GrafOskar schrieb:Wäre sie auf dem direkten Weg nach Hause in den Bärbach oder den Schleiergraben gefallen und darin ertrunken gäbe es diesen Thread nicht. Da würde man zurecht von einem Unfall - evtl. wegen sich Übergeben in den Bach - ausgehen. Aber mit den bekannten Anomalien wird ein Unfallszenario extrem unwahrscheinlich.
- die Strasse zum Burghotel überqueren und dann wieder zurück
- unmittelbar danach über die kleine Brücke in Richtung Kampenwandbahnparkplatz
- Anrufversuch bei den Eltern, vermutlich um sich von dort abholen zu lassen
Sie wird wahrscheinlich in den Bärbach auf dem Nachhauseweg gestürzt sein. Die sogenannten Anomalien sind in Wirklichkeit noch nicht voll verstanden.
@Tincho hat es schon richtig ausgedrückt, bis zum Brückerl ist alles leicht zu verstehen. Von da ab, erscheint einiges unplausibel. Statt weiter nach Hause zu gehen, scheint sie sich am Gatter links vorbeizuzwängen, sie läuft in eine scheinbar widersinnige Richtung. Vieles erscheint von dieser Stelle an unlogisch.
Warum?
@rabunsel hatte hier schon mal die Theorie geäußert, dass das Opfer aus seiner Sicht am Brückerl schon in das Wasser gefallen ist.
Wenn man genau das annimmt, dann wird das scheinbar nicht passende passend. Der dortige erste Wasserkontakt löst den Emergency-Call aus, 38-45s später versinkt das IPhone endgültig in dem Bärbach. In diesem 38-45s hätte das IPhone schwimmend im Bach eine Wegstrecke von ca. 100m zurückgelegt (bei 10 km/h Strömungsgeschwindigkeit). Wo wäre es dann zu diesem Zeitpunkt?
Genau dort, wo der Geodesist glaubt, dass Hanna W. ins Wasser gekommen ist.
Warum glaubt eigentlich der Geodesist das? Weil das der Temperaturabfall ihm das gesagt hat. Die GPS-Daten zeigen das ebenfalls, wenn man deren Ungenauigkeit mitberücksichtigt. Das thermodynamische Gutachten hat gezeigt, dass Temperaturabfall und der Abbruch der Verbindung zusammen fällt. Alle GPS-Daten später haben eine deutlich höhere Ungenauigkeit.
So, warum aber gibt es den Temperaturabfall nicht schon am Brückerl. Angenommen das IPhone war in der Handtasche des Opfers, dann wird diese Tasche nicht gleich untergegangen sein. Man muss sie sich mal auf dem ersten Bild dieses Threads ansehen, sie ist recht formstabil, hat also im Vergleich zur Größe einen größeren Hohlraum. Diese Tasche hatte das Opfer wahrscheinlich auch nur lose über die Schulter hängen. Wenn das Opfer dort reingefallen ist, wird die Tasche durch den Auftrieb nicht gleich untergehen. Wenn man annimmt, es ist bei dem Sturz-doch etwas Wasser reingekommen und es liegt auf etwas auf, was feucht geworden ist, dann wird dieser Emergency-Call kurze Zeit später durch die starke Bewegung der Tasche auf den Fluten ausgelöst werden. Die Handtasche wird dann volllaufen und irgendwann untergehen.Das ergibt dann den bekannten starken Temperaturabfall.
Wie gesagt, die mir bekannten Anomalien wären damit geklärt.
Man darf die GPS-Daten nicht überbewerten, man muss deren Ungenauigkeit beachten und muss andere Möglichkeiten mit betrachten. Ich glaube auch nicht, dass sie auf der Seite des Burghotels war (am Brunnen). Die scheinbare von GPS aufgezeigte Wegstrecke ist nicht möglcih, dort wäre eine dichte Hecke dazwischen gewesen. Sie hätte in Wirklichkeit zurücklaufen müssen.