Ich halte die Theorie, dass H schon am Brückerl in den Bach gestürzt ist, grundsätzlich für plausibel.
Trotzdem finde ich es schwierig, das quasi als gesetzt zu sehen.
Wir wissen so gut wie nichts über das Geodäsie-Gutachten. Weder wie der Experte die Daten ausgewertet hat noch wie valide er selbst das Ganze einschätzt noch wie er daraus auf den neuen Unfallort geschlossen hat.
Anzunehmen, dass er halt manche Dinge nicht wusste oder nicht alle Basisdaten hatte oder teilweise spekuliert (bzw. sogar halluziniert) hat o.ä., wirken für mich eher abwegig, weil wir alle Frau Rick als sehr gewissenhafte Person "kennengelernt" haben.
Genauso kann es sein, dass H die Jacke erst am (leeren) Brunnen und dann am Brückerl abwaschen wollte, sie ihr dann aber dort durch die Strömung entrissen wurde. Ich glaube, die meisten würden hier (irrationalerweise) versuchen, sie vielleicht noch irgendwo im Bach zu erwischen - und dafür gibt es genau einen Punkt am Parkplatz, nämlich den vermeintlichen Unfallort.
Damit ließe sich auch gleich das knappe Zeitfenster erklären.
Ich will damit nicht sagen, dass es so gewesen sein muss. Ich will nur zu bedenken geben, dass es auch noch andere Möglichkeiten oder Erklärungsansätze gibt.
Insgesamt würde ich mir deshalb wirklich wünschen, dass noch Auszüge aus den Gutachten veröffentlich werden, um hier noch ein bisschen mehr Klarheit zu haben. Die Dokumentation konnte solche Fragen natürlich nicht klären, dafür hätte es mehrere Stunden gebraucht.
sunrise2008 schrieb:dass sie zur Überquerung des Ausweichparkplatzes (Punkt 10) über das kleine Törchen hätte klettern müssen. Macht in ihrem Zustand nicht wirklich Sinn.
Die Annahme ist, dass sie daneben durchs Gebüsch (damals wahrscheinlich schon ohne Blätter) gestiegen ist. Auch hier wissen wir nicht, ob das Tor vielleicht früher eine übliche Abkürzung war o.ä.
Wenn jemand in einem kleinen Ort aufgewachsen ist, kennt der natürlich auch alle "Schleichwege".