Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Hanna W. tot aus der Prien geborgen

18.431 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Club, Getötet, Rosenheim ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Hanna W. tot aus der Prien geborgen

Hanna W. tot aus der Prien geborgen

29.01.2026 um 11:07
Zitat von karajanakarajana schrieb:Wieso sollte man in einer Bedrohungsituation sich von Häusern, Straßen und Menschen entfernen, und in die dunkelste, offene Fläche laufen?
@karajana
Einfach, um sich vor einer Bedrohung zu verstecken, das geht ja da am besten, wo es dunkel ist.
Zitat von karajanakarajana schrieb:Sie könnte Pinkeln gegangen sein, sich dort übergeben haben
Und deshalb ruft sie dann zuhause an, um ihren Vater aus dem Bett zu werfen und ihm mitzuteilen, dass sie jetzt pinkeln oder sich übergeben muss?
Zitat von karajanakarajana schrieb:oder es aufgrund ihrer hohen Alkoholisierung für eine Abkürzung gehalten
Ich weise darauf hin, dass bei Hanna keine (größeren) Ausfallerscheinungen bemerkt wurden und sie als Einheimische den ca. 820 m langen Weg vom Eiskeller zu sich nach Hause bestens gekannt haben dürfte.

Es ist schon interessant, dass du im ersten Teil deines Satzes ein vielleicht irrationales Verhalten Hannas als unwahrscheinlich ansiehst, trotz Alkoholisierung, weil es nicht passen würde, im zweiten Teil des Satzes aber genau ein irrationales Verhalten aufgrund der Alkoholisierung als gut möglich ansiehst - weil es halt gerade passt.


2x zitiertmelden

Hanna W. tot aus der Prien geborgen

29.01.2026 um 11:34
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Da mit dem Gutachten ein Unfallgeschehen nahegelegt werden soll, musste das Handy zum Zeitpunkt des Anrufversuchs einen Hosentaschenanruf - so nennt es Frau Rick in der ARD Doku - auslösen, auf gar keinen Fall durfte Hanna diesen Versuch bewusst und eigenständig durchführen weil damit quasi ein Notruf äusserst wahrscheinlich wäre und somit das Unfallgeschehen nicht mehr plausibel.
Diese Ausdrucksweise mit dem Hosentaschenanruf hat mich sehr gestört. Man versucht einerseits, die Verletzungen durch einen Unfall mit hohem wissenschaftlichen und technischen Aufwand zu erklären, der Anruf wird dann aber lapidar mit so einer Floskel erklärt. Besitzer eines Iphone werden da sicher mehr dazu sagen können. Aber was ich so auf die Schnelle gefunden habe, wird so ein Notruf nicht einfach so ausgelöst, sondern erst durch Betätigen von einer gewissen Tastenkombination.


2x zitiertmelden

Hanna W. tot aus der Prien geborgen

29.01.2026 um 11:37
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Mit ihrem Bestreben ein Unfallgeschehen zu 'beweisen' steht die Anwältin allerdings auf verlorenem Posten. Selbst wenn alle Verletzungen in der Prien entstanden sind kann man immer noch nicht einen Täter ausschließen. Hanna kann ja bei einer Rangelei mit diesem oder bei einem Fluchtversuch völlig unverletzt an einer x-beliebigen Stelle in den Bärbach oder auch in den Scheichergraben gefallen sein
Hat die Verteidigung das so gesagt?

Ich habe in Erinnerung, dass sie gesagt haben, sie können die Unschuld ihres Mandanten beweisen und dass alle Verletzungen im Fluss entstanden sind?

Und für eine Rangelei gibt es keine Hinweise (Spuren, Streitgespräche)

Du kannst auch wenn jemand Tot am Straßenrand gefunden wird und Herzversagen festgestellt wurde nicht ausschließen, dass ihn jemand geschubst oder erschreckt hat. Denkst du da auch es war bei jedem ein Tötungsdelikt wahrscheinlicher. Oder bei einem Schiensuizid/Unfall.

Die haben kurz davor vllt auch noch einen Anruf oft getätigt, ob aktiv oder aus der Hosentasche.
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Und deshalb ruft sie dann zuhause an, um ihren Vater aus dem Bett zu werfen und ihm mitzuteilen, dass sie jetzt pinkeln oder sich übergeben muss?
Warum nicht?
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Ich weise darauf hin, dass bei Hanna keine (größeren) Ausfallerscheinungen bemerkt wurden und sie als Einheimische den ca. 820 m langen Weg vom Eiskeller zu sich nach Hause bestens gekannt haben dürfte
Das erste Gericht hat die Zeugenaussagen über den Zustand und auf den Videoaufnahmen nicht als Ausfallerscheinung empfunden. Aber da sind die Geschmäcker verschieden.


1x zitiertmelden

Hanna W. tot aus der Prien geborgen

29.01.2026 um 11:37
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Ich weise darauf hin, dass bei Hanna keine (größeren) Ausfallerscheinungen bemerkt wurden und sie als Einheimische den ca. 820 m langen Weg vom Eiskeller zu sich nach Hause bestens gekannt haben dürfte.
Hanna wurde auf dem Heimweg doch gar nicht mehr gesehen. Die Wirkung von Frischluft auf hohe Alkoholisierung ist dir bekannt?
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Es ist schon interessant, dass du im ersten Teil deines Satzes ein vielleicht irrationales Verhalten Hannas als unwahrscheinlich ansiehst, trotz Alkoholisierung, weil es nicht passen würde, im zweiten Teil des Satzes aber genau ein irrationales Verhalten aufgrund der Alkoholisierung als gut möglich ansiehst - weil es halt gerade passt.
Nein, nicht weil es passt, sondern weil der Körper auf eine akute Bedrohung ganz anders reagiert. Es wird Adrenalin ausgeschüttet, man ist schlagartig klar, und handelt Intuitiv.
Und da ist es einfach sehr unwahrscheinlich in die dunkelste Ecke anzubiegen.
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Und deshalb ruft sie dann zuhause an, um ihren Vater aus dem Bett zu werfen und ihm mitzuteilen, dass sie jetzt pinkeln oder sich übergeben muss?
Wie hätte ihr ihr Vater in akuter Verfolgungssituation im Bett denn helfen sollen?


1x zitiertmelden

Hanna W. tot aus der Prien geborgen

29.01.2026 um 12:24
Zitat von fassbinder1925fassbinder1925 schrieb:Hat die Verteidigung das so gesagt?

Ich habe in Erinnerung, dass sie gesagt haben, sie können die Unschuld ihres Mandanten beweisen und dass alle Verletzungen im Fluss entstanden sind?

Und für eine Rangelei gibt es keine Hinweise (Spuren, Streitgespräche)

Du kannst auch wenn jemand Tot am Straßenrand gefunden wird und Herzversagen festgestellt wurde nicht ausschließen, dass ihn jemand geschubst oder erschreckt hat. Denkst du da auch es war bei jedem ein Tötungsdelikt wahrscheinlicher. Oder bei einem Schiensuizid/Unfall.

Die haben kurz davor vllt auch noch einen Anruf oft getätigt, ob aktiv oder aus der Hosentasche.
Wäre sie auf dem direkten Weg nach Hause in den Bärbach oder den Schleiergraben gefallen und darin ertrunken gäbe es diesen Thread nicht. Da würde man zurecht von einem Unfall - evtl. wegen sich Übergeben in den Bach - ausgehen. Aber mit den bekannten Anomalien wird ein Unfallszenario extrem unwahrscheinlich.
- die Strasse zum Burghotel überqueren und dann wieder zurück
- unmittelbar danach über die kleine Brücke in Richtung Kampenwandbahnparkplatz
- Anrufversuch bei den Eltern, vermutlich um sich von dort abholen zu lassen

Ganz allgemeine Logik: Um ein bestimmtes Geschehen beweisen zu können muss jedes andere ausgeschlossen werden können. Für dieses andere Geschehen braucht es keinen Nachweis, die schiere Möglichkeit genügt.

Es gab übrigens einen Schrei, aber das war sicher ein Schreckensschrei ;-)


3x zitiertmelden

Hanna W. tot aus der Prien geborgen

29.01.2026 um 12:49
Zitat von 1cast1cast schrieb:Aber was ich so auf die Schnelle gefunden habe, wird so ein Notruf nicht einfach so ausgelöst, sondern erst durch Betätigen von einer gewissen Tastenkombination
Oder durch den Kontakt mit Wasser. Im zweiten Prozess wurde dazu im Gerichtssaal ein Video abgespielt und der Digitalforensiker des Landeskriminalamts bestätigte diese Möglichkeit.
Und hatte Hanna den Notruf überhaupt bewusst abgesetzt? Oder kam es versehentlich dazu? Ein Video, das die Verteidigung am Nachmittag präsentierte, lässt darauf schließen, dass auch der Kontakt mit Wasser einen Notruf auslösen kann. Das bestätigte auch Gregory Kochneff.
Jemanden umbringen? „Geht gar nicht!“ – Ein Labyrinth aus Handy-Protokollen und seltsame Sprachnachrichten (Ippen.Media)


melden

Hanna W. tot aus der Prien geborgen

29.01.2026 um 13:07
Zitat von 1cast1cast schrieb:Besitzer eines Iphone werden da sicher mehr dazu sagen können. Aber was ich so auf die Schnelle gefunden habe, wird so ein Notruf nicht einfach so ausgelöst, sondern erst durch Betätigen von einer gewissen Tastenkombination.
Ich hab da letztes Jahr recht ausführlich beschrieben wie die Notfallkontakt-Funktion (die ausdrücklich keine Notruf-Funktion ist) bei iOS funktioniert: Beitrag von Tincho (Seite 876)

Kurzgefasst: Es ist sehr plausibel dass die Funktion durch quasi zufälliges, flächiges Bedienen des Bildschirms ausgelöst wird, und sehr unplausibel dass der Besitzer des Telefons sie für einen bewussten Notruf nutzen würde.


melden

Hanna W. tot aus der Prien geborgen

29.01.2026 um 13:15
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Wäre sie auf dem direkten Weg nach Hause in den Bärbach oder den Schleiergraben gefallen und darin ertrunken gäbe es diesen Thread nicht.
Dir ist schon klar, dass ST schon über ein halbes Jahr in U-Haft saß, bevor das Handy gefunden wurde und die GPS-Daten ausgewertet werden konnten.
Den Thread gab es auch schon vorher.
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Ganz allgemeine Logik: Um ein bestimmtes Geschehen beweisen zu können muss jedes andere ausgeschlossen werden können. Für dieses andere Geschehen braucht es keinen Nachweis, die schiere Möglichkeit genügt.
Das ist keine allgemeine Logik, es gelingt auch nicht weder praktisch noch theoretisch jede andere Möglichkeit auszuschließen.

Da in den letzten Minuten von H vermutlich niemand zugegen war, wird es nicht möglich sein diese sekundengenau zu rekonstruieren. Das ist immer schwierig für die Angehörigen, aber keine Seltenheit.
Du hast Recht, man kann die eher theoretische Möglichkeit nicht ausschließen, dass iwo ein Täter gelauert hat und sie ohne irgendwo Spuren zu hinterlassen angegriffen oder einfach nur in den Bärbach geworfen hat. Derlei theoretische Möglichkeiten kann man sich 1000fach ausdenken. Die Widerlegung würde nicht nur Jahre in Anspruch nehmen, es wäre auch häufig nicht möglich.
Dass aber der Anruf (egal ob selbst gewählt, oder durch das Wasser ausgelöst), der Schrei, oder die Geo-Daten eindeutig auf die Beteiligung einer weiteren Person neben H. hindeuten ist Quatsch. Es ist höchst subjektiv ob man diese Umstände jetzt eher als Hinweis für einen Unfall oder Angriff werten will und beides mag begründbar sein, zwingende Hinweise sind es aber weder für das Eine noch das Andere.

Weil es auch in der Doku wieder angesprochen wurde, könnte ich mir nur noch vorstellen, dass sich noch Aufklärung in den "verschwundenen Web-Cam -Aufnahmen" finden würde.


2x zitiertmelden

Hanna W. tot aus der Prien geborgen

29.01.2026 um 13:47
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Da in den letzten Minuten von H vermutlich niemand zugegen war, wird es nicht möglich sein diese sekundengenau zu rekonstruieren. Das ist immer schwierig für die Angehörigen, aber keine Seltenheit.
Du hast Recht, man kann die eher theoretische Möglichkeit nicht ausschließen, dass iwo ein Täter gelauert hat und sie ohne irgendwo Spuren zu hinterlassen angegriffen oder einfach nur in den Bärbach geworfen hat. Derlei theoretische Möglichkeiten kann man sich 1000fach ausdenken. Die Widerlegung würde nicht nur Jahre in Anspruch nehmen, es wäre auch häufig nicht möglich.
Dass aber der Anruf (egal ob selbst gewählt, oder durch das Wasser ausgelöst), der Schrei, oder die Geo-Daten eindeutig auf die Beteiligung einer weiteren Person neben H. hindeuten ist Quatsch. Es ist höchst subjektiv ob man diese Umstände jetzt eher als Hinweis für einen Unfall oder Angriff werten will und beides mag begründbar sein, zwingende Hinweise sind es aber weder für das Eine noch das Andere.
Es gibt als mindestens zwei mögliche Abläufe, die Unfallvariante hat allerdings die Eigenschaft dass mehrere nicht wirklich wahrscheinlich Ereignisse in Folge eintreten müssen.
Hanna muss vom Heimweg abweichen obwohl sie es eilig hatte. Sie überquert erst die Strasse, geht dann zurück und geht weiter durch eine Hecke in Richtung Talstation der Kampenwandbahn. Kurz vor Erreichen der Talstation fällt ihr dann ein, dass sie noch ihren Ärmel im Bärbach reinigen müsste und stürzt dabei in den reissenden Bach.
Dabei lösen sich gleich in der erste Sekunde ein Ring und ihr Gürtel und treiben auch nicht weiter sondern bleiben sofort trotz der enormen Strömung liegen. Überdies findet noch ein Hosentaschenanruf statt und zwar nicht irgendeine Nummer sondern die Nummer der Eltern.
Wer dies alles für plausibel hält, der sieht auch an Ostern überall Osterhasen!


3x zitiertmelden

Hanna W. tot aus der Prien geborgen

29.01.2026 um 14:12
Zitat von karajanakarajana schrieb:
Zitat von emzemz schrieb:
Zitat von LanzaLanza schrieb:Hast du @emz jetzt eigentlich die Doku und das Wehr gesehen? Und Dir auch mal Püschel angehört?
Nein, habe ich nicht.
Und warum nicht? Interesse verloren? keine Zeit? oder aus Trotz, weil der Inhalt nicht ins eigenen Weltbild passt?
Ist dir langweilig? Meinst du deshalb, persönlich werden zu müssen?


1x zitiertmelden

Hanna W. tot aus der Prien geborgen

29.01.2026 um 14:25
Noch ein paar Gedanken zur ARD Dokumentation:

Die Ermittler haben bei den Zeugenbefragungen eklatant gegen ihre eigenen Regeln verstossen. In IT Firmen wird der Belegschaft immer gesagt, dass sie das eigentliche Kapital der Firma sind und deshalb entsprechend zuvorkommend behandelt werden (sollen). Für die Zeugen bei einer Befragung durch die Polizei gilt eigentlich das gleiche. Die Zeugen sind es, die oft die entscheidenden Hinweise geben können und sollte daher pfleglich behandelt werden. Aussagen wie "... solange Sie diese Frage(n) nicht beantworten lassen wir Sie nicht gehen ..." sind das krasse Gegenteil davon. Und wenn sie einen Zeugen mit geistigen Einschränkungen vor sich haben gilt das umso mehr.
Ich habe den Eindruck, dass schon in der ersten Befragung bei den Ermittlern im Hinterkopf ein - wenn nicht rotes so doch tief rosa - Flag gesetzt wurde das besagt "Der könnte es sein". Sie müssen seine Hilflosigkeit eigentlich auch erkannt haben und hätten deshalb eine Vertrauensperson hinzuziehen müssen. Ermittler die mit diesen Methoden arbeiten, schrecken auch nicht vor einer Manipulation bzgl. der Geodaten zurück wenn diese nicht zur Tathergangshypothes passen.
Das Urteil hat nun eine juristische Wahrheit ausgesprochen, die historische Wahrheit bleibt vermutlich im Dunkeln obwohl sich die Aschauer sicher mehr für die zweite interessieren.

Mir hat dieser Prozess gezeigt, dass es - obwohl man es nicht muss - deutlich billiger und nervschonender ist seine Unschuld selbst zu beweisen als die Dienste eines Gerichts in Anspruch zu nehmen.


3x zitiertmelden

Hanna W. tot aus der Prien geborgen

29.01.2026 um 14:34
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Hanna muss vom Heimweg abweichen obwohl sie es eilig hatte. Sie überquert erst die Strasse, geht dann zurück und geht weiter durch eine Hecke in Richtung Talstation der Kampenwandbahn. Kurz vor Erreichen der Talstation fällt ihr dann ein, dass sie noch ihren Ärmel im Bärbach reinigen müsste und stürzt dabei in den reissenden Bach.
Zugegeben: Die Version ist für mich persönlich auch nicht besonders eingängig, und zwar schon ab dem Sprung über das Tor bei der Brücke nicht mehr. Zumal das auch einfach nicht notwendig ist für einen plausiblen Ablauf. Wenn H. eben nicht auf dem Parkplatz, sondern direkt an der Brücke gegenüber des Burghotels an den Bach herangetreten ist, passt eigentlich alles:

- Alle gefundenen Gegenstände sind stromabwärts.
- Die Ungenauigkeit und Sprunghaftigkeit der Geodaten nimmt ab genau dem Punkt zu.
- Alle Geodaten ab 02:30 beinhalten den Punkt in ihrer Abweichungsfläche.
- Die notwendige Bewegungsgeschwindigkeit bis zu dem Punkt übersteigt nicht ein mittelschnelles Gehtempo.
- Der Punkt liegt direkt an H.s Heimweg und wäre eine denkbare "Waschgelegenheit".
- Dass ein Schrei an der Stelle im Burghotel und nirgendwo anders zu hören ist, ist plausibel.

Ich versteh also gar nicht so recht, warum die Verteidigung so sehr auf diese Stelle am Parkplatz hinaus will - es ist schlicht nicht notwendig für einen Unfallhergang, dass H. diesen wenig plausiblen Umweg macht.
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Mir hat dieser Prozess gezeigt, dass es - obwohl man es nicht muss - deutlich billiger und nervschonender ist seine Unschuld selbst zu beweisen als die Dienste eines Gerichts in Anspruch zu nehmen.
Ein tragisches, aber durchaus folgerichtiges Fazit.


1x zitiertmelden

Hanna W. tot aus der Prien geborgen

29.01.2026 um 15:00
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Das Urteil hat nun eine juristische Wahrheit ausgesprochen, die historische Wahrheit bleibt vermutlich im Dunkeln obwohl sich die Aschauer sicher mehr für die zweite interessieren.
Die "historische Wahrheit" ist ja durch die Gutachten angetriggert. Eine Veröffentlichung dieser wäre nice- wenn der Staat dann dafür auch die Kosten trägt.
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Mir hat dieser Prozess gezeigt, dass es - obwohl man es nicht muss - deutlich billiger und nervschonender ist seine Unschuld selbst zu beweisen als die Dienste eines Gerichts in Anspruch zu nehmen.
Mir hat dies vor allem gezeigt niemals alleine zur Polizei. ST hätte seine 4 Verwandten aus der Doku da mindestens mitnehmen sollen.


melden

Hanna W. tot aus der Prien geborgen

29.01.2026 um 15:19
Zitat von karajanakarajana schrieb:Hanna wurde auf dem Heimweg doch gar nicht mehr gesehen. Die Wirkung von Frischluft auf hohe Alkoholisierung ist dir bekannt?
@karajana:
Warum behauptest du etwas, was nicht stimmt:
Anhand der Videos sei festzustellen gewesen, dass sie um 02:19 Uhr an der Garderobe des Clubs ihre Jacke geholt, um 02:21 Uhr den Club verlassen, sich noch kurze Zeit im Außenbereich aufgehalten habe – dabei sei sie unter anderem von 2 Freundinnen angesprochen und gefragt worden, ob sie nach Hause gebracht werden wolle – und dann um etwa 02:27 Uhr alleine in östliche Richtung die S.-Straße entlang gegangen und nach rechts in Richtung K.-Straße eingebogen sei, dokumentiert durch die Kamera „Notausgang 2 E.
Quelle: https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/Y-300-Z-BECKRS-B-2024-N-26699

Wenn du dir nicht sicher bist bei Fakten, dann schreibe bitte in Zukunft so in der Art: "Du glaubst, Hanna wurde auf dem Heimweg nicht mehr gesehen." Besser wäre es, wenn du vorher recherchieren würdest.

Zu deinen 2 anderen Punkten könnte ich auch noch was sagen, aber ich glaube, es hat keinen Sinn.


melden

Hanna W. tot aus der Prien geborgen

29.01.2026 um 15:26
und dann um etwa 02:27 Uhr alleine in östliche Richtung die S.-Straße entlang gegangen und nach rechts in Richtung K.-Straße eingebogen sei, dokumentiert durch die Kamera „Notausgang 2 E.
Quelle: https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/Y-300-Z-BECKRS-B-2024-N-26699

Markierung von mir

@Sherlock_H
Was willst du hier jetzt eigentlich ausdrücken?


1x zitiertmelden

Hanna W. tot aus der Prien geborgen

29.01.2026 um 15:39
Zitat von TinchoTincho schrieb:Zugegeben: Die Version ist für mich persönlich auch nicht besonders eingängig, und zwar schon ab dem Sprung über das Tor bei der Brücke nicht mehr. Zumal das auch einfach nicht notwendig ist für einen plausiblen Ablauf. Wenn H. eben nicht auf dem Parkplatz, sondern direkt an der Brücke gegenüber des Burghotels an den Bach herangetreten ist, passt eigentlich alles:
Das klingt zumindest plausibler als ein Jagen eines Opfers durch einen Täter quer über den Parkplatz mit vorherigem Versteckspiel.

Ich glaube, die wenig eingängige Version kommt durch den Geodäsie-Experten zustande, weil Frau Rick mal meinte, der könne die Daten bis auf wenige Meter eingrenzen.
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Aussagen wie "... solange Sie diese Frage(n) nicht beantworten lassen wir Sie nicht gehen ..." sind das krasse Gegenteil davon. Und wenn sie einen Zeugen mit geistigen Einschränkungen vor sich haben gilt das umso mehr.
Endlich mal etwas, wo ich Dir 100% zustimmen kann. Das ist mir auch extrem aufgestoßen, sowas fällt nach meinem Verständnis schon unter "ungerechtfertigte Androhung einer Freiheitsberaubung". Einfach unglaublich.


1x zitiertmelden

Hanna W. tot aus der Prien geborgen

29.01.2026 um 15:41
Zitat von LanzaLanza schrieb:Was willst du hier jetzt eigentlich ausdrücken?
@Lanza
Ich nehme an, du weißt, was ich meine, aber ich erkläre es nochmal:
Es ging darum, dass bei Hanna trotz Alkoholisierung keine Ausfallerscheinungen festgestellt wurden. Daraufhin verwies @karajana darauf, (sinngemäß jetzt) dass die sehr wohl durch den "Frischluftschock" hätten aufgetreten sein können, was man nicht wissen könne, weil sie ja auf dem Heimweg niemand gesehen habe.

1. Der "Frischluftschock" wäre bereits im Aussenbereich aufgetreten, wenn es ihn bei Hanna gegeben hätte. Dort wurde Hanna aber sehr wohl gesehen und es wurde sogar mit ihr gesprochen. Der Aufenthalt im Aussenbereich betrifft die Zeit nach dem Verlassen des Clubs.

2. Der erste Teil ihres Heimwegs wurde von einer Kamera aufgezeichnet, beim Betrachten der Aufzeichnungen sah man sie also auf ihrem Heimweg. Auch aufgrund der Auszeichnungen wurde über Ausfallerscheinungen wie Torkeln, Taumeln nichts bekannt.


melden

Hanna W. tot aus der Prien geborgen

29.01.2026 um 15:59
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Wäre sie auf dem direkten Weg nach Hause in den Bärbach oder den Schleiergraben gefallen und darin ertrunken gäbe es diesen Thread nicht. Da würde man zurecht von einem Unfall - evtl. wegen sich Übergeben in den Bach - ausgehen. Aber mit den bekannten Anomalien wird ein Unfallszenario extrem unwahrscheinlich.
- die Strasse zum Burghotel überqueren und dann wieder zurück
- unmittelbar danach über die kleine Brücke in Richtung Kampenwandbahnparkplatz
- Anrufversuch bei den Eltern, vermutlich um sich von dort abholen zu lassen
Sie wird wahrscheinlich in den Bärbach auf dem Nachhauseweg gestürzt sein. Die sogenannten Anomalien sind in Wirklichkeit noch nicht voll verstanden.

@Tincho hat es schon richtig ausgedrückt, bis zum Brückerl ist alles leicht zu verstehen. Von da ab, erscheint einiges unplausibel. Statt weiter nach Hause zu gehen, scheint sie sich am Gatter links vorbeizuzwängen, sie läuft in eine scheinbar widersinnige Richtung. Vieles erscheint von dieser Stelle an unlogisch.

Warum?

@rabunsel hatte hier schon mal die Theorie geäußert, dass das Opfer aus seiner Sicht am Brückerl schon in das Wasser gefallen ist.

Wenn man genau das annimmt, dann wird das scheinbar nicht passende passend. Der dortige erste Wasserkontakt löst den Emergency-Call aus, 38-45s später versinkt das IPhone endgültig in dem Bärbach. In diesem 38-45s hätte das IPhone schwimmend im Bach eine Wegstrecke von ca. 100m zurückgelegt (bei 10 km/h Strömungsgeschwindigkeit). Wo wäre es dann zu diesem Zeitpunkt?

Genau dort, wo der Geodesist glaubt, dass Hanna W. ins Wasser gekommen ist.

Warum glaubt eigentlich der Geodesist das? Weil das der Temperaturabfall ihm das gesagt hat. Die GPS-Daten zeigen das ebenfalls, wenn man deren Ungenauigkeit mitberücksichtigt. Das thermodynamische Gutachten hat gezeigt, dass Temperaturabfall und der Abbruch der Verbindung zusammen fällt. Alle GPS-Daten später haben eine deutlich höhere Ungenauigkeit.

So, warum aber gibt es den Temperaturabfall nicht schon am Brückerl. Angenommen das IPhone war in der Handtasche des Opfers, dann wird diese Tasche nicht gleich untergegangen sein. Man muss sie sich mal auf dem ersten Bild dieses Threads ansehen, sie ist recht formstabil, hat also im Vergleich zur Größe einen größeren Hohlraum. Diese Tasche hatte das Opfer wahrscheinlich auch nur lose über die Schulter hängen. Wenn das Opfer dort reingefallen ist, wird die Tasche durch den Auftrieb nicht gleich untergehen. Wenn man annimmt, es ist bei dem Sturz-doch etwas Wasser reingekommen und es liegt auf etwas auf, was feucht geworden ist, dann wird dieser Emergency-Call kurze Zeit später durch die starke Bewegung der Tasche auf den Fluten ausgelöst werden. Die Handtasche wird dann volllaufen und irgendwann untergehen.Das ergibt dann den bekannten starken Temperaturabfall.

Wie gesagt, die mir bekannten Anomalien wären damit geklärt.

Man darf die GPS-Daten nicht überbewerten, man muss deren Ungenauigkeit beachten und muss andere Möglichkeiten mit betrachten. Ich glaube auch nicht, dass sie auf der Seite des Burghotels war (am Brunnen). Die scheinbare von GPS aufgezeigte Wegstrecke ist nicht möglcih, dort wäre eine dichte Hecke dazwischen gewesen. Sie hätte in Wirklichkeit zurücklaufen müssen.


1x zitiertmelden