mit Freispruch, Kritik und Zweifeln (Ippen.Media)


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09.01.2026 um 14:29
Zitat von OpLibelleOpLibelle schrieb:Es ist bereits meine zweite Schöffen-Periode. Und ich bin - was mit meiner Schöffentätiglkeit nichts zu tun hat- beruflich seit 25 Jahren in einem gerichtsnahen Umfeld tätig. Ich denke, ich kann einigermaßen beurteilen, wie die Justiz arbeitet.
Umso trauriger, dass man dann weder nachvollziehen kann, dass auch Familien von Tatverdächtigen (selbst wenn diese schuldig sein sollten) zu den Verlierern gehören. (Als ob das Leid einer Familie geschmälert werden würde, wenn es auch andere Leidtragende gibt!) Noch versteht, dass ST in den Augen der Öffentlichkeit als Mörder in Haft saß und dementsprechend in manchen Medien, in der Öffentlichkeit und nicht zuletzt von seinen Gefängniskollegen betitelt und behandelt wurde.
Es ist auch davon auszugehen, dass er nach wie vor einige Folgen zu spüren bekommt und nicht, weil er als ehemals Tatverdächtiger gesehen wird, sondern als Mörder.
Wenn alle Welt mit der Unschuldvernutung umgehen könnte, müsste man dir sicherlich Recht geben. Dass dem nicht so ist, sollte aber auch justiznahen Personen immer bewusst sein. Wenn dem nicht so ist, ist es höchste Zeit diese daran zu erinnern und zu hoffen, dass sie ihre Verantwortung auch diesbezüglich ernst nehmen.
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:Ich glaube, dass viele hier das Gefühl hatten oder gar überzeugt waren, dass diese schwache Indizienlage niemals zur Verurteilung hätte führen dürfen.
Ja, den Eindruck hatte ich auch. Die, die ST für schuldig hielten, argumentierten häufig damit, dass uns nicht alles bekannt sei etc..
Letztendlich hatten sie Recht, allerdings waren nur die entlastenden Indizien im ersten Prozess nicht bekannt.
Zitat von pinkjpinkj schrieb:Die Rechtsmedizin hat Fremdeinwirkung für sehr wahrscheinlich gehalten, deshalb wurde ja überhaupt ermittelt. Ein rechtsmedizinisches Gutachten braucht man nicht grundsätzlich anzweifeln, nur weil das eine Strategie der Verteidigung war. Nicht alles, was Frau Rick da gesagt hat, muss man für bare Münze nehmen. Es war halt ihre Taktik und das hat funktioniert.
n
Das stimmt, man kann aber eh selbst mitdenken. Ursprünglich wurde angenommen, dass es eindeutige Würgemale und Griffspuren an den Oberarmen gab. Diese würden natürlich sehr für Fremdeinwirkung sprechen und begründeten entsprechende Ermittlungen.
Daher wurde auch in diese spezielle Richtung ermittelt, der angenommene Tatort musste keine Blutspuren aufweisen, man hat auch keine Spürhunde für Blut geholt, auch dass man keine Blutspuren bei ST finden konnte, war nicht weiter verwunderlich. Man ging ja davon aus, dass H. bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt worden war. Ebenso wurde das Porno, das im Gerichtssaal vorgeführt wurde, so ausgewählt, dass es zur Würgehypothese passte. Mit der vom Gericht angenommen Tathypothese hatte dieser Film nichts gemein.
Dass ausgerechnet diese vorläufige Befunde falsch waren und sich in der Obduktion zeigte, dass H. nicht gewürgt wurde und an den Oberarmen keine Griffspuren aufwies, hätte unbedingt entsprechend gewürdigt werden müssen und die Ermittlungen hätten komplett überarbeitet werden müssen.
Zitat von pinkjpinkj schrieb:Die Polizei ist überzeugt, den Täter ermittelt zu haben, das haben sie im zweiten Verfahren nochmal deutlich gemacht. Was sollen sie dann weiter ermitteln?
Der Polizei war wohl noch mehr als dem ersten Gericht klar, dass die Indizienlage noch dünner als gedacht war. Schließlich haben die das ein oder andere entlastende Indiz zurückgehalten oder entsprechend suggestiv befragt. Selbst wenn die ermittelnden Beamten sich während den Ermittlungen irgendwie selbst überzeugt hatten den "Richtigen zu haben", dürfte doch selbst der Polizei bekannt sein, dass sich auch Beamte irren könnten und es daher schon einen Grund geben könnte die Ermittlungen zu hinterfragen.
Ich denke, die StA und Polizei geht mittlerweile auch von einem Unfall aus, aber will schlichtweg keine Fehler eingestehen. Daher die etwas seltsam anmutende Reaktion -'wir glauben zwar an ein Verbrechen, aber werden nicht ermitteln'
Mich verwundert tatsächlich die rechtliche Lage hier, soweit ich das verstanden habe, muss die Polizei bei Mord gegen Unbekannt ermitteln bis es einen Tatverdächtigen gibt, oder es wahrscheinlich ist, dass es ein Unfall oder Selbstverschulden ist. Ich dachte nicht, dass sich die StA/Polizei aussuchen darf wann sie ermitteln, wenn von Mord ausgegangen wird.
Weiß das jemand?


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

09.01.2026 um 14:41
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Mich verwundert tatsächlich die rechtliche Lage hier, soweit ich das verstanden habe, muss die Polizei bei Mord gegen Unbekannt ermitteln bis es einen Tatverdächtigen gibt, oder es wahrscheinlich ist, dass es ein Unfall oder Selbstverschulden ist. Ich dachte nicht, dass sich die StA/Polizei aussuchen darf wann sie ermitteln, wenn von Mord ausgegangen wird.
Weiß das jemand?
Das ist tatsächlich auch der Punkt der verwundert. Spätestens nachdem die StA ja selbst Freispruch beantragt hat, dürfte das Legalitätsprinzip Ermittlungen gegen unbekannt erfordern. Allerdings könnten sie diese nicht nur bei wahrscheinlichem Unfall (was man erstmal ermitteln /feststellen müsste) sondern auch dann, wenn man davon ausgeht, einen Täter könne man nicht finden oder überführen einstellen. Das erfordert aber mindestens entsprechenden valide begründeten Einstellungsvermerk, bei dem "der Freigesprochene war's" nicht gelten dürfte. Insbesondere wenn man noch damals priorisierte Personen hat, gegen die man nur deshalb nicht weiter ermittelt hat, weil man nach Verenas Angaben davon ausging, mit ST den Richtigen zu haben, erschiene geboten sich diese Spurenakten nochmal vorzunehmen und zu prüfen, ob es noch offene Ermittlingsansätze gibt. Ich sehe nicht, dass das bereits vollständig geschehen war, als die StA verkündete in der Sache nichts mehr zu veranlassen.


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09.01.2026 um 18:34
Zitat von abgelenktabgelenkt schrieb:als die StA verkündete in der Sache nichts mehr zu veranlassen.
Ah, das wurde tatsächlich so ganz klar gesagt?
Das habe ich nicht mitbekommen. Dann wird wohl *leider* nichts mehr passieren.

Könnte Frau Rieck aus eigenen Stücken die Gutachten veröffentlichen?


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09.01.2026 um 20:17
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Umso trauriger, dass man dann weder nachvollziehen kann, dass auch Familien von Tatverdächtigen (selbst wenn diese schuldig sein sollten) zu den Verlierern gehören
Was soll dieser ad hominem Angriff? Weil ich einen Anwalt kritisiere, der mit seiner Rhetorik versucht die monströse Disproportionalität zwischen dem Verlust eines menschlichen Lebens durch ein Gewaltverbrechen und der sich aus der Untersuchungshaft für einen Tatverdächtigen ergebenden Belastung zu nivellieren, kann ich nicht nachvollziehen, dass auch von Familien von Tatverdächtigen zu den Verlieren gehören?
Ich sehe momentan alle paar Tage im Zuschauerraum die betroffenen Gesichter von Familienangehörigen von U-Häftlingen. Habe ich irgendwann, irgendwo in Abrede gestellt, dass diese durch ein Verfahren auch belastet sind?


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09.01.2026 um 20:21
Zitat von sunrise2008sunrise2008 schrieb:Könnte Frau Rieck aus eigenen Stücken die Gutachten veröffentlichen?
Warum sollte sie das tun?
Das Verfahren ist abgeschlossen.


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09.01.2026 um 20:37
Zitat von emzemz schrieb:Warum sollte sie das tun?
Um dadurch eine Refinanzierung zu erreichen durch Vermarktung um dadurch dem Haftopfer ST zu helfen

Eine Doku war ja angekündigt? Irgendwohin muss das Beitragszahler Geld doch fließen...


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